DieKosovo-Truppe, kurzKFOR (englischKosovo Force), ist die 1999 nach Beendigung desKosovokrieges aufgestellte multinationale militärische Formation unter der Leitung derNATO. Ihr obliegt es, gemäß der vomSicherheitsrat der Vereinten Nationen im Juni 1999 beschlossenenResolution 1244 für ein sicheres Umfeld für die Rückkehr von Flüchtlingen zu sorgen. Somit war die erste KFOR-Aufgabe, den Abzug der jugoslawischen bzw. serbischen Truppen sowie die Entmilitarisierung desKosovos zu überwachen. Das Hauptquartier befindet sich in der kosovarischenHauptstadtPristina.
Ursprünglich beteiligten sich an der KFOR-Mission über 40 Staaten mit einer Truppenstärke von etwa 48.000 Soldaten.[2] Aktuell (Stand: Oktober 2025) wird die KFOR-Truppe von 33 Staaten gestellt und umfasst 5249 Soldaten.
KFOR arbeitet im Kosovo eng mit Missionen der Vereinten Nationen (UNMIK) und derEuropäischen Union (EULEX Kosovo) zusammen. UNMIK hat wesentliche Aufgabenfelder im Polizei- und Justizaufbau im April 2009 an EULEX Kosovo übergeben.
Mit der Verabschiedung der UN-Resolution 1244 durch den Sicherheitsrat am 10. Juni 1999 bekam die NATO – als führende Organisation zur Durchführung der friedensunterstützenden Operation im Kosovo – den Auftrag zur
Sicherstellung eines friedlichen und sicheren Umfeldes
Unterstützung und Koordinierung internationaler humanitärer Bemühungen und ziviler Organisationen
Unterstützung der Entwicklung zu einem stabilen, demokratischen, multi-ethnischen und friedlichen Kosovo
Unterstützung der Entwicklung von Sicherheitskräften im Kosovo[3]
Der Einsatz der KFOR begann am 12. Juni 1999 mit der OperationJoint Guardian (deutsch:Gemeinsamer Wächter), als die ersten NATO-Truppen in den Kosovo einrückten.[4] Mit etwa 48.000 Soldaten aus 30 Nationen (19 NATO-Mitglieder und 11 weitere Partnerländer)[2] war es bis zu diesem Zeitpunkt der größte Bodeneinsatz in der Geschichte der NATO.[4]
Die zu Beginn größten Truppensteller waren das Vereinigte Königreich mit knapp 13.000 Soldaten und einer zusätzlichen Einsatzreserve von weiteren 6000, gefolgt von Deutschland mit 8000, den Vereinigten Staaten und Frankreich mit je 7000 sowie Italien mit 5000 Soldaten.[2] In der Anfangszeit der Mission wurde der Kosovo in fünf militärische Sektoren aufgeteilt, welche je von einer der fünf führenden Truppenstellernationen verwaltet[2] und mit einem Kampfverband in Brigadestärke überwacht wurden.
Das Vereinigte Königreich übernahm das Hauptquartier amFlughafen der Hauptstadt Pristina und den zentralen der fünf Sektoren, Italien den Westsektor, die Vereinigten Staaten den Ostsektor, Frankreich den Norden und Deutschland den Südsektor.
