Kindheit bezeichnet den Zeitraum im Leben einesMenschen bis zur geschlechtlichen Entwicklung (Pubertät). Die inhaltliche Definition vonKindheit bezieht sich weniger auf eine biologischeLebensphase – ihr Bedeutungsgehalt ist vor allemrechtlich,kulturell undgesellschaftlich bestimmt. In derEntwicklungspsychologie folgt die Kindheit auf dasKleinkindalter (2. und 3. Lebensjahr) und gliedert sich in diefrühe Kindheit (4. bis 6. Lebensjahr), diemittlere Kindheit (7. bis 10. Lebensjahr) und diespäte Kindheit (11. bis 14. Lebensjahr). Nach der Kindheit folgt die Phase des Jugendalters, dieAdoleszenz.[1]
In der Kindheit hat der Mensch eine besondere rechtliche Stellung. Diese ist durch eine Reihe von deutschen Bundesgesetzen und international durch die UN-Kinderrechte geregelt.
DasBürgerliche Gesetzbuch (BGB) verwendet den Begriff Kind nicht im Sinne eines bestimmten Alters (vgl.Minderjährigkeit), sondern im Sinne der Abstammung:
Nichteheliche Kinder: Erkennt der Vater das Kind nichtals sein eigenes an, erfolgt die Feststellung der Vaterschaft gegebenenfalls durch einAbstammungsgutachten, und die Vaterschaft wird durch dasFamiliengericht anerkannt (Vaterschaftsanerkennung). Falls dieEhe der Mutter innerhalb der letzten 300 Tage vor Geburt des Kindes aufgelöst wurde (auch bei Tod des Vaters), gilt dieses Kind als ehelich geboren (vergleicheUnehelichkeit).
Eheliche Kinder: Der Ehemann der Mutter gilt automatisch als Vater, kann aber dieVaterschaft anfechten.
Angenommene Kinder: Adoptivkinder werden ab dem Tage der ausgesprochenenAdoption wieeheliche Kinder behandelt; die Verwandtschaftsverhältnisse zur bisherigen biologischen Familieerlöschen und es besteht ab dem Zeitpunkt eine rechtliche Verwandtschaft zu den Adoptiveltern und ihren Vorfahren und Nachkommen.
Die Krankenakte eines neugeborenen Kindes ist Bestandteil der mütterlichen Krankenakte, bis das Kindversicherungsrechtlich als auch lebend das Krankenhaus zum ersten Mal verlassen hat. Da jedem Kind eineGeburtsurkunde zusteht, kommt den Aufzeichnungen imKreißsaal besondere Bedeutung zu, unabhängig davon, ob das Kind lebend das Krankenhaus verlassen hat.
Nach deutschem Recht ist „Kind“, wer noch nicht 14 Jahre alt ist,Jugendlicher ist, wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist (siehe§ 1Jugendschutzgesetz). ImJugendarbeitsschutzgesetz§ 2 ist die Grenze jedoch erst bei 15 Jahren gezogen. Im Kontext desAchten Buches Sozialgesetzbuch (§ 8 SGB VIII), des sogenanntenKinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG), ist Kind, „wer noch nicht 14 Jahre alt ist“ (§ 7 Abs. 1 Nr. 1 SGB VIII).[2] – mit Ausnahme der Bestimmungen zur Pflege und Erziehung der Kinder als Recht und Pflicht der Eltern (Kind in diesem Sinne ist, „wer noch nicht 18 Jahre alt ist“) und zur Annahme als Kind (Kind in diesem Sinn (BGB Familienrecht) sind „Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben“); Kinder gehören zu den im SGB VIII definierten „jungen Menschen“. Nach§ 32 AufenthG gilt als „Kind“, wer das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (vergleicheKindernachzug).
Dasösterreichische Jugendschutzrecht istLändersache und die Bezeichnung „Kind“ ist unterschiedlich verankert. Während die Bundesländer Steiermark, Kärnten, Tirol und Vorarlberg Personen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres alsKinder und ab dem vollendeten 14. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr alsJugendliche ansprechen, kennt das Gesetz Oberösterreichs nur die BezeichnungJugendliche für Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Wien, Niederösterreich und Burgenland verwenden dafür den Ausdruckjunge Menschen – den juristischen BegriffKind gibt es in diesen vier Bundesländern nicht. Abweichend von diesen Auffassungen, wie auch vom Bundesrecht, das beiMinderjährigen prinzipiell die Grenze zwischenUnmündigkeit und Mündigkeit zum Stichtag vollendetes 14. Lebensjahr sieht, setzt des Jugendschutzgesetz SalzburgsJugendliche für Personen ab dem vollendeten12. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr an und spricht davor vonKind.[3]
Im Bundesrecht ist die BezeichnungKind in der Regel nur im Sinne „Nachkomme“ zu finden. Durch die Umsetzung einerEU-Richtlinie ist in Ziffer 28 im Anhang desGesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb vonKindern die Rede, nach Entscheidung desObersten Gerichtshofs sind darunter jedenfalls Minderjährige unter 14 Jahren zu verstehen.[4] Strittig ist in der Rechtsliteratur, ob auch ältere Minderjährige erfasst sein könnten.[5]
Im Kinder- und Jugendgesetz[6] werden Personen unter 14 Jahren als Kinder bezeichnet; dessen Artikel 65 verbietet ihnen sich zwischen 22 und 5 Uhr ohne Aufsichtsperson in der Öffentlichkeit aufzuhalten (14- und 15-jährigen können es die Erziehungsberechtigten nur schriftlich erlauben, auf der Erlaubnis muss stehen, wann der Jugendliche wieder zu Hause sein muss).
Allerdings beginnt in der Schweiz die Strafmündigkeit nach Artikel 3Jugendstrafgesetz mit 10 Jahren; dieses Gesetz definiert Kinder als Personen, die noch nicht 10 Jahre alt sind.
Diagramm der physiologischen Entwicklungsstufen beim weiblichen GeschlechtDiagramm der physiologischen Entwicklungsstufen beim männlichen Geschlecht
Allgemein werden in derEntwicklungspsychologie nach dem Stand der biologischen, psychischen und sozialen Entwicklung folgende Entwicklungsabschnitte unterschieden:Neugeborenes (die ersten vier Wochen),[7]Säuglingsalter (1. Lebensjahr),Kleinkindalter (2. und 3. Lebensjahr), frühe Kindheit (4.–6. Lebensjahr), mittlere Kindheit (7.–10. Lebensjahr) und späte Kindheit (11.–14. Lebensjahr). Daraufhin folgt die Phase derAdoleszenz.[1] Meist wird die doppelte Geburtslänge im 4. Lebensjahr erreicht.[8]
Mit den Entwicklungsstufen verbindet man in der Entwicklungspsychologie häufig auch die Vorstellung von Entwicklungsaufgaben. Das sind Aufgaben, die Kinder (Menschen) dem Alter entsprechend bearbeiten und lösen müssen, um ein soziales Dasein in der nächsthöheren Stufe bestreiten zu können (Robert J. Havighurst; siehe, vor allem dazu: Rolf Oerter/Leo Montada: Entwicklungspsychologie). Altersstufen haben ihre entsprechenden Entwicklungsaufgaben, die zur Bearbeitung für jeden anstehen.
