Loudrefing liegt inLothringen westlich des GrandÉtang de Mittersheim (Großer Mittersheimer Weiher), etwa 65 Kilometer südöstlich vonMetz, 30 Kilometer östlich vonChâteau-Salins und neun Kilometer südlich vonAlbestroff (Albesdorf) sowie 27 Kilometer nordwestlich vonSarrebourg (Saarburg) auf einer Höhe zwischen 223 und 272 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 23,08 km². Die Gemeinde liegt imRegionalen Naturpark Lothringen.
Das Dorf gehörte einst zumHerzogtum Lothringen und wurde schon 1425 erwähnt. 1490 gab Wecker von Leiningen seinen Teil des Dorfs an den Bischof vonMetz. AuchFinstingen war hier begütert. Es gehörte zur Herrschaft Bitsch, kam aber im 17. Jahrhundert an die KastellaneiDieuze. Zwischen 1621 und 1675 war Lauterfingen beinahe ganz entvölkert. 1593 wurde hier eine Frau alsHexe verbrannt.[1]
Durch denFrankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutscheReichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde demKreis Château-Salins imBezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide- und Kartoffelbau sowie Viehzucht.[1] Ende des 19. Jahrhunderts war die Bevölkerung noch vollständig deutschsprachig. 1887 lebten in Lauterfingen nur vier Personen, die kein Deutsch konnten.[2]
Die Farben Blau-Silber-Blau symbolisieren die Herren vonFinstingen, die im Mittelalter hier begütert waren. Der goldene Hammer stehen für denHeiligen Leodegar, den Schutzpatron der Gemeinde.[3]
Georg Lang:Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 174 (books.google.de).