Kurz vor dem eigentlichen Einmarsch der NATO-Truppen kam es zu einemKommandounternehmen derrussischen Streitkräfte zur Besetzung des Flughafens von Pristina.[5] Eine anschließend durchgeführte Luftblockade konnte eine dauerhafte Besetzung des Flughafens verhindern. Die russischen Truppen wurden schlussendlich in die KFOR-Strukturen integriert.[6]
Gleich in den ersten Tagen kam es im Einsatz zu mehreren tödlichen Zwischenfällen im Kosovo:[7] Zwei Journalisten, darunter derStern-ReporterGabriel Grüner, und ihr Begleiter wurden auf demDulje-Pass von einem russischen Paramilitär ermordet,[8] britische Truppen töteten einen serbischen Polizisten, der auf sie geschossen hatte, und die Bundeswehr wurde in Prizren in einen tödlichen Schusswechsel verwickelt, nachdem zwei bewaffnete Serben mit ihrem Auto auf einen deutschen Kontrollposten zugefahren waren und zuvor auf die Menge geschossen hatten.[7] In dem anschließenden Schusswechsel wurde einer der beiden Serben getötet und der andere schwer verwundet.[7][9]
Zu Beginn des Einsatzes war die Stimmung im Kosovo – insbesondere im Süden in Prizren – extrem angespannt,[7] was auch daran lag, dass anfangs noch reguläre jugoslawische Armeeeinheiten und serbische Paramilitärs vor Ort waren.[9]
Mit Befriedung der allgemeinen Lage im Kosovo sollte eine Truppenreduzierung einhergehen, die am 12. November 2002 dazu führte, dass der italienische und der deutsche Verantwortungsbereich zusammengelegt wurden.[10][11] Die neu gebildeteMultinationale Brigade Südwest (MNB SW) deckte mit über 10.000 Soldaten[12] aus elf Nationen rund ein Drittel der Fläche des Kosovo ab.[10]
In den folgenden Monaten wurde die KFOR-Truppe weiter deutlich verkleinert, von etwa 39.000 Soldaten im Jahr 2002 auf 26.000 im Juni 2003 und dann Ende 2003 auf 17.500.[13]
2004 kam es im gesamten Kosovo zu gewalttätigen Ausschreitungen, vor allem gegenüber der serbischen Minderheit, welche dazu führten, dass die NATO-Truppen erneut aufgestockt wurden.[14]
Im August 2007 wurde die KFOR-Mission auf ca. 16.000 Soldaten reduziert, welche aus 37 Staaten gestellt wurden. 2009 hat die NATO den Prozess „Deterrent Presence“ einer kontinuierlichen Reduzierung der präsenten Kräfte eingeleitet.
2010 kam es dann erneut zu einer Umgliederung; die multinationalen Brigaden wurden auf zwei reduziert und fortan alsBattlegroup (deutsch Kampfgruppe) oderTaskforce bezeichnet.[15][16] DieMultinational Battle Group South (MNBG S) unter deutschem Kommando bestand aus Soldaten aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Türkei und der Schweiz und wurde aus Prizren geführt.[15] Die unter italienischer Führung stehendeMultinational Battle Group West (MNBG W) setzte sich aus Soldaten aus Italien, Slowenien, Ungarn, der Türkei und Rumänien zusammen und hatte ihr Hauptquartier in Peja.[15]
Bis Januar 2012 sank die Zahl der eingesetzten Soldaten weiter auf etwa 6000 und wurde im Juni 2017 nochmals auf 4500 reduziert. Aktuell (Stand: Oktober 2025) wird die KFOR-Truppe von 33 Staaten gestellt und umfasst 5249 Soldaten.
Nachdem es 2023 erneut zu Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo gekommen war, wurden die KFOR-Truppen wieder aufgestockt. Das Vereinigte Königreich entsendete 200 zusätzliche Soldaten,[17] ebenso schickte Rumänien weitere Soldaten.[18]
Seit dem Einmarsch der KFOR 1999 war diese in multinationale Brigaden gegliedert, die jeweils für die Sicherung eines Teilbereichs des Kosovo verantwortlich waren. Jede dieser multinationale Brigaden wurde von einerLead Nation (Führungsnation) geführt.
Dem KFOR-Hauptquartier inPristina unterstand folgende Struktur:
Im November 2002 wurden der italienische und der deutsche Verantwortungsbereich zusammengelegt[10][20][21] und es entstand dieMultinationale Brigade Südwest (MNB SW).
Daraus ergab sich unter dem KFOR-Hauptquartier inPristina die folgende Organisationsstruktur:
Multinationale Brigade (MNB) „Zentrum“ in Pristina unter der Führung desVereinigten Königreichs
Im August 2005 beschloss derNATO-Rat, die KFOR umzustrukturieren und die vier bestehenden multinationalen Brigaden durch fünf multinationaleTask Forces (MNTF; deutsch:Multinationale Einsatzgruppen) zu ersetzen. Diese Änderung sollte eine größere Flexibilität ermöglichen, da beispielsweise die Beschränkungen für die grenzüberschreitende Verlegung von in verschiedenen Sektoren des Kosovo stationierten Einheiten aufgehoben wurden. Mit dem Übergang von der Brigade zurTask Force wurde auch mehr Gewicht auf nachrichtendienstlich geführte Operationen gelegt, wobei dieTask Forces bei der Informationsbeschaffung eng mit der örtlichen Polizei und der Bevölkerung zusammenarbeiten.[22] Die Umsetzung erfolgte Mitte 2006, wobei aus der vormaligen Multinationalen Brigade Südwest zweiTask Forces (West und Süd) gebildet wurden.[23]
Daraus ergab sich unter dem Hauptquartier die folgende Organisationsstruktur[24]:
2010[15] wurde KFOR erneut restrukturiert und umfasste zweiMultinational Battle Groups (deutsch: multinationale Kampfgruppen) mit Sitz in Peja und Prizren sowieJoint Regional Detachments. Letztere hatten die Führung sogenannterLiaison Monitoring Teams inne. Durch diese Umstrukturierung wurde von klassischen militärisch eingesetzten Kräften die Brücke zu in der Bevölkerung fest verankerten militärischen Kräften geschlagen. Damit wurde das „Fühlen des Pulses“ innerhalb der Bevölkerung als weiteres Führungselement für den KFOR-Kommandanten (COM KFOR) geschaffen.
