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Landkreis Schweinfurt

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WappenDeutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten:50° 1′ N,10° 16′ O50.0210.26Koordinaten:50° 1′ N,10° 16′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Unterfranken
Verwaltungssitz:Schweinfurt
Fläche:841,4 km²
Einwohner:113.977 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:135 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen:SW,GEO
Kreisschlüssel:09 6 78
NUTS:DE26B
Kreisgliederung:29Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Schrammstraße 1
97421 Schweinfurt
Website:landkreis-schweinfurt.de
Landrat:Florian Töpper (SPD)
Lage des Landkreises Schweinfurt in Bayern
Karte
Karte
Schloss Werneck vonBalthasar Neumann
mit Teich und Englischem Garten
Heidenfeld mitKloster Maria Hilf
Kloster St. Ludwig mitMain-Fähre beiWipfeld, dahinterLindach mit seinen Obstplantagen

DerLandkreis Schweinfurt liegt in der östlichen Hälfte desbayerischenRegierungsbezirks Unterfranken und umgibt vollständig diekreisfreie StadtSchweinfurt, die Sitz desLandratsamtes ist. Der Landkreis ist Mitglied derRegiopolregionMainfranken.

Der Landkreis Schweinfurt besitzt ein reiches (prä)historisches Erbe, gilt als „Deutschlands Kräutergärtlein“ (Meßmer), ist drittgrößter WeinlandkreisFrankens und ein Zentrum von fränkischem Brauchtum und fränkischer Tracht (Plantanz). 2016 wurden dieSennfelder und Gochsheimer Friedensfeste von derDeutschen UNESCO-Kommission in dasBundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.[2]

Der Landkreis ist, mit Ausnahme des Gebietes südlich von Schweinfurt, nahezu frei von Industrie und Großgewerbe. Am 2015 abgeschaltetenKernkraftwerk Grafenrheinfeld liegt ein national bedeutender Stromleitungsknoten. Der Landkreis Schweinfurt hat die höchste Dichte an privaten Autos Bayerns mit 658 Privat-Pkw pro 1000 Einwohnern (2022).[3] Im Innenbereich desKragenlandkreises liegt der SchweinfurterSpeckgürtel. Im Außenbereich dominieren Land- und Forstwirtschaft, mit weithin intakter Landschaft und Ausflugsgebieten.

Geographie

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Lage

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Der Landkreis Schweinfurt liegt in der MitteMainfrankens, in „Bayerns Deutscher Mitte“ und im Kernraum jeweils etwa 40 km von (im Uhrzeigersinn)Baden-Württemberg,Hessen undThüringen entfernt. Das zentrale Fließgewässer ist derMain. Er kommt von Osten, ändert inSchweinfurt seine Laufrichtung nach Süden und bildet von dort an dasMaindreieck.

Der höchste Berg des Landkreises ist der Laubhügel in denHaßbergen mit504 m ü. NHN und der zweithöchste derZabelstein imSteigerwald mit489 m ü. NHN; der tiefste Punkt liegt in der Nähe vonStammheim auf ca.195 m ü. NHN. Die höchstgelegene Ortschaft istHoppachshof mit403 m ü. NHN.[4] Das größte stehende Gewässer Unterfrankens, derEllertshäuser See, befindet sich im Nordosten des Landkreises.

Der Landkreis wird vonMittelgebirgen mitNaturparks und von Wäldernrautenförmig umgeben, mit derVorrhön im Nordwesten, den Haßbergen im Nordosten, dem Steigerwald im Südosten und demGramschatzer Wald im Südwesten.

Nachbarkreise

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Die Nachbarkreise liegen alle inBayern und mit Ausnahme des Landkreises Bamberg (Oberfranken) alle inUnterfranken.

Landkreis Bad KissingenLandkreis Rhön-Grabfeld
Landkreis Main-SpessartKompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtLandkreis Haßberge
Landkreis WürzburgLandkreis KitzingenLandkreis Bamberg

Wichtige Orte

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Stadtlauringen: Amtskellerei mit Fürstenbau und Schüttbau

Die einzige ehemaligeKreisstadt und zugleich einzige Stadt des Landkreises Schweinfurt istGerolzhofen mit 6.860 Einwohnern. Die größte Kommune des Landkreises ist derMarktWerneck mit 10.146 Einwohnern (Stand jeweils 31. Dezember 2022). Der MarktStadtlauringen mit kleinstädtischem Gepräge um den historischen Marktplatz ist zentraler Ort für den nördlichen Landkreis.

Obwohl die meisten Vorortgemeinden um die kreisfreie StadtSchweinfurt mehr oder nur etwas weniger Einwohner als Gerolzhofen haben, besitzen sie weder zentrale Funktionen noch urbanen Charakter.

Geologie

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TriassischeSedimentgesteine undquartäreLockersedimente bilden den geologischen Untergrund des Landkreises Schweinfurt. Über denKalksteinen,Dolomiten undMergeln desMuschelkalks liegen die Gesteine desUnterkeupers und desGipskeupers, die überwiegendtonig-mergelig mit wenigen Kalk- undSandsteinlagen sind. DieSchichtstufe von Steigerwald und den Haßbergen wird aus Sandsteinkeuper gebildet.[5][6] Im Bereich der großen Flusstäler, insbesondere des Mains, befinden sich Schotter und Sande, die bei der Laufveränderungen während der Einschneidung im Quartär abgelagert wurden. Südöstlich des Mainbogens liegen Flugsande. In den flacheren Lagen westlich und nördlich des Mains liegtLöss.[5]

Hydrologie

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Der Landkreis liegt an der Peripherie der bayerischen SchwerpunktregionWürzburgAnsbach mitnitratbelastetemGrundwasser infolge intensiverLandwirtschaft.[7]

Klima

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Typisches Kennzeichen ist der relativ geringeNiederschlag mit knapp über 600 mm pro Jahr durch die Lage des Landkreises östlich des LandrückensRhönSpessart, auf derLeeseite.

Das Klima ist zweigeteilt. DieSchweinfurter Rhön ist vergleichsweise sommerkühl und winterkalt. Bis in die Nachkriegsjahrzehnte fiel mitunter viel Schnee. Auch in den übrigen Bereichen des Landkreises können dieWinter sehr kalt und trocken ausfallen. Aber durch die für bayerische Verhältnisse niedrige Seehöhe sind die Übergangszeiten mild und die Sommer warm bis heiß. Während in den höher gelegenen RegionenSüddeutschlands derFrühling spät einzieht und infolge derKlimaerwärmung heute relativ schnell in denSommer übergeht, zieht das Frühjahr imSchweinfurter Becken bald ein und ist sehr ausgeprägt. Das führt zur frühen Obstblüte, vielfältigerFlora und guten klimatischen Bedingungen fürSpargelanbau und Weinbau (siehe:Weinbau).

ImKontinentalitätsgrad liegt das örtliche Klima im Übergangsbereich zwischenSeeklima undKontinentalklima. Dieses bereits gemäßigte Kontinentalklima, im Dreiklang mit geringem Niederschlag, kalten Wintern und warmen Sommern, kommt sonst inWestdeutschland nirgends vor, ist aber inOstdeutschland weit verbreitet. Der Spessart bildet dieKlimascheide zum maritimen Klima.

