Lakshadweep

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springenZur Suche springen
Lakshadweep –ലക്ഷദ്വീപ്
StatusUnionsterritorium
HauptstadtKavaratti
Gründung1. November 1956
(States Reorganisation Act)
Auflösung/Fusion{{{AUFLOESUNG}}}
Fläche32 km²
Einwohner64.473(2011)
Bevölkerungsdichte2013 Einwohner je km²
SprachenMalayalam
Gouverneur{{{GOUVERNEUR}}}
Chief Minister{{{CHIEFMINISTER}}}
Websitelakshadweep.nic.in
ISO-CodeIN-LD
Karte
Karte
Lage innerhalb Indiens

Lakshadweep (Malayalamലക്ഷദ്വീപ്Lakṣadvīp) ist einindischesUnionsterritorium, das von der indischen Zentralregierung verwaltet wird.

Es umfasst die beiden Inselgruppen derLakkadiven undAmindiven sowie die InselMinicoy südwestlich des indischen Subkontinents imArabischen Meer. Seine Hauptstadt istKavaratti. Lakshadweep umfasst 12Atolle und drei Riffe mit insgesamt 27 Inseln und einer Fläche von 32 km².Der Name Lakshadweep wird häufig mit „hunderttausend Inseln“ übersetzt, tatsächlich ist der Ursprung des Namens aber umstritten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Karte von Lakshadweep
Eine der unbewohnten Inseln Lakshadweeps

Geographische Lage

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Inseln liegen nördlich derMalediven zwischen 10° und 12° 20' nördlicher Breite und 71° 40' und 74° östlicher Länge. Sie sind zwischen 200 und 300 km von der KüsteKeralas entfernt. Die südlichste Insel,Minicoy, liegt etwas abseits und wird durch denNeun-Grad-Kanal von den anderen Inseln getrennt. Der Archipel besteht aus Atollen – häufig ringförmig geformt –, damit verbundenen Korallenriffen und Sand-Inseln, die alle auf demChagos-Lakkadiven-Rücken liegen. Die meisten Inseln erheben sich nur knapp über den Meeresspiegel und die höchste Erhebung beträgt nur 5 Meter.[1]

Bewohnte Inseln

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die 10 bewohnten Inseln sindAndrott (4,84 km²),Minicoy (4,39 km²),Kavaratti (4,22 km²),Agatti (3,84 km²),Kadmat (3,12 km²),Kalpeni (2,79 km²),Amini (2,59 km²),Kiltan (1,63 km²),Chetlat (1,14 km²) undBitra (0,11 km²).

Unbewohnte Inseln

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Offiziell werden 17 unbewohnte Inseln mit einer Gesamtfläche von 2,23 km² gezählt.[2]

Nr.NameFläche (km²)
1Viringli0,02
2Cheriyam0,46
3Kodithala0,00 (0,27 ha)
4Tilakkam (i)0,02
5Tilakkam (ii)
6Tilakkam (iii)
7Pitti (i)0,02
8Pitti (ii)0,01
9Tinnakara0,42
10Parali (i)0,02
11Parali (ii)0,02
12Parali (iii)0,01
13Kalpitti0,07
14Suheli Valiyakara0,29
15Suheli Cheriyakara0,28
16Pitti (Bird Island)0,01
17Bangaram0,58
Gesamt2,23

Klima

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Klimadiagramm von Minicoy

Das feuchtwarme, tropische Klima wird wesentlich vomMonsun beeinflusst. Der Nordost-Monsun dauert von Dezember bis März und die Regensaison mit dem Südwest-Monsun von Mai bis November.[1] Rund 90 Prozent der jährlichen Gesamtniederschlagsmenge, die je nach Ort zwischen 1500 und 2000 mm beträgt, fallen zwischen Mai und November. Alle anderen Monate sindarid.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt je nach Ort zwischen 27,3 und 27,9 Grad Celsius, wobei im Jahresverlauf nur geringfügige Schwankungen auftreten. Die heißen Temperaturen werden durch Seewinde gemildert.

