Dieser Artikel behandelt vor allem Herkunft, Darstellung und Aussprache des Buchstabens K. Die verschiedenen Bedeutungen dieses Zeichens finden sich unterK (Begriffsklärung). Aus technischen Gründen leitet auch:K hierhin weiter; für die Zeitschrift siehe daherK (Magazin).
In derprotosinaitischen Schrift stellt der Buchstabe eine Handfläche dar. Imphönizischen Alphabet war der Buchstabe schon stark stilisiert. Er hatte den NamenKaph (Handfläche) und stand für den Lautwert [k]. Das phönizische Zeichen Yodh wurde zum Teil wie ein gespiegeltes Kaph geschrieben, darf allerdings nicht mit diesem verwechselt werden.
In dasgriechische Alphabet wurde das Kaph alsKappa übernommen und hatte ebenfalls den Lautwert [k]. Zu Beginn zeigte die Öffnung des K noch nach links, nachdem die Griechen die Schreibrichtung auf von-links-nach-rechts wechselten, wurde der Buchstabe gespiegelt.
Die Etrusker übernahmen das Kappa in der ungespiegelten Variante. Dieetruskische Sprache kannte keine stimmhaftenVerschlusslaute. Die Etrusker verwendeten stattdessen drei Buchstaben, um /k/ wiederzugeben. Das K wurde verwendet, um [k] vor [a] wiederzugeben. Daneben wurde es nur in speziellen Situationen verwendet.
Die Römer übernahmen das K für den Lautwert [k] in ihr Alphabet und spiegelten es später analog zu den Griechen, als sich die Schreibrichtung änderte. Spätestens seit der Entwicklung des klassischenLateins fristete der Buchstabe jedoch ein Schattendasein – der Laut [k] wurde vor allem durch den BuchstabenC wiedergegeben. In denromanischen Sprachen ist dies heute noch so, K wird dort, abgesehen vomSardischen, nur in Fremdwörtern verwendet. Mit der Zeit hat sich im sogenanntenVulgärlatein, der Grundlage der romanischen Sprachen, der Lautwert des C vor den hellen Vokalen [e] und [i] über die Zwischenstufe [ t͡ɕ] (wie in deutschPeitsche) von [k] nach [t͡s ] und dann weiter zu [s] bzw. [θ] (wie im Englischen:thing) entwickelt.[2][3] Dieser Lautwandel, es handelt sich um einePalatalisierung, hat in den ersten fünf bis sechs Jahrhunderten nach Christus stattgefunden. Auch das Ergebnis der Entwicklung von lat. [k] vor a, o, u. wird in den betreffenden Sprachen nicht mit dem Buchstaben K, sondern mit C oder Ch dargestellt. Beispiele: lat.caput (Haupt) > franz.chef [ʃɛf], lat.culum (Hintern) > franz.cul [ky], span.culo [kulo], lat.collum (Hals) > franz.col [kɔl] (Kragen),cou [ku] (Hals), ital.collo, span.cuello ['ku̯eʎo]. Andere Sprachen verwenden vor allem das K, um den Laut [k] eindeutig darzustellen. Die Schreibweise vieler Eigennamen (Catharina) und Ortsnamen (Cassel, Crefeld, Cöln u. a.) mit K wurde im deutschen Sprachraum bis Anfang der 1930er Jahre geändert und damit entlatinisiert.
Das kleine „k“ wird als Abkürzung für „Kilo“ – für dasTausendfache (1.000) von Maßeinheiten – verwendet (siehe auchVorsätze für Maßeinheiten). Angelehnt daran wird in der Informatik der Vorsatz „Ki“ (früher nur „K“) für das 1.024-fache bei Maßeinheiten verwendet, die auf dembinären Zahlensystem basieren (siehe auchBinärpräfix).
Dask wird von Jugendlichen auch als Abkürzung für das bestätigendeokay genutzt, allerdings meist nur während desChattens in Chatrooms wie zum BeispielWhatsApp oder beiFacebook. Ausgesprochen wird es nicht als „K“, sondern als „Kay“.[4][5] Ein Beispielsatz im Chatroom:
:Frage: Kannst du mir die Hausaufgaben später vorbeibringen?:Antwort: K [oder: k]^^
In einigen spanischsprachigen Ländern, etwa in derAnden-Region, wird dask gerne als verniedlichende Variante für das gleich ausgesprochenequ oderc genutzt, etwa um Zuneigung auf eine besondere Weise auszudrücken (te kiero). Derperuanische PräsidentPedro Pablo Kuczynski nutzte für den Namen seiner Partei dieses Prinzip:Peruanos Por el Kambio.
↑Ursprüngliches [k] vor [e] und [i] ist nur in den sardischen Zentralmundarten und in Lehnwörtern einiger nichtlateinischer Sprachen erhalten (z. B. lat. cellarius > (=wird zu) dt.Keller). Siehe hierzu: Heinrich Lausberg:Romanische Sprachwissenschaft. Walter de Gruyter, Berlin 1969. Sammlung Göschen Bd. 250. II. Konsonantismus. S. 9–11.
↑Beispiele für die Zwischenstufen der Entwicklung von lateinisch [k] vor [e] und [i]: [t͡ɕ]: italienischcittà (Stadt), [t͡s]: altfranzösischcite [tsite] (Stadt), [s]: neufranzösischcité [site] (Stadt), [θ]: spanischciudad [θi̯uˈða(ð)] (Stadt)