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Konrad Adenauer

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterKonrad Adenauer (Begriffsklärung) sowie unterAdenauer (Begriffsklärung) aufgeführt.
Konrad Adenauer (1952)Unterschrift Konrad Adenauers

Konrad Hermann Joseph Adenauer (*5. Januar1876 inKöln; †19. April1967 inRhöndorf; eigentlichConrad Hermann Joseph Adenauer) war ein deutscherchristdemokratischerPolitiker undStaatsmann. Von 1949 bis 1963 war er der ersteBundeskanzler derBundesrepublik Deutschland und von 1951 bis 1955 zugleich ersterBundesminister des Auswärtigen.

Bereits imKaiserreich und in derWeimarer Republik absolvierte derJurist und Angehörige der katholischenZentrumspartei eine politische Karriere: Er war von 1917 bis 1933Oberbürgermeister von Köln, gehörte dempreußischen Herrenhaus an und war Präsident despreußischen Staatsrats. In derZeit des Nationalsozialismus wurde er seiner Ämter enthoben und war zeitweise inhaftiert.

Adenauer warKatholik und gehörte zu den Begründern derCDU, deren Parteivorsitzender er von 1950 bis 1966 war. Als Präsident desParlamentarischen Rates sowie als erster Bundeskanzler und Außenminister derBundesrepublik Deutschland prägte er eineganze Ära. Der zum Amtsantritt bereits 73-Jährige setzte sich fürBonn als Bundeshauptstadt ein, stand für eine Politik derWestbindung und derEuropäischen Einigung und eine aktive Rolle der Bundesrepublik in derNATO. Adenauer stand wirtschaftspolitisch für das System derSozialen Marktwirtschaft. Er verfolgte einenantikommunistischen Kurs sowohl im Inland als auch gegenüber derSowjetunion und derenSatellitenstaaten.

Leben und Wirken

Herkunft und Kindheit

Konrad Adenauer (1896)
Konrad Adenauer (rechts) alsConsenior desKStV Arminia Bonn im Wintersemester 1896/1897

Konrad Adenauer wurde 1876 in Köln alsConrad Hermann Joseph Adenauer[1] und drittes von fünf Kindern desJustizsekretärs am damaligenAppellationsgericht und späteren Kanzleirats Johann Konrad Adenauer (1833–1906) und dessen Ehefrau Helena Scharfenberg[2] (1849–1919) geboren. Adenauers Familie warrömisch-katholisch geprägt.[3][4] Seine Geschwister warenAugust (1872–1952), Johannes (1873–1937), Lilli (1879–1950, verh.Suth) und die 1883 geborene Elisabeth, die dreieinhalb Monate nach der Geburt starb.[5]

Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Der Vater verdiente monatlich etwa 300Goldmark (heute etwa 1.500–2.000 €),[6] lebte aber sehr beschränkt; Adenauer berichtete später, er habe sich mit einem seiner Brüder das Bett teilen müssen.[7] Die Mutter verdiente durch Näharbeiten hinzu, bei denen auch die Kinder halfen, und überall musste gespart werden. Als Kind war Adenauer oft krank: Mit sieben Jahren litt er an einer Knochenkrankheit, und als Jugendlicher bekam erTuberkulose – eine Krankheit, an der damals viele starben.[8]

Kaiserreich, Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus

Studium und Beginn der Karriere

Studium

Trotz der beschränkten Mittel konnte der Vater seinen Söhnen das Gymnasium finanzieren. Adenauer legte am 5. März 1894 das Abitur amApostelgymnasium in Köln ab. Danach begann er eine Banklehre beim KölnerBankhaus Seligmann, die er nach 14 Tagen beendete: Dem Vater war es gelungen, bei der Kölner Krämer-Stiftung ein Stipendium für seinen Sohn zu erhalten.[9] Im April 1894 immatrikulierte er sich an der UniversitätFreiburg im Breisgau, später dann inMünchen undBonn für die Fächer Rechts- und Staatswissenschaft, die er 1897 mit dem ErstenStaatsexamen abschloss. Durch ein Attest wurde er vomMilitärdienst befreit, was zur damaligen Zeit eine Karriere im Staatsdienst behindern konnte.[8]

Studentenverbindungen

In Freiburg trat er in diekatholischeStudentenverbindung KStV Brisgovia Freiburg imKartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV) ein, danach in den KStV Saxonia im KV zu München, denKStV Askania-Burgundia Berlin und in denKStV Arminia im KV zu Bonn, denen er zeitlebens eng verbunden blieb.[10]

Referendariat

Zwischen 1897 und 1901 absolvierte Adenauer seinReferendariat inKöln.[11] Seinerstes juristisches Staatsexamen legte er 1897 mit dem Prädikat „gut“ ab. Adenauer trat in den einjährigenVorbereitungsdienst beimLandgericht in Köln ein.[11] Die ersten sechs Wochen war er beim Untersuchungsamt alsProtokollführer tätig, dann folgten ein Monat in der I.Strafkammer, fünf Monate in der II.Civilkammer, zwei Monate in der IV.Civilkammer und zwei Monate in der I.Kammer für Handelssachen. Daran schlossen sich vier Monate bei derStaatsanwaltschaft an und sechs Monate in derKanzlei von Justizrat Schniewind und beimNotar Justizrat Schäfer.[11] Am 3. Januar 1900 setzte er den Vorbereitungsdienst beimAmtsgericht Köln fort, arbeitete im Oktober/November des Jahres beiRechtsanwalt Schniewind und wurde ab 1. Dezember 1900 wieder beimOberlandesgericht tätig.[11] Am 30. Mai 1901 beantragte er die Zulassung zur großen Staatsprüfung.[11] Nach vierjähriger Referendarausbildung legte Adenauer im Oktober 1901 inBerlin seinzweites juristisches Staatsexamen (Assessorexamen) mit dem Prädikat „Ausreichend“ ab.[11][12]

Der Tennisclub „Pudelnaß“ verschaffte ihm während seiner Referendarszeit erstmals Zugang zur höheren Gesellschaft Kölns: Er lernte hier verschiedene politische Freunde kennen sowie seine spätere EhefrauEmma Weyer, Nichte seines Vorgängers als OberbürgermeisterMax Wallraf.[13]

Assessor

Nach bestandenem Examen wurdeAssessor Adenauer dem Oberlandesgerichtspräsidenten in Köln zugewiesen, wo er Mitte Januar 1902 eine befristete Vertretung bei der Staatsanwaltschaft desAmtsgerichts Köln erhielt, die er für eindreiviertel Jahre wahrnahm.[11] Von 1903 bis 1905 war er als Rechtsanwalt in der Kanzlei von Justizrat Hermann Kausen tätig, Rechtsanwalt beimOberlandesgericht Köln und Vorsitzender der Zentrumsfraktion im Kölner Stadtparlament. Adenauer wurde am 1. Dezember 1905 zur Vertretung desLandgerichtsratsChristian Johnen beimLandgericht Köln angewiesen und übte bis zum Ende März 1906 die Tätigkeit alsHilfsrichter aus in der Hoffnung, von dort eine Stelle alsNotar auf demLande zu bekommen.[11]

Beigeordneter der Stadtverwaltung

In seiner kommunalen Funktion hatte Hermann Kausen 1906 über die freigewordene Stelle desBeigeordneten in der Kölner Stadtverwaltung zu entscheiden und förderte Adenauers Bewerbung. Adenauer war Kandidat der Zentrumspartei, erhielt aber auch Stimmen der Liberalen; am 7. März 1906 wurde er mit 35 von 37 Stimmen gewählt. Sein Jahresgehalt betrug nun 6000Goldmark (heute etwa 51.600 €[14]). Mit dem Wechsel insKölner Rathaus schien er seine Fähigkeiten richtig entfalten zu können.[15]

Am 22. Juli 1909 wurde er als Erster Beigeordneter erster Stellvertreter desOberbürgermeistersMax Wallraf, der der Onkel seiner ersten Frau war. Der Aufgeschlossenheit und Initiative Adenauers war es zu verdanken, dass inKöln-Deutz 1914 dieKölner Werkbundausstellung eröffnet wurde.

Erster Weltkrieg

Während desErsten Weltkriegs war Adenauer für die Versorgung der Stadtbevölkerung mit Lebensmitteln zuständig, die aufgrund derbritischen Seeblockade zunehmend schwieriger wurde. Er begann, Nahrungsmittel zu horten und führte erfolgreich verschiedene Ersatzprodukte ein, so ein von ihm selbst erfundenes „Kölner Brot“ ausReis- undMaismehl,Topinambur statt der Kartoffeln, die nach einerKartoffelfäule-Missernte 1916 Mangelware waren, und nicht zuletztGraupen. Für dieses „Rheinische Schwarzbrot“ erhielt er am 2. Mai 1915 ein Patent. Er erfand auch die sogenannteKölner Wurst unter Verwendung vonSojamehl, die 1918 imVereinigten Königreich patentiert wurde.[16]

Zwar konnte er so die bedrohlichsten Folgen desSteckrübenwinters 1916/17 mildern, doch wegen des unbefriedigenden Geschmacks der von ihm eingeführten Produkte bedachte ihn die Kölner Bevölkerung mit dem despektierlichen Spitznamen „Graupenauer“.

Am 20. März 1917 hatte sein Chauffeur einen Autounfall mit einerStraßenbahn, bei dem Adenauer schwer verletzt wurde.[17] Sein Gesicht wurde zerschnitten, und das, was man heute als Falten bezeichnet, waren teilweise Narben.[8] Nach dem Krankenhausaufenthalt fuhr Adenauer für einige Monate zum Erholungsurlaub nachSt. Blasien.[18]

Oberbürgermeister Kölns

Wahl zum Stadtoberhaupt
Wohnhaus Adenauers 1911 bis 1933 inKöln-Lindenthal,Max-Bruch-Str. 6 (Denkmal)
Eheleute Adenauer am Haus Max-Bruch-Str. 6 (um 1915)
KölnerNotgeld (1920): Banknote 10 Pfennig, unterschrieben von Oberbürgermeister Adenauer
Anleihe über 500 £ der Stadt Köln vom 1. Oktober 1928; mit Faksimile-Unterschrift von Adenauer
Oberbürgermeister Adenauer (Mitte) beim Stapellauf desKreuzersKöln inWilhelmshaven (1928)

Am 18. September 1917 wählte ihn die Kölner Stadtverordnetenversammlung ohne Gegenstimme auf 12 Jahre zum bis dahin jüngstenOberbürgermeister der Stadt Köln. Das Amt, das ihm offiziell am 21. Oktober 1917 durch Erlass desKönigs von Preußen übertragen wurde, versah er bis 1933 und erneut für einige Monate des Jahres 1945.

Politische und wirtschaftliche Mandate

Am 12. Februar 1918 wurde Adenauer in dasPreußische Herrenhaus berufen, welches allerdings infolge derNovemberrevolution noch im selben Jahr abgeschafft wurde.[19] Ab 1918 gehörte er auch demProvinziallandtag der Rheinprovinz an.[20] Am 5. Dezember 1920 wurde er imDüsseldorfer Ständehaus zum Vorsitzenden des 59. Rheinischen Provinziallandtags gewählt.[21] Bis zur Auflösung in den 1930er Jahren war er Abgeordneter dieses Parlaments. In den zwanziger Jahren gehörte Adenauer den Aufsichtsräten derDeutschen Bank, derDeutschen Lufthansa, desRheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerkes, der RheinAG fürBraunkohlenbergbau undBrikettfabriken (Rheinbraun) und weiterer zwölf Unternehmen sowie demReichswirtschaftsrat an. Außerdem war Adenauer als Verfechter des Kolonialgedankens von 1931 bis 1933 als Vizepräsident derDeutschen Kolonialgesellschaft politisch tätig.

Präsident des preußischen Staatsrats

Vom 7. Mai 1921 bis 1933 war er mit Unterstützung des Zentrums, derSPD und derDDP Präsident despreußischen Staatsrats (1921–1933). In dieser Funktion stand er in einerpolitischen Dauerfehde mit dem sozialdemokratischen preußischen MinisterpräsidentenOtto Braun, welche von Adenauer bis vor denStaatsgerichtshof für das Deutsche Reich getragen wurde. Während Braun ein starkes zentralisiertesPreußen als Bollwerk der Demokratie begriff, stand Adenauer als Rheinländer dem preußischen Staat stark ablehnend gegenüber. Am 1. Februar 1919 fasste er in einer Rede die verbreiteten antipreußischenRessentiments zusammen, die auch ihm nicht fremd waren: Danach war Preußen „der böse Geist Europas, […] der Hort des kulturfeindlichen, angriffslustigenMilitarismus“, es trage dieSchuld am Ersten Weltkrieg, es sei „von einer kriegslüsternen, gewissenlosen militärischen Kaste und demJunkertum beherrscht“, und dieses Preußen „beherrschte Deutschland“.[22]

Bestrebungen der Zentrumspartei zielten in den Krisenjahren nach dem Ersten Weltkrieg 1918/19 und 1929 auf ein Rheinland ab, das autonom von Preußen sein sollte. Damals und später wurde daher der Vorwurf gemacht, Adenauer habeseparatistischen Bestrebungen nahegestanden, das Rheinland auch von Deutschland abzutrennen.

Siehe auch:Rheinische Republik
Reichskanzlerkandidaturen 1921, 1926, 1928

In derWeimarer Republik war er mehrfach (1921, 1926, 1928) als Kandidat für das Amt desReichskanzlers im Gespräch. Am aussichtsreichsten war dies für denKanzler des Westens undKönig des Rheinlands 1926, er konnte aber seine politischen Forderungen nicht durchsetzen. Ein Tausch des sicheren und persönlich befriedigenden Amtes in Köln mit der unsicheren Reichskanzlerschaft erschien ihm auch nicht als Gewinn.[23]

Finanzielle Vermögensverluste

Konrad Adenauer war einer der höchstbezahlten Politiker der Weimarer Republik. Er bezog 1929 jährlich 33.000Reichsmark (RM) Gehalt, 4800 RM Aufwandsentschädigung; ferner übernahm die Stadt die Gesamtkosten für sein Haus einschließlich der Hypotheken und der laufenden Kosten mit geschätzten 43.000 RM jährlich, insgesamt erreichte er jährliche Einnahmen in Höhe von 84.500 RM (2023: ca. 312.500 €). Daneben saß er im Aufsichtsrat verschiedener öffentlicher und privater Konzerne.[24]

1928 verspekulierte Adenauer sein Vermögen durch den Ankauf vonGlanzstoff-Aktien, deren Kurs bald sank. Dadurch drohten ihm die Schulden, die er bei derDeutschen Bank hatte, über den Kopf zu wachsen, doch ließ er sich aus einem sogenannten „Schwarzen Fonds“ vom Vorstandsvorsitzenden der Glanzstoff AG, Fritz Blüthgen, zwei Aktienpakete im Nominalwert von insgesamt 1,14 Millionen RM zur Verfügung stellen, die er unter Vermittlung seines FreundesLouis Hagen zum Ausgleich seines Kontos einsetzte.

Im Februar 1931 berichtete die Kölner Lokalpresse von den Finanzschwierigkeiten des Oberbürgermeisters,Deutschnationale undNationalsozialisten setzten sie in der Stadtverordnetenversammlung auf die Tagesordnung. Adenauer hatte sich aber im Voraus eine Erklärung der Bank besorgt, die die umlaufenden „unzutreffenden Gerüchte und Behauptungen“ mit dem Hinweis dementierte, sein Konto sei „völlig ausgeglichen“.[25]

Weimarer Republik: Frühe Krisenjahre (1919–1923)

Nach dem Ersten Weltkrieg setzte er durch, dass aus dem alten preußischenFestungsring einGrüngürtel wurde. Während seiner Amtszeit wurden 1919 dieUniversität zu Köln, 1924 dieMesse, 1925 dieMusikhochschule und 1926 dieKölner Werkschulen (nachdem er die Kunsthochschule „DasBauhaus“ nicht hatte holen können)[26] neu- beziehungsweise wieder eröffnet. Adenauer eröffnete im August 1932 die erste alsAutobahn bezeichnete deutsche Schnellstraße – die heutigeAutobahn 555 – von Köln nachBonn.Fritz Schumacher, von 1920 bis 1923 Stadtplaner unter Adenauer, sagte zu dessen Engagement in Zeiten der Inflation: „Je mehr zusammenzubrechen schien, mit desto größerer Energie trieb Adenauer die Arbeiten voran.“[27]

Weimarer Republik: Relative Stabilisierung (1924–1929)

Adenauer bemühte sich intensiv, ausländische Investoren nach Köln zu holen. 1927 hatte er bereits eine Zusage vonCitroën für eine Automobilfabrik, das Projekt verlief dann aber doch im Sande. Nach intensiven Verhandlungen mitFord gelang es ihm, den US-Autohersteller davon zu überzeugen, ein neues Werk zu errichten, anstatt die bestehenden kleineren Anlagen inBerlin auszubauen. Allerdings konnte auch dieses Werk die wirtschaftlichen Probleme, in die Köln wie das gesamte Reich in der Spätphase der Weimarer Republik geriet, nur kurzfristig aufhalten. Den Bau der damals technisch einmaligenMülheimer Brücke setzte er im selben Jahr taktisch geschickt mit Stimmen derKPD durch.