Die beiden multinationalen Kampfgruppen waren:
Multinational Battle Group West inPeja unter der FührungItaliens[16] und unter Beteiligung Sloweniens, Ungarns, Rumäniens und der Türkei[16]
Multinational Battle Group South inPrizren unter der FührungDeutschlands und unter Beteiligung Frankreichs, Österreichs, der Schweiz und der Türkei[15]
Am 15. August 2019 wurde eine erneute Restrukturierung durchgeführt, um sich den Aufgabenfeldern im Kosovo besser anzupassen. Dabei wurden dieJoint Regional Detachments in dieRegional Commands eingegliedert. Dadurch können dieRegional Commands bereits die Beurteilung aller eingesetzten Kräfte in ihrem Verantwortungsbereich durchführen.
Somit stellt sich die aktuelle Organisation (Stand: September 2019) wie folgt dar:
Dem Hauptquartier in Pristina sind folgende Elemente zugeordnet:
MSU – Multinational Specialized Unit
RC – Regional Command
JLSG – Joint Support Logistic Group
KTRBN – KFOR Tactical Reserve Bataillon
HSG – Headquarters Support Group
ISRBN – Intelligence Surveillance and Reconnaissance Battalion
DieKFOR Multinational Specialized Unit (MSU) hat ihren Sitz in Pristina und ist Teil der Einsatzkräfte von COM KFOR. Sie besteht ausschließlich aus italienischenCarabinieri.
Die MSU ist eine Militäreinheit, die sich aus Polizeikräften mit militärischem Status zusammensetzt. Sie bietet dem COM KFOR die Möglichkeit, Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen, einschließlich strafrechtlicher Aufklärung, Beherrschung von Menschenmengen und Unruhen (Crowd and Riot Control, CRC) sowie das Sammeln und Bewerten von Informationen. Die MSU kann bei Bedarf auch lokale Polizeikräfte in einer Vielzahl von Fragen beraten und unterstützen, unter anderem zu Themen wie Strafverfolgung, Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des Terrorismus, Ermittlung von Kriegsverbrechen, Kriminalprävention und öffentliche Sicherheit.
Die MSU wird von einem italienischen Carabinieri-Offizier kommandiert, der den COM KFOR in allen Angelegenheiten der Zivilpolizei berät.[25]
Das Regional Command Ost (RC-E) ist ein NATO-Kommando mit Sitz imCamp Bondsteel in der Nähe von Ferizaj im Südosten des Kosovo. Dieses Camp ist der Hauptstützpunkt der US-Armee unter dem KFOR-Kommando im Kosovo.
Die Einheit wird von einem US-Offizier kommandiert und besteht aus US-Truppen sowie Truppen aus Polen, Rumänien und der Türkei.[26]
Die Regional Command West (RC-W) ist ein NATO-Kommando mit Hauptsitz im Camp Villaggio Italia in der Nähe von Pec im Westen des Kosovo. Dieses Camp ist der Hauptstützpunkt der italienischen Truppe unter dem KFOR-Kommando im Kosovo.
Die Einheit wird von einem italienischen Offizier kommandiert und besteht aus Truppen aus Italien, Österreich, Moldau und Slowenien.[27]
RC-E und RC-W führen friedensfördernde Operationen im Kosovo durch, um zu einem sicheren Umfeld und zur Bewegungsfreiheit beizutragen. Das RC-W führt auch die Bewachung imKloster Visoki Dečani alsFirst Responder durch.
