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Ampel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterAmpel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Leuchtdiodenampel in Örnsköldsvik, Schweden
Schwedischer Lichtsignalgeber
Fußgängerampel mitAmpelmännchen
Verkehrsturm am Potsdamer Platz inBerlin mit der ersten Ampelanlage Deutschlands, in Betrieb genommen im Dezember 1924
Rathauskreuzung inSchweinfurt mit Lichtzeichenanlage. Sie wurde in den 1950er Jahren von einem Polizisten in einer 1953 in Betrieb genommenen Kabine angepasst an das jeweilige Verkehrsaufkommen geschaltet
Zeichen 131 der StVO – Lichtzeichenanlage (Deutschland)

Ampel (vonlateinischampulla „kleine Flasche [speziell für Salben und Öle]“,[1] spätere übertragene Bedeutung „Leuchte“[2]) ist die allgemeinsprachliche Bezeichnung für einenSignalgeber einerLichtsignalanlage (LSA) oderLichtzeichenanlage (LZA). Die Bezeichnung steht zudem für die „Ampelanlage“ als Ganzes. Diese dient der Steuerung desStraßen- undSchienenverkehrs. Ampeln ordnen fürVerkehrsteilnehmer ein bestimmtes Verhalten an, indem sie gesteuerte Signale abgeben. Diese nach Form und Farbe verschiedenartigenVerkehrszeichen haben jeweils eine andere Bedeutung und wirken nur für die jeweilige Geh- oder Fahrtrichtung des zu regelnden Verkehrs.

Inhaltsverzeichnis

Bezeichnung

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Rechtliche Bezeichnung

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In den verkehrsrechtlichen Verordnungen der deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Verkehrsampel unterschiedlich bezeichnet. So wird sie als Verkehrseinrichtung in Deutschland nach§ 43 derStraßenverkehrsordnung(StVO) alsLichtzeichenanlage(LZA) bezeichnet. In derösterreichischen Straßenverkehrsordnung (§ 39) und in derSignalisationsverordnung(SSV) zumSchweizer Strassenverkehrsgesetz wird die BezeichnungLichtsignalanlage(LSA) verwendet.[3][4]

Der in der deutschen StVO verwendete BegriffLichtzeichenanlage hat in Österreich eine rechtlich andere Bedeutung, da er nach dem österreichischen Eisenbahngesetz nurAnlagen anEisenbahnkreuzungen bezeichnet.

In der deutschen StVO erfolgt zudem in§ 37 eine Unterteilung nachWechsellichtzeichen,Dauerlichtzeichen undGrünpfeil. AlsAmpel wird dabei gewöhnlich ausschließlich ersteres bezeichnet.

Technische Bezeichnung

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In technischen Regelwerken in Deutschland (Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA) derForschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) und in der Schweiz (Schweizer Normen (SN) desSchweizerischen Verbands der Straßen- und Verkehrsfachleute) ist der BegriffLichtsignalanlage gebräuchlich. In Österreich (Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS 05.04.3) derForschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr) wird die genauere Bezeichnung „Verkehrslichtsignalanlage“ (VLSA) verwendet. Die Abkürzung LSA ist jedoch in Österreich unter Fachleuten ebenso wie in Deutschland und in der Schweiz üblich.

Umgangssprachliche Bezeichnungen

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Hängend angebrachte Ampeln
inGelsenkirchen, Cranger Straße

Die in der Alltagssprache für eine Lichtsignalanlage verwendeten Begriffe „Ampelanlage“ oder kürzer „Ampel“ gehen auf die ähnlichenHängeleuchten zurück, die man früher ebenfalls als Ampeln bezeichnete, mehr dazu unterEtymologie. Die ersten Signalgeber waren an Drahtseilen hängend über dem Mittelpunkt der Kreuzung befestigt (Heuerampel) und erinnerten so an Hängeleuchten. Im Laufe der Zeit trat die Wortbedeutung alsVerkehrsampel immer mehr in den Vordergrund. Vor allem bei Anbringung oberhalb des Straßenkörpers findet man auch heute noch häufig eine hängende Befestigung, in einigen Regionen auch weiterhin pendelnd an Drahtseilen.

Die umgangssprachlich verwendete BezeichnungAmpel diente als Quelle von weiteren Wortschöpfungen in der deutschen Sprache. So lassen sich die BegriffeAmpelkoalition oder dieAmpel als Lebensmittelkennzeichnung auf die drei Ampelfarben zurückführen.

Wegen der vielfältigen offiziellen Bezeichnungen wird hier im Artikel meist das umgangssprachlicheSynonymAmpel verwendet.

Etymologie des WortesAmpel

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Ampel mitEwigem Licht in einer katholischen Kirche
Beamter mit einem manuell betriebenen Verkehrszeichen, Philadelphia, 1922

Der BegriffAmpel ist eine Entlehnung auslateinischampulla (eigentlich*amp(h)orula, dann*amporla, *ampurla) „kolbenförmiges Gefäß mit zwei Henkeln, kleine Flasche“ (sieheAmpulle undPulle), einemDiminutiv von lateinischamphora „zweihenkliges Tongefäß“ (mitNebenformampora), das selbst dem gleichbedeutendenaltgriechischenἀμφορεύςamphoreús entlehnt ist. AlsAmpel –althochdeutsch amp(ul)la,mittelhochdeutsch ampulle, ampel,mittelniederdeutsch ap(p)olle, appulle – wurde zunächst ein „kleines Gefäß für Öl oder andere Flüssigkeiten“ bezeichnet, meist zu geweihtem Gebrauch bestimmt, im Mittelalter vor allem dasEwige Licht in der Kirche (ein von der Decke herabhängendes, fortwährend brennendes Öllämpchen) und vom 14. Jahrhundert an die Lichtquelle im Hause (dort seit dem 16. Jahrhundert mit „Lampe“ konkurrierend).Früher waren auch manuell betriebene Verkehrszeichen im Einsatz.

Eine Neubelebung erfuhr der BegriffAmpel als Kurzwort für Verkehrsampel im 20. Jahrhundert.[5]

Geschichte

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Verkehrsturm am Potsdamer Platz im Jahr 1930

Die erste Lichtsignalanlage der Welt wurde am 10. Dezember 1868[6] inLondon auf demParliament Square aufgestellt. Sie wurde mitGaslicht betrieben und explodierte nach kurzer Zeit.

Erst nach der Verbreitung des elektrischen Lichts in den Großstädten wurden ab 1912 wieder Lichtsignalanlagen zur Verkehrsregelung aufgestellt. Die am 5. August 1914 installierteLichtsignalanlage inCleveland,USA, gilt als erste elektrische Verkehrsampel der Welt und hatte nur zwei Lampen, rot und grün. Die ersten dreifarbigen Lichtsignalanlagen hielten 1920 inDetroit undNew York Einzug. In Europa wurde die erste dreifarbige Lichtsignalanlage – mit noch mechanischer Steuerung – 1922 inParis (Rue de Rivoli/Boulevard de Sébastopol) eingerichtet.

In Deutschland ging die erste Lichtzeichenanlage mit demVerkehrsturm am Potsdamer Platz inBerlin am 15. Dezember 1924 in Betrieb.[7] Am 23. November 1925 folgten weitere Anlagen an drei Kreuzungen der Leipziger Straße (Wilhelmstraße, Mauerstraße und Friedrichstraße).[8] Um 1933 existierten auf derPotsdamer Straße bereits sieben, auf derLeipziger Straße acht Ampeln.[9]

Die erste LichtzeichenanlageHamburgs wurde am 14. November 1925 an der KreuzungMönckebergstraße undSteintorwall in Betrieb genommen; entwickelt wurde sie vom Hamburger IngenieurPaul Arnheim. Wenige Monate später folgten weitere, unter anderem amStephansplatz, dessen Verkehr bis dahin von sechs mit jeweils zwei Polizisten besetzten Posten geregelt worden war.[10] Für die an einigen Stellen erwähnte Aussage, dass die erste Ampel Deutschlands bereits 1922 am Hamburger Stephansplatz aufgestellt wurde, gibt es keinen nachprüfbaren und plausiblen Beleg.

1925 folgtenMailand (Piazza Duomo) undRom (Via del Tritone/Via Due Macelli), 1926London (Piccadilly Circus) undWien (Opernkreuzung), 1927München (Bahnhofsplatz) undPrag (Hybernská/Dlážděná/Havlíčkova), 1928 Den Haag (Niederlande),Bremen (Brill),Essen (Alfredstraße/Bismarckstraße) undNürnberg (Königstor), 1929Barcelona, 1930Frankfurt am Main (Kaiserstraße/Neue Mainzer Straße),Leningrad,Moskau undTokio, 1931Hannover (Kröpcke).[11]Kleinere Großstädte wieBraunschweig[12] undKrefeld[13] (1951),Basel,[14]Helsinki (1952),Luzern[15] (1952),Gelsenkirchen (1953),Heilbronn (1954) undBremerhaven (1957) erhielten ihre ersten Lichtsignalanlagen in den 1950er Jahren.

Weil sich die Verkehrsteilnehmer erst allmählich an Ampeln gewöhnten und ihre Verbindlichkeit anfangs nicht ernst nahmen, gab es Erfindungen, die das optische Signal durch ein akustisches unterstrichen, wie diese eines Londoner Ingenieurs:

„Äußerlich unterscheidet sich diesprechende Verkehrsampel nur wenig von einer gewöhnlichen Anlage. […] In einem an den Lampenkasten angeschlossenen Gehäuse befindet sich eine sehr gedrängt konstruierte kleine Magnetophonapparatur mit einem Band, das als Träger der Verkehrs-Befehle, oder besser -Warnungen dient, die mit sympathischer männlicher oder weiblicher Stimme durch einen eingebauten Lautsprecher angesagt werden.“[16]

Verwendung

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Behelfsampel (Deutschland)

Der Einsatz von Ampelanlagen hat unterschiedliche Gründe, beispielsweise um den Verkehrsfluss zu regeln und gefährliche oder gefahrenträchtige Verkehrssituationen zu unterbinden (Verkehrssicherheit). Im Straßenverkehr sind diesKreuzungen und Einmündungen sowie Engstellen, zum Beispiel bei Baustellen oder Brücken.

Kreuzungen und Einmündungen

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Ampeln werden aus folgenden Gründen an Kreuzungen oder Einmündungen (Knotenpunkten) eingesetzt:

  • Die Anlage kann der Optimierung des Verkehrsflusses dienen. Bei hohen Verkehrsdichten, beispielsweise bei mehrerenFahrstreifen oder Fahrbahnen pro Richtung, erlauben Ampelanlagen die beste Kontrolle des Verkehrsdurchsatzes.
  • Sie können zur Entschärfung von Gefahren an komplizierten oder unübersichtlichen Kreuzungen beitragen. Bei Knotenpunkten mit mehr als vier Richtungen kann die Regelung mitVerkehrsschildern unklar oder unübersichtlich sein und zu Unfällen führen. Eine Lichtzeichenanlage vereinfacht solche Situationen durch klare Anweisungen, eventuell ergänzt durch zusätzliche Warnlichter, beispielsweise wenn dem Gegenverkehr Vorrang gewährt werden muss.
  • An Kreuzungen mit entsprechendem Verkehrsaufkommen, an denen aus Platzgründen keinKreisverkehr eingerichtet werden kann, können sie eingesetzt werden.

Nur für Kreuzungen oder Einmündungen mit schnellen und starken Kfz-Verkehren oderStraßenbahntrassen oder ähnlich geregelte Busspuren sind Lichtsignalanlagen im Straßenverkehr erforderlich bzw. nur hier haben sie sich als Standard durchgesetzt. Auch bei sehr hohen Fuß- oder Radverkehrsaufkommen sind sie nicht erforderlich, bzw. nur an deren Kreuzungsstellen mit Kfz- oder Bahnverkehr.

Fußgängerverkehr

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UmFußgängern ein sicheres Überqueren von verkehrsreichen Fahrbahnen auf Straßen zu ermöglichen, werden Fußgängersignalanlagen (auch „Fußgängerschutzanlagen“ genannt) eingesetzt. Diese Anlagen werden häufig mit einer Anforderung (fast immer per Knopfdruck) durch die Fußgänger betrieben. Dabei sind Varianten möglich, bei denen die Signalgeber für den Fahrzeugverkehr in der Grundstellung auf „Dunkel“ geschaltet sind. Nach Anforderung durch den Fußgänger schalten die Fahrzeugsignale von Dunkel über Gelb auf Rot.

