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John Coltrane

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John Coltrane (1963)

John William „Trane“ Coltrane (*23. September1926 inHamlet,Richmond County,North Carolina; †17. Juli1967 inHuntington,New York) war ein bedeutenderUS-amerikanischerJazzmusiker. Anfangs spielte erAltsaxophon, ab den frühen 1950er Jahren fast ausschließlichTenor- und ab 1960 auchSopransaxophon. Seine Innovationen und sein inspiriertes Spiel beeinflussten die Jazzwelt nachhaltig.[1]

Leben und Werk

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High Point (2006)

1926–1945 – High Point und Philadelphia

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John Coltranes Mutter, Alice Gertrude Blair (1898–1977), stammte aus einer bekannten und geachteten Familie inHamlet im BundesstaatNorth Carolina; ihr Vater war Reverend William Wilson Blair, der diemethodistischeEpiscopal Zion Church inHigh Point leitete.[2] Nach ihrer Graduierung zog Alice Blair nach Hamlet und lernte die Familie des Predigers William H. Coltrane kennen. Dessen Sohn war John Robert Coltrane (1901–1939); Anfang 1925 heirateten die beiden.Coltrane war der Name weißer schottischstämmiger Familien, die den Nachnamen an ihre damaligen Sklaven weitergegeben hatten.[3] Ein erstes Kind starb schon bald nach der Geburt; am 23. September 1926 kam John William zur Welt, dessen zweiter Vorname nach den beiden Großvätern gewählt wurde. Schon wenige Monate nach Johns Geburt zog die Familie nach High Point zu den Geschwistern der Mutter. Johns Tante Bettie und seine Cousine Mary (* 1927) wurden nun zu wichtigen Bezugspersonen; später sollte er Mary seine Komposition „Cousin Mary“ widmen.

John wuchs in einem geordneten Umfeld auf, das stark durch die Blair-Verwandtschaft und das religiöse Milieu der Methodisten-Gemeinde bestimmt war, während die Familie Coltrane eine weniger bedeutsame Rolle spielte. Über den Großvater kam Coltrane schon als kleines Kind mitgeistlicher Musik in Berührung. Seine Familie war musikalisch, sein Vater spielte mehrere Instrumente. Mit zwölf Jahren bekam er von den Eltern seine ersteKlarinette geschenkt und nahm klassischen Musikunterricht. Bis zu seinem zwölften Lebensjahr soll seine Kindheit sehr glücklich gewesen sein; eine Reihe von Todesfällen überschattete schließlich das Jahr 1939; so starben kurz hintereinander erst seine Tante, im Januar sein Vater an Magenkrebs; im April seine Großmutter. In dieser Zeit wurde die Musik zu einem wichtigen Bestandteil des jungen Coltrane.[4] Ab September 1939 besuchte er die Highschool.

Nach dem Tod des Vaters, der in einer Wäscherei gearbeitet hatte, geriet die Familie in finanzielle Schwierigkeiten; während John sein letztes Jahr auf der Highschool verbrachte, zog Alice 1942 nach Philadelphia, wo sie eine Anstellung als Dienstmädchen fand; die Mutter konnte das Geld für die Musikschule gerade so aufbringen.

Das Wohnhaus von John Coltrane in der North Thirty-Third Street vonPhiladelphia

Ihr Sohn, beschrieben als ruhiger und eher stiller Schüler, spielte schon bald im Schulorchester und Fußball. In der Highschool-Zeit lernte erAltsaxophon und machte erste Gehversuche im Jazz, beeinflusst durch schwarzeSwing-Bands, die im Radio gesendet wurden, vor allem aber durchLester Young, der als einer der ersten gängige Swingklischees vermied.[5]

Nach seinem High-School-Abschluss im Mai 1943 zog auch John mit zwei Freunden nach Philadelphia. Bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst fand er Arbeit in einer Zuckerraffinerie; daneben nahm er Unterricht an derOrnstein School of Music bei Mike Guerra, der ursprünglich Klarinettist war. John Coltrane kehrte in den folgenden Jahren nur noch selten in seinen Heimatstaat zurück; er bevorzugte den Norden auch wegen der weniger starkenRassendiskriminierung. Dennoch wirkte sich die Bindung an North Carolina weiterhin aus; seine erste Frau, Naima, stammte von dort und Coltrane arbeitete fortan mit einer Reihe von Musikern mit familiären Bindungen nach North Carolina, wie mitDizzy Gillespie,Thelonious Monk,Jimmy Heath undMcCoy Tyner. 1958 schrieb Coltrane den Titel „Goldsboro Express“, benannt nacheiner Stadt in North Carolina; seine späte Komposition „Welcome“ nimmt auch Bezug auf eine Kleinstadt in der Nähe seines Heimatortes High Point.

