Blick vom Carlton Center in westliche RichtungBlick vom Carlton Center in westliche Richtung
-26.228.066666666667Koordinaten:26° 12′ S,28° 4′ O
Johannesburg, auchiGoli/eGoli (isiZulu für ‚Ort des Goldes‘) oderiRhawutini (isiXhosa), umgangssprachlich oftJoburg oderJozi, ist dieHauptstadt der ProvinzGauteng inSüdafrika.
Johannesburg liegt im östlichen Teil des großen südafrikanischen Zentralplateaus, oftHighveld genannt. Die Grenzen des Großraums Johannesburg erstrecken sich von Orange Farm im Süden bisMidrand im Norden.Zwei weitere Großräume liegen in direkter Nachbarschaft:Tshwane im Norden (2011 rund 3 Millionen Einwohner) undEkurhuleni im Osten (2011 rund 3,2 Millionen). Johannesburg hat die geringste Fläche von diesen dreien (1.645 km² City plus 3.357 km² Metropolregion), aber die meisten Einwohner (Stand 2019: 5.635.127 Einwohner-Stadt, rund 8 Millionen Metropolregion).
Johannesburg liegt durchschnittlich 1753 Meter über dem Meeresspiegel.Johannesburg ist eine derzehn größten Städte Afrikas und eine der größtenStädte der Welt, die weder am Meer noch an einem bedeutenden Fluss noch an einem anderen bedeutenden Gewässer liegen.
Das Klima in Johannesburg ist sonnig und meist trocken, in den Sommermonaten von Oktober bis April ist jedoch oft mit Gewittern und Regenschauern am späten Nachmittag zu rechnen.
Die Temperaturen in Johannesburg sind gewöhnlich äußerst mild, mit einer Durchschnittstemperatur an Sommertagen um 26 °C. Im Winter liegen die Tagestemperaturen im Durchschnitt bei 10 bis 12 °C, in der Nacht können sie deutlich unter denGefrierpunkt fallen. DieJahresniederschläge liegen im Schnitt bei 600 bis 800 Millimetern, sie fallen hauptsächlich im Sommer.
Ort des ersten Goldfundes in JohannesburgGoldminen bei Johannesburg Juli 1911, Ballonaufnahme vonEduard SpelteriniJohannesburg 1896Johannesburg Juli 1911, Ballon- aufnahme vonEduard Spelterini
Die Region rund um Johannesburg war schon vor Millionen von Jahren von Primaten bewohnt. Ein 3,3 Millionen Jahre alterHominide der GattungAustralopithecus africanus, der in denSterkfontein-Höhlen nordwestlich von Johannesburg im Jahr 1998 ausgegraben wurde, gilt als das diesbezüglich älteste bisher gefundene, vollständigeSkelett. Ob dieser Fund als ein Vorfahre der heutigen menschlichenArt interpretiert werden kann, ist umstritten und bisher nicht sicher nachgewiesen.
Später, vor etwa 10.000 bis 25.000 Jahren, wurde dassüdliche Afrika von denSan, einemNomadenvolk besiedelt. Die San lebten in der Region um Johannesburg bis etwa in das 11. Jahrhundert n. Chr., als sie von denBantu immer weiter in unwirtliche Gegenden verdrängt wurden.
Nachdem um 1880 zuerst in den östlichen Gebieten des damaligenTransvaal umBarberton undPilgrim’s RestGold gefunden worden war, entdeckten Goldgräber 1886 weitere Vorkommen amWitwatersrand, die sich schließlich als ein Teil der größten Goldlagerstätte der Welt erweisen sollten.
Die Stadt wurde als kleine Goldgräber-Siedlung und Zeltstadt gegründet; als Gründungsdatum gilt der 4. Oktober 1886. Mit der Entdeckung des Goldes inzu Tage tretendenKonglomeratlagen (Reef genannt) wanderten Tausende Arbeiter und Glücksritter aus dem Vereinigten Königreich, derKapkolonie und anderen Ländern in die burischen Gebiete ein und ließen sich in Johannesburg nieder. Innerhalb von zehn Jahren wuchs die Stadt auf über 100.000 Einwohner heran. Der ökonomische Wert dieses Landstriches stieg rasant, was zu Spannungen zwischen denBuren, die während des 19. Jahrhunderts die Herrschaft über die Region hatten, und denBriten führte, die ihren Höhepunkt imZweiten Burenkrieg zwischen 1899 und 1902 fanden. Die Buren verloren den Krieg und auch die Kontrolle über dieSüdafrikanische Republik an die Briten.
Als die Briten 1910 dieSüdafrikanische Union ausriefen, ebnete dies den Weg für den organisiertenBergbau. Allerdings installierte die südafrikanische Regierung in dieser Zeit ein strenges Rassensystem. Die Zuwanderung von Schwarzen und Indern wurde streng reglementiert. Die schwarze undfarbige Bevölkerung wurde gezwungen, in nach Rassen getrennte Gebiete, die zuvor von der weißen Regierung oft willkürlich festgelegt wurden, umzuziehen. Dadurch entstanden riesige Barackensiedlungen, die sogenanntenTownships, rund um Johannesburg, von denen das KonglomeratSoweto (kurz für:South Western Townships) das bekannteste ist. Hier lebte auchNelson Mandela viele Jahre; sein Haus in Orlando ist heutzutage eine Touristenattraktion. Zudem wurde der nichtweißen Bevölkerung verboten, qualifizierte Arbeiten anzunehmen, und zahlreiche Schwarze, etwa ausBasutoland, mussten alsWanderarbeiter in Johannesburgs Goldminen arbeiten.
Trotz dieser radikalen Trennungspolitik war beispielsweise der StadtteilSophiatown zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein lebendiges Viertel der Stadt, in dem Menschen unterschiedlicher Hautfarben mehr oder weniger friedlich nebeneinander lebten. Ab 1955 wurde das alte Sophiatown Opfer derApartheid-Politik der burisch dominiertenNationalpartei, die damals die Regierung Südafrikas stellte. Das gesamte Gebiet wurde zu einem „whites-only area“ (Gebiet nur für Weiße) erklärt, alle Andersfarbigen zum Umzug gezwungen und fast alle Häuser abgerissen. Das Stadtviertel bekam fortan den ironischenafrikaansen NamenTriomf (zu deutsch ‚Triumph‘).
1976 brachengroße und blutige Unruhen in Johannesburg und vor allem in Soweto aus. Der Schüler- und Studentenrat von Soweto organisierte Demonstrationen gegen die geplante Einführung vonAfrikaans, das damals als die Sprache der Unterdrücker angesehen wurde, als mit Englisch gleichberechtigte Unterrichtssprache in schwarzen Schulen. Am 16. Juni 1976 schoss die Polizei auf eine Schülerdemonstration. In den folgenden 12 Monaten starben mehr als 550 Menschen (zumeist Jugendliche) bei Demonstrationen gegen das Apartheid-Regime. Das bekannteste Opfer dieser Unruhen war der zwölfjährigeHector Pieterson.
Seitdem die Apartheid Anfang der 1990er Jahre abgeschafft wurde, gelten die diskriminierenden Rassengesetze auch in Johannesburg nicht mehr. Die von Schwarzen bewohnten Townships, aber auch weitere Vororte wieSandton wurden 1995 in die Stadt integriert, die seither alsCity of Johannesburg Metropolitan Municipality firmiert. Viele Stadtteile werden heute von Menschen verschiedener Hautfarben bewohnt.
Die größten Probleme des Großraums Johannesburg sind heute dieKriminalität und die marode Infrastruktur. Als Folge wird die Innenstadt von leeren Hotels und Bürogebäuden dominiert, da viele weiße Bewohner und Firmen das Stadtzentrum aus Sicherheitsgründen verlassen haben und in die nördlichen Vororte abgewandert sind. Im 21. Jahrhundert gleicht die Innenstadt Johannesburgs vielfach einemSlum. Die von Unternehmen verlassenen Hochhäuser sind teilweise von Obdachlosen besetzt. Nachts liegen weite Teile der Stadt im Dunkeln, weil die Straßenbeleuchtung infolge von Materialdiebstahl ausgeschlachtet wurde. Auch der Schienennahverkehr ist wegen des Diebstahls von Hochspannungsleitungen oft nicht in Betrieb.[2]
Heute ist das zwischen Johannesburg undPretoria liegendeMidrand das Hauptzentrum für viele internationale Firmen. Das Zentrum der südafrikanischen Finanzbranche befindet sich in Sandton nördlich des Stadtzentrums.
Obwohl die Minen der Stadt schon seit langem nicht mehr genutzt werden, da die Goldquellen erschöpft sind und neues Gold an anderen Orten gefunden wurde, wird es inisiZulu immer nocheGoli genannt, was ‚Ort des Goldes‘ bedeutet.
Die Einwohnerzahl Johannesburgs betrug bei derVolkszählung im Oktober 2011 957.441, die in 300.199 Haushalten lebten.[3] Das durchschnittliche Haushaltseinkommen betrug im Jahr 2003 etwa 99.320Rand (rund 9.000 Euro) pro Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug rund 37,3 %. 91 % der Arbeitslosen gehören der schwarzen Bevölkerungsgruppe an.
In den Jahren von 1998 bis 2003 stieg die Einwohnerzahl Johannesburgs um 22,2 %. Die größte Bevölkerungsgruppe stellen diebantu-stämmigen Afrikaner mit etwa 76,4 % Anteil an der Gesamtbevölkerung, gefolgt von den Weißen mit 12,3 %,Coloureds (5,6 %) undIndern (4,9 %).