Naturräumliche Gliederung

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Der Landkreis Schweinfurt gehört zu achtNaturräumlichen Haupteinheiten:

Blick vomSteigerwald (Zabelstein) über dasSteigerwaldvorland und dasSchweinfurter Becken zumHesselbacher Waldland (am Horizont rechts)
  • der mittlere Teil des Landkreises liegt im zum Teil brettflachenSchweinfurter Becken (Haupteinheit 136),
  • nordöstlich des Schweinfurter Beckens liegen nahezu übergangslos die welligenWern-Lauer-Platten (135),
  • im Nordosten liegt dasHesselbacher Waldland (139) (auch:Schweinfurter Rhön),
  • im äußeren Nordosten liegen flachwellige südlichen Ausläufer desGrabfelds (1381),
  • im äußersten Nordosten hat der Landkreis einen kleinen Anteil an denHaßbergen (116),
  • der Südosten des Schweinfurter Beckens grenzt mit fließenden Übergang an das flachwelligeSteigerwaldvorland (137),
  • südöstlich des Steigerwaldvorlandes hat der Landkreis Anteil amSteigerwald (115),
  • der Taleinschnitt des Mains abWipfeld nach Süden gehört bereits zum NaturraumMittleres Maintal (133),[8]

Mittleres Maintal (133),Wern-Lauer-Platten (135),Schweinfurter Becken (136),Steigerwaldvorland (137),Grabfeldgau (138) undHesselbacher Waldland (139) gehören zu denMainfränkischen Platten (Haupteinheitengruppe 13). Alle acht Haupteinheiten gehören zumSchichtstufenland beiderseits desOberrheingrabens (Großregion 1. Ordnung 07-23), das sich vomPariser Becken bis nachFranken hinzieht.

Landschaften

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Der Landkreis Schweinfurt im KernMainfrankens bildet einenMikrokosmos, mit landschaftlicher Vielfalt auf kleinem Raum und zwei unterschiedlichen Klimazonen, trotz nur mäßiger Höhenunterschiede von maximal 300 Metern. Der Landkreis wird durch vier Landschaften klar strukturiert.[9]

Schweinfurter Rhön

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Hauptartikel:Schweinfurter Rhön
Schweinfurter Rhön. Jeusinggrund beiZell

DieLandschaft Schweinfurter Rhön ist identisch mit demNaturraum Hesselbacher Waldland (bis421 m ü. NHN). Die grüne Lunge des Landkreises ist das wichtigsteNaherholungsgebiet Schweinfurts (siehe:Wandern,Segeln undGolf). In den Nachkriegsjahrzehnten wurde hier auch im kleineren Maße Wintersport betrieben.

Schweinfurter Becken

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Hauptartikel:Schweinfurter Becken

Das Schweinfurter Becken ist das sommerheiße und wintermilde Tiefland im Südosten des Landkreises, das bis unter200 m ü. NHN reicht. Es wird vonSonderkulturen geprägt und istDeutschlands Kräutergärtlein (siehe:Landwirtschaft). In denSulzheimer Gipshügeln wachsen Steppenpflanzen, die erst wieder in derUngarischen Tiefebene vorkommen.

Steigerwaldvorland

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Hauptartikel:Steigerwaldvorland

Der Landkreis Schweinfurt hat im äußeren Südosten, zwischen Schweinfurter Becken undSteigerwald, Anteil am nördlichen Bereich des Steigerwaldvorlandes, mit dem HauptortGerolzhofen. Die nach dem Maintal zweitgrößte Weinregion des Landkreises, entlang des Steigerwaldtraufes, blieb weitgehend ursprünglich und ist eine der sommerheißesten und trockensten Gegenden Deutschlands (siehe:Weinbau).

Schweinfurter Gauland

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Blick in die Kornkammer des Landkreises beiObbach 1863

DasSchweinfurter Gauland gehört zum NaturraumWern-Lauer-Platten. Es liegt westlich des Mains sowie um und westlich des oberenWerntals, ist ein hügeliges Ackerland und die Kornkammer des Landkreises (siehe:Landwirtschaft). Weshalb in historischer Zeit die dortigen Dörfer die reichsten Mainfrankens waren.[10][11]

Geschichte

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Vorgeschichte

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Der Schweinfurter Raum mit seinen fruchtbaren Böden ist reich anvor- und frühgeschichtlichen Zeugnissen.Schwanfeld gilt als ältestes Dorf Deutschlands, auch wenn eine durchgehende Besiedlung von den ersten Funden 5500 vor Christus aus derbandkeramischen Zeit bis heute nicht nachgewiesen ist. InDittelbrunn ist ein Fund aus derMittelsteinzeit (um 10000 v. Chr.) belegt und inHambach sind Funde aus derJungsteinzeit (etwa 4000 vor Chr.), derUrnenfelderkultur (etwa 1200 v. Chr.), derHallstattzeit (etwa 700 bis 400 v. Chr.) und derLa-Tène-Zeit (etwa 450 v. Chr.) nachgewiesen (sieheDittelbrunn, Vorgeschichte).

Frühes Mittelalter

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Grabhaus vonZeuzleben
(heute inBad Windsheim)

Ausgrabungen aus derMerowingerzeit wurden auf demGräberfeld von Zeuzleben und ausottonischen Zeit inGeldersheim an derKirchenburg durchgeführt. Mehrere Dörfer wurden bereits im 8. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt:

Im frühen Mittelalter erstreckte sich der ostfränkische GauGrabfeld, dessen Gaugrafen seit 819 urkundlich belegt sind, von der Rhön bis herunter in den Raum von Schweinfurt und Geldersheim.

Spätes Mittelalter

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Reichsstadt Schweinfurt mit umliegenden Territorien bis 1802, mit Westtangente der Chaussee Würzburg-Meiningen (1796)

1437[12] kaufte der Rat derReichsstadt Schweinfurt vomDeutschen Orden die Ortschaften im heutigen Landkreis,Zell,Weipoltshausen, den WeilerOttenhausen und den HofThomashof. 1620 kam noch das DorfMadenhausen zur Reichsstadt (alles in dunkelgelber Fläche auf nebenstehender Karte). Die Einwohner dieser Orte waren Untertanen der Reichsstadt, besaßen jedoch in der Regel kein Bürgerrecht. Zudem lagen im heutigen Landkreis um die Reichsstadt Schweinfurt die ReichsdörferSennfeld undGochsheim (hellgelb) und dieReichsritterschaftenSchwebheim,Niederwerrn,Euerbach undObbach (braun). All die genannten Territorien schlossen sich derReformation an und wurdenprotestantisch.

Chaussee Würzburg–Meiningen

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Durch den heutigen Landkreis führte eine bedeutende überregionale Nord-Süd-Verbindung durch dieFurt bei Schweinfurt und denMain. DieseAltstraße ist bereits in derRompilgerweg-Beschreibung derAnnales Stadenses aus dem13. Jahrhundert enthalten. Die Straße war auch eine wichtige Hauptachse für dasHochstift Würzburg, die jedoch im mittleren Bereich um Schweinfurt durch protestantische Territorien führte. Deshalb entstand ab etwa 1780 bis 1796 westlich dieser alten Straße eineChaussee vonWürzburg nachMeiningen ausschließlich durch das Hochstift. Sie führt zwischenEßleben undPfersdorf auf 27 km durch den heutigen westlichen Landkreis Schweinfurt. Die Straße wurde ingenieurmäßig ähnlich einer modernen Schnellstraße auf einer völlig neuen Linienführung geplant, unter Umgehung zahlreicher Dörfer, mit langen, schnurgeraden Abschnitten und wenigen kurzen, dazwischenliegenden Kurven, nach demselben Prinzip der Linienführung wie die späterenReichsautobahnen. Zudem wurden die langen Geraden so ausgerichtet, dass sie öfters exakt auf Kirchtürme von Ortschaften und die Türme desSchlosses Werneck führten[13] (siehe nebenstehende Karte zur Reichsstadt Schweinfurt).

Die Sommerresidenz der Fürstbischöfe Schloss Werneck wurde kurz zuvor, 1733 bis 1745, unweit von Schweinfurt an dieser Verbindung errichtet. Der Standort an der Stelle einer niedergebrannten Burg wurde aus strategischen Gründen gewählt. Diese waldlose Gegend, in der intensiver Ackerbau betrieben wird, eignete sich eigentlich nicht als Ort für eine Sommerresidenz oder ein Jagdschloss.

