

Joseph Egle, ab 1864von Egle (*23. November1818 inDellmensingen,Württemberg; †5. März1899 inStuttgart; Schreibweise auch Josef von Egle) war ein deutscherArchitekt undwürttembergischerBaubeamter in Stuttgart.
Egle studierte an derPolytechnischen Schule Stuttgart und derPolytechnischen Schule Wien, von 1839 bis 1841 an derBerliner Bauakademie. Hier war er ein Schüler vonHeinrich Strack undKarl Bötticher. In den Jahren 1842 bis 1847 war er als Korrespondent derAllgemeinen Bauzeitung in Norddeutschland undEngland unterwegs. 1848 unternahm er eine Studienreise nachItalien.
1848 wurde er zum Direktor der StuttgarterBaugewerkschule ernannt und war seit 1850 Professor an der Polytechnischen Schule. Seit 1855 war Egle im Beirat der Münsterrestauration in Ulm tätig. Nachdem ihn KönigWilhelm I. 1857 zumHofbaumeister ernannt hatte, gab er die Stelle an der Polytechnischen Schule auf, blieb aber bis zu seinem Tod Direktor der Baugewerkschule. 1863 wurde er zumOberbaurat und 1884 zumHofbaudirektor ernannt, zugleich war er im Vorstand der Königlichen Bau- und Gartendirektion. Er fungierte auch als Preisrichter in der Jury für bauliche Konkurrenzen.[1]
Der Joseph-von-Egle-Preis wird von der Landeshauptstadt Stuttgart zweimal jährlich, jeweils am Ende eines jeden Hochschulsemesters, an Absolventen derHochschule für Technik Stuttgart, der Nachfolge-Einrichtung der Baugewerkschule, für hervorragende Leistungen vergeben.
Bauten und Entwürfe
Egle leitete auch dieRestaurierungen derFrauenkirche inEsslingen am Neckar und derStiftskirche zuUrach. Er war Restaurierungsbeirat beim neogotischen Ausbau desUlmer Münsters.
Schriften
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Egle, Joseph von |
| ALTERNATIVNAMEN | Egle, Joseph; Egle, Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt und württembergischer Baubeamter |
| GEBURTSDATUM | 23. November 1818 |
| GEBURTSORT | Dellmensingen |
| STERBEDATUM | 5. März 1899 |
| STERBEORT | Stuttgart |