Weimarer Republik: Vor dem Untergang – Die Ära der Präsidialkabinette (1930–1933)

1931 kam es zur ersten größeren Auseinandersetzung mit denNationalsozialisten, als diese in einer nächtlichen Aktion die Rheinbrücken mitHakenkreuzfahnen beflaggten. Adenauer ließ – nach seiner späteren eigenen Darstellung – die Fahnen mit Verweis darauf, dass die Brücken öffentliche Bauwerke seien, unverzüglich wieder entfernen. Dadurch geriet er in das Visier derSA, die sogar öffentlich Geld „für die Kugel Adenauers“ sammeln ließ. In Wirklichkeit hatte jedoch dieser mit der örtlichen NSDAP-Kreisleitung eine Absprache getroffen, deren Fahne von der stadteigenen Brücke – weil politisch neutrales Terrain – abzunehmen und vor der – gleichfalls der Stadt gehörenden –Messehalle wieder aufzuziehen. Dort sollteAdolf Hitler sprechen. Adenauer musste seine aufgebrachten Parteifreunde deshalb beruhigen.[28]

Auch nach dem sogenanntenPreußenschlag von 1932, als ReichskanzlerFranz von Papen die preußische Staatsregierung absetzte, blieb Adenauer Mitglied imDreimännerkollegium. Im August 1932 schlug er Papen vor, nach einem zu erwartendenMisstrauensvotum den Reichstag aufzulösen und die Neuwahlen, für die dieWeimarer Verfassung eine Frist von höchstens zwei Monaten vorschrieb, erst im Frühjahr 1933 abzuhalten. Das wäre Verfassungsbruch, bot aber die Chance, die Krise zu überwinden. Etwa zur gleichen Zeit schrieb er vertraulich an den früheren deutschen Botschafter inGroßbritannienGraf Wolff-Metternich: „DieZentrumspartei verlangt dringend den Eintritt derNationalsozialisten in dieReichsregierung. Sie wird bereit sein, alsdann diese Regierung zu tolerieren.“ Hintergrund war, dass eine Koalition mit der NSDAP in Preußen, über die in diesen Monaten verhandelt wurde, dem Zentrum eine Machtperspektive bot.[29]

Kritische Rezeption

Während seiner Kölner Zeit galt Adenauer jedoch bei aller partiellen Aufgeschlossenheit, was etwa Städtebau und Universitätsgründung betraf, als „der engstirnige katholische Zentrumspolitiker, für den es keine uneingeschränkte Freiheit von Wissenschaft und Kunst gab, sobald es um Fragen der katholischen Grundanschauung ging“ (Peter Koch, 1985). Dies ging so weit, dass er eigenhändig den Text inBertolt BrechtsDreigroschenoper änderte,Béla Bartóks TanzpantomimeDer wunderbare Mandarin verbot und ein Gemälde des ExpressionistenOtto Dix aus demWallraf-Richartz-Museum entfernen ließ. 1922 war er Präsident des62. Deutschen Katholikentages inMünchen.

Zeit des Nationalsozialismus

Nach der Machtergreifung

Adenauer weigerte sich am 17. Februar 1933, den für eine Wahlkampfveranstaltung nach Köln kommenden Adolf Hitler am Flughafen zu begrüßen, und verbot Hakenkreuzflaggen auf städtischen Brücken.[30] Nach derMachtübernahmeAdolf Hitlers und derNationalsozialisten unterlag die Zentrumspartei in Köln bei den Kommunalwahlen vom 12. März 1933. Am 13. März 1933 verließ Adenauer früh morgens Köln in Richtung Berlin. Das Rathaus wurde von SA-Formationen besetzt, und RegierungspräsidentHans Elfgen beurlaubte ihn.[31] Adenauer wurde im April 1933 vorläufig vom Dienst suspendiert und am 17. Juli 1933 auf Grundlage desGesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums[32] endgültig entlassen.[33]Josef Grohé, ein NSDAP-Parteiführer ohne staatliches Amt, erklärte Adenauer am 13. April ohne rechtliche Grundlage für abgesetzt und ernannteGünter Riesen zum kommissarischen Oberbürgermeister.[34]

Derpreußische Staatsrat, dessen Präsident Adenauer war, wählte am 26. AprilRobert Ley (Reichsorganisationsleiter der NSDAP) zu Adenauers Nachfolger.[35] Damit wurde er auch aus diesem Amt hinausgedrängt.

Der Berliner Dienstwohnung verlustig und in Köln bedroht von seinen nationalsozialistischen Gegnern, die auf Wahlkampfplakaten „Adenauer, an die Mauer!“ gefordert hatten und ihm Dienstvergehen vorwarfen, bat Adenauer einen ehemaligen Schulfreund um Hilfe: Der Abt derAbtei Maria Laach,Ildefons Herwegen, nahm Adenauer als „Bruder Konrad“ am 26. April 1933 vorübergehend in der Abtei auf.[36] Der ehemalige Bürgermeister führte von hier aus das Dienststrafverfahren, das er gegen sich selbst beantragt hatte, und blieb, bis er im April 1934 ein Haus im Potsdamer VorortNeubabelsberg bezog. Am 4. Juni 1934 wurde das Dienststrafverfahren gegen ihn (zu Adenauers Gunsten) eingestellt.[33]

Im Zusammenhang mit dem sogenanntenRöhm-Putsch kam Adenauer am 30. Juni 1934 für zwei Tage in Haft. Im April 1935 zog er nachRhöndorf, wo er bis zu seinem Tod wohnte. Im August 1935 wurde er kurzzeitig aus demRegierungsbezirk Köln ausgewiesen.[37]

Um seinen Pensionsanspruch zu wahren, verwies Adenauer in einem zehnseitigen Brief vom 10. August 1934 an den preußischen Innenminister in Berlin auf sein bisheriges Verhalten gegenüber der NS-Bewegung: Er habe die NSDAP „immer durchaus korrekt behandelt“ und beispielsweise „jahrelang entgegen der damaligen Verfügung des preußischen Innenministers der NSDAP die städtischen Sportplätze zur Verfügung gestellt und ihr bei ihren Veranstaltungen auf diesen das Hissen ihrer Hakenkreuzfahnen an den städtischen Flaggenmasten gestattet“. Weiterhin habe er sich einer Anordnung des preußischen Staatsministeriums widersetzt, nationalsozialistische Beamte „zwecks Disciplinierung“ namhaft zu machen, „da (er) sie für unberechtigt und für ungerecht hielt“. Er sagte in diesem Brief auch, 1932 erklärt zu haben, „daß nach (s)einer Meinung eine so große Partei wie die NSDAP unbedingt führend in der Regierung vertreten sein müsse“.[38][39]

Ende 1932 hatte sich Adenauer für eine Regierungsbildung von Zentrum und NSDAP in Preußen ausgesprochen.[40] Am 29. Juni 1933, fünf Monate nach Hitlers Ernennung zum Kanzler, schrieb er in einem Brief: „Dem Zentrum weine ich keine Träne nach; es hat versagt, in den vergangenen Jahren nicht rechtzeitig sich mit neuem Geiste erfüllt. M.E. ist unsere einzige Rettung ein Monarch, ein Hohenzoller, oder meinetwegen auch Hitler, erst Reichspräsident auf Lebenszeit, dann kommt die folgende Stufe. Dadurch würde die Bewegung in ein ruhigeres Fahrwasser kommen.“ Er befürchtete, „wenn der revolutionäre Zustand nicht rechtzeitig in die Periode der neuen Ruhe und des neuen Aufbaus übergeht, dann kommt die Katastrophe“.[40]

In einem als Reaktion auf Adenauers Eingabe verfassten Vermerk des Reichs- und Preußischen Ministeriums des Innern vom 8. November 1934 wird Adenauer zu „denjenigen Persönlichkeiten [gezählt], die als Träger des verflossenen politischen Systems in besonders ausgesprochener Weise hervorgetreten sind“.[41] MinisterWilhelm Frick (NSDAP) lehnte die Eingabe noch am selben Tag ab.[42]

Ab 1933 bekam Adenauer eine reduzierte Pension von ca. 1000 RM monatlich. 1937 kam es in einem Vergleich zu einer Einigung mit der Stadt Köln, wodurch ihm unrechtmäßig einbehaltene Bezüge nachgezahlt wurden. Im Gegenzug musste er sein Haus in Köln weit unter Wert an die Stadt verkaufen.[43]

Die Widerstandsbewegung, darunter vor allemCarl Friedrich Goerdeler, versuchte über Mittelsmänner wieJakob Kaiser undPaul Franken, Adenauer als Verschwörer zu gewinnen.[44] Adenauer lehnte ab, da er ein Scheitern des Unternehmens für wahrscheinlich hielt, war jedoch weiterhin vomKreisauer Kreis im Falle des Gelingens als Landeshauptmann für den Mittelrhein vorgesehen.[45]

Nach dem 20. Juli 1944

Nach dem gescheitertenAttentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler wurde Adenauer im Rahmen derAktion Gitter am 23. August verhaftet und nach einer Zwischenstation bei der BonnerGestapo insArbeitserziehungslager imMesselager Köln gebracht. Konkrete Verdachtsmomente gegen ihn lagen nicht vor. Am 31. August 1944 bat ErzbischofJosef Frings seinen FreundBischof Wienken für Adenauer und andere namentlich genannte Verhaftete um Vorsprache imReichssicherheitshauptamt.[46]

Das weitere Schicksal Adenauers wird in der Literatur unterschiedlich gesehen. Nach einer früheren Darstellung empfahl ihm der Kölner KommunistEugen Zander, der alsKapo für die neuen Häftlinge zuständig war und Adenauers Namen in der Gefangenenkartei mit dem Vermerk „Rückkehr unerwünscht“ entdeckt hatte, sich krank zu stellen, woraufhin Adenauer mittels einer ärztlich bescheinigten „perniziösen Anämie“ eine Überweisung ins Krankenhaus Köln-Hohenlind erreichte, von wo er floh.[47] Wesentliche Unterstützung erfuhr Adenauer in dieser Zeit von Major Fritz Schliebusch,[48] dessen Vertrauter Josef Wimar Giesen,[49] der auch der Familie Adenauer nahe stand, im Zusammenhang mit dem Attentat verhaftet worden war.[50] Konrad Adenauer wurde später wieder gefasst, am 26. November 1944 aber aus dem GefängnisBrauweiler vorzeitig entlassen. Dieser Version, die zuerst in Paul Weymars Adenauer-Biographie aus dem Jahr 1955 erschien, widersprichtHenning Köhler mit der These, die Nationalsozialisten hätten wohl kaum auf die Gesundheit eines Gefangenen, dessen Liquidierung sie wünschten, solche Rücksicht genommen. Das Lager von Köln-Deutz, das nicht der SS unterstand, sei eher ein „fideles Gefängnis“ gewesen.[51]

Bundespolitische Karriere und Kanzlerschaft

Nach Kriegsende

Adenauer wurde am 4. Mai 1945 von der US-Besatzungsmacht zum Oberbürgermeister von Köln ernannt, aber am 6. Oktober 1945 wegen angeblich unterlassener Pflichterfüllung von dem britischenMilitärgouverneur der ProvinzNordrhein,John Ashworth Barraclough, aus diesem Amt wieder entlassen, da er sich nicht energisch genug um die Ernährungsversorgung gekümmert habe. Auch wird angenommen, dass Barraclough dem Oberbürgermeister misstraute, weil ihm zugetragen worden war, dass er zusammen mit dem nordrheinischen OberpräsidentenJohannes Fuchs, der von Barraclough am 2. Oktober 1945 entlassen wurde, und dem französischen Diplomaten Michel Leroy-Beaulieu (1904–1985), einem Mitarbeiter des Militärgouverneurs der französischen ZonePierre Kœnig, ein Gespräch mit dem Ziel geführt haben soll, Kontakte zwischen der Provinz Nordrhein und den südlichen Teilen der früherenRheinprovinz nicht abreißen zu lassen.[52] Binnen acht Tagen musste er Köln verlassen und durfte sich vom 6. Oktober bis 4. Dezember 1945 nicht parteipolitisch betätigen.

Im Februar 1946 schrieb Adenauer in einem Brief an einen katholischen Geistlichen in Bonn:

„Nach meiner Meinung trägt das deutsche Volk und tragen auch die Bischöfe und derKlerus eine große Schuld an den Vorgängen in den Konzentrationslagern. Richtig ist, daß nachher vielleicht nicht viel mehr zu machen war. Die Schuld liegt früher. Das deutsche Volk, auch Bischöfe und Klerus zum großen Teil, sind auf die nationalsozialistischeAgitation eingegangen. Es hat sich fast widerstandslos, ja zum Teil mit Begeisterung gleichschalten lassen. Darin liegt seine Schuld.“[53]

Adenauer-Schuman-Gedenkzeichen in Bassenheim

1947 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern derVereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN).[54]

Am 8. und 9. Oktober 1948 traf sich Konrad Adenauer, Präsident des Parlamentarischen Rats, mit dem französischen AußenministerRobert Schuman in der Burg der Grafen von Bassenheim zu geheimen Gesprächen. Ziel dieser Gespräche war es, eine Grundlage für die Hinführung der noch nicht gegründeten Bundesrepublik Deutschland an die Staaten Westeuropas zu schaffen. Zur Erinnerung an diese Begegnung wurde im Juni 2012 inBassenheim dasAdenauer-Schuman-Gedenkzeichen als Denkmal der deutsch-französischen Annäherung errichtet.[55]

Aufbau der CDU

Am 31. August 1945 trat Adenauer der Christlich Demokratischen Partei (CDP) bei.[56] Die CDP war eine der vier Vorgänger-Regionalparteien der CDU in den einzelnen Besatzungszonen. Auf der ersten Zonenausschusstagung am 22./23. Januar 1946 inHerford übernahm er als Ältester die Führung der CDU in der britischen Zone, die als Union erst seit dem 16. Dezember 1945 bestand. Am 5. Februar 1946 folgte in Krefeld-Uerdingen die Wahl zum ersten Vorsitzenden derCDU Rheinland. Mit dieser politischen Rückenstärkung setzte er sich auf der zweiten Tagung des CDU-Zonenausschusses am 1. März 1946 inNeheim-Hüsten endgültig zum Vorsitzenden gegen den westfälischen LandesvorsitzendenFriedrich Holzapfel durch. Adenauer formulierte mit demNeheim-Hüstener Programm ein erstes Parteiprogramm für die Zone maßgeblich mit.

Seine Beitrittserklärung (in die Union) erfolgte am 1. Juni 1946 an dieKreispartei der CDU für denSiegkreis.[57] Im Oktober 1946 wurde er Fraktionsvorsitzender der CDU im erstenLandtag Nordrhein-Westfalen, der von der britischen Besatzungsmacht ernannt wurde.

Parlamentarischer Rat

Er nutzte die folgenden Jahre, um seine Hausmacht innerhalb der Partei auszubauen, sodass er 1948 Präsident desParlamentarischen Rates wurde, der über die Verfassung für einen deutschen Weststaat beriet. Adenauer, der außerhalb der britischen Zone nicht annähernd so bekannt war wieKurt Schumacher (SPD) oderLudwig Erhard (parteilos), nutzte das eigentlich machtlose Amt als Podium; die SPD hatte für ihren Mann,Carlo Schmid, den als viel wichtiger erachteten Hauptausschuss-Vorsitz gesichert. Dieser arbeitete aber eher im Verborgenen, während Adenauer in der Öffentlichkeit als eine Art Vertreter der Deutschen (auch gegenüber den Alliierten) auftrat. Er wurde somit laut Carlo Schmid „erster Mann des zu schaffenden Staates, noch ehe es ihn gab.“[58] Gleiches galt in seiner Partei, die Adenauer ab 1946 in derBritischen Zone führte und ab 1950 als Bundesvorsitzender, als sich die CDU auch auf Bundesebene gründete. Er behielt dieses Amt bis 1966.

