Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Lotus Seven

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mitBelegen (beispielsweiseEinzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst undgute Belege einfügst.
Bisher sind nicht all zu viele Quellen angegeben, insbesondere zu den technischen Daten der Versionen. --Wikisympathisant (Diskussion) 18:45, 27. Jan. 2026 (CET)
Lotus
Bild
Bild
Serie 2, Bj. 1965
Seven
Produktionszeitraum1957–1972
KlasseSportwagen
KarosserieversionenRoadster
MotorenOttomotoren:
0,95–1,6 Liter
(21–92 kW)
Länge3120–3360 mm
Breite1549 mm
Höhe940 mm
Radstand2235 mm
Leergewicht445[1] – ca. 600[2][3] kg
Heckseitenansicht eines Lotus Seven Serie 2 mit Überrollbügel bei einem Rennen
Cockpit eines Seven Serie 2 mit Tacho auf der Beifahrerseite[4]

DerLotus Seven ist ein zweisitziges, offenes Sportwagenmodell vonLotus Cars. Der spartanisch ausgestattete, leichte und verhältnismäßig kleine Sportwagen wurde zwischen 1957 und 1972 als Lotus produziert.[3]

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Lotus Seven wurde 1957 auf den Markt gebracht, nachdem bereits derLotus Eleven in limitierter Stückzahl produziert worden war. Basierend aufChapmans erstem in Serie hergestellten Sportwagen, dem Lotus 6, wurde der Seven von einem 40 bhp[3] starken Ford-Seitenventilmotor mit 1172 cm³ Hubraum angetrieben. Der Wagen war damit hauptsächlich für günstige Club-Rennen auf kurzen Strecken ausgelegt.[5] Schon 1958 erschien der erste, stärkereSuper Seven.[6][7]

1960 folgte die Serie 2 (S2) und 1968 die Serie 3 (S3). 1970 veränderte Lotus das Design des Autos deutlich; es entstand die etwas konventioneller proportionierte Serie 4 (S4) mit einer eckigeren GFK-Karosserie, die den bisherigen Aluminiumaufbau größtenteils ersetzte. Mit der Serie 4 bot der Seven auch erstmals serienmäßige Komfortmerkmale wie ein Heizgebläse. Sie wurde 1970 auf demGenfer Auto-Salon vorgestellt.[8] Das S4-Modell erfüllte[9] nicht die Verkaufserwartungen von 2000 Exemplaren,[8][10] wenn es auch gelungen war, an jedem Fahrzeug Geld zu verdienen.[9]

Durch das damalige Steuersystem (Purchase Tax, Verbrauchssteuer) konnte das Auto günstiger verkauft werden, indem man es alsKit Car anbot, da so der Steueraufschlag entfiel, der bei fertig montierten Fahrzeugen angefallen wäre. Die Steuergesetze besagten jedoch, dass den Bausätzen keine Bauanleitungen beigelegt werden durften. Lotus nutzte jedoch eine Lücke im Gesetzestext und lieferte den Kunden Demontageanleitungen, welche zur Montage des Fahrzeugs nur noch in umgekehrter Reihenfolge befolgt werden mussten. Mit dem Beitritt des Vereinigten Königreichs zurEWG am 1. Januar 1973 musste die britische Regierung die Verbrauchssteuer durch dieMehrwertsteuer ersetzen. Damit entfielen die steuerlichen Vorteile, und die Lotus-Seven-Bausatzfahrzeuge fanden ihr Ende.

1973 entschied Lotus, das „Kit-Car-Image“ vollständig abzulegen und sich stattdessen auf limitierte Renn- und Sportwagen zu konzentrieren. Lotus verkaufte deshalb die Produktionsrechte des Seven[3] an seinen letzten verbliebenen VertragshändlerCaterham Cars. Nachdem Caterham bis Juni 1974 von der Serie 4 noch 38 Stück gebaut hatten[9] (darunter fiel auch die Montage verbliebener Lotus-Kits), führten sie ihre Version des Serie-3-Modells ein. Diese wird seitdem alsCaterham Seven weiterproduziert[1] und ständig überarbeitet. Daneben haben sich viele weitere Betriebe gefunden, die der Idee des kleinen, leichten Sportwagens folgen und sehr ähnliche Fahrzeuge anbieten, darunterIrmscher (D),[11]Westfield (GB), Dax (GB),Sylva Autokits (GB),Locust (GB),Robin Hood Engineering (GB),Donkervoort (NL),HKT (D),VM (D),Rush (D) undRCB Fahrzeug GmbH (Edling, D)[12].