Die erste auf Anforderung schaltende Fußgängerampel in Deutschland wurde 1937 imBerliner Tiergarten installiert: „Hier kann der Fußgänger, wenn er die Fahrbahn überschreiten will, die Ampel selbst durch Auslösen eines Kontaktes auf Rot einschalten und damit den ganzen Fährverkehr auf der Hauptstraße, der durch den Tiergarten führt und außerordentlich stark ist, vorübergehend zum Halten bringen. Bekanntlich ist der Fußgängerverkehr in diesen Parkanlagen äußerst gering. Auf diese Weise wird der Verkehr nicht unnötig gestoppt.“[17]

Fußgängersignalanlagen dienen meist bei (bodenmarkierten) Fußgängerschutzwegen (in Deutschland dieFußgängerfurt, in Österreich und der Schweiz denZebrastreifen) als Querungshilfe. Bei geringem oder ausreichend langsamem Fahrzeugverkehr, der verkehrsorganisatorisch gefördert werden kann (vgl.Shared Space), und wechselweiser Rücksichtnahme durch Zusammenwarten von Fußgängern einerseits und Lückenöffnen in einer Kolonne rollender Fahrzeuge, Blickkontakt und Kommunikation andererseits können Fußgänger auch ohne Signalschutz zeitlich und räumlich flexibel sowie sicher queren. Fußgängerschutzweg und -signalanlage organisieren das Quergehen (samt Kinderradfahren, Skaten, Fahrradschieben, Rollstuhlfahren) lokal an einer Stelle und in Zeitschlitzen. Bei hohem Fußgängerverkehrsaufkommen und begrenzter Sensorik und Logik des Ampelsystems stoßen Fußgängerampeln rasch an ihre Leistungsgrenze. Fußgänger werden nicht selten auf Schutzwegen durch falsch querende Fahrzeuge (Rotlichtmissachtung) verletzt. In der Straßenverkehrsordnung ist nicht festgelegt, ab welchem Abstand zur Ampel das Überqueren erlaubt ist.

Radverkehr

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Fahrradampel in Hamburg
Kleine Ampel im Pfosten einer großen Ampel inAmsterdam

Findet der Radverkehr auf der Fahrbahn statt, gelten für Fahrrad und Kfz dieselben Signale. Bei Anforderungsampeln besteht vielerorts das Problem, dassInduktionsschleifen in der Fahrbahn so unempfindlich eingestellt sind, dass sie Fahrräder nicht erkennen.

Wo der Radverkehr auf Radwegen stattfindet, haben sich Radfahrer oft nach den Fußgängerampeln zu richten, die dann mit sogenannten Kombisignalen ausgestattet sind (in Deutschland: sein müssen), das heißt, die Signalfarbe wird in Gestalt eines Fußgänger- und eines Fahrradsymbols ausgestrahlt. Da Radfahrer zum Überqueren einer Fahrbahn wesentlich weniger Zeit brauchen, als für Fußgänger einzurechnen ist, ermöglichen separate Fahrradsignale wesentlich längere Grünphasen für den Fahrradverkehr. Mancherorts sind das kleine Signalgeber an der Warteposition für Fahrräder. Andernorts wird die Fahrradampel jenseits der Kreuzung angebracht, zum Beispiel zur Sicherung des indirekten Linksabbiegens. Sofern Fahrrad- und Fußgängerfurt direkt nebeneinander liegen, besteht dann die Möglichkeit, dass sehbehinderte Fußgänger das Fahrradsignal für das Fußgängersignal halten und zu spät noch auf die Fahrbahn treten.

Rundumgrün

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Mancherorts, z. B. inGroningen in den Niederlanden findet man an Kreuzungen ein sogenanntesRundumgrün, das heißt, einander kreuzende Fuß- oder Fahrradverkehre bekommen gleichzeitig grünes Licht. Das kann ein Linksabbiegen für den Radverkehr erleichtern, bedeutet aber letztlich längere Wartezeiten für alle Verkehrsarten. Außerdem entsteht eine erhöhte Gefahr von Unfällen zwischen Radfahrern, besonders gegen Ende von deren Grünphase. In den Niederlanden gibt es deswegen Warnschilder an Kreuzungen mit Rundumgrün.

Abbieger

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In Deutschland und einigen anderen Ländern darf man bei roter Ampel an einer Straßenkreuzung von einem Radweg auf einen Radweg abbiegen, sofern dabei keine Fahrbahn zu überqueren ist und sofern es auf dem Radweg keineHaltlinie vor der Fußgängerfurt gibt. In den Niederlanden ist ein solches Abbiegen nur an Stellen mit einem Zusatzschild erlaubt – an entsprechend angelegten Kreuzungen kann der Radfahrer in der Regel schon vor der Ampelanlage rechts abbiegen.[18]

Linienbusse und Straßenbahn

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Hauptartikel:Straßenbahnsignale in Deutschland
Getrennte Ampeln für Autos, Linienbusse und Fahrräder in Münster

FürStraßenbahnen undOmnibusse (insbesondere aufBusspuren) gibt es in manchen Ländern eigene Ampeln, die insbesondere derÖPNV-Bevorrechtigung dienen. Sie leuchten in Deutschland weiß und arbeiten mit Formsymbolen statt mit Farbsymbolik (Anlage 4 derBOStrab). In der Schweiz zeigen sie weiße Punkten, meist drei horizontal und zwei vertikal angeordnet („Punktesignale“).

Die ÖPNV-Ampeln sind mit der Standardampel zusammengeschaltet, aber nur für diese Verkehrsmittel von Bedeutung. Mit ihrer Hilfe können ausgewählte Verkehrsarten bevorzugt werden. Sie wird in der Regel eingesetzt, um die Wartezeiten für Busse, Straßenbahnen, aber auch Polizei oder Feuerwehr zu minimieren. Deren Annäherung wird mit Hilfe besonderer Detektoren erkannt (Infrarotbakensystem,Oberleitungskontakt). Die Lichtsignalanlage verändert daraufhin die Länge der Grünzeit oder auch die Phasenfolge zu Gunsten dieser Fahrzeuge. Vorteile sind zum einen eine spürbare Beschleunigung des ÖPNV und die Vermeidung von Unfällen mit Einsatzfahrzeugen. Zum anderen ist es für den übrigen Verkehr vorteilhaft, dass besondere Phasen für Busse und Straßenbahnen nur dann geschaltet werden müssen, wenn sich ein solches Fahrzeug der Kreuzung nähert. Der Erhalt einer grünen Welle ist mit der ÖPNV-Priorisierung allerdings kaum möglich.

Engstellenregelung

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Lichtsignalanlagen werden auch zur Regelung von Engstellen benutzt, dauerhaft wie an engen Unterführungen oder temporär, beispielsweise bei Baustellen. Dabei werden meist temporäre mobile Anlagen(Baustellenampeln) aufgestellt. Diese Anlagen besitzen in der Regel nur zwei Signalgeber. Sie regeln einen einspurigen Straßenabschnitt, der jeweils nur in einer Richtung(Einbahnwechselverkehr) durchfahren werden kann. Wichtig ist die korrekte Einstellung der Räumzeiten, die je nach der Länge der Engstelle variiert. Da diese Anlagen meistens mobil eingesetzt werden, sind sie dann mitAkkus oder einemPhotovoltaik-Paneel als Stromversorgung und mit einer Funkverbindung ausgestattet.

Abschnittssperrung

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Lichtzeichen können für eine Komplettsperrung eines Straßenabschnitts eingesetzt werden, zum Beispiel zur Sperrung der Einfahrt einesTunnels im Falle eines Verkehrsunfalls oder Brandes. Die zugehörigen Signale sind im Normalfall dunkel und wechseln im Sperrfall über Gelb auf Rot.

Private Anlagen

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Ampeln können auf Privatgrund verwendet werden, um Zufahrten zu regeln (Tiefgaragen-Zufahrten mit nur einer Fahrbahn oder bei Waschstraßen). Da hier meist nurSchrittgeschwindigkeit gefahren wird, beschränkt man sich häufig auf die Farben Rot und Grün.

Standard-Ampelanlage

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Varianten der Signalabfolge
Drei Farbbilder
In vielen Ländern Europas übliche Signalabfolge mit vier Signalisierungszuständen
Eine Ampel in Dresden mit Grün-Gelb-Farbbild (bis 2004)

Eine normale europäische Lichtzeichenanlage steuert den Verkehr mit Hilfe der drei Signalfarben Rot, Gelb und Grün. Zur Regelung des Verkehrs werden diese Farben einzeln oder in Kombination angezeigt. Die Reihenfolge (Signalfolge oderFarbbildfolge genannt) solch einer Lichtzeichenanlage ist dabei immer:

  • Rot: Keine Einfahrerlaubnis
  • Gelb: Auf nächstes Signal warten
  • Grün: Der Verkehr ist freigegeben

Rot ist einheitlich auf der ganzen Welt mit Ausnahme der umgedreht montiertenTipperary-Hill-Ampel in der StadtSyracuse (New York, USA) immer oben angeordnet. Dies ermöglicht Menschen mitRot-Grün-Sehschwäche oderFarbenblindheit die Orientierung. Bei quer liegenden Ampeln befindet sich das Rotlicht in Ländern mit Rechtsverkehr auf der linken Seite, in Ländern mit Linksverkehr auf der rechten Seite, folglich immer in der Fahrbahnmitte. In der Schweiz konnte früher bei liegenden Ampeln das Grünlicht quadratisch, das Gelblicht dreieckig sein. Heute müssen sie rund sein.[19]

Die optische Erscheinung besteht in der Regel aus einem schwarzen Hintergrund mit runden oder quadratischen Lichtsignalen. Zur Abschirmung gegen Sonnenlichteinfall und Verhinderung vonPhantomlicht werdenAbschirmblenden, auchSchuten genannt, montiert. Falls notwendig werden zur besseren Wahrnehmung der Signalgeber an diesen zusätzliche schwarz/weißeKontrastblenden angebracht.

Varianten der Standard-Ampelanlage in verschiedenen Ländern

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Drucktaste an einer Fußgängerampel inDubai
Bedienungsanleitung an einer Fußgängerampel (London,Vereinigtes Königreich)
Deutsche Ampel mit Zeichen 720 „Grünpfeil
Italienische Fuß­gän­ger­ampel heutzutage
Alte italienische Fußgängerampel, nur noch sehr selten anzutreffen

In einzelnen Ländern sind noch zusätzliche Farbkombinationen zugleich oder hintereinander möglich:

