Landkreis Erding

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WappenDeutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten:48° 18′ N,12° 0′ O48.312Koordinaten:48° 18′ N,12° 0′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Oberbayern
Verwaltungssitz:Erding
Fläche:870,73 km2
Einwohner:139.547 (31. Dez. 2023)[1]
Bevölkerungsdichte:160 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen:ED
Kreisschlüssel:09 1 77
NUTS:DE21A
Kreisgliederung:26Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Alois-Schießl-Platz 2
85435 Erding
Website:www.landkreis-erding.de
Landrat:Martin Bayerstorfer (CSU)
Lage des Landkreises Erding in Bayern
Karte
Karte
Schrannenplatz in Erding
Im Erdinger Holzland bei Bockhorn
Landratsamt Erding

DerLandkreis Erding liegt im nordöstlichen Teil desRegierungsbezirkesOberbayern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

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Lage

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DerLandkreis Erding liegt etwa 30 Kilometer nordöstlich der LandeshauptstadtMünchen. Dazwischen liegt ein Streifen desLandkreises München.

Landschaftsformen

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Das Gebiet des Landkreises Erding ist landschaftlich-geografisch nicht klar begrenzbar. Man unterscheidet drei Landschaftsformen: Das tertiäreIsar-Inn-Hügelland im Norden und Osten imErdinger Holzland, das eiszeitliche Moränengebiet desGattergebirges im Süden und Südosten sowie dasErdinger Moos als Fortsetzung derMünchner Schotterebene. Hier befindet sich noch dasNaturschutzgebiet Viehlaßmoos.

Der Landkreis Erding liegt etwa zwischen 430 und 650 Metern über dem Meeresspiegel. Die mit 649 Metern höchste Erhebung befindet sich östlich von Lichtenweg in der Gemeinde Isen am südlichen Rand des Landkreises.

Nachbarkreise

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Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die LandkreiseFreising,Landshut,Mühldorf am Inn,Ebersberg undMünchen.

Geschichte

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Bis 1800

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Aus der Zeit um 7000 v. Chr. sind erste menschliche Spuren nachgewiesen; ca. 2000 v. Chr. entwickelte sich eine rege Siedlungstätigkeit. DieViehzucht überwog gegenüber demAckerbau.

Um 500 v. Chr. siedelten dieKelten im jetzigen Landkreis. Um etwa 15 v. Chr. verleibten sich dieRömer das Gebiet ein.

Die Römer hinterließen mehrere Straßenzüge, wie etwa den von Riegerau nach Langenpreising, der einen Teil der FernverbindungAugsburgRegensburg darstellt und den vom Chiemgau über Anzing, Altenerding, Langengeisling bis Berglern.

Im 5. Jahrhundert mussten die Römer den Germanen weichen und hinterließen Teile des römischen Straßennetzes. So gingen die Fernverbindungen Augsburg–Regensburg und die vom Chiemgau über Anzing, Altenerding, Langengeisling bis Berglern durch den heutigen Landkreis.Bevorzugte Siedlungsgebiete waren in der Zeit ab dem 6. Jahrhundert die Flusstäler von Sempt und Strogen.

Zur Sicherung der Verbindung zwischen den Hauptorten München undLandshut gegen dasHochstift Freising wurde 1228 die Stadt Erding als herzoglicher Stützpunkt gegründet. In der Teilung Bayerns von 1255 kamen die Gerichte Erding und Dorfen zu Niederbayern.

In den Jahren 1503 und 1504 verwüstete derLandshuter Erbfolgekrieg das Land. Eine schwere konfessionelle Krise erwuchs dem Land Mitte des 16. Jahrhunderts, als sich der reichsunmittelbareGraf von Haag aus dem Geschlecht derFraunberger, die in der Erdinger Gegend ihren Stammsitz hatten, derReformation anschloss. In den Jahren nach demDreißigjährigen Krieg gelangte die Erdinger Bevölkerung zu bedeutendem Wohlstand. DieHerrschaft Burgrain mit dem Markt Isen gehörte bis 1803 zum Hochstift Freising.

Landgerichte

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1803 wurde dasLandgericht Erding errichtet, das während der Reformen vonMontgelas ab 1808 zumIsarkreis und ab 1838 zum Kreis Oberbayern gehörte. Das Leben richtete sich vorrangig nach München hin aus. 1858 wurden für 19 Gemeinden des Landgerichtsbezirks Erding das eigenständigeLandgericht Dorfen errichtet.

