| Libvirt | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Red Hat |
| Aktuelle Version | 12.0.0[1] (15. Januar 2026) |
| Betriebssystem | GNU/Linux |
| Programmiersprache | C |
| Kategorie | Programmbibliothek |
| Lizenz | GNU Lesser General Public License |
| libvirt.org | |
libvirt ist eine Sammlung quelloffener Werkzeuge zur Verwaltung von virtuellen Maschinen auf einemHostsystem. Diese besteht aus einerProgrammierschnittstelle (API), einemDaemon (libvirtd) und einemKommandozeilenprogramm (virsh). Mit Hilfe von libvirt ist es möglich,Hypervisortechnologien unterschiedlicher Hersteller wie beispielsweiseKVM/QEMU,Xen,VMware,VirtualBox oderHyper-V zu steuern und über eine einheitliche Schnittstelle zu bedienen.[2]
Die erste Version von libvirt wurde im Dezember 2005 auf derlibvir-list Mailingliste[3] (damals noch unter dem Namenlibvir) angekündigt.[4] Diese enthielt bereits eine rudimentär arbeitende Anbindung anPython, funktionierte vorerst allerdings nur mit demXen-Hypervisor. Es war jedoch schon geplant, auch andere Virtualisierungstechnologien zu unterstützen.[5] Im Februar 2006 wurde das Projekt vonlibvir inlibvirt umbenannt[6] und im März desselben Jahres folgte die Veröffentlichung der ersten Version für die Anbindung viaPerl[7]. Im August 2006 wurde die erstmalige Unterstützung für denQEMU Hypervisor eingeführt[8]. Im November 2007 kam dieRuby-Anbindung hinzu[9], ebenso wurde begonnen daran zu arbeiten libvirt unterWindows in derCygwin-Umgebung lauffähig zu machen[10]. 2009 wurden Patches eingepflegt, mit denen derVirtualBox Hypervisor angesprochen werden konnte[11] und 2010 wurde die Unterstützung für die Virtualisierung mit VMware hinzugefügt.[12]
libvirt ist in derProgrammierspracheC geschrieben und unterstützt von sich aus auch die Anbindung mittelsC++ undPython. Weiters werden ebenso die folgenden zusätzlichen Programmiersprachen offiziell unterstützt[13]:

Derzeit können mit libvirt etwa ein Dutzend Virtualisierungstechnologien verwendet werden.[14] Darunter:
Das Kommandozeilenprogrammvirsh dient zur Verwaltung von virtuellen Maschinen und ist ein Bestandteil von libvirt. Des Weiteren gibt es unter anderem das GUI-ProgrammVirtual Machine Manager, welches so wie libvirt vonRed Hat mitentwickelt wird. Auch die WebanwendungoVirt (ebenfalls von Red Hat) setzt weitgehend auf libvirt zur Bereitstellung der angebotenen Funktionalität[16].