  • Rot-Gelb: Zwischen Rot und Grün:Achtung, gleich wird die Erlaubnis zur Fahrt gegeben. Zum Beispiel in Deutschland,Großbritannien,Kroatien,Litauen,Norwegen,Österreich,Polen,Russland,Saudi-Arabien,Schweden, derSchweiz, derUkraine undUngarn. Diese Phase dauert bis zu 2Sekunden.
  • Grün-Gelb
    • zwischen Grün und Rot:Achtung, es wird gleich Rot (beispielsweise inItalien 1992 offiziell abgeschafft, heute äußerst selten anzutreffen, 1999 in Schweden ebenfalls abgeschafft[20][21][22])
    • zwischen Grün und Gelb:Achtung, es wird gleich Gelb (beispielsweise in derDDR, nichtRiLSA-konform, daher ab derWiedervereinigung nach und nach abgeschafft)
  • rotes Blinklicht:Stopp! Anhalten, dann langsam weiterfahren, wenn Kreuzung frei. (Vereinigte Staaten,Japan,Südafrika,Taiwan)
  • grünes Blinklicht
  • gelbes Blinklicht
    • Ampelanlage außer Betrieb, auf den Seiten der Kreuzung, die Vorfahrt gewähren müssen, in Deutschland
    • Ampelanlage außer Betrieb, auf allen Seiten der Kreuzung, auch den Vorrang habenden, inÖsterreich, Schweiz, Italien, Litauen, Polen, und teilweise Deutschland.
    • statt der Grünphase: Bezeichnet eine Ampel, die nur auf Rot geschaltet wird, wenn Fußgänger den Knopf drücken (bei manchen Fußgängerübergängen mit Ampel in Italien)
    • nach Ende der Rotphase, statt Rot-Gelb:Weiterfahren erst, wenn keine Fußgänger mehr auf der Fahrbahn sind (bei ‚Pelican‘-Fußgängerampeln inGroßbritannien,Zypern)
    • Kreuzung kann vorsichtig passiert werden: Vereinigte Staaten (Vorfahrtsrecht gegenüber den Richtungen mit rotem Blinklicht), Japan
    • gelbes Blinklicht statt Grün (im untersten der drei Signalfelder) nach Rotphase: Abbiegen unter Beachtung der Vorfahrt möglich; vorfahrtberechtigter Konfliktverkehr möglich (z. B. inFrankreich,Irland, Schweiz)
  • Grün folgt statt auf Rot-Gelb direkt auf Rot: inBelgien, Frankreich, Italien, Spanien,Portugal,Griechenland, Irland, Japan,Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien,Australien,Neuseeland,Taiwan,Brasilien und den Vereinigten Staaten
  • Rot-Grün-/Grün-Rot-Wechsel ohne Gelbphase: In den Industriezentren der Volksrepublik China gibt es Ampeln, die nur von Rot nach Grün und umgekehrt wechseln. Gelbe Signalfelder gibt es dann nicht. Die Anlagen besitzen einen Zähler, der in der jeweiligen Farbe Grün oder Rot auf null herabgezählt wird. Bei Erreichen der Null wird – sofern vorhanden – nur von Grün nach Rot, ein gelbes Signalfeld angezeigt und nach kurzer Zeit dann auf die andere Farbe umgestellt. Nun beginnt entweder sofort oder erst für die letzten Sekunden der Countdown erneut. Jeder Fußgänger und Fahrzeugführer kann somit zu jeder Zeit beobachten, wie lange die aktuelle Phase noch gültig sein wird. Abrupte Bremsmanöver werden so vermieden, und der Wartende wird nicht durch Ungewissheit gestresst. Solche Ampeln befinden sich vereinzelt in Deutschland, zum Beispiel für den Fußverkehr inHamburg (in den Straßen um die Binnenalster). InSüdkorea werden alternativ Leuchtbalken verkürzt.

Die Bedeutung der einzelnen Farben ist nicht in allen Ländern gleich. So ist beispielsweise in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und in China bei Rotlicht zwar ein Überqueren der Kreuzung verboten, ein Rechtsabbiegen jedoch in den meistenStaaten undProvinzen erlaubt. In Deutschland gibt es mit demGrünpfeil-Zusatzschild neben der Ampel eine ähnliche Regelung. Wenn sowohl die Straße, aus der man ausfährt, als auch die, in die man einmündet, eineEinbahnstraße ist, darf in vielen Bundesstaaten der USA auch bei Rot nach links abgebogen werden, sofern dies kein Zusatzschild verbietet.

Fußgängerampeln

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Fußgängerampeln zeigen in Europa in der Regel das Symbol eines stehenden (bei Rot) oder gehenden (bei Grün) Fußgängers (Ampelmännchen). Gelbphasen, die auf die Grünphase folgen, sind inItalien, derSchweiz,Liechtenstein,Irland und inDüsseldorf[24][25][26] anzutreffen. Bei Rot sindStreuscheiben mit stehenden Ampelmännchen und bei Grün und Gelb mit laufenden Männchen in der Signalkammer eingesetzt. In Düsseldorf besteht das Gelbsignal hingegen aus einem waagerechten Balken.[25] In Italien ist bei Gelb ein stehendes Ampelmännchen zu sehen. Selten sind in Italien noch die alten, zweifarbigen Modelle (nur Rot und Grün) – manche mit der AufschriftALT bei Rot undAVANTI bei Grün und andere mit den herkömmlichen Ampelmännchen – anzutreffen.

  • Fußgängerampel in Frankreich
    Fußgängerampel in Frankreich
  • Animation einer typischen Fußgängerampel in Nordamerika
    Animation einer typischen Fußgängerampel in Nordamerika
  • Neuere Fußgängerampel mit Hand und Silhouette (Nordamerika)
    Neuere Fußgängerampel mit Hand und Silhouette (Nordamerika)
  • Fußgängerampel mit animiertem „Ampelmännchen“ (Türkei)
    Fußgängerampel mit animiertem „Ampelmännchen“ (Türkei)
  • Fußgängerampel mit Gelbphase in Düsseldorf (Deutschland)
    Fußgängerampel mit Gelbphase in Düsseldorf (Deutschland)
  • Ampelfrau (Zwickau, Deutschland)
    Ampelfrau (Zwickau, Deutschland)

Stattdessen wird in einigen Ländern vor der Rotphase eine blinkende grüne Ampelphase angezeigt. In Australien ist vor der Rotphase eine blinkende rote Ampelphase erkennbar und der Signalton für Blinde endet. Beide Phasen ordnen an, dass Fußgänger, die sich noch auf der Fahrbahn befinden, das Überqueren der Straße zügig beenden und dass ankommende Fußgänger auf dem Gehweg warten sollen.

In einigen Städten in Deutschland gibt esdreifeldige Fußgängersignale. Hier ist die Signalkammer für Rot doppelt vorhanden. Dadurch kann trotzRot-Grün-Sehschwäche erkannt werden, ob die Ampel Rot oder Grün zeigt. Außerdem wird vermieden, dass bei Ausfall eines Rotlichts die Anlage aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden muss.

Eine Besonderheit an Fußgängerampeln gibt es inMarl. Dort wurden 2014 die erstensprechenden Ampeln Deutschlands installiert. Hierbei handelt es sich um ein Modul, welches dafür sorgt, dass bei Betätigung des Signalanforderungsgeräts am Ampelmast „Dankeschön, gleich wird’s Grün.“ ertönt.[27] Die Stadt Marl möchte mit dem Pilotprojekt sehbehinderten Menschen eine weitere Unterstützung bieten sowie zur häufigeren Nutzung der Ampeln animieren und damit „Rotlichtgehen“ vermeiden. Bisher wurden vier Anlagen mit dem System ausgestattet, weitere sollen folgen.

In Taiwan gibt es Fußgängerampeln mit einer Animation des grünen Ampelmännchens. Gegen Ende der Grünphase wechselt das Männchen von seiner zuvor gemächlichen Gangart in einen eiligeren Laufschritt. Zusätzlich wird noch die bis zum Beginn der Rotphase verbleibende Zeit angezeigt. Auch in Tanger (Marokko), in der Türkei, in Portugal und Spanien gibt es Ampeln mit einem in der Grünphase animierten Ampelmännchen.

AmpelAmpel
Polnische Ampelmännchen

Fußgängerampeln in Nordamerika haben Signale mit den Farben Orange (Portland orange) und Weiß (Moon white). Dabei erscheinen die Anzeigen entweder in Textform („Don’t Walk“ / „Walk“) oder als Piktogramme (Hand oder Silhouette). Der Signalablauf einer Fußgängerampel ist dabei wie folgt:

  • Hand: Überquerung verboten;
  • Silhouette: Überqueren der Kreuzung möglich;
  • Blinkende Hand: Überqueren beenden (entspricht der Rotphase in Deutschland, bevor der Querverkehr Grün hat). Häufig wird dabei gleichzeitig in einem Countdown die Anzahl der für das Überqueren der Straße verbleibenden Sekunden angezeigt.

In vielen Staaten Nordamerikas werden Anzeigen in Textform bei neueren Ampeln nicht mehr verwendet. Hier gibt es nur noch die Hand und die Silhouette.

Ablauf und Technik

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Tableau einer Handschaltung
  • Fahrradampel (Wien)
    Fahrradampel (Wien)
  • Fahrradampel in Breda (Niederlande)
    Fahrradampel in Breda (Niederlande)

Die Längen der einzelnen Phasen sind in einemSignalzeitenplan festgelegt, oder sie werden verkehrsabhängig gesetzt. In denZeitfenstern zwischen den Grünphasen der unterschiedlichenFahrbeziehungen müssen die kritischen Verkehrsflächen (Konfliktflächen) geräumt werden. Diese Zeiten heißenZwischenzeiten und werden nach den Räumwegen, Einfahrwegen und Geschwindigkeiten berechnet.

Mit Bahnschranken gekoppelte Zusatzampel „MOTOR AUS“ (Lünen, Innenstadt)
Ampel mit doppeltem Rotsignal für Fußgänger und Radfahrer

Bei der verkehrsabhängigen Steuerung wird durch Einsatz von Verkehrsdetektoren (Induktionsschleifen,Bewegungsmelder,Videokamera) die Grünphase so lange verlängert, dass alle Fahrzeuge eines Pulks passieren können. Mit Rücksicht auf die zumutbare Wartezeit der anderen Verkehrsteilnehmer ist ein Maximalwert eingestellt. Es ergibt sich eine variable Umlaufzeit aus der Summe der Ampelphasen. Bei der Festzeitsteuerung sind die Grünzeiten und die Umlaufzeit über einen gewissen Zeitraum konstant und werden per Wochenautomatik durch Umschaltung in andere Programme gewechselt. Dadurch kann auf unterschiedliche Verkehrsbelastungen (Berufs-, Tages- und Nachtverkehr usw.) reagiert werden. Im Regelfall liegt die Umlaufzeit zwischen 45 und 120 Sekunden. Je höher die Umlaufzeit, desto höher in der Regel die Leistungsfähigkeit, aber desto höher die Wartezeiten für die Verkehrsteilnehmer. Diese Leistungsfähigkeitssteigerung findet ihre Grenzen, wenn wartende Linksabbieger über ihre Linksabbiegespur hinaus zurückstauen und Fahrspuren verstopfen. Für automatische Ampeln wird ein individuellerAlgorithmus programmiert (sog. Phasenplan), diese steuern unter anderem die Phasenübergänge und ggfs. Anforderungen (z. B. eineÖPNV-Beschleunigung[28]).

In großen Städten werden die Signalanlagen meistens zentral gesteuert und überwacht. Damit werden für Straßenzüge nach Tageszeit oderVerkehrsaufkommen jeweils die geeigneten Programme geschaltet,Störungen festgestellt und Daten der Verkehrsbelastung erhoben.

Bei der verkehrsabhängigen Steuerung werden die einzelnen Verkehrsströme je nach Bedarf bedient. Die einfachste Form ist die Fußgängerampel mit Drucktaste (Anforderung). Bei vollverkehrsabhängigen Anlagen wird die Länge der Phasen nach der Größe der jeweils gesteuerten Verkehrsströme berechnet. Beigrünen Wellen ist dieses nur bedingt möglich. Die verkehrsabhängige Steuerung kann verwendet werden, um bestimmten Verkehrsteilnehmern wie demöffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) Prioritäten zuzuteilen.

Weiterhin könnenFeuerwehren, diePolizeien oder dasMilitär Eingriffsmöglichkeiten auf die Steuerung haben. Die Feuerwehren und die Bundeswehr können lange und prompte Grünphasen für ausrückende Fahrzeuge von den Wachen aus anfordern. An einigen Anlagen befindet sich zudem eine Handschaltung, an der der Signaldienst oder die Polizei auf den Programmablauf einwirken können. Dabei gibt es die OptionenNormalbetrieb,Hand ein (Ist-Zustand wird beibehalten),Start (Weiterschaltung um einen Schritt),LZA aus,LZA aus und Nebenrichtung Gelb,alle Gelb undNot-Aus. Programmlogiken (auch für Handsteuerung) schützen den Verkehr vor der Freigabe für alle Fahrtrichtungen (sogenanntes „feindliches Grün“).

An den Kreuzungen werden mehrere Signalgeber, die zu einerSignalgruppe zusammengeschaltet werden, pro Richtung angebracht. Die Signale sind an Hauptfahrbahnen anPeitschenmasten, an kurzen Masten an der Seite der Fahrtrichtung montiert, für übrige Straßenteile sind diese seitlich angebracht oder hängen hinab. Die Anbringung erfolgt weltweit überwiegendvor dem geschützten Bereich. In Nordamerika und Südafrika befinden sich die Signalgeber meist mittig über der Kreuzung. In Polen befinden sich teilweise die Peitschenmasten einige Meter hinter dem rechten Hauptsignal. Damit hier von direkt an der Kreuzung stehendenFahrzeugführern der Signalgeber sichtbar ist, werden zum Teil in Augenhöhe kleinere Signalgeber montiert.