Spuren einer Kindheitsphase sind aus derSteinzeit bislang nur wenige bekannt, daarchäologische Nachweise hierfür schwierig sind.[9] Belege fürKinderspiel bietenjungpaläolithischeFelsbilder mit kindlichen Fingerabdrücken aus derHöhle von Rouffignac, die zeigen, dass Kinder hier spielerisch ihre Spuren hinterließen. Weitere Indizien gibt es mit figürlichenGrabbeigaben in Kindergräbern, wie das geschnitzte Pferdchen in der jungpaläolithischen Doppelbestattung zweier Jugendlicher vonSungir (Russland). Hierbei kann es sich – statt umSpielzeuge – jedoch auch umTotem-Objekte handeln, wie das für die mehr als 30.000 Jahre altenElfenbeinfiguren aus der schwäbischenVogelherdhöhle vermutet wird. Dasselbe gilt für kleine Tierfiguren aus gebranntemLöss, die in den archäologischen FundplätzenKrems-Wachtberg,Pavlov undDolní Věstonice gefunden wurden.[10]
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mitBelegen (beispielsweiseEinzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst undgute Belege einfügst.
Konzepte einer allgemeinen Erziehung der Kinder kommen erst mit der griechischen und römischen Antike auf – zumindest soweit es überlieferte Quellen hergeben. Ein besonders drastisches Beispiel liefert der griechische StadtstaatSparta. Die dort herrschende Kriegerkaste hatte ein Interesse daran, abgehärtete Kämpfer heranzuziehen. Die Grundsätze dieser spartanischen Erziehung soll der legendäre GesetzgeberLykurg gelegt haben; sie bezogen sich aber nicht auf alle Einwohner Spartas, sondern auf die höheren Stände: historisch zunächst auf vollbürgerlicheSpartiaten. Demnach wurden die kräftigsten Männer und Frauen ausgewählt, um gemeinsam Nachwuchs zu zeugen. Ein älterer Mann durfte dazu seine Frau auch einem anderen (jüngeren) Mann geben und anschließend das Kind als sein eigenes anerkennen.
Schon früh wurden die so gezeugten Kinder im Spiel und in derGymnastik gestählt.Ammen kümmerten sich um ihre Erziehung. Der DichterPlutarch berichtet: „Die Ammen gewöhnten die Kinder daran, mit jeder Speise vorliebzunehmen und alleingelassen selbst im Dunkeln ohne Furcht zu bleiben.“ Mit zwölf Jahren verließen die Jungen das Elternhaus und wurden in Jugendkasernen von älteren Jungen aufgezogen. Prügelstrafen waren üblich. Die jungenKadetten mussten ohne Decken schlafen und wurden im Kampf unterrichtet. Nach dem Abschluss dieser Schulung gingen die Jungen in die Obhut eines erfahrenenMentors über, gewöhnlich ein älterer Kämpfer. Dieser lehrte seinen Knappen das Kriegerhandwerk. Diese bis zum 18. Lebensjahr währende Einführung schloss auch sexuelle Beziehungen zwischen Meister und Schüler ein.
Auch den Mädchen wurde eine harte Erziehung zuteil. Sie sollten abgehärtet werden, um gesunde, kräftige Kinder zu gebären. Griechen aus anderen Stadtstaaten fiel vor allem die leichte Bekleidung der spartanischenGymnastinnen auf, die als „Schenkelzeigerinnen“ verspottet wurden. Selbstbestimmungsrechte hatten weder Jungen noch Mädchen, ebenso wenig die Eltern, wohl aber das Recht auf, ja die Pflicht zur Bildung. Die Kinder gehörten laut Lykurgs Ausführungen dem Staat. Allerdings: Auch die ganze Klasse derHeloten als tiefste integrale soziale Gruppierung des lakedaimonischen Staats war Staatsbesitz. Diese Gruppe hatte einen sklavenähnlichen Status, wich aber durch verschiedene Eigenheiten von dendamals verbreiteten Sklavengruppierungen der Kauf-, Beute- und Schuldsklaven ab.
Anders ging es inAthen zu. Ein Zitat des Athener PhilosophenSokrates (469–399 v. Chr.) lässt zumindest darauf schließen: „Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer.“ Züchtigungen waren aber auch in Athen an der Tagesordnung. So empfiehlt der PhilosophPlaton (427–347 v. Chr.), ungehorsame Kinder „mit Drohungen und Schlägen wie ein Stück verzogenes Holz“ zurechtzubiegen. Kinder, die ungewollt oder missgestaltet waren, wurden ausgesetzt. Beispiele dafür finden sich auch in griechischen Tragödien, wie etwaÖdipus beweist.Die Griechen werden gemeinhin als Erfinder der allgemeinen Schule angesehen. Diese war aber zumeist – wie in Athen – männlichen Bürgerkindern vorbehalten. Diese kamen mit sieben Jahren in die Schule, die meist von einem einzelnen Lehrer abgehalten wurde. Fächer waren Schrift und Mathematik, Lyrik und Sport. Die Schulzeit dauerte in der Regel bis zum 16. Lebensjahr. Ältere Schüler wurden von Philosophen undSophisten inRhetorik und Naturwissenschaften weitergebildet. Diese verlangten für ihre Vorträge Geld. Herrscherkinder wieAlexander der Große wurden von berühmten Lehrern erzogen. Alexanders Lehrmeister war beispielsweiseAristoteles (384–322 v. Chr.). Mädchen wurden zu Hause aufgezogen, Zugang zur Schule hatten sie in den meisten klassischen griechischen Staatswesen, außer in Sonderfällen als Töchter von Angehörigen der Eliten oder von Philosophen - nicht. In Sparta allerdings durchliefen die Mädchen – in völligem Gegensatz zu den anderen griechischen Stadtstaaten – eine vom Staat organisierte Ausbildung. Diese war allerdings etwas weniger stark auf körperliche Ertüchtigung ausgerichtet als die Ausbildung der Jungen.
Die Beziehung zu den Eltern war nicht immer innig. Wer es sich leisten konnte, betraute Ammen und Sklaven mit der Aufzucht des Nachwuchses. In ihrer Obhut war eine unbeschwerte Kindheit aber durchaus möglich. Das belegen Vasenbilder mit spielenden Kindern und überlieferte Fabeln für den Nachwuchs. Sklavenkinder hatten ebenso wenig zu erwarten wie der Nachwuchs zugereister Fremder, die in Athen nicht das Bürgerrecht genossen.
Spielende Kinder, römisches Relief, 2. Jh. nach Chr.
Viele Aspekte der griechischen Erziehung finden sich auch im antiken Rom wieder. Die Römer holten sich nach der Eroberung Griechenlands zahlreiche griechische Lehrer für ihre Kinder ins Haus oder schickten den Nachwuchs auf griechische Schulen. So finden sich auch viele Aspekte des griechischen Familienlebens in Rom wieder. Rechte hatte nur derpater familias, das männliche Familienoberhaupt. Er ließ sich nach der Geburt das Neugeborene bringen und entschied, ob er es als sein Kind annahm oder nicht. Ausschlusskriterien waren dabei nicht nur körperliche Missbildungen, sondern auch rein praktische Erwägungen, etwa, ob der Vater es sich leisten konnte, noch ein Mädchen aufzunehmen, für dessen Heirat später eine Mitgift gezahlt werden musste. Kindesaussetzungen waren gerade bei armen Familien auch ein einfaches Mittel, um die Familiengröße zu beschränken. Die abseits gelegenen Plätze, an denen ungewollte Kinder ausgesetzt wurden, waren allgemein bekannt. Kinderlose Frauen konnten dort ungewollte Babys an sich nehmen. Waisen, die weniger Glück hatten, wurden von Unternehmern als billige Arbeitskräfte aufgenommen. Auch Bordelle fanden dort Nachwuchs. Selbst die GründerRoms,Romulus und Remus waren der Sage nach ausgesetzt und von einerWölfin gesäugt worden.