Erstsprache war in der gesamten Metropolgemeinde City of Johannesburg zu 23,1 %isiZulu, zu 19,8 % Englisch, zu 9,5 %Sesotho, zu 7,6 %Setswana, zu jeweils 7,2 % Afrikaans undSepedi, zu 6,7 %isiXhosa, zu 6,5 %Xitsonga, zu 3,2 %Tshivenda, zu 2,9 %isiNdebele, zu 0,8 %Siswati und zu 3,8 % sonstige Sprachen.[4]
42 % der Einwohner sind jünger als 24 Jahre, nur 6 % sind älter als 60 Jahre.
86 % aller Haushalte verfügen über fließendes Wasser, 80 % haben Zugang zum öffentlichen Stromnetz. Etwa 22 % der Johannesburger leben in Behelfsunterkünften oder Baracken.
19 % aller Erwerbstätigen arbeiten im Dienstleistungssektor, 18 % in der Finanzbranche, 17 % im öffentlichen und sozialen Dienst, und 12 % sind im produzierenden Sektor tätig. Nur noch 0,7 % aller Arbeiter sind im ursprünglich dominierenden Bergbau beschäftigt.
29 % der Erwachsenen haben einen Abschluss, der zum Studium berechtigt, etwa 14 % einen Universitätsabschluss. DieAnalphabeten-Quote in der Stadt beträgt 7 %.
53 % der Bevölkerung gehört einer der großen christlichen Kirchen an, 24 % sind konfessionslos. 14 % sind Mitglieder afrikanischer unabhängiger Kirchen, 3 %Muslime, 1 %Juden und 1 %Hindus.
Für das Jahr 2035 wird eine Einwohnerzahl von 7,5 Millionen prognostiziert.[5]
Die Herkunft des Namens Johannesburg kann nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden. Unbestritten ist einzig die Tatsache, dass die Stadt nach einem Mann namens Johannes, ein häufiger und sehr gebräuchlicher niederländischer Name, benannt ist. Die meisten Experten gingen im Laufe der Stadtentwicklung jedoch davon aus, dass die Stadt ihren Namen von den beiden damaligen StaatsbeamtenJohann Rissik undChristiaan Johannes Joubert erhielt. Diese Männer wurden kurz nach dem Goldfund 1886 zum Witwatersrand geschickt, um nach einem geeigneten Platz für eine Siedlung zu suchen, und entschieden dann, die Stadt nach ihrem gemeinsamen VornamenJohannesburg zu nennen.[6]
Im Januar 2023 wurdeThapelo Amadad interim Bürgermeister derMetropolgemeinde. Der ausSoweto stammendeImam gehört der MinderheitenparteiAl Jama-ah an und war der ersteMuslim in diesem Amt.[7][8] Im April trat Amad von seinem Amt zurück, um ein Misstrauensvotum gegen ihn abzuwenden. Sein Nachfolger wurdeKabelo Gwamanda, der ebenfalls der Al Jama-ah angehört. Die Nominierung von Bürgermeistern aus einer kleinen Splitterpartei ist das Ergebnis von strategischen Überlegungen der im Stadtrat dominierenden Koalition ausAfrican National Congress undEconomic Freedom Fighters, um zu verhindern, dass dieses Amt der größten OppositionsparteiDemocratic Alliance zufällt.
Die Straßen des Stadtzentrums und der umliegenden Innenstadtviertel wie Joubert Park,Hillbrow oder Berea werden dominiert vonHochhäusern, in denen viele der größten Firmen Johannesburgs Büros unterhalten. Allerdings ziehen viele dieser Unternehmen nach und nach in die nördlichen Vororte wie Sandton, da das Zentrum von Johannesburg als zu gefährlich und unattraktiv wahrgenommen wird. Ein Beispiel hierfür ist dieJohannesburg Securities Exchange, die größte Börse Afrikas. Ein anderes Bild ergibt sich inJeppestown, wo das Stadtbild kleinteilig, eine bunte Mischung aus Kleingewerbe ansässig, jedoch auch von stark differenzierten Erhaltungsgraden der Bausubstanz gekennzeichnet ist.
Seit dem Ende der Apartheid-Zeit im Jahr 1990 gaben viele Bewohner Sowetos ihr Township-Leben auf, um zusammen mit Einwanderern aus anderen Staaten Afrikas in der Innenstadt, oft auch in verlassenen Bürogebäuden oder verfallenen Lagerhäusern zu leben. Hillbrow und Berea sind bekannt für hohe Bevölkerungsdichte,Arbeitslosigkeit und Armut sowie für eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Am Westrand von Hillbrow liegt derConstitution Hill, der Sitz dessüdafrikanischen Verfassungsgerichts. Außerdem befindet sich hier auch der etwa 270 Meter hoheTelkom Joburg Tower, der dieSkyline Johannesburgs beherrscht und in stilisierter Form auch im Stadtwappen zu finden ist.
