Kriegsheim ist einefranzösischeGemeinde mit 765 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementBas-Rhin in derRegionGrand Est (bis 2015Elsass). Sie liegt imKanton Brumath imDépartement Bas-Rhin. Am 1. Januar 2015 wechselte Kriegsheim vomArrondissement Strasbourg-Campagne zumArrondissement Haguenau-Wissembourg.[1]
Kriegsheim liegt 20 Kilometer nördlich vonStraßburg und fünf Kilometer südwestlich vonHaguenau in der LandschaftCollines de Brumath am Rand derOberrheinischen Tiefebene. DerLohgraben, ein 11 km langer Zufluss derModer, entspringt in Kriegsheim.
Kriegsheim grenzt anNiederschaeffolsheim im Norden,Weitbruch im Osten,Brumath im Süden undRottelsheim im Westen.
Merowingerzeitliche Grabfunde belegen, dass das Gebiet bereits im 5. bis 8. Jahrhundert besiedelt war.
Urkundlich erwähnt wurde das Dorf erstmals 823 in einem Austausch zwischen Graf Erchangar und Bernold, Bischof von Straßburg. 953 erhielt dasKloster Lorsch durch einen Akt KaisersOtto I. Güter in Kriegsheim.
Kriegsheim gehörte zu den 28 Dörfern, deren Besitztum 1236 zwischen demBistum Straßburg und demAlten Reich aufgeteilt wurde.
Nach der Thronbesteigung derHabsburger 1272 wurde KriegsheimReichsdorf und kam zurLandvogtei Hagenau. Die Gemeinde gehörte bis 1789 zumSchultheißamtBatzendorf.
1460 fiel die Hälfte des Dorfs demThomaskapitel von Straßburg zu. 1625 erhieltGeorg Dietrich von Wangen die andere Hälfte bis zurFranzösischen Revolution.
Am 21. November 1959 empfing KriegsheimCharles de Gaulle, den ersten Präsidenten derFünften Französischen Republik.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2013 |
| Einwohner | 316 | 330 | 331 | 362 | 405 | 615 | 710 | 706 |
Die KircheSaint-Ulrich ist mit einer modernenOrgel von 1977/1978 ausgestattet, die eine 1861 vonMartin Wetzel gebaute Orgel ersetzte. Nur der originaleProspekt ist noch erhalten.
Kriegsheim ist durch dieDepartementsstraße D263 erschlossen. Sie verbindet Kriegsheim mit Haguenau und dem Kantonshauptort Brumath, wo Anschluss an dieAutoroute A4 besteht, die hier mit derEuropastraße 25 zusammenfällt.
- Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999,ISBN 2-84234-055-8, S. 279.
- ↑https://www.legifrance.gouv.fr/eli/decret/2014/12/29/2014-1722/jo/texte