Hatte der Vater ein Kind angenommen, hängte man ihm die bulla, ein Amulett um, das es vor Schaden schützen sollte. Die Kindersterblichkeit war hoch. Das drückte den Altersschnitt. Wer das fünfte Lebensjahr überstand, hatte aber große Chancen, 60 Jahre und älter zu werden. Zum Ausgleich der hohen Kindersterblichkeit waren große Familien mit sechs bis sieben Kindern üblich. Wie in Griechenland waren auch in Rom Ammen beliebt. Sie kamen meist aus dem Sklavenstand und kümmerten sich auch dann noch um das Kind, wenn es nicht mehr die Brust bekam. Zur Ernährung der Kleinkinder setzte man auf Ziegenmilch. Körperliche Züchtigung war üblich. 374 wurde erstmals ein Gesetz erlassen, das die Kindestötung verbietet. Diese neue Idee fand in den folgenden Jahrzehnten allerdings wenig Beachtung.
Mit der Ausbreitung des Christentums in Europa setzte sich ein durchaus zwiegespaltenes Verhältnis der Gesellschaft zu Kindern durch. Zwar waren Kinder durchaus weiter gewollt und willkommen. Schließlich galt dieZeugung von Nachwuchs als höchstes Ziel der christlichen Ehe. Zugleich wuchs aber auch die Skepsis gegenüber Neugeborenen und Kleinkindern. DerKirchenvaterAugustinus von Hippo (354–430) wies darauf hin, dass Säuglinge in Sünde geboren werden, da sie der sündigen Fleischeslust von Mann und Frau entspringen. Sie seien mit der ErbsündeAdams und Evas behaftet. Zudem sind sie laut, launisch, eifersüchtig und triebhaft. „Schwach und unschuldig sind nur die kindlichen Glieder, nicht des Kindes Seele“, schreibt Augustinus. Der verbreiteteAberglaube ging davon aus, dass der Teufel und Feen versuchen, Besitz von Säuglingen zu ergreifen.Deshalb legte man größten Wert darauf, dass die Kinder spätestens nach einer Woche getauft wurden. Säuglinge, die nach oder während der Geburt zu sterben drohten, sollten ebenfalls noch rasch getauft werden. DieNottaufe durfte jeder Erwachsene vollziehen. Ungetaufte Kinder kamen nach mittelalterlicher Auffassung in denLimbus.
Weit verbreitet war dasWickeln des gesamten Körpers von Säuglingen in den ersten sechs Lebensmonaten. Gerüchte besagten, dass sich die Kleinen bei frei beweglichen Händen ansonsten die Augen auskratzen, Knochen verrenken oder Ohren abreißen würden. Anstelle von Schnullern kannte man im Mittelalter sogenannte „Lutschbeutel“, die mitMohn gefüllt waren, was das Schlafbedürfnis der Säuglinge förderte. Verbreitet war auch die Praxis, Kindern möglichst viel zu essen zu geben. Das entsprach der Erfahrung häufig drohender Hungersnöte. Kindern, die in guten Zeiten viel zu essen bekamen, traute man eher zu, schlechte Zeiten zu überstehen.
Ammen waren auch im Mittelalter weit verbreitet. Begüterte Familien leisteten sich eine eigene Amme. Wer weniger Geld hatte, gab das Kleinkind einer Amme, die gleich mehrere Kinder zu stillen hatte. In adeligen Kreisen ging das mancherorts sogar so weit, dass Kinder die ersten beiden Lebensjahre komplett bei einer Amme verbrachten und erst dann zu ihren Eltern zurückkehrten. Das erleichterte es den Müttern, in rascher Folge Kinder zu bekommen, was wegen der hohen Kindersterblichkeit nach wie vor Ziel war. Gleichwohl gab es aber auch Versuche, die Familiengröße zu begrenzen.Abtreibung,Aussetzung undKindstötung waren nicht selten. Im süddeutschen Raum herrschte angeblich das Ertränken ungewollter Säuglinge vor. Im norddeutschen Raum kam es häufiger zu Lebendigbegrabungen mit Pfählung. Das sollte verhindern, dass die Geister der Toten zurückkehrten. Verlässliche Aussagen zur Häufigkeit solcher Vorfälle gibt es allerdings nicht.
Das Recht über die Kinder hatte der Vater. Er hatte für seinen Nachwuchs zu sorgen, auch wenn er einer unehelichen Beziehung entsprungen war (sieheKind und Kegel). So war es gerade in Städten nicht unüblich, dass im Haushalt eine Reihe von Kindern lebte, die der Vater mit verschiedenen Frauen gezeugt hatte. Uneheliche Mütter konnten den Vater ihres Kindes sogar vor einem Kirchengericht aufUnterhalt(Alimente) verklagen. Im 15. Jahrhundert galt es vor allem im französischen Hochadel gar als modisch, zahlreicheBastarde zu zeugen. Diese konnten durchaus herausragende Positionen in Kirche und Militär erlangen. Eheliche Kinder erhielten jedoch stets den Vorzug. Gleichwohl gab es auch im Mittelalter Waisenhäuser, die solche Kinder aufnahmen, die keinen Anschluss fanden.
Die Kindheit teilte sich im Mittelalter generell in drei Phasen:infantia,puertia undadolescentia. Jede dauerte ungefähr sieben Jahre. Die Ersten sieben Jahre verbrachte der Nachwuchs zu Hause. Sie sind am ehesten mit heutigen Vorstellungen von Kindheit zu vergleichen. Die Kleinen wurden zuhause von ihren Eltern erzogen und noch weitgehend aus den häuslichen Pflichten herausgehalten.
Mit sieben Jahren stand die endgültige Entscheidung an, ob der Sohn einen kirchlichen oder weltlichen Weg einschlagen sollte. In jedem Fall stand mit sieben der Beginn der Schulzeit oder Ausbildung an. Auch in den Waisenhäusern ließ man Kindern bis zum siebten Lebensjahr Fürsorge zuteilwerden. Mit sieben waren sie dann aber auf sich alleine gestellt. In vielen Bauern- oder Handwerkerfamilien war es allerdings auch schon mit vier bis fünf Jahren für Kinder an der Tagesordnung, ihre Mutter bei den täglichen Pflichten zu entlasten. Ab dem siebten Lebensjahr übernahm dann der Vater die Ausbildung seiner Söhne. Töchter wurden in der Regel auf das Führen des Haushalts hin ausgebildet. Allerdings gab es gerade in jungen Jahren sehr viele Tätigkeiten, die Jungen wie Mädchen gleichermaßen zu verrichten hatten. Später mussten schließlich auch die Frauen auf dem Feld mitarbeiten.