Der Lotus 7 stellt in der Geschichte der Lotus-Modelle eine Besonderheit dar. Bis in die heutige Zeit erhielten alle Straßenmodelle eine mit „E“ beginnende Modellbezeichnung, alle Rennwagen dagegen wurden mit einer fortlaufenden Nummer versehen. Nur der Lotus Seven trug eine Nummer, obwohl er ein Straßenfahrzeug war, wenn auch als Rennwagen konstruiert.[5]

Bei etwa 2500 von Lotus hergestellten Seven sind die Roadster inzwischen begehrte Oldtimer, wobei dies ganz besonders für die erste Serie gilt.[10][13]

Technik des Lotus Seven

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Lotus Seven ist ein leichter zweisitziger Sportroadster mit längs eingebautem Vierzylinder-Viertaktmotor, je nach Ausführung mitOHV- oderOHC-Ventilsteuerung, Hubraum 0,95 bis 1,6 Liter. Das Fahrwerk besteht aus einem mit Aluminium beplankten Gitterrohrrahmen, Einzelradaufhängung mitDreiecksquerlenkern undFederbeinen vorn und einer Starrachse mit Längslenkern, Querstabilisator, Schraubenfedern und hydraulischen Stoßdämpfern hinten. Die Fußbremse wirdhydraulisch betätigt, vorn Scheibenbremsen, hinten Trommelbremsen. Die Lenkung war bis zum ersten Super Seven 1958 eineSchnecken-Rollen-Lenkung, danach wurden Zahnstangenlenkungen verwendet.[14][15][4] Der Radstand des Seven beträgt je nach Quelle 2235 mm oder 2250 mm, die Spurweite vorn und hinten 1190 mm bzw. 1245 mm, die Länge je nach Ausführung 3120 und 3360 mm.

Die technischen Daten können je nach Quelle erheblich voneinander abweichen. Die hier genannten sind dem Motorkatalog des Gilde-Verlags, Alfeld 1963 und 1964, sowie der WebsiteZwischengas.com, und den KatalogenDie Automodelle 1963/64 undDie Automodelle 1967/58, Motorbuch Verlag, entnommen.

Teilweise stammten neben manchen Motoren und Getrieben Komponenten von Ford,[5] beispielsweise die Hinterachsen der Serien 3 und 4.[16][9]

Versionen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Lotus Seven, 1958
Serie 1

Aluminiumkarosserie. Produzierte Stückzahl: 243[3]

  • 7F (Ford-Motor, 1.172 cm³, 28–40 PS, Dreiganggetriebe), 1957–1960
  • 7C Super 7 (Coventry-Climax-Motor, 1.098 cm³, 75 PS,[6][7] Vierganggetriebe) 1958–1960
  • 7A (BMC-Motor, 948 cm³, 37 PS, Vierganggetriebe), 1958–1960
  • 7 America (Austin-Healey-Motor, 43 PS, Vierganggetriebe), 1958–1960
Lotus Seven mit Twin-Cam-Motor
Lotus Twin Cam
Vordere Radaufhängung
Cockpit
Serie 2

Kunststoffkotflügel und -schnauze, Alukarosserie und Vierganggetriebe. Produzierte Stückzahl: ca. 1.310

  • 7F (Ford-Motor, 1.172 cm³, 40 PS), 1960–1961
  • 7A (BMC-Motor, 948 cm³, 37 PS), 1960–1961
  • 7 America (Austin-Healey-Motor, 1.098 cm³, 55 PS), 1960–1961
  • 7 105E (Ford-Motor, 997 cm³, 39 PS), 1961–1968
  • Super 7 Cosworth 1340 (Ford-Cosworth-Motor, 1.340 cm³, 85 PS), 1961–1962
  • Super 7 1500 (Ford-Cosworth-Motor, 1.498 cm³, 66–100 PS, Fahrzeugmasse knapp 500 kg[4]), 1962–1968
  • 7 Serie 2 1/2 (Ford-Motor, 1.598 cm³, 84 PS), 1968
Serie 3

Produzierte Stückzahl: ca. 340

  • 7 1300/1600 (Ford-Motoren, 1.297/1.598 cm³, 72/84 PS), 1968–1969
  • 7 S (Ford-Holbay[17]-Motor, 1.598 cm³, 120 PS), Einzelstück, 1969
  • 7 SS (Lotus-Motor, 1.558 cm³, 115–125 PS), 13 Stück, 1969
Serie 4
Lotus Seven, Serie 4

Stark geänderte, größere Karosserie. Produzierte Stückzahl: ca. 625

  • 7 1300/1600GT (Ford-Motoren, 1.297/1.598 cm³, 72/84 PS), 1970–1972
  • 7 Twin Cam (Lotus-Motor, 1.558 cm³, 115–125 PS), 1970–1972[18]

Verwendung in britischer Fernsehserie (1960er Jahre)