Dass Adenauer als Einwohner von Rhöndorf – in Sichtweite von Bonn – maßgeblich daran beteiligt gewesen sein soll, dass 1949Bonn stattFrankfurt am MainBundeshauptstadt wurde – Frankfurt war nicht nur SPD-regiert und stark zerstört, sondern vor allem Sitz des US-amerikanischen Militärgouverneurs – wird heute weitgehend als Verkürzung des Entscheidungsprozesses abgetan.[59] Tatsächlich ging die Initiative dazu, den Parlamentarischen Rat nach Bonn zu holen, von dem Düsseldorfer MinisterialbeamtenHermann Wandersleb aus. Damit war bereits eine wichtige Vorentscheidung gefallen. Erst als dessen Präsident setzte sich Adenauer ab September 1948 dann mit erheblichem Geschick dafür ein, dass es auch Hauptstadt wurde.[60]

Bundestagsabgeordneter

Adenauers Arbeitszimmer imPalais Schaumburg (Foto von 1950)

Bei der erstenBundestagswahl am 14. August 1949 wurde Konrad Adenauer für denWahlkreisBonn Stadt und Land mit 54,9 Prozent der Stimmendirekt gewählt. Er wurde dort bei den Bundestagswahlen1953,1957,1961 und1965 wiedergewählt (mit Mehrheiten von bis zu 68,8 Prozent) und vertrat diesen Wahlkreis bis zu seinem Tod 1967. Mit 91 Jahren und 104 Tagen ist er der bisher älteste Bundestagsabgeordnete.

Am 1. September 1949 wurde Adenauer zum Vorsitzenden derCDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt. Innerhalb der CDU setzte er die Regierungsbildung einer bürgerlichen Koalition von CDU/CSU, FDP undDP durch, weil diese bürgerlichen Parteien mit insgesamt 208 der insgesamt 402 stimmberechtigten Sitze im Bundestag über eine knappe Mehrheit verfügten. Allerdings zogen Teile der CDU angesichts des staatlichen Neuanfangs eineGroße Koalition vor. Adenauer hielt jedoch die kleine Koalition für unumgänglich, um seine Ideen einersozialen Marktwirtschaft und einer umfassenden Westbindung durchzusetzen. Dabei konnte er auf die gute Zusammenarbeit der Parteien imWirtschaftsrat der britisch-amerikanischenBizone zurückgreifen. Demgegenüber tendierte die SPD zur Planwirtschaft und strebte zudem ein neutrales Deutschland an, um auf diesem Weg die Wiedervereinigung zu erleichtern. Auch innerhalb der CDU hatte diePlanwirtschaft Befürworter; wenige Jahre vorher hatte eine Mehrheit der CDU Nordrhein-Westfalen noch dasAhlener Programm durchgesetzt.

Auf derRhöndorfer Konferenz vom 21. August 1949 konnte Adenauer jedoch seinen Standpunkt durchsetzen und endgültig sicherstellen, dass er der Kanzlerkandidat derUnionsparteien wurde. Zu den anschließend zwischen CDU/CSU, FDP und DP getroffenen Absprachen zur Bildung einerBundesregierung unter seiner Leitung gehörte auch die von den Koalitionsparteien unterstützte Wahl des FDP-Vorsitzenden Theodor Heuss zumBundespräsidenten am 12. September 1949.

Wahl zum Bundeskanzler

DerBundestag wählte Adenauer am 15. September 1949 im ersten Wahlgang mit der denkbar knappsten Mehrheit von 202 der 402 stimmberechtigten Mitglieder des Hauses bei 142 Nein-Stimmen zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.[61] Zwei Abgeordnete waren nicht anwesend.[62] Nach späteren Aussagen hatten fünf Abgeordnete der Koalitionsparteien nicht für Adenauer gestimmt; dafür hatte er die Stimme desBayernpartei-AbgeordnetenJohann Wartner bekommen und auch selbst für sich gestimmt.[63] ErsterOppositionsführer wurde der Vorsitzende derSPD-Bundestagsfraktion,Kurt Schumacher.

BundespräsidentTheodor Heuss übergab Adenauer die Ernennungsurkunde am 16. September 1949. Adenauers ersteRegierungserklärung folgte am 20. September[64] und sein erster Besuch bei denHohen Kommissaren der Alliierten am 21. September – demselben Tag, an dem dasBesatzungsstatut in Kraft trat.

Adenauer wurde nach den Bundestagswahlen1953,1957 und1961 dreimal als Kanzler wiedergewählt. Das Bundestagswahlergebnis von 1957 war einmalig in der bundesdeutschen Geschichte: die CDU/CSU errang die absolute Mehrheit der Stimmen (50,2 %) und der stimmberechtigten Sitze des Bundestages (269 von 497) und hätte ohne Koalitionspartner regieren können. Dennoch bildete Adenauer eine Koalitionsregierung mit derDP (bis Juli 1960).

Bespitzelung von Willy Brandt und des SPD-Parteivorstandes

Im Jahr 2017[65] und 2022 wurde einer breiten Öffentlichkeit bekannt, dass zwischen 1953 und 1962 Interna des SPD-Parteivorstandes an Adenauer durchgereicht wurden.[66][67] Dies erfolgte über seinen KanzleramtschefHans Globke, der die Informationen über den Leiter desBundesnachrichtendienstesReinhard Gehlen von den SPD-MitgliedernSiegfried Ziegler undSiegfried Ortloff erhielt. Den Informationen, unter anderem zu aussichtsreichen Kandidaten für Partei- und Wahlämter und zur strategischen Ausrichtung der SPD, wird Bedeutung für die Sicherung der langjährigen Kanzlerschaft zugeschrieben. Die Autoren des Artikels in der Süddeutschen Zeitung leiten hieraus ab, dass Adenauer „ein bestenfalls theoretisches Verhältnis zur Demokratie“ hatte.[67]

Politik der Westintegration

Konrad Adenauer mitHermann Josef Abs beim Staatsbesuch desindischen MinisterpräsidentenJawaharlal Nehru (1956)

Für Adenauer war die Außenpolitik und die Ausrichtung auf eine Westintegration der bestimmende Faktor seiner politischen Strategie. Von 1951 bis 1955 übernahm er neben dem Amt des Bundeskanzlers auch das desAußenministers, was sich – außer einem zweiwöchigen Intermezzo Helmut Schmidts nach dem Ausscheiden der FDP aus der Bundesregierung 1982 – nicht wiederholte. Das Angebot der Sowjetunion für einen gesamtdeutschen Friedensplan 1952 (Stalin-Noten) lehnte er entschieden ab. Adenauers Strategie war eine enge Anbindung an die westeuropäischen Staaten (Magnettheorie), eine wirtschaftliche Verflechtung mit Frankreich und Belgien und insbesondere eine gute politische Beziehung zu den USA. Adenauer setzte sich für dasVereinigte Europa ein, da aus seiner Sicht nur dieses einen langfristigen Frieden garantieren konnte. Er griff dabei sowohl auf seine politischen Vorstellungen aus der Weimarer Republik zurück als auch auf die Erfahrungen, die er mit dem Nationalsozialismus gemacht hatte. Im Laufe seiner Kanzlerschaft ging Adenauer flexibel auf jede Idee ein, die das Potenzial hatte, Europa enger zusammenzubinden. So unterstützte er dieEuropäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, die letztlich gescheiterteEuropäische Verteidigungsgemeinschaft und dieEuropäische Wirtschaftsgemeinschaft. Am Ende seiner Amtszeit ging er stark auf Frankreichs PräsidentCharles de Gaulle ein, der eine supranational organisierte Gemeinschaft ablehnte, womit Adenauer europäische Weggefährten wieJean Monnet undPaul-Henri Spaak enttäuschte. Dahinter stand aber keine Abwendung von der europäischen Einigung, sondern seine Überzeugung, dass mit de Gaulle nichts anderes zu machen war.[68] „Adenauer war“, lautChristoph Driessen, „neben dem ItalienerAlcide De Gasperi und dem LuxemburgerJoseph Bech der überzeugteste Europäer unter den Regierungschefs seiner Zeit.“[68]

Wirtschaftlich ging der bereits vor 1949 durch denMarshallplan angestoßene Prozess durch dieMontanunion, dieEuropäische Wirtschaftsgemeinschaft undEuratom weiter. Adenauer setzte sein Vertrauen in den BankierHermann Josef Abs, der Einfluss auf die Verteilung der Marshallplan-Gelder hatte. Er bat Abs gelegentlich, als Gast zum Kabinettstisch zu erscheinen, und lud ihn regelmäßig zu seiner sonntäglichen Rhöndorfer Kaffeetafel ein, an der er seine Ratgeber zusammenkommen ließ. Er ernannte ihn zum Verhandlungsführer derLondoner Schuldenkonferenz. Deutschland erlebte mit demWirtschaftswunder einen Aufstieg und integrierte sich in den europäischen Markt. Die wirtschaftliche Integration mündete in die europäischen Einigungsprozesse, auf denen die heutigeEuropäische Union beruht.

Adenauer und de Gaulle, 1963

Adenauer gelang es auch, das schwierige Verhältnis zum ehemaligen Kriegsgegner Frankreich zu verbessern. Noch auf derLondoner Neunmächtekonferenz 1954, auf der der Beitritt der Bundesrepublik zur NATO vorbereitet wurde, hielt Adenauer den französischen MinisterpräsidentenPierre Mendès France offenbar für einen sowjetischen Einflussagenten.[69] Bei dem tiefen Misstrauen, mit dem sich Deutsche und Franzosen zu jener Zeit begegneten, war später sein gutes persönliches Verhältnis zum Präsidenten der Französischen Republik,Charles de Gaulle, von großer Bedeutung. Anfangs war Adenauer eher skeptisch: Als de Gaulle 1958 Präsident wurde, sah Adenauer in ihm noch eine Art Hindenburg, einen ehemaligen General, der sich mit negativen Folgen in die Politik einmischte.

In der Öffentlichkeit weniger bekannt war, dass Adenauer schon 1949 auf die Beteiligung Deutschlands an einer europäischen Armee hinarbeitete. 1950 trat InnenministerGustav Heinemann zurück (Nachfolger wurdeRobert Lehr (CDU)), vor allem deswegen, da diese Politik auch vor Heinemann geheim gehalten worden war. Im April 1950 forderte Adenauer, nach dem Aufbau einerkasernierten Volkspolizei in derDDR, den Aufbau einer mobilen Polizeitruppe auf Bundesebene in der Bundesrepublik, was auch 1951 mit der Gründung desBundesgrenzschutzes erfolgte. Die Öffentlichkeit erfuhr erst Jahre später, dass er schon 1957 ein Projekt genehmigte, mit Frankreich und Italien gemeinsam eineAtombombe zu entwickeln. Durch den MachtantrittCharles de Gaulles wurde das Projekt hinfällig, da Frankreich fortan auf ein eigenes Projekt hinsteuerte, dieForce de frappe.

Die militärische Integration wurde nicht, wie von Adenauer erhofft, durch eine eigenständigeEuropäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG), sondern durch die Aufnahme der Bundesrepublik in dieNATO (1955) verwirklicht.

Adenauer und der italienische PremierministerAntonio Segni inCadenabbia, August 1959

Seine Politik der entschiedenen Westbindung, die eineWiederbewaffnung der Bundesrepublik in Kauf nahm oder sogar erwünschte, eine Wiedervereinigung Deutschlands aber in weite Ferne zu rücken schien, trug ihm heftige Kritik ein. So wurde er im Rahmen der Bundestagsdebatte vom 24./25. November 1949 über dasPetersberger Abkommen und die Frage, ob die Bundesrepublik, wie von Adenauer gefordert, Vertreter in dieInternationale Ruhrbehörde entsenden solle, vom SPD-VorsitzendenKurt Schumacher mit dem Zwischenruf „Der Bundeskanzler der Alliierten!“ verunglimpft.[70] In derWiederbewaffnungsdiskussion der frühen 1950er Jahre befürchteten Sozialdemokraten, dass dadurch alle Chancen auf eine baldige deutsche Einheit verspielt würden. Der ParteihistorikerKurt Klotzbach schrieb 1982 von einer „nahezu manischen Fixierung auf das deutsche Wiedervereinigungsziel“.[71] DieOhne mich-Bewegung organisierte Demonstrationen gegen eine Wiederbewaffnung.[72] Nachdem die Bundesrepublik im Jahr 1955 NATO-Mitglied geworden war, äußerte Adenauer am 11. Mai 1955: „Nun sitzen wir im stärksten Bündnis der Geschichte; es wird uns die Wiedervereinigung bringen.“[73][74]

Am 23. Januar 1958 rechneten Gustav Heinemann (nunmehr SPD) und der ehemalige JustizministerThomas Dehler (FDP) vor dem Bundestag mit Adenauers Politik ab: Dehler warf dem Bundeskanzler vor, er habe die Wiedervereinigung gar nicht „ernsthaft erstrebt“, er verzichte angesichts der Sachzwänge des Kalten Krieges im Grunde auf Politik, „die eigentlichen Entscheidungen gehen am Parlament, auch am Kabinett vorbei“. Daher schäme er sich, nicht wie Heinemann den Mut zum Rücktritt gehabt zu haben. Dieser warf in seiner Rede Adenauer vor, dieStalin-Noten als „belanglos“ abgetan zu haben, obwohl sie doch auf „weite Zustimmung“ auch innerhalb seiner eigenen Partei gestoßen seien.[75] Die Reden wurden direkt im Rundfunk übertragen und hatten ein Millionenpublikum, was in derCDU-Führung erhebliche Besorgnis auslöste. FraktionsvorsitzenderHeinrich Krone sah schon eine „neueDolchstoßlegende, Adenauer wolle die Wiedervereinigung nicht“. Mit Blick auf den kommenden Wahlkampf riet er, nationale Themen deutlich stärker zu betonen als bislang.[76] Schwarz weist hingegen darauf hin, dass man stets den historischen Kontext der Adenauerschen Positionen berücksichtigen müsse:

„Gewiß finden sich weiterhin einzelne Autoren, die von der Annahme ausgehen, die angebliche Wiedervereinigungspolitik dieses Bundeskanzlers sei eine einzige große Lüge gewesen, und er trage die Hauptschuld an den Leiden der Teilung. Wenn man mit dieser Gewißheit an Adenauer herangeht, werden sich immer wieder Dokumente finden, die diesen Verdacht bestätigen, sofern man nur Sorge trägt, den historischen Kontext auszublenden.“

Hans-Peter Schwarz[77]

Wiedergutmachungspolitik gegenüber Israel und den Juden

Adenauer bemühte sich auch tatkräftig um die Versöhnung mit denJuden. Ein anfänglicher, gemeinsam mitHermann Josef Abs entwickelter Plan wurde wieder verworfen. Er hätte eine Spende von zehn Millionen DM als ausreichend betrachtet und die Errichtung eines Krankenhauses in Israel beinhaltet.

Das 1952 abgeschlosseneLuxemburger Abkommen mit dem neu gegründeten StaatIsrael stellte eine erste Geste der Entschuldigung dar. Gegen den Widerstand seines FinanzministersFritz Schäffer (CSU)[78] setzte Adenauer eine Wiedergutmachung von 3,45 Milliarden DM (in heutiger Kaufkraft 10,04 Milliarden Euro) – 3000 DM für jeden jüdischen Flüchtling – an Israel durch, die vorwiegend aus Warenlieferungen aus deutscher Produktion bestand. Der Gesamtbetrag der Zahlungen, die auf dieses Abkommen gestützt wurden, betrug 1970 nach Schätzungen vonNahum Goldmann ca. 60 Mrd. DM.[79] Später folgten im Rahmen derDeutschen Wiedergutmachungspolitik darüber hinausgehende Reparationszahlungen. Er traf im März 1960[80] inNew York mit dem israelischen MinisterpräsidentenDavid Ben-Gurion zusammen. Nach Einschätzung des Historikers Daniel Marwecki war die Motivation Adenauers auch die politische Rehabilitation der Bundesrepublik, denn dies half bei derIntegration in das Bündnis westlicher Staaten.[81] Nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel 1965 reiste er im Herbst 1966 als erster hochrangiger deutscher Politiker nach demZweiten Weltkrieg nach Israel.

Attentat auf Adenauer

Hauptartikel:Attentat auf Konrad Adenauer
Wahlkampfplakat der CDU (1953)

Am 27. März 1952 explodierte ein an Bundeskanzler Adenauer adressiertes Päckchen imPolizeipräsidium München und tötete einen Polizeibeamten. Da die Ermittlungen zu Splittergruppen der 1948 aufgelösten jüdischen Partisanen- und UntergrundorganisationIrgun Zwai Leumi führten, entschloss sich die Bundesregierung, das Beweismaterial geheim zu halten, um keineantisemitischen Reaktionen in der Öffentlichkeit zu provozieren; fünf Verdächtige wurden nach Israel abgeschoben. Israels PremierministerDavid Ben-Gurion begrüßte diese Entscheidung und soll sich Adenauer zeitlebens dafür verbunden gezeigt haben. Um die allmählich neu erwachsenden bilateralen Beziehungen nicht noch zusätzlich zu belasten, stellten die deutschen Behörden die Ermittlungen ein.[82] Als Grund für das Attentat wurde später die angeblich verfehlte Reparationspolitik der Bundesregierung gegenüber Israel genannt.[83]

Deutschlandpolitik und Verhältnis zur Sowjetunion

Die enge Politik der Westbindung führte unter den damaligen Gegebenheiten zwangsläufig zum Konflikt mit der Sowjetunion. Die in der Folge des Zweiten Weltkriegs zu Tage getretenenideologischen Gegensätze führten zurTeilung Europas und der Welt in zwei Blöcke: demOstblock unter der damals noch unstrittigen Führung derSowjetunion und dem westlichen Lager unter der Führung derUSA.