Der Monsun führt gelegentlich zu Hochwasser, das die Inseln teilweise überschwemmt. In unregelmäßigen Abständen sind die Inseln auch von tropischen Stürmen betroffen, so z. B. vom ZyklonThane im Dezember 2011.[3] Seit 1881 besteht auf Lakshadweep eineWetterbeobachtungsstation und seit dem 31. Januar 2008 eineseismologische Station, die unter anderem der Früherkennung vonSeebeben undTsunamis dienen soll.[4]

Der flache Inselarchipel ist durch den steigenden Meeresspiegel infolge des Klimawandels bedroht.[5]

Klimadaten für Amini und Minicoy (gemittelt)
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Mittl. Tagesmax. (°C)31,832,332,933,533,331,230,430,430,431,231,531,731,7
Mittl. Tagesmin. (°C)24,124,425,726,726,825,725,425,425,125,124,824,525,3
Niederschlag (mm)19,914,711,830,5179,1326,5284,6211,7160,1157,9117,255,2Σ1.569,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
31,8
24,1
32,3
24,4
32,9
25,7
33,5
26,7
33,3
26,8
31,2
25,7
30,4
25,4
30,4
25,4
30,4
25,1
31,2
25,1
31,5
24,8
31,7
24,5
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Quelle: India Meteorological Department (Niederschlag 1951–2004, Temperaturen 2005–2014)[6][2]

Flora und Fauna

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Palmen auf Agatti
Schwarzpunktrochen (Taeniurops meyeni) vor Lakshadweep

Der Inselarchipel von Lakshadweep wird in der Einstufung durch denWorld Wildlife Fund (WWF) mit den nahegelegenenMalediven und demChagos-Archipel zu einerÖkoregion zusammengefasst. Zusammengenommen bilden diese Inseln und Atolle das größte Atoll- und Korallenriffsystem der Welt.[1]

Die natürliche, ursprüngliche Vegetation auf den Inseln ist der tropische Regenwald und auf den nährstoffarmen Inseln salz- und trockenheitsresistentes Buschwerk undSauergrasgewächse (Cyperaceae). Von dieser ursprünglichen Vegetation ist in Lakshadweep kaum etwas verblieben. Nach Satellitenaufnahmen zwischen Dezember 2006 und März 2007 waren damals 26,48 km² (82,75 % der Gesamtfläche) mit Bäumen bewachsen. Dabei handelte es sich ganz überwiegend umKokospalmen.[7]

Viele Spezies wurden auf die Inseln eingeführt und sind mittlerweile dort heimisch. Flora und Fauna weisen keine nennenswerten endemischen Spezies auf und die Vegetation wird als typisch für indopazifische Koralleninseln charakterisiert. Die einzigen Säugetiere, die auf den Inseln heimisch sind (abgesehen von eingeführten Spezies) sind zweiFlughund-Spezies, derIndische Riesenflughund (Pteropus medius) und eine Unterart desInsel-Flughunds (Pteropus hypomelanus maris). Weil diese an Obstbäumen (z. B.Mango- undGuavenbäumen) Schaden anrichten, werden sie von den Inselbewohnern zum Teil bekämpft und sind von der Ausrottung bedroht.[1] Die Inseln sind von erheblicher Bedeutung als Lebensstätte für Vögel. Von besonderer Bedeutung sind eine Unterart desPaddyreihers (Ardeola grayii phillipsi), dieFeenseeschwalbe (Gygis alba monte), derArielfregattvogel (Fregata ariel iredalei), dieSchwarznacken-Seeschwalbe (Sterna sumatrana), dieZügelseeschwalbe (Onychoprion anaethetus) und dieEilseeschwalbe (Thalasseus bergii). An Reptilien kommen im Malediven-Chagos-Lakshadweep-Archipel zweiHalbfinger-Geckoss (Hemidactylus spp.), zweiAgamen (darunter dieBlutsaugeragameCalotes versicolor), eineSkink-Art (Riopa albopunctata), eine Unterart derWolfszahnnattern (Lycodon aulicus), dieBlumentopfschlange (Indotyphlops braminus), eine Froschart (Sphaerotheca rolandae) und dieSchwarznarbenkröte (Duttaphrynus melanostictus) vor. Dabei ist allerdings nach Quellenlage unklar, auf welchen der Inseln des gesamten Archipels diese Arten zu finden sind.[1]

Der WWF hat das Ökosystem des gesamten Malediven-Chagos-Lakshadweep-Archipels als „kritisch bedroht“ eingestuft. Der Grund hierfür ist die Zurückdrängung der einheimischen Flora und Fauna durch eingeführte Spezies (Haustiere, Nutztiere, Ratten, Mäuse; Nutzpflanzen wie Kokospalmen,Süßkartoffel,Yams,Taro,Hirse, Obstanbau).[1]

Bevölkerung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Einwohner und Bevölkerungsdichte 2011[2]
InselFläche
(km²)
EinwohnerEinwohner-
dichte (/km²)
Minicoy04,8010.4472.176
Kalpeni02,7904.4191.584
Andrott04,9011.1912.284
Agatti03,8407.5661.970
Kavaratti04,2211.2212.659
Amini02,6007.6612.947
Kadmat03,2005.4041.689
Kiltan02,2003.9461.794
Chetlat01,4002.3471.676
Bitra00,1000.2712.710
Gesamt30,0564.4732.146

Nach der Volkszählung 2011 lebten auf den zehn bewohnten Inseln Lakshadweeps 64.473 Menschen.[2][8] Damit war Lakshadweep mit Abstand das kleinste Unionsterritorium Indiens. Die Bevölkerungsdichte war mit 2.013 Einwohnern pro Quadratkilometer aber sehr hoch. Andrott, Kavaratti und Minicoy hatten jeweils mehr als 10.000 Einwohner.

