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Kraftwerk Manapouri

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ManapōuriHydro Station
Manapouri Power Station – Halle mit den Generatoren
ManapouriPower Station – Halle mit den Generatoren
ManapouriPower Station – Halle mit den Generatoren
Lage
Manapōuri Hydro Station (Neuseeland)
ManapōuriHydro Station (Neuseeland)
Koordinaten45° 31′ 17″ S,167° 16′ 40″ O-45.521316666667167.27771666667178Koordinaten:45° 31′ 17″ S,167° 16′ 40″ O
LandNeuseeland Neuseeland
OrtSouthland District, RegionSouthland,Südinsel,Neuseeland
GewässerLakeManapouri
HöheOberwasser178 m
Kraftwerk

EigentümerMeridian Energy
BetreiberMeridian Energy
Planungsbeginn1950er
Bauzeit1964 bis 1972
Betriebsbeginn1972
Technik

Engpassleistung800Megawatt
Durchschnittliche
Fallhöhe
178 m
Ausbaudurchfluss500 m³/s
TurbinenVertical Francis (General Electric)
Generatoren7 (Siemens)
Sonstiges

WebsiteManapōuri hydro station
StandJuni 2018

DasKraftwerkManapouri, vom BetreiberManapōuriHydro Station genannt, ist einKavernenkraftwerk imSouthland District der RegionSouthland auf derSüdinsel vonNeuseeland. Es ist das größteWasserkraftwerk des Landes.

Geographie

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Das eigentliche Kraftwerk befindet sich am Ende desWest Arms desLakeManapouri, 26 kmwestnordwestlich des OrtesManapouri und 26 km südwestlich vonTe Anau.[1] Um das Gefälle des Wassers desLakeManapouri zum Meeresspiegel nutzen zu können, wurden von dem Standort des Kraftwerks aus zwei 10 km lange Tunnel in nordwestliche Richtung durch die Berge vonFiordland zumDeep Cove, einem Arm desDoubtful Sound/Patea getrieben.[2]

Geschichte

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Kraftwerk vom See aus gesehen

Die Idee eine Wasserkraftanlage amLakeManapouri zu errichten entstand 1904 durchP. S. Hay vom damaligenPublic Works Department, doch die Abgeschiedenheit des Sees und die Herausforderungen an die Ingenieure ließen eine Realisierung der Idee noch nicht zu. Als 1956 dieConsolidated Zinc ausAustralien plante, nahe dem OrteBluff im Süden der Südinsel eineAluminiumschmelze zu errichten, wurde wegen des immensen Strombedarfs der Hütte die Idee des Kraftwerkbaus wieder aufgegriffen[3] und ein Vertrag am 19. Januar 1960 mit derConsolidated Zinc, die das Kraftwerk bauen wollte, geschlossen.[4]

Der Vertrag sah vor, die SeenLakeTe Anau undLakeManapouri zu verbinden, den Wasserstand durch den Bau eines Dammes auf 30 m anzuheben und der FirmaConsolidated Zinc die Nutzungsrechte beider Seen für 99 Jahre zu garantieren. 1963 entschied die Firma das Kraftwerk nicht zu bauen, sondern nur die Aluminiumhütte.[4] Nachdem die Finanzierung durch die Regierung geklärt und die Projektrealisierung übernommen worden war, begann der Bau des Kraftwerks im Jahr 1964 mit einem Tunnel zumDeep Cove. Der Bau kostete 135,5 Millionen NZ$, fast 8 Millionen Arbeitsstunden und 16 Arbeitern das Leben.[4]

