Karl Saldow (*26. Oktober1889 inBerlin; †31. Mai1951 ebenda) war eindeutscherRadrennfahrer.
Saldow kam als Mechanikerlehrling mit demRadsport in Berührung und begann 1908 aktiv Rennen zu fahren. Seine ersteRennmaschine kaufte er für 100 Reichsmark vom RennfahrerEugen Stabe, nachdem er in der gesamten Saison lediglich 180 Reichsmark verdient hatte.[1] Karl Saldow gehörte zur ersten Garde der deutschen Rennfahrer vor und nach demErsten Weltkrieg. Im Jahre 1910 gewann erRund um Berlin und wurde Dritter beiBerlin–Cottbus–Berlin. Anschließend konzentrierte er sich auf denBahnradsport, insbesondere aufSteher- sowieSechstagerennen.
Saldow startete bei 22 Sechstagerennen in Deutschland, von denen er acht gewinnen konnte. In sechs Rennen siegte er gemeinsam mitWilly Lorenz. Allein viermal gewann er als Lokalmatador dasSechstagerennen in seiner Heimatstadt Berlin.
Viermal (1914, 1919, 1924, 1925) wurde Saldow Deutscher Meister der Steher. Mit sieben Siegen war er der erfolgreichste Fahrer imGoldenen Rad von Berlin. 1912 wurde er Dritter bei denEuropameisterschaften im Steherrennen.
Nach seinem Rücktritt vom aktiven Radrennsport im Jahre 1928 wurde erSchrittmacher. 1934 führte er den DortmunderErich Metze zum Weltmeistertitel bei den Profi-Stehern.
Durch denZweiten Weltkrieg verlor Karl Saldow sein gesamtes Vermögen. Im Radsport gehörte er viele Jahre lang zu den Spitzenverdienern, allein in der Saison 1919 errang er Bargewinne in Höhe von 120.000 Mark.[2] Am 31. Mai 1951 nahm er sich das Leben.[3]
Personendaten | |
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NAME | Saldow, Karl |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Radrennfahrer |
GEBURTSDATUM | 26. Oktober 1889 |
GEBURTSORT | Berlin |
STERBEDATUM | 31. Mai 1951 |
STERBEORT | Berlin |