Obwohl er öffentlich anerkannte, dass in allen Staaten Osteuropas nach dem Zweiten Weltkrieg ein berechtigtes Misstrauen gegenüber Deutschland herrschte, weigerte sich Adenauer, auf die politischen Forderungen der Ostblockstaaten einzugehen. Für ihn war eine Wiedervereinigung nur möglich und anzustreben, wenn diese mit freien, demokratischen Wahlen einhergehen würde. Für ihn führte der Kurs der Stärke, zumindest öffentlichen Bekundungen nach, langfristig zur Wiedervereinigung unter freien Bedingungen. Kooperation mit der kommunistischenDDR war für ihn nur in sehr kleinen Schritten möglich. Auf damals häufigedeutschlandpolitische Konzepte, die eineNeutralität und einen „dritten Weg“ zwischen westlichem und östlichem System in einemGesamtdeutschland vorsahen, gab er zunächst nichts. Deutschland müsse sich, nach dem „von Deutschen vom Zaune gebrochenen Krieg“, das Vertrauen der freien Welt wieder verdienen und dürfe keine Schaukelpolitik treiben. Adenauer lehnte daher im Jahr 1952 dieStalin-Noten ab, in denen Stalin eine Wiedervereinigung und freie Wahlen unter der Bedingung der Neutralität des vereinigten Deutschlands vorschlug.

Gespräche in Moskau 1955: im VordergrundBulganin,Malenkow undChruschtschow mit Adenauer, im HintergrundSchmid,Kiesinger undMolotow

Nachdem die Sowjetunion im Januar 1955 offiziell den Kriegszustand mit Deutschland beendet hatte, reiste Adenauer im September 1955 mit einer großen Delegation nach Moskau und erreichte die Freilassung der letzten 9626 deutschen Kriegsgefangenen aus dem Zweiten Weltkrieg, welche sich noch – als „Kriegsverbrecher“ verurteilt – in sowjetischer Gefangenschaft befanden. DieHeimkehr der Zehntausend verhalf ihm „zu einer gewaltigen Steigerung seines persönlichen Ansehens in beiden Teilen Deutschlands“.[84] Als nach Adenauers Tod (1967) in einer Umfrage nach dessen größter Leistung gefragt wurde, wurde die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen am häufigsten genannt. Gleichzeitig vereinbarte er die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Staaten. Wenige Tage nach seiner Rückkehr nach Bonn setzte Adenauer dieHallstein-Doktrin durch, die denAlleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik für Deutschland festschrieb und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu den übrigen Ostblock-Staaten bis zur „OstpolitikWilly Brandts blockierte. Einen ersten Ansatz zur Ostpolitik probierte Adenauer im März 1958 aus: Ohne Beachtung der Öffentlichkeit sondierte er bei BotschafterAndrei Andrejewitsch Smirnow, ob die Sowjetunion nicht der DDR den Status Österreichs gewähren könne, das heißt, freie Selbstbestimmung bei international garantierter Neutralität. Von der Möglichkeit einer Wiedervereinigung war keine Rede, Adenauer betonte, er betrachte die Sache „nicht vom Standpunkt des deutschenNationalismus“. Offenkundig war er bereit, dasWiedervereinigungsgebot des Grundgesetzes hintanzustellen, wenn sich nur die Lebenssituation der DDR-Bürger verbessern ließe. Der Versuch blieb ohne Erfolg.[85]

In Adenauers politischem Denken war der expansionistische Charakter der Politik der Sowjetunion, die er in seinen Reden gerne als „Sowjetrussland“ oder „Moskau“ umschrieb, eine feste Größe:[86] „Moskaus Ziel ist auch heute noch ohne jegliche Einschränkung die Eroberung der Welt und die Herrschaft des Kommunismus.“[87] Später differenzierte er diese Sicht der Dinge, als er auf seinem letztenCDU-Bundesparteitag im März 1966 die Meinung äußerte, „[…] daß die Sowjetunion in die Reihe der Völker eingetreten ist, die den Frieden wollen.“[88] Anlass dafür war die erfolgreiche sowjetische Vermittlung imIndisch-Pakistanischen Krieg von 1965/1966. Mit dieser Äußerung irritierte Adenauer viele seiner Anhänger.

Wirtschafts- und Sozialpolitik

Adenauer im Bundestag (1955)

In wirtschaftspolitischen Fragen ließ sich Adenauer vor allem von seinem Duz-Freund, dem Kölner BankierRobert Pferdmenges, beraten.[89] Nachdem die Grundsatzentscheidung für dieSoziale Marktwirtschaft gefallen war, überließ Adenauer die Wirtschafts- und Sozialpolitik weitgehend seinen Fachministern, insbesondere dem BundeswirtschaftsministerLudwig Erhard. Er selbst konzentrierte sich auf die Außenpolitik. „Von der Außenpolitik, der außenpolitischen Entwicklung hängt alles ab, hängt die ganze Wirtschaft ab, hängt ab, was wir auf sozialem Gebiet machen“,[90] so seine Begründung.

Allerdings war Adenauer im Vergleich zu Erhard wesentlich aufgeschlossener gegenüber Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Auch in die Sozialpolitik mischte er sich ein: Im Jahr 1957 beispielsweise setzte Adenauer – gegen den Rat von Ludwig Erhard – dieUmstellung der gesetzlichen Rentenversicherung auf eineUmlagefinanzierung durch. Dadurch wurde es möglich, die Renten einmalig erheblich anzuheben und sie fortan jedes Jahr proportional zur Entwicklung der Bruttolöhne zu erhöhen. Die früher alltägliche Altersarmut als Folge steigender Verbraucherpreise bei stagnierenden Renten verschwand dadurch für Jahrzehnte. Über Warnungen seines Wirtschaftsministers soll sich Adenauer mit dem Hinweis „Kinder kriegen die Leute immer“ hinweggesetzt haben.[91][92] Befürworter des Umlageverfahrens beriefen sich auch auf das sogenannteMackenroth-Theorem, nach dem die Finanzierung der Renten immer aus dem laufenden Volkseinkommen erfolgen müsse.

Neben seinem Engagement für das Umlageverfahren setzte sich Adenauer auch dafür ein, die Kriegsfolgen sozial aufzufangen. Dies führte zu Gesetzen zur Versorgung von Kriegsbeschädigten und -hinterbliebenen, zu Eingliederungsgesetzen für Vertriebene und Flüchtlinge und dem sogenanntenLastenausgleich. Darüber hinaus trat Adenauer dafür ein, möglichst viele Menschen amWirtschaftswunder und seinen Erfolgen teilhaben zu lassen. Dies führte zumBetriebsverfassungsgesetz (unter anderemMitbestimmung), zumMontan-Mitbestimmungsgesetz, der Teilprivatisierung von Firmen wiePreussag undVolkswagen mit sogenannten Volksaktien sowie zumVermögensbildungsgesetz.

Gesellschaftspolitik

Plakat zur Bundestagswahl 1957

In Adenauers Amtszeit war die Außenpolitik am heftigsten umstritten. Im Nachhinein wird er aber häufig für seine gesellschaftspolitischen Maßnahmen kritisiert. Während es ihm gelang, die Bundesrepublik außenpolitisch bis zur Wiedervereinigung in ihren Grundzügen festzulegen, versuchte Adenauer gesellschaftspolitisch eine konservative Politik aus Kaiserreich und Weimarer Republik weiterzuverfolgen. Der Slogan „Keine Experimente“, eigentlich nur auf die Außenpolitik bezogen, wurde im öffentlichen Verständnis zum charakterisierenden Begriff der Politik Adenauers.

Adenauer setzte auf einen konfrontativen Kurs gegenüber den Kommunisten, aber auch den Sozialdemokraten. Die Sozialdemokraten waren seiner Rhetorik nach ideologisch eng mit den Kommunisten verwandt; besonders misstrauisch war er gegenüberHerbert Wehner. In seine Amtszeit fielen 1950 der sogenannteAdenauer-Erlass zur Verfassungstreue der öffentlich Bediensteten und das von der Bundesregierung beantragte und vom Bundesverfassungsgericht 1956 ausgesprocheneKPD-Verbot, wenige Jahre nach dem Verbot der NSDAP-NachfolgeparteiSozialistische Reichspartei (SRP). Die 1952 gegründete Bundeszentrale für Heimatdienst, Vorläufer derBundeszentrale für politische Bildung, verfolgte im Kalten Krieg einen striktantikommunistischen Kurs.

Amnestiepolitik

Während Adenauer vehement versuchte, jeden Ansatz kommunistischer Politik im Zweifel auch strafrechtlich zu unterbinden, verfolgte er die Strategie, auch ehemalige Amtsträger desNS-Staats einzugliedern, sofern sie sich zur Bundesrepublik und zur Demokratie bekannten. Am symbolträchtigsten geschah dies mitHans Globke. Der ehemalige Herausgeber des Kommentars zu denNürnberger Rassegesetzen und Hauptverantwortliche für die antisemitische nationalsozialistischeNamensänderungsverordnung leitete seit Oktober 1953 für Adenauer dasBundeskanzleramt. Adenauer ließ sich durch alle Kritik nicht davon abbringen, ihm die Stelle zu erhalten. DieOrganisation Gehlen, deren Chef und zahlreiche Mitarbeiter ebenfalls schon in ähnlichen Aufgaben für das NS-Regime gearbeitet hatten, ging im Wesentlichen unverändert imBundesnachrichtendienst auf. Ebenso 1953 berief Adenauer den früheren NationalsozialistenTheodor Oberländer zum Minister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. Noch wirkungsreicher aber war, dass der FDP-Justizminister Thomas Dehler mit Adenauers Zustimmung in das neu aufzubauende Justizministerium und die Gerichtsbarkeit viele Juristen aus derZeit des Nationalsozialismus übernahm. Adenauer sprach sich für ein Ende der Entnazifizierung aus. Er, der immer wieder betont hatte, dass man beim Aufbau des Außenministeriums auf erfahrene Diplomaten zurückgreifen müsse, sagte in der Bundestagsdebatte über den Ausschussbericht im Oktober 1952 unter anderem:[93]

Wir sollten jetzt mit der Naziriecherei einmal Schluss machen, denn, verlassen Sie sich darauf, wenn wir damit anfangen, weiß man nicht, wo es aufhört.

In die frühen Jahre der Regierung Adenauer fiel die Diffamierung der im Rahmen desWar Crimes Programs geführtenKriegsverbrecher-Prozesse der Alliierten durch Teile der Kirchen, Presse und Parteien als „Siegerjustiz“. Bereits ab 1949 erklärte Adenauer, sich für die im Zuge derNürnberger Prozesse inhaftierten NS-Verbrecher einzusetzen, für so manche „Verfehlung“ müsse man Verständnis aufbringen, so Adenauer.[94] Unter Adenauer erfolgten umfangreiche Revisionen der Urteile und dasStraffreiheitsgesetz 1954 für „NS-Minderbelastete“.[95][96] 1958 kamen dann die letzten vier „Landsberger“ durch Adenauers Zutun auf freien Fuß.[94]

Adenauer und die katholische Kirche

Adenauer mit KardinalJoseph Wendel (rechts) und BischofKarl Christian Weber beimKatholikentag in Köln (1956)

Da Adenauer bekennender und praktizierender Katholik war, argwöhnten viele Zeitgenossen, seine Politik sei von der Kirche beeinflusst. Soweit es um weltanschauliche Dinge ging, bemühte er sich, Ansichten zu vertreten, die von gläubigen Christen beider Konfessionen unterstützt wurden.[97] Adenauer erreichte, dass im traditionell konfessionell zerstrittenen Deutschland eine Partei mit christlichen Grundsätzen entstand, die für beide Konfessionen wählbar war. Daher konnte sich dieDeutsche Zentrumspartei nicht mehr als alleinige Partei der Katholiken betrachten.[97][98] Zum Ende seiner Regierungszeit spielten dann auch konfessionelle Motive bei den Wahlen nur noch eine geringere Rolle.

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Dennoch wurde ihm oft unterstellt, er habe die Wiedervereinigung nicht gewollt, um eine protestantische Wählermehrheit oder eine der Sozialdemokraten zu verhindern. Er hatte schon 1946 vor demZonenausschuss der CDU davor gewarnt, dass bei politischer und wirtschaftlicher Gleichstellung der sowjetisch besetzten Zone die Sozialdemokraten bei Wahlen die Mehrheit bekämen.

Adenauer als Wahlkämpfer

Konrad Adenauer galt bei seinen Anhängern als unübertrefflicher Wahlkämpfer. Für ihn begann die nächste Wahl am Tag nach der Wahl. Neben seinem Sinn für wichtige Themen zeichneten ihn Schlagfertigkeit und eine für sein Alter ungewöhnliche Leistungsfähigkeit aus. Besonders im Wahlkampf zeigte sich seine Neigung zu ironischen und verletzenden Bemerkungen: »Wenn irgendjemand von seinen politischen Gegnern mit der größten Rücksicht behandelt worden ist, so ist es Herr Brandt, alias Frahm« – womit er auf die uneheliche Geburt des späteren Bundeskanzlers anspielte, die damals als gesellschaftlicher Makel galt.[99]

Trotz einer ihm früher unterstellten schwachen Gesundheit – vom Militärdienst war er wegen schwächlicher Konstitution befreit worden, später wollte ihn aus dem gleichen Grund keine Lebensversicherung haben und auf zwei schwere Grippe-Erkrankungen ihres Chefs musste seine Umgebung sich jedes Jahr einstellen – konnte er mehrere Veranstaltungen pro Tag bestreiten, nebenher die Regierungsgeschäfte erledigen, bis in die Nacht mit Journalisten diskutieren und am nächsten Tag in voller Frische antreten. Dem widersprechen allerdings teilweise Berichte, dass er infolge eines Unfalls nicht mehr ohne Tabletten schlafen konnte und mittags oft Schlaf brauchte.[100] Als Bundeskanzler nahm er gelegentlich das AufputschmittelPervitin,[101][102] vor längeren Verhandlungen auchRitalin.[103] Herz und Blutgefäße waren bemerkenswert gesund, was auch daran lag, dass Adenauer nicht rauchte und bei einer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Körpergröße von 186 cm keine 70 kg wog.[104] Der damals 73-jährige Adenauer hatte bereits auf der Rhöndorfer Konferenz 1949 seinen ArztPaul Martini zitiert, der meinte, Adenauer könne gesundheitlich problemlos noch ein oder zwei Jahre Kanzler bleiben. Tatsächlich erreichte er eine Amtszeit von 14 Jahren, was erst vonHelmut Kohl undAngela Merkel übertroffen wurde.

Späte Zeit als Bundeskanzler

Adenauer und Erhard (1956)
CDU-Wahlplakat mit Slogan „Der Kenner wählt den Alten“ und Adenauers Gesicht auf Weinblatt (1961, Anspielung auf Adenauers Spitznamen „Der Alte aus Rhöndorf“)
Adenauer mitJohn F. Kennedy (1963)

1959 brachte sich Adenauer als Kandidat für das Amt desBundespräsidenten ins Gespräch, nachdem er vorher vergeblich versucht hatte,Ludwig Erhard auf diesen Posten wegzuloben. Das Amt stand zur Disposition, weil laut Grundgesetz nur eine einmalige Wiederwahl möglich war undTheodor Heuss’ zweite Amtszeit am 12. September 1959 endete. Adenauer hatte den Plan, in dieVilla Hammerschmidt zu wechseln, bereits 1957 ins Auge gefasst und beabsichtigte, als Bundespräsident weiter aktiv Einfluss auf die Regierungspolitik zu nehmen,[105] das heißt, das politische Gewicht des Amts des Bundespräsidenten spürbar zu stärken.

Nach einigen Wochen zog Adenauer seine Kandidatur wieder zurück, nachdem sowohl Heuss als auch einflussreiche Parlamentarier ihren Widerstand gegen Adenauers Absicht, die Machtgewichtungen im politischen System zu verändern, auch mit verfassungsrechtlichen Argumenten deutlich gemacht hatten. Hinzu kam, dass Adenauer die Wahl Erhards zum Bundeskanzler verhindern wollte. Seinen Verzicht auf die Kandidatur begründete Adenauer am 5. Juni 1959 damit, dass sich inzwischen die außenpolitische Situation verschlechtert habe und er bei dieser Entwicklung es nicht verantworten könne, den jetzigen Posten als Bundeskanzler zu verlassen. Zum Bundespräsidenten wurde am 1. Juli 1959 der bisherige LandwirtschaftsministerHeinrich Lübke gewählt.