Bezirksamt

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DasBezirksamt Erding wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss desLandgerichts älterer Ordnung Erding mit dem 1858 aus 19 Gemeinden des Landgerichtsbezirks Erding neu gebildeten Landgerichtsbezirks Dorfen gebildet.[2]

Zum 1. Januar 1880 traten die GemeindenFinsing,Niederneuching undOberneuching vomBezirksamt Ebersberg zum Bezirksamt Erding über.[3]

Am 1. Februar 1927 trat das Bezirksamt Erding die GemeindePfrombach ansBezirksamt Freising ab.

Am 1. Juli 1928 wurde das Bezirksamt Erding um die GemeindeOttenhofen desBezirksamtes Ebersberg vergrößert.

Landkreis

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Am 1. Januar 1939 wurde wie überall imDeutschen Reich die BezeichnungLandkreis eingeführt.[4] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Erding.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war geprägt von Wiederaufbau und Eingliederung von rund zehntausendHeimatvertriebenen.

1971 wurde Eugen Preuss vom Landkreis für seine Verdienste als Heimatforscher der Ehrenring verliehen. Jahrzehnte später wurde publiziert, dass Preuss ein „überzeugter Nationalsozialist“ gewesen sei. Preuss initiierte den Kreisverein und die Schriftenreihe zur Erdinger Geschichte.[5]

Bei derGebietsreform in Bayern kamen die Gemeinde Schwindkirchen aus demLandkreis Mühldorf am Inn sowie die GemeindenIsen,Mittbach,Sankt Wolfgang undSchiltern aus dem aufgelöstenLandkreis Wasserburg am Inn am 1. Juli 1972 zum Landkreis Erding hinzu.[6] Am 1. Mai 1978 wurde der GemeindeteilGoldach der GemeindeNotzing des Landkreises Erding nachHallbergmoos im Landkreis Freising umgemeindet. Damit erreichte der Landkreis Erding seine heutige Ausdehnung.

Am 17. Mai 1992 wurde der neueFlughafen München imErdinger Moos eröffnet. In der Folge kam es zu einem spürbaren Anwachsen der Bevölkerung, einer konstant niedrigen Arbeitslosenquote und der Ansiedlung neuer Betriebe.

Der Landkreis Erding hat eine Partnerschaft mit demfranzösischenBezirkBastia aufKorsika.

Am 23. September 2008 erhielt der Kreis den von derBundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Einwohnerstatistik

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Der Landkreis Erding gewann von 1988 bis 2008 rund 35.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um ca. 38 Prozent – die stärkste Bevölkerungszunahme eines Landkreises in Bayern im genannten Zeitraum. Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Landkreis von 90.944 auf 137.660 um 46.716 Einwohner bzw. um 51,4 %, dem bayerischen Spitzenwert; vor allem im westlichen Landkreis verdoppelten mehrere ehemals ländliche Gemeinden zwischen München und Erding in Nähe zum Flughafen ihre Einwohner im genannten Zeitraum nahezu.

Bevölkerungspyramide für den Kreis Erding (Datenquelle: Zensus 2011[7])

Die nachfolgenden Einwohnerzahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987:

StandEinwohner[8]
184033.656
187141.186
190046.900
192551.158
193954.360
195073.189
196172.699
197078.975
StandEinwohner[8]
198789.190
199197.048
1995104.509
2000115.939
2005123.094
2010127.011
2015133.747
2020138.891

Religion

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2011 waren von den damals 127.419 Landkreisbürgern 63,0 % (80.300) Katholiken. 2021 lebten im Kreis 139.622 Menschen, wovon 53,5 % (74.733), ein Sechstel weniger als noch zehn Jahre zuvor. Dieser Trend derKirchenferne nimmt immer mehr Fahrt auf. 2327 Einwohner (fast 2 % der Gesamtbevölkerung) sind im Jahr 2022 im Landkreis Erding ausgetreten - so viele wie noch nie.[9]

Politik

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Kreistagswahl 2020
Wahlbeteiligung: 64,24 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,17 %
18,86 %
17,05 %
8,13 %
7,8 %
4,27 %
2,41 %
1,31 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−6,93 %p
−0,44 %p
+6,85 %p
−4,37 %p
+7,8 %p
−0,43 %p
+0,11 %p
+1,31 %p