DieJoint Logistics Support Group (JLSG) hat ihren Sitz in Camp Film City Pristina.
Die Aufgabe der JLSG besteht darin, den KFOR-Streitkräften logistische Unterstützung im gesamten Einsatzraum sowie militärische technische Unterstützung zukommen zu lassen, um ein sicheres Umfeld und Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Zu den Funktionen von JLSG gehören allgemeine Bereitstellung von pioniertechnischen Mitteln, der Transport und die Instandsetzung, Entschärfung von explosiven Stoffen, die Kraftstoffversorgung, -bereitstellung und -beförderung.
Die Einheit wird von einem österreichischen Offizier kommandiert und besteht aus Truppen aus 16 verschiedenen truppenstellenden Staaten.[28]
DasTactical Reserve Battalion (KTRBN) der KFOR ist inNovosella, im Camp Maréchal de Lattre de Tassigny (CMLT) stationiert und steht direkt unter der taktischen Kontrolle des COM KFOR. Das Leistungsspektrum von KTRBN umfasst eine breite Palette von Sicherheitsmaßnahmen, zum Beispiel den Schutz von Personen mit besonderem Sicherheitsstatus, Schutz von Gütern mit besonderem Sicherheitsstatus, Straßenkontrollen, Eskortieren von Menschen/Fahrzeugen, Überwachung von Räumen, Aufklärung, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei der Bevölkerung und andere militärische Fähigkeiten. KTRBN ist speziell in Operationen im BereichCrowd and Riot Control (CRC) geschult. Das KTRBN kann überall im Kosovo eingesetzt werden. Das Bataillon besteht aus ungarischen Truppen.[29]
DieHeadquarters Support Group (HSG) hat ihren Sitz im Camp Film City Pristina. Die HSG hat die Aufgabe, Camp Film City / HQ KFOR vor internen und externen Bedrohungen zu schützen. Die Einheit bietet auch Unterstützung für das Hauptquartier der KFOR im Camp Film City und verfügt über folgende Einrichtungen: Camp Maréchal de Lattre de Tassigny, Camp Nothing Hill und den Militärflughafen Pristina. Die Einheit wird von einem irischen Offizier kommandiert und setzt sich aus Truppen und Zivilpersonal aus mehreren truppenstellenden Staaten zusammen.[30]
ISRBN – Intelligence Surveillance and Reconnaissance Battalion
DasIntelligence Surveillance and Reconnaissance Battalion (ISRBN) ist in Pristina, Camp Film City, stationiert. Das ISRBN ist für nachrichtendienstliche Überwachung und Aufklärung zuständig. Es wird von einem italienischen Offizier kommandiert.[31]
Ursprünglich beteiligten sich an der KFOR-Mission über 40 Staaten mit einer Truppenstärke von mehr als 45.000 Soldaten.[22] Anfang 2002 wurde diese auf etwa 39.000 Soldaten und Ende 2003 auf 17.500 Soldaten reduziert.[22] Im August 2007 wurde – nachdem bedingt durch die Unruhen 2004 wieder mehr Soldaten notwendig gewesen waren – die KFOR-Mission auf ca. 16.000 Soldaten reduziert, welche aus 37 Staaten gestellt wurden. 2009 hat die NATO den Prozess „Deterrent Presence“ einer kontinuierlichen Reduzierung der präsenten Kräfte eingeleitet. Bis Januar 2012 sank diese Zahl somit weiter auf etwa 6000 Soldaten und wurde im Juni 2017 nochmals auf 4500 Soldaten reduziert. Aktuell (Stand: Oktober 2025) wird die KFOR-Truppe von 33 Staaten gestellt und umfasst 5249 Soldaten.