1945–1950 – Beginn der Karriere

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John Coltrane bei der US Navy (1945)

1945 bekam er einen ersten Job in einer Tanz-Band, bevor er in dieNavy eingezogen wurde. Als er auf Hawaii stationiert war, spielte er in einer Jazzband. 1946 wurde er aus dem Dienst entlassen und studierte bei dem Gitarristen und KomponistenDennis Sandole Jazz-Theorie, was er bis in die 1950er Jahre fortsetzte. Zunächst spielte erAltsaxophon,[Coltrane 1] war Mitglied der Joe Webb-Bluesband, die die SängerinBig Maybelle begleitete und wechselte dann beiEddie Vinson zum Tenorsaxophon, da dieser keinen weiteren Altsaxophonisten neben sich duldete. Coltrane äußerte sich später zu diesem Punkt: „a wider area of listening opened up for me. There were many things that people likeHawk, andBen, andTab Smith were doing in the ’40s that I didn’t understand, but that I felt emotionally.“[Biography 1]

Ein weiterer wichtiger Punkt seiner musikalischen Entwicklung war das erste Erlebnis einesCharlie-Parker-Konzerts am 5. Juni 1945. In einemDown Beat Artikel schrieb er 1960: „the first time I heard Bird play, it hit me right between the eyes.“[Coltrane 1] Parker wurde darauf zu seinem frühen Vorbild; die beiden spielten auch Ende der 1940er-Jahre gelegentlich miteinander. Hierbei kam es auch 1947 zur ersten Session imNew YorkerAudubon Ballroom mitMiles Davis, der für den weiteren Verlauf seiner Karriere immens wichtig werden sollte. In dieser Zeit entstand auch sein Spitzname „Trane“, wie man anhand von zeitgenössischen Briefwechseln feststellte. Coltranes Ausflüge nach New York blieben aber die Ausnahme; sein Hauptbetätigungsfeld blieb die lokale Szene in Philadelphia. Anfang des Jahres 1945 entstanden dort die ersten Aufnahmen, an denen Coltrane mitwirkte; er spielte dabei in derJimmy Johnson Big Band, die ein inzwischen vergessener Schlagzeuger leitete, in der aber auchBenny Golson,Ray Bryant undTommy Bryant spielten.

In der Musikerszene kam er mitHeroin in Berührung, das damals eine Modedroge war und wurde abhängig. Dennoch behielt er auch in dieser Zeit ein tägliches Übungspensum von mehreren Stunden bei. Nachdem er noch in Philadelphia eine kurzlebige Formation mit Jimmy Heath, Benny Golson undCal Massey gegründet hatte, trat er in New York mitHoward McGhee imApollo Theater auf; Anfang 1949 dann im Audubon Ballroom mitBud Powell,Art Blakey undSonny Rollins. Dann wurde er durch Vermittlung von Jimmy Heath 1949 Mitglied derDizzy Gillespie Big Band, allerdings schnell wieder entlassen, weil Dizzy Gillespie Coltranes Drogensucht nicht akzeptierte. Zuvor entstanden im November 1949 Aufnahmen fürCapitol. In der Musikerszene gab man ihm den SpitznamenCountry Boy, weil er oft barfuß lief.