Kreistag

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DerKreistag besteht aus 60 Mitgliedern:[10]

Sitzverteilung im Kreistag nach der Wahl 2020
Partei / ListeSitze
CSU24
SPD5
FW11
GRÜNE10
ÖDP3
AfD5
FDP1
LINKE1
Gesamt60

Gewinner der Kreistagswahl 2020 waren dieGrünen mit 4 zusätzlichen Mandaten, Verlierer die CSU (− 4 Mandate) und die SPD (− 3 Mandate).[11]

Bezirksamtmänner/-oberamtmänner bis 1938, ab 1939 Landräte

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Martin Bayerstorfer gewann die Landrats-Stichwahl am 29. März 2020 mit 53,19 %. Im ersten Wahlgang konnte er sich zunächst nicht gegen Hans Schreiner durchsetzen, der als Gemeinschaftskandidat für Freie Wähler, Grüne und SPD 45,53 % erzielte und bis zur Kommunalwahl 2020 Bürgermeister vonBockhorn war.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaft

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Logo desErdinger Weißbräu

Der Landkreis Erding zeigt ein vorwiegend ländliches Bild, in dem sich Landwirtschaft, Handwerk und gewerblicher Mittelstand ergänzen. ImZukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Erding Platz 34 von 402 in Deutschland,[13] 2019 lag er auf Platz 60 von 401.[14]

Durch die Eröffnung des neuenFlughafens im Erdinger Moos im Jahre 1992 kam es zu einem spürbaren Anwachsen der Bevölkerung und der Ansiedlung neuer Betriebe.

Die BrauereiErdinger Weißbräu hat ihren Sitz in dem Landkreis.

Straßenverkehr

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Im Nordwesten durchquert dieA 92 von München überLandshut nachDeggendorf einen Teil des Landkreises und mit der Verkehrsfreigabe des TeilstücksForstinningPastetten am 31. August 2011 erreichte auch die lange Jahre umstrittene und bis in letzte Instanzen beklagteA 94 von München über Mühldorf nachPassau die südwestliche Region des Landkreises. Nach deren Verkehrsfreigabe am 1. Oktober 2019 führt diese in östlicher Richtung durch dasIsental weiter überLengdorf,Dorfen undSchwindkirchen in den Nachbarlandkreis Mühldorf am Inn.

Des Weiteren durchziehen zwei Bundesstraßen den Landkreis, dieB 15 Regensburg –HaagRosenheim in Nord-Süd-Richtung und dieB 388IsmaningEggenfelden – Passau –Wegscheid in west-östlicher Richtung. Die seit langem auch im östlichen Landkreis Erding diskutierte bzw. geplanteBundesstraße 15n, die letztlich Regensburg über Landshut mit Rosenheim verbinden soll, ist Gegenstand heftiger Diskussionen und derzeit südlich von Landshut nicht in Sicht. Dem Durchgangsverkehr im Landkreis dienen außerdem 10Staatsstraßen und 29Kreisstraßen.

Siehe auch:Liste der Kreisstraßen im Landkreis Erding

Schienenverkehr

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Die Verkehrsbelastung der Stadt Erding hat seit der Eröffnung des Flughafens massiv zugenommen. Der frühestens 2027[15] vollendete, seit Jahrzehnten geplanteErdinger Ringschluss in Kombination mit der Regionalbahn-Anbindung, durch die die Schienenanbindung des Flughafens München aus Ost- und Südbayern verbessert werden soll, soll hier Entlastung bringen.

Nahverkehr

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Im Landkreis Erding sind alle Bahnstrecken von derBayerischen Staatsbahn erbaut worden.

Seit 1871 durchquert ihn dieHauptbahn München–Simbach. An ihr liegen auf Landkreisgebiet die StationenHörlkofen,Walpertskirchen,Thann-Matzbach undDorfen. Die hier verkehrenden Züge erlauben eine schnelle Verbindung Richtung München, allerdings nur im Stundentakt, mit einzelnen zusätzlichen Zügen in derHauptverkehrszeit.