Die Straße wurde später ein Abschnitt derReichsstraße 19 vonEisenach zumKleinen Walsertal und ging danach in der verkürztenBundesstraße 19 auf. Mit dem Bau derA 71 von Schweinfurt nachErfurt wurde die Bundesstraße im Raum Schweinfurt bedeutungslos und teilweise zurKreisstraße zurückgestuft. Der kulturelle Wert der Chaussee Würzburg–Meiningen wurde bis heute (2016) allgemein nicht wahrgenommen, bei den modernen Ausbauten der Straße fand er kaum Beachtung und sie gilt bislang nicht alsKulturerbe.

Ab 1800

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Landgerichte

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Der Großteil des Kreisgebietes gehörte vor 1800 zu den ÄmternWerneck undMainberg desHochstifts Würzburg. Nach dem erstmaligen Übergang an Bayern wurden 1804 dieLandgerichte Schweinfurt,Werneck undGerolzhofen gebildet. Diese Landgerichte gehörten ab 1806 zumGroßherzogtum Würzburg und gingen mit diesem 1814 endgültig an Bayern über. Seitdem gehörten die drei Landgerichte zumMainkreis, ab 1817 zumUntermainkreis, der 1838 inUnterfranken und Aschaffenburg (später nur nochUnterfranken) umbenannt wurde.

Bezirksämter

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Im Jahr 1862 wurde aus den Landgerichten Schweinfurt und Werneck das Bezirksamt Schweinfurt[14] und aus den Landgerichten Gerolzhofen und Wiesentheid dasBezirksamt Gerolzhofen gebildet. Das letztgenannte wurde 1872 um einige Gemeinden des aufgelöstenBezirksamts Volkach vergrößert.

Am 10. März 1871 trat das Bezirksamt Karlstadt die GemeindeBrebersdorf an das Bezirksamt Schweinfurt ab.

Am 1. Dezember 1919 wurde die GemeindeOberndorf in die Stadt Schweinfurt umgegliedert.

Landkreise

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Am 1. Januar 1939 wurde wie überall imDeutschen Reich die BezeichnungLandkreis eingeführt.[15] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Gerolzhofen und Schweinfurt.

Gerolzhofen, Kreisstadt bis 1972; im Hintergrund der Steigerwald

Landkreis Schweinfurt

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Im Rahmen derGebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 der Landkreis Schweinfurt um den Großteil desLandkreises Gerolzhofen, sechs Gemeinden desLandkreises Karlstadt, die GemeindenGreßthal undWasserlosen desLandkreises Hammelburg, das gemeindefreie Gebiet Jeusing desLandkreises Bad Kissingen und neun Gemeinden desLandkreises Hofheim in Unterfranken auf seine heutige Ausdehnung vergrößert. Der Rest des Landkreises Gerolzhofen kam zum vergrößertenLandkreis Kitzingen bzw.Landkreis Würzburg. Kreissitz des Landkreises Schweinfurt blieb diekreisfreie Stadt Schweinfurt, in die, im Gegensatz zu nahezu allen anderen bayerischen kreisfreien Städten, keine Vororte aus dem Landkreis eingemeindet wurden.

Wüstungen

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MehrereWüstungen befinden sich auf dem Gebiet des Landkreises.Jeusungen wurde 791 erstmals urkundlich erwähnt,Sahermor 1114 undLauerbach im Jahre 1302. Während zumSenftenhof, der vermutlich beiderseits der Grenze zwischenSchweinfurt und dem heutigen Landkreis lag, zumBrönnhof und zuWeipoltsdorf keine Erstdatierungen bekannt sind.

Bevölkerung

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Einwohnerstatistik

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Bevölkerungspyramide für den Kreis Schweinfurt (Datenquelle: Zensus 2011[16].)

Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis Schweinfurt um über 9.300 Einwohner bzw. um rund 9 %. Ab 2002 war die Tendenz nach einem Höchststand von rund 117.000 Einwohnern rückläufig und 2018 wieder ansteigend. Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl des Landkreises von 104.691 auf 115.106 um 10.415 Einwohner bzw. um 10 %. Die höchsten Zuwächse verzeichnen in diesem Zeitraum Gemeinden um die kreisfreie Stadt Schweinfurt mit bis zu 28 % (Schwebheim).

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987:

Bevölkerungsentwicklung
Jahr18401900193919501961197019871991199520002005201020152020
Einwohner45.74050.92466.97885.33087.58298.100103.697109.297113.858116.569115.924113.003114.813115.652

Konfessionsstatistik

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Laut der Volkszählung 1987 waren 78,4 %römisch-katholisch, 19,1 % der Einwohnerevangelisch und 2,5 % gehörten einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Laut der Zensus 2011 waren 67,8 % der Einwohner römisch-katholisch, 18,8 % evangelisch und 13,4 % gehörten einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[17] Im Dezember 2019 waren 60,8 % (70.036 der 115.238 Einwohner) römisch-katholisch.[18][19]

Politik

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Kreistag

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Die Kommunalwahlen 2002,2008,2014 und2020 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Kreistag:[20][21]

Kreistagswahl 2020
Wahlbeteiligung: 66,7 % (+3,2 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,7
17,9
15,8
14,1
6,2
2,3
1,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−8,5
−0,6
+0,7
+4,0
+6,2
−1,5
−0,3
Sitzverteilung im Kreistag
Schweinfurt seit 2020
       
Insgesamt 60 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften20202014200820021996
%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze
CSUChristlich-Soziale Union in Bayern41,72550,23049,33154,93452,332
SPDSPD Bayern17,91118,51117,01021,11322,314
FWFreie Wähler Bayern15,81015,10914,00811,70710,806
GrüneGrüne Bayern14,10810,106000000
AfDAfD Bayern6,20400000000
LinkeDie Linke Bayern2,3013,8025,2030000
FDPFDP Bayern1,9012,202000000
Grüne/AB/OLGrüne Bayern/Aktive BürgerInnen/Offene Liste00007,8040000
FDP/FBFDP Bayern/Freie Bürger00003,4023,2012,701
REPDie Republikaner00003,2023,3023,702
Grüne/OLGrüne Bayern/Offene Liste0000005,8038,105
gesamt99,96099,96099,960100,06099,960
Wahlbeteiligung66,7 %63,5 %65,5 %69,6 %76,4 %

Bezirksamtsvorstände (bis 1938) und Landräte (ab 1939)

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Der Landkreis Schweinfurt ist seit denbayerischen Kommunalwahlen 2020 der einzig verbliebene bayerische Landkreis, in dem dieSPD denLandrat stellt.

Wappen

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Wappen des Landkreises Schweinfurt
Wappen des Landkreises Schweinfurt
Blasonierung: „Über rotem Schildfuß, darin drei silberne Spitzen, in Gold ein rot bewehrter, schwarzer Adler.“[23]
Wappenbegründung: Die drei silbernen Spitzen aus dem Hochstiftswappen (Fränkischer Rechen) erinnern daran, dass fast das gesamte Kreisgebiet zumHochstift Würzburg gehörte. Der Adler steht für die Gebiete, die früher zur Reichsstadt Schweinfurt gehörten sowie für die Reichsdörfer Sennfeld und Gochsheim. Er weist zugleich auf die einstigen Hoheitsrechte mehrerer reichsritterschaftlicher Geschlechter im Kreisgebiet hin.
Siehe auch:Liste der Wappen im Landkreis Schweinfurt

Kommunale Allianzen

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Gemeinden die vorwiegend im Kernbereich des Landkreises Schweinfurt liegen schlossen sich zunächst zu dreiKommunalen Allianzen zusammen. Später wurde der Landkreis durch eine vierte Allianz flächendeckend erfasst, wodurch die Allianzen identisch mit den vier Landschaften des Landkreises wurden (siehe:Landschaften). In beiden Fällen gehörten auch einige Gemeinden außerhalb des Landkreises Schweinfurt zu den Allianzen. Schließlich führte eine Umstrukturierung zur Schaffung einer fünften Allianz, die als einzige ihren Schwerpunkt außerhalb des Landkreises Schweinfurt hat.

