Korfu (Gerät)

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Korfu war derDeckname eines imZweiten Weltkrieg eingesetzten deutschen „Funk-Horchempfängers“, genauer einer Serie vonFunkmessgeräten fürDezimeterwellen beziehungsweiseZentimeterwellen.

Es gab mehrere Modellvarianten, die sich hauptsächlich durch dasFrequenzband unterschieden. Die offizielle militärische Bezeichnung derKriegsmarine warFunkmessbeobachtungsgerät (FuMB) mit Modellnummern von „FuMB 11“ bis „FuMB 17a“.[1] DieLuftwaffe nutzte sie unter der Bezeichnung „E 351 A“, „E 351 B“ und so weiter. Die von beidenWehrmachtteilen gleichermaßen verwendete TarnbezeichnungKorfu wurde durch Nummern ergänzt, die denWellenlängenbereich andeuteten (siehe Tabelle unten).[2]

Hergestellt wurdeKorfu von der FirmaBlaupunkt inBerlin-Wilmersdorf unter demFertigungskennzeichenfvw.[3][4] Als Namensstifterin diente, wie auch bei vielen anderen Funkmessbeobachtungsgeräten derWehrmacht, wie beispielsweiseFuMB 4Samos oderFuMB 7Naxos, einegriechische Insel.

Beschreibung

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Die HorchempfängerKorfu dienten zur Erfassung und, zusammen mit einer geeignetenPeilantenne, zurPeilung (Richtungserfassung)elektromagnetischer Signale imHochfrequenzbereich (HF-Bereich), wie sie vonalliiertenRadargeräten ausgesendet wurden, beispielsweise inU‑Jagd-Flugzeugen. Der abzudeckende Frequenz- beziehungsweise Wellenlängenbereich begann imDezimeterwellenband oberhalb von 1 GHz, entsprechend Wellenlängen von etwa 180 mm, und reichte bis weit in denZentimeterwellenbereich bis oberhalb von 10 GHz, entsprechend knapp 30 mm, hinein. Da es zur damaligen Zeit noch keine breitbandigenMikrowellenempfänger gab, musste das abzuhörende Frequenzspektrum durch eine entsprechende Anzahl schmalbandigerEmpfangsgeräte abgedeckt werden.

Es handelte sich jeweils umDoppelüberlagerungsempfänger („Doppelsuper“) mit einer erstenZwischenfrequenz (1. ZF) von 60 MHz und einer 2. ZF von 40 MHz. Als ersterLokaloszillator (1. LO) wurde einMagnetron verwendet, dessen Grundwelle (1. Harmonische), beziehungsweise modellabhängig dessen zweite oder dritte Harmonische, zurMischung mit dem zu empfangenden Signal genutzt wurde.[5] ZurDemodulation konnte zwischenAmplitudenmodulation (AM) undFrequenzmodulation (FM) umgeschaltet werden.

Während die HF-Schaltungsteile der Modelle, entsprechend der unterschiedlichen Frequenzbänder, sich stark unterschieden, waren die restlichen Schaltungsteile und insbesondere Aussehen und Bedienung der Geräte praktisch identisch. Eine unvollständige Übersicht über die verschiedenenKorfu-Modelle gibt die folgende Tabelle:[6]

Frequenz/GHzWellenlänge/mmDecknameLuftwaffeKriegsmarine
1,66–2,5120–180Korfu 1218E 351 CFuMB 12
2,5–3,7580–120Korfu 812E 351 EFuMB 11
3,75–560–80Korfu 68E 351 AFuMB 13
5–7,540–60Korfu 46E 351 BFuMB 14
7,5–11,127–40Korfu 274E 351 DFuMB 15
11,5–17,617–26Korfu 1726FuMB 17

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Funkmeßbeobachtungsanlagen, abgerufen am 25. Juli 2021.
  2. Funk-Horchempfänger E 351 Werkschrift g. 4419 vom September 1944. S. 1.
  3. Gerhard Hepcke:The Radar War (englisch), S. 33,PDF; 135 kB, abgerufen am 9. August 2021.
  4. German Wehrmacht Radios (englisch), abgerufen am 9. August 2021.
  5. Funk-Horchempfänger E 351 Werkschrift g. 4419 vom September 1944. S. 14.
  6. Funk-Horchempfänger E 351 Werkschrift g. 4419 vom September 1944. S. 5.
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