Reagenzgläser mit Flüssigkeit, in denen ein blauer Farbstoff in unterschiedlicher Konzentration gelöst ist. In dem Reagenzglas mit dunkelblauer Flüssigkeit (vorne) ist der blaue Farbstoff in hoher Konzentration gelöst. In den folgenden Reagenzgläsern ist der blaue Farbstoff in einer jeweils geringerer Konzentration gelöst (und gleichzeitig in geringerer Menge, da das Volumen etwa gleich ist). Bild ist AI-generiert.
DieKonzentration ist nachDIN 1310 eineGehaltsangabe, die auf dasVolumen desGemisches bezogen ist.[1] Die Konzentration gibt also an, wie viel von einemStoff (dem betrachtetenSolvat) in einem Vergleichsvolumen des Gemisches (Solvat undSolvens) vorhanden ist.[2] Solvat und Solvens können verschiedeneAggregatzustände haben und damit kann das Gemisch mehrphasig sein; dann können Solvat und Solvens sogar aus dem gleichen Stoff sein. Neben dem betrachteten Solvat, für das die Konzentrationsangabe gemacht wird, können auch noch andere Solvate vorhanden sein. Das Solvens und das Solvat können also selbst Gemische sein. Die Konzentration eines Stoffes im Gemisch ist wegen unterschiedlicherAusdehnungskoeffizienten temperaturabhängig.
Sehr geringe Konzentrationen werden alsSpuren bezeichnet (zur Abgrenzung sieheSpurenelement).
DieÄquivalentkonzentration oderNormalität ist eine spezielle Form der Stoffmengenkonzentration; hierbei bezieht sich die Stoffmengeneinheit Mol auf Äquivalentteilchen[4], also auf virtuelle Bruchstücke realer Teilchen, um deren chemische Wertigkeit zu berücksichtigen, Maßeinheitl mol/l, veraltet val/l.
DieVolumenkonzentration: Definiert als Volumen des Solvates pro Volumen des Gemisches, Einheit l/l; nicht äquivalent zumVolumenanteil, der auf dieSumme der Volumina aller Anteile bezogen wird.
DieTeilchendichte oder auchPartikelkonzentration: Definiert als die Anzahl Teilchen oder Partikel pro Volumen des Gemisches, Einheit 1/l.
Diese Bezeichnungen fürbezogene Größen als Quotienten aus Masse, Volumen, Stoffmenge oder Teilchenzahl eines Stoffes bezogen auf das Volumen des Gemisches, in dem sich der Stoff befindet, folgen der NormDIN 5485Benennungsgrundsätze für physikalische Größen; Wortzusammensetzungen mit Eigenschafts- und Grundwörtern.
Oft wird der BegriffKonzentration nicht sachgerecht benutzt im Sinne einer allgemeinenGehaltsangabe, so dass unklar bleibt, ob Stoffmengenkonzentration, Massenkonzentration oder Volumenkonzentration oder sogar auch einAnteil gemeint ist. Ein Beispiel dafür ist, wenn in der Biochemie gelegentlich eine Konzentrationsangabe in Form einesMassenanteils in Flüssigkeiten mit der Prozentangabe % (m/V) angegeben wird, wobei näherungsweise für das Volumen eineDichte von 1 g/ml angenommen wird. EineLösung von 1 % (m/V) enthält demnach 10 g/l (meistens eines Feststoffs), auch wenn die Dichte nach dem Lösungsvorgang meistens größer als 1 g/ml ist.