Adenauers Versuch, ein vom Bund kontrolliertesDeutschland-Fernsehen als Konkurrenz zu der von den Ländern kontrollierten ARD aufzubauen, scheiterte im Februar 1961 am1. Rundfunk-Urteil desBundesverfassungsgerichts. In die Zeit des Wahlkampfs zurBundestagswahl 1961 fiel der Bau derBerliner Mauer am 13. August 1961. Mit seiner Entscheidung, erst zwei Wochen später West-Berlin zu besuchen, erntete er Unverständnis, ebenso mit seiner deutlichen Kritik anBerlins Regierendem BürgermeisterWilly Brandt. Wie später bekannt wurde, schlug Adenauer 1961/62 der US-Regierung unterJohn F. Kennedy vor, in geheimen Verhandlungen den Sowjets West-Berlin im Tausch gegenThüringen und Teile vonSachsen undMecklenburg anzubieten.[106]

Bodenplatte vor der Kathedrale zu Reims anlässlich des 8. Juli 1962

Ein weiteres langfristiges Ergebnis Adenauers Politik betraf die Aussöhnung mit Frankreich. Eine erste Begegnung mit Charles de Gaulle fand am 14. September 1958 in dessen privatem LandsitzLa Boisserie inColombey les Deux Églises statt. Am 26. November 1958 erfolgt der Gegenbesuch de Gaulles inBad Kreuznach. Im Juli 1962 nahmen Adenauer und de Gaulle an einer symbolträchtigen Versöhnungsmesse in derKathedrale von Reims teil. Ein Höhepunkt in seiner letzten Amtszeit war im Januar 1963 der Abschluss desÉlysée-Vertrags zwischen der Französischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Mit diesem Vertragswerk besiegelten Adenauer und de Gaulle offiziell das Ende der langdauernden, sogenannten „Erbfeindschaft“ zwischen beiden Ländern. Beide Regierungen vereinbarten eine enge Zusammenarbeit beider Länder mit regelmäßigen Regierungskonsultationen.

Hauptartikel:Deutsch-französische Beziehungen

Mit dieser profranzösischen Haltung korrespondierte die Distanz Adenauers zu Großbritannien. Die britische Regierung hatte sich im Dezember 1961 und nachfolgend in mehreren Konferenzen um den Beitritt zurEuropäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bemüht. Dagegen legtede Gaulle – unterstützt von Adenauer – ein Veto ein.

Rücktritt

In seinen letzten Jahren als Kanzler kämpfte er darum, so lange wie möglich im Amt zu bleiben, nicht zuletzt, um die Wahl Ludwig Erhards als Nachfolger zu verhindern. An dem langanhaltenden Streit um seine Nachfolge war er nicht unbeteiligt. Den in der Bevölkerung vor allem wegen seiner erfolgreichen Wirtschaftspolitik geschätzten WirtschaftsministerLudwig Erhard hielt er für ungeeignet: aufgrund seiner jahrelangen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit ihm bezweifelte er dessen Führungsqualitäten, kritisierte seine hin und wieder unbedachten Äußerungen und vermisste eine Unterstützung von Erhard durch die Partei. Er traute ihm nicht zu, die Fülle der außenpolitischen Probleme zu bewältigen, die sich nicht nur in Europa, sondern seit demBau der Berliner Mauer (13. August 1961) und derKubakrise (22. Oktober 1962) auch im Verhältnis zu den USA und der Sowjetunion aufgebaut hatten.[107]In einer Rede vor dem Bundestag vom 6. April 1960 sagte er

„Keine Wirtschaftspolitik kann in einer Welt wie der unsrigen für sich allein dastehen, wenn der außenpolitische Boden nicht gegeben ist […] Wenn irgendwo in der Politik ein Stein auf dem anderen steht, dann ist es in der Außenpolitik. In der Innenpolitik kann man seine Meinung ändern; man kann korrigieren.“[108]

Adenauer unternahm indessen nichts, einen besseren Kandidaten aufzubauen. Die zwischenzeitlichen Favoriten Adenauers, die BundesministerFranz Etzel,Heinrich Krone undGerhard Schröder, bekamen nie genug Unterstützung von ihm, als dass sie ernsthafte Herausforderer des populären Erhard hätten werden können. Diese Ideen scheiterten ohnehin am Ergebnis derBundestagswahl 1961, bei der die CDU/CSU (45,3 %) die absolute Mehrheit verlor. Die FDP (12,8 %) machte ihren Eintritt in eine Koalition – und damit auch die erneute Wahl Konrad Adenauers als Bundeskanzler – davon abhängig, dass er verbindlich erkläre, innerhalb der nächsten Legislaturperiode zurückzutreten, und dies so rechtzeitig tue, dass sein Nachfolger noch Zeit hätte, sich einzuarbeiten. Adenauer stimmte zu, weigerte sich aber, einen verbindlichen Termin zu nennen.Erich Mende, der Parteivorsitzende der FDP, wollte auf das bloße Wort des Kanzlers nicht vertrauen und verlangte von ihm eine schriftliche Bestätigung. Nur Mende und Heinrich Krone (CDU) erhielten Exemplare dieses Briefes.[109]

In derSpiegel-Affäre 1962 stellte sich Adenauer schützend vor seinen InnenministerHermann Höcherl und erklärte wahrheitswidrig vor dem Bundestag, es gäbe einen „Abgrund anLandesverrat im Lande“. Dieser oft zitierte Ausspruch wird in der Forschung unterschiedlich bewertet. Henning Köhler attestiert ihm eine „nicht zu überbietende Simplizität“,[110]Hans-Ulrich Wehler nennt ihn „eine gekonnte Dramatisierung“,[111] während Edgar Wolfrum darin eine „bedenkliche[n]Vorverurteilung“ der verhafteten Spiegel-RedakteureRudolf Augstein undConrad Ahlers sieht.[112]Laut dem RechtswissenschaftlerWolfgang Hoffmann-Riem zeigten dieser Ausspruch und Adenauers Zusatz, derSpiegel treibe „systematisch, um Geld zu verdienen, Landesverrat“, dass der Kanzler „jegliches Augenmaß verloren“ hatte.[113]

Nun wurde klar, dass der Termin für einen Rücktritt näher rückte. Zwar versuchte Adenauer weiterhin, Erhard als Nachfolger zu verhindern bzw., wie er selbst es formulierte, „auf Null zu bringen“, doch in der Vorstandssitzung der Bundestagsfraktion vom 22. September 1963 verzichteten alle sonst in Frage kommenden CDU-Politiker auf eine Kandidatur. Einen Tag später wurde Erhard von der Unionsfraktion mit großer Mehrheit zum Nachfolger bestimmt. Am 15. Oktober 1963 wurde Adenauer in einer Feierstunde des Bundestags als Bundeskanzler verabschiedet.[114] Am 15. Oktober 1963, dem letzten Tag seiner offiziellen Kanzlerschaft, sagte BundestagspräsidentEugen Gerstenmaier zur Würdigung des scheidenden Kanzlers: „Konrad Adenauer hat sich um das Vaterland verdient gemacht.“[115]

Häufig wurde Adenauer als „der Alte“ bezeichnet.[116] Seine gesundheitlichen Probleme nahmen zu. Eine der Öffentlichkeit im Januar 1962 mitgeteilte »schwere Bronchitis« war tatsächlich ein Herzinfarkt.[117]

Späte Jahre und Tod

Auf dem Bundesparteitag 1965 in Düsseldorf
Trauerfeier für Konrad Adenauer, 25. April 1967
Grab auf dem Waldfriedhof in Rhöndorf (2006)

Auch nach seinem Rückzug aus dem Kanzleramt kritisierte Adenauer, der bis 1966 CDU-Vorsitzender und bis zu seinem Tod Bundestagsabgeordneter blieb, seinen ungeliebten Nachfolger. Er griff durch Zeitungsartikel, Reden und Interviews noch ins politische Geschehen ein und äußerte sich vor derBundestagswahl 1965 positiv über eine mögliche große Koalition. Kurz vor seinem Tod erlebte er das Scheitern Erhards als Bundeskanzler – „Der eine is wech!“ war sein Kommentar. Nach dem Beginn derGroßen Koalition am 1. Dezember 1966 unterKurt Georg Kiesinger vertrat Adenauer die Meinung, dass diplomatische Beziehungen zu Staaten Osteuropas möglich seien, was eine grundsätzliche Abkehr von derHallstein-Doktrin bedeutete. Noch vom Sterbebett aus unterstützte er Kiesinger mit Ratschlägen. Weiterhin unternahm er mehrere Auslandsreisen.

In den Jahren nach seiner Kanzlerschaft schrieb Adenauer unter Mithilfe seiner langjährigen SekretärinAnneliese Poppinga seine in mehreren Bänden erschienenenMemoiren über seine politische Tätigkeit nach 1945, die in Teilen ins Englische, Französische, Italienische und Russische übersetzt wurden.[118]

Von einer letzten Spanienreise brachte Adenauer im Frühjahr 1967 eineGrippe mit, die sich zu einerLungenentzündung verschlimmerte. Dennoch besuchte er am Ostermontag noch einmal die Messe, das letzte Mal, dass er sein Haus in Rhöndorf verließ. Am 28. März erlitt er einenHerzinfarkt, was die Ärzte vor das Dilemma stellte, dass die Medikamente dagegen den Kreislauf weiter belasten würden. Am 12. April nahm er Abschied von seinen Kindern. Dabei fiel das oft zitierte Wort: „Da jitt et nix zo kriesche!“ („Da gibt es nichts zu weinen!“, gerichtet an seine TochterLibet, die in Tränen ausgebrochen war). Einige Tage später konfrontierte er einen jungen Arzt, der über Nacht bei ihm geblieben war, ob er es „verantworten könne, etwas am Leben zu halten, das nicht mehr fähig war“. Adenauer starb am 19. April 1967 um 13:21 Uhr im Alter von 91 Jahren.[119]

Sechs Tage nach seinem Tod, am Morgen des 25. April 1967, fand im Plenarsaal des Deutschen Bundestags einStaatsakt zu Ehren Adenauers statt.[120] Daran schloss sich das Staatsbegräbnis an, an dem neben Frankreichs Staatspräsident de Gaulle und US-PräsidentJohnson 12 Regierungschefs sowie Außenminister und Botschafter aus insgesamt 180 Staaten teilnahmen.[121] Die Verabschiedung Adenauers erfolgte mit einemRequiem imKölner Dom.ErzbischofJosef Kardinal Frings zelebrierte dasPontifikalamt. Am Sarg hielten hochrangige Offiziere der Bundeswehr, allesamtRitterkreuzträger, abwechselnd dieEhrenwache. Anschließend überführte die Bundesmarine den Sarg mit demSchnellbootKondor in einem Schiffskonvoi auf dem Rhein nach Bad Honnef/Rhöndorf. Dort wurde Adenauer auf demWaldfriedhof beigesetzt.

Familie und Privates

Einladung zur Hochzeit mitEmma Weyer (1904)
Stammbaum Konrad Adenauer (Auszug)
Konrad Adenauers Wohnhaus inRhöndorf
Konrad Adenauer mit Sohn Georg im Schwarzwald (1956)

Ab 1902 verkehrte er im TennisclubPudelnass, in dem diehöheren Töchter der Kölner Gesellschaft ein und aus gingen.[8][122] Dort verliebte er sich inEmma Weyer,[8] Tochter eines angesehenen Kölner Galeristen und Nichte des späteren ReichstagspräsidentenMax Wallraf. Am 28. Januar 1904 heirateten die beiden in der PfarrkircheSt. Stephan in Köln. Aus dieser Ehe gingenKonrad (21. September 1906–1993),Max (21. September 1910–2004) und Maria (Ria, 7. Oktober 1912–1998) hervor.[123]

Nach der Hochzeit wohnten sie in der Klosterstraße 71 inKöln-Lindenthal zur Miete. Nach der Geburt des zweiten Kindes erwarb er 1910 das HausMax-Bruch-Straße 6 in Köln-Lindenthal, in das die Familie 1911 einzog. Nach der Geburt ihrer Kinder erholte sich seine erste Frau nicht mehr und starb schließlich nach langer Krankheit am 6. Oktober 1916.[15] Konrad Adenauer blieb mit drei kleinen Kindern zurück,[15] um die sich in der Folgezeit seine Mutter kümmerte.[15]

Am 26. September 1919 heiratete AdenauerAuguste Zinsser (genannt Gussie, 1895–1948), Tochter desDermatologenFerdinand Zinsser und Schwester vonErnst Zinsser. Mit ihr hatte er weitere fünf Kinder: Ferdinand (* 1920, bald nach der Geburt verstorben),Paul (1923–2007), Charlotte (Lotte, 1925–2018), Elisabeth (Libet, 1928–2019) und Georg (1931–2020[124]). Auguste Adenauer starb 1948. In der Forschung ist umstritten, ob die TodesursacheLeukämie war[125] oder die Spätfolge einesSuizidversuchs, den sie 1944 inGestapo-Haft unternommen hatte, aus Reue, weil sie dem Vernehmungsbeamten unter der Drohung, die Töchter im Appellhofkeller in Haft zu nehmen, Adenauers Aufenthaltsort verraten hatte.[126][127]

Von den 24 Enkeln[128] warSven-Georg Adenauer (Sohn von Georg) Landrat imKreis Gütersloh sowie (die Söhne von Konrad)Patrick Adenauer von 2007 bis 2011 Präsident derArbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer,Paul Bauwens-Adenauer u. a. Architekt und Präsident derIndustrie- und Handelskammer zu Köln und der von Nordrhein-Westfalen undKonrad Adenauer Notar und Mitglied desRates der Stadt Köln von 1994 bis 1999.

Zwischen Mai 1934 und April 1935 mietete Konrad Adenauer von seinem jüdischen Freund Paul Wiener dieVilla Wiener, ein möbliertes Eckhaus inNeubabelsberg, Augustastraße 40 (heute Rosa-Luxemburg-Straße). Im Mai 1935 erfolgte der Umzug nach Rhöndorf zunächst in ein Mietshaus in der Löwenburgstraße 76, dann ab Dezember 1937 in sein neues Haus im Zennigsweg 8, das sein Schwager, der Architekt Ernst Zinsser, entworfen hatte. Die Finanzierung ergab sich vor allem aus einer Nachzahlung seiner Pension und einer Entschädigung für sein Kölner Haus, für das er von der Stadt Köln 153.886,63 RM erhielt. Sein Haus in Köln-Lindenthal wurde ihm nach 1945 rückübertragen. In seinem Rhöndorfer Wohnsitz starb er im April 1967.

Nie zu Ende gebaut wurde die als Geschenk der Wirtschaft an Adenauer geplanteAdenauervilla mit 600 m² imEifler Kammerwald. Den Bauantrag vom 11. Juli 1955 für den „Neubau eines Jagd-, Wochenend- und Gästehauses beiDuppach“ auf einem 2000 Quadratmeter großen Grundstück hatte BauratFriedrich Spennrath unterschrieben, damals Vorsitzender des Vorstandes derAEG und Präsident derIndustrie- und Handelskammer Berlin. Als bekannt wurde, dass Adenauer bei einem Berlinbesuch in dessen Grunewald-Villa Quartier genommen hatte und der am Bau der Villa beteiligte Architekt,Heribert Multhaupt, Adenauers Schwiegersohn war, kamen Korruptionsspekulationen auf. Adenauer lehnte das Geschenk ab, und die Arbeiten stoppten nach wenigen Monaten; drei Jahre später wurde er über die laufende „vernünftige Bereinigung“ informiert.[129]

Um sein Wohnhaus in Rhöndorf pflegte er einen großen Garten mit einer südländisch anmutenden Vielfalt von Pflanzen,Plastiken und Brunnen sowie vor allem Rosen, die Adenauer liebte, aber entgegen einer weit verbreiteten Legende nicht züchtete. Der Garten erinnert an das nördliche Italien, das Adenauer schätzte und liebte. InCadenabbia amComer See, wo er in den letzten zehn Jahren seines Lebens regelmäßig seinen Urlaub verbracht hatte, lernte er auch dasBoccia-Spiel kennen, das ihn so sehr faszinierte, dass er sich in seinem Garten in Rhöndorf sowie im Park desPalais Schaumburg in Bonn eine Bahn dafür bauen ließ.[130]

Konrad Adenauer war Gründungsmitglied imRotary Club Köln und imDeutschen Werkbund. In seinem langjährigen Wohnort Rhöndorf war er Ehrenmitglied des Katholischen Bürgervereins sowie Mitglied des Ortsvereins Rhöndorf; beide Vereine fusionierten 1974 zumBürger- und Ortsverein Rhöndorf.

Adenauer als Erfinder

AlsErfinder sicherte sich Adenauer drei Patente,[131] so etwa das für einVerfahren zur Herstellung eines dem rheinischen Roggenschwarzbrot ähnelnden Schrotbrotes (Kölner Brot, zusammen mit Jean und Josef Oebel).[132][133] Eine weitere Erfindung war die „von innen beleuchteteStopfkugel“. Da aber bereits dieAEG ein Patent angemeldet hatte, wurde das Stopfei Adenauers nur von seiner Frau eingesetzt. Außerdem meldete er kurz nach dem Ersten Weltkrieg eine neue Tülle für Gartengießkannen an, die mit einer beweglichen Klappe abgedeckt werden konnte; ein Patent wurde hierfür nicht erteilt.