Nach seinem Rauswurf fand er Arbeit in derRhythm-and-Blues-Band vonEarl Bostic, mit dem auch einige Aufnahmen entstanden. Nach einem Gastspiel in einer Showband kehrte er nach Philadelphia zurück und hatte kurze Engagements in lokalen R&B-Bands. Auch probte er zunächst viel mit dem exzentrischen PianistenHasaan Ibn Ali, der ihn auch harmonisch beeinflusste.[6]

1954 lernte er Naima (Juanita) Grubbs, seine erste Frau, kennen und fand Arbeit im Orchester seines früheren Idols, des AltsaxophonistenJohnny Hodges, dessen lyrische Spielweise und Klangfarbe zu Coltranes wichtigsten Einflüssen zählen.[7] Er blieb bis 1955 in der Hodges-Band. Kurze Engagements beiShirley Scott undJimmy Smith folgten, bevor ihn Miles Davis auf Vorschlag vonPhilly Joe Jones anfragte. InBaltimore fanden erste Probenaufnahmen statt; dort heirateten Coltrane und Naima am 3. Oktober 1955.

1955–1960 – Miles Davis Quintett

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Der Eintritt in das legendäre (erste) Miles-Davis-Quintett bedeutete für Coltrane den Durchbruch; Davis war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Star. Coltrane spielte Tenorsaxophon, behielt dabei aber die Intonation des Alt bei und entwickelte seinen charakteristischen Klang. Erste Aufnahmen („Budo“ und „Little Melonae“) entstanden Ende Oktober fürColumbia, obwohl Davis noch beiPrestige unter Vertrag stand, alsMiles Davis All-Stars. Doch bereits im Herbst des folgenden Jahres warf Davis Coltrane wegen dessen Drogensucht aus der Band. Coltrane zog sich zurück und konnte mit Hilfe seiner Frau vom Heroin loskommen. Daneben entstanden 1956 Prestige-Sessions mitElmo Hope, Sonny Rollins („Tenor Madness“),Tadd Dameron (Mating Call),Idrees Sulieman undPaul Chambers.

Ein Jahr nach seinem Drogenentzug kehrte er auf die Bühne zurück und stürzte sich mit neuer Energie in die Arbeit. Er arbeitete mitThelonious Monk (Live at the Five Spot: Discovery!), mit dem er im Oktober 1957 das AlbumMonk’s Music aufnahm. Aus dem Zusammenspiel mit Monk brachte er die an denKirchentonarten orientiertenSkalen, die sogenannten „Modi“ ein. Diese „modale“ Spielweise ersetzt die herkömmliche, anHarmoniefolgen gebundeneImprovisation. In der Folge wurden ColtranesSoli immer länger und ekstatischer. In den Jahren 1957 und 1958 entstanden eine große Reihe hastig eingespielter Coltrane-Alben für Prestige im Stile vonBlowing Sessions. Unter diesen ist einzigBlue Train – im September 1957 mit einer Bläsergruppe ausCurtis Fuller undLee Morgan fürBlue Note Records eingespielt – bemerkenswert.

In jenen Jahren von etwa 1957 bis 1960 perfektionierte er eine neue Spielweise, die der Jazz-KritikerIra Gitler „sheets of sound“ nannte, Klangflächen. Dabei verdichtete Coltrane ungewöhnlich akzentuierteArpeggios zu verflochtenen Soundmustern hoher Virtuosität. In Augenblicken höchster Intensität nahm sein Spiel die Qualität von Urlauten an.[8] Der besondere Reiz dieser Technik besteht darin, dass die Musik vielsagend wird, weil oft nicht klar ist, in welcher Tonart Coltrane genau spielt. Wichtig ist, dass der Pianist eingewiesen ist. In dieser Zeit trat Coltrane – mehr oder weniger notgedrungen, denn er benötigte Material für seine neue Spielweise – als Komponist hervor. Anfang 1958 hatte er ein gemeinsames Quintett mit dem FlügelhornistenWilbur Harden (Mainstream 1958). Von 1958 bis 1960 spielte er wieder im Davis-Quintett. Die beiden herausragenden AlbenMilestones undKind of Blue entstanden.

1960er Jahre

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Für sein AlbumGiant Steps wurde John Coltrane 1961 in Amsterdam mit einemEdison ausgezeichnet

Im Jahr 1959 entstanden erste Aufnahmen für das LabelAtlantic Records, zunächst mitMilt Jackson(Bags & Trane). 1960 erschien sein AlbumGiant Steps – ein Titel, der durchaus wörtlich zu nehmen ist. 1961 wurde dannMy Favorite Things veröffentlicht. Das Titelstück dieses Albums (im Drei-Viertel-Takt) stammt aus demRodgers-und-Hammerstein-MusicalThe Sound of Music. Coltrane spielteSopransaxophon und verhalf diesem im Jazz seit längerer Zeit relativ selten gespielten Instrument damit zu einer Renaissance.