Der Landkreis Schweinfurt und ein näheres Umfeld werden durch fünfILE-Regionen (IntegrierteLändlicheEntwicklung) aufgegliedert:[24]

Gemarkungen

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Hauptartikel:Liste der Gemarkungen im Landkreis Schweinfurt

Im Landkreis gibt es 116Gemarkungen, sechs davon sind gemeindeübergreifend.

Gemeinden

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Hauptartikel:Liste der Gemeinden im Landkreis Schweinfurt

(Einwohner am 31. Dezember 2024[25])

Stadt

  1. Gerolzhofen (6767)

Märkte

  1. Oberschwarzach (1423)
  2. Stadtlauringen (4149)
  3. Werneck (10.051)

WeitereGemeinden

  1. Bergrheinfeld (5276)
  2. Dingolshausen (1326)
  3. Dittelbrunn (7519)
  4. Donnersdorf (1955)
  5. Euerbach (2899)
  6. Frankenwinheim (979)
  7. Geldersheim (2524)
  8. Gochsheim (6093)
  9. Grafenrheinfeld (3435)
  10. Grettstadt (4251)
  11. Kolitzheim (5671)
  12. Lülsfeld (768)
  13. Michelau i.Steigerwald (1178)
  14. Niederwerrn (8331)
  15. Poppenhausen (4371)
  16. Röthlein (4444)
  17. Schonungen (7628)
  18. Schwanfeld (1749)
  19. Schwebheim (4103)
  20. Sennfeld (4212)
  21. Sulzheim (2020)
  22. Üchtelhausen (3762)
  23. Waigolshausen (2686)
  24. Wasserlosen (3425)
  25. Wipfeld (982)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Gerolzhofen (Stadt Gerolzhofen, Markt Oberschwarzach, Gemeinden Dingolshausen, Donnersdorf, Frankenwinheim, Lülsfeld, Michelau i.Steigerwald und Sulzheim)
  2. Schwanfeld (Gemeinden Schwanfeld und Wipfeld)

Gemeindefreie Gebiete (35,29 km²)

  1. Bürgerwald (8,04 km²)
  2. Geiersberg (0,79 km²)
  3. Hundelshausen (11,12 km²)
  4. Nonnenkloster (1,21 km²)
  5. Stollbergerforst (4,18 km²)
  6. Vollburg (1,46 km²)
  7. Wustvieler Forst (8,49 km²)

Gemeinden vor der Gebietsreform 1971/78

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Vor der Gebietsreform hatte der Landkreis Schweinfurt 64 Gemeinden (siehe Liste unten).[26] (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sindfett geschrieben):

Landkreis Schweinfurt, Gemeindegrenzenkarte von 1961
Gochsheim: größte Gemeinde des Landkreises vor der Gebietsreform
Frühere GemeindeHeutige GemeindeHeutiger Landkreis
AbersfeldSchonungenLandkreis Schweinfurt
BallingshausenStadtlauringenLandkreis Schweinfurt
BergrheinfeldBergrheinfeldLandkreis Schweinfurt
BrebersdorfWasserlosenLandkreis Schweinfurt
DittelbrunnDittelbrunnLandkreis Schweinfurt
DürrfeldGrettstadtLandkreis Schweinfurt
EbertshausenÜchtelhausenLandkreis Schweinfurt
EckartshausenWerneckLandkreis Schweinfurt
EgenhausenWerneckLandkreis Schweinfurt
EßlebenWerneckLandkreis Schweinfurt
EttlebenWerneckLandkreis Schweinfurt
EuerbachEuerbachLandkreis Schweinfurt
ForstSchonungenLandkreis Schweinfurt
GarstadtBergrheinfeldLandkreis Schweinfurt
GeldersheimGeldersheimLandkreis Schweinfurt
GochsheimGochsheimLandkreis Schweinfurt
GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldLandkreis Schweinfurt
GrettstadtGrettstadtLandkreis Schweinfurt
HainPoppenhausenLandkreis Schweinfurt
HambachDittelbrunnLandkreis Schweinfurt
HausenSchonungenLandkreis Schweinfurt
HeidenfeldRöthleinLandkreis Schweinfurt
HergolshausenWaigolshausenLandkreis Schweinfurt
HesselbachÜchtelhausenLandkreis Schweinfurt
HirschfeldRöthleinLandkreis Schweinfurt
HolzhausenDittelbrunnLandkreis Schweinfurt
KronungenPoppenhausenLandkreis Schweinfurt
KützbergPoppenhausenLandkreis Schweinfurt
LöffelsterzSchonungenLandkreis Schweinfurt
MadenhausenÜchtelhausenLandkreis Schweinfurt
MaibachPoppenhausenLandkreis Schweinfurt
MainbergSchonungenLandkreis Schweinfurt
MarktsteinachSchonungenLandkreis Schweinfurt
NiederwerrnNiederwerrnLandkreis Schweinfurt
ObbachEuerbachLandkreis Schweinfurt
ObereuerheimGrettstadtLandkreis Schweinfurt
OberwerrnNiederwerrnLandkreis Schweinfurt
PfändhausenDittelbrunnLandkreis Schweinfurt
PfersdorfPoppenhausenLandkreis Schweinfurt
PoppenhausenPoppenhausenLandkreis Schweinfurt
ReichmannshausenSchonungenLandkreis Schweinfurt
RöthleinRöthleinLandkreis Schweinfurt
RundelshausenWerneckLandkreis Schweinfurt
SchleeriethWerneckLandkreis Schweinfurt
SchnackenwerthWerneckLandkreis Schweinfurt
SchonungenSchonungenLandkreis Schweinfurt
SchraudenbachWerneckLandkreis Schweinfurt
SchwanfeldSchwanfeldLandkreis Schweinfurt
SchwebheimSchwebheimLandkreis Schweinfurt
SennfeldSennfeldLandkreis Schweinfurt
SömmersdorfEuerbachLandkreis Schweinfurt
StettbachWerneckLandkreis Schweinfurt
TheilheimWaigolshausenLandkreis Schweinfurt
ÜchtelhausenÜchtelhausenLandkreis Schweinfurt
UntereuerheimGrettstadtLandkreis Schweinfurt
VasbühlWerneckLandkreis Schweinfurt
WaigolshausenWaigolshausenLandkreis Schweinfurt
WaldsachsenSchonungenLandkreis Schweinfurt
WeipoltshausenÜchtelhausenLandkreis Schweinfurt
WerneckWerneckLandkreis Schweinfurt
WeyerGochsheimLandkreis Schweinfurt
WipfeldWipfeldLandkreis Schweinfurt
Zell bei SchweinfurtÜchtelhausenLandkreis Schweinfurt
ZeuzlebenWerneckLandkreis Schweinfurt

Wirtschaft und Infrastruktur

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Ansässige Unternehmen

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Der größte Arbeitgeber des Landkreises ist die SpeditionSchäflein. An zweiter Stelle folgtEdeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen, mit ihrem größten Logistikzentrum inGochsheim, mit rund 700 Beschäftigten.[27] Danach die FIS GmbH (SAP-Dienstleister), die mit ihren Tochtergesellschaften insgesamt über 600 Personen beschäftigt, davon rund 500 in Grafenrheinfeld (Stand: Ende 2016). Danach folgt Belectric, ein Unternehmen aus derSolarbranche mit 500 Beschäftigten, das 2011 aus dem Zusammenschluss der Beck Energy GmbH, der S&F Umwelttechnik GmbH und der Blitzstrom GmbH entstand. Die Beck Energy GmbH war beim Zusammenschluss mit 269 Megawatt Weltmarktführer im Bau von Solarkraftwerken auf Freiflächen.[28]

Zudem sind zahlreiche weitere bekannte oder größere Unternehmen im Landkreis vertreten, insbesondere derLogistik- und Lebensmittel-Branche, die meist unweit südlich des Schweinfurter Industriegebietes angesiedelt sind.