Signalbegriffe werden mit einfarbigen Streuscheiben (kolorierte Glaskörper mit Streulinsen vor den Leuchtmitteln), bestimmte Fahrtrichtungen (z. B. Linksabbieger) zusätzlich mit Masken in diversen Pfeilformen,Richtungssignal genannt, dargestellt. Für Fußgänger-, Bus-, Straßenbahn- oder Sondersignale werden ebenfalls Masken in verschiedenen Formen verwendet.

Um den Verkehr gezielter zu steuern, gibt es neben der üblichen Form der Lichtzeichenanlage noch weitere Arten:

  • Grüner Pfeil innerhalb des Knotenpunktes: Hiermit wird angezeigt, dass alle konfliktträchtigen Verkehrsströme Rot haben und der Knotenpunkt geräumt werden kann; dieser wird für Links- und Rechtsabbieger als Abbiegehilfssignal bzw. Rechtsabbiegerzusatzsignal eingesetzt.
  • Wenn die Kreuzung gleichberechtigt vonStraßenbahnen befahren wird, sind meistens noch zusätzliche Signalgeber mit weißen Leuchtfeldern vorhanden. Es bedeuten: waagerechter Balken= halt, senkrechter Balken= geradeaus frei, schräg nach rechts bzw. links steigender Balken= rechts bzw. links abbiegen frei. Weißer Punkt= anhalten (entsprechend dem Gelbsignal für Kfz). Auf der Spitze stehendes weißes Dreieck= Permissivsignal d. h. Fahrt bei Beachtung bevorrechtigter Fahrzeuge erlaubt. Diese ÖPNV-Signale können auch für Busse auf besonderen Fahrstreifen gezeigt werden.
  • Bei Kreuzungen direkt beiBahnübergängen wird die Bahnübergangssicherung in eine Lichtzeichenanlage integriert. Die Sicherungstechnik wird dann sehr aufwändig. Sie bevorzugt bei schließendem Bahnübergang den abfließenden Verkehr. Eine solche Anlage wird in Deutschland alsBÜSTRA bezeichnet (Richtlinien über Abhängigkeiten zwischen der technischen Sicherung vonBahnübergängen und der Verkehrsregelung an benachbartenStraßenkreuzungen und -einmündungen).

Bei großen Knotenpunkten ist es durchaus üblich, innerhalb der Kreuzung den Verkehr noch durch weitere Lichtzeichen zu steuern.

Zusätzlich zu den Lichtzeichen für den allgemeinen Fahrzeugverkehr sind meistens Zeichen für den Fußgängerverkehr und bei in die Kreuzung integriertenRadverkehrsführungen für den Radverkehr vorhanden.[29] Diese bestehen nur aus einem roten und einem grünen Licht. In einigen Gebieten Deutschlands gibt es Anlagen, die für Fußgänger und Radfahrer aus zwei roten und einem grünen Licht bestehen. Der Grund hierfür ist, dass die Fußgänger und Radfahrer so besser auf die Wartephase aufmerksam gemacht werden. In den letzten Jahren wird jedoch aus Kostengründen häufiger auf das zweite rote Signal verzichtet. Die Signale für Fußgänger und Radfahrer können entweder rund wie in Deutschland oder rechteckig wie in Wien ausgeführt werden. Meistens ist in der Streuscheibe noch symbolisch eine stehende oder eine gehende Figur angezeigt. Für die Radfahrer wird lediglich das Sinnbild eines Fahrrades angezeigt.

Als Besonderheit gibt es inDüsseldorf flächendeckend für Fußgänger eine Gelbphase in Form eines waagerechten Balkens, im Unterschied zum Gelbsignal des rollenden Verkehrs wird hiermit die Räumzeit signalisiert.[24] InAachen gab es diese Besonderheit bis 2006 an zwei Ampeln, nach der Umstellung vieler Ampeln aufLeuchtdioden wurde dies nicht übernommen. In Düsseldorf dagegen werden auch neue Ampeln wieder mit dem zusätzlichen Signal ausgestattet. Die zusätzliche Sicherheit wird von der Stadt aktiv mit dem Titel „Gelb-Zeit“ mit Plakaten und Broschüren beworben.[30] Fußgängerkreuzungen mit Straßenbahnen werden oft durch zwei wechselseitig blinkende gelbe Lichter (sogenannteHilfssignale) gesichert, auf denen durch eine Maske eine Straßenbahn dargestellt wird.

Durch Zusammenschalten mehrerer Anlagen hintereinander, die aufeinander abgestimmt sind, ist bei konstanter Umlaufzeit eine sogenannte „grüne Welle“ möglich. Planerische konkurrierende Belange bei der Gestaltung eines Signalprogramms sind: grüne Welle für denKraftfahrzeug-Verkehr, grüne Welle für den Radverkehr, durchgängige Fußgängerüberquerungsmöglichkeit über Mittelinseln hinweg, Freigabezeitbedarf oder Bevorrechtigung des öffentlichen Verkehrs, Blinden-LSA, Sicherheitsaspekte und Leistungsfähigkeit.

In Deutschland spricht man von einerPförtneranlage,Pförtnerampel,Zuflussregelung oderZuflussdosierung, wenn die Leistungsfähigkeit an einem bestimmten Signalquerschnitt absichtlich gemindert wird. Sie hält den nachfolgenden Streckenabschnitt frei vonStaus und damit funktionsfähig. Weiterhin werdenEmissionen stehender und beschleunigender Kraftfahrzeuge in den Bereich vor der Lichtzeichenanlage verlagert.

Sonderbauformen

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Farbbilder einer Zweifeld-Ampel

Lichtsignale auf Anforderung und zweifeldige Signalgeber

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Bei einerBedarfsampel (Gelb-Rot, kein Grün), mitzweifeldigen Signalgebern nachRiLSA Kapitel 1.4, in Österreich unvollständige Verkehrslichtsignalanlage (UVLSA), wird im Regelfall in der Grundstellung kein Lichtsignal gezeigt; Grün ist nicht vorhanden. Es gelten die allgemeinenVorfahrtsregeln oder die örtlicheBeschilderung, solange die LSA dunkel ist. Nur bei Bedarf werden Signale (Gelb oder Rot) gezeigt. Dabei leuchtet zuerst beispielsweise fünf Sekunden lang das gelbe Licht und danach das rote Licht. Manche Anlagen zeigen nach Ende der Rotphase noch die von Anlagen mit drei Lampen bekannte Rot-Gelb-Phase, andere erlöschen direkt nach der Rotphase und erlauben das sofortige Losfahren, wenn keine andere Beschilderung dies verbietet.

Eine Ampel ohne Grünlicht hat den Zweck, eine Richtung nur bei Bedarf auf Anforderung zu sperren. Ist die Ampel dunkel (also nicht grün), hat dieseRichtung keine freie Fahrt (keine Bevorrechtigung), sondern muss ggf. Verkehrszeichen beachten und Vorfahrtsregeln einhalten, eben als ob keine Ampel vorhanden wäre. Solche Anlagen findet man häufig beiBahnübergängen,Fußgängerübergängen, aufgeweitetenKnotenpunkten sowie anAusfahrten vonEinsatzfahrzeugen wie anFeuerwachen. Die Ampeln ohne Grünlicht sind jedoch auch auf größerenKreuzungen im Einsatz, wo sie regelmäßig geschaltet werden (wie amEffnerplatz in München).

Nach§ 37 StVO Abs. 2.3 haben Wechsellichtzeichen in Deutschland „die Farbfolge Grün – Gelb – Rot – Rot und Gelb (gleichzeitig) – Grün“. Nach Abs. 2.3 (3) können „Lichtzeichenanlagen auf die Farbfolge Gelb – Rot beschränkt sein“.

  • Bedarfsampel für Fußgängerquerung in Böblingen
    Bedarfsampel für Fußgängerquerung in Böblingen
  • Bedarfsampelanlage an einer Feuerwache (Marl)
    Bedarfsampelanlage an einer Feuerwache (Marl)
  • Ampel für Fußgänger mit Lautsprechern für Sehbehinderte
    Ampel für Fußgänger mit Lautsprechern für Sehbehinderte
  • Bedarfsampel für Fußgänger und Radfahrer
    Bedarfsampel für Fußgänger und Radfahrer
Ampelmast mit Beschriftung
Flache Ampel mit LED-Technik (Dänemark)

Verkehrsabhängige Anlagen werden bei Kreuzungen mit schwachem Querverkehr verwendet, wobei der Querverkehr durch Verkehrsdetektoren erfasst erst bei Annäherung eines Fahrzeuges (Induktionsschleifen oderPIR-Sensoren) freie Fahrt bekommt (Freigabeanforderung). Bei stark belasteten Knotenpunkten kann dieFreigabezeit verkehrsabhängig ebenfalls durch Induktionsschleifen gesteuert werden.

Bei Bedarfsanlagen für Fußgängerübergänge werden die Ampeln erst auf Knopfdruck eines Fußgängers für ihn auf Grün geschaltet (Bedarfsphase). Immer wieder finden sich an Fußgängerübergängen auch Druckknöpfe, die die Fußgängerampel vermeintlich auf Grün schalten lassen, aber eigentlich wirkungslos sind. Für den wartenden Fußgänger machen sie sich alsPlacebo-Effekt auf die Wartezeit zunutze. An einigen Lichtsignalanlagen unterscheidet sich die nächste Grünphase tatsächlich nicht, ob der Knopf betätigt wird oder nicht,[31] da sie an dieser Phase des Signallaufplans möglich ist und keine Wartezeiten anderer Verkehrsteilnehmer verursacht.Die Anforderungstaster werden mitunter als unhygienisch angesehen und Fußgänger können sich durch die Benutzung mit Krankheiten infizieren.[32]

Ein Sonderfall ist die „Schlafampel“, die sich erst beim Knopfdruck einschaltet und damit Energie spart. Diese Art der Ampel zeigt nach dem Einschalten (durch Knopfdruck eines Fußgängers) zunächst Grün für den Kfz-Verkehr, um dann auf Rot für den Kfz-Verkehr und Grün für Fußgänger und wieder zurück zu schalten. In der nächsten Grünphase für Autofahrer schaltet sie sich dann wieder vollständig ab. Häufig wird bei solchen Schlafampeln das grüne Lichtzeichen eingespart, es gibt also nur rotes und gelbes Licht. Betätigt ein Fußgänger den Anforderungstaster, wird für den Kfz-Verkehr sofort die Gelb-Phase, gefolgt von der Rot-Phase eingeschaltet. Anschließend wird die Ampel vollständig abgeschaltet, wodurch direkt von der Rot- in eine (nicht sichtbare) Grün-Phase übergeleitet wird.

Zuflussregelungsanlagen regeln mit Hilfe von LZA den Zufluss von Kraftfahrzeugen auf Autobahnen.

Mit Hilfe einerVorrangschaltung können Busse, Bahnen und Einsatzfahrzeuge bereits vor Eintreffen am Knoten Grün anfordern (sieheunten).

Bauliche Besonderheiten

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Sonderkonstruktion mit gekürztem Ampelmast. Aufgrund einer Sichteinschränkung durch eine Brücke wurde hier nur der obere Teil des Mastes verbaut

Wenn die Installation eines senkrecht stehenden Signalgebers beispielsweise durch eine Höheneinschränkung in einemTunnel nicht möglich ist, so können diese waagerecht angeordnet werden, und zwar in der Reihenfolge Rot – Gelb – Grün von links nach rechts (gilt für den Rechtsverkehr). In Deutschland sind waagerechte Ampeln gemäß StVO nicht zugelassen.

Der nicht beleuchteteGrünpfeil in Deutschland ist eine Ergänzung an Lichtzeichenanlagen, durch die die Wartezeit für Rechtsabbieger bei bestimmten Verkehrssituationen verkürzt wird. Dargestellt wird er durch einen nach rechts gerichteten Pfeil auf einer kleinen Blechtafel rechts neben dem roten Licht der Ampel (Zeichen 720). Er erlaubt Fahrzeugen das Abbiegen nach rechts trotz rotem Lichtzeichen an einer Ampel, wenn sie zuvor an der Haltlinie angehalten haben und wenn eine Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere des Fußgänger- und Fahrzeugverkehrs der freigegebenen Verkehrsrichtung, ausgeschlossen ist.