Soweto (offizieller Name; kurz fürSouth Western Townships) ist ein überwiegend „schwarzes“ Wohngebietskonglomerat südwestlich des Stadtzentrums (CBD). Der Name wurde 1959 durch den Johannesburger Kommunalverwaltungsbeamten für „Native Affairs“,William Carr, zur Benennung der in den 1930er Jahren entstandenen Siedlungen der schwarzen Bevölkerung angeregt, aber erst seit 1963 verwendet.[9]
Während des Apartheid-Regimes wurde Soweto für die schwarze Bevölkerung stark ausgebaut, die bis dahin in Gebieten lebte, die von der Regierung als „weiße“ Viertel bestimmt wurden, wie etwa Sophiatown, oder neu in den Ballungsraum Johannesburgs kamen. Heute ist Soweto eine der ärmsten Gegenden Johannesburgs. Es gibt aber Erfolge beim wirtschaftlichen Aufschwung und mit städtebaulichenAufwertungsmaßnahmen. DieUniversity of Johannesburg unterhält hier ihrenSoweto Campus.[10] Dieser Bereich wurde am 1. Januar 2005 von der ehemaligenVista University zur University of Johannesburg übergeleitet.
Am Rande Sowetos liegt dasChris Hani Baragwanath Hospital. Die Verkehrserschließung von außen erfolgt über teilweise mehrspurige Straßenverbindungen, darunter derMoroka Bypass (N12),Soweto Highway (M 70),Golden Highway (R 553) und dieChris Hani Road (M 68).
Yeoville, östlich von Berea, wurde der Mittelpunkt des schwarzen Nachtlebens in Johannesburg. Östlich von Yeoville liegt Observatory, ein ruhiges Viertel mit großen Häusern. Es trägt seinen Namen nach demUnion-Observatorium. Hier befindet sich außerdem ein großer Sportpark. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen dasLeichtathletik-StadionJohannesburg Stadium, dieStandard Bank Arena und dasEllis-Park-Stadion.
Weil das Zentrum während der vergangenen zehn Jahre einen tiefgreifenden demographischen Wandel erlebt hat, der mit dem Verfall der Innenstadt einherging, verlegten viele Unternehmen ihren Sitz in die nördlichen Vororte. Direkt im Norden liegen die luxuriösen VororteParktown,Saxonwold und Houghton mit großen Grundstücken und stattlichen Villen. Nach Houghton folgen Rosebank, Hyde Park,Sandton und Morningside, alle vorherrschend von Weißen bewohnt, die überwiegend wohlhabend sind. Seit 2000 befindet sich in Sandton dieJSE Securities Exchange, die größte Börse Afrikas, womit Sandton endgültig zum Finanzzentrum der Stadt aufgestiegen ist. Hier hat auch das StaatsunternehmenIndustrial Development Corporation seinen Sitz.
Im Gegensatz zu diesen reichen Stadtteilen stehtAlexandra, eines der erstenTownshipsiedlungen von Johannesburg, das im Jahr 1912 zum „schwarzen“ Wohngebiet erklärt worden war. Alexandra wird nur durch die StadtautobahnM1 freeway von Sandton und Rosebank getrennt und gilt als eines der ärmsten und gefährlichsten Gebiete im ganzen Land. Die Fläche dieses Townships beträgt rund 8 km², auf denen rund 338.000 Einwohner leben (Stand 2005).
Westlich von Parktown liegt Auckland Park, wo dieSouth African Broadcasting Corporation (Südafrikanische Rundfunk- und Fernsehanstalt) und die Universität Johannesburg liegen. Der nahe Stadtteil Greenside erlebt derzeit eine Wiederbelebung. Nördlich von Auckland Park liegt Melville, das sich in ein lebendiges und nachtaktives Viertel mit Restaurants, Cafés, Buchläden und Nachtclubs verwandelt hat. Westlich von Melville liegt außerdem das bereits oben erwähnte Sophiatown.
Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit in Johannesburg
Wie viele andere Großstädte der Welt hat auch Johannesburg einKriminalitätsproblem. In Johannesburg war das Problem aber so groß, dass hier die Zahl der Morde die Anzahl der Verkehrstoten übertraf. Durch Überwachungsmaßnahmen, Aufwertung des Stadtzentrums durch kulturelle Angebote und die Rückkehr des Einzelhandels ist die Sicherheitslage etwas entschärft worden. In armen Stadtteilen wie Soweto bleibt die Situation jedoch weiterhin angespannt. Trotz des Rückgangs der Kriminalität hat Johannesburg immer noch den Ruf, die gefährlichste Stadt der Welt zu sein.