1916 erfand er eine Sojawurst (Kölner Wurst), da in diesen Zeiten Fleisch knapp war. Der Patentantrag wurde wegen eines Formfehlers in Deutschland nicht anerkannt und stattdessen nur in England angemeldet.[16]

Nachdem er in der Zeit des Nationalsozialismus sein Amt verloren hatte, verbrachte er die freigewordene Zeit auch damit, an weiteren Erfindungen zu arbeiten. In dieser Zeit entstand die „Einrichtung zum Schutz gegen Blendung durch Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge, bestehend aus einem Kopfschirm oder einer Brille“. Diese wurde am 22. September 1937 vom Patentamt abgelehnt mit der Begründung, dass dies nichts Neues sei. Weitere kuriose Erfindungen waren die „Elektrobürste zur Schädlingsbekämpfung“ und der „ortsfeste Brausekopf für Gießkannen“. Da ihm bei den Anmeldungen solcher Erfindungen zum Patent vielfach kein Erfolg beschieden war, erwähnte Adenauer diese Aktivitäten in seinen Memoiren nicht.[134]

Ehrungen und Nachwirkung

Ehrenbürgerschaften

Adenauer war unter anderemEhrenbürger seines letzten WohnortesBad Honnef sowie vonBaden-Baden,Berlin,Bonn,Griante Cadenabbia, der StadtKöln, derUniversität zu Köln und vonTrier.

Ehrendoktorgrade

Adenauer beim Erhalt des Ehrendoktorgrades vomWeizmann-Institut für Wissenschaften. Israel, Mai 1966

Adenauer erhielt insgesamt 23 in- und ausländische Ehrendoktorgrade.[135] Adenauer erhielt fünf Ehrendoktorgrade von allen damaligen Fakultäten derUniversität zu Köln auf Grund seiner aktiven Rolle bei der Wiedergründung der Universität. Die beiden ersten wurden von den übergeleiteten Fakultäten der VorgängerhochschulenHandelshochschule Köln undAkademie für praktische Medizin verliehen. Die Math.-Nat.-Fakultät wurde erst 1955 aus der Phil.-Fak. ausgegliedert.

  • 1919, 20. Juni, Dr. rer. pol., Universität Köln
  • 1919, 20. Juni, Dr. med., Universität Köln
  • 1922, 17. Juli, Dr. jur., Universität Köln
  • 1923, 26. Mai, Dr. phil., Universität Köln
  • 1951, 29. Mai, Dr. jur., Universität Maryland, USA
  • 1953, 7. April, Dr. jur., Universität Georgetown, Washington (D.C.), USA
  • 1953, 18. April, Dr. jur., Universität Ottawa, Kanada
  • 1954, 19. Juli, Dr.-Ing., Technische Universität, Berlin-Charlottenburg
  • 1954, 31. Oktober, Dr. jur., Columbia-Universität, New York, USA
  • 1955, 16. Juni, Dr. jur., Harvard-Universität, Cambridge/Massachusetts, USA
  • 1956, 5. Januar, Dr. rer. nat., Universität Köln
  • 1956, 11. Juni, Dr. jur., Yale-Universität New Haven/Connecticut, USA
  • 1956, 15. Juni, Dr. jur., Marquette-Universität Milwaukee/Wisconsin, USA
  • 1956, 15. Juni, Dr., Boswell-Institut, Chicago/Illinois, USA
  • 1957, 30. März, Dr. jur., Universität Teheran, Iran
  • 1957, 24. Juni, Dr. med., Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg/Br.
  • 1958, 10. Januar, Dr. rer. pol., Universität Löwen, Belgien
  • 1960, 18. März, Dr. jur., Universität von Kalifornien, Los Angeles, USA
  • 1960, 21. März, Dr. jur., Universität von Kalifornien, Berkeley, USA
  • 1960, 31. März, Dr. jur., Waseda-Universität, Tōkyō, Japan
  • 1960, 1. April, Dr. jur.,Keiō-Universität, Tōkyō, Japan
  • 1960, 31. Juli, Dr. phil., Päpstliche Katholische Universität Rio de Janeiro, Brasilien
  • 1966, 3. Mai, Dr., Weizmann-Institut, Rehovot, Israel

Orden und Auszeichnungen

Adenauer wurde kurz vor dem Ende desKönigreichs Preußen mit einigen preußischen Orden geehrt, darunter demVerdienstkreuz für Kriegshilfe (1917), demEisernen Kreuz am weißen Bande (1918) und demRoten Adlerorden (4. Klasse) (1918).[136][137]

1927 erhielt Adenauer als Präsident des preußischen Staatsrates und Kölner Oberbürgermeister dasGroße Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich derErsten Republik. Dabei war für Adenauer zunächst eine höhere Ehrenstufe, das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande, vorgesehen; diese wurde jedoch herabgesetzt, um den gleichzeitig, aber nur für die niedrigere Stufe vorgeschlagenenDüsseldorfer OberbürgermeisterRobert Lehr nicht zu brüskieren. 1956 wurde Adenauer dann auch dasGroße Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich[138] derZweiten Republik verliehen.[139]

Im Januar 1954 war Adenauer der erste Träger desGroßkreuzes in besonderer Ausführung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.[140] Im Mai 1958 wurde ihm derbayerische Verdienstorden verliehen.[141]

VomHeiligen Stuhl erhielt Adenauer durch PapstPius XII. am 17. Januar 1956[142] denOrden vom Goldenen Sporn; als Träger dieses Ordens hatte er theoretisch das Recht, auf einem Pferd in eine Kirche einzureiten. Am 12. September 1963 verlieh ihm PapstPaul VI. zusätzlich denChristusorden, die höchste Auszeichnung des Heiligen Stuhls. NebenAntonio Segni ist Adenauer damit bislang die einzige Persönlichkeit, die beide päpstlichen Orden erhalten hat.[143]

1965 wurde er vonKardinal-GroßmeisterEugène Tisserant zumGroßkreuz-Ritter desRitterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 29. Juli 1965 imBonner Münster durchLorenz Kardinal Jaeger, Großprior der deutschen Statthalterei, und den deutschen StatthalterFriedrich August Freiherr von der Heydteinvestiert.[144] 1964 nahm ihn dieAcadémie des sciences morales et politiques auf.

Adenauer war seit 1951 Ritter desSouveränen Malteserordens; die Auszeichnung (seine erste außerhalb Deutschlands nach 1945) wurde ihm anlässlich seines ersten Staatsbesuchs in Italien zuerkannt.[145] Außerdem war Adenauer Ehrenritter imDeutschen Orden.[146][147]

Unter den internationalen staatlichen Ehrungen in seiner Zeit als Bundeskanzler machte derOrden vom Kreuz des Südens in Brasilien im Juli 1953 den Anfang; Tammann zufolge sei das bemerkenswert, weil Brasilien im Zweiten Weltkrieg als einziges südamerikanisches Land Truppen gegen das Deutsche Reich entsandt habe, und die Auszeichnung somit als Aussöhnung zu verstehen war.[148] Im selben Jahr wurde Adenauer in Südamerika inPeru mit demOrden El Sol del Perú,[149] inArgentinien mit dem Großkreuz desOrden de Mayo al Mérito[150] undKolumbien mit demOrden de Boyacá[151] ausgezeichnet. 1955 kamMexiko mit dem Großkreuz desOrdens vom Aztekischen Adler hinzu.[152]

Die erste staatliche Ehrung in Europa bekam Adenauer Ende 1953 in Italien durch dasGroßkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik;[153] es folgten 1954Griechenland mit demGroßkreuz des Königlichen Ordens von Georg dem Ersten,[154] 1955Island mit dem Großkreuz desFalkenordens,[155] 1956Portugal mit demChristusorden,[156]Belgien mit dem Großkreuz desLeopold-Ordens,[157] undGroßbritannien alsGroßkreuz-Ritter desOrder of St Michael and St George.[158] 1957 kamLuxemburg hinzu mit dem Großkreuz desOrdens der Eichenkrone.[159] 1960 verlieh ihm die niederländische KöniginJuliana denOrden vom Niederländischen Löwen als Großkreuz.[160] 1962 wurde er in die französischeEhrenlegion aufgenommen.[161]

Edel-RoseKonrad Adenauer des RosenzüchtersRosen Tantau (1953)

InJapan erhielt Adenauer von KaiserHirohito 1960 denOrden der Aufgehenden Sonne 1. Klasse; drei Jahre später bekam er auch dessen höchste Stufe, den Orden der Aufgehenden Sonne mitPaulownien-Blüten, „aufgrund seines langjährigen Engagements zur Verständigung der japanisch-deutschen Freundschaft sowie für den Frieden und die Wohlfahrt in der Welt.“[162]

Im Mai 1954 erhielt er denKarlspreis der StadtAachen als „kraftvollen Förderer eines einigen Europa“.[163]

DasTime-Magazin kürte Adenauer 1953 zumMan of the Year („Mann des Jahres“).[164]

Für sein Talent als „Meister der Vereinfachung“ erhielt Adenauer 1959 denOrden wider den tierischen Ernst;[165] bei der Preisverleihung ließ er sich allerdings vertreten.[166] Adenauers Fähigkeit (für die er den Orden bekam), auch komplizierte Sachverhalte vereinfacht und allgemeinverständlich darzustellen, wird von seinen Biographen mehrfach hervorgehoben.

1965 wurde ihm derSchlesierschild durch dieLandsmannschaft Schlesien verliehen.

ZurInternationalen Gartenbauausstellung 1953 wurde eine von Adenauer selbst ausgesuchte Rosensorte nach ihm benannt.

Denkmäler und Bauwerke

Adenauer-DenkmalHubertus von Pilgrims vor dem früheren Bonner Bundeskanzleramt an der Adenauerallee
Adenauer-Mercedes imHaus der Geschichte

Öffentliche Verkehrswege (Straßen,Plätze,Alleen,Brücken) in zahlreichen deutschen Städten tragen Konrad Adenauers Namen, ebenso derFlughafen Köln/Bonn und dasKonrad-Adenauer-Haus (Berlin) als Parteizentrale der CDU (das frühereBonner Gebäude wurde im Jahre 2003 abgerissen).

In der KölnerKonrad-Adenauer-Kaserne sind derMilitärische Abschirmdienst und dasAmt für Heeresentwicklung stationiert.

Im Mai 1982 wurde vor dem Bundeskanzleramt in Bonn eine vonHubertus von Pilgrim geschaffenePlastik seines Kopfes aufgestellt.

Weitere Denkmäler Adenauers finden sich in derWalhalla bei Regensburg,[167]in Köln, amAdenauerplatzin Berlin und inCadenabbia amComer See, wo Adenauer häufig seinen Urlaub verbrachte und dessen Ehrenbürger er ist.[168]

Konrad-Adenauer-Denkmal inCadenabbia vonHans Kloss (2007)

In Rom gibt es seit 1968 den „Piazzale Konrad Adenauer“[169] als einzige nach einem deutschen Politiker benannte Straße der Stadt.

Adenauer-Stiftungen und Adenauer-Preise

Die parteinahe Stiftung der CDU inBerlin geht auf die 1955 gegründeteGesellschaft für christlich-demokratische Bildungsarbeit zurück und heißt seit 1964Konrad-Adenauer-Stiftung. Im Todesjahr 1967 wurde dieStiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus Rhöndorf eingerichtet.

Etwa 20 Institutionen, darunter auch ausländische, vergebenKonrad-Adenauer-Preise. DerAdenauer-de-Gaulle-Preis ehrt Personen und Institutionen, die sich für die deutsch-französische Zusammenarbeit einsetzen.

Sonstiges

1966 wurde Adenauer vonOskar Kokoschka porträtiert. 1967 entstand das BildKonrad Adenauer vonWolf Vostell, eineVerwischung einer Fotografie von Konrad Adenauer bei der Ankunft vonJohn F. Kennedy am 23. Juni 1963 amFlughafen Köln/Bonn. Das Bild ist Bestand der Kunstsammlung imMuseum Ludwig in Köln.[170]

Eine der drei Regierungsmaschinen vom TypAirbus A350 derFlugbereitschaft der Luftwaffe trägt den Namen des ersten deutschen Bundeskanzlers.

AlsAdenauer-Mercedes wird einMercedes-Benz 300, Typ W 186, bezeichnet, das Dienstfahrzeug des Bundeskanzlers in den 1950er-Jahren; der Wagen ist imHaus der Geschichte inBonn ausgestellt. Ab Juli 1956 wurde der Mercedes-Benz 300 auf Wunsch Adenauers als verlängerte Sonderausführung mit einer Länge von 5165 mm gebaut und mit einer Trennscheibe zwischen Fond und Vordersitzen ausgestattet. Der Zuwachs im hinteren Beinraum betrug gegenüber der serienmäßigen Ausführung 140 mm.[171] BMW hatte 1955 als Alternative zum Mercedes den 5100 mm langen, luxuriös ausgestattetenTyp 505 vorgestellt, den Adenauer aber nach zwei angeblichen Probefahrten abgelehnt habe. Die Probefahrten mit Adenauer gab es in Wirklichkeit nicht und auch die Geschichte von Adenauers Unzufriedenheit mit dem BMW, weil er mit dem Hut an die Dachkante des Wagens gestoßen sei, ist Legende.[172] Tatsächlich soll laut einemSpiegel-Bericht (48/1958) der mit Leihwagen von Daimler-Benz bedachte MinisterialratHans Kilb dem Kanzler zur Entscheidung für den Mercedes und gegen den BMW geraten haben.[173]

Für einen Skandal sorgte 1969Ludwig Harigs HörspielStaatsbegräbnis, das unter der Regie vonJohann M. Kamps gemeinsam vomSR und demWDR produziert wurde. In derPersiflage wurde ausschließlich Originaltonmaterial der Trauerreden anlässlich des Staatsbegräbnisses für Konrad Adenauer verwendet und gegeneinander verschnitten. Den Verantwortlichen wurde daraufhin ein respektloser Umgang mit einem zwei Jahre zurückliegenden ernsten Thema vorgeworfen.[174]Anlässlich des 150 Jahre zurückliegenden Geburtstages erschienen 2025 zwei neue Biografien: eine Gesamtlebenserforschung vonFriedrich Kießling und eine vonNorbert Frei, die nur den Lebensabschnitt nach 1945 untersucht.[175]

Schriften (Auswahl)

Bücher

Literatur

Biografien

Bildbiografien und Photodokumentationen

  • Franz Burda (Hrsg.):Konrad Adenauer – Gedenkband. Burda, Sonderdruck der BUNTEN Illustrierten, Bildband Nr. 6, Offenburg 1967.
  • Ulrich Frank-Planitz:Konrad Adenauer, Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach (2. Auflage) 1975,ISBN 3-7857-0176-4.
  • Matthias Krüger (Bearb.):Adenauer. Eine Geschichte in Bildern. Konrad-Adenauer-Stiftung, Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Hirmer Verlag, München 2021,ISBN 978-3-7774-3908-2.
  • Will McBride (Photos),Hans-Werner Graf von Finckenstein (Text):Adenauer – Ein Porträt. Josef Keller Vlg., Starnberg 1965.
  • Georg Schröder (Einltg.):Konrad Adenauer – Porträt eines Staatsmannes. Eine Bilddokumentation. C. Bertelsmann, Gütersloh 1966.
  • Sven Simon:Adenauer undKokoschka – Bilder einer Freundschaft. Econ, Düsseldorf/Wien 1967.

