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Kurdistan (Provinz)

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استان) کردستان)
Kurdistan
Lage der Provinz Kurdistan in Iran
Lage der Provinz Kurdistan in Iran
Lage der Provinz Kurdistan in Iran
Basisdaten
StaatIran
HauptstadtSanandadsch
Fläche29.137 km²
Einwohner1.603.011(Volkszählung 2016)
Dichte55 Einwohner pro km²
ISO 3166-2IR-12
35.72777777777846.967222222222Koordinaten:35° 44′ N,46° 58′ O

Kurdistan oderKordestan (persisch استان کردستان Ostān-e Kordestān, ‚Provinz Kurdistan‘,kurdischکوردستانKurdistan) ist eine der 31iranischen Provinzen (Ostans). Es ist Teil deskurdischen Siedlungsgebietes und sollte nicht mit dem gleichnamigen größeren geographischen GebietKurdistan verwechselt werden.

In der Provinz leben 1.603.011 Menschen (Volkszählung 2016).[1] Die Fläche der Provinz erstreckt sich auf 29.137 Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte beträgt 55 Einwohner pro Quadratkilometer.

Die Provinz Kurdistan liegt im westlichenIran an der Grenze zumIrak. Im Norden liegt die ProvinzWest-Aserbaidschan, im NordostenZandschan, im OstenHamadan und im SüdenKermanschah.

Die Hauptstadt der Provinz istSanandadsch (auf KurdischSine) mit 316.862 Einwohnern (Volkszählung 2006). Andere große Städte sindMarivan,Baneh,Saqqez,Qorveh undBidschar.

Geographie

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Felder beiMarivan, 2007

Da das gesamte Kurdistan gebirgig ist, gibt es hier eine große Reihe von Flüssen, Seen, Gletschern und Höhlen. Das macht die Provinz Kurdistan zu einem Hauptziel von Touristen und Bergsteigern.

Einer der längsten Flüsse ist mit 302 km derZarrineh (rud) (persisch زرینه رود), der in denUrmiasee mündet. Der FlussSirvan seinerseits fließt westlich in denIrak und mündet schließlich in denTigris. Der SeeZarivar ist einer der schönsten Seen der Provinz Kurdistan. Er ist durchschnittlich 3 m, an seiner tiefsten Stelle jedoch 50 m tief. Er ist 1,7 km breit und 5 km lang. Der See ist von dichten Wäldern umgeben und liegt westlich von Marivan.

Hier gibt es auch mineralische Quellen, wieGovaz bei Kamyaran,Abetalkh bei Bidschar undBaba Gargar bei Ghorveh. Eine berühmte Höhle istKereftoo bei Divanderre, wo innerhalb der Höhle Heiligtümer errichtet sind. Ein Tempel ist dem griechischen GottHerakles gewidmet. Die HöhleSchoovi ist 267 m lang und liegt bei Baneh. Der höchste Berg ist mit3330 m derChehelcheschmeh. Andere Berge sindHossein Bak mit3091 m undMasjede Mirza mit3059 m.

Die Fauna besteht ausLeoparden,Widdern,Wildziegen,Hyänen,Schakalen,Wölfen,Füchsen,Zobeln,Wieseln und Vögeln wieRebhühnern, Wildenten, Störchen und Adlern.

Kurdistan liegt imZagros-Gebirge. Daher hat es ein typischesKontinentalklima mit langen kalten Wintern.

Administration

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Verwaltungsbezirke der Provinz Kurdistan
Lage der Provinz Kurdistan und der Nachbarprovinzen

Die Provinz ist wie folgt gegliedert:

Schahrestan (Verwaltungsbezirk)Bachsch (Kreis)Hauptort
BanehArmardeh, Baneh, Buin-e Sofla, Kani SurBaneh
BidscharBidschar, Babaraschani, YasukandBidschar
DivanderreDivanderre, ZarrinehDivanderre
DehgolanDehgolan, BolbanabadDehgolan
KamyaranKamyaran, MucheschKamyaran
MarivanMarivan, Chenareh, Kani DinarMarivan
QorvehQorveh, Delbaran, Dezedsch, SerischabadQorveh
SanandadschSanandadsch, SchuyeschehSanandadsch
SaqqezSaqqez, SahebSaqqez
SarvabadSarvabadSarvabad

Geschichte

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Verlassenes Dorf in Kurdistan

Die Provinz Kurdistan gehört mit der gesamten Zagrosregion zu den frühesten Siedlungsplätzen derMeder undPerser. Von hier aus wurde dasassyrische Reich 612 v. Chr. unterworfen. Nach der Eroberung desSassanidenreiches 634 n. Chr. durch dieAraber wurdePersien bzw. Iranmuslimisch. Allerdings gab es von Zeit zu Zeit noch regionale Aufstände. So lehnten sich die Kurden hier im Jahr 835 gegen den Kalifenal-Muʿtasim auf.

Blick auf die Hauptstadt Sanandadsch

In den nächsten Jahrhunderten wurde Kurdistan wie andere Regionen von denMongolen undTimur verwüstet. Nachdem die Europäer im 16. Jahrhundert den Seeweg für den Handel mitIndien undChina als Alternative für dieSeidenstraße benutzten, verlor Kurdistan an wirtschaftlicher Bedeutung.

Der SultanMohammed Chodabandeh baute etwa 1220 als Verwaltungssitz der Provinz den OrtSultanabad Chamchal in der Nähe der Bisutunregion. 1372 zog die Verwaltung aber dann nachHassanabad, was 6 km südlich von Sanandadsch liegt. Im 13. Jahrhundert gelangte die kurdische Dynastie derArdalan an die Macht und regierte das Gebiet der Provinz Kurdistan bis 1867.

Bevölkerung

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Die Hälfte der Bevölkerung von 1,6 Mio. Menschen (Schätzung von 2006) lebt in den Städten. Ein Großteil der Menschen sindKurden, die größtenteilsSorani sprechen. Das Sorani wird hier auchArdalani genannt. Andere kurdische Dialekte sindHewramani (bei Marivan) undKurmandschi. In den östlichen Teilen der Provinz, also bei Bidschar und Qorveh leben auchAserbaidschaner. Perser bilden eine Minderheit.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Menschen der Provinz leben vor allem von Landwirtschaft und Viehzucht. Landwirtschaftliche Produkte sind Weizen, Gerste, Getreide und Früchte. Die Industrie besteht aus chemischer-, Metall-, Leder- und Nahrungsindustrie.

Hochschulen und Universitäten

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  • Medizinische Universität Kurdistan
  • Tohid Medizinisches Zentrum
  • Universität Kurdistan
  • Islamische Azad-Universität in Sanandadsch

Sehenswürdigkeiten

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Die iranische Kulturbehörde listet 211 sehenswerte kulturelle und geschichtliche Stätte auf, die in Kurdistan liegen.

Weblinks

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Commons: Provinz Kurdistan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. City Population:Iran. Islamische Republik Iran – Städte und Provinzen.
Verwaltungsbezirke der Provinz Kurdistan
Normdaten (Geografikum):GND:4706693-3 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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