Nach dem Fall des sogenanntenGroup Areas Act von 1950, der ein wichtiges Instrument der Apartheid-Regierung darstellte, zogen zu Beginn der 1990er Jahre Tausende meist schwarzer, armer Einwanderer in die Innenstadt von Johannesburg. Diese Menschen kamen zumeist aus den umliegenden Townships, da ihnen während der Zeit der Apartheid das Wohnen in der Innenstadt verboten worden war. DieKriminalitätsrate stieg stark an, besonders in Vierteln mit hoher Bevölkerungsdichte wie beispielsweise in Hillbrow. Viele Unternehmen und Einrichtungen zogen es daher vor, ihre Niederlassungen in die nördlichen Vororte zu verlegen, um das Sicherheitsrisiko zu senken. Die Wiederbelebung der Innenstadt von Johannesburg ist eine der Hauptaufgaben der gegenwärtigen Stadtverwaltung. Mittlerweile wurden drastische Maßnahmen getroffen, um die Kriminalität in der Stadt zu verringern, wieÜberwachungskameras an Straßen und Plätzen. Die neuesten Polizeistatistiken zeigen, dass die Kriminalitätsrate in Johannesburg in den letzten Jahren durch den langsamen wirtschaftlichen Aufschwung zurückgegangen ist. Seit 2002, also seit dem Start der verschärften Sicherheitsbedingungen, konnte die Kriminalität um 80 % gesenkt werden. Diese Entwicklung ist jedoch nicht stabil. Die Kriminalitätsrate steigt seit Mitte 2005 wieder kontinuierlich an. Ein Grund hierfür ist unter anderem eineorganisierte Kriminalität mit Gruppenüberfällen mit bis zu 20 Personen als Reaktion auf die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.
Die Innenstadt von der Aussichtsplattform des Carlton Center
Johannesburg selbst ist kein klassisches Touristenziel. Die Stadt dient als Drehscheibe für Anschlussflüge nachKapstadt,Durban, denPilanesberg-Nationalpark und denKruger-Nationalpark sowie die Nachbarstaaten Südafrikas. Johannesburg bietet aber einige Sehenswürdigkeiten. Die Metropole verfügt über einige bemerkenswerteArt-Déco-Gebäude[11] und zeichnet sich durch innovative Architekturprojekte aus.[12]
Südlich der Innenstadt liegtGold Reef City, ein großer Vergnügungskomplex und Themenpark. Dieser Park entstand rund um den alten Schacht Nr. 14 derCrown Mine. Hier kann man die Mine in 200 Metern Tiefe besichtigen und sich einen Eindruck vom Leben und Arbeiten der damaligen Minenarbeiter verschaffen. In unmittelbarer Nähe zu Gold Reef City befindet sich dasApartheid Museum. Das 234 Meter hoheThe Leonardo in Sandton ist das höchste Haus Afrikas, dasCarlton Centre ist mit 50 Etagen und rund 220 Meter Höhe das zweithöchste und bietet einen Rundumblick auf die Innenstadt von Johannesburg und die Umgebung. Bekannt ist auch das HochhausPonte City inHillbrow.
Das ehemalige Marktgebäude inNewtown, westlich der Innenstadt, beheimatet seit 1976 dasMarket Theatre und dasMuseum Africa. DasMarket Theatre erspielte sich in der Ära der Apartheid den Ruf, sich dieser Ideologie mutig entgegenzustellen. In diesem Gebäudekomplex gibt es drei Theater, zwei Galerien, Restaurants, Bars, einen Jazzclub sowie einen Flohmarkt am Sonntagmorgen. Von Bedeutung ist auch dieJohannesburg Art Gallery im Stadtzentrum.
Daneben können Touristen organisierte Führungen durch Soweto unternehmen, mit Besuchen etwa einerShebeen, desHector-Pieterson-Mahnmals und-Museums oder von Nelson Mandelas ehemaligem Wohnhaus.
Johannesburg ist das wirtschaftliche und finanzielle Zentrum Südafrikas. Hier werden 40 Prozent desBruttoinlandsproduktes von Gauteng und 16 Prozent des gesamten Landes erwirtschaftet. Der Bergbau war der Ausgangspunkt der Entwicklung am Witwatersrand, aber der Einfluss dieses Zweiges sinkt seit Jahren. Obwohl innerhalb der Stadtgrenzen kein Gold mehr abgebaut wird, behielten die Bergbaufirmen ihre Firmensitze in der Stadt.
In der Stadt sind unterschiedliche Industriebranchen ansässig, wie die Stahl- oder Zementindustrie. Außerdem ist sie die Heimat vieler Banken und Handelsunternehmen. Aufgrund des großen wirtschaftlichen Einflusses finden sich in der Stadt mehrere Zweigstellen von Regierungsbüros undKonsulaten, die normalerweise nur in der Hauptstadt eines Landes zu finden sind.
Der gesamte Großraum am Witwatersrand ist der größte Wasserverbraucher im trockenen Landesinneren Südafrikas. Durch das fortwährende Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum ist Johannesburg abhängig von Wasserzuleitungen aus den umliegenden Regionen und denStaudämmen im Hochland vonLesotho (siehe:Lesotho Highlands Water Project). Lange Zeit war das StaatsunternehmenRand Water für Johannesburg direkt verantwortlich. Seit 2001 gibt es einen kommunalen Wasserversorger, der auf Initiative des früherenGreater Johannesburg Metropolitan Council unter Zugrundelegung desiGoli 2002 Transformation Plan geschaffen wurde.[13]
DasContainerterminal im StadtteilCity Deep ist ein sehr großerTrockenhafen. Etwa 60 % aller Frachten, die denHafen Durban erreichen, werden nach Johannesburg weiter transportiert. Das Gelände vonCity Deep wurde von der Provinzregierung Gautengs zur Industrie-Entwicklungszone als Teil desBlue-IQ-Projektes, dem Bau eines Hochgeschwindigkeits-Bahnnetzes, erklärt.