Dieser Erfolg machte dasJohn Coltrane Quartet neben Miles Davis’ Quintett zu einer der einflussreichsten Jazz-Gruppen der 1960er-Jahre. Neben Coltrane bestand die klassische Besetzung ausMcCoy Tyner (Piano) sowieElvin Jones (Schlagzeug).Jimmy Garrison löste im Herbst 1961 seine Vorgänger am Bass,Steve Davis undReggie Workman, ab und vervollständigte das Quartett. Diese Besetzung sollte sich nun für die nächsten Jahre nicht verändern.

Bei einigen Liveaufnahmen imVillage Vanguard wirkte auch derAvantgarde-SaxophonistEric Dolphy mit, der zuvor bereits mitOrnette Coleman undCharles Mingus zusammengespielt hatte. Die Mitschnitte aus demVillage Vanguard verstörten zahlreiche Jazzkritiker, führten zu einer Kontroverse imDown Beat und zum Ausscheiden Dolphys im März 1962. Danach entstanden zwei eher konservative Alben,Coltrane undBallads.[9] Seine Auftritte auf demNewport Jazz Festival in den Jahren 1963 (mitRoy Haynes) und 1965 sind auf der 2007 erschienenen EditionMy Favorite Things: Coltrane at Newport dokumentiert.

Einige der bekanntesten Fotografien von Coltrane stammen vonRobert Freeman.

Coltrane sprengte den Rahmen des herkömmlichen Jazz und nahm in sein Spielafrikanische undorientalische Einflüsse auf. Eine der wichtigsten Platten mit dem klassischen Quartett ist die SuiteA Love Supreme aus dem Jahre 1964 (Impulse!), bei welcher Coltranes spirituelle Ausrichtung deutlich wird, die sich im vorangegangenen melancholischen AlbumCrescent andeutete. Coltrane, der auch den psalmenartigen Text schrieb und sang, schuf das Werk nach Lektüre des BuchsThe Greatest Thing in the World vonHenry Drummond, einem evangelikalen Autor des 19. Jahrhunderts.

In der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre orientierte sich John Coltrane immer stärker am offenen Spiel desFree Jazz. Elvin Jones wurde durch den SchlagzeugerRashied Ali, der auch ungebundene Metren spielte, erst ergänzt, später dann ersetzt; für McCoy Tyner kam Coltranes zweite FrauAlice Coltrane (sie spieltePiano undHarfe, ein im Jazz selten vertretenes Instrument). Zumeist verstärkte der SaxophonistPharoah Sanders die Intensität der Saxophonklänge, wie in seinem letzten aufgezeichneten Konzert im April 1967(The Olatunji Concert).

Lebenslang war Coltrane auf der Suche nach neuen Klängen. Seine künstlerische Existenz erläuterte er dahingehend, dass er die Menschen mit all seiner Kraft seelisch aufrichten wolle. Er verstand seine Musik als Anregung, seine Energiequellen vollkommen freizusetzen, um ein sinnvolles Leben zu gestalten.[8] Dabei blieb sein Stil immer eigenständig und in seiner Geschwindigkeit und Komplexität unvergleichlich. Er veröffentlichte innerhalb von zwölf Jahren etwa 50 Aufnahmen mit seiner eigenen Band und ein Dutzend mit anderen Bands.

Privates

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John und Alice Coltrane hatten drei gemeinsame Kinder, denSchlagzeuger John Coltrane Jr. (* 1964; 1982 bei einem Autounfall tödlich verunglückt) und dieSaxophonistenRavi (* 1965) undOran (* 1967).

