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Reife Zapfen und Samen vonPinus mugo subsp.uncinataIllustration ausAtlas der Alpenflora vonPinus mugo subsp.mugo
Die Bergkiefer wächst als immergrüne verholzende Pflanze.Die paarweise an denKurztrieben stehendenNadeln sind dunkelgrün, spitz und bis zu 5 Zentimeter lang. Ihre Lebensdauer beträgt 5 bis 10 Jahre.
Die Bergkiefer ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), es kommen somit männliche und weiblicheZapfen auf einem Individuum vor. Die Pollen werden am Grund junger Langtriebe gebildet, anstelle von beblätterten Kurztrieben in den Achseln von Schuppenblättern.
Die Samenanlagen sitzen offen auf schuppenförmigen Fruchtblättern, sind also nicht in einem Fruchtknoten eingeschlossen (Nacktsamer). Die harten und eiförmigen weiblichen Zapfen werden nahe dem Ende junger Langtriebe angesetzt. Die weiblichen Zapfen sind kaum länger als 10 Millimeter, sind blass-rosafarben bis rot und wachsen bis zum ersten Herbst kaum. Im zweiten Jahr wachsen sie und reifen; dann geben sie die geflügeltenSamen frei. Diese sind 4 bis 5 Millimeter groß.
Die Samenzapfen sind symmetrisch; die Spirke hat asymmetrische Zapfen. Der Zapfenstiel (sofern vorhanden) ist zentrisch und gerade, d. h. in der Zapfenachse liegend. Der Schild der Samenschuppen ist meist flach, selten etwas aufgewölbt bis kegelig. Die Zapfen sind 3 und 7 Zentimeter lang. Sind die Zapfen geöffnet, erreichen sie einen Durchmesser von 2 bis 5 Zentimetern. Auf die Blütezeit während der Sommermonate Juni und Juli folgt die Samenreife im Oktober. Die Entwicklung der Früchte erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren.
Die Erstveröffentlichung vonPinus mugo erfolgte 1764 durchAntonio Turra inGiornale d'Italia spettante alla scienza naturale, e principalmente all'agricoltura, alle arti, ed al commercio Band 1, S. 152. Synonyme fürPinus mugoTurra sindPinus montanaMill.,Pinus mughusScop.[1]
Die Bergkiefer kommt in mindestens drei Unterarten und weiteren Zwischenformen vor, die sich insbesondere in ihrer Gestalt und ihrem Vorkommen deutlich unterscheiden. Alle drei Unterarten der Bergkiefer haben dieChromosomenzahl 2n = 24.[2] Bei anderen Autoren haben sie den Rang von Arten.[3]
Die Unterarten bildenBastarde: sie sind also hybridogen verbunden, und es gibt eine Reihe vonZwischensippen.
Pinus mugoTurra subsp.mugo, auch Latsche, Latschenkiefer, Bergföhre, Legföhre, Legkiefer, Zunter, Krummholzkiefer oder Krüppelkiefer genannt: Diese Unterart wächst meist strauchartig und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 3 Metern. Sie ist gekennzeichnet durch ihren krummen Wuchs mit niederliegenden bis bogig aufsteigenden Stämmen und Ästen; diese bilden oft ein undurchdringliches Gewirr („Latschenfilz“ oder „Latschenfeld“). Der Stamm der Latsche ist lang, liegt aber am Boden und ist kaum erkennbar.[4]
Die Latschenkiefer wächst vor allem in der subalpinenKrummholzzone ozeanischerHochgebirge und ist dort mitAlpenrosen vergesellschaftet. Darüber hinaus besiedelt sie mäßig trockene, felsige, sehr nasse, kalte oder von zerstörerischen Schneebewegungen (Lawinen) geprägte Standorte. Latschen können wieGrünerlen selbst Hänge besiedeln, auf denen häufig Lawinen abgehen, die sämtliche andere Baumarten restlos zerstören. Von für das Baumwachstum günstigeren Standorten wird die Latsche von anspruchsvolleren und dort konkurrenzkräftigeren Klimaxbaumarten, wie etwa der Rotbuche, verdrängt, sofern die natürlichen Konkurrenzverhältnisse nicht durch Wildverbiss, Weidevieh, Alm- und Forstwirtschaft oder sonstige menschliche Aktivitäten verzerrt werden. Als Ziergehölz wird sie häufig in Gärten gepflanzt, wo sie in menschlicher Obhut vor Konkurrenzbaumarten (v. a. Lichtkonkurrenz) geschützt besser gedeiht als in ihrem natürlichen Lebensraum.
Pinus mugo subsp.uncinata, Spirke oder Aufrechte Bergkiefer
Pinus mugo subsp.uncinata(DC.) Domin, auch Spirke, Hakenkiefer oder Aufrechte Bergkiefer genannt. Von manchen Botanikern wird sie als eine eigene ArtPinus uncinataDC. angesehen.[1] Die Spirke wächst baumförmig und erreicht Wuchshöhen bis zu 25 Metern.[5]
Die Hakenkiefer kommt in denPyrenäen, dem französischenZentralmassiv, demSchweizer Jura, den West- und Schweizer Zentralalpen sowie den Nordalpen (z. B. imWimbachtal,Friedergries und amFernpass als größter Spirkenwald Österreichs) vor. Im Jura besiedelt sie Höhenlagen von 500 bis 1700 Metern und imWallis von 900 bis 2300 Metern. Die Spirke bildet teilweise ausgedehnte Reinbestände, wächst insbesondere in den unteren Lagen aber auch vergesellschaftet mitLärche,Arve undWaldkiefer.