Mancherorts wird den Radfahrern einAmpelgriff zum Festhalten angeboten.

Zusätzliche Informationen für Verkehrsteilnehmer

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Akustische Freigabesignale

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Viele Fußgängerampeln sind in Umsetzung desZwei-Sinne-Prinzips zusätzlich mit akustischen Freigabesignalen ausgestattet, durch dieSehbehinderte am Geräusch erkennen können, ob sie gehen dürfen oder nicht und in welcher Richtung die Freigabe erfolgt.[33] Das akustische Freigabesignal muss eineFrequenz von 880 Hz ± 50 Hz haben und soll mit einer Taktfrequenz von 2 Hz ± 10 % betrieben werden. Das Ein-/Ausschaltverhältnis beträgt 1:1 ± 10 %. Um den Signalmast auffinden zu können, werden oft Pilottöne an den Signalmasten abgegeben. Sie müssen sich von den Freigabetönen deutlich unterscheiden. DieRiLSA schlagen ein Tickergeräusch im Dauerbetrieb vor, das im Umkreis von fünf Metern des Signalmastes zu hören sein soll. Eine weitere Möglichkeit sind taktile Signalgeber (meistens gelbe Kästchen), an deren Oberseite eine Vibrationsplatte mit einem tastbaren Pfeil angebracht ist. Bei Grün vibriert diese Platte.

Reliefsymbol an einem Anforderungskontakt einer Ampel
Reliefsymbol an einem Anforderungskontakt

Reliefsymbol

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Für Sehbehinderte ist an den Seiten einiger Knopfdrücker die Querungssituation in einem symbolischen Relief dargestellt. Durch das Relief können Sehbehinderte sich einen Überblick über die Querung verschaffen.

Das Relief liest sich von unten nach oben. Es besteht aus verschiedenen Modulen, die je nach Übergang zusammengestellt werden.[34] Jeder Übergang beginnt mit dem Startsymbol, bestehend aus einem Pfeil und einem breiten Strich, der den Bordstein darstellt. Anschließend folgen verschiedene weitere Module für Verkehrsspuren und Inseln. Abgeschlossen wird das Relief mit einem breiten Strich.

Module für Verkehrsspuren bestehen aus einem Strich in der Mitte und einem Symbol für die Verkehrsart rechts oder links vom Strich, je nachdem, aus welcher Richtung der Verkehr den Übergang kreuzt. Ist eine Kreuzung aus beiden Richtungen möglich, befindet sich das Symbol sowohl rechts als auch links. Ist der Übergang mit einer Ampel gesichert, so ist die mittlere Linie durchgezogen, sonst ist sie gestrichelt.

Ein Radweg wird mit zwei horizontal nebeneinanderliegenden Punkten, eine Kfz-Spur durch ein Rechteck und Straßenbahnschienen durch zwei übereinander liegende Linien dargestellt.[35]

Inseln werden als Rechteck, das rechts und links Halbkreise besitzt, dargestellt. Befindet sich auf der Insel ein Anforderungskontakt für Fußgänger, so befindet sich in der Mitte des Rechtecks ein Punkt. Ist die Insel Zugang zu einer Haltestelle, so ist das Rechteck in Richtung der Haltestelle offen.[36]

SymbolSicherungTypRichtung
ÜbergangendeEnde
Zweirichtungsradweg im ZebrastreifenZebrastreifenRadwegZweirichtung
Radweg von rechts in einem ZebrastreifenZebrastreifenRadwegrechts
KFZ-Spur von rechts in einem ZebrastreifenZebrastreifenKfz-Spurrechts
Straßenbahnschienen von rechts eines ZebrastreifensZebrastreifenStraßenbahnschienenrechts
Nach links offene Insel mit AnforderungHaltestellen-Insel mit AnforderungHaltestellenbereich nach links
Insel mit AnforderungInsel mit Anforderung
InselInsel
Straßenbahnschienen von links einer AmpelAmpelStraßenbahnschienenlinks
KFZ-Spur von links einer AmpelAmpelKfz-Spurlinks
Radweg von links einer AmpelAmpelRadweglinks
Zweirichtungs-Radweg einer AmpelAmpelRadwegZweirichtung
StartStart

Restzeitanzeige

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Restzeitampel (Hamburg)
Countdown der Räumzeit zu Beginn der Rotphase (Kurfürstendamm,Berlin)

Lichtsignalanlagen mit Restzeitanzeige (engl.TTG – time to green) zeigen in einem zusätzlichen Feld die verbleibende Wartezeit bis zum grünen Signal. Solche Anlagen existieren sowohl für den Kraftfahrzeugverkehr als auch für Fußgänger und sind in manchen Ländern die Regel, in Deutschland bisher sehr selten. In Augsburg hat es sich jedoch für den Straßenbahn- und Linienbusverkehr durchgesetzt. Außerdem gibt es in vielen Ländern Lichtzeichenanlagen, die die Restdauer der Grünphase anzeigen, so in Hamburg an der Binnenalster und am Bochumer Hauptbahnhof.

Bei verkehrsabhängig gesteuerten Lichtzeichenanlagen ist die Anzeige der Restzeit nur mit hohem Aufwand[37][38] und nicht immer fehlerfrei möglich.

Countdown der Räumzeit

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Lichtsignalanlagen mitCountdown der Räumzeit stellen in einem zusätzlichen Feld zu Beginn der Rotphase der Fußgänger mit Hilfe von weniger werdenden Balken dar, wie viel Zeit in etwa zum Räumen der Fahrbahn bis zur Grünphase des Querverkehrs bleibt. Derartige Ampeln wurden 2013 in Berlin getestet.[39]

Geschwindigkeitssignal

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Bilder eines Geschwindigkeitssignals inGöttingen
Hauptartikel:Geschwindigkeitssignal

Ein Geschwindigkeitssignal (engl.GLOSA – green light optimized speed advisory)[40][41] ist entweder ein besonderes Lichtsignal einer Ampel, das mehrere hundert Meter vor der Ampel installiert ist, oder in eine Smartphone-App[42] bzw. in den Bordcomputer eines Fahrzeugs integriert.[43] Das Signal bzw. die Software empfiehlt dem Fahrzeugführer eine bestimmte Geschwindigkeit, damit er während eines grünen Ampelsignals eine Kreuzung passieren kann. Die angezeigte Geschwindigkeit ist eineEmpfehlung, aber keinTempolimit. Zukünftige Entwicklungen können den Bedarf einer Ampelsteuerung dadurch nichtig machen, dass die einzelnen Verkehrsteilnehmer miteinanderkommunizieren und dann mit optimaler Geschwindigkeit möglichst ohne anzuhalten über die Kreuzung geführt werden.

Lichtsignalsteuerung

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Als Lichtsignalsteuerung wird die planmäßige Beeinflussung des Verkehrsablaufs durch Lichtsignale bezeichnet. Dafür kommt beispielsweise die sogenannteEinsatzpunktsteuerung zur Anwendung. Dabei handelt es sich um eine Lichtsignalsteuerung, bei der die Signalisierungszustände über festgelegteEinsatzpunkte geschaltet werden. Weiterhin kann dieFestzeitsignalsteuerung verwendet werden. In diesem Fall kann der Verkehrsteilnehmer keinerlei Einfluss auf die Lichtsignalsteuerung nehmen (beispielsweise durch eine Bedarfsphase).

Grundsätzlich ist zwischen derEinzelsteuerung und derGruppensteuerung zu unterscheiden. Bei der Einzelsteuerung erfolgt die Steuerung des Verkehrsablaufs mit einer Lichtsignalanlage ohne die Abstimmung mit anderen Lichtsignalanlagen. Bei der Gruppensteuerung dagegen wird zwischen mehreren Lichtsignalanlagen eine Abstimmung eingerichtet. AlsGruppenknotenpunkt wird ein Knotenpunkt einer Gruppe bezeichnet, bei der die Lichtsignalanlagen steuerungstechnisch miteinander verbunden sind.

Die Signalsteuerung lässt sich auch gut simulieren[44][45][46] und kommt in derInformatik häufig als Praxisbeispiel zum Einsatz.

Beeinflussung von Ampelphasen durch adaptive Verkehrssteuerung

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Adaptive Verkehrssteuerung konnte in der frühen Verkehrstechnik lediglich auf Induktionsschleifen im Fahrbahnbelag und die Fußgängerdrücker zugreifen und so auf das Verkehrs- und Personenaufkommen reagieren.

Moderne Signalanlagen passen sich an folgende Einflussfaktoren an:

  • Kameras oder Bewegungsmelder erkennen die Bewegung und den Überquerungsbedarf von Fahrzeugen, Fahrrädern oder Fußgängern.[47]
  • Bodenschleifen erkennen Radfahrer auf Radwegen.
  • Smartphone-Apps melden Radfahrer an der Ampel an oder geben die optimale Geschwindigkeit für eine grüne Radfahrwelle vor.[48]
  • Fahren mehr Fahrzeuge als üblich in einer Grünphase, so kann diese durchGrünphasenverlängerung mehr Fahrzeuge passieren lassen. Die Grünphasenverlängerung wird auch genutzt, wenn die Ampel gemäß Programm eigentlich auf Rot schalten würde, aber noch ein Fahrzeug als Nachzügler erkannt wurde. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird die Grünphasenverlängerung genutzt, wenn sich zwei Fahrzeuge in der Dilemmazone[49] befinden und die Gefahr besteht, dass es zu einem Auffahrunfall kommt, wenn ein Fahrzeug bei Gelb bremst, ein nachfolgendes die Bremsung jedoch nicht bemerkt und gleichzeitig beschleunigt, um noch im letzten Moment die Kreuzung zu passieren.
  • Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) kann automatisch oder auf Anforderungbevorzugt werden.[50]
  • Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten werden zum einen zentral beschleunigt, indem die Zentrale die Ampelschaltungen entlang der geplanten Einsatzstrecke beeinflusst (engl.preemption mode), zum anderen gibt es aber auch die Möglichkeit, über codierte Lichtsender auf den Einsatzfahrzeugen und Empfängern an der Ampel den Weg auf Sichtweite freizuschalten.
  • Mit steigenden Schadstoffwerten legen Städte und Gemeinden auch Wert auf eine emissionsrelevante Verkehrssteuerung.[51]

Besondere Steuerungsarten

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Fußgängerampel mit Rundum-Grün[52] (Tokio, StadtteilShibuya)
Fußgängerampel mit Rundum-Grün (Berlin, Friedrichstraße/Rudi-Dutschke-Straße)

Eine Sonderform der Ampelschaltung stellt dasDiagonalqueren (Rundum-Grün) für Fußgänger dar. Dabei zeigen an einer Kreuzung alle Fußgängersignale gleichzeitig „Grün“, was ein beliebiges Überqueren der Kreuzung erlaubt. Abbiegeunfälle zwischen Fahrzeugen und Fußgängern werden damit vermieden, jedoch erhöht sich die durchschnittliche Wartezeit für alle Verkehrsteilnehmer. Diese in Japan sehr häufige Regelung ist in Europa kaum üblich. Mancherorts wird siefür den Fahrradverkehr eingesetzt, mit dem Risiko von Unfällen zwischen Radlern.

Eine weitere, beispielsweise in der Schweiz sehr verbreitete Sonderart stellt die Schaltung „Alles Rot – sofort Grün“ dar. In der Ruhestellung zeigt die Ampelanlage an allen Signalgebern „Rot“. Über entfernt liegende Detektoren (z. B. bei zulässiger Geschwindigkeit von 50 km/h in 65 m Entfernung zur Haltlinie) oder an den Masten angebrachte Anforderungsgeräte für Fußgänger kann die Grünphase angefordert werden. Die Umschaltung erfolgt hier in der Regel sofort, da nach längeren Rotzeiten keine Zwischenzeiten mehr abgewartet werden müssen. Annähernde Fahrzeuge können, ohne zu verzögern, den Knoten passieren, schnellere Fahrzeuge (über 50 km/h) müssen hingegen ihre Geschwindigkeit reduzieren.

Ausfallsicherung

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Fällt die Steuerung einer Lichtzeichenanlage aus oder tritt eine Störung auf, wird automatisch einSignalnotprogramm oder einErsatzsignalprogramm gestartet, und die Signale der „Nebenrichtungen“ erhalten gelbes Blinklicht. Falls die Rotlichter eines „Haupt-Kfz-Signals“ ausfallen, ist eine Rotausfallsicherung eingebaut, und die Anlage schaltet ebenfalls auf Gelb blinkend.