Sprachen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Hauptsprache Lakshadweeps ist dasMalayalam. Diesedravidische Sprache ist ansonsten im Bundesstaat Kerala auf dem Festland verbreitet. Auf der InselMinicoy wird dagegenMahl gesprochen, ein Dialekt des auf denMalediven verbreitetenDhivehi, das eng mit demSinghalesischen verwandt ist und zu denindoarischen Sprachen gehört.

Laut der indischen Volkszählung 2011 sprechen 84 Prozent der Einwohner Lakshadweeps Malayalam als Muttersprache. Da bei der Volkszählung Sprachen mit unter 10.000 Sprechern nicht berücksichtigt werden, werden die Dhivehi-Sprecher nicht gesondert aufgeführt. Allerdings sprechen laut der Volkszählung rund 9.300 Menschen auf Lakshadweep (14 Prozent der Gesamtbevölkerung) unidentifizierte „übrige Sprachen“. Faktisch dürfte es sich dabei um Sprecher des Dhivehi handeln.

Sprachen in Lakshadweep (2011)[9]
SpracheSprecherAnteil
Malayalam54.26484,2 %
Unidentifiziert9.31114,4 %
Sonstige8981,4 %
Summe64.473100 %

Bildung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

87,52 Prozent der Einwohner können lesen und schreiben, eine für Indien vorbildlicheAlphabetisierungsrate. Jede bewohnte Insel verfügt über mindestens eine Grundschule und, mit Ausnahme der kleinsten Insel Bitra, auch über eine weiterführende Schule.

Religionen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Religionen in Lakshadweep (2011)[10]
ReligionAngehörigeAnteil
Islam62.26896,6 %
Hinduismus1.7882,8 %
Sonstige4170,6 %
Summe64.473100 %

Nach der Volkszählung 2011 sind fast 97 Prozent der Inselbevölkerung Anhänger desIslam. Sie gehören mehrheitlich derschāfiʿitischen Schule an. Die Muslime sind überwiegend konservativ, dennoch sind volksislamische Glaubensvorstellungen aus demSufismus weit verbreitet. Die beiden größten Sufi-Bruderschaften(Tarīqas) sind dieQādirīya und dieRifāʿīya. Deren Führer werdenTangal genannt, sie genießen ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Die Rituale(Dhikr) der Rifāʿī sollen auf Scheich Mohammed Kasim Tangal († 1140) zurückgehen. Als Erbe der hinduistischen Vergangenheit hat sich unter den Muslimen Lakshadweeps bis in die Neuzeit eine Art Kastensystem erhalten. Die wichtigsten Kasten sind dieKoya, eine hochgestellte Kaste, traditionell landbesitzend und zur See fahrend, und die niedriggestelltenMelacceri, die Bedienstete der ersteren und mit dem Ernten von Kokosnüssen, derPalmweinherstellung und niederen Tätigkeiten beschäftigt waren.[11] Daneben gibt es kleine Minderheiten vonWahhabiten auf Kavaratti und Agatti sowie von Anhängern derAhmadiyya-Bewegung auf Kalpeni.

Hindus machen knapp drei Prozent der Bevölkerung aus,Christen und übrige rund ein halbes Prozent.

Kultur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Kultur ist durch den Islam dominiert, der auf Lakshadweep jedoch einige Besonderheiten aufweist. Die indigene Bevölkerung zählt amtlich zu den sogenanntenScheduled Tribes, den „gelisteten Stammesbevölkerungen“, denen in Indien besondere Minderheitenrechte eingeräumt werden.