Das größteEinkaufszentrum Johannesburgs istSandton City. Andere bekannte Einkaufszentren sindEastgate,Westgate,Northgate,Southgate,Melrose Arch, dieRosebank Mall undCresta. Derzeit gibt es Pläne, ein 250.000 m² großes Einkaufszentrum in Midrand zu errichten, das den NamenZonk’Izizwe Shopping Resort (isiZuluZonk’Izizwe ‚alle Völker‘) tragen soll.
Johannesburg hatte früher auch einen der größten Automobilhersteller des Landes, das UnternehmenBasil Green Motors, welches derzeit selbst nur noch als Vertragshändler tätig ist. Ein aktueller Automobilhersteller der Stadt istMotorite Racing.
Dadurch, dass Johannesburg nicht in der Nähe von Wasser gebaut wurde, war von Beginn der Stadtgeschichte an der Transport von Personen und Gütern in und aus der Stadt heraus besonders wichtig. Allerdings fehlt es in Johannesburg, wie in den meisten afrikanischen Großstädten, bis heute an einem umfangreichen und zuverlässigen öffentlichen Personennahverkehr. Wegen der vergleichsweise hohen Armut der meisten Johannesburger Einwohner sind viele trotzdem auf den öffentlichen Transport angewiesen, der im Stadtgebiet hauptsächlich mitSammeltaxis betrieben wird, weil die Schieneninfrastruktur durch Diebstahl ausgeschlachtet wurde und somit der Schienennahverkehr stillsteht. Nachts liegen viele Straßen Johannesburgs, selbst Hauptverkehrsadern, im Dunkeln, weil auch die Energieinfrastruktur ausgeschlachtet wurde.[2]
Die Johannesburger Vorortbahnen verbinden überJohannesburg Park Station die Innenstadt mit Soweto, Pretoria und den meisten umliegenden Städten und Townships des Witwatersrand. Die Gleisanbindungen wurden jedoch schon in der Gründerzeit der Stadt gebaut und so können nur die älteren Stadtgebiete bedient werden. Da sich die Stadt aber während der vergangenen 50 Jahre stark in die nördliche Richtung ausgedehnt hat, hat keiner der nördlichen Vororte, auch nicht die Geschäftsviertel vonSandton,Midrand,Randburg undRosebank, einen Gleisanschluss imMetrorail-Netz.
Mit demBlue IQ Project der Provinzregierung vonGauteng sollte rechtzeitig zurFußball-Weltmeisterschaft 2010 der Bau des Hochgeschwindigkeits-NahverkehrssystemsGautrain fertiggestellt sein. Bis Mai 2011 verkehrten Züge jedoch nur auf Teilabschnitten zum Flughafen. Seit der Fertigstellung am 7. Juni 2012 verläuft die Strecke zwischen Johannesburg und Pretoria als Nord-Süd-Achse entlang der AutobahnN1 und zwischen Sandton und dem Flughafen in Ost-West-Richtung. Gautrain-Züge sollten auch in Midrand und in Rosebank halten.
DerFlughafen Johannesburg, rund 35 Kilometer östlich der Innenstadt auf dem Gebiet der StadtKempton Park gelegen, ist Start- und Zielort für nationale und internationale Flüge und der größte FlughafenAfrikas. Andere Flughäfen in der Umgebung sind derRand Airport, derGrand Central Airport und derLanseria International Airport.
Der Rand Airport inGermiston ist ein kleines Flugfeld, hauptsächlich für private Flüge genutzt, ebenso wie Grand Central inMidrand. Der Flughafen Lanseria wird für Inlands- und Regionalflüge nachKapstadt,Durban oder nachBotswana,Namibia undMosambik genutzt.
Johannesburgs Busverkehr wird vonMetrobus ausgeführt, einem Unternehmen der Stadt Johannesburg. Die Fahrzeugflotte besteht aus 550 einstöckigen und Doppeldecker-Bussen, die auf 84 verschiedenen Linien in der Stadt verkehren.Metrobus transportiert bis zu 20 Millionen Fahrgäste im Jahr.
In Johannesburg gibt es zwei Arten vonTaxis: die herkömmlichen Taxis (genanntcab) und die sogenanntenMinibus-Taxis (taxi). Taxis im europäischen Sinn dürfen keine Fahrgäste vom Straßenrand mitnehmen, sondern müssen zu einem gewünschten Startort gerufen werden. Diese Taxis sind in Johannesburg im Vergleich zu anderen Großstädten selten. Minibus-Taxis verkehren als fahrplanlose Kleinbusse auf bestimmten Routen, für die die Passagiere einzeln bezahlen müssen. Typischerweise wird der Minibus tageweise an einen Fahrer vermietet. „Taxikriege“ sind an der Tagesordnung und werden von organisierten Kriminellen angezettelt.