Die folgende Tabelle listet die Anzahl der Soldaten auf, die Stand Oktober 2025 von den einzelnen truppenstellenden Staaten bereitgestellt werden.[32]
Die deutsche Bundeswehr beteiligt sich seit dem 12. Juni 1999 an der NATO-Mission im Kosovo.[33] Zu Beginn waren etwa 6.000 deutsche Soldaten eingesetzt, Deutschland übernahm genau wie Frankreich und Italien die militärische Führung über einen Sektor des Kosovos. Gemeinsam mit etwa 4.000 weiteren Soldaten aus Bulgarien, Georgien, den Niederlanden, Russland, Slowakei, Schweden, Schweiz, Türkei und Österreich wurde die Multinationale Brigade Süd (MNB S) gebildet, die unter deutschem Kommando stand und das Hauptquartierin Prizren hatte.[34] Im Zuge der Befriedung des Konflikts wurde auch das deutsche Kontingent stark verkleinert. 2022 dienten lediglich noch etwa 80 Soldaten der Bundeswehr unter dem Mandat der KFOR.[33] Seit dem 29. Januar 2022 ist das 60. Einsatzkontingent der Bundeswehr unter der Führung von Oberst Stefan Bründermann[34] im Kosovo. Am 24. März 2025 hat das Heer die nationale Führung der deutschen Einsatzkräfte im Kosovo übernommen.[35]
Seit Juli 1999 beteiligt sich dasösterreichischeBundesheer mit bis zu 500 Soldaten an der KFOR.[36] Das österreichische Kontingent wurde zu Beginn der unter deutscher Führungen stehenden multinationalen Taskforce „Süd“ (MNTF S) unterstellt und übernahm die Führung der Task Force Dulje, eines Verbandes inBataillonsstärke, zusammen mit Soldaten aus derSchweiz, derSlowakei[37], ab spätestens 2004 auch Soldaten aus Deutschland[38] und ab 2009 Soldaten ausPortugal.[39] 2010 wurde mit Verbesserung der Lage im Kosovo und der damit einhergehenden Umstrukturierung der KFOR die Task Force Dulje aufgelöst und die österreichischen Einheiten direkt der übergeordneten MNTF S unterstellt.[40] Der Verband war mehrheitlich imCamp Casablanca naheSuva Reka stationiert.
Mit dem 31. österreichischen Kontingent unter der Führung von Oberst Franz Josef Madner stellt das Bundesheer auch den Kommandanten der „Joint Logistics Support Group“ und übernimmt somit die Verantwortung für die multinationale Logistik der gesamten Mission.[41]
Im März 2021 wurde das 44. österreichische Kontingent in den KFOR-Einsatz entsandt.[42]
2023 gab ÖsterreichsVerteidigungsministerium auf einer KFOR-Truppenstellerkonferenz bekannt per April 2024 eine Kompanie, also etwa ein Drittel der Kontingentstärke, aus dem Kosovo geplant abzuziehen, da die Gewinnung von Soldaten für diesen Einsatz sich als zunehmend schwierig erwiesen hatte und mehr Personal für dieEU-Kampfgruppen benötigt würde. Die abgezogenen 90 Soldaten sollen von der deutschenBundeswehr ersetzt werden.[43]
Während des Kosovokrieges 1999 hatte der US-General Wesley Clark als Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) das Oberkommando über die NATO-Truppen inne. Die KFOR wurde bis zur Truppenreduzierung 2010 von einem Generalleutnant geführt, der üblicherweise einer der Lead Nations angehört, die auch die Leitung einer der fünf multinationalen Brigaden innehatte. Aufgrund der Truppenreduzierung wird der COM KFOR seit 2010 von einem Generalmajor besetzt.
Nachfolgende Offiziere hatten einen Einsatz als COM KFOR:
Alexander Poretschkin:Als Jurist im Kosovo. Persönliches Tagebuch einer ungewöhnlichen Wehrübung (=Berichte aus der Rechtswissenschaft). Shaker, Aachen 2001,ISBN 3-8265-8734-0.
Klaus Reinhardt:KFOR. Streitkräfte für den Frieden. Tagebuchaufzeichnungen als deutscher Kommandeur im Kosovo. 2. Auflage. Blazek & Neumann, Frankfurt am Main 2002,ISBN 3-9806536-9-2.
↑abcBundesministerium für Landesverteidigung:Deutschland und Italien fusionieren KFOR-Truppen. In:bundesheer.at. (bundesheer.at [abgerufen am 22. Mai 2025]).
↑abBundeswehr (Hrsg.):Auslandseinsätze der Bundeswehr (= Wegweiser zur Geschichte). 2010,ISBN 978-3-506-76914-5 (bundeswehr.de [PDF; abgerufen am 30. April 2022]).
↑Peace Operations 2017/2018. (PDF; 720 kB) Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF), Juni 2017, archiviert vom Original am 11. Oktober 2017; abgerufen am 11. Oktober 2017 (englisch).