Kernkraftwerk Grafenrheinfeld bei Nacht, 2015 stillgelegt, seitdem Rückbau

DieHusqvarna-Deutschland-Zentrale wurde 2010 von Gochsheim nachUlm verlegt.[31]

Hercules wurde von der Winora Group Sennfeld 2014 anZEG verkauft.[32]

Stromleitungsknoten

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Einer der wichtigsten deutschen Leitungsknoten derHochspannungs-Gleichstrom-Übertragung am 2015 stillgelegtenKernkraftwerk Grafenrheinfeld bleibt bestehen und wird seit Anfang 2015 weiter ausgebaut, als ein Ende der geplante StromtrasseSuedlink, als erstes Großprojekt inErdverkabelung.[33][34][veraltet]

Siehe:Leitungsknoten Bergrheinfeld

Landwirtschaft

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Der Landkreis gehört zu den deutschen Kreisen mit der geringsten Viehdichte, mit unter 0,5 Großvieheinheiten (GVE) je Hektar.[35] Im Landkreis gibt es 1.200 Betriebe, mehr als die Hälfte werden im Nebenerwerb geführt. Die durchschnittliche Betriebsgröße steigt und beträgt rund 40 Hektar.[36] Der Landkreis besitzt sehr fruchtbare Böden und bildet mit hoher geografischer und klimatischer Vielfalt einen Mikrokosmos. Vier sehr unterschiedlich strukturierte Landschaften bieten auf kleinem Raum ein fast beispielloses Spektrum an Erzeugnissen (siehe auch:Die vier Landschaften).

DieSchweinfurter Rhön ist das Zentrum vonForstwirtschaft undJagd. In größeren Bächen gibt esBachforellen.

DasSchweinfurter Becken wird von Wiesen undSonderkulturen geprägt, mit den bekannten GemüsedörfernSennfeld undGochsheim. Hier ist deshalb auchLebensmittelindustrie angesiedelt (siehe:Ansässige Unternehmen). Im Landkreis wird auf 220 HektarFeldgemüse angebaut.[36] In beiden Dörfern undRöthlein wurden seit den 1980er Jahren größereGewächshäuser errichtet, auch für Blumen. Hier gibt es auch einigeKarpfenteiche und größere Spargelfelder. Der Landkreis Schweinfurt ist der zweitgrößteSpargel-Landkreis Unterfrankens,[37] auf 90 Hektar wird Spargel angebaut.[36] Im von Wiesen umgebenen TeedorfGrettstadt ist der Hauptsitz vonMeßmer Tee.Schwebheim gilt alsKräuterdorf. Im Landkreis werden auf 100 HektarHeil-, Duft- undGewürzpflanzen sowieKüchenkräuter angebaut.[36]

ImSteigerwaldvorland wird Weinbau betrieben (siehe:Weinbau). Der RaumLindach ist das Zentrum desObstbaus, mitBrennereien.

Das Schweinfurter Gauland istlößreich und die Kornkammer des Landkreises.[11] Hier gedeiht auchBraugerste hoher Qualität.

Weinbau

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Ursprünglich gebliebene Weinberge beiFalkenstein am Steigerwald

Der Landkreis Schweinfurt ist mit 350 Hektar Rebfläche[36] der drittgrößte Weinlandkreis desWeinbaugebietes Franken. Der größteWeinort des Landkreises istStammheim (Kolitzheim). Die bekanntesteWeinlage ist derWipfelder Zehntgraf. An der Kirchbergsteige inWipfeld befindet sich einer der ältesten Weinberge Deutschlands, der noch mit gemischtem Satz bepflanzt ist.

Dem Landkreis blieben, im Gegensatz zumKitzinger undWürzburger Raum, zum größten Teil dieFlurbereinigung der Weinberge und die Einführung vonGroßlagen imDeutschen Weingesetz erspart. Dadurch blieb hier die historische Wein-Kulturlandschaft weitgehend erhalten. Es wird auch kein Massenwein angebaut, weshalb die Weine überregional, beispielsweise inDiscountern, nicht erhältlich sind.

„Seine besten Lagen hat derMüller-Thurgau auf denGipskeuper-Böden südlich von Schweinfurt. Dies ist Weinfrankens heimeligste Ecke, ein weitgehend ursprünglich gebliebenes Bauernland […] Das Klima istkontinental: sengende Sonne wechselt mit grimmigen Frost.“[38]

Whisky-Brennerei

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Das Weingut und die Whisky-Brennerei Martin Mößlein inZeilitzheim destilliert seit 1996 fränkischen Whisky. Der Whisky-Guide 2011 zählt die Brennerei zu den Top 3 der besten Deutschen Whisky-Brennereien.[39]

Öffentliche Einrichtungen

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Schloss Craheim bei Wetzhausen

Tagungszentren

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Ausstellungszentren

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  • Steigerwaldzentrum Handthal[41]

Kliniken

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Werneck, links unten am Schloss der gläserne Operationssaal der Orthopädischen Klinik

Der Klinikhauptort des Landkreises, „einCluster der Gesundheitsbranche“,[42] istWerneck, mit drei Krankenhäusern und der (nach eigenen Angaben) größten Praxisklinik Frankens:

Zudem ist inGerolzhofen die Geomed-Klinik.

Das Psychiatrische Krankenhaus mit Psychiatrischem Museum im Schloss Werneck ist eine der ältestenpsychiatrischen Kliniken Deutschlands. Es wurde 1855 vonBernhard von Gudden eröffnet, dem Arzt, der 1886 zusammen mit dem KönigLudwig II. von Bayern imStarnberger See ertrank, nachdem er zuvor ein Gutachten verfasst hatte, das zur Absetzung des Königs führte.

Schulen

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Das Gymnasium des Landkreises, dasCeltis-Gymnasium, befindet sich in der kreisfreien Stadt Schweinfurt. Im Landkreis gibt es in Gerolzhofen eine gymnasiale Unter- und Mittelstufe der Außenstelle desFranken-Landschulheims Schloss Gaibach und die Ludwig-Derleth-Realschule.

Weiteres

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Das Kreisalten- und Pflegeheim befindet sich in Werneck.

Verkehr

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Der Landkreis Schweinfurt liegt zentral innerhalb des wiedervereinigten Deutschlands. Die Region befindet sich am Schnittpunkt zahlreicher Verkehrswege und ist sehr gut in den überregionalen Wirtschaftsraum eingebunden. Fast alle größeren Verkehrswege und Hochspannungsleitungen laufen relativ kompakt und landschaftsschonend im landschaftlich weniger reizvollen Raum im Südwesten des Landkreises, umWerneck und am 2015 abgeschaltetenKernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG), in Trassenbündeln zusammen. Dadurch werden die wertvollen Naturräume und Weinkulturlandschaften des Landkreises, im Gegensatz zum benachbartenLandkreis Würzburg, nicht durchschnitten.

Nahverkehr Mainfranken

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Hauptartikel:Nahverkehr Mainfranken

Der Nahverkehr Mainfranken (NVM) ist einVerkehrsverbund desÖffentlichen Personennahverkehrs für die gesamte Region Mainfranken. Dieser bietet einen Gemeinschaftstarif an, der nicht nur bei den örtlichen Busunternehmen, sondern auch auf den Bahnstrecken in Mainfranken gilt.

