Liéhon
Liéhon | ||
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![]() | ||
Staat | Frankreich![]() | |
Region | Grand Est | |
Département (Nr.) | Moselle (57) | |
Arrondissement | Metz | |
Kanton | Faulquemont | |
Gemeindeverband | Sud Messin | |
Koordinaten | 49° 0′ N,6° 15′ O496.2580555555556Koordinaten:49° 0′ N,6° 15′ O | |
Höhe | 214–291 m | |
Fläche | 5,38 km² | |
Einwohner | 131(1. Januar 2022) | |
Bevölkerungsdichte | 24 Einw./km² | |
Postleitzahl | 57420 | |
INSEE-Code | 57403 |
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Liéhon ist einefranzösischeGemeinde mit 131 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) imDépartement Moselle in derRegionGrand Est (bis 2015Lothringen). Sie gehört zumArrondissement Metz.
Geographie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Liéhon liegt inLothringen, 17 Kilometer südöstlich vonMetz und vier Kilometer östlich vonVerny, auf einer Höhe zwischen 214 und 291 Metern über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt 260 Meter. Das Gemeindegebiet umfasst 5,34 km².
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Ortschaft gehörte früher zumBistum Metz.[1] Während der Vergrößerung desFlughafens Metz-Nancy-Lothringen im Jahr 2003 wurden Reste einerVilla aus dem 1. Jahrhundert entdeckt, die bis ins 4. Jahrhundert hinein bewohnt war. In der Villa wurden verschiedene goldeneArtefakte gefunden.[2]
Durch denFrankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutscheReichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde demLandkreis Metz imBezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und Viehzucht.[1]
Nach demErsten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen desVersailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. ImZweiten Weltkrieg war die Region von der deutschenWehrmacht besetzt.
Liéhon gehörte alsfranzösischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name imErsten Weltkrieg (1914–1918) am 2. September 1915 eingedeutscht wurden. Der Name wurde in „Lieheim“ geändert und war bis 1919 offizieller Ortsname.[3]
Demographie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2019 |
Einwohner | 94 | 83 | 101 | 118 | 123 | 129 | 119 | 123 |
Quellen: Cassini und INSEE |
Wappen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die blauen und goldenenSparren im Gemeindewappen deuten auf dasSaulnois (Salzgau) hin, der rote Speer ist das Attribut des örtlichen SchutzpatronsMauritius.[4]
Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Georg Lang:Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 97–98 (books.google.de).
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑abEugen H. Th. Huhn:Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 299 (google.books.de).
- ↑Martial Monteil, Laurence Tranoy:La France gallo-romaine. La Découverte, Paris 2008,ISBN 978-2-7071-5438-5,S. 66+74 f. (französisch).
- ↑Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch)
- ↑Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)