Tod

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John Coltrane starb 1967, offiziell anLeberkrebs. Miles Davis merkte an, dass Coltrane vor seinem Tod stark an Gewicht zugenommen habe, er aber nicht wusste, dass Coltrane krank sei.Lewis Porter geht davon aus, dass der heroinsüchtige Coltrane sich an einerKanüle mitHepatitis infizierte, was zu einerLeberzirrhose führte, welche dann im Leberkrebs mündete.[10]

Stil

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Coltranes eigener Stil entwickelte sich in der Ära desModern Jazz vomHard Bop bis zumModalen Jazz und geht schließlich zumFree Jazz über. In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre entfaltete er, unter anderem vonDexter Gordon beeinflusst und überCharlie Parker hinausgehend, seine eigene Spielweise, die einen sehr durchdringenden hellen Klang auf seinem Tenorsaxophon mit extremer rhythmischer Verdichtung der Notenwerte verband, bei gleichzeitiger Erweiterung und Verfeinerung desBebop-Vokabulars im harmonisch-melodischen Bereich. Diese Spielweise wurde von dem amerikanischen JazzkritikerIra Gitler mit dem Begriff „sheets of sounds“ (Übersetzung: „Klangflächen“) bezeichnet. Nachdem Coltrane durch seine Zusammenarbeit mitMiles Davis die modale Spielweise kennengelernt hatte, vertiefte er sich in zunehmendem Maße in Experimente mit Skalen. Auch von der indischen Musik (Ravi Shankar) beeinflusst fiel die Wahl des Vornamens für einen seiner Söhne aufRavi, Ausdruck seiner Bewunderung für denSitar-Virtuosen. Ab Mitte der 1960er Jahre öffnete er sich freien Spielformen, wie etwa auf dem AlbumAscension (1965), und erforschte in seinem Spiel die sich ihm dadurch bietenden Möglichkeiten konsequent. All diese Erkundungen und Erkenntnisse fanden Eingang in seine letzte AufnahmeExpression, die von vielen als Vermächtnis gesehen wird.

Ehrungen

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Rezeption

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„Was an John Coltranes Soli auch heute noch fasziniert, ist seine große melodische Gestaltungskraft, die Art und Weise, wie er sich souverän abwechselnd innerhalb und außerhalb der üblichen Akkord-Folge bewegt. Anders als andere Musiker seiner Zeit war ihm nicht daran gelegen, sich als jemand zu inszenieren, der etwas des reinen Spiels wegen dekonstruiert. Er hatte so viel an Kreativität und Einfallsreichtum zu verschwenden, daß er damit alles – jeden Ton, jede Akkordfolge, jede Fremdkomposition – mit neuer Bedeutung aufladen konnte.“

Harry Lachner[Lachner 1]

Entwicklung des „John Coltrane Quartet“

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Zur Bandgeschichte sieheJohn Coltrane Quartet.

Aufnahmen (Auswahl)

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1957–1958 – DiePrestige-Jahre
1959–1964 – DieAtlantic-Jahre

1961–1965 – DieImpulse!-Jahre

1965–1967 – Das Spätwerk

Chartplatzierungen

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Alben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[15]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK US
1967ExpressionUS194
(3 Wo.)US
1971Sun ShipUS186
(3 Wo.)US
2005At Carnegie HallUS107
(14 Wo.)US
mit Thelonious Monk Quartet
2008Opus Collection: A Man Called TraneUS107
(7 Wo.)US
2018The Final Tour – Copenhagen, March 24, 1960: The Bootleg Series Vol. 6DE87
(1 Wo.)DE
AT55
(1 Wo.)AT
CH59
(1 Wo.)CH
US187
(1 Wo.)US
Both Directions at Once – The Lost AlbumDE3
(9 Wo.)DE
AT6
(8 Wo.)AT
CH4
(8 Wo.)CH
UK15
(2 Wo.)UK
US21
(3 Wo.)US
2019Blue WorldDE21
(2 Wo.)DE
AT30
(1 Wo.)AT
CH45
(2 Wo.)CH
US78
(1 Wo.)US
2021A Love Supreme – Live in SeattleDE20
(2 Wo.)DE
AT25
(1 Wo.)AT
CH13
(3 Wo.)CH
UK83
(1 Wo.)UK
US78
(1 Wo.)US
2022Live at the Village VanguardDE59
(1 Wo.)DE
CrescentDE38
(1 Wo.)DE
Duke Ellington & John ColtraneDE31
(1 Wo.)DE
John Coltrane and Johnny HartmanDE57
(1 Wo.)DE
Blue TrainDE12
(2 Wo.)DE
AT31
(1 Wo.)AT
CH21
(1 Wo.)CH
US95
(1 Wo.)US
2023Evenings at the Village GateDE13
(1 Wo.)DE
CH45
(1 Wo.)CH
US156
(1 Wo.)US