Schienenverkehr

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Bahnlinie Schweinfurt–Bamberg entlang desMains, bei Schweinfurt

Die von Bamberg mainabwärts führende staatlicheLudwigs-West-Bahn erreichte im Jahre 1852 die Stadt Schweinfurt und 1854 Würzburg. Schweinfurt wurde durch die hier 1871 nach Bad Kissingen abzweigende Strecke derBayerischen Staatseisenbahnen zum Bahnknoten. Diese Linie bekam 1874 einen Zweig nach Meiningen. In Waigolshausen geht seit 1879 von der Würzburger Bahn eine eingleisige Querverbindung, dieWerntalbahn, nach Gemünden ab, die heute überwiegend dem Güterverkehr dient und elektrifiziert worden ist. Der Gerolzhöfer Gau am Westrand des Steigerwaldes wurde 1893 durch eineNebenbahn Kitzingen–Gerolzhofen an das Eisenbahnnetz angeschlossen; sie führte seit 1903 bis Schweinfurt. Der Markt Stadtlauringen im Norden des Kreises war ab 1900 Endstation einerNebenbahn von Rottershausen. Der Personenverkehr in diesem Netz von nun 77 km Länge wurde um 33 km reduziert:

Seit 2004 verkehrt auf der Werntalbahn an Sonntagen, neuerdings auch an Samstagen, der sogenannteRadelzug Aschaffenburg–(Schweinfurt)–Bamberg. Seit 2015 verkehrt hier zudem an Wochenenden der Main-Spessart-Express Bamberg–Schweinfurt–Frankfurt (Main).

Im Landkreis befinden sich fünf Stationen für Personenzüge in Betrieb (Eßleben,Oberwerrn,Poppenhausen,Schonungen, Waigolshausen) und zudem ein Güterbahnhof imBergrheinfelder Industriegebiet. Der Bahnhof für Güterverladung in denConn Barracks wird seit dem Abzug derUS Army aus Schweinfurt 2014 nicht mehr genutzt (siehe:U.S. Army Garrison Schweinfurt).

Streit um Reaktivierung der Steigerwaldbahn

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Seit längerer Zeit gibt es Initiativen zur Reaktivierung desPersonenverkehrs auf der stillgelegtenBahnstrecke Kitzingen–Schweinfurt, der sogenanntenUnteren Steigerwaldbahn oder verkürztSteigerwaldbahn, die den gesamten südlichen Landkreis durchquert.[43] Anfang 2019 entbrannte schließlich ein heftiger, bis heute andauernder Streit, der zumPolitikum wurde. Im August 2019 wurde schließlich ein neues Konzept zur Reaktivierung vomVerkehrsplaner Robert Wittek-Brix vorgestellt. EinerRegionalstraßenbahn als Integralbahn, die aus RichtungKitzingen ab demBahnhof Schweinfurt Sennfeld in einem Ast auf der bestehenden Bahnstrecke zumSchweinfurter Hauptbahnhof fahren und in einem zweiten Ast viaSchweinfurter Innenstadt an dieBahnstrecke Schweinfurt–Meiningen angebunden werden würde.[44]

Siehe:Steigerwaldbahn, Geforderte Wiederinbetriebnahme

Straßenverkehr

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Die nachfolgende Liste gibt nur einen kurzen Überblick über den derzeitigen Stand.

Weiteres zur Geschichte und geplanten Neu- und Ausbauten siehe:Schweinfurt#Straßenverkehr undSchweinfurt#Lage

  • E45 (A 7) Sie führt von Nord nach Süd durch den westlichen Landkreis.
  • E48 (A 70) Sie führt von Schweinfurt nach Prag, beginnt amAutobahnkreuz Schweinfurt/Werneck und läuft von West nach Ost im Maintal durch den Landkreis.
  • A3 Sie verläuft unweit südlich des Landkreises und wird durch den Autobahnzubringer B 286 an den Landkreis angebunden.
  • A7 Sie führt durch das westliche Kreisgebiet.
  • A70 DieMaintalautobahn führt von Schweinfurt nachBayreuth.
  • A71 DieThüringerwaldautobahn führt von Schweinfurt nachErfurt.
  • B19 Sie läuft parallel zur A 71 von Nord nach Süd durch den westlichen Landkreis und wurde abschnittsweise zurückgestuft, da sie hier nur noch lokale Bedeutung besitzt.
  • B22 Sie durchquert den Landkreis am Südrand ein kurzes Stück.
  • B26 Sie verläuft von Ost nach West quer durch den Landkreis parallel zur A 70 und wurde in diesem Abschnitt deshalb größtenteils zurückgestuft.
  • B26a Sie beginnt amAutobahnkreuz Schweinfurt/Werneck und läuft ein kurzes Stück durch den Westrand des Landkreises parallel zur B 26 nachArnstein.
  • B26n Sie ist als neue Straße in Planung und soll vom Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck nach Südwesten zur A 3 führen.
  • B286 Sie durchquert den Landkreis von Nord nach Süd und verläuft nördlich von Schweinfurt parallel zur A 71.
  • B303 Sie beginnt an der A 7 und durchquert den Landkreis von West nach Ost.

2016 kam es an der A 7 bei Bauarbeiten des sechsstreifigen Neubaus derTalbrücke Schraudenbach zu einem Brückeneinsturz. Ein Bauarbeiter kam dabei ums Leben.

Siehe auch:Liste der Kreisstraßen im Landkreis Schweinfurt

Bundeswasserstraße

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Durch den Landkreis verläuft auf demMain eine wichtigeBundeswasserstraße, derRhein-Main-Donau-Kanal, der dieNordsee mit demSchwarzen Meer verbindet. Im Landkreis befindet sich an dieser Wasserstraße nur einSportboothafen beiGarstadt, einem Gemeindeteil vonBergrheinfeld. Ansonsten wird der Landkreis über dieSchweinfurter Häfen erreicht, mit drei Anlandungsstellen am Main, unter anderen fürFlusskreuzfahrtschiffe, zweiSchleusenvorhäfen, einemHafen und einem Sportboothafen.

Flugplätze

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Natur und Freizeit

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Stadt und Landkreis Schweinfurt haben im Jahr 2010 ihre touristischen Aktivitäten in einem Zweckverband zusammengeführt. In den Räumen im Erdgeschoss des alten Schweinfurter Rathauses Am Markt 1 residiert jetzt die gemeinsame TouristinfoSchweinfurt 360°.

Naturparks

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Der Landkreis hat Anteil an zweiNaturparks.

Naturpark Steigerwald

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Steigerwald: Blick von der Stollburg beiHandthal auf denSchwanberg im benachbartenLandkreis Kitzingen

Zum Landkreis Schweinfurt gehört an seinem südöstlichen Rand ein 15 km langer Abschnitt desSteigerwald-Hauptkamms, mit vorgelagerten kleinerenWeinbergen und kleinstenWeinorten einer der ursprünglichsten BereicheWeinfrankens (siehe auchWeinbau).

Seit 2008 gab es einen sieben Jahre langen Streit zwischen Naturschutz, Forstwirtschaft und Politik, ob Teile des SteigerwaldesNationalpark werden sollen oder nicht. Der Streit endete in einem Chaos, in dem selbst die Politik die Orientierung verlor. Erst das nicht mehr einzuhaltende Nominierungsdatum für ein angestrebtesUNESCO-Weltnaturerbe markierte das (vorläufige) Aus für das Projekt (sieheGeplanter Nationalpark Steigerwald). Im März 2016 entbrannte der Streit, der auch stark von wirtschaftlichen Erwartungen getragen wird, von Neuem zwischen Befürwortern eines Nationalparks Nord-Steigerwald und Gegnern, hinter denen der bayerische Innen-StaatssekretärGerhard Eck steht.[45] Seitdem stehen wieder die alten Fronten, der Steigerwald kommt nicht mehr zur Ruhe, die Situation ist vergiftet.