Ziel der Erziehung sollte der fromme, im Dienst Gottes lebende Mensch sein. Dabei gehörte Züchtigung durchaus zu einem gebräuchlichen Mittel der Erziehung. Auf bildlichen Darstellungen von Lehrern findet sich häufig die Rute als wichtigstes Attribut. Der heilige Augustinus soll im Alter von 62 Jahren gesagt haben, er wolle lieber den Tod erleiden, als nochmals in die Schule zu gehen. Auch im Elternhaus war die Züchtigung wohl verbreitet. So schreibtBerthold von Regensburg 1260 in seinen Predigten: „Von der Zeit an, wenn das Kind die ersten bösen Worte spricht, sollt ihr ein kleines Rütlein bereithalten. Ihr sollt es aber nicht mit der Hand an den bloßen Schläfen schlagen, sonst könntet ihr es zu einem Toren machen.“
Schulen waren im frühen Mittelalter private Einrichtungen, für die Schulgeld bezahlt werden musste. Dorfpfarrer gaben gewöhnlich aber ein bis zwei begabten Kindern kostenlosen Unterricht. Zum Ausgleich waren die Kinder zu Ministrantendiensten in der Kirche oder zur Haushaltshilfe bei ihrem Lehrer verpflichtet. Unterrichtssprache war zunächst Latein. Erst ab dem 13. Jahrhundert kam Unterricht in Volkssprache auf. Mit dem dritten und viertenLaterankonzil erleichterte sich zudem der Zugang zu kirchlichen Schulen. Kindern ärmerer Familien wurde das Schulgeld erlassen. Unterrichtsinhalt war Lesen, Schreiben und ein wenig Mathematik. Begabte Schüler oder solche von reichen Familien konnten nach derElementarschule höhereLateinschulen besuchen. Ziel war hier vor allem das flüssige Erlernen der Gelehrtensprache Latein. Erst ab dem 16. Lebensjahr war der Besuch einer Hochschule üblich. Dies war aber nur sehr wenigen vorbehalten.
Neben der weltlichen war auch eine kirchliche Laufbahn für Kinder möglich. Vor allem reiche und adlige Familien gaben häufig eines oder mehrere ihrer Kinder in ein Kloster. Dafür wurden vor allem Jungen ausgewählt, die zu schwach für eine Ritterausbildung erschienen. Oft waren es auch jüngere Geschwister, die keine Aussicht mehr auf einen Teil des Erbes hatten. Auch Mädchen wurden ins Kloster gegeben, wenn sie nicht für eine Heirat vorgesehen waren. Für solcheNovizinnen mussten die Eltern eine Mitgift zahlen. Sie fiel aber kleiner aus als bei einer Eheschließung. Auch die Ausbildung zum Priester blieb meist den Sprösslingen des Adels oder der städtischen Bevölkerung vorbehalten. Schon mit sieben Jahren konnten Kinder die ersten,niederen Weihen empfangen.
Es gab aber auch angenehme Seiten der Kindheit im Mittelalter. So gibt es viele Hinweise auf Spielzeuge, die den Kindern zugänglich waren. In schriftlichen Quellen wird aber immer wieder auf „geziemende“ Spiele hingewiesen, die auf keinen Fall „unsittlich“ sein dürfen. Weit verbreitet dürfte dasSteckenpferd gewesen sein. Auch für Ball-, Fang und Tanzspiele gibt es Belege. Original erhaltene Spielzeuge sind im Wesentlichen Puppen und Figuren aus Ton. Sie fanden sich nicht nur in herrschaftlichen Anwesen, sondern auch in Städten und Dörfern. Auch das Murmelspiel mit Tonkügelchen scheint beliebt gewesen zu sein. In einer Nürnberger Polizeiordnung aus dem 14. Jahrhundert ist derartiges „Wälzen“ und das Herumschießen von kleinen Geldstücken verboten. Offenbar waren solche Spiele aber auch bei den Erwachsenen beliebt.[12]
Kindheit ist in vielen Kulturen durch Erwerbsfreiheit und Lernen gekennzeichnet, wobei die Rechte der Kinder auf Schutz, Erziehung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit ausgebaut werden. In derKindheitsforschung setzt sich zunehmend die Auffassung durch, dass Kinder nicht mehr nur „Menschen in Entwicklung“ seien, sondern auch „Personen aus eigenem Recht“. Entwicklung wird alsMetapher der Bevormundung zurückgewiesen, da durch sie Kindheit zu einem Übergangsstadium zum Erwachsensein reduziert werde. Die subjektiven Bedürfnisse, Wünsche und Interessen des Kindes werden hervorgehoben.
Jungen und Mädchen mit Schuluniform in einer englischen Schule inNepal
Hinter dem Wandel der Einschätzungen stehen laut Zinnecker zwei Leitideen:Partizipation und Glaubwürdigkeit. Da es dem progressiven (Selbst-)Verständnis einer demokratischen Gesellschaft widerspräche, wenn ganze Bevölkerungsgruppen von der politischen Gestaltung ausgenommen werden, sei es nur natürlich, dass die Bemühungen, die Gruppe der Kinder in diese einzubeziehen, stärker werden.[13] Kinder werden außerdem zunehmend als „Autoritäten in eigener Sache“ (3) betrachtet. Es werden beispielsweise nicht mehr nur erwachsene Experten des Kinderlebens befragt, sondern Kinder werden selbst in Untersuchungen einbezogen. Die Grundlage für diese Leitideen bildet vor allem die sich durchsetzende Vorstellung Kindheit alsKonstruktion. „Konstruktionen von Kindheit sind soziale Repräsentationen, die durch die Werte, die eine Gesellschaft Kindern zumisst, die Meinungen, die sie über Kinder hat usw. geschaffen werden“.[14]
Glogger-Tippelt & Tippelt (1986) begründen die Betrachtung von Kindheit alssoziale Konstruktion anhand von zwei Argumenten. Eine Erklärung sehen sie darin, dass unterschiedliche historische Epochen verschiedene Vorstellungen von Kindheit und kindlicher Entwicklung hervorgebracht haben. Ein zweites Argument sehen sie in den unterschiedlichen Vorstellungen von Kindheit und kindlicher Entwicklung in verschiedenen Kulturen.[15]
2007 legte dieUNICEF eine internationale Studie zur Lage der Kinder in 21 Industrieländern vor. Am günstigsten wurde die Lage in denNiederlanden beurteilt, auf den letzten Plätzen landeten dieVereinigten Staaten (Platz 20) undGroßbritannien (Platz 21). Deutschland belegte Platz 11. Neben der materiellen Situation wurden die Gesundheit, Bildung, Beziehungen zu Eltern und Gleichaltrigen, Lebensweise und Risiken sowie die eigene Einschätzung der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt. ZurKinderarmut wurde der Prozentsatz der Kinder ermittelt, die in Haushalten leben, deren Einkommen unter 50 % desMedian-Einkommens liegt.