Von dieser Hauptstrecke zweigt inMarkt Schwaben im Landkreis Ebersberg dieStichbahn nach Erding ab. Sie wurde 1872 eröffnet und wird heute von der S-Bahnlinie S2 befahren. Im Landkreis liegen die Stationen Ottenhofen, St. Koloman, Aufhausen, Altenerding undErding. Die S2 gilt nicht zuletzt wegen ihres immer noch eingleisigen Abschnitts auf der eben genannten Stichbahn als Ärgernis für Berufspendler.[16]

Weitere Lokalbahnstrecken waren an die Hauptbahn angeschlossen:

Auf beiden, insgesamt 31 Kilometer langen, Bahnen wurde der Personenverkehr 1968 eingestellt.

Wappen und Flagge

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Das Wappen des Landkreises Erding wurde am 9. Oktober 1953 festgelegt und am 31. Oktober 1972 bestätigt.

Wappen des Landkreises Erding
Wappen des Landkreises Erding
Blasonierung: „Unter einemSchildhaupt mit denbayerischen Rauten in Silber ein aufspringendes, goldbewehrtes rotes Pferd.“[17]
Wappenbegründung: Das Ross im Wappen hat eine doppelte Bedeutung. Der Landkreis war lange Zeit der pferdereichste Bezirk Bayerns. Das springende Ross war ferner das Wappenzeichen derreichsunmittelbarenGrafschaft Haag, das auf das Siegel derGurren zu Haag in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückgeht – das StammschlossFraunberg ihrer gräflichen Nachfolger seit 1245 liegt im Landkreis Erding. Die Rauten beziehen sich auf das herzogliche Gericht Erding. Zu seinen Hauptorten zählte Wartenberg, das vor der Errichtung der landesherrlichen Residenzen Landshut und München ein Burgsitz der wittelsbachischen Grafen und späteren Herzöge gewesen war.

Neben dem Wappen führt der Landkreis eine Flagge mit den Farben Weiß-Rot-Gelb.

Gemeinden

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Aktuell

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Hauptartikel:Liste der Gemeinden im Landkreis Erding

(Einwohner am 31. Dezember 2023[18])

Städte:

  1. Dorfen (14.729)
  2. Erding,Große Kreisstadt (36.826)

WeitereGemeinden:

  1. Berglern (2978)
  2. Bockhorn (4046)
  3. Buch a.Buchrain (1647)
  4. Eitting (3029)
  5. Finsing (4735)
  6. Forstern (3708)
  7. Fraunberg (3867)
  8. Hohenpolding (1616)
  9. Inning a.Holz (1561)
  10. Kirchberg (1148)
  11. Langenpreising (2881)
  12. Lengdorf (2706)
  13. Moosinning (6098)
  14. Neuching (2763)
  15. Oberding (6342)
  16. Ottenhofen (1917)
  17. Pastetten (2836)
  18. Sankt Wolfgang (4556)
  19. Steinkirchen (1316)
  20. Taufkirchen (Vils) (10.551)
  21. Walpertskirchen (2161)
  22. Wörth (4354)

Märkte:

  1. Isen (5593)
  2. Wartenberg (5583)

Verwaltungsgemeinschaften:

  1. Hörlkofen (mit Sitz in Wörth; Mitgliedsgemeinden: Walpertskirchen und Wörth)
  2. Oberding (Gemeinden Eitting und Oberding)
  3. Oberneuching (mit Sitz in Neuching; Mitgliedsgemeinden: Neuching und Ottenhofen)
  4. Pastetten (Gemeinden Buch a.Buchrain und Pastetten)
  5. Steinkirchen (Gemeinden Hohenpolding, Inning a.Holz, Kirchberg und Steinkirchen)
  6. Wartenberg (Markt Wartenberg sowie Gemeinden Berglern und Langenpreising)

Gemeinden vor der Gebietsreform 1971/78

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Gemeinden im Landkreis Erding vor der Gebietsreform
Gemeinden im Landkreis Erding vor der Gebietsreform

Vor der Gebietsreform hatte der Landkreis Erding 47 Gemeinden (siehe Liste unten). Im Jahr 1900 waren es noch eine mehr. Pfrombach wurde 1927 in dasBezirksamt Freising umgegliedert. Die Gemeinde Hubenstein wurde am 1. Oktober 1925 nachMoosen (Vils) eingemeindet. Die GemeindeOttenhofen wurde 1928 vomBezirksamt Ebersberg in das Bezirksamt Erding umgegliedert.