Als die Inseln von Einwanderern besiedelt wurden, die ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. von der Küste des indischenKerala übersetzten, brachten sie eine Lebensweise mit, die geprägt war durchmatrilineare Abstammung (Mütterlinien). Ihre Islamisierung begann im 14. Jahrhundert durch späte Einwanderung vonMuslimen aus Kerala, vermuten einige Forscher, während andere eine bereits früher einsetzende islamische Beeinflussung durch anlegende Segelschiffe südarabischer Händler annehmen.[12] Später fassten die britischen Kolonialherren (ab 1799) die matrilineare Abstammung der Großfamilien in Gesetze, die sie festschrieben gegenüber der islamischen Bevorzugung vonPatrilinearität.[13]

Die landbesitzendenLineages (einlinigen Abstammungsgruppen) der indigenen Inselbewohner bezeichnen sich alstharavadu, wie sie sich auch bei den matrilinearen muslimischen Mappila oder Moplah in Kerala finden (vergleiche denMoplah-Aufstand 1921/22). Bei dentharavadu wird die Familienangehörigkeit nur über die Linie der Mutter bestimmt, während der (gemeinschaftliche) Landbesitz nur an Töchter vererbt wird; das Gemeinschaftsland wird dabei als „Land der Ahnen“ verstanden. Geleitet wird die Lineage von derÄltesten(karnoti), die sich als Nachfahrin einer grundlegendenStammmutter versteht (vergleicheAhnenverehrung). Geführt und verwaltet wird die Abstammungsgruppe von ihrem (mutterseitigen) Onkel, ihrem ältesten Bruder oder ihrem ältesten Sohn als Familienvorsteher(karanavar). Beide stimmen sich in ihren Entscheidungen ab und regeln die Landnutzung des Familienverbandes. Traditionell fühlt sich der (älteste) Bruder einer Mutter verantwortlich für die Kinder seiner Schwester (seineNeffen und Nichten), er übernimmt für sie diesoziale Vaterschaft (vergleicheAvunkulat undOheim).[14]

Siehe auch:Matrilineare Nayar in Kerala

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Es wird landläufig behauptet, dass sich der Name Lakshadweep vom Zahlwortlaksha (vgl.lakh) ableitet, was „hunderttausend“ bedeutet, im Zusammenhang mit dieser Inselgruppe aber sicher übertrieben scheint. Tatsächlich ist der Ursprung des Namens nicht eindeutig geklärt.

Frühgeschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Da aus der frühen Geschichte Lakshadweeps keine schriftlichen Zeugnisse vorliegen, ist der genaue Zeitpunkt der Besiedlung bis heute ungeklärt. Einer Legende zufolge soll der von derMalabarküste stammende Herrscher Cheraman Perumal zum Islam übergetreten, zu einer Pilgerreise nachMekka aufgebrochen, aber nie zurückgekehrt sein. Verwandte machten sich auf die Suche nach ihm, erlitten aber auf den Lakkadiven Schiffbruch. Anschließend kehrten sie an die Malabarküste zurück, um von ihrer Entdeckung zu berichten, woraufhin sie das Recht erhielten, die Inseln zu besiedeln. Historisch gesichert ist diese Legende jedoch nicht, zumal Cheraman Perumal möglicherweise schon lange vor der Entstehung des Islam gelebt haben könnte.

Erste Erwähnungen einiger Inseln, die Lakshadweep zuzuordnen sind, finden sich zwar bereits in dem aufAltgriechisch verfasstenPeriplus Maris Erythraei aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. sowie in Schriften desägyptischen GeographenPtolemäus aus dem darauffolgenden Jahrhundert, doch geben die keinerlei Auskunft darüber, ob die Inseln zu dieser Zeit bereits bewohnt waren. Indirekte Hinweise auf die Besiedlung gibt erstmals einealttamilische Inschrift, aus der hervorgeht, dass derPallava-König Narasimha Varman II. (680–720) die Inseln eroberte. Zu diesem Zeitpunkt müssen dort also bereits Menschen gelebt haben. Als wahrscheinlichster Besiedlungszeitraum gilt heute das 6. Jahrhundert.

Auch derchoresmische Gelehrteal-Bīrūnī erwähnte die Inseln um das Jahr 1030 in einem seiner Werke. Mittelalterlichearabische Quellen berichten, dass die Einwohner Kokosnüsse an arabische Seefahrer verkauften und dass die Inselgruppe regelmäßig von Händlern von der indischen Westküste besucht wurde.

Islamisierung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Überlieferung nach wurden die hinduistischen Bewohner der Inseln zwischen 663 und 666 durch den arabischen Missionar Ubaid Allah, einen Enkel des KalifenAbū Bakr, der hier Schiffbruch erlitten haben soll, islamisiert.[11] Belegt ist das zwar nicht, jedoch erscheint die Bekehrung der Einheimischen durch Araber wahrscheinlich, da arabische Seefahrer auf dem Weg nach Indien gelegentlich dort Station machten. Als sicher kann gelten, dass sich der Islam auf der Insel Minicoy erst um 1200 durchsetzte, da diese Insel stark untermaledivischem Einfluss stand. Der maledivische König war im Jahre 1153 zum Islam übergetreten. AlsIbn Battuta 1346 auf Minicoy anlegte, stellte er fest, dass alle Einwohner fromme Muslime waren. Allerdings blieben die Inseln auch nach der Islamisierung in der Hand derhinduistischenRajas vonChirakkal, die schon seit dem 12. Jahrhundert die Oberherrschaft innehatten.