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

1976 hatte der Super 7 seinen berühmtesten Medienauftritt in der britischen Kult-FernsehserieThe Prisoner/Nummer 6 (1969 im ZDF). Im Vorspann fährt der Protagonist „Nummer Sechs“, gespielt vonPatrick McGoohan, damit durch die Londoner City auf dem Weg zu seinem Vorgesetzten, um ihm sein Rücktrittsschreiben zu übergeben. In einer Episode (Herzlichen Glückwunsch/Many Happy Returns) berichtet „Nummer 6“ davon, wie er den Wagen gebaut hat und deswegen perfekt kennt. McGoohan hatte sich das Modell selbst ausgesucht, um das Individualistische an der Figur zu unterstreichen. Graham Nearn, der damalige Eigentümer des Unternehmens, ist in der letzten Episode „Demaskierung“ selbst kurz als Mechaniker zu sehen, als er Nummer Sechs’ Lotus vor dessen Haus abstellt.[19]

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Graham Arnold,Lotus Seven (Super Profile S.), Haynes Publications 1984,ISBN 0-85429-385-X (ISBN-13: 9780854293858)
  • R. M. Clarke,Lotus Seven Goldportfolio 1957 – 1973, Brookland Books Ltd., 1996,ISBN 1-85520-329-4 (ISBN-13: 9781855203297)
  • Andrew Morland (Andrew Noakes),Lotus Seven, Heel Verlag,ISBN 3-89365-455-0 (ISBN-13: 9783893654550)

Darüber hinaus gibt es Bücher, die den Seven und die Caterham-Nachfolgemodelle behandeln.

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Lotus Seven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. abUlf Schulz: Der Lotus Seven: auf das Wesentliche reduziert. In: krafthand.de. 17. Juni 2021, abgerufen am 25. Januar 2026. 
  2. Lotus Seven S 4 (1971) Technische Daten. In: Automobil Revue bei zwischengas.com. 11. Februar 2011, abgerufen am 29. Januar 2026. 
  3. abcdeLotus Seven. In: autozine.org (1997-2010). Abgerufen am 6. Februar 2025. 
  4. abcJürgen Stockmar: Lotus Super Seven im (historischen) Test – eines der unvernünftigsten Vergnügen auf vier Rädern. In: zwischengas.com. 10. Juni 1966, abgerufen am 25. Januar 2026. 
  5. abcJohn Aley: Lotus Super-Seven - der Dinosaurier (im historischen Test). In: zwischengas.com. 1985, abgerufen am 25. Januar 2026. 
  6. abDie Geschichte des Seven. In: lowflying.de. Abgerufen am 25. Januar 2026. 
  7. abHighlights der Seven Geschichte. In: caterhamcar.club. 24. Oktober 2009, abgerufen am 25. Januar 2026. 
  8. abChris Chilton: The Seven S4 Is Lotus’s Mostly Forgotten Attempt To Update An Icon. In: carscoops.com. 8. März 2023, abgerufen am 31. Januar 2026 (englisch). 
  9. abcdRichard Dredge: Cars That Time Forgot: The Lotus Seven S4. In: hagerty.co.uk. 20. Dezember 2024, abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch). 
  10. abLotus Seven – Der Rennwagen für die Strasse. In: autonatives.de. 14. November 2009, abgerufen am 27. Januar 2026. 
  11. Irmscher 7 Turbo: erstarkter Retro-Roadster. In: heise.de. 9. Mai 2007, abgerufen am 25. Januar 2026. 
  12. RCB RCB 7 Technische Daten RCB HS20 (ab 2011). In: auto-motor-und-sport.de. Abgerufen am 29. Januar 2026. 
  13. Lotus Seven in der Kaufberatung: Original kaum zu finden. In: auto-motor-und-sport.de. 25. April 2013, abgerufen am 30. Januar 2026. 
  14. Editorial Team: Lotus 7. In: supercars.net. 22. April 2016, abgerufen am 1. Februar 2026 (englisch). 
  15. Highlights der Seven Geschichte, 1958. In: caterhamcar.club. 24. Oktober 2009, abgerufen am 1. Februar 2026. 
  16. Der Seven, Technische Spezifikationen Lotus Seven Serie 3 1968-1970. In: lowflying.de. Abgerufen am 30. Januar 2026. 
  17. Holbay Race Engine Specialists. In: holbayengineering.com. 1. Januar 1970, abgerufen am 25. Januar 2026 (englisch).  „... founded in 1958 by Roger Dunnel ...“
  18. Lotus Seven – A roadster icon. In: Lotus Cars. Abgerufen am 9. Juli 2025 (deutsch). 
  19. sandsmuseum.com, englisch
Fahrzeugmodelle vonLotus

Aktuelle Modelle:Eletre |Emeya |Emira |Evija

Ehemalige Modelle:2-Eleven |3-Eleven |Éclat |Elan |Elite |Elise |Esprit |Europa |Europa (2006) |Evora |Excel |Exige |Seven

Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lotus_Seven&oldid=263888638
Kategorien:
Versteckte Kategorie:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp