Kapscharbe

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Kapscharbe

Kapscharbe (Phalacrocorax capensis)

Systematik
Unterstamm:Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse:Vögel (Aves)
Ordnung:Suliformes
Familie:Kormorane (Phalacrocoracidae)
Gattung:Phalacrocorax
Art:Kapscharbe
Wissenschaftlicher Name
Phalacrocorax capensis
(Sparrman, 1788)
Kapscharben beiBoulders Beach in Südafrika

DieKapscharbe (Phalacrocorax capensis) ist eineVogelart aus derGattungPhalacrocorax innerhalb derFamilie der Kormorane. Die schwarz oder dunkelbraun gefärbte Art besiedelt die KüstenSüdafrikas undNamibias. Sie brütet inKolonien und ernährt sich vorwiegend vonSchwarmfischen. DieIUCN führt die Art als „stark gefährdet“.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

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Kapscharben erreichen eineKopf-Rumpf-Länge von 61 bis 64 Zentimetern und eineFlügelspannweite von maximal 109 Zentimetern. Das Gewicht liegt zwischen 1155 und 1306 Gramm.Adulte Vögel sind komplett schwarz oder dunkelbraun befiedert. Die Beine sind grau gefärbt, ebenso der Schnabel. Die Haut am Schnabelansatz zeigt eine leuchtend gelbe Färbung, die sich während derBrutzeit ins rötliche ändern kann. Außerhalb der Brutzeit ist das Gefieder einiger Tiere vor allem an Hals und Kopf etwas heller und kann bräunlich erscheinen. Jungvögel gleichen den erwachsenen Tieren, haben jedoch an Bauch und Kehle eine deutlich hellere Färbung. DieIris ist grün. EinGeschlechtsdimorphismus besteht nicht.

Verbreitung und Lebensraum

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Verbreitung der Kapscharbe:
Sommer: grün
Winter: dunkelblau

Kapscharben besiedeln ausschließlich die KüstenSüdafrikas undNamibias, vornehmlich im Einflussbereich des nährstoffreichenBenguelastroms. Gewässer im Inland und Flussmündungen werden nur sporadisch aufgesucht und nicht dauerhaft besiedelt. Die Vögel bleiben stets in der Nähe der Küste und fliegen höchstens einige Kilometer auf das Meer hinaus, um zu jagen.

Nahrung

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Den Hauptteil der Nahrung stellenpelagischeSchwarmfische, die im nahrungsreichen Benguelastrom besonders zahlreich vorkommen. Hauptbeute sindSardinen undSardellen, nahe der Küste werden vor allemGrundeln undWirbellose wieKrebse,Muscheln undTintenfische erbeutet. Wie alle Kormorane fängt die Art ihre Beute bevorzugt tauchend, indem sie sie unter Wasser schwimmend verfolgt und fängt. In der Regel jagt die Art in Gruppen, wobei die Fischschwärme auseinandergetrieben werden und einzelne Fische leichter erbeutet werden können.

Da das Gefieder der Kapscharbe Wasser aufnimmt, muss es nach einem Tauchgang getrocknet werden. Wie die meisten Kormorane breiten Kapscharben dazu ihre Flügel aus und lassen das Gefieder durch die Sonne oder Wind trocknen.

Brutverhalten

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Die Brutzeit beginnt meist im September oder Oktober, abhängig vom Beginn der stärkeren Regenfälle im Frühjahr und Frühsommer.Kapscharben brüten in großen Kolonien an der Küste und auf kleinen Inseln nahe der Küste. Die Kolonien können dabei Größen von über 100.000 Brutpaaren erreichen. Als Neststandort werden Klippen bevorzugt, gelegentlich werden jedoch auch künstliche Strukturen als Nistort angenommen, beispielsweise Ruinen, Wellenbrecher oder nicht mehr genutzte Boote. Das Nest wird auch an Klippen stets auf ebenem Grund errichtet, etwa auf kleinen Felsvorsprüngen oder in Nischen. Es besteht aus Stöcken und wird mit Algen und Federn ausgepolstert.Es werden in der Regel 2 bis 3 Eier gelegt, die 22 bis 28 Tage bebrütet werden. Die geschlüpften Küken sind zunächst nackt. Ihnen wachsen nach einigen Tagen schwarzeDaunen, bevor das Deckgefieder wächst. Nach etwa 9 Wochen werden die Jungvögel flügge, die Eltern versorgen ihren Nachwuchs jedoch noch einige Wochen lang weiter mit Nahrung.

Zugverhalten

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Kapscharben sind in weiten Teilen ihres VerbreitungsgebietsStandvögel, es kommt lediglich zuDispersionszügen von Jungvögeln nach der Brutzeit. Die Populationen an der südafrikanischen Westküste ziehen im Winter teilweise nach Norden und erreichen dabei teilweise dasDelta desKongo.

Systematik

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Wie bei allen Kormoranen ist die genaue systematische Stellung der Kapscharbe innerhalb der Familie umstritten. Die Art wird nicht inUnterarten eingeteilt.

Gefährdung und Schutz

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Die IUCN führt die Art als „stark gefährdet[1], da sie starken Populationsschwankungen unterworfen ist. Dieser natürliche Vorgang liegt am periodisch wechselnden Nahrungsangebot durch Wechsel in der Intensität des Benguelastroms. Da die Bestände der Nahrungsfische jedoch stark überfischt sind, kann die Art sich von Populationseinbrüchen nur schwer erholen.

Literatur

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Einzelnachweise

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  1. Phalacrocoraxcapensis in derRoten Liste gefährdeter Arten derIUCN 2011. Eingestellt von: Phalacrocorax capensis, 2010. Abgerufen am 13. November 2011.

Weblinks

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Commons:Phalacrocorax capensis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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