„Mehr als die Hälfte der 15-jährigen Deutschen sagen, dass ihre Eltern kaum Zeit haben, sich mit ihnen zu unterhalten. In Ungarn und Italien machen nur etwa ein Viertel der Jugendlichen diese Erfahrung. Deutsche Eltern reden offenbar besonders selten mit ihren Kindern – Deutschland liegt in dieser Hinsicht auf dem letzten Platz.“
Studien zufolge hat sich im deutschsprachigen Raum sowie auch international eine Entwicklung von einer weitgehend ungeplanten Kindheit (Straßenkindheit) hin zu einer verhäuslichten, verplanten Kindheit (verhäuslichte Kindheit,verinselte Kindheit,Terminkindheit) vollzogen. Diejenigen Kinder, deren Freizeit mit speziellen Bildungsangeboten gefüllt ist, eignen sich neben konkreten Fertigkeiten und Kenntnissen inSport,Sprachen oderKunst auchkommunikative Fähigkeiten, ein erhöhtesSelbstwertgefühl und insgesamt das Gefühl desEmpowerment an; Studien zufolge sind hingegen bei Kindern mit vorstrukturierter, durchorganisierter Kindheit die Fähigkeit zur Gestaltung der eigenen Zeit sowie die Dauerhaftigkeit sozialer Beziehungen tendenziell geringer.[17]
In den letzten Jahren zeigte sich, dass die Nutzung von technischen Geräten in der frühen Kindheit stetig zugenommen hat.[18] Bereits in jungen Jahren besitzen Kinder zunehmend ein mobiles Endgerät. 2014 lag die gelegentlicheSmartphone-Nutzung von Kindern im Alter von 6–7 Jahren bei 20 %, im Jahr 2017 bei 38 % und 2019 bei 54 %, weil von den 12-13-Jährigen bereits 95 % ein eigenes Smartphone und 51 % einen eigenenComputer besitzen. Eine Studie zeigt 2020, dass Kinder, die höchstens 6 Jahren alt sind, im Durchschnitt das erste Mal im Alter von 12 Monaten mit einem internetfähigen Gerät in Kontakt kommen.[19] Dabei erfüllen die Geräte unterschiedliche Nutzen. Mit 73 % verwenden die meisten Kinder technische Geräte, um Videos anzuschauen, 61 % gucken sich Fotos an und 58 % hören Musik. Ungefähr die Hälfte beschäftigt sich mit Spielen (51 %).
Die Nutzung internetfähiger Geräte bringt einige Vorteile mit sich, die meisten beziehen sich auf eine verbesserteSprachkompetenz undLernfähigkeit. Beispielsweise können interaktive Videos auf Tablets die Fähigkeit, Wörter zu lernen, im Vergleich zu nicht-interaktiven Videos erhöhen.[20] Insgesamt stellen Tablets eine sehr gute Interaktionsmöglichkeit dar. Obwohl Kinder über begrenzte motorische Fähigkeiten verfügen, können sie sich gut mit diesen auseinandersetzen.[21] Nicht nur Videos, sondern auch interaktive E-Books helfen, sowohl in auditiver als auch in visueller Form, die Fähigkeit von Kleinkindern, Geschichten zu erzählen, zu erhöhen.[22]E-Books stellen außerdem ein Vorteil für Kinder mit Lernschwäche dar. Sie können den Wortschatz verbessern und diephonologische Bewusstheit stärken.[23] Bereits eine Studie aus dem Jahr 2003 konnte zeigen, dass „voice-narrated“-Bücher die phonologische Bewusstheit von Vierjährigen verbessern.[24]
Es sind bereits sehr viele verschiedene Lern-Apps auf dem Markt. Neben der stets kritisch zu betrachtenden Qualität von Lern-Apps, sprechen einige Befunde jedoch für die Nutzung. Die Mehrheit dieser Apps fokussieren sich auf die grundlegenden Lese- und Schreibfähigkeiten.[25] Lern-Apps können unter anderem denWortschatz von Kindern verbessern.[26]
Auch aus Elternsicht wird die Nutzung technischer Geräte zum Großteil als sinnvoll erachtet. 74 % stimmen der Aussage zu, dass Kinder schnell und intuitiv lernen und dies auch im Umgang mit digitalen Medien genutzt werden sollte.[27]
Kinder mit motorischer odergeistiger Behinderung sowie einer Hör- oderSehbehinderung können von der Nutzung technischer Geräte, wie beispielsweise Tablets, ebenfalls profitieren.[28] Die Nutzung kann dieKonzentrationsfähigkeit immens verbessern. Wenn die Konzentrationsdauer bei nur 5–10 Minuten lag, kann diese durch eine gezielte Nutzung technischer Geräte auf bis zu 30 Minuten gesteigert werden. Außerdem kann es zu einer Verbesserung der generellenAufmerksamkeit und der sozialen Interaktionsfähigkeit kommen sowie zu einem reduzierten Selbstgefährdungspotential. Auch bei Kindern mit Verhaltensstörungen erwies sich ein Training mit speziell entwickelten Apps als positiv.[29]
Die Nutzung technischer Geräte in der Kindheit ist andererseits auch mit Nachteilen behaftet. 17 % der Kinder zwischen 0 und 6 Jahren wurden bei der Nutzung digitaler Medien schon mit ungeeignetenMedien konfrontiert.[30] Oft ist außerdem der „Pass-back“-Effekt zu beobachten, bei dem Kinder zwar kein eigenes Smartphone besitzen, aber die Eltern ihnen ihr eigenes reichen, um die Kinder zu beschäftigen.[31] Obwohl dieser Effekt in vielen Situationen zu beobachten ist, haben Eltern selbst nicht zwingend eine positive Einstellung den Smartphones gegenüber.[32] 70 % der Erziehungsberechtigten geben an, dass sie das Elterndasein nicht erleichtern. Die Gründe für die Besorgnis und weniger positive Einstellungen seitens der Eltern sind verschieden. Zum einen haben sie Ängste, dass ihre Kinder keine wichtigeSoziale Kompetenz entwickeln. Zum anderen fällt es schwerer, die Aufmerksamkeit ihrer Kinder zu erlangen. Des Weiteren kommt die Angst dazu, dass ihre Kinder von Smartphones abhängig werden. Aus diesem widersprüchlichen Verhalten, dass die Eltern ihren Kindern früh Zugang zu technischen Geräten gewähren und trotzdem teilweise negativ über die Nutzung denken, kann es zu einem Spannungsverhalten kommen.
Die Smartphone-Nutzung kann im Allgemeinen zu Beeinträchtigungen des Schlafes führen. Eine erhöhteTouchscreen-Nutzung hängt signifikant mit einer geringeren Schlafdauer, weniger Nachtschlaf und erhöhtem Tagesschlaf, einer schlechteren Schlafqualität, erhöhter Einschlafzeit[33] und einer kürzerenREM-Schlafphase[34] zusammen. Außerdem ist das Schlafen in der Nähe eines eingeschalteten Geräts mit erhöhter Müdigkeit[35] und einer schlechteren Schlafqualität[36] verbunden. Im Allgemeinen gibt es unterschiedliche Mechanismen, die diese Veränderungen im Schlafverhalten begünstigen und herbeiführen können.[37] Die verfügbare Zeit wird unter anderem für die Bildschirmnutzung verbraucht, anstatt zum Schlafen oder für andere Aktivitäten. Außerdem kann es zu psychologischen Stimulationen kommen, basierend auf den dargebotenen Medieninhalten. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Auswirkung des Lichts, das von den technischen Geräten ausgeht. Beispielsweise kommt es zu einer verringertenMelatoninproduktion, ausgelöst durch daskurzwellige Licht der Geräte und Pupillenlichtreaktionen. Dabei reagieren Kinder vermutlich empfindlicher auf die Auswirkungen von Licht als Erwachsene. Die genannten Faktoren, die zur Beeinträchtigung des Schlafes führen, sind nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen zu beobachten. Dennoch ist der Schlaf besonders in der Kindheit sehr wichtig für die Entwicklung der Kinder. In Bezug auf die psychische Entwicklung kann ein Zusammenhang zwischenSchlafmangel bei Kindern und bestimmten Verhaltensstörungen festgestellt werden.[38]
Außerdem gibt es einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen undAufmerksamkeits-/ Hyperaktivitätsstörung,impulsivem Verhalten,Angstzuständen undDepressionen.[38] Mehr und besserer Schlaf hängen mit besseren kognitiven Leistungen, mehr Aufmerksamkeit und einer besserenKonsolidierung zusammen.[39] In Bezug auf die physische Entwicklung spielt Schlaf ebenfalls eine bedeutende Rolle. Die maximale Hormonausschüttung desWachstumshormons erfolgt während des nächtlichen Schlafs und hat somit einen Einfluss auf die Größe und das Gewicht einer Person.[40] Schlafmangel kann zu ungesundem undenergiereichem Essverhalten und langfristig zuÜbergewicht führen.[41] Schlaf wirkt sich positiv auf die physische Gesundheit aus, beispielsweise in Form von weniger Erkältungen, schnellererAntikörperbildung nach Impfungen und einem geringeren Risiko fürHerzkreislauf- oderStoffwechselerkrankungen.[42]
DieKinderzahl ist die Anzahl der Kinder in einer Ehe oder die Anzahl der Kinder einer Person (aus mehreren Ehen plus nichteheliche Kinder).
Im Jahr 2005 lebten rund 12 Mio.Kinder in Deutschland.[43] Im Jahr 2013 kamen in Deutschland 682.069 Kinder lebend zur Welt.[44]
Für dieBevölkerungsgeschichte und die aktuelleDemografie ist besonders, nach Abzug derKindersterblichkeit, die Zahl der Kinder wichtig, die selbst wieder heiraten, beziehungsweise das heiratsfähige Alter erreichen. Dafür, dass die Bevölkerung konstant bleibt, ist in Gesellschaften mit niedriger Sterblichkeitsrate wie in den europäischen einezusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer (TFR) von 2,1 notwendig. In Gesellschaften mit höherer Kindersterblichkeit ist eine höhere TFR notwendig.
In Europa ging die TFR von 1990 bis 2002 von 1,7 auf 1,4 zurück.[45] In Deutschland lag sie im Jahr 2012 bei 1,40 und im Jahr 2013 bei 1,41.[44]
Von den Kinderzahlen hängt auch dieWahrscheinlichkeit mit ab, mit der bestimmte Familien inAhnenlisten auftauchen. Allgemein gilt, dass bis 1800 begüterte Familien auf dem Lande (Voll-Bauern,Müller) mehr Kinder hatten alsHäusler und ländliche Familien mehr als städtische. UnterschiedlichesHeiratsalter der Frauen, unterschiedliche Geburtenabstände und Unterschiede in derFruchtbarkeit wegen oft unzureichenderErnährung beeinflussten die Zahl der geborenen Kinder.
Es liegen keine genauen Daten zur Kinderzahl der Frauen in Deutschland vor. Dies liegt daran, dass es in Deutschland aus Datenschutzgründen verboten ist, nach der Anzahl jemals geborener Kinder zu fragen. Stattdessen wird nach der Anzahl der Kinder im Haushalt gefragt. Dies ist problematisch, da nicht im Haushalt der Mutter lebende Kinder nicht erfasst werden.
Folgende Tabelle zeigt die Kinderzahlen im Haushalt bei 40-jährigen in Westdeutschland lebenden Frauen verschiedener Ausbildungsgruppen. Nicht im Haushalt lebende Kinder sind nicht erfasst. Außerdem werden nur minderjährige Kinder gezählt. Im Haushalt lebende Kinder über 18 Jahren werden nicht mitgezählt. Dies ist problematisch, da dadurch die Kinder junger Mütter aus dieser Statistik herausfallen, denn diese sind, wenn die Mutter 40 ist, schon erwachsen. Auch werden die Kinder, welche die Frau nach ihrem 40. Lebensjahr zur Welt bringt, nicht mitgezählt. So kann die Kinderlosigkeit – insbesondere gut ausgebildeter Frauen – überschätzt werden.
Zur Adoption freigegebene Kinder werden hier bei der Adoptivmutter gezählt und nicht bei der leiblichen Mutter. Kinder, die beim Vater aufwachsen, werden nicht mitgezählt. Genauso ist es mit Kindern in Heimen.Idealer wäre eine Statistik, die die Zahl der jemals geborenen Kinder erfasst. Da dies jedoch aus Datenschutzgründen verboten ist, sind dies die genausten Zahlen, die die Wissenschaft hat:
In Deutschland kamen im Jahr 2006 rund 30 % der Grundschüler aus Familien mitMigrationshintergrund, in Großstädten waren es 40 %.[47] Grundsätzlich haben Kinder mit Migrationshintergrundsozial bedingt schlechtere Gesundheitschancen, auch die Mutter- und die Säuglingssterblichkeit sind erhöht sowie die Sterblichkeit von Säuglingen und Kleinkindern (um 20 %). Kleinkinder und Schulkinder sind durch Unfälle überdurchschnittlich stark gefährdet.[48]
Kinder mit Migrationshintergrund zeigen signifikant schlechtere schulische Leistungen als Kinder ohne einen solchen Hintergrund, und zwar sowohl in der ersten als auch zumeist in der zweiten Einwanderergeneration.[49] Allerdings sind einzelne Einwanderergruppen – vor allem europäische – schulisch ebenso erfolgreich wie Deutsche,[50] teils sogar erfolgreicher.[51] Laut einer Studie derOrganisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist der Leistungsunterschied zwischen zugewanderten und einheimischen Kindern unter anderem in Deutschland, Österreich, Frankreich und Schweden besonders groß – der Anteil der zugewanderten Schüler mit Grundkenntnissen in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik war um jeweils über 30 % geringer als bei den Schülern ohne Migrationshintergrund (vergleicheSchulische Erfolge bei Migrationshintergrund).[52]
Für Kinder in Deutschland herrscht eine rechtlicheSchulpflicht. Diese ist nicht imGrundgesetz (GG) oder einem anderen Bundesgesetz geregelt, sondern – als Ausdruck derKulturhoheit derLänder – nur in den einzelnenLandesverfassungen.Schulen in privater oder kirchlicher Trägerschaft bieten eine Alternative zur staatlichen Schule. Einige der nicht-staatlichen Schulen setzen bewusst auch auf alternative Unterrichtsmethoden wie Waldorfpädagogik oder Montessoripädagogik oder sind Internate. Die meisten Schulen in freier Trägerschaft erheben ein von den Eltern zu zahlendes Schulgeld, weil der Staat diese Schulen nur teilweise finanziert. Die Schulpflicht in Deutschland wurde im Laufe ihrer Geschichte immer wieder kritisiert. Von konservativ religiöser Seite wird der soziale Umgang und einzelne Unterrichtsinhalte abgelehnt (wie Schwimmunterricht oder Evolutionstheorie). Aus libertärer Sicht wird die Schulpflicht als unzulässiger Eingriff in persönliche Freiheit und Indoktrination abgelehnt.
