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Lotus Software

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Lotus Software (vor der Übernahme 1995 durchIBMLotus Development Corporation genannt) war eine Abteilung desUS-amerikanischen IT- und Beratungsunternehmens IBM. 2019 wurde es für 1,8 Mrd.US-Dollar an das indische UnternehmenHCL Technologies verkauft.

Geschichte

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Lotus Development Corporation

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Mitch Kapor

Mitchell Kapor, der Autor des ersten GeschäftsgrafikprogrammsTiny Troll für denApple-II-Rechner, verkaufte im Oktober 1981 die Rechte an seinen ProgrammenVisiPlot undVisiTrend/Plot und gründete noch im selben Monat dieLotus Development Corporation. Mitch Kapor benannte sein Unternehmen nach demLotussitz. Kapor war Lehrer dertranszendentalen Meditation.[1]

Das erste Produkt war ab Januar 1982 dasLotus Executive Briefing System, eine Präsentationssoftware für denApple II.Im April 1982 investierten Sevin-Rosen Investors undKPCB 1 Million Dollar in das Unternehmen, so konnten neue Mitarbeiter eingestellt und ein neuer Firmensitz bezogen werden. Im Oktober 1982 wurde die damals revolutionäre TabellenkalkulationLotus 1-2-3 für denIBM PC vorgestellt und ab Januar 1983 an die Distributoren ausgeliefert.

Mit der steigenden Popularität desPC stieg auch die Nachfrage nach diesen Programmen, und schon bald dominierte Lotus den Markt derOffice-Anwendungen, nicht zuletzt auch durch andere Office-Produkte wieRay OzziesSymphony und der Jazz Office Suite fürApple Macintosh Computer.

Im Laufe der Zeit wurden auch andere Software-Unternehmen übernommen, und mit ihnen Produkte wieFreelance Graphics,Ami Pro,Approach undOrganizer. In den frühen 1990er-Jahren wurden manche dieser Produkte unter dem NamenLotus SmartSuite gebündelt. Obwohl SmartSuite anfangs populärer alsMicrosoft Office war, verlor Lotus seine Dominanz im Desktop-Programme-Markt.

1984 wagte Lotus mit dem Investment in Ray Ozzies StartupIris Associates einen, wie sich später herausstellen sollte, enorm wichtigen strategischen Zug. Iris Associates entwickelte dieLotus NotesGroupware Plattform, wodurch wichtige Erfahrung im Bereich netzwerkbasierender Kommunikation gesammelt werden konnte, Jahre bevor Mitbewerber in der PC-Welt überhaupt noch an dasInternet dachten. Notes wurde 1989 offiziell als Produkt vorgestellt, und 1991 seine Position durch den Zukauf voncc:Mail verstärkt. 1994 übernahm Lotus Iris Associates.

1995: Lotus Software (IBM)

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1995 übernahmIBM Lotus zu einem Kaufpreis von 3,5 Milliarden US-Dollar.[2] Smart Suite wurde mit einigenCompaq- und IBM-Laptops ausgeliefert, obwohl der Marktanteil seit der Einführung dieses Produktes stetig sank.Microsofts KonkurrenzproduktExchange setzte Lotus Notes stark zu, konnte jedoch bis 2004, 20 Jahre nach der Gründung von Iris, Lotus Notes nicht verdrängen.

2019: HCL Technologies

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2019 wurde der Unternehmensbereich für 1,8 Mrd.US-Dollar an das indische UnternehmenHCL Technologies verkauft.[3]

Produkte

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  • 1982: Executive Briefing System
  • 1982:Lotus 1-2-3 – Tabellenkalkulation
  • 1984:Lotus Symphony
  • 1985: Lotus Jazz, Lotus 1-2-3 R2, Lotus Report Writer, Lotus Signal
  • 1986: Lotus T-A-C, Lotus HAL, Freelance Plus, Freelance Maps, Manuscript & Measure
  • 1987: Lotus OneSource, Lotus Express, Modern Jazz
  • 1989:Lotus Notes
  • 1990:Lotus Improv
  • 1992:Lotus Organizer

Verschlüsselung

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Es wurde wiederholt behauptet, dass durch dieNSA einBackdoor in die Export-Version vonLotus Notes installiert wurde. Dieses Gerücht bestätigte sich 1996.[4] Damals war Lotus aufgrund von Exportrestriktionen nicht in der Lage, Software zu exportieren, die Schlüssellängen von mehr als 40 Bits verwendet. Nach Verhandlungen mit der US-Regierung wurde Lotus schließlich gestattet, 64-Bit-Schlüssel zu exportieren, unter der Auflage, dass 24 Bits eines jeden Schlüssels jederzeit durch die NSA rückführbar seien. So wurde es der NSA möglich, die Verschlüsselung mit einem zeitlichen Vorsprung zu knacken. Der Export von Lotus Notes mit (damals) starker Verschlüsselung wurde so legal, und die effektive Schlüssellänge von 40 Bits entsprach somit der schwachen Verschlüsselung der Vorgängerversionen von Lotus Notes.

Weblinks

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Commons: Lotus Software – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Mitchell Kapor Produces Lotus 1-2-3, the first "Killer App" for the PC : History of Information. Abgerufen am 14. Dezember 2025. 
  2. IBM takes fight to Microsoft with Lotus Symphony | InfoWorld | News | 2007-09-18 | By John E. Dunn, Techworld.com. Archiviert vom Original am 13. Oktober 2007; abgerufen am 14. Dezember 2025. 
  3. Ron Miller: IBM selling Lotus Notes/Domino business to HCL for $1.8B. In: TechCrunch. 7. Dezember 2018, abgerufen am 14. Dezember 2025 (amerikanisches Englisch). 
  4. Nur die NSA kann zuhören, das ist OK (Memento vom 22. Dezember 2004 imInternet Archive), Telepolis 1999, abgerufen am 12. März 2007
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lotus_Software&oldid=262404582
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