Zu Lebensabschnitten

Zu Einzelaspekten

  • Arnulf Baring:Außenpolitik in Adenauers Kanzlerdemokratie (=Schriften des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Band 28). Oldenbourg, München 1966.
  • Daniel Koerfer:Kampf ums Kanzleramt. Erhard und Adenauer. DVA, Stuttgart 1987,ISBN 3-421-06372-9
  • Christian Feyerabend (Text),Roland Breitschuh (Fotografien):Adenauer. Der Garten und sein Gärtner. Hrsg. von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Greven Verlag, Köln 2020,ISBN 978-3-7743-0926-5.
  • Klaus-Dietmar Henke: Adenauers Watergate. Die Geheimoperation des BND gegen die SPD-Spitze. Ch. Links Verlag, Berlin 2023

Historisch-kritische Bewertung

Filme

Ausstellungen

Weblinks

Commons: Konrad Adenauer – Album mit Bildern
Commons: Konrad Adenauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Konrad Adenauer – Zitate
Wikivoyage: Konrad Adenauer – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Manfred Görtemaker:Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Von der Gründung bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 1999,ISBN 3-406-44554-3, S. 90.(books.google.de)
  2. Jugendjahre und politischer Aufstieg 1876–1917
  3. Europäische Parlament: BRIEFING: Geschichtsreihe der Europäischen Union. (PDF) Konrad Adenauer: Europas Elder Statesman. In: Websitehttps://www.europarl.europa.eu/. Europäische Parlament, abgerufen am 18. Februar 2024. 
  4. Hans-Gert Pöttering: Konrad Adenauer, die Religion und die Kirchen. In: Websitehttps://www.kas.de/. Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., 2024, abgerufen am 18. Februar 2024. 
  5. Konrad Bludau: Adenauer. In: Websitehttps://www.geschichtsverein-bedburg.de/. Verein für Geschichte und Heimatkunde Bedburg e. V., abgerufen am 18. Februar 2024. 
  6. Pressglas-Korrespondenz: Die Kaufkraft der Goldmark. (PDF) 2011, abgerufen am 5. September 2023. 
  7. Terence Prittie:Konrad-Adenauer. Vier Epochen deutscher Geschichte. Goverts-Krüger-Stahlberg, Stuttgart 1971,ISBN 3-7740-0406-4,S. 17 ff. ; kritisch beleuchtet wird dieses Narrativ bei Henning Köhler:Adenauer. Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994,ISBN 3-549-05444-0,S. 23. 
  8. abcdeChristiane Gorse: Persönlichkeiten. Konrad Adenauer. In: Website Planet Wissen. Westdeutscher Rundfunk Köln, 15. Oktober 2023, abgerufen am 18. Februar 2024. 
  9. Terence Prittie:Konrad-Adenauer. Vier Epochen deutscher Geschichte. Goverts-Krüger-Stahlberg, Stuttgart 1971,ISBN 3-7740-0406-4,S. 21 ff. 
  10. C. Williams:Adenauer, The Father of the New Germany. John Wiley & Sons, Inc., 2000,ISBN 0-471-43767-0, S. 26.
  11. abcdefghHanns Jürgen Küsters: Adenauer als Referendar und Assessor. In: Websitehttps://www.konrad-adenauer.de. Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., abgerufen am 18. Februar 2024. 
  12. Rudolf Jungnickel:Kabale am Rhein. 1994, S. 7.
  13. Henning Köhler:Adenauer. Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994,ISBN 3-549-05444-0,S. 41 f. 
  14. Die Kaufkraft der Goldmark. 2011, abgerufen am 5. September 2023. 
  15. abcdChristiane Gorse: Persönlichkeiten: Konrad Adenauer. In: Planet Wissen. Westdeutscher Rundfunk Köln, abgerufen am 18. Februar 2024. 
  16. abPatent GB131402A: Improvements in the Composition and Manufacture of Sausage Meat and the like. Angemeldet am 26. Juni 1918, veröffentlicht am 28. August 1919, Erfinder: Konrad Adenauer.
  17. Hans-Peter Schwarz:Adenauer. Der Aufstieg: 1876–1952, DVA, Stuttgart 1986, S. 152 f.
  18. Unfall auf der Aachener Straße prägte Gesicht des neuen Landes (18. August 2017)
  19. Konrad Adenauer war das letzte überlebendeMitglied des Preußischen Herrenhauses.
  20. Stenographischer Bericht über die Verhandlungen des 58. Rheinischen Provinziallandtags im Ständehause zu Düsseldorf vom 17. März bis 21. März 1918. L. Voß & Cie., Düsseldorf, S. VII (Digitalisat)
  21. Stenographischer Bericht über die Verhandlungen des 59. Rheinischen Provinziallandtags im Ständehause zu Düsseldorf vom 5. Dezember bis 11. Dezember 1920. L. Voß & Cie., Düsseldorf, S. 5 (Digitalisat)
  22. Horst Möller:Preußen von 1918 bis 1947. Weimarer Republik, Preußen und der Nationalsozialismus. In:Wolfgang Neugebauer (Hrsg.):Handbuch der Preußischen Geschichte. Bd. 3: Vom Kaiserreich zum 20. Jahrhundert und Große Themen der Geschichte Preußens. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2012,ISBN 978-3-11-090669-1, S. 175.
  23. Terence Prittie:Konrad-Adenauer. Vier Epochen deutscher Geschichte. Goverts-Krüger-Stahlberg, Stuttgart 1971,ISBN 3-7740-0406-4,S. 94–98. 
  24. Terence Prittie:Konrad-Adenauer. Vier Epochen deutscher Geschichte. Goverts-Krüger-Stahlberg, Stuttgart 1971,ISBN 3-7740-0406-4,S. 88. 
  25. Henning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 251–264, Zitate auf S. 262.
  26. Archivlink (Memento vom 12. August 2014 imInternet Archive)
  27. Zitiert und zurückübersetzt nach Hans-Peter Schwarz:Konrad Adenauer: A German Politician and Statesman in a Period of War, Revolution, and Reconstruction. Band 1. Berghahn Books, Providence RI 1995, S. 160
  28. Rudolf Jungnickel:Kabale am Rhein. 1994, S. 275
  29. Henning Köhler:Adenauer: Eine politische Biographie. Propyläen, Frankfurt am Main 1994,S. 268 f. 
  30. Hans-Peter Schwarz:Adenauer – Der Aufstieg: 1876–1952. Stuttgart 1986, S. 345.
  31. Vorstoß gegen das rheinische Zentrum. In: Reichspost, 14. März 1933, S. 1 (online beiANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rpt
  32. Oberbürgermeister Adenauer entlassen. In: Salzburger Volksblatt, 28. Juli 1933, S. 9 (online beiANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/svb
  33. abHanns Jürgen Küsters:Kölner Oberbürgermeister 1917–1933 (ohne Jahr)
  34. Judith Michel:Adenauers Amtsenthebung als Kölner Oberbürgermeister (ohne Jahr,online).
  35. Stephan Georg Raabe: 49. Todestag Konrad Adenauers. In: Website Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., abgerufen am 19. April 2016. 
  36. Dieter E. Kilian:Adenauers vergessener Retter – Major Fritz Schliebusch. Miles-Verlag, Berlin 2011,ISBN 978-3-937885-44-5, S. 23–24 (Online-Vorschau).
  37. Hans-Peter Schwarz:Adenauer – Der Aufstieg: 1876–1952, S. 391–392.
  38. Zitiert nach Peter Koch:Adenauer. Reinbek 1985.
  39. Schreiben Adenauers an den Preuß. Innenminister vom 10. August 1934 (nach seiner Entlassung), abrufbar unter:konrad-adenauer.de. Weiteres Schreiben Adenauers vom 18. September 1962, die inhaltliche Richtigkeit des ersten Schreibens bestätigend, beide abgedruckt in: Delmer, Sefton; Die Deutschen und ich; Hamburg 1963, S. 751 (1962 Faksimilie), 752–60 (1934). Siehe auch12. Dezember 1932: Schreiben von Oberbürgermeister Adenauer an den Vorsitzenden der Deutschen Zentrumspartei, Prälat Kaas (Memento vom 28. März 2016 imInternet Archive), Konrad-Adenauer-Stiftung, abgerufen am 26. Dezember 2017.
  40. ab29. Juni 1933: Brief an Dora Pferdmenges, Köln, aus Maria Laach, abrufbar unter:konrad-adenauer.de sowie Buchbesprechung:Hans-Peter Schwarz: Adenauer. Der Aufstieg 1876–1952. In:Der Spiegel, Nr. 40, 1986.
  41. 8. November 1934: Vermerk von Ministerialrat Dr.Gerhard Scheffler, Reichs- und Preußisches Ministerium des Innern, Berlin, abrufbar unter:https://www.konrad-adenauer.de/index.php?msg=10046
  42. 8. November 1934: Der Reichs- und Preußische Minister des Innern, Dr. Wilhelm Frick, an Adenauer, Neubabelsberg, abrufbar unter:https://www.konrad-adenauer.de/index.php?msg=10047
  43. Hans-Peter Schwarz:Adenauer – Der Aufstieg: 1876–1952. Stuttgart 1986, S. 372, 398
  44. Judith Michel: Im „Dritten Reich“ 1933–1945 – Konrad Adenauer. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. Oktober 2020; abgerufen am 23. Oktober 2020. 
  45. Günter Brakelmann:Peter Yorck von Wartenburg 1904–1944. C. H. Beck, München 2012,ISBN 978-3-406-63020-0, S. 202 (Online-Vorschau).
  46. Norbert Trippen:Josef Kardinal Frings und Konrad Adenauer, S. 1.
  47. Hans-Peter Schwarz, Adenauer. Der Aufstieg: 1876–1952, 3. Auflage, Stuttgart 1986, S. 416 f.
  48. Fritz Schliebusch befreite Konrad Adenauer aus der Gestapo-Haft. Abgerufen am 23. Oktober 2020. 
  49. Josef Wimar Giesen wurde wegen Wehrkraftzersetzung verhaftet. Abgerufen am 23. Oktober 2020. 
  50. Dieter E. Kilian:Adenauers vergessener Retter – Major Fritz Schliebusch. Miles-Verlag, Berlin 2011,ISBN 978-3-937885-44-5, S. 22 (Online-Vorschau).
  51. Henning Köhler,Adenauer. Eine politische Biographie, Propyläen, Berlin 1994, S. 316 ff.
  52. Franz Eibl:Politik der Bewegung. Gerhard Schröder als Außenminister 1961–1966 (= Institut für Zeitgeschichte (Hrsg.):Studien zur Zeitgeschichte, Band 69). Dissertation Universität Regensburg 1998, Oldenbourg Verlag, München 2001,ISBN 3-486-56550-8, S. 34 f. (Google Books)
  53. Zitiert nach. Pax Christi (Hrsg.):75 Jahre katholische Friedensbewegung in Deutschland. Idstein 1995; S. 59.
  54. Inszenierter Skandal,Bayerischer Rundfunk, 7. Februar 2022
  55. Winfried Scholz:In Bassenheim begann die Aussöhnung. In:Rhein-Zeitung Koblenz vom 18. Juni 2012, S. 15.
  56. Rudolf Jungnickel:Kabale am Rhein. Der Kanzler und sein Monsignore. Wartburg Verlag, Weimar 1994, S. 303.
  57. Rudolf Jungnickel:Kabale am Rhein. Der Kanzler und sein Monsignore. Wartburg Verlag, Weimar 1994, S. 3073.
  58. Zitiert nachHans Peter Mensing:Konrad Adenauer. In: Udo Kempf, Hans-Georg Merz:Kanzler und Minister 1949–1998. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2001, S. 82
  59. Henning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 495 und 501;Klaus von Beyme:Kulturpolitik und nationale Identität. Studien zur Kulturpolitik zwischen staatlicher Steuerung und gesellschaftlicher Autonomie.Westdeutscher Verlag, Opladen/Wiesbaden 1998, S. 208, nennt die Annahme eine „Verschwörungstheorie“.
  60. Henning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 498–508.
  61. Plenarprotokoll bundestag.de S. 14 (B) und (C);Art. 63 Abs. 2 Satz 1,Art. 121 GG
  62. Nach demPlenarprotokoll S. 14 (A) handelte es sich um die AbgeordnetenGünter Goetzendorff undJohann Schuster (Politiker, 1912) derWAV, siehe auchListe der Mitglieder des Deutschen Bundestages (1. Wahlperiode)
  63. Hans-Peter Schwarz:Adenauer. Der Aufstieg: 1876–1952, DVA, Stuttgart 1986, S. 630; Henning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 541.
  64. Plenarprotokoll vom 20. September 1949,bundestag.de
  65. Klaus Wiegrefe:»Der Bürger ist entsetzlich dumm«. In:Der Spiegel. 7. April 2017,ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 17. April 2022]). 
  66. Roland Preuß, Willi Winkler: Enthüllung über Konrad Adenauer: Das deutsche Watergate. In: Süddeutsche Zeitung. 8. April 2022, abgerufen am 10. April 2022. 
  67. abThorsten Schmitz, Benedikt Warmbrunn und Martin Wittmann:Deutschlands Watergate – Wie Adenauer die SPD ausspionieren ließ. In:Süddeutsche Zeitung, 9. April 2022, abgerufen am 9. April 2022.
  68. abChristoph Driessen:Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union. Pustet, Regensburg 2024,ISBN 978-3-7917-3474-3, S. 74.
  69. August H. Leugers-Scherzberg:Adenauers geheim gehaltene Äußerungen im Londoner Claridge-Hotel oder der latente Antisemitismus des bundesdeutschen Gründungskanzlers. In:theologie.geschichte, Bd. 1 (2006).
  70. Michael F. Feldkamp:Der Zwischenruf „Der Bundeskanzler der Alliierten!“ und die parlamentarische Beilegung des Konfliktes zwischen Konrad Adenauer und Kurt Schumacher im Herbst 1949. In: Markus Raasch, Tobias Hirschmüller (Hrsg.):Von Freiheit, Solidarität und Subsidiarität – Staat und Gesellschaft der Moderne in Theorie und Praxis. Festschrift fürKarsten Ruppert zum 65. Geburtstag (=Beiträge zur Politischen Wissenschaft. Band 175), Duncker & Humblot, Berlin 2013,ISBN 978-3-428-13806-7, S. 665–708. Vgl.Auszug aus dem offiziellen Protokoll der Aussprache über die Regierungserklärung des Bundeskanzlers in der 18. Sitzung des Deutschen Bundestages zum Petersberger Abkommen auf den Webseiten der Konrad-Adenauer-Stiftung, abgerufen am 28. Juni 2012.
  71. Kurt Klotzbach:Der Weg zur Staatspartei. Programmatik, praktische Politik und Organisation der deutschen Sozialdemokratie 1945–1965, Berlin 1982, S. 598, zitiert nachUlrich Lappenküper:Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1990. Oldenbourg, München 2008,ISBN 978-3-486-70140-1, S. 71.
  72. Anselm Doering-Manteuffel:Die Bundesrepublik Deutschland in der Ära Adenauer. Außenpolitik und innere Entwicklung 1949–1963. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 75 f.
  73. Rudolf Morsey:Exkurs: Die Suche nach der Quelle eines Adenauer-Zitats. In:Die Deutschlandpolitik Adenauers: 340. Sitzung am 18. Juli 1990 in Düsseldorf. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1991,ISBN 978-3-322-99045-7,S. 50–54,doi:10.1007/978-3-322-99045-7_18. 
  74. Willy Brandt:Erinnerungen, List Taschenbuch, 2013,ISBN 978-3-548-61166-2, Seite 45
  75. Zitelmann, Rainer (Hrsg.):Adenauers Gegner. Streiter für die Einheit. (Reihe Extremismus und Demokratie, hrsg. v.Uwe Backes,Eckhard Jesse und Rainer Zitelmann, Bd. 2.) Erlangen, Bonn, Wien 1991, S. 116–121 (zur Dehler-Rede).
  76. Henning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 971–974.
  77. Hans-Peter Schwarz:Anmerkungen zu Adenauer. Pantheon Verlag, München 2007,ISBN 978-3-570-55031-1, S. 195.
  78. Felix Bohr:Was Adenauer verschwieg. In:Der Spiegel, Nr. 12/2013, 18. März 2013.
  79. Terence Prittie:Konrad-Adenauer. Vier Epochen deutscher Geschichte. Goverts-Krüger-Stahlberg, Stuttgart 1971,ISBN 3-7740-0406-4,S. 290 ff. 
  80. Liste Auslandsreisen auf konrad-adenauer.de.
  81. Es ging nie um Vergebung. Abgerufen am 13. April 2024. 
  82. Vgl. zu den Ermittlungen der deutschen Polizei:Reinhard Scholzen: Zum Schutz der Politiker. Die frühen Jahre der Sicherungsgruppe. In: Polizei & Wissenschaft 2, 2014, S. 2–9. Hier S. 4.
  83. Henning Sietz:Attentat auf Adenauer: Im Auftrag des Gewissens, (Memento vom 21. Oktober 2012 imInternet Archive)Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12. Juni 2006.
  84. Heinrich August Winkler:Gegen das deutsche Urübel regieren. Wunschdenken hielt Konrad Adenauer für die größte Gefahr der deutschen Außenpolitik – mit Blick auf die Sowjetunion, aber auch auf die Vereinigten Staaten. In:Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Oktober 2025, S. 6.
  85. Henning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 251–264, Zitate auf S. 991–995.
  86. KAS:Kalter Krieg (Memento vom 30. April 2019 imInternet Archive)
  87. Artikel imMünchner Merkur vom 7. September 1957 (Digitalisat (Memento vom 18. Juli 2018 imInternet Archive)).
  88. KAS:Sowjetrußland (Memento vom 21. September 2018 imInternet Archive).
  89. Gabriele Teichmann: Pferdmenges, Robert. In: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 331–332 [Online-Version]. 2001, abgerufen am 19. Juli 2024. 
  90. Zitiert nach Hans Peter Mensing:Konrad Adenauer. In: Udo Kempf, Hans-Georg Merz:Kanzler und Minister 1949–1998. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2001, S. 86
  91. Gabor Steingart:Der deutsche Defekt. SpiegelSpecial, 4/2005, S. 126.
  92. In anderen Quellen wird Adenauer zitiert mit „Kinder kriegen die Leute sowieso“, zum Beispiel inGenerationenvertrag nicht zukunftsfähig. Zu dieser Erkenntnis gelangte bereits Ludwig Erhard. März 2009/euler „Scobel“ bei3sat; abgerufen am 5. September 2013
  93. Frankfurter Rundschau vom 27. Oktober 2000
  94. abDie Nürnberger Prozesse. Amnestiepolitik unter Adenauer. In: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. LPB BW, abgerufen am 18. Januar 2024. 
  95. Ernst Klee:Vergebung ohne Reue. In:Die Zeit. 21. Februar 1992,ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 14. August 2024]). 
  96. Thomas Radlmaier: Dachauer Militärgerichtsverfahren: Vergessene Prozesse. 13. Dezember 2020, abgerufen am 14. August 2024. 
  97. abNorbert Trippen: „Josef Kardinal Frings und Konrad Adenauer“
  98. Kardinal verlässt CDU. In:Die Zeit, Nr. 22/1949
  99. Terence Prittie:Konrad-Adenauer. Vier Epochen deutscher Geschichte. Goverts-Krüger-Stahlberg, Stuttgart 1971,ISBN 3-7740-0406-4,S. 405. 
  100. Es gibt nur einen Adenauer. In:Der Spiegel.Nr. 42, 1948,S. 5–8 (online). 
  101. Klaus Wiegrefe:Adenauers letzte Jahre: „Die Welt wird verrückt“. Hrsg.: Der Spiegel.Nr. 7/2017. Hamburg 11. Februar 2017 (spiegel.de). 
  102. Sven Felix Kellerhoff,„Der Alte“ voll auf Methamphetamin, In:Die Welt vom 23. Januar 2021
  103. Otto Schumacher-Hellmold:Prof. Martini, der Arzt der Politiker. In:Rudolf Pörtner (Hrsg.):Kinderjahre der Bundesrepublik. Von der Trümmerzeit zum Wirtschaftswunder. dtv, München 1992,ISBN 3-423-30313-1, S. 377 (Online-Vorschau).
  104. Ulrich Frank-Planitz:Konrad Adenauer. Eine Biographie in Bild und Wort. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1990,ISBN 3-421-06557-8, S. 160.
  105. Thomas Wolf:Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle. Berlin 2018,ISBN 978-3-96289-022-3,S. 394 f. 
  106. Adenauer wollte West-Berlin gegen DDR-Gebiete tauschen. In:Der Spiegel vom 14. August 2011.
  107. Terence Prittie:Konrad-Adenauer. Vier Epochen deutscher Geschichte. Goverts-Krüger-Stahlberg, Stuttgart 1971,ISBN 3-7740-0406-4,S. 414–420. 
  108. Konrad Adenauer:Seid wach für die kommenden Jahre – Grundsätze, Erfahrungen, Einsichten. Hrsg.: Anneliese Poppinga. Gustav Lübbe, Bergisch Gladbach 1997,S. 274,275. 
  109. Manfred Görtemaker:Geschichte der Bundesrepublik. Von der Gründung bis zur Gegenwart. C.H. Beck, München 1999,ISBN 3-406-45846-7, S. 390.
  110. Henning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 1168.
  111. Hans-Ulrich Wehler:Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd. 5:Bundesrepublik und DDR 1949–1990. C.H. Beck, München 2008,ISBN 978-3-406-57872-4, S. 273.
  112. Edgar Wolfrum:Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Klett-Cotta, Stuttgart 2006, S. 210.
  113. Wolfgang Hoffmann-Riem:Die Spiegel-Affäre 1962 — ein Versagen der Justiz? In:Zeitschrift für Rechtspolitik 45 (2012), Heft 8, S. 225–229, hier S. 226.
  114. Manfred Görtemaker:Geschichte der Bundesrepublik. Von der Gründung bis zur Gegenwart. C.H. Beck, München 1999,ISBN 3-406-45846-7, S. 390 f.
  115. 15. Oktober 1963: Ansprache von Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier anlässlich der Ehrung von Bundeskanzler Adenauer durch den Deutschen Bundestagkonrad-adenauer.de;Plenarprotokoll 04/04086 PDF
  116. Deutsche Welle:Konrad Adenauer – der Alte aus Rhöndorf, abgerufen am 8. August 2011
  117. Anneliese Poppinga:Das Wichtigste ist der Mut Konrad Adenauer – die letzten fünf Jahre. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1997,ISBN 3-404-61387-2,S. 386 ff. 
  118. Erinnerungen. Abgerufen am 14. August 2024. 
  119. Henning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 1230 f.
  120. bundesarchiv.de (Memento vom 17. November 2015 imInternet Archive)
  121. 25. April 1967. Abgerufen am 14. August 2024. 
  122. Alexander Vogel: Konrad-Adenauer-Preis. Station 1: Die ersten 40 Jahre. In: Websitehttps://www.stadt-koeln.de. Stadt Köln, abgerufen am 18. Februar 2024. 
  123. http://www.konrad-adenauer.de:Lebenslauf – Die wichtigsten Daten
  124. Letztes Kind von Konrad Adenauer gestorben. In: Die Welt. Abgerufen am 14. August 2024. 
  125. soHenning Köhler:Adenauer. Eine politische Biographie. Propyläen, Berlin 1994, S. 447 f.
  126. Auguste "Gussie" Amalie Julie Adenauer (geb. Zinsser). Abgerufen am 14. August 2024. 
  127. WDR2,Heiner Wember, 5. Januar 2011:Stichtag 5. Januar 1876. Geburtstag von Konrad Adenauer. Podcast, abgerufen am 18. Oktober 2012.
  128. WDR Fernsehen: Die Adenauers, Donnerstag, 3. Oktober 2002, 21.45 bis 22.30 Uhr presseportal vom 30. September 2002, abgerufen am 2. Februar 2021.
  129. Armin Himmelrath:Konrad Adenauer: Luxusvilla in der Eifel – Das anrüchige Geschenk. In:Der Spiegel. 19. April 2017,ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 14. August 2024]). 
  130. Christian Feyerabend / Roland Breitschuh:Adenauer. Der Garten und sein Gärtner. Hrsg. von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Köln: Greven Verlag, 2020,ISBN 978-3-7743-0926-5.
  131. Patente von Prominenten: Konrad Adenauer
  132. Patent DE296648C: Verfahren zur Herstellung eines dem rheinischen Roggenschwarzbrot ähnelnden Schrotbrotes. Angemeldet am 2. Mai 1915, veröffentlicht am 19. Februar 1917, Erfinder: Jean Oebel, Josef Oebel, Konrad Adenauer.
  133. Patent AT74310B: Verfahren zur Herstellung eines, dem rheinischen Schwarzbrot ähnelnden Schrotbrotes. Angemeldet am 1. Mai 1915, veröffentlicht am 10. April 1918, Erfinder: Jean Oebel, Josef Oebel, Konrad Adenauer.
  134. Radio Bremen, As time goes by, 22. September 1937, „Das widerspenstige Patentamt“
  135. Ehrendoktor. Abgerufen am 14. August 2024. 
  136. Orden und Ehrenzeichen. Abgerufen am 14. August 2024. 
  137. Erast Schubersky, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 175–181.
  138. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,6 MB)
  139. Hermann Dikowitsch, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 153–158.
  140. Engelbert Hommel, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 61–66.
  141. Klaus H. Feder, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 39 f.
  142. Orden und Ehrenzeichen. Abgerufen am 14. August 2024. 
  143. Michael Autengruber/Engelbert Hommel/Gustav Andreas Taumann, in: Ders./Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 91–93 und 97–102.
  144. Ludwig Biewer, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 95 f.
  145. Ludwig Biewer, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 139 f.
  146. Ludwig Biewer, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 53 f.
  147. Adenauer im Ornat des Deutschen Ordens. In: Deutsche und Polen. RBB, abgerufen am 29. Oktober 2011. 
  148. Gustav Andreas Tammann, in: Ders./Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 47 f.
  149. Carlos Castán, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 165–167.
  150. Dragomir Acovic, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 29–31.
  151. Gustav Andreas Tammann, in: Ders./Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 123 f.
  152. Dragomir Acovic, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 141–143.
  153. Dragomir Acovic, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 111 f.
  154. Engelbert Hommel, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 61–65.
  155. Dragomir Acovic, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 107–109.
  156. António M. Trigueiros, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 169 f.
  157. Ivo Suetens, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 41 f.
  158. Ludwig Biewer, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 85 f.
  159. Jean Schoos, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 131–134.
  160. W.W.G. Steurbaut, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 145 f.
  161. Jean Schoos, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 79 f.
  162. Gustav Andreas Tammann, in: Ders./Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 113–118.
  163. Michael Autengruber, in: Gustav Andreas Tammann/Engelbert Hommel (Hrsg.):Die Orden und Ehrenzeichen Konrad Adenauers. The orders and decorations awarded to Konrad Adenauer. Im Auftrag der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Gottschalk, Bad Honnef 1999,ISBN 3-9806090-1-4, hier S. 67 f.
  164. TIME-Magazine, Ausgabe vom 4. Januar 1954 mit Adenauer auf dem Titelblatt.
  165. Konrad Adenauer (Memento vom 8. Februar 2013 imInternet Archive) auf den Webseiten desAachener Karnevalsvereins (der preisverleihenden Institution) (abgerufen am 18. Oktober 2012).
  166. Notiz (Memento vom 3. Juni 2019 imInternet Archive) inFocus vom 20. Februar 2011.
  167. Peter Schmalz:Adenauer zieht in die Walhalla ein.Die Welt vom 15. September 1999, abgerufen am 4. April 2012.
  168. Adenauer-Statue in Cadenabbia auf hans-kloss.de. Abgerufen am 2. Oktober 2022.
  169. Quartiere XXXII EUROPA
  170. Wolf Vostell. Retrospektive 92.Edition Braus, Heidelberg 1992,ISBN 3-925520-44-9.
  171. Werner Oswald: Mercedes-Benz – Personenwagen 1945–1985. Band 2, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2007,ISBN 978-3-613-02778-7, S. 44.
  172. Website BMW Group Classic. Die steile Karriere der Staatslimousine BMW 505 Pullman. Abgerufen am 30. April 2025.
  173. Kilb-Affäre – Kanzler-Karosserie. Aus:Der Spiegel 48/1958. Abgerufen am 30. April 2025.
  174. ARD-Hörspieldatenbank (Staatsbegräbnis, SR/WDR 1969)
  175. Wer war Konrad Adenauer?, deutschlandfunkkultur.de vom 22. Dezember 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025
  176. vgl. Information auf der Internet-Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. (abgerufen am 22. November 2020) (Memento vom 28. November 2020 imInternet Archive)
  177. Nikolaus von Festenberg:Ganz der Alte.Spiegel Online vom 31. Juli 2012, abgerufen am 31. Juli 2012.
  178. Wolfgang Malanowski:„Ich gehe frohen Herzens“. In:Der Spiegel.Nr. 5, 1987 (online – Rezension zur Adenauer-Serie). 