UnterBildungsbenachteiligung wird verstanden, dass eine Gruppe von Kindern oder Erwachsenen im Bildungssystem systematisch weniger Möglichkeiten haben als andere, ein Bildungsziel zu erreichen. In Deutschland wurde aufgrund derIGLU-Studie und derPISA-Studie eine Bildungsbenachteiligung festgestellt. Davon sind insbesondereArbeiterkinder undMigrantenkinder betroffen.
Insgesamt gehen Kinder aus Familien deroberen sozialen Klassen (Kinder von Leuten aus hohen, meist akademischen Positionen, zum Beispiel von Spitzenmanagern) 6,06 mal so häufig aufs Gymnasium wie Kinder aus Facharbeiterfamilien[55] und Kinder aus den unteren Oberklassen (beispielsweise Kinder von Professoren oder Ärzten) gehen 3,64 mal so häufig aufs Gymnasium wie Facharbeiterkinder.[55]
Die Chancen der Facharbeiterkinder sind in Städten mit über 300.000 Einwohnern am schlechtesten; dort sind die Chancen des Kindes aus der oberen Dienstklasse auf den Gymnasialbesuch 14,36 Mal so hoch wie die des Facharbeiterkindes und die Chancen eines Kindes aus der unteren Dienstklasse 7,57 mal so hoch wie die eines Facharbeiterkindes.[55] In den letzten Jahrzehnten hat sich diese Situation verschlechtert, seit Beginn der 1980er-Jahre ist die Teilnahme von Kindern sozial schlechter gestellter Familien an höherer Bildung rückläufig (vergleicheEntwicklung der Bildungsbeteiligung in der Bundesrepublik Deutschland).
In den ostdeutschen Bundesländern ist die gemessene Bildungsbenachteiligung weniger ausgeprägt als in den westlichen.[56]
Anteil Kinder, die in Deutschland Sozialgeld beziehen(Juni 2005)[57]
Bundesland
Anteil
Bayern
6,6 %
Baden-Württemberg
7,2 %
Rheinland-Pfalz
9,9 %
Hessen
12,0 %
Niedersachsen
13,5 %
Nordrhein-Westfalen
14,0 %
Saarland
14,0 %
Schleswig-Holstein
14,4 %
Hamburg
20,8 %
Thüringen
20,8 %
Brandenburg
21,5 %
Sachsen
22,8 %
Mecklenburg-Vorpommern
27,8 %
Sachsen-Anhalt
27,9 %
Bremen
28,1 %
Berlin
30,7 %
Deutschland (gesamt)
14,0 %
Kinderarmut bezeichnet die Armut von Personen eines vorgegebenen Altersrahmens. Dieser wird im Allgemeinen so definiert, dass Kinder ab Geburt und Jugendliche bis 18 Jahre berücksichtigt werden. In Deutschland ist die Kinderarmut um die Jahrtausendwende stark angestiegen. Auf großes Medieninteresse stieß dabei die Feststellung einer Verdopplung der Zahl sozialhilfebedürftiger Kinder alle zehn Jahre bezogen auf den Zeitraum von 1965 bis 2007.
Norbert Kühne:Frühe Entwicklung und Erziehung – Die kritische Periode. In:Unterrichtsmaterialien Pädagogik – Psychologie. Nr. 694, Stark Verlag, Hallbergmoos 2012.
Thomas Altgeld, Petra Hofrichter:Reiches Land, kranke Kinder? Gesundheitliche Folgen von Armut bei Kindern und Jugendlichen. Mabuse-Verlag, 2000,ISBN 3-933050-21-9.
Lloyd deMause:Hört ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977,ISBN 3-518-07458-X.
Klaus Arnold:Kind und Gesellschaft in Mittelalter und Renaissance. Beiträge und Texte zur Geschichte der Kindheit (= Sammlung Zebra. Reihe B, Band 2). München und Paderborn 1980,ISBN 3-506-13152-4.
derselbe:Die Einstellung zum Kind im Mittelalter. In:Mensch und Umwelt im Mittelalter. Hrsg. vonBernd Herrmann 1986, 3. Aufl. Stuttgart 1987, S. 53–64.
Hugh Cunningham:Die Geschichte des Kindes in der Neuzeit. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2006,ISBN 3-538-07229-9.
Imke Behnken, Jürgen Zinnecker (Hrsg.):Kinder, Kindheit, Lebensgeschichte – ein Handbuch. Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung GMBH, Seelze-Velber 2001,ISBN 3-7800-5245-8.
Jutta Buchner-Fuhs, Burkhard Fuhs:Gute Kindheit? Vorstellungen Entwürfe und Lebensweisen gelingender Kindheit im historischen Wandel. Vergangenheitsverlag, Berlin 2011,ISBN 978-3-86408-002-9.
Gabriele Gloger-Tippelt,Rudolf Tippelt:Kindheit und kindliche Entwicklung als soziale Konstruktionen. In:Bildung und Erziehung. Jahrgang 39, 1986, S. 149–164.
Roland Bauer:Der ‚Kindlein‘, ein ‚Kinder‘, die ‚Kindl‘: Substantivderivate des deutschen Lexems {Kind} und ihr sporadisches Auftreten im Romanischen. In: Leander Moroder,Hannes Obermair, Patrick Rina (Hrsg.):Lektüren und Relektüren – Leggere, riflettere e rileggere – Nrescides letereres y letures critiches. Studia Prof. Ulrike Kindl septuagenariae die XVI mensis Oct. anni MMXXI dicata.Istitut Ladin Micurá de Rü, San Martin de Tor 2021.ISBN 978-88-8171-141-3, S. 103–120.
Anna Freud:Wege und Irrwege in der Kinderentwicklung. 7. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2003,ISBN 3-608-96004-X.
Melanie Klein:Das Seelenleben des Kleinkindes und andere Beiträge zur Psychoanalyse. 8. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2006,ISBN 3-608-95107-5.
Alice Miller:Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst. 32. Auflage, suhrkamp taschenbuch, Frankfurt 2012,ISBN 978-3-518-37450-4.
Alice Miller:Am Anfang war Erziehung. 28. Auflage, suhrkamp taschenbuch, Frankfurt 2014,ISBN 978-3-518-37451-1.
Alice Miller:Du sollst nicht merken. Die Realität der Kindheit und die Dogmen der Psychoanalyse. 21. Auflage, suhrkamp taschenbuch, Frankfurt 2019,ISBN 978-3-518-37452-8.
Peter Rossmann:Einführung in die Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. 4. Auflage. Huber, Bern 1996,ISBN 3-456-82723-7.
Wolfgang Schneider,Ulman Lindenberger, Rolf Oerter, Leo Montada (Hrsg.):Entwicklungspsychologie. 7., vollständig überarbeitete Auflage, Beltz, Weinheim [u. a.] 2012.
Chuck Jackson:Little, Violent, White: The Bad Seed and the Matter of Children – Critical Essay. In:Journal of Popular Film and Television. Summer, 2000.
Emma Wilson:Cinema's Missing Children. Wallflower Press, 2003.
Kinderfilme – Versuche einer Grenzziehung: deutscher Dokumentarfilm für große und kleine Kinder aus neun Jahrzehnten. Retrospektive des Bundesarchiv-Filmarchivs während des 42. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm; [27.10. bis 31.10.1999] / [Hrsg.: Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin. Red.: Karla Schröder]. – Berlin: Bundesarchiv-Filmarchiv, 1999.