Eine autarke Signalsicherung bewirkt, dass nicht durch etwaige Schalt- oder Bauteilfehler zwei kreuzende Richtungen gleichzeitig Grün („Feindliches Grün“) haben. In diesem Fall wird ebenso auf Gelb blinkend geschaltet.

Das gelbe Blinklicht weist auf eine Gefahrensituation hin, an der man Vorfahrt gewähren muss, und es müssen an Kreuzungen und Einmündungen mit Lichtsignalanlagen für einen eventuellen Ausfall der Anlage immer vorfahrtregelnde Verkehrszeichen vorhanden sein. Es gelten also die sonstigenVerkehrsregeln entsprechend Kreuzungen und Einmündungen ohne Lichtzeichenanlagen.

An Kreuzungen, die nachts nicht sehr stark frequentiert sind, werden die Lichtsignalanlagen oft ab einer bestimmten Uhrzeit abgeschaltet, so dass – analog zum oben beschriebenen Ausfall einer Anlage – nur noch gelbes Blinklicht gezeigt wird. Auf der vorfahrtberechtigten Straße sind die Signalgeber dunkel. Das Risiko für schwereUnfälle steige dann um etwa 25 %, und der volkswirtschaftliche Schaden sei deutlich höher als die Stromkosten, die von der Kommune eingespart werden. Unter anderem dieUnfallforschung der Versicherungen (UDV) hält deshalb das Ampelabschalten aus Gründen derVerkehrssicherheit für unvertretbar.[53] DerLandesbetriebStraßen NRW hat 2011 errechnet, dass das Abschalten einer Kreuzungsanlage etwa 330 Euro pro Jahr spart und das Abschalten der Fußgängerampeln etwa 155 Euro. Wenn Ampeln auf LED-Leuchten umgestellt sind, verliert der Stromspareffekt stark an Bedeutung.

Verhalten im geschützten Bereich einer Ampelanlage

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Rotlicht

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Rotlicht zeigende Lichtzeichenanlagen haben Vorrang vor anderen Verkehrszeichen und dürfen nicht passiert werden, außer wenn von einemVerkehrsposten anderslautende Weisungen erteilt werden. In Deutschland gibt es noch die Ausnahme mit der TafelGrünpfeil, bei der man nach Anhalten ebenfalls bei Rot abbiegen darf. Ein Fahrzeug muss im Normalfall vor denHaltlinien angehalten werden. Ein Rotlichtverstoß liegt bereits vor, wenn sich derFahrzeugführer in den sogenannten geschützten Bereich begibt. Bei kameraüberwachten Kreuzungen wird immer eine Kontrollaufnahme angefertigt, da der Fahrzeugführer wieder zurückgefahren sein könnte.

Bei Rot muss vor der ersten Haltlinie gehalten werden. Bei Einmündungen kurz vor der Ampelanlage, an Grundstücksausfahrten oder an Taxistandplätzen kann es zwei Haltlinien geben. Die erste Haltlinie ist für den regulären Verkehr verbindlich, wohingegen die zweite, hinter der ersten und damit näher an der Ampel liegende Haltlinie für den besonderen Verkehr verbindlich ist. Hält der reguläre Verkehr bei Rotlicht nicht an der ersten Haltlinie, liegt gemäß ständigerRechtsprechung ein Rotlichtverstoß vor.

Bringt man das Fahrzeug in einem zu großen Abstand vor der Haltlinie zum Stehen, kann es sein, dass man von in der Fahrbahn verlegtenInduktionsschleifen nicht registriert wird. Bei verkehrsabhängigen LZA wird dadurch das Grün der eigenen Fahrtrichtung nicht angefordert, und es bleibt Rot, bis man zur Haltlinie vorrückt.

Nähert sich ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Einsatzhorn, dem nicht anders Platz gemacht werden kann, soll der Verkehrsteilnehmer unter Wahrung der nötigen Vorsicht gerade so weit über die Haltlinie hinausfahren, dass das Einsatzfahrzeug passieren kann, und nur, wenn dies ohne konkrete Verkehrsgefährdung möglich ist (vgl.Vorfahrtsregeln).

Gelblicht

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Zeigt die Ampel Gelb, darf noch ausnahmsweise weitergefahren werden, aber lediglich dann, wenn mittleres Bremsen das Fahrzeug nicht mehr vor der Haltlinie zum Stehen brächte. Wer bei Gelb stark bremst, handelt in aller Regel korrekt. Ein auffahrendes Fahrzeug ist in diesen Fällen meist der hauptsächlich schuldige Unfallverursacher (auf Grund mangelndenSicherheitsabstands). Diese Verantwortung des Nachfolgenden ist nur dann ausgeschlossen, wenn der Abbremsende bewusst einenAuffahrunfall provozieren wollte. OhneBeweise (Zeugen) wird ein derartiger Nachweis jedoch schwierig sein. Wird die Lichtzeichenanlage überfahren, obwohl sie Gelb anzeigt und der Fahrer gefahrlos hätte bremsen können, so zieht dies einVerwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro nach sich.[54]

In derVwV-StVO (Deutschland) wird die Dauer der Gelblichtphase abhängig von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit der Zufahrt folgendermaßen empfohlen: 3 s bei zul. v = 50 km/h, 4 s bei zul. v = 60 km/h und 5 s bei zul. v = 70 km/h (siehe § 37 Punkt 17 IX. VwV zur StVO). Die Gelblichtphase wird Entleerungsphase und Räumungszeit genannt, da es während dieser Zeit möglich sein sollte, den nachfolgenden Straßenabschnitt für den Verkehr zu räumen, der die Grünphase erhalten wird.

Grünlicht

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Grün entbindet nicht von der Sorgfaltspflicht. Selbst wenn man meint, weder die Geschwindigkeit verlangsamen noch anhalten zu müssen, gibt es Besonderheiten. Wenn die Ampel auf Grün wechselt und sich noch Nachzügler im ampelgeregelten Bereich (sog. geschützter Bereich) befinden, sind diese grundsätzlich bevorrechtigt, die Kreuzung zu räumen.

An einigen Kreuzungen mit hoher Verkehrsdichte gibt es eine separate Schaltung für Abbieger in bestimmte Richtungen (grüner Pfeil); das heißt, nur dieser Abbiegeverkehr hat Grün und braucht keinen entgegenkommenden Verkehr zu beachten, da dieser steht (sogenannte Freiampel).

Abbiegen darf der Verkehr üblicherweise nach links jedoch nur, wenn er Schienenfahrzeuge dadurch nicht behindert. Das heißt, wer abbiegen will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen: Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Radfahrer auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren. Dieses gilt auch gegenüber Linienomnibussen und sonstigen Fahrzeugen, die gekennzeichnete Sonderfahrstreifen benutzen. Auf Fußgänger muss er besondere Rücksicht nehmen, und nötigenfalls muss er warten.

Gelbes Blinklicht

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Um Energie und Kosten zu sparen, sind in den 1980er Jahren Städte und Gemeinden dazu übergegangen, Ampeln zu Zeiten geringeren Verkehrsaufkommens nur mit Blinklicht zu betreiben (Nachtabschaltung).[55] Wenn eine Ampel gelb blinkt, ist der Einfahrende in die Kreuzung zu erhöhter Vorsicht aufgerufen und muss gegebenenfalls anderen die Vorfahrt gewähren. Es gelten die ausgewiesenen Verkehrszeichen. Steht an einer Einmündung ein Stoppschild (Zeichen 206), so muss an der Haltlinie und erforderlichenfalls nochmals an der Sichtlinie gehalten werden (Anlage 2, lfd. Nr. 67 zu§ 41 StVO). Steht hingegen einZeichen 205 (Vorfahrt gewähren!) an einer Einmündung, so darf auch ohne vorher anzuhalten in die Straße eingebogen oder die Straße überkreuzt werden. Bevor aufGelbblinken geschaltet wird, werden oftmals alle Verkehrsachsen aus Sicherheitsgründen für kurze Zeit auf Rot geschaltet.

In Deutschland blinken abgeschaltete Ampelanlagen meist nur in der Nebenrichtung, in Polen, Italien, Österreich und der Schweiz wird das gelbe Blinklicht für alle Richtungen angezeigt.

In den USA und Kanada, wo üblicherweise keine zusätzlichen Verkehrszeichen zur Vorfahrtsregelung bei Ampelausfall wie in Europa vorhanden sind, wird in der Nebenrichtung rotes Blinklicht angezeigt, was die Bedeutung eines Stoppschildes besitzt und die Fahrzeuglenker zum Anhalten an der Sichtlinie verpflichtet. In der Hauptrichtung wird gelbes Blinklicht („Achtung“) verwendet.

Gelbes Blinklicht wird während des normalen Betriebs von Ampelanlagen zudem alsPassive Permit Left Turn (PPLT) – so der existierende amerikanische Fachbegriff – verwendet, um Abbieger vor gleichzeitig freigegebenem Gegenverkehr sowie vor Fußgängern und Radfahrern zu warnen. In seltenen Fällen wird einer ganzen Fahrtrichtung an Stelle von Grün ein gelbes Blinklicht gezeigt (wie inAugsburg am Bahnhofsplatz). In Frankreich und in der Schweiz sind an Baustellen Ampeln anzutreffen, die an Stelle des grünen Signals ein gelbes, blinkendes besitzen. Hier soll der Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Vorsicht ermahnt werden. Diese gelbenSchutzblinker werden in separatem Gehäuse am Hauptsignal angebracht und mit einem Richtungspfeil versehen, wenn der Vortritt für Fußgänger nur für den abzweigenden Verkehr gilt und derenFußgängerfurt parallel zur Richtung geradeaus ebenfalls Grün zeigt.

Fußgängersignal

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Wenn das Fußgängersignal von Grün auf Rot springt, sollen alle Fußgänger, die die Fahrbahn schon betreten haben, zügig die Furt überqueren oder bis zur nächsten sicheren Aufstellfläche weitergehen.

Mit Rotbeginn fängt die Räumzeit der Fußgänger an, die sicherstellt, dass Fußgänger den gesamten gesicherten Bereich mit einer Geschwindigkeit zwischen 1,0 und 1,5 m/s (in der Regel 1,2 m/s) bis zum nächsten sicheren Bereich queren können. Erst danach wird der die Fußgängerfurt kreuzende Verkehr freigegeben. Für abbiegende Fahrzeuglenker bedeutet eine rot signalisierte Fußgängerfurt nicht, dass sich dort keine Fußgänger befinden.

Wird ein gemeinsames Signal für Fußgänger und Radfahrer verwendet, hat dies insbesondere bei großen Kreuzungen unnötig lange Wartezeiten für Radfahrer zur Folge, die die Kreuzung zu Beginn der Rotphase für Fußgänger aufgrund ihrer höheren Geschwindigkeit noch sicher passieren könnten. Aus diesem Grund wird oft eine zusätzliche Radampel angebracht, die manchmal später auf Rot schaltet. In den Vereinigten Staaten können sich Radfahrer gut an den kurz vor der Rotschaltung rot blinkenden Fußgängersignalen orientieren, die oft an einen abwärts zählenden Countdown gekoppelt sind. Blinkt das Fußgängersignal bereits, weiß der Radfahrer, dass er beschleunigen muss, um nicht warten zu müssen. Ist der Countdown bis 2 (kleine Kreuzung) oder 5 (große Kreuzung) fortgeschritten, weiß der Radfahrer, dass die Zeit zum sicheren Überqueren der Kreuzung nicht mehr ausreicht. Unmittelbar mit Dauerrot für den Fußgänger (bei Countdown unmittelbar folgend auf „1“) beginnt das Gelbsignal für den Autoverkehr.

Die Signalfarbe „Gelb“ wird in Deutschland für Fußgängerampeln in aller Regel nicht genutzt. Ausnahme ist die Stadt Düsseldorf, wo es „Rot-Gelb-Grün“-Ampelphasen gibt.[24] Bisweilen sind Auswärtige irritiert über diese alsSicherheitsphase bezeichnete Signalfolge, weshalb die Stadt Düsseldorf eine achtseitige Broschüre mit dem Titel „Gelbzeit: Die Sicherheits-Phase an Düsseldorfer Fußgängerampeln“ auflegte.[56][30]

Fußgängersignale können sehr unterschiedlich gestaltet sein. Verbreitet ist das sogenannteAmpelmännchen, auch mit regionalspezifischen Varianten wie demMainzelmännchen. Seltener sind Ampelfrauen oderAmpelpärchen.