In der Regel werden diecabs eher vom Mittelstand und reichen Bürgern benutzt, während dietaxis das tägliche Beförderungsmittel für die arme Bevölkerungsmehrheit sind.
Der Johannesburger Autobahnring ist einer der meistbefahrenen Streckenabschnitte in Südafrika. Er besteht aus dreiAutobahnen, die die Stadt auf 80 Kilometer Längeumgeben: DieN3-Ostumfahrung, die Johannesburg mitDurban verbindet, dieN1-Westumfahrung, die vonBeitbridge an der Grenze zuSimbabwe über Pretoria, Johannesburg undBloemfontein nach Kapstadt führt und dieN12-Südumfahrung, die Johannesburg miteMalahleni im Osten undKimberley im Westen verbindet. Die Johannesburger Ringautobahn ist sehr stark befahren und teilweise auf zwölf Fahrstreifen ausgebaut. Vom Autobahnkreuz Gillooly am Schnittpunkt der N3-Ostumfahrung und der R24 zum Flughafen wird behauptet, dass sie die meistbefahrene Straße derSüdhalbkugel sei.
Im StadtteilCity Deep befindet sich ein modernesGüterverkehrszentrum für Containerfracht, das eine leistungsfähige Verknüpfung von Warenströmen zwischen Schiene und Straße ermöglicht. DasCity Deep Container Terminal trägt innerhalb der Provinz Gauteng maßgeblich zur Bündelung und Optimierung eines hohen Anteils der Güterabfertigung bei.
Die Universität Johannesburg wurde am 1. Januar 2005 durch den Zusammenschluss der ehemals eigenständigen UniversitätenRand Afrikaans University (RAU),Technikon Witwatersrand undVista University gegründet.[15] Zusammenlegungen im gesamten Land hatten zum Ziel, das Ungleichgewicht des Bildungssystems, das während der Apartheidsära ausgebaut wurde, zu beseitigen. Den meisten nicht-weißen Studenten war bis zur Aufhebung der Rassentrennung der Zugang zu vielen Institutionen der qualitativ höherwertigen Bildungsinfrastruktur der weißen Studenten verwehrt worden.
Die Monash South Africa ist ein Campus derMonash University (Melbourne) inRoodepoort. Sie wurde 2001 eröffnet und bietet grundständige und weiterführende Studiengänge an.
Im bei Johannesburg liegenden Hartebeesthoek betreibt die nationalen Weltraumagentur Südafrikas (SANSA) eine Raumfahrt-Bodenstation (Kontrollzentrum und Datenempfangsstation). Die Station wurde in den 1960er Jahren errichtet und ursprünglich von derNASA betrieben. Die Station ist über das IGS und überKSAT international vernetzt.[16]
Der etwa über 130 Jahre anhaltende und extensive Goldbergbau amWitwatersrand, somit auch im Stadtgebiet von Johannesburg, hat zahlreiche und dauerhafte Folgewirkungen von hoher ökologischer Brisanz geschaffen. Im Zentrum dieser Problematik stehen dabei zutage tretendesaure Grubenwässer aus den stillgelegten Bergwerken, die einenpH-Wert von etwa 3 aufweisen können.[17] Die Anteile einigersulfidischer Minerale, hauptsächlichPyrit, in denhöffigen Komplexen desGoldreefs werden vom Wasser zersetzt und als Ionen in eine mobile Phase gebracht. Als Nebenprodukt bildet sich Schwefelsäure. Dieser Säuregehalt führt über chemische Reaktionen zu einer Anreicherungtoxischer Metallverbindungen in denGrubenwässern und Sickerwässern der Bergbauhalden aus sonst kaum wasserlöslichen Mineralen. Darunter ist neben demEisen ein signifikanter Gehalt anUran feststellbar, das von lokal auftretenderPechblende in denfrühproterozoischenKonglomeraten (ehemalige Flussschotter) stammt. Dieses Gestein besitzt den ökonomisch wertvollen Goldgehalt.[18]
Nach der Schließung von Bergbauschächten begannen sich die hinterlassenen Hohlräume durch die damit verbundene Einstellung der Pumpaktivitäten mit Wasser zu füllen, ungeachtet dessen sich die chemischen Prozesse uneingeschränkt vollziehen.