Pinus mugo subsp.rotundataPinus mugo subsp.uncinata, Spirke als untypischer „natürlicherBonsai“
Pinus mugo(Link) Janch. & H.Neumayer subsp.rotundata, auch Moor-Bergkiefer oder Moor-Spirke genannt, steht imHabitus zwischen der Latsche und der Spirke. Je nach Standort ähnelt sie mit niederliegend-aufstrebenden Ästen ohne erkennbaren Hauptstamm der Leg-Föhre oder als aufrechter, oft mehrstämmiger Baum von 8 bis 10 Metern Wuchshöhe der Haken-Kiefer.[6]
Sie kommt in den Vogesen, im Schwarzwald, demAlpenvorland, demBayerischen Wald, Südböhmen, demFichtel- undErzgebirge sowie in derLausitz vor. Die Moor-Spirke ist Gehölz der montanen Stufe und wächst vorwiegend in Höhen zwischen 800 und 1200 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt sie auf dem Windecksattel amGottesacker in eine Höhenlage von bis zu 1750 Metern auf.[7]
In Nordlagen, bei zu langer Schneebedeckung, wird die Latsche sehr durch den PilzHerpotrichia nigra (Schwarzer Schneeschimmel) geschädigt (schwärzliche, zusammengeklebte Nadelbüschel).
Die elastischen Äste sind dem winterlichen Schneedruck der Hochlagen angepasst.
DasHolz der Latsche ist hart und schwer spaltbar, d. h., es weist eine gute Querfestigkeit aufund ist wenig elastisch. Aufgrund seines Harzgehaltes verströmt es Harzgeruch. Es hat einen rötlichen Kern, der unter Lichteinfluss nachdunkelt sowie einenSplint, der 2 bis 4 Zentimeter breit und gelblich-weiß ist. Weiter typisch sind die seifige Oberfläche und relativ große Äste von dunkelbrauner Farbe.
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Die Verwendung des Holzes ist ähnlich wie bei derWaldkiefer.Da die Stämme und Äste nicht sehr dick werden, sind sie allenfalls als Drechsler- und Schnitzholz verwertbar sowie für einfache Möbel, als Hobelware im Innen- und Außenbau und im Fensterbau. Frisch geschnitten ist der Splint allerdings sehr anfällig auf Bläuepilze.
Aus frischen Nadeln, Zweigspitzen und Ästen gewinnt manLatschenkiefernöl für kosmetische Produkte. In derBrennerei wird das Öl mittelsWasserdampfdestillation gewonnen. Als fertiges Latschenkiefernölkann es naturrein abgefüllt und zum Verkauf angeboten werden. Es dient zur äußerlichen sowie innerlichen Anwendung beiKatarrhen der oberen und unteren Atemwege. In medizinischen Bädern wird es zur unterstützenden Behandlung bei Erkrankungen desrheumatischen Formenkreises im nichtakuten Stadium eingesetzt.
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Pinus mugo (Bergföhre) – breit kegelförmiger Wuchs, 4 bis 5 m hoch, vielseitig verwendbar, auch für Sichtschutz
Pinus mugo ‘Alpenzwerg’ – kegelförmiger, kompakter, langsamer Wuchs, bis 1,5 m hoch, für Tröge und kleine Gärten
Pinus mugo ‘Carsten’ – kompakt, bis 3 m hoch und bis 6 m breit, Nadeln sind gelb bis hellgrün
Pinus mugo ‘Gnom’ – dichtverzweigte, aufrecht und langsam wachsende Form, bis 3 m hoch und bis 2 m breit, Nadeln dicht gedrängt, dunkelgrün
Pinus mugo ‘Henry’ – ausgesprochen zwergiger und langsamer Wuchs, dicht und kugelig, bis 40 Zentimeter hoch und 50 Zentimeter breit, sehr kurze Abstände zwischen den Verzweigungen, Jahreszuwachs nur 1 bis 3 Zentimeter, für kleinste Raumverhältnisse
Pinus mugo ‘Humpy’ – breit kissenförmiger, dichter Wuchs, bis 30 Zentimeter hoch und 100 Zentimeter breit, sehr kurze, dicht gedrängte, grau-grüne Nadeln, für kleine Raumverhältnisse
Pinus mugo ‘Mops’ – kugeliger Wuchs, bis 1,5 m hoch, langsam wachsend, Nadeln sind dunkelgrün, für Tröge gut geeignet,
Pinus mugo ‘Mini Mops’ – Zwergform, flach, bis 50 Zentimeter hoch und bis 1 m breit, sehr langsam wachsend
Pinus mugo mughus (Legföhre) – weniger stark, aber breiter wachsend als Pinus mugo, 2 bis 3 m hoch und breit, zur Abdeckung und als niedriger Sichtschutz
Pinus mugo pumilio (Kriechföhre) – dichter und langsamer Wuchs, zudem breit und niederliegend, bis 80 Zentimeter hoch und 150 Zentimeter breit, für kleine Räume
Pinus mugo ‘Wintergold’ – breiter buschiger Wuchs, bis 80 Zentimeter hoch und 120 Zentimeter breit, Nadeln im Sommer leicht gelb und im Winter schön goldgelb.
Johanna Graßmann, Renate Spitzenberger, Susanne Hippeli, Renate Vollmann, Erich F. Elstner:Ätherische Öle aus der Latschenkiefer. In:Naturwissenschaftliche Rundschau, Band 55, Nr. 3, 2005,ISSN0028-1050, S. 127–133.
Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer:Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.:Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994,ISBN 3-8001-3461-6.
Ulrich Hecker:Bäume und Sträucher. 2. Auflage, blv, München 2012,ISBN 978-3-8354-0941-5.
↑Erich Oberdorfer:Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001,ISBN 3-8001-3131-5,S.94–95.