Ampelversagen

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Wenn eine Ampel ausgefallen ist, wird sie mutmaßlich im gesamten Kreuzungsbereich nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Eingebaute Schutzschaltungen sorgen daher dafür, dass nicht an zwei querenden Fahrbahnen gleichzeitigGrün angezeigt wird. Außerdem muss gewährleistet werden, dass bei Ausfall des Rotlichts eine querende Fahrbahn nicht trotzdem Grün angezeigt bekommt. Üblicherweise schaltet eine Lichtzeichenanlage entweder aufgelb-blinkend oder schaltet ganz ab. Um den Verkehrsfluss trotzdem zu regeln, sind oft neben den LSA verkehrsregelnde Verkehrszeichen angebracht. RegelnPolizisten den Verkehr, gelten deren Zeichen und Weisungen und sind allen anderen Signalen und Verkehrszeichen vorrangig (auch bei funktionierender LSA). Die Weisungen entbinden die Verkehrsteilnehmer jedoch keinesfalls von der eigenen Sorgfaltspflicht (in Deutschland§ 1 Abs. 2 StVO).

Rechtliche Bedeutung in Deutschland

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Im deutschenVerkehrsrecht gelten zunächst die allgemeinen Verkehrsregeln, d. h. die §§ 2 bis 35StVO.Verkehrszeichen gelten diesen gegenüber nach§ 36 StVO vorrangig. Die LSA sind wiederum vorrangig gegenüber Verkehrszeichen nach§ 37 Abs. 1 StVO. Den LSA vorrangig sind Zeichen und Weisungen von Polizeibeamten. Die Verhaltensregeln sind in§ 37 StVO festgelegt. Verkehrsordnungswidrig handelt derjenige, der die LSA missachtet§ 49 Abs. 3 Nr. 2 StVO. Überfährt ein Kraftfahrzeugführer die Haltlinie und fährt in den geschützten Bereich ein, nachdem die LSA über eine Sekunde Rot zeigte, handelt es sich um einen qualifizierten Rotlichtverstoß. Es drohen mindestens ein MonatFahrverbot, mindestens 200 EuroBußgeld sowie zweiPunkte in Flensburg. Für dieÜberwachung des Rotlichtes werden verschiedene Maßnahmen von den Polizei- und Ordnungsbehörden ergriffen.

Der Träger der Straßenbaulast ist für die Aufstellung und den Unterhalt der LSA zuständig. Bau und Betrieb von Lichtzeichenanlagen sind in derRichtlinie für Lichtsignalanlagen (RiLSA) beschrieben.

Verbesserungsvorschläge

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Es wird gelegentlich kritisiert, dass die Querungszeit einzelner oder zahlreicher Ampeln für Fußgänger zu kurz sei, um sicher den gegenüberliegenden Gehsteig zu erreichen. Besonders schwer wiegt dies bei Älteren oder Kranken, wenn sie nur langsam gehen können. Aus rechtlicher Sicht muss die Ampel nur beim Betreten der Fahrbahn auf „Grün“ stehen; wenn sie danach unterwegs auf „Rot“ wechselt, darf und soll der Fußgänger zügig seinen Weg zur anderen Seite vollenden, da die Rotphase der kreuzenden Verkehrsströme um eine ausreichend lange Räumzeit verlängert ist bzw. es zumindest sein soll. Die zulässige und sichere Querungszeit ist dementsprechend länger als die Grünphase selbst. Gleichwohl wird teilweise bereits die gesamte Querungszeit einschließlich Puffer als zu kurz empfunden, sowie ferner kritisiert, dass Fußgänger deren Ende gar nicht genau wissen können.

Im Herbst 2015 nahm das Straßenamt der Stadt Graz den webbasierten Ampelbewertungdienst „Traffic Check“ in Betrieb und erhielt in der ersten Woche 800 Rückmeldungen mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen. Zwei Drittel betraf Kfz-Verkehr, ein Drittel Fuß- und Radverkehr. Themen waren „Grüne Welle, Wartezeit für Fußgänger und Konflikte zwischen Rad- und Autoverkehr.“[57]

Besondere Ampeln

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Heuer-Ampel

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Heuerampel (Bochum)
Heuerampel
Hauptartikel:Heuer-Ampel

Die Heuer-Ampel geht auf den Erfinder Josef Heuer und das UnternehmenHeuer-Hammer, ein Bearbeitungswerk inIserlohn-Grüne, zurück.[58] Heuer-Ampeln sind eine besondere Form von Lichtsignalanlagen, die von den 1930er bis in die 1960er Jahre in Deutschland, den Niederlanden und Österreich (Wien) verwendet wurden. (z. B. Dresden,Albertplatz, ab den 1930er Jahren). Es sind würfelförmige Gebilde, die mit Drahtseilen über einerKreuzung hingen. Sie waren hauptsächlich für einfache Verhältnisse, beispielsweise wenn sich zwei Straßen im rechten Winkel kreuzten, geeignet. Im Zuge der fortschreitenden Motorisierung in den 1950er Jahren ergaben sich Probleme. Zum 31. Dezember 1972 war entsprechend der seinerzeit reformiertenStVO der Betrieb von Heuer-Ampeln als Verkehrsregelungsanlage nicht mehr genehmigungsfähig.

Der Nachbau einer Heuerampel ist inBochum an historischer Stelle über der Kreuzung Bongardstraße/Kortumstraße zu sehen. InDetmold wurde ein Gerät restauriert, das nun an der Einfahrt der dortigenTechnischen Hochschule OWL (THOWL) aufgehängt ist.

Eine sehr ähnliche Anlage existierte unter dem NamenMarshalite in Australien. Sie hatte sogar eine Gelbphase.

Dallas Phasing

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Fünf-Feld-Signalgeber mitDallas Phasing für Linksabbieger

Dallas Phasing war ein Design eines Fünf-Feld-Signalgebers für Kreuzungen mitPassive Permit Left Turn (erlaubt das Linksabbiegen, wobei der Gegenverkehr Vorrang hat) in Texas, der das Grün des Gegenverkehrs mit einer gestreift geschwärzten grünen Blende spiegelte.[59][60]Dallas Phasing wurde eingeführt, um die „Yellow Trap“ zu unterbinden, die bei Signalgebern auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung bei unterschiedlich geschalteter Phase des Gegenverkehrs auftrat.[61][62] ImManual on Uniform Traffic Control Devices (MUTCD) von 2009 wurde dasDallas Phasing, nach über 15 Jahren,[63] verboten und einheitlich durch den gelb blinkenden Pfeil ersetzt.[64][65]

Bettelampel

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Der Begriff „Bettelampel“ bezeichnet eine phasengesteuerte Ampel mit separaten Taster für den Rad- und Fußgängerverkehr.[66] Dies ist zu unterscheiden von einer bedarfsgesteuerten Ampel. Während der Verkehr auf der Fahrbahn ein grünes Signal hat und fließen kann, gibt es für den Radverkehr auf der Nebenfläche einen Taster mit gesondertem Signal. Eine Betätigung des Tasters führt dazu, dass bei der nächsten Phase die Nebenflächenampel zusammen mit der Fahrbahnampel ein grünes Signal erhält.

Im Oktober 2021 begann einPilotprojekt inKarlsruhe zu Fußgängerampeln, die in der Grundstellung für Fußgänger grün zeigen und für die Fahrbahn nur durch Anforderung perInduktionsschleife oderRadarsensor umschalten.[67]

Lärmampel

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Die Polizei inMumbai,Indien, hat eine Ampelanlage getestet, welche dieLärmbelästigung durch hupende Verkehrsteilnehmer reduzieren soll. An der Ampelanlage wurdenDezibel-Messgeräte angeschlossen.[68] Wenn diese einen Messwert von mehr als 85 Dezibel detektieren, bleiben die Ampeln länger rot.[68] Vergleichbares gibt es auch für Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Rot-Gelb-Gelb-Ampel

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In Göttingen-Weende existierte eine Ampel mit zwei gelben Signalen. Statt Grün wurde ein dauerhaftes gelbes Signal geschaltet. Dies sollte Fahrschülern das sichere Verlassen eines Parkplatzes ermöglichen, allerdings war diese Signalisierung nach der aktuellen deutschen Straßenverkehrsordnung nicht regelkonform. Hierzu hätte das gelbe Licht blinken müssen, was bei dieser Ampel nicht der Fall war.[69]

Dauerrote Ampeln

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InDresden existierte von 1987 bis 2016 mindestens eine Ampel in Verbindung mit einem grünen Pfeil, welche permanent Rot zeigte.[70] Sie sollte verbotenes Linksabbiegen an dieser Stelle verhindern. Eine einfachere Lösung – zum Beispiel ein Stoppschild und dasZeichen 209 – war nicht möglich, weil sich an einer ampelgeregelten Kreuzung an jeder Zufahrt eine Ampelanlage befinden muss.[71]

Blaue Ampel

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Blaue Fahrradampel

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Testweise wurden in Düsseldorf, Hamburg, Berlin und Hildesheim neben den rot-gelb-grünen auch blaue Fahrradampeln eingeführt.[72][73][74][75] Die Bedeutung des blauen Lichtsignals variierte dabei von Fall zu Fall. Während in Düsseldorf bei einigen Ampeln nur darauf aufmerksam gemacht werden sollte, dass die Ampel nicht für andere Verkehrsteilnehmer gilt[76], sollte eine andere Variante ohne grünes Licht mitteilen, dass die Straße frei sei, wenn nur noch die blaue Lampe durchgängig leuchtet (Linksabbiegerampel).[72] In Hildesheim wiederum signalisierte das zusätzliche Signal den wartenden Radfahrern, dass die Ampelsteuerung sie erkannt habe und dass es für die Radler gleich grün werde.[77][78]

Blauton in Japan

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Früher gab es inJapan nur ein Wort für blau und grün (aoi). Auch wenn es inzwischen verschiedene Wörter für blaue und grüne Farben gibt, so wird das unterste Licht einer Ampel umgangssprachlich alsaoi beschrieben. Dies war auch eine lange Zeit so, bis das Wort midori auftauchte, welches mehr oder weniger grün ist. Anstatt die Bezeichnung vonaoi zumidori zu ändern, beschloss die japanische Regierung, dem grünen Licht einen blauen Ton hinzuzufügen.[79]

Ampeln in der Kunst

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Lichtkunst mit Signalgebern sind:

Siehe auch

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Literatur

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  • Johannes Schwake:Zur rechtlichen Bewertung von „feindlichem Grün“ – Zugleich Besprechung des Urteils des LG Dresden vom 18.8.2006 (6 O 1536/04). In:Zeitschrift für Versicherungsrecht, Haftungs- und Schadensrecht. VersR, 2007, S. 1620–1624.
  • DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (Hrsg.):DIN EN 12966-1, März 2010. Vertikale Verkehrszeichen – Wechselverkehrszeichen – Teil 1: Produktnorm; Deutsche Fassung EN 12966-1:2005+A1:2009. Beuth Verlag, 2010.[80]