Im September 1969 wurde der erste Strom produziert, und in der Bauabschnittsphase #2 sollte der Wasserspiegel des Sees um 8 m gehoben werden. Hiergegen formierte sich heftiger Widerstand in der Bevölkerung, und mit 264.907 Unterschriften zwangen die Initiatoren des Protestes die Regierung zum Einlenken. 1972 ging die Anlage dann offiziell in Betrieb. Doch es stellte sich ein Design- und Auslegungsfehler der Anlage heraus, der bei der vollen Auslastung des Kraftwerks mit seinen geplanten 700 MW die Flutung der Kraftwerkskaverne wegen zu geringer Durchsatzleistung des Unterwassertunnels aufgrund einer fehlerhaft eingeschätzten hydraulischenRohrreibung zur Folge hätte haben können. So konnte die Anlage nur maximal 585 MW Strom produzieren. Um dieser Einschränkung entgegenzutreten, entschied man 1997 dann letztlich, einen zweiten, parallelen Tunnel zur Ableitung des genutzten Wassers zu bauen, der im Jahr 2002 in Betrieb ging. Seitdem kann die Anlage bis auf 800 MW Leistung gefahren werden, da einerseits seither die Triebwassermenge vollständig und sicher abgeführt werden kann, andererseits durch die verbesserten Strömungsverhältnisse eine größere Nettofallhöhe zur Verfügung steht.[4]

Im Juli 2020 hat derBetreiber angekündigt, die Aluminiumhütte in Bluff zum August 2021 zu schließen.[5][6] Dies hat Debatten darüber ausgelöst, wie die elektrische Energie zukünftig genutzt werden könnte.[7]Zu einer Schließung kam es dann aber nicht. Im Mai 2024 wurden neue Stromlieferverträge für 20 Jahre geschlossen.[8]

Daten des Kraftwerks

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DieMaschinenkaverne des Kraftwerks besitzt eine Länge von 111 m und ist 18 m breit. In ihr befinden sich sieben 121,5 MW-Siemens-Generatoren, deren mit einer Spannung von 13.800 Volt erzeugter Strom durch 133 Tonnen wiegendeMaschinentransformatoren auf 220.000 Volt hochgespannt wird. Das zur Stromerzeugung genutzte Wasser strömt mit einem maximalenDurchfluss von 500 m³ pro Sekunde und einerFallhöhe von178 m durch das Einlaufbauwerk und sieben Triebwasserschächte und treibt damit die siebenFrancis-Turbinen mit vertikaler Wellenanordnung an. Nach dem Austritt aus denSaugrohren der Turbinen fließt das Wasser durch die beiden 10 m im Durchmesser messenden Tunnel zumDoubtful Sound/Patea ab. Obwohl das Kraftwerk heute auf eine Leistung von 850 MW ausgelegt ist, wird es auf 800 MW Stromerzeugung begrenzt.[3]

Ein Großteil der vomManapōuri-Kraftwerk produzierten elektrischen Energie wird 160 km weiter südöstlich beiBluff in der Hütte der heutigen FirmaNew Zealand Aluminium Smelters, die auf einen Verbrauch von 572 MW ausgelegt ist[9], zurAluminiumgewinnung genutzt.

Siehe auch

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Weblinks

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Commons: Manapouri Power Station – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Topo250 maps. Land Information New Zealand, abgerufen am 3. Juni 2018 (englisch). 
  2. Manapōurihydro station. Meridian Energy, abgerufen am 3. Juni 2018 (englisch). 
  3. abDiscoverManapōuri. (PDF; 780 kB) Meridian Energy, November 2015, archiviert vom Original am 28. Januar 2018; abgerufen am 24. April 2019 (englisch). 
  4. abcdManapouriPower Station. Engineering New Zealand, abgerufen am 11. März 2022 (englisch). 
  5. Hamish Rutherford: Rio Tinto announces plans to close New Zealand aluminium smelter in 2021. NZ Herald, 9. Juli 2020, abgerufen am 20. August 2020 (englisch). 
  6. Alex Braae: The Bulletin: Tiwai Point closing affects everything. The Spinoff, 10. Juli 2020, abgerufen am 20. August 2020 (englisch). 
  7. Ambitious proposals for surplus electricity once Tiwai closes. Radio New Zealand, 10. August 2020, abgerufen am 20. August 2020 (englisch). 
  8. Tiwai Point aluminium smelter to stay open until 2044. In: RNZ. 31. Mai 2024, archiviert vom Original am 31 Mai 2024; abgerufen am 23. Januar 2025 (neuseeländisches Englisch). 
  9. Collette Devlin, Phil McCarthy: TiwaiSmelter deal signed between Meridian Energy and NZAS. In: Stuff - Buisinees. Fairfax Media, 3. August 2015, abgerufen am 3. Juni 2018 (englisch). 
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