Im Norden grenzte der Landkreis an denLandkreis Landshut, im Nordosten an denLandkreis Vilsbiburg, im Osten an denLandkreis Mühldorf am Inn, im Südosten an denLandkreis Wasserburg am Inn, im Süden an denLandkreis Ebersberg, im Westen an denLandkreis München und im Nordwesten an denLandkreis Freising.

Die Gemeinden des Landkreises Erding vor der Gemeindereform 1971/78:[19][20] (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sindfett geschrieben.)

Erding
Dorfen
Taufkirchen (Vils)
Oberding
Isen
Wartenberg
Sankt Wolfgang
frühere Gemeindeheutige Gemeindeheutiger Landkreis
AltenerdingErdingLandkreis Erding
AuerbachWartenbergLandkreis Erding
BerglernBerglernLandkreis Erding
BockhornBockhornLandkreis Erding
Buch am BuchrainBuch am BuchrainLandkreis Erding
Dorfen (seit 1954 Stadt)DorfenLandkreis Erding
EibachDorfenLandkreis Erding
EittingEittingLandkreis Erding
Erding (Stadt)ErdingLandkreis Erding
EschlbachBockhornLandkreis Erding
FinsingFinsingLandkreis Erding
ForsternForsternLandkreis Erding
FraunbergFraunbergLandkreis Erding
GebensbachTaufkirchen (Vils)Landkreis Erding
GrünbachBockhornLandkreis Erding
GrüntegernbachDorfenLandkreis Erding
HausmehringDorfenLandkreis Erding
HofkirchenTaufkirchen (Vils)Landkreis Erding
HofstarringSteinkirchenLandkreis Erding
HohenpoldingHohenpoldingLandkreis Erding
Inning am HolzInning am HolzLandkreis Erding
KirchbergKirchbergLandkreis Erding
LangengeislingErdingLandkreis Erding
LangenpreisingLangenpreisingLandkreis Erding
LengdorfLengdorfLandkreis Erding
MatzbachLengdorfLandkreis Erding
Moosen (Vils)Taufkirchen (Vils)Landkreis Erding
MoosinningMoosinningLandkreis Erding
NiederneuchingNeuchingLandkreis Erding
NotzingteilsOberding,
teilsHallbergmoos
teils Landkreis Erding,
teilsLandkreis Freising
OberdingOberdingLandkreis Erding
OberneuchingNeuchingLandkreis Erding
Ottenhofen
(gehörte bis 1928
zumBezirksamt Ebersberg)
OttenhofenLandkreis Erding
PastettenPastettenLandkreis Erding
ReichenkirchenFraunbergLandkreis Erding
SalmannskirchenBockhornLandkreis Erding
SteinkirchenSteinkirchenLandkreis Erding
SuldingHohenpoldingLandkreis Erding
Taufkirchen (Vils)Taufkirchen (Vils)Landkreis Erding
ThalheimFraunbergLandkreis Erding
WalpertskirchenWalpertskirchenLandkreis Erding
WambachTaufkirchen (Vils)Landkreis Erding
Wartenberg (Markt)WartenbergLandkreis Erding
WasentegernbachDorfenLandkreis Erding
WatzlingDorfenLandkreis Erding
WörthWörthLandkreis Erding
ZeilhofenDorfenLandkreis Erding

Schutzgebiete

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Im Landkreis befinden sich Stand April 2016 achtNaturschutzgebiete, neunLandschaftsschutzgebiete, siebenFFH-Gebiete und mindestens vier vomBayerischen Landesamt für Umwelt ausgewieseneGeotope. Außerdem liegt ein Teil des GroßschutzgebietesNaturwald Auwälder an der mittleren Isar im Landkreis.[21]

Siehe auch:Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Erding undListe der Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Erding
Siehe auch:Liste der FFH-Gebiete im Landkreis Erding undListe der Geotope im Landkreis Erding

Kfz-Kennzeichen

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Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das UnterscheidungszeichenED zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Literatur

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  • Bernhard Zöpf:Historische-topographische Beschreibung des k. Landgerichts Erding. Freising 1856 (Online bei Google Books).
  • Hans Seeholzer:Der Landkreis Erding aus der Luft, 2009, ohne ISBN.[22]

