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Kedarnath

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Dieser Artikel behandelt einen Ort in Indien. Zum gleichnamigen Berg sieheKedarnath (Berg).
Kedarnath
Kedarnath (Indien)
Kedarnath (Indien)
Staat:Indien Indien
Bundesstaat:Uttarakhand
Distrikt:Rudraprayag
Subdistrikt:Ukhimath
Lage:30° 44′ N,79° 4′ O30.73333333333379.0666666666673584Koordinaten:30° 44′ N,79° 4′ O
Höhe:3584 m
Fläche:2,75 km²
Einwohner:612 (2011)[1]
Bevölkerungs-
dichte
:
223 Ew./km²
Kedarnath-Tempel
Kedarnath-Tempel
Kedarnath-Tempel
d1
Kedarnath-Tempel-Route

Kedarnath (Hindi:केदारनाथ) ist ein kleiner Ort mit gut 600 Einwohnern im indischen BundesstaatUttarakhand; der in der Nähe befindlicheJyotirlinga-Tempel ist einer der wichtigstenhinduistischenWallfahrtsorte in ganz Indien.

Lage

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Ort und Tempel von Kedarnath liegen in den südlichen Ausläufern desHimalaya-Gebirges in einer Höhe von ca. 3500 bzw. 3600 m ü. d. M. nahe der Quelle desMandakini-Flusses.[2] Das ca. 15 km lange letzte Teilstück vom knapp 2000 m hoch gelegenen OrtGaurikund nach Kedarnath ist nur mittels einesHelikopter-Services, auf dem Rücken vonMaultieren oder zu Fuß zu bewältigen. Die nächsten größeren Städte sindRishikesh oderHaridwar (jeweils ca. 250 km Fahrtstrecke südwestlich). Das Klima ist kühl, doch können die Tagestemperaturen im Sommer durchaus 20 bis 25 °C erreichen; Regen fällt hauptsächlich in denMonsunmonaten von Mitte Juni bis Mitte Oktober.[3]

Bevölkerung

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Ungefähr 98 % der Einwohner sindHindus; der Rest entfällt aufMoslems,Christen und andere. Weniger als 1 % der Ortseinwohner sind Frauen, was an der Tatsache liegt, dass der Ort im Winter nahezu unbewohnt ist und die meisten Männer in ihre Heimatdörfer zurückkehren.[4]

Wirtschaft

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Der Ort lebt nahezu ausschließlich vom innerindischen Pilgertourismus. Ausländer finden nur selten den Weg hierhin.

Geschichte

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Der Ort wurde nach einem legendären KönigKedar benannt, der im sogenanntenGoldenenZeitalter, demSatya Yuga, gelebt haben soll.

Am 17. Juni 2013 führten die starke Schneeschmelze des Frühjahres und ungewöhnlich ergiebige Regenfälle zu einem Bruch einerMoräne des Chorabari-Gletschers, die als natürlicher Damm den etwa 1,5 km oberhalb des Dorfes Kedarnath im Kedarnath-Tal gelegenen SeeChorabari begrenzte. Etwa 0,43 Mio. m3 Wasser strömten das Tal hinab und rissen Geröllmassen mit sich. Teile des Ortes wurden von der Wasser- und Gerölllawine verschüttet und teilweise zerstört; mehr als tausend Menschen in der Region starben durch die Flut.[5] Der Tempel blieb jedoch nahezu unversehrt.

Sehenswürdigkeiten

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  • DerKedarnath-Tempel, der zu den vier Klöstern des PilgerwegesChota Char Dham gehört, ist eins der bedeutendstenJyotirlinga-Heiligtümer Indiens. Er besteht aus einer im 18. Jahrhundert in europäischen Stilformen erbauten Vorhalle (mandapa) und einer von einem Turm (shikhara) überhöhtenCella (garbhagriha). Vor dem Tempel liegt die obligatorische Statue desNandi-Bullen.
  • Hinter dem Tempel befindet sich das vermutete GrabShankaras, eines der größten hinduistischen Heiligen und Philosophen.
  • Oberhalb von Kedarnath befindet sich ein für Hindus heiliger See, derGandhi Sarovar, in den ein Teil der Asche vonMahatma Gandhi gestreut wurde.
  • Nördlich der Ortschaft Kedarnath befindet sich dergleichnamige Berg.

Weblinks

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Commons: Kedarnath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Kedarnath – Daten
  2. Kedarnath – Karte mit Höhenangaben
  3. Kedarnath – Klimatabellen
  4. Kedarnath – Census 2011
  5. Adam Emmer:Glacier Retreat and Glacial Lake Outburst Floods (GLOFs). In:Oxford Research Encyclopedia of Natural Hazard Science. 2017,doi:10.1093/acrefore/9780199389407.013.275. 
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