DerFreistaat Bayern griff vermittelnd durch zwei große Projekte in und umHandthal beiOberschwarzach ein. Dem Bau eines Millionen teurenSteigerwaldzentrums, einem Waldinformations-, Forschungs- und Tagungszentrum.[41] Und der Errichtung eines 1.150 m langen und bis zu 41 m hohenBaumwipfelpfades durch dieBayerischen Staatsforsten.[46]

Naturpark Haßberge

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Der Landkreis Schweinfurt hat in seiner Nordostecke einen sehr kleinen Anteil am NaturparkHaßberge. Es ist ein idyllisches, kleines, abgelegenes Mittelgebirge, „Land der Schlösser, Burgen und Ruinen“ genannt, von denen drei Schlösser im Landkreis Schweinfurt liegen (Birnfeld,Craheim,Wetzhausen) und alle anderen im benachbartenLandkreis Haßberge.

Schutzgebiete

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Vogelschutzgebiet beiGarstadt

Im Landkreis gibt es 20Naturschutzgebiete, 18Landschaftsschutzgebiete, insgesamt zwölf und zum Teil mit anderen Landkreisen überlappendeFFH-Gebiete und mindestens 18 vomBayerischen Landesamt für Umwelt ausgewieseneGeotope. Überregional bekannt ist derNaturwald Kleinengelein, welcher den ältesten Buchenbestand Deutschlands aufweist.

Siehe auch:

Hausener Felsensee

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Hausener Felsensee in einem stillgelegten Kalksteinbruch

Der 2,6 Hektar großeHausener Felsensee ist einGrundwassersee nördlich vonHausen, der nicht zugänglich und nur aus der Ferne einsehbar ist. Er wird an drei Seiten von steilen Abbruch-Felswänden umgeben und liegt in einem 1998 stillgelegtenKalksteinbruch amNaturschutzgebiet Hausener Talhänge.[47]

Radwege

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Vor allem das gut ausgeschilderte Radwegenetz gilt – neben den Weinaktivitäten – als wichtiger Eckpfeiler des Tourismus. Insgesamt finden Radfahrer im Schweinfurter Land das bestausgebaute Radwegenetz Unterfrankens mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen vor: 880 Kilometer führen quer durch das Schweinfurter Land – vomEllertshäuser See bis in denSteigerwald. Davon verlaufen über 150 Kilometer ausgebaute Radwege an Kreis-, Gemeinde-, Staats- und Bundesstraßen entlang. Infotafeln, Beschilderungen, Radwanderkarten und Radwanderführer stellen die Umsetzung das Radwanderwegkonzept des Landkreises dar: ausgewiesen sind 20 thematische Rundrouten mit ergänzenden Ortsverbindungen. Die unterfränkischen Radfernwege und die Radfernwege des Naturparks Steigerwald (z. B. Main-Steigerwald-Radweg) sind in das Radwanderwegenetz auf etwa 160 Kilometern einbezogen. Darüber hinaus gibt es noch die Fernradwanderwege wie z. B. denMain-Radweg oder denMain-Werra-Radweg.

Wandern

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Insbesondere dieSchweinfurter Rhön ist mit einem dichten Netz von Wanderwegen durchzogen, das am Schweinfurter Stadtrand beginnt und sich im Nordosten in Richtung derHaßberge fortsetzt. Besonders hervorzuheben sind der Wanderweg von Schweinfurt durch dasLandschaftsschutzgebietJeusinggrund, vorbei am neuenNationalen Naturerbe, demBrönnhof, nachMaßbach. Der Weg führt auf 15 km, bis in denLandkreis Bad Kissingen, nur durch eine Ortschaft,Zell. Ferner der 143 km langeFriedrich-Rückert-Wanderweg, der von seinem Geburtshaus amSchweinfurter Marktplatz quer durch die Schweinfurter Rhön nachNeuses bei Coburg führt.

Badeseen

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Ellertshäuser See

Der Landkreis verfügt über zahlreiche Badeseen und Strandbäder:

Segeln

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AmEllertshäuser See befinden sich Segel-Bootshäfen mehrerer Vereine.

Golf

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Öffentlicher 6-Loch-Golfplatz des Golf-Clubs Schweinfurt inLöffelsterz

Der Golfclub Schweinfurt betreibt inLöffelsterz eine 18-Loch-Anlage, einen öffentlichen 6-Loch-Kurzplatz und eine öffentlicheDriving Range.[48]

Die GolfakademieHoppachshof liegt 4 Kilometer weiter nordwestlich, mit einem öffentlichen 3-Loch-Platz mit Driving Range.[49]

Siehe auch:Golfclub Schweinfurt, Anlage in Löffelsterz

Kartfahren

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Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Kulturelle Veranstaltungen

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Sennfelder und Gochsheimer Friedensfeste

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Hauptartikel:Sennfelder und Gochsheimer Friedensfeste

DieSennfelder und Gochsheimer Friedensfeste, auchSennfelder und Gochsheimer Kirchweihen, in den GemeindenSennfeld undGochsheim gehen auf die Wiedererlangung derReichsfreiheit und der Rechte auf freie Ausübungprotestantischen Glaubens im Jahr 1649 zurück.[2] Beide Orte tragen den Titelehemals kaiserlich unmittelbares und freiesReichsdorf. 2016 wurden beide Feste von derDeutschen UNESCO-Kommission in dasBundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Bühne der Passionsspiele Sömmersdorf

Fränkische Passionsspiele Sömmersdorf

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Hauptartikel:Fränkische Passionsspiele Sömmersdorf

Alle fünf Jahre finden seit 1933 inSömmersdorf dieFränkischen Passionsspiele statt. Im 700 Einwohner zählenden Dorf wirken bei den Aufführungen 400 Menschen mit. Bis ins Jahr 2018 wurden die Passionsspiele von etwa 300.000 Zuschauern besucht. Im Dorf wurden ein Passionsmuseum und ein Passionsgarten eröffnet.

Weitere Veranstaltungen

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Eine außergewöhnliche Veranstaltung ist das Internationale Varieté Festival inSennfeld mit führenden internationalen Künstlern, das etwa alle drei Jahre stattfindet. 2006 kamen zu diesem Event, für das am Sennfelder See immer ein großes Zelt errichtet wird, 15.000 Besucher.

Im Juni und Juli finden die Wernecker Schlosskonzerte im Schlosspark statt.

Weithin bekannt sind die Kirchweihen der beiden ehemals kaiserlich unmittelbaren und freienReichsdörfer Sennfeld undGochsheim vor den Toren Schweinfurts, die gleichzeitig am ersten Sonntag und Montag im September stattfinden, auf die Wiedererlangung derReichsfreiheit 1649 zurückgehen und seitdem jedes Jahr mit traditionellenTrachten und demPlantanz als Symbol der wiedererlangten Reichsfreiheit gefeiert werden. Am Sonntag danach finden die „Nachkirchweihen“ statt.

Am ersten Sonntag im Oktober wird in Gochsheim dasErntedankfest mit großem Festzug und blumengeschmückten Wagen gefeiert.

Von Mai bis Oktober finden in vielen Gemeinden Wein- und Hofschoppenfeste statt.

