| Juniper Networks, Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| ISIN | US48203R1041 |
| Gründung | 1996 |
| Sitz | Sunnyvale,Vereinigte Staaten |
| Leitung | Rami Rahim (CEO) Raj Yavatkar (CTO) |
| Mitarbeiterzahl | 10.901[1] |
| Umsatz | 5,30 Mrd.USD[1] |
| Branche | Netzwerkausrüster |
| Website | www.juniper.net |
| Stand: 31. Dezember 2022 | |



Juniper Networks, Inc. ist der weltweit zweitgrößte Netzwerkausrüster.
Juniper Networks wurde 1996 von Pradeep Sindhu, Dennis Ferguson und Bjorn Liencres gegründet. Das erste Produkt, denRouter M40, brachte das Unternehmen 1998 auf den Markt. Im Juni 1999 erfolgte dann der Börsengang an die NASDAQ. Im 2. Quartal 2004 erfolgte eineÜbernahme des Unternehmens NetScreen Technologies (3,4 Mrd.USD). Im 2. Quartal 2005 wurden Kagoor Networks (65,7 Mio. USD) sowie Redline Networks (132 Mio. USD) und Peribit Networks (337 Mio. USD) übernommen. Noch im selben Jahr im 4. Quartal erfolgte auch die Übernahme von Acorn Packet Solutions (8,7 Mio. USD) und von Funk Software (122 Mio. USD). Im August 2006 war das Unternehmen Ziel von Ermittlungen derUS-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) wegen angeblicher Umdatierungen beiAktienoptionen.
Juniper produziert High-End-Router, die im Core- und Edge-Bereich des Internet-Backbone eingesetzt werden. Seit der Gründung im Jahr 1996 verlorCisco Systems einen nicht unbedeutendenMarktanteil an Juniper Networks. Zwischen 1996 und 2000 stiegen die Anteile von Juniper von 0 % auf 33,5 %, während Cisco in dieser Zeit von 89 % auf 64,7 % abfiel. In dieser Zeit verdiente sich Juniper den Spitznamen „Cisco Killer“.
Auf den Routern arbeitet ein ausFreeBSD weiterentwickeltes Betriebssystem namens „Junos OS“. Junos OS basiert auf aktuellen Versionen von FreeBSD. DieBSD-Lizenz erlaubt es – unter Beachtung einiger Regeln – Änderungen am Quellcode vorzunehmen, ohne diese veröffentlichen zu müssen. Die in den Geräten verbautenASICs, die vor allem die I/O-lastigen Operationen des Routers übernehmen, sind eigens entworfen und vonIBM hergestellt. Die Router werden vonSolectron undCelestica produziert, was für Juniper eine enorme Erleichterung imManagement von Vorräten undProduktionskosten bedeutet. Mit dem AuftragsfertigerFlextronics wurde im Juli 2006 ein Outsourcingvertrag unterzeichnet, der Fertigungs- und Logistikdienstleistungen sowie Mitwirkung bei der Markteinführung neuer Produkte beinhaltet.
Im Jahr 2004 übernahm Juniper das UnternehmenNetScreen, welches zuvor bereits seinProduktportfolio durch den Kauf des Unternehmens Neoteris ausgeweitet hatte. NetScreen ist mit dem BetriebssystemScreenOS auf Entwicklungen im Bereich der Netzwerksicherheit (Router,Firewall undIP/VPN Security-Systeme) spezialisiert. Juniper ist nach dem Kauf von NetScreen der weltweit zweitgrößte Internet-Netzwerkausrüster.
2005 wurde das Produktprogramm durch die Übernahmen der Unternehmen Kagoor Networks (Session Border Controller (SBC), Produkte fürIP-Telefonie (VoIP)), Redline Networks (Entwickler und Hersteller von Frontends für Web-Anwendungen in Unternehmen), Peribit Networks (Spezialist für die Optimierung vonWide Area Networks) und Funk-Software (WLAN-Authentifizierung) weiter stark ausgebaut.
Am 16. November 2010 gab Juniper Networks bekannt, den WLAN-Spezialisten Trapeze Networks für 152 Mio. US-Dollar übernehmen zu wollen. Der Vorgang wurde Ende 2010 abgeschlossen.[2][3] Durch die Übernahme erweiterte Juniper Networks sein Produktprogramm um den Bereich controllergesteuerter WLANs. Anfang 2016 wurde der Verkauf der WLAN-Produkte eingestellt.
Am 9. Januar 2024 wurde bekannt gegeben, dassHewlett Packard Enterprise das Unternehmen für 14 Mrd. Dollar übernehmen will.[4] Über ein Jahr später gab dasUS-Justizministerium am 30. Januar 2025 bekannt, dass es Klage gegen die geplante Übernahme einreichen werde.[5]

Juniper unterteilt seine Produkte in folgende Sparten:
Eine herstellerseitig eingebauteBackdoor erlaubt es seit 2008, auch den VPN-Netzverkehr komplett lesbar zu gestalten.[6]
2015 wurde bekannt, dass Juniper für den amerikanischen NachrichtendienstNSA diese Backdoors eingebaut hat. Diese wurden kompromittiert und aktiv von anderen Geheimdiensten genutzt.[7]
Zu den größten Konkurrenten gehören die UnternehmenCisco Systems Inc. undHewlett Packard Enterprise, es gehören allerdings auch Unternehmen wieAvici Systems sowieHuawei zu den Herausforderern.