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Leopold Hainisch

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Grabstätte von Leopold Hainisch auf demFriedhof Ohlsdorf

Leopold Hainisch (*2. November1891 inWien; †21. Februar1979 inHamburg) war einösterreichischerSchauspieler,Opernsänger undRegisseur für Theater, Film und Fernsehen. Während seiner Karriere bekleidete er mehrfach den Posten eines Leiters undOberspielleiters bei diversendeutschenTheatern undRundfunksendern sowie später auf der Führungsebene von Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften, ohne jedoch seine aktive Laufbahn als Schauspieler und Regisseur einzustellen.

Leben

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Jugend und erste Engagements

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Nach seinem Schulabschluss an einem Realgymnasium im Jahre 1907 besuchte er dieAkademie für Musik und darstellende Kunst und erhielt Privatunterricht in Schauspiel, Gesang und Musik. Sein Schauspieldebüt lieferte er im Alter von 20 Jahren an diversen Provinztheatern und amTheater in der Josefstadt ab. Während desErsten Weltkrieges leistete er von 1914 bis 1918 seinen Kriegsdienst ab und kehrte 1919 mit einem Auftritt imCarl-Theater zu seiner Schauspiellaufbahn zurück. Es folgten Auftritte an anderen Wiener Theatern sowie inFrankfurt undBerlin.

Karriereaufstieg in Deutschland

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In Berlin, wo er ab 1924 überwiegend tätig war, wurde er auch Oberspielleiter amCentral-Theater Berlin und Sänger an der Oper. Von 1927 bis 1933 war er Direktor, Regisseur und Schauspieler an den Vereinigten Winterberg-Bühnen. Am 1. Mai 1933 wurde Leopold Hainisch Oberspielleiter der „Berliner Funkstunde“ (Reichssender Berlin) und zum Oberspielleiter und Leiter der Opern-, Oratorien- und Operettenabteilung ernannt. Vom 1. Juni 1937 bis zum 30. April 1939 war er Oberspielleiter beimReichssender Paul Nipkow, der das Fernsehzeitalter in Deutschland begründete. Hier inszenierte er eine Reihe von Versuchssendungen, darunter erste Fernsehspiele wieOtto Rombachs „Adrian, der Tulpendieb“ (Erstsendung: 13. Januar 1938).

Per 1. Mai 1939 wechselte Hainisch zurFilmproduktionsgesellschaftTobis, wo er mit der Mozart-Biographie „Eine kleine Nachtmusik“ sein Filmregiedebüt vorlegte. Es folgten weitere Inszenierungen von altösterreichischen Stoffen wie dem musikalischen Lustspiel „Falstaff in Wien“ über den KomponistenOtto Nicolai, dem Tiroler Volksstück „Der Meineidbauer“ nachLudwig Anzengruber oder auch der Liebes- und Verwechslungskomödie aus dem Wien zur Jahrhundertwende „Romantische Brautfahrt“ und der Tiroler Romanze „Ulli und Marei“. Während desZweiten Weltkriegs war er zudem Leiter der Nachwuchs-Abteilung von Tobis.

Rückkehr nach Österreich

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Bei Kriegsende 1945 hatte Hainisch seinen Wohnsitz in Tirol, wo er der re-installierten Landesregierung beim Aufbau des österreichischen Kulturbetriebes half und nebenbei die ProduktionsfirmaTirol-Film gründete, deren Direktor er bis 1948 blieb und für die er unter anderem „Erde“ nachKarl Schönherrs Schauspiel inszenierte, Hainischs beste und urtümlichste Filminszenierung.[1] In den folgenden Jahren war er sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur für den Film tätig, fiel jedoch mehr durch Quantität als durch Qualität auf. So inszenierte er von 1946 bis 1956 75 Filme für die amerikanische FernsehproduktionsfirmaAmbassador-Film. Zwischen 1957 und 1970 führte Hainisch häufig Regie bei Theaterinszenierungen und österreichischen TV-Produktionen wie Musik- und Ballettfilmen, Shows, Künstlerporträts sowie ab 1959 bei der Serie „Der Fenstergucker“. Zudem inszenierte er immer wiederKurz-,Dokumentar- undIndustriefilme.

Letzte Jahre in Hamburg

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Im Jahr 1970 holte ihn IntendantBoy Gobert an das HamburgerThalia-Theater, wo der mittlerweile zum Professor ernannte Leopold Hainisch seine letzten Lebensjahre dem Theaterschauspiel widmete. Seinen letzten Bühnenauftritt hatte er als Priester in „Hamlet“ im Herbst 1978. Etwa zur selben Zeit stand der 87-jährige ein letztes Mal vor der Filmkamera fürPeter Fleischmanns Untergangsszenario „Die Hamburger Krankheit“. Leopold Hainisch, der von seinen Kollegen den liebevollenSpitznamen „Poldi“, und in späteren Jahren auch „Papa“ verpasst bekam[2], starb im darauf folgenden Frühjahr 1979 in Hamburg und wurde auf dem dortigenFriedhof Ohlsdorf beigesetzt. Die Grabstätte befindet sich im Planquadrat Bp 71 nordöstlich von Kapelle 13.

Filmografie

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In folgender Auswahl an Filmen wirkte Leopold Hainisch, sofern nicht anders angegeben, als Regisseur mit:

Literatur

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  • Kay Weniger:Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3:F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001,ISBN 3-89602-340-3, S. 483 f.

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Kay Weniger:Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3:F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001,ISBN 3-89602-340-3, S. 483.
  2. Kay Weniger:Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3:F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001,ISBN 3-89602-340-3, S. 484.
Personendaten
NAMEHainisch, Leopold
KURZBESCHREIBUNGösterreichischer Schauspieler, Opernsänger und Regisseur für Theater, Film und Fernsehen
GEBURTSDATUM2. November 1891
GEBURTSORTWien
STERBEDATUM21. Februar 1979
STERBEORTHamburg
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