Der 1951 inKöln gegründeteKulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz inBerlin. Seine Büroräume sind im Gebäude desBDI, von dem der Verein aber institutionell und personell unabhängig ist.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. versteht sich als bundesweites, unabhängiges Netzwerk kulturell engagierter Unternehmen, unternehmensnaher Stiftungen, von Wirtschaftsverbänden und Unternehmerpersönlichkeiten. Ihm gehören etwa 400 Mitglieder an, darunter die führenden Unternehmen Deutschlands.
Der Kulturkreis hat als Ziel, den Austausch von Kultur und Wirtschaft sowie das eigene kulturelle Engagement seiner Mitglieder zu stärken und das Verständnis insbesondere für zeitgenössische Kunst und Kultur in Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Er fördert mit den Beiträgen und Spenden seiner Mitglieder junge Künstler und Kulturschaffende in den Sparten Bildende Kunst, Musik, Literatur und Architektur.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft berät seine Mitglieder zu Fragen des unternehmerischen Kulturengagements und bietet mit den Arbeitskreisen Kulturförderung, Corporate Collecting und Kulturelle Bildung Foren für den fachlichen Austausch. Darüber hinaus vertritt er die kulturpolitischen Interessen seiner Mitglieder und würdigt mit der Vergabe des Deutschen Kulturförderpreises unternehmerisches Kulturengagement.
Dem Vorstand des Kulturkreises gehören an (Stand: 2022):[1]
Vorsitzende der Gremien:
Vorsitzende der Arbeitskreise:
Geschäftsführer (seit Mai 2021):
Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft seit 1951[2]
Vorstandsvorsitzende des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft:
Geschäftsführer des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft:
Ehrenamtl. Geschäftsführung als Mitglieder des Vorstandes:
Hauptamtliche Geschäftsführung:
Förderung durch Auszeichnungen:
Als seine originäre Aufgabe begreift der Kulturkreis die unmittelbaremäzenatische Künstlerförderung in vier Bereichen – Architektur,Bildende Kunst,Literatur und Musik.
Zu den Preisträgern der Kulturpreise gehören unter anderemHeinrich Böll,Paul CelanGünter Grass,Thomas Bernhard,Rosemarie Trockel,Olaf Metzel,Ingeborg Bachmann,Christoph Eschenbach,Georg Baselitz,Nino Haratischwili,Daniel Kehlmann,Orhan Pamuk,Clemens J. Setz,Herbert Spitzenberger.Claudia Hamm erhielt 2016 denLiteraturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft in der Sparte Übersetzen.
Service & Beratung:
Der Kulturkreis will in seinen Arbeitskreisen Initiativen zur Verbesserung des Zusammenwirkens von Kultur und Wirtschaft anregen. Einmal jährlich vergibt er daher z. B. denDeutschen Kulturförderpreis oder dasBronnbacher Stipendium, einRecruitment-Programm für kulturelle Kompetenz. Darüber hinaus steht er seinen Mitgliedern und interessierten Dritten als Gesprächs- und Beratungspartner an der Schnittstelle von Wirtschaft und Kultur zur Verfügung, u. a. in Fragen der Kulturförderung oder des Corporate Collecting.
Kulturpolitische Aktivitäten:
Der Kulturkreis will eine kulturpolitische Sprecherrolle für die deutsche Wirtschaft übernehmen, indem er Künstler und Kreative in den relevanten Bereichen des kulturellen und wirtschaftspolitischen Lebens in Deutschland unterstützt.
Der Arbeitskreis Kulturelle Bildung vergibt an die UniversitätMannheim (seit 2004), an dasKarlsruher Institut für Technologie (seit 2017, Kooperation mit Mannheim)[3] sowie an die UniversitätBochum (2007 bis 2011) das Bronnbacher-Stipendium. Das Ziel des Programms besteht darin, ausgewählte Studenten verschiedener Fachrichtungen zwei Semester lang und begleitend zum eigentlichen Fachstudium in die zeitgenössische Kunst und Kultur einzuführen – und so ihre kulturelle wie kreative Kompetenz zu stärken.
Der Kulturkreis gibt regelmäßig das Kulturkreis Magazin heraus.