Ankunft der Portugiesen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im frühen 16. Jahrhundert kamen diePortugiesen nach Lakshadweep, deren Bevölkerung unter den neuen Herrschern arg zu leiden hatte. Einheimische Boote wurden geplündert, um an die für den Schiffbau begehrten Kokosfasern, schon damals das Haupterzeugnis der Inseln, zu gelangen. Viele Einwohner kamen bei Feindseligkeiten mit den Portugiesen, die kurzzeitig sogar eine Festung auf Amini besaßen, ums Leben. Sie unterstützten stattdessen den muslimischen Raja von Kannur, der sich nach der Vertreibung der Portugiesen seinen Machtanspruch sichern konnte.

Rajas von Kannur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die muslimische Dynastie derAli Rajas (Ali Raja ‚edler Herrscher‘, auchAdi Raja ‚erster Herrscher‘, oderAzhi Raja ‚Herrscher des Meeres‘) von Kannur (anglisiert:Cannonore) übten seit dem 11./12. Jahrhundert Herrschaftsfunktionen auf dem Inselarchipel aus. Sie waren zunächst Vasallen derKolathiris, der Herrscherdynastie des Fürstentums Chirakkal auf dem Festland, und diesem tributpflichtig. Praktisch agierten sie jedoch relativ unabhängig und unterhielten ausgedehnte Handelsbeziehungen mit der islamischen Welt (Arabien, Persien). Die Dynastie behielt einige vorislamische Brauchtümer bei. Beispielsweise folgte die Erbfolge einermatrilinearen Linie und der älteste Abkömmling erbte den Herrschertitel, unabhängig vom Geschlecht, so dass auch Frauen regierten (mit dem weiblichen TitelBeebi oderBeevi). Bräuche, wie eine ständig brennende, zur See hin ausgerichtete Flamme im Palast (bhadra deepam) und andere südindische Hindu-Traditionen wurden weitergeführt.[15] Die Rajas von Kannur verwalteten die Inseln zunächst mit Hilfe der örtlichen Inseloberhäupter, setzten später aber eigene Statthalter ein. ImSiebenjährigen Krieg schloss der Herrscher von Kannur am 27. März 1759 einen Bündnisvertrag mit derBritischen Ostindien-Kompanie, der ihn zur Stellung eines Truppenkontingents verpflichtete. Dies markierte den äußeren Beginn des britischen Einflusses auf den Inseln. Zur Deckung der Ausgaben wurden 1764/65 Kokosfasern mit einer Ausfuhrsteuer belegt. AlsHaidar Ali 1766 eine Invasion derMalabarküste einleitete, verbündeten sich die Ali Rajas mit ihm gegen die Kolathiris. Der siegreiche Haidar Ali belohnte die Ali Rajas mit Herrschaftsrechten auf dem Festland. ImZweiten Mysore-Krieg vonTipu Sultan standen die Ali Rajas auf der Seite Mysores. Am 13. Dezember 1783 besetzten und plünderten die Briten den Palast der Rajas und nahmen die Beebi als Kriegsgefangene. In einem Vertrag, datiert vom 8. Januar 1784 wurde sie wieder in ihre Rechte auf den Inseln eingesetzt und verpflichtete sich zur Zahlung einer Kriegsentschädigung an die Ostindien-Kompanie. Der Vertrag vonMangalore vom 11. März 1784 erhöhte die zu zahlende Entschädigung noch deutlich, wogegen die Beebi vergeblich protestierte. Infolge der Zahlungsverpflichtungen erhöhten die Ali Rajas die Steuern, unter anderem auch für auf vom Festland eingeführten Reis. Infolgedessen kam es 1783 auf Amini zu einem Aufstand gegen die an der entfernten Malabarküste residierende Obrigkeit. Einige Einwohner der Insel machten sich auf den Weg nach Mangalore, um Tipu Sultan, den Herrscher vonMysore, darum zu bitten, die Verwaltung Aminis und der umliegendenAmindiven-Inseln zu übernehmen. Diesem Wunsch entsprach Tipu Sultan, ungeachtet der bisherigen Freundschaft mit den Ali Rajas. Die restlichen Inseln verblieben jedoch unter der Kontrolle Kannurs und die Beebi erhielt eine Entschädigungszahlung. ImDritten Mysore-Krieg verbündete sich die Beebi wieder mit den Briten. In einem Vertrag am 11. April 1793 musste sie sich erneut zu hohen Zahlungen verpflichten. Der verhältnismäßige Wohlstand Kannurs wurde durch die Kompanie regelrecht ausgepresst.[15]