Konrad Adenauer(CDU, 1949–1963) |Ludwig Erhard(CDU, 1963–1966) |Kurt Georg Kiesinger(CDU, 1966–1969) |Willy Brandt(SPD, 1969–1974) |Helmut Schmidt(SPD, 1974–1982) |Helmut Kohl(CDU, 1982–1998) |Gerhard Schröder(SPD, 1998–2005) |Angela Merkel(CDU, 2005–2021) |Olaf Scholz(SPD, 2021–2025) |Friedrich Merz(CDU, seit 2025)

siehe auch:Reichskanzler seit 1871

Konrad Adenauer(CDU, 1951–1955) |Heinrich von Brentano(CDU, 1955–1961) |Gerhard Schröder(CDU, 1961–1966) |Willy Brandt(SPD, 1966–1969) |Walter Scheel(FDP, 1969–1974) |Hans-Dietrich Genscher(FDP, 1974–1982) |Helmut Schmidt(SPD, 1982) |Hans-Dietrich Genscher(FDP, 1982–1992) |Klaus Kinkel(FDP, 1992–1998) |Joschka Fischer(B90/Grüne, 1998–2005) |Frank-Walter Steinmeier(SPD, 2005–2009) |Guido Westerwelle(FDP, 2009–2013) |Frank-Walter Steinmeier(SPD, 2013–2017) |Sigmar Gabriel(SPD, 2017–2018) |Heiko Maas(SPD, 2018–2021) |Annalena Baerbock(B90/Grüne, 2021-2025)Johann Wadephul(CDU, seit 2025)

Siehe auch:Auswärtiges Amt
Kabinett Adenauer I – 20. September 1949 bis 20. Oktober 1953
Kabinett Adenauer II – 20. Oktober 1953 bis 15. Oktober 1957
Kabinett Adenauer III – 29. Oktober 1957 bis 14. November 1961
Kabinett Adenauer IV – 14. November 1961 bis 13. Dezember 1962
Kabinett Adenauer V – 13. Dezember 1962 bis 11. Oktober 1963
Parteivorsitzende der Christlich Demokratischen Union Deutschlands

Konrad Adenauer (1950–1966) |Ludwig Erhard (1966–1967) |Kurt Georg Kiesinger (1967–1971) |Rainer Barzel (1971–1973) |Helmut Kohl (1973–1998) |Wolfgang Schäuble (1998–2000) |Angela Merkel (2000–2018) |Annegret Kramp-Karrenbauer (2018–2021) |Armin Laschet (2021–2022) |Friedrich Merz (seit 2022)

Konrad Adenauer (1949) |Heinrich von Brentano (1949–1955) |Heinrich Krone (1955–1961) |Heinrich von Brentano (1961–1964) |Rainer Barzel (1964–1973) |Karl Carstens (1973–1976) |Helmut Kohl (1976–1982) |Alfred Dregger (1982–1991) |Wolfgang Schäuble (1991–2000) |Friedrich Merz (2000–2002) |Angela Merkel (2002–2005) |Volker Kauder (2005–2018) |Ralph Brinkhaus (2018–2022) |Friedrich Merz (2022–2025) |Jens Spahn (seit 2025)

Oberbürgermeister der Stadt Köln seit 1815
Landesvorsitzende derCDU Rheinland
Träger des InternationalenKarlspreises zu Aachen

1950:Richard Coudenhove-Kalergi |1951:Hendrik Brugmans |1952:Alcide De Gasperi |1953:Jean Monnet |1954:Konrad Adenauer |1956:Winston Churchill |1957:Paul-Henri Spaak |1958:Robert Schuman |1959:George C. Marshall |1960:Joseph Bech |1961:Walter Hallstein |1963:Edward Heath |1964:Antonio Segni |1966:Jens Otto Krag |1967:Joseph Luns |1969:Europäische Kommission |1970:François Seydoux de Clausonne |1972:Roy Jenkins |1973:Salvador de Madariaga |1976:Leo Tindemans |1977:Walter Scheel |1978:Konstantinos Karamanlis |1979:Emilio Colombo |1981:Simone Veil |1982:Juan Carlos I. |1984:Karl Carstens |1986: Das Volk vonLuxemburg |1987:Henry Kissinger |1988:François Mitterrand undKohl |1989:Frère Roger |1990:Gyula Horn |1991:Václav Havel |1992:Jacques Delors |1993:Felipe González |1994:Gro Harlem Brundtland |1995:Franz Vranitzky |1996:Beatrix (Niederlande) |1997:Roman Herzog |1998:Bronisław Geremek |1999:Tony Blair |2000:Bill Clinton |2001:György Konrád |2002:Euro |2003:Valéry Giscard d’Estaing |2004:Pat Cox |2004 Außerordentlicher Karlspreis:Johannes Paul II. |2005:Carlo Azeglio Ciampi |2006:Jean-Claude Juncker |2007:Javier Solana |2008:Angela Merkel |2009:Andrea Riccardi |2010:Donald Tusk |2011:Jean-Claude Trichet |2012:Wolfgang Schäuble |2013:Dalia Grybauskaitė |2014:Herman Van Rompuy |2015:Martin Schulz |2016:Franziskus |2017:Timothy Garton Ash |2018:Emmanuel Macron |2019:António Guterres |2020:Klaus Johannis |2022:Maryja Kalesnikawa,Weranika Zepkala,Swjatlana Zichanouskaja |2023:Ukrainisches Volk,Wolodymyr Selenskyj |2024:Pinchas Goldschmidt, jüdische Gemeinschaften in Europa |2025:Ursula von der Leyen |2026:Mario Draghi

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Personendaten
NAMEAdenauer, Konrad
ALTERNATIVNAMENAdenauer, Konrad Hermann Joseph (vollständiger Name); Adenauer, Conrad Hermann Joseph (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNGdeutscher Politiker (Zentrum, CDU), MdL MdB, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1949–1963)
GEBURTSDATUM5. Januar 1876
GEBURTSORTKöln
STERBEDATUM19. April 1967
STERBEORTRhöndorf
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