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Kompositionen (Auswahl)

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  • Moment’s Notice, 1957
  • 26-2, 1964
  • After the Rain, 1963
  • Alabama, 1963 (Zum Gedenken an den Anschlag auf die16th Street Baptist Church, undPrince bezeichnete das Stück als einen von55 Songs, die ihn musikalisch inspiriert haben)
  • Brazilia, 1965
  • Central Park West, 1960
  • Cousin Mary, 1959
  • Giant Steps, 1960
  • Like Sonny, 1959
  • Naima, 1959
  • Syeeda’s Song Flute, 1959
  • Impressions, 1961
  • India, 1961
  • Tunji, 1962
  • Welcome, 1966

Auszeichnungen für Musikverkäufe

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Goldene Schallplatte

  • Kanada Kanada
    • 2006: für das AlbumBlue Train

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
Gold PlatinVer­käu­feQuel­len
 Kanada (MC) Gold10! P50.000musiccanada.com
 Vereinigte Staaten (RIAA) 3× Gold3 Platin12.500.000riaa.com
 Vereinigtes Königreich (BPI) 2× Gold20! P200.000bpi.co.uk
Insgesamt 6× Gold6 Platin1

Literatur

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Weblinks

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Commons: John Coltrane – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Hörbeispiele

Anmerkungen und Verweise

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  1. John Coltrane Biography – The John Coltrane Foundation
  1. abJohn Coltrane: Down Beat-Interview 1960.
  1. Harry Lachner:Jahrhundertaufnahmen des Jazz John Coltrane A Love Supreme
  • Lewis Porter:John Coltrane. University of Michigan Press, Ann Arbor 2006
  1. John Coltrane – laut.de – Band. Abgerufen am 28. März 2023. 
  2. Lewis Porter, S. 1 ff.
  3. Lewis Porter, S. 6 f.
  4. Lewis Porter, S. 17.
  5. Vgl. Filtgen und Außerbauer, S. 15.
  6. Andrian Kreye: Geheimnisträger. In: Süddeutsche Zeitung. 3. Mai 2021, abgerufen am 2. November 2021. 
  7. Filtgen und Außerbauer, S. 22 ff.
  8. abBarry Graves, Siegfried Schmidt-Joos, Bernward Halbscheffel:Rock-Lexikon. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2003,ISBN 978-3-499-61588-7, Band 1, S. 210 f.
  9. vgl. David A. Wild, 1997
  10. S. Flannagen: Jazz Legend John Coltrane's 1967 Death Explained. 9. Mai 2022, abgerufen am 13. Oktober 2024. 
  11. Grammy Awards Site,grammy.org (Memento vom 10. April 2015 aufWebCite)Grammy Hall of Fame
  12. Dave McNary: John Coltrane Documentary ‘Chasing Trane’ Gets Release Date. In: Variety. 16. März 2017, abgerufen am 4. März 2023 (amerikanisches Englisch). 
  13. John Scheinfeld: Chasing Trane: The John Coltrane Documentary. Meteor 17, Crew Neck Productions, 14. April 2017, abgerufen am 4. März 2023. 
  14. Christian Vander: John Coltrane, l'homme suprême. In: Seventh Records. Abgerufen am 9. Oktober 2024 (englisch). 
  15. Chartquellen:DEATCHUKUS
Personendaten
NAMEColtrane, John
ALTERNATIVNAMENColtrane, John William (vollständiger Name); Coltrane, Trane (Spitzname)
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanischer Jazz-Saxophonist
GEBURTSDATUM23. September 1926
GEBURTSORTHamlet,North Carolina, Vereinigte Staaten
STERBEDATUM17. Juli 1967
STERBEORTHuntington,New York, Vereinigte Staaten
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