Britische Kolonialherrschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Nach der Niederlage Mysores gegen dieBriten im Jahre 1799 annektierte dieBritische Ostindien-Kompanie alle vormals unter der Herrschaft Mysores stehenden Inseln. 1847 wurde Andrott von einem verheerenden Wirbelsturm verwüstet, woraufhin sich der Raja von Kannur in Begleitung eines britischen Beamten dorthin begab, um die Schäden zu sichten und der Bevölkerung seine Unterstützung zuzusichern. Zur Behebung der gewaltigen Schäden vergaben die Briten ein Darlehen an den Raja, der allerdings nicht imstande war, die hohen Zinsen zu zahlen. Als Entschädigung übergab er 1861 für fünf Jahre alle noch in seinem Machtbereich befindlichen Inseln den Briten. Im Jahr 1875 wiederholte sich dies und die Inseln verblieben bis 1908 unter britischer Verwaltung. Im Jahr 1908 verzichtete die Beebi Imbichi endgültig auf ihre Rechte über die Inseln. Sie erhielt eine jährliche Pension (Malikhan) und behielt ihren fürstlichen TitelAdi Raja Queen Bulia of Cannanore and sovereign of the Laccadive, der jedoch mit keinerlei tatsächlichen Herrschaftsrechten mehr verbunden war. Der entsprechende Vertrag wurde durch die KolonialregierungBritisch-Indiens im Februar 1909 ratifiziert.[15]

Bis zur Unabhängigkeit Indiens 1947 verblieb der Inselarchipel unter der Verwaltung derPräsidentschaft Madras. Die Lakkadiven und Minicoy gehörten zum DistriktMalabar, die Amindiven zum DistriktSouth Kanara (Dakshina Kannada).

Nach der Unabhängigkeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Nach der Unabhängigkeit blieb die Inselgruppe zunächst Bestandteil des BundesstaatsMadras. 1956 wurde im Zuge der allgemeinen Neuordnung der Bundesstaaten (States Reorganisation Act) das Unionsterritorium „Lakkadiven, Amindiven und Minicoy“ eingerichtet, das seit 1973 den Namen Lakshadweep trägt. Die Verwaltung zog 1964 vonKozhikode nachKavaratti um, gleichwohl werden die wichtigsten politischen Entscheidungen von der indischen Zentralregierung inNeu-Delhi getroffen.

Siehe auch:Liste der Administratoren von Lakshadweep

Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung lebt vor allem vomFischfang, dem Anbau vonKokospalmen, und der zumeist handwerklichen Verarbeitung von Kokosfasern. Kokospalmen, die etwa 85 Prozent der Oberfläche der bewohnten Eilande bedecken, sind die einzigen wirtschaftlich bedeutsamen Nutzpflanzen, die auf den Inseln in großer Zahl gedeihen.

Die einzigen Industriebetriebe sind die sieben Fabriken, in denen Kokosfasern u. a. zu Kokosmatten verarbeitet werden, sowie eineThunfischkonservenfabrik aufMinicoy.

Obwohl Lakshadweep ähnlich wie dieMalediven ein Traumziel für Urlauber, besonders Taucher, sein könnte, ist der Fremdenverkehr nur von untergeordneter Bedeutung. Ausländer dürfen die Inseln ausschließlich mit einer Sondererlaubnis betreten, wobei die indische Regierung die Zahl der Einreisegenehmigungen bewusst niedrig hält. Lediglich die eigentlich unbewohnte Insel Bangaram ist für ausländische Touristen geöffnet. Dort gibt es eine Ferienanlage. Dies ist auch der einzige Ort in Lakshadweep, in dem Alkohol konsumiert werden darf. Auf den übrigen Inseln gilt dieProhibition, d. h. ein vollständiges Verbot des Konsums und Verkaufs von Alkohol.[16]

DieIndian Naval Station Dweeprakshak (INS Dweeprakshak, zu Deutsch „Beschützer der Insel“) ist die größte Militärbasis derIndischen Streitkräfte im Indischen Ozean.

Infrastruktur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Flugfeld von Agatti

Bis 1959 verkehrten ausschließlich kleine Segelschiffe zwischen der Inselgruppe und dem Festland. Problematisch war die Anbindung ans Festland besonders während desMonsuns, da während dieser Zeit der Schiffsverkehr unterbrochen werden musste. Erst seit 1970 wird Lakshadweep auch zur Monsunzeit von größeren Passagier- und Transportschiffen angelaufen. Zwischen den einzelnen Inseln verkehren seit 1992Katamaranfähren.

