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Lillian Roth

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Lillian Roth in einem argentinischen Magazin (1931)

Lillian Roth (eigentlichLillian Rutstein; *13. Dezember1910 inBoston,Massachusetts; †12. Mai1980 inNew York City) war eineUS-amerikanischeSchauspielerin undSängerin, deren Filmlaufbahn mehr als 60 Jahre andauerte. Bekanntheit erlangte Roth vor allem 1954 durch ihre AutobiografieUnd morgen werd’ ich weinen, in derengleichnamigen Verfilmung sie im folgenden Jahr vonSusan Hayward verkörpert wurde.

Leben

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Frühe Jahre

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Lillian Roth wurde als eine von zwei Töchtern des jüdischen Ehepaars Katie und Arthur Rutstein geboren. 1916 zog die Familie von Boston nachManhattan, wo sich Roths alkoholkranker Vater bessere Zukunftsaussichten erhoffte. Auf Druck der Eltern begann ihre Laufbahn bereits im Kindesalter. Auch ihre zweieinhalb Jahre jüngere Schwester Ann stand seit frühester Kindheit auf der Bühne, wodurch die beiden Kinder zu den Hauptverdienern der Familie wurden.[1][2]

Karriereanfänge

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Mit 6 Jahren stand Roth durch Kontakte ihrer Mutter Modell für das Markenlogo der FilmgesellschaftEducational Pictures, eine Laterne tragende Statue. Bereits im Jahr darauf gab sie ihr Debüt amBroadway im StückThe Inner Man. 1918 folgte das Filmdebüt als Statistin inPershing’s Crusaders. Unter dem NamenLillian Roth and Co. tourte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Ann durch die Vereinigten Staaten, wobei beide alsThe Roth Kids bezeichnet wurden. Dies führte auch zu Roths späteren Künstlernamen. Zu den wichtigsten Auftritten der Schwestern gehörte ein Treffen mit dem damaligen US-PräsidentenWoodrow Wilson. Eines von Roths bekanntesten Stücken bei ihren Auftritten warWhen the Red Red Robin Comes Bob Bob Bobbin’ Along, welches zu ihrer Erkennungsmelodie wurde.

Schauspiellaufbahn

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1927 begann die siebzehnjährige Roth, in Revueshows aufzutreten. Hierzu zählte zum BeispielMidnight Frolics vonFlorenz Ziegfeld junior. Kurz darauf erhielt die junge Schauspielerin einen Vertrag über sieben Jahre beiParamount Pictures. In den folgenden Jahren erlangte sie Bekanntheit durch Rollen in Filmen wieLiebesparade,Der König der Vagabunden,Paramount-Parade undAnimal Crackers. Neben ihrer Filmkarriere trat Roth auch weiterhin an Theatern auf.

Im Laufe ihrer Karriere litt Lillian Roth zunehmend anAlkoholismus, was sich auch negativ auf ihre Laufbahn auswirkte. Nach 1933 erhielt sie kaum noch Filmangebote und musste sich mit Nebenrollen zufriedengeben. Halt fand die Schauspielerin im Glauben. 1948 konvertierte sie zurrömisch-katholischen Kirche. Während einer Ausstrahlung der FernsehsendungThis Is Your Life im Februar 1953 berichtete Roth offen ihre Alkoholkrankheit und physische Probleme.[3] 1954 veröffentlichte sie ihre AutobiografieI’ll Cry Tomorrow, von der über 7 Millionen Kopien in 20 Sprachen verkauft wurden. Von Lesern erhielt Roth positive Kritiken für ihre Offenheit zum Thema Alkoholismus, die zuvor nur wenige Filmstars in Autobiografien an den Tag gelegt hätten.[4] Das Buch wurde im Folgejahr mit Susan Hayward verfilmt und im deutschsprachigen Raum unter dem Titelund morgen werd’ ich weinen veröffentlicht. Hayward erhielt für ihre Rolle eineOscarnominierung als beste Hauptdarstellerin.[5]

In den Jahren darauf konnte Lillian Roth wieder Erfolge feiern. 1962 spielte sie eine der Hauptrollen im Broadway-MusicalI Can Get It for You Wholesale an der Seite einer noch unbekanntenBarbra Streisand. In der Uraufführung vonFunny Girl war Roth 1964 alsMrs. Brice zu sehen. Ihren letzten Erfolg am Broadway feierte sie 1971 im Stück70, Girls, 70 über eine Rentnergruppe, die sich mit Diebstählen ihren Lebensabend in einem Hotel finanziert.[6] Zudem erhielt Roth nun wieder Filmangebote. Hierzu zählen Rollen als Pathologin im HorrorfilmCommunion – Messe des Grauens von 1976 und im DramaBoardwalk von 1979.

Privatleben

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Lillian Roth war zwischen 1940 und 1963 sechsmal verheiratet. Die meisten dieser Ehen waren nur kurzlebig und hielten oftmals nur ein Jahr bzw. nur wenige Monate. Am längsten war sie von 1947 bis 1963 mit Thomas Burt McGuire verheiratet. Alle sechs Ehen wurden geschieden und blieben kinderlos. Roth lebte in New York, wo sie am 12. Mai 1980 im Alter von 69 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls starb. Sie wurde auf dem Mount Pleasant Cemetery inWestchester County bestattet. Ihr Grabstein trägt die Inschrift „As bad as it was it was good“ (So schlecht es auch war, es war gut).[7]

Für ihre Verdienste um die Filmwelt erhielt Lillian Roth einen Stern auf demHollywood Walk of Fame auf Höhe des 6330 Hollywood Boulevard.

Filmografie (Auswahl)

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Literatur

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  • Frank Cullen, Florence Hackman, Donald McNeilly:Vaudeville old & new: an encyclopedia of variety performances in America. Psychology Press, Hove 2007,ISBN 978-0-415-93853-2.

Weblinks

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Commons: Lillian Roth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Frank Cullen, Florence Hackman, Donald McNeilly:Vaudeville old & new: an encyclopedia of variety performances in America. Psychology Press, Hove 2007,ISBN 978-0-415-93853-2, Seite 973.
  2. Bonnie Rothbart Stark: LILLIAN ROTH 1910–1980. In: Jewish Women’s Archive. Abgerufen am 9. August 2019. 
  3. Women and Addiction: The Pop-Culture Parallels. In: Lilith. 9. Juli 2019, abgerufen am 7. November 2019. 
  4. Barron H. Lerner: Long Before Oprah, a Celebrity Bared Her Soul. In: The New York Times. 9. März 2004, abgerufen am 7. November 2019. 
  5. Lawrence Van Gelder: Susan Hayward Dies at 55; Oscar‐Winning Movie Star. In: The New York Times. 15. März 1975, abgerufen am 15. März 2020. 
  6. LILLIAN ROTH. In: Masterworks Broadway. Abgerufen am 9. August 2019. 
  7. Lillian Roth. In: Find a Grave. 31. Dezember 2000, abgerufen am 26. September 2020. 
Personendaten
NAMERoth, Lillian
ALTERNATIVNAMENRutstein, Lillian (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
GEBURTSDATUM13. Dezember 1910
GEBURTSORTBoston,Massachusetts
STERBEDATUM12. Mai 1980
STERBEORTNew York City
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