↑Wilfried de Nève, Wolfgang Presber (Hrsg.):Ergotherapie: Grundlagen und Techniken. 4. Auflage. Urban & Fischer, München/Jena 2003,ISBN 3-437-47980-6, S. 384.
↑Leif Steguweit (Red.):Steinzeitkinder. Begleitkatalog zur Ausstellung im Erlanger Stadtmuseum. Büchenbach, Faustus-Verlag, 2012.(PDF-Download)
↑Thomas Einwögerer:Die jungpaläolithische Station auf dem Wachtberg in Krems, Niederösterreich. Eine Rekonstruktion und wissenschaftliche Darlegung der Grabung von J. Bayer aus dem Jahre 1930. Mitteilungen der Prähistorischen Kommission Bd. 34, Wien 2000.
↑Alma von der Hagen-Demszky:Familiale Bildungswelten: Theoretische Perspektiven und empirische Explorationen. In: Deutsches Jugendinstitut e. V. (Hrsg.):Materialien zum Thema Familie und Bildung I. München, Oktober 2006, S. 50 (PDF: 667 kB, 142 Seiten auf dji.de (Memento vom 20. Oktober 2011 imInternet Archive)).
↑Heather L. Kirkorian, Koeun Choi, Tiffany A. Pempek:Toddlers’ Word Learning From Contingent and Noncontingent Video on Touch Screens. In:Child Development.Band87,Nr.2, 2016,ISSN1467-8624,S.405–413,doi:10.1111/cdev.12508.
↑Cynthia Chiong und Carly Shuler:Learning: Is there an app for that? 2010.
↑Christine M. Ricci, Carole R. Beal:The effect of interactive media on children's story memory. In:Journal of Educational Psychology.Band94,Nr.1, 2002,ISSN0022-0663,S.138–144,doi:10.1037/0022-0663.94.1.138.
↑E-books effectiveness in promoting phonological awareness and concept about print: A comparison between children at risk for learning disabilities and typically developing kindergarteners. In:Computers & Education.Band57,Nr.3, 1. November 2011,ISSN0360-1315,S.1989–1997,doi:10.1016/j.compedu.2011.05.001 (sciencedirect.com [abgerufen am 8. Mai 2021]).
↑Animated multimedia ‘talking books’ can promote phonological awareness in children beginning to read. In:Learning and Instruction.Band13,Nr.1, 1. Februar 2003,ISSN0959-4752,S.33–52,doi:10.1016/S0959-4752(01)00035-4 (sciencedirect.com [abgerufen am 8. Mai 2021]).
↑Sarah Vaala & Anna Ly:Getting a Read on the App Stores: A market scan on analysis of children's literacy apps. 2015.
↑Chiong & Shuler:Learning: Is there an app for that? 2010.
↑Isabel Zorn, Jennifer Justino, Alexandra Schneider, Jennifer Schönenberg:Potentials of Digital Technology for Participation of Special Needs Children in Kindergarten. In:Computers Helping People with Special Needs (= Lecture Notes in Computer Science). Springer International Publishing, Cham 2016,ISBN 978-3-319-41267-2,S.301–304,doi:10.1007/978-3-319-41267-2_41.
↑Deborah J. Jones, Rex Forehand, Jessica Cuellar, Justin Parent, Amanda Honeycutt:Technology-enhanced program for child disruptive behavior disorders: development and pilot randomized control trial. In:Journal of Clinical Child and Adolescent Psychology: The Official Journal for the Society of Clinical Child and Adolescent Psychology, American Psychological Association, Division 53.Band43,Nr.1, 2014,ISSN1537-4424,S.88–101,doi:10.1080/15374416.2013.822308,PMID 23924046,PMC 3871925 (freier Volltext).
↑Chiong & Shuler:Learning: Is there an app for that? 2010.
↑Wartella et al.:Parenting in the age of digital technology. 2013.
↑Celeste H. M. Cheung, Rachael Bedford, Irati R. Saez De Urabain, Annette Karmiloff-Smith, Tim J. Smith:Daily touchscreen use in infants and toddlers is associated with reduced sleep and delayed sleep onset. In:Scientific Reports.Band7,Nr.1, 13. April 2017,ISSN2045-2322,S.46104,doi:10.1038/srep46104.
↑Anne-Marie Chang, Daniel Aeschbach, Jeanne F. Duffy, Charles A. Czeisler:Evening use of light-emitting eReaders negatively affects sleep, circadian timing, and next-morning alertness. In:Proceedings of the National Academy of Sciences.Band112,Nr.4, 27. Januar 2015,ISSN0027-8424,S.1232–1237,doi:10.1073/pnas.1418490112,PMID 25535358 (pnas.org [abgerufen am 8. Mai 2021]).
↑Jennifer Falbe, Kirsten K. Davison, Rebecca L. Franckle, Claudia Ganter, Steven L. Gortmaker:Sleep duration, restfulness, and screens in the sleep environment. In:Pediatrics.Band135,Nr.2, Februar 2015,ISSN1098-4275,S.e367–375,doi:10.1542/peds.2014-2306,PMID 25560435,PMC 4306800 (freier Volltext).
↑Orfeu M. Buxton, Anne-Marie Chang, James C. Spilsbury, Taylor Bos, Helene Emsellem:Sleep in the modern family: protective family routines for child and adolescent sleep. In:Sleep Health: Journal of the National Sleep Foundation.Band1,Nr.1, 1. März 2015,ISSN2352-7218,S.15–27,doi:10.1016/j.sleh.2014.12.002,PMID 26779564.
↑Monique K. LeBourgeois, Lauren Hale, Anne-Marie Chang, Lameese D. Akacem, Hawley E. Montgomery-Downs:Digital Media and Sleep in Childhood and Adolescence. In:Pediatrics.Band140, Suppl 2, November 2017,ISSN1098-4275,S.S92–S96,doi:10.1542/peds.2016-1758J,PMID 29093040,PMC 5658795 (freier Volltext).
↑abchindamo et al.:Sleep and new media usage in toddlers. 2019.
↑Alexander Prehn-Kristensen, Robert Göder:Schlaf und Kognition bei Kindern und Jugendlichen. In:Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.Band46,Nr.5, 24. August 2018,ISSN1422-4917,S.405–422,doi:10.1024/1422-4917/a000614.
↑Santos et al.:Infant sleep hygiene counseling (sleep trial): protocol of a randomized control trial. 2016.
↑Spaeth et al.:Effects of experimental sleep restriction on weight gain, caloric intake, and meal timing in healthy adults. 2013.
↑Trammel & Miller:Sleep and the Immune system. 2013.
↑Martin Spiewak:Integration: Man spricht (nicht nur) Deutsch. In:Die Zeit. 16. Februar 2006 (online auf zeit.de).
↑Antje Richter:Armutsprävention – ein Auftrag für Gesundheitsförderung. In: Margherita Zander:Kinderarmut. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005,ISBN 3-531-14450-2, S. 202.
↑Dietrich Thränhardt:Spanische Einwanderer schaffen Bildungskapital: Selbsthilfe-Netzwerke und Integrationserfolg in Europa. Ohne Verlag, Ort oder Datum (PDF: 66 kB, 16 Seiten (Memento vom 30. Juni 2007 imInternet Archive)).