Es besteht eine regelmäßige Flugverbindung zwischenKochi und Agatti. Für medizinische Notfälle u. ä. wurde 1987 ein Hubschrauberdienst eingerichtet, der die Inseln sowohl untereinander als auch mit dem Festland verbindet.

Der Straßenverkehr spielt auf Grund der winzigen Landfläche eine untergeordnete Rolle. Insgesamt verfügt Lakshadweep über mehr als 250 km Straßen und Radwege.

Energieversorgung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Installierte Kapazitäten zur Energiegewinnung in Lakshadweep in kW[2]
JahrDiesel-
generatoren
Solar-
energie
2004–20059878775
2005–20069924850
2006–20079924850
2007–200812174850
2008–2009143501050
2009–2010165101050
2010–2011165101050
2011–2012172101100
2012–2013188902150
2013–2014217602200

Ein großes Problem stellt die Versorgung der Inseln mit Strom dar. Die Elektrifizierung der Inseln begann in den 1960er Jahren und mittlerweile sind 100 % der Privathaushalte an das Stromnetz angeschlossen.[17] Der Großteil der Elektrizität wird bisher von zentralenDieselgeneratoren erzeugt, deren Rohstoffbedarf nur durch aufwändige Importe vom Festland gedeckt werden kann. Im Jahr 2001 mussten jährlich etwa 7 Millionen LiterDieselkraftstoff vom Festland vor allem überKozhikode (Calicut) importiert werden. Aufgrund der unregelmäßigen Schiffsverbindungen müssen dafür große Dieselkraftstoffspeicher auf den Inseln vorgehalten werden, die genügend Kraftstoff für mehrere Monate enthalten. Der Umgang mit so großen Mengen bringt ein erhebliches Risiko für Umweltverschmutzungen und Störungen des fragilen Ökosystems mit sich. Aufgrund der hohen Temperaturen können Dieselgeneratoren nicht unter Volllast betrieben werden, was die Effizienz der Energiegewinnung daraus mindert.[17]

Grundsätzlich hat Lakshadweep ein hohes Potential hinsichtlichErneuerbarer Energien, insbesondereSonnenenergie undWindenergie. Die durchschnittlicheSonneneinstrahlung in Lakshadweep beträgt 4932 kWh/m²/d.[17] Dies entspricht etwa dem vier- bis fünffachen des Durchschnittswerts in Deutschland (900–1200 kWh/m²/d).[18] Eine erste kleine Solar-Versuchsanlage wurde schon 1988 auf der Insel Bitra installiert und weitere Anlagen auf verschiedenen Inseln folgten in den kommenden Jahren.[19] Als Nachteil von Sonnenenergieanlagen gilt ein verhältnismäßig hoher Flächenbedarf, was auf den dichtbesiedelten Inseln mit ihrem Kokospalmenbestand ein Problem ist. Die indische Regierung strebt die Ausstattung möglichst aller Häuser mitSolarmodulen bis zum Jahr 2022 an, so dass damit 10 MW an Energie erzeugt werden können.[20]

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit auf Lakshadweep ist relativ gleichmäßig, liegt zwischen 3,1 und 8,5 m/s und ist am höchsten in den Monaten Juni bis August. Ein erster Versuch mit einer 15 Meter hohenWindturbine auf Kavaratti in den 1990er Jahren verlief enttäuschend. Das Hauptproblem waren fehlende technische Wartungsmöglichkeiten auf den abgelegenen Inseln. Alle Ersatzteile mussten über Hunderte Kilometer herangeschafft werden.[17] Die aktuellen Planungen sehen die Installation von drei 250/220 kW-Windturbinen auf Kavaratti vor, deren Betrieb durch entsprechende Wartungsverträge gesichert werden soll.[19]

Auf Kavaratti ist außerdem eine 250 kWBiogasanlage in Betrieb, die vor allem die reichlich anfallenden Abfälle der Kokospalmen nutzt.