Siehe auch

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Weblinks

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Commons: Landkreis Erding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern, Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2023; Basis Zensus 2022 (Hilfe dazu)
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983,ISBN 3-406-09669-7,S. 457. 
  3. Wilhelm Volkert:Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980, S. 454.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983,ISBN 3-406-09669-7,S. 97. 
  5. Erst das Hakenkreuz, dann der Ehrenring: der Erdinger Heimatforscher Eugen Press. 8. Mai 2021, abgerufen am 9. Mai 2021. 
  6. Digitale Bibliothek - Münchener Digitalisierungszentrum. Abgerufen am 1. Januar 2023. 
  7. Archivierte Kopie (Memento vom 22. September 2021 imInternet Archive) Datenbank Zensus 2011, Kreis Erding, Alter und Geschlecht
  8. abStatistik für den Landkreis. bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 21. Januar 2011 (PDF-Datei).
  9. „Dramatische Zeiten“ für die Kirche in Erding, in:merkur.de abgerufen am 6. Februar 2023
  10. Wahl des Kreistags Landkreis Erding. 15. März 2020, abgerufen am 29. Mai 2020. 
  11. Der neue Erdinger Kreistag – Alle Mandatsträger auf einen Blick. 2. April 2020, abgerufen am 20. April 2021. 
  12. Stichwahl im Landkreis Erding: CSU verteidigt beide Ämter in Erding. In: Münchner Merkur. 29. März 2020, abgerufen am 29. Mai 2020. 
  13. Das Ranking für Deutschlands Regionen–Zukunftsatlas 2016. Prognos, abgerufen am 24. März 2018. 
  14. PROGNOS Zukunftsatlas 2019. In: Handelsblatt online. Archiviert vom Original am 8. Juli 2019; abgerufen am 10. Dezember 2019. 
  15. muenchen.de: Erdinger Ringschluss: So laufen die Bauarbeiten am Flughafen. Abgerufen am 20. April 2021. 
  16. Pendler-Frust: „Pünktlich ist die S2 selten“. 20. März 2019, abgerufen am 20. April 2021. 
  17. Wappen desLandkreises Erding in der Datenbank desHauses der Bayerischen Geschichte
  18. Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern, Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2023; Basis Zensus 2022 (Hilfe dazu)
  19. Michael Rademacher: Landkreis Erding. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900 
  20. Bayernviewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung. (Memento vom 27. März 2009 imInternet Archive)
  21. BayernAtlas. Abgerufen am 21. Oktober 2023. 
  22. „Erding aus der Luft“ (Hans Seeholzer). Abgerufen am 15. April 2022. 
Landkreise:

Aichach-Friedberg |Altötting |Amberg-Sulzbach |Ansbach |Aschaffenburg |Augsburg |Bad Kissingen |Bad Tölz-Wolfratshausen |Bamberg |Bayreuth |Berchtesgadener Land |Cham |Coburg |Dachau |Deggendorf |Dillingen an der Donau |Dingolfing-Landau |Donau-Ries |Ebersberg |Eichstätt |Erding |Erlangen-Höchstadt |Forchheim |Freising |Freyung-Grafenau |Fürstenfeldbruck |Fürth |Garmisch-Partenkirchen |Günzburg |Haßberge |Hof |Kelheim |Kitzingen |Kronach |Kulmbach |Landsberg am Lech |Landshut |Lichtenfels |Lindau (Bodensee) |Main-Spessart |Miesbach |Miltenberg |Mühldorf am Inn |München |Neuburg-Schrobenhausen |Neumarkt in der Oberpfalz |Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim |Neustadt an der Waldnaab |Neu-Ulm |Nürnberger Land |Oberallgäu |Ostallgäu |Passau |Pfaffenhofen an der Ilm |Regen |Regensburg |Rhön-Grabfeld |Rosenheim |Roth |Rottal-Inn |Schwandorf |Schweinfurt |Starnberg |Straubing-Bogen |Tirschenreuth |Traunstein |Unterallgäu |Weilheim-Schongau |Weißenburg-Gunzenhausen |Wunsiedel im Fichtelgebirge |Würzburg

Kreisfreie Städte:

Amberg |Ansbach |Aschaffenburg |Augsburg |Bamberg |Bayreuth |Coburg |Erlangen |Fürth |Hof |Ingolstadt |Kaufbeuren |Kempten (Allgäu) |Landshut |Memmingen |München |Nürnberg |Passau |Regensburg |Rosenheim |Schwabach |Schweinfurt |Straubing |Weiden in der Oberpfalz |Würzburg

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