
DasLimeseum ist ein seit 2012 bestehendesarchäologischesMuseum imRömerpark Ruffenhofen imLandkreis Ansbach. Die Ausstellung informiert über dasKastell Ruffenhofen und dessenZivilsiedlung, denVicus, während derrömischen Kaiserzeit.
Konzipiert und aufgebaut als Rundbau, schmiegt sich das Gebäude des Limeseum an seine Landschaft direkt unterhalb desHesselbergs an. Im Ausstellungsrundgang durch das Gebäude steigen die Besucher kontinuierlich um 3 % höher, bis sie aus einem Panoramafenster auf das bepflanzte Kastell des Römerparks blicken. Die Ausstellung informiert vor allem über die dreiWelterbebestandteileLimeslinie, das Kastell sowie die Zivilsiedlung von Ruffenhofen. Dargestellt werden neben Funden von Ruffenhofen auch einige Stücke vomKastell Dambach beiEhingen. Dabei ist einer der Schwerpunkte die Holzerhaltung, für die die Limesstrecke im Landkreis Ansbach besonders bekannt ist.

Das Limeseum wie auch der Römerpark Ruffenhofen entstanden durch die Initiative des „Zweckverband Römerkastell Ruffenhofen“, eines Zusammenschlusses der drei GemeindenGerolfingen,Weiltingen undWittelshofen. Geschaffen wurde derZweckverband, um das Areal für den Tourismus zu erschließen.
Bereits 2003 entstand der Römerpark Ruffenhofen, der die archäologischen Überreste des römischen Kastells Ruffenhofen erschließt und sichtbar macht. Das Limeseum selbst ging aus einer kleinen archäologischen Ausstellung hervor, die zunächst im Heimat- und Trachtenmuseum inWeiltingen untergebracht war. Das daraus entwickelte temporäre Museum eröffnete 2004. Da von Anfang an geplant war, an dessen Stelle ein dauerhaftes Museum anzulegen, wurde 2010 ein Architektenwettbewerb ausgerichtet, aus dem der heutige Museumsentwurf als Sieger hervorging.[1] Nach Errichtung und Ausgestaltung des Gebäudes wurde das Limeseum am 13. Oktober 2012 eröffnet. Leiter ist seitdem derArchäologeMatthias Pausch.
Im Jahr nach der Eröffnung, 2013, wurde das Limeseum beim Bayerischen Museumstag mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.[2] Der Zweckverband Römerpark Ruffenhofen erhielt 2015 dieBayerische Denkmalschutzmedaille u. a. für das Limeseum.[3]

Der Kastellsoldat December begleitet den Besucher durch das Museum. Dieser Name ist für Ruffenhofen authentisch belegt, December hatte seinen Namen in seinen Helmeingepunzt. An mehreren Stationen im Limeseum tritt nun December als Sprecher in einer Hörstation oder als Darsteller im Kinofilm und in Fotos in der Ausstellung auf und gibt somit einen Einblick in den Alltag am Kastell und Vicus.

Neben December dienen auch rote Vitrinen, die mit Leitfunden bestückt wurden, als roter Faden im Limeseum. Bei dem Rundgang im Limeseum stechen sie durch ihre rote Farbe im sonst weiß gehaltenen Museum heraus und dienen zur Orientierung der Themen in den einzelnen Stationen.
Im Bereich der Archäologie ist der mittelfränkische Landkreis Ansbach vor allem durch die zahlreichen gut erhaltenen Holzfunde bekannt. So war es natürlich, dass bei der Gestaltung der Ausstellungen auch ein besonderes Augenmerk dem Thema Holz zu entrichten. Mehrere Holzfunde werden ausgestellt und die Hilfswissenschaft derDendrochronologie erklärt.
Sowohl das Kastell als auch der angrenzende Vicus wurden für den Museumsfilm von der FirmaFaber Courtial in Zusammenarbeit mit Archäologen und Wissenschaftlern nach dem zu der Zeit aktuellen Forschungsstand vollständig digital rekonstruiert.
Seit Herbst 2020 stellt das Limeseum auch einen Teil der Limes-Altfunde des Historischen Vereins für Mittelfranken aus, die zuvor im Markgrafenmuseum in Ansbach zu besichtigen waren. Darunter auch den Bronzehortfund aus Dambach.
49.0441210.4877Koordinaten:49° 2′ 38,8″ N,10° 29′ 15,7″ O