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • 2017: Janaki Abraham:Setting Sail for Lakshadweep: Leela Dube and the Study of Matrilineal Kinship. In:Indian Journal of Gender Studies.Band 24,Nr. 3, 8. Oktober 2017,S. 438–454,doi:10.1177/0971521517716813 (englisch,PDF: 232 kB, 18 Seiten – Assistenzprofessor am Department of Sociology DSE der Universität Delhi). 
  • 1999: V. Vijayakumar:Customary laws of Lakshadweep Islands. Hrsg.: School of Legal studies, Cochin University of Science and Technology. Februar 1999,Kap. 1 (englisch,online bei Shodhganga – Dissertation). 
  • 1995: Leela Dube:Matriliny and Islam in Lakshadweep. In:India International Centre Quarterly.Band 22,Nr. 2/3. India International Centre, 1995,S. 168–180,JSTOR:23003944. 
  • 1969: Leela Dube, Abdul Rahman Kutty, Shyama Charan Dube:Matriliny and Islam: Religion and Society in the Laccadives. National, Delhi 1969 (englisch,durchsuchbar in der Google-Buchsuche). 

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Lakshadweep – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. abcdefMaldives-Lakshadweep-Chagos Archipelago tropical moist forests. WWF, abgerufen am 9. Juli 2017 (englisch). 
  2. abcdeStatistical Reports: Basic Statistics 2014. Abgerufen am 6. Juni 2021 (englisch). 
  3. Thane Cyclone in Cuddalore (30/12/2011). YouTube-Video, 19. Januar 2012, abgerufen am 8. Juli 2017 (englisch). 
  4. India Meteorological Department [RS/RW Observatory]. lakshadweep.nic.in, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. August 2017; abgerufen am 9. Juli 2017 (englisch). 
  5. V. Sampath: Lakshadweep: State of Environment. GeographyandYou, abgerufen am 4. Dezember 2018 (englisch). 
  6. S. Sreekesh:Rainfall Variation in Lakshadweep Islands. In:Indian Journal of Geo Marine Sciences.Band 45,Nr. 11, November 2016,S. 1603–1609 (englisch). 
  7. India State of Forest report 2009: 7.34 Lakshadweep. (PDF) Abgerufen am 9. Juli 2017 (englisch). 
  8. Volkszählung Lakshadweep 2011:Lakshadweep Population 2011–2018 Census. Census Population 2015 Data, abgerufen am 4. Dezember 2018.
  9. Census of India 2011: C-16 Population By Mother Tongue. Lakshadweep.
  10. Census of India 2011: C-1 Population By Religious Community. Lakshadweep.
  11. abGabriel, Theodore:The Sufi Tariqas of the Lakshadweep Islands, India. In:ISIM Newsletter. Februar 1999,S. 15 (englisch,purl). 
  12. Liazzat J. K. Bonate:Islam and matriliny along the Indian Ocean rim: Revisiting the old ‘paradox’ by comparing the Minangkabau, Kerala and coastal northern Mozambique. In:Journal of Southeast Asian Studies.Band 48,Nr. 3, Oktober 2017,S. 436–451,hier S. 439,doi:10.1017/S0022463417000571 (englisch). 
  13. Liazzat J. K. Bonate:Islam and matriliny along the Indian Ocean rim: Revisiting the old ‘paradox’ by comparing the Minangkabau, Kerala and coastal northern Mozambique. Oktober 2017,S. 436–451,hier S. 446. 
  14. Liazzat J. K. Bonate:Islam and matriliny along the Indian Ocean rim: Revisiting the old ‘paradox’ by comparing the Minangkabau, Kerala and coastal northern Mozambique. Oktober 2017,S. 436–451,hier S. 448. 
  15. abcK.K.N. Kurup:Ali Rajas of Cannanore, English East India Company and Laccadive Islands. In: Indian History Congress (Hrsg.):Proceedings of the Indian History Congress. 32(II), 1970,S. 44–53,JSTOR:44138504 (englisch). 
  16. Prakash Chandra Verma:People’s Dialogue on Education. In:People’s Dialogue on Education.Band 8,Nr. 1. Politicindia, Januar 2016,ISSN 0974-5955 (englisch). 
  17. abcdStrategy plan for 100 % RET utilization in Lakshadweep Island. (PDF) Tata Energy Research Institute u. a., abgerufen am 18. Juli 2016 (englisch, Report No. 2001RT41). 
  18. Sonnenkarte – Geografische Lage. Renewable Energy Concepts, abgerufen am 18. Juli 2016. 
  19. abRenewable Energy. Department of Electricity, 31. August 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2016; abgerufen am 18. Juli 2016 (englisch). 
  20. 24X7 POWER FOR ALL LAKSHADWEEP ISLANDS – A Joint Initiative of Government of India and Administration of UT of Lakshadweep. (PDF) Abgerufen am 18. Juli 2016 (englisch). 

10.5772.63Koordinaten:10° 34′ N,72° 38′ O

Normdaten (Geografikum):GND:4098956-2(lobid,OGND,AKS) |LCCN:n83167408 |VIAF:138414763
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lakshadweep&oldid=254314902
Kategorien: