| King Motor Car Company | |
|---|---|
| Rechtsform | Company |
| Gründung | 1911 |
| Auflösung | 1924 |
| Auflösungsgrund | Bankrott |
| Sitz | Buffalo,New York,USA |
| Branche | Automobilindustrie |


King Motor Car Company war einUS-amerikanischer Hersteller vonAutomobilen.[1][2]
Charles Brady King hatte bereits 1896 ein Automobil hergestellt. Danach war er fürOldsmobile und dieNorthern Manufacturing Company tätig. 1908 zog er nachEuropa, um neue europäische Konstruktionen kennenzulernen. 1910 war er zurück in den USA. In dem Jahr entstand einPrototyp.[1]
Im Februar 1911 gründete er das Unternehmen inDetroit inMichigan. H. K. White Jr. wurde Präsident. Im gleichen Jahr begann die Produktion von Automobilen. Der Markenname lauteteKing.[1]
Anfang 1912 wurde die ehemalige Fabrik vonHupmobile bezogen. Wenige Monate später begann dieInsolvenz. Artemus Ward übernahm das Unternehmen. J. G. Bayerline wurde im Frühling 1913 neuer Präsident. 1915 ersetzte Ward Bayerline als Präsident.[1]
Ende 1920 gab es erneut finanzielle Probleme. Charles A. Finnegan ausBuffalo im US-BundesstaatNew York kaufte das Unternehmen auf. Im Oktober 1923 wurde ein kleineres Werk in Buffalo bezogen. In dem Jahr endete die Produktion. 1924 folgte derBankrott.[1] Fahrzeuge wurden noch bis 1924 verkauft.[2]
Insgesamt entstanden fast 19.000 Fahrzeuge.[1]
Von 1911 bis 1912 gab es nur dasModel A. Es hatte einenVierzylindermotor mit 35PS Leistung. DasFahrgestell hatte 292 cmRadstand. Zur Wahl standen ein offenerTourenwagen mit fünf Sitzen, einRoadster mit zwei Sitzen und einCoupé mit drei Sitzen.
1913 blieb dieses Modell unverändert. Neu war dasModel B. Dessen Vierzylindermotor leistete 30 PS. Der Radstand war mit 284 cm etwas kürzer. Einziger Aufbau war ein fünfsitziger Tourenwagen.
1914 beschränkte sich das Sortiment auf dasModel B. Es war nun auch als zweisitziger Roadster erhältlich.
1915 wurde daraus dasModel C. Der Radstand wurde um 1Zoll auf 287 cm verlängert. EinCabriolet mit drei Sitzen war die dritte angebotene Karosseriebauform. Neu war dasModel D. Es hatte einenV8-Motor, der mit 40/50 PS angegeben war. Der Radstand betrug 305 cm. Überliefert sind nur Tourenwagen mit fünf Sitzen.
1916 entfiel das Vierzylindermodell. DasModel D blieb bis auf die Aufbauten unverändert. Diese erhielten besondere Namen. Zur Wahl standenCorsair undReliance mit fünf Sitzen,Challenger Tourenwagen mit sieben Sitzen,Challenger Roadster sowieChallenger Limousine mit fünf Sitzen. In dem Jahr soll auch einModel E eingeführt worden sein, zu dem keine Daten vorliegen.
1917 folgte dasModel EE, dessen Daten dem Vorjahresmodell entsprachen. Genannt sind Tourenwagen undLimousine mit jeweils sieben Sitzen, Roadster mit drei Sitzen undFoursome.
1918 hieß das FahrzeugModel F.
1919 wurde daraus dasModel G. Der Roadster entfiel
Von 1920 bis 1921 gab es dasModel H. Der Motor war nun mit 60 PS angegeben. Als Aufbauten sind weiterhin der siebensitzige Tourenwagen und derFoursome angegeben sowie einRoad King und eineLimoudan genannte Limousine mit sieben Sitzen.
1922 wurde daraus dasModel J. Die Motorleistung war nun mit 69 PS angegeben. Genannt sind Tourenwagen und Limousine mit sieben Sitzen,Sport Foursome und Coupé mit vier Sitzen und einRoad King Roadster mit zwei Sitzen. Eine kleinere Ergänzung stellte dasModel D dar. Sein Motor war mit 40/45 PS angegeben. Der Radstand maß 287 cm. Es war als fünfsitziger Tourenwagen und als zweisitziger Roadster erhältlich.
1923 stand nur dasModel L im Sortiment. Die Leistung von 60 PS entsprach dem Modell des Vorvorjahres. Der Radstand war auf 315 cm verlängert worden. EineSedanette mit fünf Sitzen ergänzte die angebotenen Karosseriebauformen. Das kleinere Modell des Vorjahres entfiel wieder.
Ein britischer Händler für klassische Fahrzeuge bot ein erhalten gebliebenes Fahrzeug vom TypModel B des Baujahres 1913 alsLandaulet an. Es trägt dasbritische KennzeichenLY 5080.[3]
Ein gepanzertes Fahrzeug ist imNational Museum of the Marine Corps ausgestellt.[4]
| Jahr | Modell | Zylinder | Leistung (PS) | Radstand (cm) | Aufbau |
|---|---|---|---|---|---|
| 1911–1912 | Model A | 4 | 35 | 292 | Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig, Coupé 3-sitzig |
| 1913 | Model A | 4 | 35 | 292 | Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig, Coupé 3-sitzig |
| 1913 | Model B | 4 | 30 | 284 | Tourenwagen 5-sitzig |
| 1914 | Model B | 4 | 30 | 284 | Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig |
| 1915 | Model C | 4 | 30 | 287 | Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig, Cabriolet 3-sitzig |
| 1915 | Model D | 8 | 40/50 | 305 | Tourenwagen 5-sitzig |
| 1916 | Model D | 8 | 40/50 | 305 | Corsair 5-sitzig, Reliance 5-sitzig, Challenger Tourenwagen 7-sitzig, Challenger Roadster, Challenger Limousine 5-sitzig |
| 1917 | Model EE | 8 | 40/50 | 305 | Tourenwagen 7-sitzig, Foursome, Roadster 3-sitzig, Limousine 7-sitzig |
| 1918 | Model F | 8 | 40/50 | 305 | Tourenwagen 7-sitzig, Foursome, Roadster 3-sitzig, Limousine 7-sitzig |
| 1919 | Model G | 8 | 40/50 | 305 | Tourenwagen 7-sitzig, Foursome, Limousine 7-sitzig |
| 1920–1921 | Model H | 8 | 60 | 305 | Tourenwagen 7-sitzig, Road King, Foursome, Limoudan 7-sitzig |
| 1922 | Model D | 8 | 40/45 | 287 | Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig |
| 1922 | Model J | 8 | 69 | 305 | Tourenwagen 7-sitzig, Sport Foursome 4-sitzig, Road King Roadster 2-sitzig, Coupé 4-sitzig, Limousine 7-sitzig |
| 1923 | Model L | 8 | 60 | 315 | Tourenwagen 7-sitzig, Sport Foursome 4-sitzig, Road King Roadster 2-sitzig, Sedanette 5-sitzig, Coupé 4-sitzig, Limousine 7-sitzig |
Quelle:[1]
| Jahr | Produktionszahl |
|---|---|
| 1911 | 860 |
| 1912 | 1.230 |
| 1913 | 2.130 |
| 1914 | 2.410 |
| 1915 | 2.670 |
| 1916 | 3.000 |
| 1917 | 1.816 |
| 1918 | 1.410 |
| 1919 | 1.315 |
| 1920 | 830 |
| 1921 | 560 |
| 1922 | 480 |
| 1923 | 240 |
| Summe | 18.951 |
Quelle:[1]