Weblinks

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Wiktionary: Ampel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Verkehrssignal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Ampelbeispiele einzelner Länder – Album mit Bildern und Videos
Commons: Lichtsignalanlagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Ampeln in Deutschland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Ampeln in Österreich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Ampeln in der Schweiz – Sammlung von Bildern
Commons: Ampeln mit Restzeitanzeigen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Ampel. In: Karl Ernst Georges:Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. (zeno.org).
  2. Ampel. In:Jacob Grimm,Wilhelm Grimm (Hrsg.):Deutsches Wörterbuch.Band 1:A–Biermolke – (I). S. Hirzel, Leipzig 1854,Sp. 279 (woerterbuchnetz.de). 
  3. Art. 14 Lichtsignale, … Stau36. Abgerufen am 1. Oktober 2023. 
  4. Art. 68 Art und Bedeutung der Lichtsignale. Abgerufen am 1. Oktober 2023. 
  5. Wolfgang Pfeifer:Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 5. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München 2000,S. 35 (Belegquelle gilt für den gesamten Abschnitt). Ampel. In:Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. (Bedeutung 2): „über einer Straßenkreuzung aufgehängtes Verkehrssignal“.
  6. Traffic Lights in the UK
  7. 15. Dezember 1924: Abnahme des Verkehrsturms durch die städtische Baupolizei, der erste Beamte besteigt den Turm In:Vossische Zeitung, 3. Januar 1925, Auslandsausgabe, S. 1, abgerufen am 3. Juni 2019.
  8. Die Lichtsignale in der Leipziger Straße. Kurzmeldung. Morgen-Ausgabe, S. 13. In: Vossische Zeitung. 20. November 1925, abgerufen am 3. Juni 2019. 
  9. BZ-Karte (Sonderkarte) B Groß-Berlin, herausgegeben von derB.Z. am Mittag, digitalisiert auf Landkartenarchiv.de; laut Jahresangabe ungefähr von 1938, wegen Straßennamen wie Reichskanzlerplatz und Platz der Republik, die bereits im Frühjahr 1933 geändert wurden, eindeutig älter
  10. 1925: Hamburgs erste Ampel geht in Betrieb, Hamburger Morgenpost vom 8. Februar 2016 (Archivversion). In der Quelle ist irrtümlich vomGlockengießerwall die Rede, der aber die Mönckebergstraße gar nicht kreuzt, gemeint ist der Steintorwall!
  11. Klaus Mlynek:Hannover-Chronik. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zahlen – Daten – Fakten. Hrsg.: Waldemar R. Röhrbein. Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, Hannover 1991,ISBN 3-87706-319-5. 
  12. Stadtchronik Braunschweig (Memento vom 10. Dezember 2007 imInternet Archive)
  13. Archivlink (Memento vom 31. Juli 2009 imInternet Archive)
  14. query.staatsarchiv.bs.ch
  15. Archivlink (Memento vom 27. September 2007 imInternet Archive)
  16. Natur und Technik. Halbmonatszeitschrift für alle Freunde der Wissenschaft, Forschung und Praxis.Nr. 8. Verlag Wedding, Berlin/Mainz 1949,S. 183. 
  17. Eine Verkehrsampel, die man selbst betätigt. In: Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ, 8. Jänner 1937, S. 7 (online beiANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg
  18. Cycling past red lights; it’s often legal in the Netherlands. In: BICYCLE DUTCH. 25. Oktober 2012, abgerufen am 7. Juni 2021 (englisch). 
  19. Signalisationsverordnung SSV (Schweiz). In: 741.21. Schweizerische Eidgenossenschaft, 15. Januar 2017, abgerufen am 17. September 2017. 
  20. Schwedischer Regierungsbeschluss SFS 1988:1601 aus dem Jahr 1988.
  21. notisum.se abgerufen am 19. Juli 2013
  22. Trafiksignaler. Abgerufen am 28. Februar 2018 (schwedisch). 
  23. abFrequently asked questions about visiting Canada – Travelogue (Memento vom 14. Februar 2009 imInternet Archive) (englisch).
  24. abcDüsseldorf erntet Spott für achtseitige Ampel-Broschüre (Memento vom 3. Dezember 2012 imInternet Archive), derwesten.de, 28. November 2012
  25. abGelbzeit (Memento vom 9. Dezember 2008 imInternet Archive), duesseldorf.de
  26. Der Spiegel: Die fürsorgliche Ampel: Deutschland im Regulierungswahn (Teil 3) | SPIEGEL TV (ab 0:04:46) aufYouTube, 5. Januar 2014.
  27. Freundlicher Fußgängerüberweg: Sprechende Ampeln in Marl In:ksta.de, 24. Juli 2014, abgerufen am 27. März 2022.
  28. muenchen.de
  29. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: § 37 der Straßenverkehrsordnung. Abgerufen am 21. September 2009: „Radfahrer haben die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten. Davon abweichend haben Radfahrer auf Radverkehrsführungen die besonderen Lichtzeichen für Radfahrer zu beachten.“ 
  30. abGelbzeit, tuxproject.de
  31. Stimmt's?: Sind die Knöpfe an vielen Fußgängerampeln wirkungslos? In:Die Zeit.Nr. 4, 2013 (zeit.de). 
  32. Ernst Tabori, Ärztlicher Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene in Freiburg, wiedergegeben vonMark Spörrle: Warum reagieren die Drücker der Fußgängerampeln so schlecht? 17. Juli 2014, abgerufen am 17. März 2020. 
  33. Vgl.Nadine Rokstein: Blindenampel: Gesellschaftliche Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen. In: Stock und Stein. Abgerufen am 16. September 2023. 
  34. ÖNORM-Entwurf zu taktilen Markierungen an Fußgängerampeln - AUSTRIAN STANDARDS. Abgerufen am 3. März 2018. 
  35. Langmatz GmbH: Produktinformationen Signal-Anforderungsgerät crossguide (EK 533). (PDF) Archiviert vom Original am 4. März 2018; abgerufen am 3. März 2018. 
  36. Günther Ertl: Orientierung blinder und sehbehinderter Menschen im öffentlichen Raum, Taktile und akustische Leitsysteme, Planungen. Ing. Günther Ertl, Technisches Büro für Verkehrstechnik, 25. September 2008, abgerufen am 3. März 2018. 
  37. Valentin Protschky:Schaltzeitprädiktion und Routenoptimierung für die Ampelassistenz in Smart Cities. Hrsg.: Ludwig-Maximilians-Universität München. Dissertation an der Fakultät für Mathematik, Informatik und Statistik. München 10. Mai 2016,S. 172. 
  38. Personal Signal Assistant. Archiviert vom Original am 22. August 2019; abgerufen am 22. August 2019 (englisch). 
  39. Berlin testet „Count-Down“-Ampeln. Berlin. In: Der Tagesspiegel. 20. September 2013, abgerufen am 3. September 2014. 
  40. Dr Jakob Erdmann: Kombination von Adaptiver LSA-Steuerung und GLOSA (AGLOSA). (PDF) DLR – Institut für Verkehrssystemtechnik, 4. Dezember 2013, abgerufen am 22. August 2019. 
  41. DE:Proposed features/GLOSA – OpenStreetMap Wiki. Abgerufen am 22. August 2019. 
  42. trafficpilot – RIDE THE GREEN WAVE. Abgerufen am 22. August 2019. 
  43. Audi vernetzt sich mit Ampeln in Deutschland. Abgerufen am 22. August 2019. 
  44. Simulation von Ampelsystemen. Abgerufen am 9. Juni 2023. 
  45. Wie funktioniert eine Ampelsteuerung mit dem Calliope? Abgerufen am 9. Juni 2023. 
  46. Ampel mit Calliope mini und Fernbedienung. Abgerufen am 9. Juni 2023. 
  47. LSBG – Straßen – Ampeln – Hamburg – FHH. Abgerufen am 23. August 2019. 
  48. Die grüne Welle und andere smarte Ideen für Radfahrende. 21. Juni 2016, abgerufen am 23. August 2019. 
  49. Verlängerung der Gelbphase von Ampelanlagen von 3 auf 4 Sekunden innerorts – Online-Petition. Abgerufen am 23. August 2019. 
  50. Nahverkehr Information Deutschland und NRW, Haltestellen. Abgerufen am 23. August 2019. 
  51. Martin Dippold (TUG), Stefan Hausberger (TUG), Nikolaus Furian(TUG), Michael Haberl (TUG), Jakob Hauser (TUG), Thomas Stützle (ULB), Wolfgang Niebel (DLR): Guideline for emission optimised traffic light control. (PDF) COLOMBO-Projekt – Cooperative Self-Organizing System for low Carbon Mobility at low Penetration Rates, 3. November 2015, abgerufen am 23. August 2019 (englisch). 
  52. youtube.com Saturday afternoon at Shibuya Crossing, Tokyo
  53. rp-online.de vom 18. Oktober 2012:Städte schalten Ampeln ab – mehr Unfälle
  54. Bundeseinheitlicher Tatbestandskatalog auf der Homepage des Kraftfahrt-Bundesamts (Stand: 01.11.2017). Abgerufen am 11. Oktober 2021. 
  55. wdr.de:Sparen mit neuen Ampeln (Memento vom 2. August 2008 imInternet Archive). Abgerufen: 4. März 2009.
  56. Stadt erklärt Fußgänger-Ampel auf acht Seiten In:rp-online.de, 26. November 2012, abgerufen am 27. März 2022.
  57. steiermark.orf.at Traffic-Check: Ampelbewertungssystem in Graz, orf.at, 19. November 2015, abgerufen am 19. November 2015.
  58. Heuer-Ampel, allgemeine Informationen: Bauingenieurwesen - TH OWL. Abgerufen am 15. Dezember 2024. 
  59. Signalized Intersections: Informational Guide, Publikation FHWA-HRT-04-091, Federal Highway Administration, 2004
  60. Evaluation of Traffic Signal Displays for Protected/permissive Left-turn Control, Ausgabe 493,Teil 1, Transportation Research Board, 2003, S. 16
  61. Dallas PPLT Displays (Horizontal Head) – Lead Left-turn (Memento vom 11. Juni 2016 imInternet Archive), verlinkt von der FHWA, abgerufen am 22. September 2014
  62. Fixing the Yellow Trap (Memento vom 5. März 2010 imInternet Archive), abgerufen am 22. September 2014.
  63. Innovative Intersection Safety Improvement Strategies and Management Practices: A Domestic Scan, Chapter 5. Traffic Operational Practices, FHWA.
  64. 2009 Edition Chapter 4D. Traffic Control Signal Features,Manual on Uniform Traffic Control Devices,Federal Highway Administration, 2009, abgerufen am 22. September 2014
  65. projects.kittelson.com (Memento vom 3. Oktober 2011 imInternet Archive)
  66. ADFC-Position: Ampeln. Archiviert vom Original am 26. Mai 2018; abgerufen am 25. Mai 2018. 
  67. Erste Erkenntnisse zu "dauergrüner" Fußgängerampel. In: ka-news. 16. Januar 2022, abgerufen am 20. Dezember 2024. 
  68. abEllis-Petersen, Hannah: 'Honk more, wait more': Mumbai tests traffic lights that reward the patient driver. 5. Februar 2020, abgerufen am 18. Februar 2020 (englisch). 
  69. Rot-Gelb-Gelb-Ampel wurde nachgebaut. In: piratenpartei-goettingen.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. August 2022; abgerufen am 3. April 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.piratenpartei-goettingen.de 
  70. Gaga! Auch diese Dresdner Ampeln zeigen Dauerrot. In: tag24.de. 15. September 2016, abgerufen am 3. April 2020. 
  71. Stefan Locke: Nie gelb, nie grün. In: FAZ.net. 17. September 2016, abgerufen am 3. April 2020. 
  72. abWestdeutsche Zeitung: Neue Ampel-Technik: Für Fahrradfahrer leuchtet es Blau. 10. August 2017, abgerufen am 12. März 2021. 
  73. Rainer Breda: Neuheit in der Hildesheimer Neustadt: Erste blaue Ampel ist da. Abgerufen am 12. März 2021. 
  74. Hildesheim muss blaue Ampeln für Radfahrer abbauen. 24. April 2021, abgerufen am 15. Dezember 2024. 
  75. Erste blaue Fahrradampel. Abgerufen am 15. Dezember 2024. 
  76. Redaktion Genialetricks: Blaue Fahrradampeln: Was bedeuten sie? 20. März 2021, abgerufen am 15. Dezember 2024 (deutsch). 
  77. Süddeutsche Zeitung: Blaue Fahrradampeln in Hildesheim verwundern Radler. Abgerufen am 12. März 2021. 
  78. NDR: Ampel in Hildesheim zeigt für Radfahrer blaues Licht. Abgerufen am 12. März 2021. 
  79. Warum es in Japan blaue Ampeln gibt? Und was Sprache damit zu tun hat. In: Japaniac – Anime & Manga News und Infos rund um Japan! 28. August 2019, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. März 2021.@1@2Vorlage:Toter Link/www.japaniac.de (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) 
  80. DIN EN 12966-1, März 2010. Vertikale Verkehrszeichen – Wechselverkehrszeichen – Teil 1: Produktnorm; Deutsche Fassung EN 12966-1:2005+A1:2009 – Fraunhofer IRB – baufachinformation.de

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