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Lobsann

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Lobsann
Lobsann (Frankreich)
Lobsann (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionGrand Est
Département (Nr.)Bas-Rhin (67)
ArrondissementHaguenau-Wissembourg
KantonReichshoffen
GemeindeverbandSauer-Pechelbronn
Koordinaten48° 58′ N,7° 51′ O48.9633333333337.8461111111111Koordinaten:48° 58′ N,7° 51′ O
Höhe157–308 m
Fläche2,73 km²
Einwohner663(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte243 Einw./km²
Postleitzahl67250
INSEE-Code67271

Ortseingang Lobsann

Lobsann, im lokalensüdfränkischen DialektLüsan, ist einefranzösischeGemeinde mit 663 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementBas-Rhin in derEuropäischen Gebietskörperschaft Elsass und in derRegionGrand Est. Sie ist Mitglied derCommunauté de communes Sauer-Pechelbronn.

Geografie

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Das Dorf ist eineStreusiedlung. Weite Teile des Gemeindegebietes sind bewaldet. Lobsann hat Anteil amBiosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord.Wissembourg liegt etwa 14 Kilometer nordöstlich, die GemeindeSoultz-sous-Forêts etwa vier Kilometer südöstlich.

Geschichte

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Lobsann gehörte anfangs zurHerrschaft Fleckenstein, und zwar teils zum AmtKutzenhausen und teils zum AmtSulz unterm Wald. Der Sulzer Teil war Lehen des Erzbistums Köln. Der Kutzenhauser Teil wurde 1650 pfälzisch und ging 1705 mit weiteren Orten des Amts Kutzenhausen anHanau-Lichtenberg. Während der Reformation wurden nur Teile des Ortes evangelisch, so dass die Gemeinde einen gemischtkonfessionellen Charakter hat (Volkszählung 1905: 223 katholische Einwohner und 164 evangelische Einwohner).

Von 1756 bis 1950 wurde in Lobsann Asphalt abgebaut.[1] Der ChemikerJean-Baptiste Boussingault war von 1820 bis 1822 Direktor der Mine, dort lernte er auch Achille Le Bel, den Besitzer der Asphaltmine vonMerkwiller-Pechelbronn kennen, deren Leitung er 1835 übernahm.[2]

Ab 1809 baute man auch Braunkohle (Lignite) ab, die als Brennstoff für die Saline inSoultz-sous-Forêts genutzt wurde, die Mine und der Abbau wurde vom Besitzer der Saline, George-Chrétien-Henri Rosentritt betrieben. Die maximale Ausbeute pro Jahr betrug 10.000 Myriagramm (100 t).[3] Ein SchildKohlenwerk an der Straße nach Drachenbronn erinnert an die ehemalige Mine.

Von 1871 bis zum Ende desErsten Weltkrieges gehörte Lobsann als Teil desReichslandes Elsaß-Lothringen zumDeutschen Reich und war demKreis Weißenburg imBezirk Unterelsaß zugeordnet. In dieser Zeit, ab 1880, bauteJoseph Philipp von Stichaner, der Kreisdirektor von Wissembourg, eine Villa mit Park in Lobsann, heute im Privatbesitz.[4]

Villa Stichaner
Bevölkerungsentwicklung
Jahr191019621968197519821990199920062017
Einwohner448[5]505538510491579496586640

Marienbronn

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Auf Lobsanner Gemarkung liegt auch das frühere NonnenklosterMarienbronn. Während der Französischen Revolution wurde das Kloster zerstört. Heute befindet sich auf dem Gelände eine Rehabilitationseinrichtung für Suchterkrankungen.

Sehenswürdigkeiten

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Die Kirche des Ortes wurde 1760/61 alsSimultankirche gebaut und am 22. Juli 1761geweiht. 1837 wurde das Simultaneum aufgelöst, nachdem dieLutheraner sich eine eigene Kirche gebaut hatten. Seitdem ist die Kircherömisch-katholisch.[6]

Partnergemeinden

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Lobsann ist seit 1986 mitSchwegenheim inRheinland-Pfalz verpartnert.[7]

Literatur

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  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999,ISBN 2-84234-055-8, S. 1277–1278.

Weblinks

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Commons: Lobsann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Mine d'asphalte de Lobsann. In: POP : la plateforme ouverte du patrimoine. Ministère de la Culture, 1992, abgerufen am 18. April 2022 (französisch). 
  2. Jean-Baptiste Bourssignault et L'Alsace. In: PerSée. 2004, abgerufen am 18. April 2022 (französisch). 
  3. Hericard de Thury:Notice sur les mines d'asphalte, bitume et lignite de Lobsann. Firmin Didot Frères, Paris 1838,S. 20 ff. 
  4. Rudolf Böttcher: Das Herrenhaus von Stichaner in Lobsann im Elsass. In: Böttchersrtaße – Neues aus der digitalen und realen Welt. 14. September 2012, abgerufen am 18. April 2022. 
  5. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Weißenburg
  6. Kathrin Ellwardt:Lutheraner zwischen Frankreich und dem Reich: Kirchenbauten in den elsässischen Ämtern der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unterJohann Reinhard III. undLudwig IX. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2016, S. 18–59 (38).
  7. "Partnerschaftsfeier in Schwegenheim am 17. Mai 1986 mit Unterzeichnung der Urkunde von Bürgermeister Albert Eckert und Kurt Kaufmann" (Memento desOriginals vom 11. Mai 2021 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schwegenheim.de Abgerufen am 9. März 2019.
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Normdaten (Geografikum):GND:7722720-7 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |VIAF:247450709
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