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Lila (Hinduismus)

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Aufführung vonras lila alsManipuri-Tanztheater

Lila (Sanskrit:लीलाLīlā [ˈliːlɑː] „Spiel, Belustigung“) ist ein Begriff aus demHinduismus, der eintheologisches Konzept beschreibt. Lila bezeichnet das göttliche Spiel, in dem die Gottheit die Schöpfung als Spiel ansieht und dadurch radikale Freiheit und Spontaneität zeigt. Der Begriff stammt aus demBrahmasutra (2.1.33). Später wurde nicht nur die göttliche Kreativität als Lila angesehen, sondern auch andere Erscheinungen wieShivaskosmischer Tanz undKalis Wildheit. ImVishnuismus wird das göttliche Spiel Vishnus auf seineAvatare wieRama undKrishna bezogen, die in der Welt erscheinen, jedoch folgt dieses demDharma. DasBhagavatapurana beispielsweise beschreibt, dass glückseliges Spiel und moralische Absichten und Zwecke auch in Krishnas spitzbübischem Verhalten erscheinen.

In den populären Theaterformenras lila undRam lila wird das göttliche Spiel Krishnas und Ramas dargestellt.

In der hinduistischenReligion gibt esMeditationsformen, in denen der Meditierende sich andauernd auf das göttliche Spiel konzentriert, um nicht nur Lila zu erfassen, sondern auch, um Teil der Gefolgschaft der Gottheit zu werden.

Lila wird im religiösen Sinne auch als gemeinsames Spiel der Gottheit und der Menschen betrachtet, in der sich die göttliche Glückseligkeit und Gnade zeigt, für einen Moment oder bis in die Ewigkeit.

Im Zusammenhang mit Lila bezeichnetMaya den Zustand der Täuschung, in dem man sich befindet, so lange man die Illusion des magischen Spiels für die Realität hält und nicht erkennt, dass all den Formen unserer vielfältigen Erscheinungswelt eigentlich eine Einheit (Brahman) zugrunde liegt.[1]

Tempelspiele

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In den Hofflächen vieler älterer hinduistischer Tempel (mandira) finden sich in die Bodenplatten eingeritzte Spielfelder (pachisi u. a.). Diese wurden in früheren Zeiten von denBrahmanen zur Unterhaltung und um Zeit totzuschlagen bespielt, wobei durchaus ein Zusammenhang mit einer Nachahmung des göttlichenLila bestehen kann.

Literatur

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  • Denise Cush, Catherine Robinson, Michael York (Hrsg.):Encyclopedia of Hinduism. Routledge, London u. a. 2008,ISBN 978-0-7007-1267-0.

Einzelnachweise

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  1. Fritjof Capra:The Tao of Physics (1975)
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