Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Jungle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterJungle (Begriffsklärung) aufgeführt.

Jungle ist ein Stil derelektronischen Musik, der sich durch schnelle gebrochene Rhythmen, sogenannteBreakbeats, auszeichnet.

Der Stil entstand unter starken Einflüssen der Tradition vonRaggamuffin undDancehall aus dem britischenHardcore. Jungle gilt als Vorläufer des stark von synthetischerKlangfarbe,Techno-Einflüssen undRhythmen (Breakbeat) geprägten MusikstilsDrum and Bass. In den 2010ern entstand das GenreJungle-Terror, für das Jungle jedoch keinen direkten Einfluss darstellt.

Bezeichnung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im StadtteilTivoli Gardens vonKingston/Jamaika, von den Einheimischen auchJungle genannt, waren dieJunglists (auchTGs genannt) die dominierende Gang und Kingston-weit gefürchtet. In den Live-Mitschnitten von Soundsystem-Tapes aus Jamaika aus den 1980er-Jahren kann man hören, wie dieDeejays undMCs zwischen den Liedern die lokalen Gangs hochleben lassen, etwa „Maximum respect to all the junglists!“ oder „Big up all junglists!“. Diese Tapes kursierten Anfang der 1990er-Jahre auch in England, dieBig-ups wurden gesampelt und in eigenen Produktionen verwendet. Da der BegriffJungle auch unabhängig von der eigentlichen Herkunft gut klingt, blieb die Bezeichnung hängen.

In England wird die BezeichnungJungle bis heute gleichbedeutend mitDrum and Bass verwendet. Dies rührt in erster Linie vom großen damaligen Erfolg des Jungle her. Zudem galt Drum and Bass, der sich schnell zum eigenen Genre emanzipierte, anfangs als reiner Unterstil des Jungle. Der Ur-Jungle der Produzenten karibischer Herkunft wird deshalb zur Abgrenzung oft als Ragga Jungle bezeichnet.

Stilistik

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Jungle besteht aus elektronisch beschleunigten,gepitchten und/oder zerhackten Beats. Vor allem die Breaks alterFunk-Stücke wurden dazu eingesetzt. Besonders beliebt ist dabei der so genannteAmen Break. Ein weiteres gern benutztes Break ist das des Stückes „Apache“ derMichael Viner’s Incredible Bongo Band. Als Kontrast zu den schnellen,synkopierten Beats wird meist eine halb so schnelle, also inHalf Time gespielte Bassline eingesetzt. Im Vergleich zum heutigen Drum and Bass hatten die Breakbeats einen metallisch scheppernden, sich scheinbar überschlagenden Klang.

Jungletracks sind allgemein in einem Tempo von rund 170BPM gehalten. Diese Geschwindigkeit ist so gewählt, dass das menschliche Gehör bereits stark versucht ist, die schweren Zählzeiten in halbierter Geschwindigkeit zu hören. Dieser Kontrast wird durch schnelle Drums und die langsameBassline noch weiter hervorgehoben und macht einen Gutteil des Reizes dieser Stilrichtung aus. Derselbe Effekt kommt auch im Drum and Bass zum Tragen, der allerdings, der ständigen Beschleunigung der modernen Tanzmusik angepasst, noch um einiges schneller gespielt wird. Die meisten der in der ersten Hälfte der 1990er entstandenen Jungletracks wurden von einemtoastenden MC begleitet. Auch in den Texten waren die Anknüpfungspunkte zu Jamaikas Raggamuffin sehr stark.

Entwicklung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bob Marley führte bei seinen Konzerttouren (insbesondere 1979) Elemente des späteren Jungle- und Drum-and-Bass-Stil ein; beispielsweise die instrumentalen Mittelteile der Lieder "The Heathen" (z. B. in Toronto 1979) und "Exodus" (z. B. in Oakland 1979) beinhalteten laufend eingespielte elektronische Klangverzerrungen, währendAston Barrett die wabernde Basslinie lieferte undCarlton Barrett an den Drums im Rockers-Stil mit breakbeat-ähnlichen Improvisationen spielte.

Jungle wurde in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre in England von Musikernkaribischer Herkunft entwickelt und produziert. Dort erreichte er eine derartige Popularität, dass zeitweise mehrere Jungletracks gleichzeitig in den britischen Charts vertreten waren. Viele der ersten Jungletunes wurden mit primitivsten Mitteln produziert, so zum BeispielSome Justice vonAphrodite undMicky Finn, der auf zweiAmiga 500 mit Hilfe einesTrackers produziert wurde.

Simultan mit dem Erfolg des Ur-Jungles hatten Produzenten den Jungle bereits stilistisch weiterentwickelt. Die Musik wurde minimalistischer, insbesondere die Ragga-Elemente verschwanden fast vollständig.Darkside, ein Subgenre des Jungle, setzte beispielsweise auf eine sehr düstere Atmosphäre. 1993 produzierteGoldie den TrackTerminator. Er gilt als Blaupause eines neuen Stils, der Mitte der 1990er-Jahre Jungle ablösen sollte: Drum and Bass.

Stiltypische Tracks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • M Beat feat. General Levy –Incredible
  • UK Apache & Shy FX –Original Nuttah
  • Aphrodite & Mickey Finn –Some Justice
  • Marvellous Cain –The Hitman
  • Deep Blue –The Helicopter Tune
  • DJ Zinc –Super Sharp Shooter
  • Renegade –Terrorist
  • Ascend & Ultravibe –Dread Bass
  • LTJ Bukem –Demon’s Theme
  • Q Project –Champion Sound
  • Johnny Jungle –Johnny
  • Rufige Kru –Dark Rider
  • Prizna feat Demolition Man –Fire
  • Firefox & Fourtree –Warning
  • The Dream Team –Stamina
  • DJ Nut Nut feat. Topcat & Frankie Paul –Special Dedication
  • Uncle 22 –6 Million Ways To Die
  • Stevie Hyper D –Junglist Soldier
  • Sub Focus –Last Jungle

Wichtige Vertreter

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Wichtige Labels

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Jungle&oldid=263412880
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp