Krabbenkutter
EinKrabbenkutter ist ein speziell für den Fang vonNordseegarnelen (in der KüchenspracheKrabben oderGranat genannt) im Flachwasser ausgerüstetesFischereifahrzeug, dessenSchleppnetze über Ausleger paarig an den Seiten geführt werden.
Bauweise
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AlsSchiffsantrieb dient einDieselmotor, der einen in den meisten Fällen ummantelten Propeller antreibt. Die Länge der Kutter kann bis zu 20 m betragen, die Breite bis zu 4,5 m. Ein Tiefgang von rund 1,8 m wird selten überschritten.[1] Stationiert sind diese Schiffstypen an derNordsee und derOstsee in kleinen Häfen (Kutterhäfen), die oft auch über einen Verarbeitungsbetrieb für den angelandeten Fang verfügen. Zu den bekannten Kutterhäfen gehörenDorum,Greetsiel undFedderwardersiel.
Als empfindlichesLebensmittel müssen dieGarnelen schon an Bord abgekocht werden. Dies geschieht direkt im entnommenen Seewasser in einem Kochkessel, was den Tieren ihr speziellesAroma verschafft. Bei der Verarbeitung anfallender Abfall wird zumeist über Bord geworfen, weshalb Krabbenkutter meist von einem SchwarmMöwen verfolgt werden.
In Deutschland fischen heute nur noch rund 280 Kutter an Nord- und Ostsee nach Garnelen. Der Fang geschieht über zwei Ausleger, den inTönning erfundenenBaumkurren, an denen die Fangnetze seitlich in das Wasser gelassen und dann an Rollen gleitend über den Meeresboden gezogen werden und dabei die Krabben aufschrecken und einfangen (Grundnetz = „Kurre“).
Amerikanische Krabbenkutter sind in der Regel um etwa 10 m länger als deutsche Kutter, was sich durch die raueren Seeverhältnisse vonAtlantik,Pazifik und insbesondere desBeringmeers erklärt.
Wie alle Kutter, die der Fischerei dienen, bedürfen auch Krabbenkutter einer Registrierung im Heimathafen[2] und müssen einFischereikennzeichen, bestehend aus einer Buchstabenfolge von einem bis zu fünf Buchstaben für den Heimathafen und einer Registriernummer, am Bug des Fahrzeuges führen.