

Kamelienöl ist einPflanzenöl höhererViskosität, das aus denSamen von verschiedenenKamelienarten gepresst wird. Das Kamelienöl wird inChina,Vietnam undJapan vorwiegend aus den ölreichen ArtenCamellia oleifera undCamellia sasanqua, in selteneren Fällen auch aus dem weniger ölhaltigen Samen desTeestrauchs (Camellia sinensis) gewonnen.[1] Die als Zierpflanze bekannteKamelie (Camellia japonica) spielt als Quelle für das Öl eine mengenmäßig nur geringe Rolle. Das Öl darf nicht mitTeebaumöl verwechselt werden, welches von einer anderen Pflanze gewonnen wird.
Das aus den Samen gepresste Öl wird in JapanTsubaki („Kamelie“) genannt.

Das Kamelienöl (Werte fürC. oleifera,C. sasanqua) enthältTriglyceride derÖlsäure (zirka 80 %) sowie derPalmitinsäure (zirka 10 %),Linolsäure (5 bis 8 %) undStearinsäure (3 %).
Man unterscheidetTsubaki-Öl undSasanqua-Öl, welche leicht unterschiedliche Eigenschaften haben.[2]
Für die Ernährung wird das Öl fast ausschließlich in Japan und China und dort wohl auch nur regional verwendet.
In derKosmetik und alsHeilmittel findet das Öl sowohl allein als auch in Kombination mit anderen Stoffen Verwendung. Außerdem wird es alsKorrosionsschutzöl und zur Pflege vonHolz und zur Herstellung vonÖlpapierschirmen verwendet. Auch in der Haarpflege wurde und wird das Öl (bevorzugt in Japan undChina) verwendet. Es wird eine positive Wirkung auf den menschlichen Hormonhaushalt und eine antiallergische Wirkung angenommen.
Als Korrosionsschutzmittel wird das Öl traditionell zur Pflege von japanischenKochmessern undKlingenwaffen, z. B.Katana,Wakizashi undTantō, eingesetzt, um Rost auf dem üblicherweise bei diesen Klingen verwendetenKohlenstoffstahl zu verhindern. Da das Öl keinen nachteiligen Einfluss aufLebensmittel hat, ist die Reinigung von Kochmessern von diesem Öl vor Verwendung nicht erforderlich.
An Holzoberflächen werden Struktur, Farbe und Maserung vertieft. Papierschirme werden unempfindlich gegen Feuchtigkeit und erhalten eine höhere Transparenz.
Obwohl Kamelienöl nicht zurOxidation neigt und daher nicht zu den aushärtenden Ölen zählt, sollten mit diesem Öl getränkte Lappen feuersicher verwahrt und entsorgt werden, um der Gefahr einerSelbstentzündung entgegenzuwirken. Diese Gefahr ist grundsätzlich bei allen pflanzlichen Ölen zu bedenken.