Ferner finden in der KulturhalleGrafenrheinfeld kulturelle Veranstaltungen und Konzerte statt.[40]

Museen

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Hauptartikel:Liste der Museen im Landkreis Schweinfurt
Museum Stammheim

Orte mit Kirchenburgen

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Der Landkreis besitzt überdurchschnittlich vieleKirchenburgen. Sie finden sich in folgenden Orten:

Ortsbilder, Schlösser und Klöster

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  • Geldersheim, Gaden der Kirchenburg
    Geldersheim, Gaden der Kirchenburg
  • Gerolzhofen, Westfassade der Stadtpfarrkirche
    Gerolzhofen, Westfassade der Stadtpfarrkirche
  • Gochsheim, Gaden der Kirchenburg
    Gochsheim, Gaden der Kirchenburg
  • Grafenrheinfeld, Rokoko-Kirchplatz
    Grafenrheinfeld, Rokoko-Kirchplatz
  • Grettstadt, Barockkirche mit Stufenlinde
    Grettstadt, Barockkirche mit Stufenlinde
  • Schloss Mainberg
    Schloss Mainberg
  • Obbach, Schloss
    Obbach, Schloss
  • Oberschwarzach, Schloss mit Mariensäule
    Oberschwarzach, Schloss mit Mariensäule
  • Schloss Werneck: Vorhof mit Schlosskapelle
    Schloss Werneck: Vorhof mit Schlosskapelle
  • ebd.: Parkseite
    ebd.: Parkseite

Bildstöcke

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Hauptartikel:Bildstocklandschaft Franken

Die katholisch geprägten Gemeinden im Landkreis wurden seit derSpätgotik mit Bildstöcken und anderen Kleindenkmälern ausgestattet. Neben privater Frömmigkeit und der Errichtung als Wegmarken, bildete auch der Gegensatz zur protestantischen Reichsstadt Schweinfurt den Hauptgrund für die Errichtung der Martern. Besonders deutlich wurde der konfessionelle Konflikt bei der Aufstellung der sogenanntenMonolithbildstöcke, die zwischen 1520 und 1620 in Mode kamen.

Im 18. Jahrhundert differenzierten sich die Motive der Bildstöcke weiter aus. In ganz Franken entstanden eigene Typen, darunter der sogenannteKreuzschlepper als Freifigur des kreuztragenden Christus. Das Gebiet des heutigen Landkreises wurde ebenfalls Zentrum dieser Figuren, die meist auf einer Säule errichtet wurden.

Kfz-Kennzeichen

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Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das UnterscheidungszeichenSW zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. DieKennzeichenliberalisierung ermöglicht seit dem 10. Juli 2013 die Ausgabe des UnterscheidungszeichensGEO (Gerolzhofen).

Literatur

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  • Josef Schwarzmeier:Geologische Karte von Bayern 1:25.000 – Blatt Nr. 5927 Schweinfurt mit Erläuterungen. Bayerisches Geologisches Landesamt, München 1982.
  • Johannes Müller:Grundzüge der Naturgeographie von Unterfranken (=Fränkische Landschaft 1). Klett/Justus Perthes Verlag, Gotha 1996,ISBN 978-3-623-00500-3.
  • Mehrere Autoren:Landkreis Schweinfurt. Zwischen Steigerwald und Rhön – Bekanntes und Verborgenes. Echter Verlag, Würzburg 1998,ISBN 978-3-429-00957-1.
  • Ulrike Ratay:Reise durch Schweinfurt und das Schweinfurter Land – Ein Bildband mit über 190 Bildern (deutsch & englisch). Stürtz Verlag, Würzburg 2016,ISBN 978-3-8003-4178-8.
  • Mehrere Autoren:50 historische Wirtshäuser in Unterfranken. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2015,ISBN 978-3-7917-2710-3.
  • Freizeitkarte Landkreis Schweinfurt 1:75.000. Städte-Verlag E. v. Wagner & J. Mitterhuber, Fellbach 2016,ISBN 978-3-7381-0345-8.
  • Wanderkarte Landkreis Schweinfurt 1:50.000 – Blatt Nr. 87. Fritsch Landkartenverlag, Hof 2014,ISBN 978-3-86116-087-8.

Siehe auch

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Portal: Franken – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Franken

Weblinks

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Commons: Landkreis Schweinfurt – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis:Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu). 
  2. abBayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst: Immaterielles Kulturerbe. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. Dezember 2018; abgerufen am 11. Dezember 2018. 
  3. Donaukurier: Auto-Dichte: Wo in der Region die meisten privaten Pkw zugelassen sind. Abgerufen am 15. Januar 2025. 
  4. Kapelle in Ortsmitte, Höhenlinien interpoliert im BayernAtlas
  5. abBayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.):Geologische Karte von Bayern 1:500.000. 4., neubearb. Auflage. München 1996.
  6. Josef Schwarzmeier:Geologische Karte von Bayern 1:25.000 Blatt Nr. 5927 Schweinfurt mit Erläuterungen. Bayerisches Geologisches Landesamt, München 1982.
  7. Gisela Rauch: Zu viel Nitrat im Grundwasser. Main Post Würzburg, 25. Juni 2017; abgerufen am 29. März 2020. 
  8. Verschiedene Autoren:Geographische Landesaufnahme:Die naturräumlichen Einheiten in Einzelblättern 1:200.000. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1952–1994. →Online-Karten: Blatt 140: Schweinfurt (Brigitte Schwenzer 1968; 43 S.), Blatt 152: Würzburg (Horst Mensching, Günter Wagner 1963; 45 S.), Blatt 153: Bamberg (Karl Albert Habbe 2004, inMitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft 2003/2004. S. 55–102; 48 S.)
  9. Regierung von Unterfranken/Regionalmanagement Schweinfurter Land. Abgerufen am 25. Juli 2018. 
  10. Geldersheim: Vertriebene Pfarrer, verschwundene Altäre. mainpost.de, 24. Juli 2019; abgerufen am 6. August 2019. 
  11. abVereinsgemeinschaft Schnackenwerth/Historie. Abgerufen am 25. Juli 2019. 
  12. Informationsbroschüre Stadt Schweinfurt. Weka Info-Verlag, Mering 2002, S. 6.
  13. BayernAtlas, Historische Karte
  14. Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983,ISBN 3-406-09669-7,S. 570. 
  15. Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983,ISBN 3-406-09669-7,S. 97. 
  16. Archivierte Kopie (Memento desOriginals vom 22. September 2021 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ergebnisse2011.zensus2022.de Datenbank Zensus 2011, Kreis Schweinfurt, Alter und Geschlecht
  17. Landkreis Schweinfurt Religion,Zensus 2011.
  18. Im Schweinfurter Land wachsen 109 Kirchengemeinden zusammen, abgerufen am 27. Februar 2021
  19. Statistik Diözese Würzburg Dekanate Schweinfurt Nord 33.833 und Schweinfurt Süd mit 36.203 Einwohnern gibt 70.036 insgesamt, abgerufen am 16. April 2021
  20. Endgültiges Ergebnis der Kommunalwahl 2020 in Bayern. Abgerufen am 25. August 2025. 
  21. Bayern. Abgerufen am 25. August 2025. 
  22. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  23. Wappen desLandkreises Schweinfurt in der Datenbank desHauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 4. September 2017.
  24. Landratsamt Schweinfurt/Kommunale Allianzen. Abgerufen am 17. Januar 2025. 
  25. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis:Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu). 
  26. Michael Rademacher: Schweinfurt. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900 
  27. mainpost.de: Edeka-Logistikzentrum in Gochsheim: 25 Millionen Euro für neues Hochregallager, 2. August 2021. Abgerufen am 2. August 2021. 
  28. Beck Energy wird BELECTRIC (Memento vom 31. Oktober 2013 imInternet Archive). iwrpressedienst.de, 24. Februar 2011.
  29. FIS GmbH. Abgerufen am 14. Februar 2016. 
  30. Winora Group. Abgerufen am 29. März 2020. 
  31. Stefan Sauer: Ruhe sanft Husqvarna Gochsheim. Schweinfurter Tagblatt, 26. Oktober 2010; abgerufen am 29. März 2020. 
  32. Accell Group verkauft Hercules. TV Mainfranken, 3. Februar 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. Februar 2016; abgerufen am 14. Februar 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tvtouring.de 
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Landkreise und kreisfreie Städte imFreistaat Bayern
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