Die hohe geographische Nähe der Bergbauaktivitäten untereinander führte zum Abfluss unkontrollierter Grubenwässer auf ober- und unterirdischem Wege in noch arbeitende Schachtanlagen. Diese mussten neben ihren eigenen Pumpleistungen zusätzliche Kapazitäten der Grubenentwässerung installieren. Die Regierung förderte diese technischen Erweiterungen mit spezifischenSubventionen. Zudem musste das Wasser durch Zugabe vonKalk auf einen höheren pH-Wert gebracht werden. Mit dem Einblasen von Luft in diese Grubenwässer beschleunigten die Bergbauunternehmen dieOxidation des Eisens, wodurch sich einNiederschlag bildete, in dem weitereSchwermetalle mitgerissen wurden. DieseSchlämme gelangten auf große Abraumhalden. Allerdings erhöhte sich dabei derSulfatgehalt im abfließenden Wasser deutlich, bis zu 1500 mg/l, der wieder zur Belastung des Oberflächenwassers beiträgt.[18]
Die so eintretendeVersalzung desVaals tritt in seinem Abschnitt zwischen demVaal-Stausee und derVaal-Barrage auf. Aus diesem Grund wurden zusätzliche Mengen Wassers aus dem Stausee abgelassen, um den flussabwärts gelegenen Nutzern eine akzeptable Wasserqualität zu erhalten. In den Zeiten verringerter Niederschläge auf dem Gebiet von Südafrika (sieheRand Water) sowie Lesotho (sieheLesotho Highlands Water Project) und des dadurch eintretenden Wassermangels im industriellen Ballungsraum vonGauteng wird die Lage der Wassernutzung kritisch, da eine große Menge zur Verdünnung der versalzenen Zuflussmengen aus dem nahen Einzugsgebiet des Vaals benötigt wird. Eine besonders schwierige Lage erzeugen unkontrollierte, teilweise kaum wahrnehmbare Wasseraustritte mit entsprechenden Belastungsfaktoren in der Landschaft. Dazu zählen auch Sickerwässer aus Abraumhalden. MancheGrundwasserleiter sind in einem schwer einschätzbaren Maße betroffen.[18][19][20]
Durch den südafrikanischen Staat mussten im Jahr 2011 über 1,2 Mrd.Rand zur Wasseraufbereitung im Rahmen der Bergbaufolgeschäden des Landes aufgebracht werden.[21]
Im Norden Johannesburgs befindet sich die RennstreckeKyalami Grand Prix Circuit. Sie wurde unter anderem bekannt durch die mit Unterbrechungen von 1967 bis 1993 im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft ausgetragenen Rennen um denGroßen Preis von Südafrika. Die Strecke wird allerdings derzeit abgerissen und durch eine moderne Strecke weiter außerhalb ersetzt.
Südafrika war im Jahr 2010 als erstes afrikanisches Land in der Geschichte dieses Wettbewerbs Gastgeber der 19.Fußball-Weltmeisterschaft. Sowohl Eröffnungsspiel als auch Endspiel dieses Turniers fanden in Johannesburg statt. Aus diesem Grund wurden die beiden Johannesburger Stadien Ellis Park mit 60.000 Plätzen undSoccer City modernisiert und ausgebaut. Als Probelauf für dieses Turnier diente derFIFA-Konföderationen-Pokal 2009. Auch beimAfrika-Cup 1996 und demAfrika-Cup 2013 wurden Spiele in Johannesburg ausgetragen.
Eddy Grants HitGimme Hope Jo’anna (1988) forderte das Ende der Apartheid in Südafrika – der NameJo’anna im Songtitel bezieht sich nicht auf eine Frau, sondern auf Johannesburg.
ImScience-Fiction-FilmDistrict 9 des südafrikanischen RegisseursNeill Blomkamp strandet einUFO über der Innenstadt Johannesburgs und die ausgemergeltenShrimps werden in einem Lager interniert,District 9 genannt. Der Film wurde vom Geschehen rundum den von der Apartheidregierung geräumten multiethnischenDistrict Six in Kapstadt inspiriert.
In einer interkulturellen Studie wurden die Klanglandschaften (Soundscapes) von Johannesburg undBerlin systematisch analysiert und gegenübergestellt.[22]
In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Johannesburg im Jahre 2018 den 95. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit. Die Stadt lag damit hinter Durban (Platz 89) und Kapstadt (Platz 94).[24]
Martin Gnad:Desegregation und neue Segegration in Johannesburg nach dem Ende der Apartheid (= Kieler Geographische Schriften, Bd. 105). Geographisches Institut der Universität Kiel 2002,ISBN 3-923887-47-7.
Hannes Meiring:Early Johannesburg. Its buildings and its people. Kapstadt 1986,ISBN 0-7981-1456-8.
Eric Rosenthal:Gold! Gold! Gold! The Johannesburg Gold Rush. London 1970,ISBN 0-949937-64-9.
Barbara Heer:Cities of Entanglements. Social Life in Johannesburg and Maputo Through Ethnographic Comparison. Transcript 2019,ISBN 978-3-8376-4797-6.
↑abBartholomäus Grill, Fritz Schaap:Wie Südafrika kaputtgeht. In:Der Spiegel. 2. September 2023,ISSN2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 3. September 2023]).
↑Felix Urban:Acoustic Competence Investigating sonic empowerment in urban cultures. Johannesburg and Berlin. 1. Auflage. Tectum Verlag, Marburg 2016,ISBN 978-3-8288-3683-9 (englisch,tectum-verlag.de).
↑James H. Vincent:Aerosol Sampling – Science, Standards, Instrumentation and Applications. John Wiley & Sons, Chichester 2007,ISBN 978-0-470-02725-7, S. 269.