Autenrieth war seit 1962 Mitglied, von 1972 bis 1985 Vorsitzende des Unterausschusses für Handschriftenkatalogisierung derDeutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)[4] und ab 1972 Mitglied desComité international de paléographie latine (CIPL).[5] Sie begründete die imAnton Hiersemann Verlag erscheinende ReiheDatierte Handschriften in Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, deren erster Band im Jahr 1984 herauskam.[6] Für ihre Zeit als Stipendiatin desHistorischen Kollegs in München 1985/86, wo sie über das Fortleben römischer Schrift bis zur Renaissance forschte, konnteFidel Rädle als Lehrstuhlvertreter gewonnen werden. Gleich nach dem Ende ihrer Lehrverpflichtungen in Freiburg zog Autenrieth wieder ins geliebte München, wo sie – die letzte, von Krankheit überschattete Zeit zunehmend zurückgezogen[7] – bis zu ihrem Tode lebte und auf demWaldfriedhof beigesetzt wurde. Die bei derAkademischen Gedenkfeier am 17. Januar 1997 im Festsaal desHauses zur lieben Hand in Freiburg gehaltenen Vorträge wurden publiziert.[8]
Ihr Nachlass befindet sich im Archiv der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.[9]
Die Domschule von Konstanz zur Zeit des Investiturstreits. Die wissenschaftliche Arbeitsweise Bernolds von Konstanz und zweier Kleriker dargestellt auf Grund von Handschriftenstudien (=Forschungen zur Kirchen- und Geistesgeschichte. Neue Folge, Bd. 3,ZDB-ID 538604-4). Kohlhammer, Stuttgart 1956 (zugl. Dissertation, Universität München, 1952).
mit Alfred Kelletat:Katalog der Hölderlin-Handschriften (=Veröffentlichungen des Hölderlin-Archivs. Bd. 2,ISSN0585-7821). Auf Grund der Vorarbeiten von Irene Koschlig-Wiem. Kohlhammer, Stuttgart 1961.
Ältere und neuere Handschriftenkataloge aus dem Umkreis der Stuttgarter Handschriftensammlung. In: Ewald Lissberger (Hrsg.):In libro humanitas. Festschrift für Wilhelm Hoffmann zum 60. Geburtstag, 21. April 1961. Klett, Stuttgart 1962, S. 165–188.
„Litterae Virgilianae“. Vom Fortleben einer römischen Schrift (=Schriften des Historischen Kollegs. Vorträge. Bd. 14,ZDB-ID 629117-X). Stiftung Historisches Kolleg, München 1988 (online als PDF auf der Website des Historischen Kollegs).
als Herausgeberin
Ingelheim am Rhein. Forschungen und Studien zur Geschichte Ingelheims. Klett, Stuttgart 1964.
mitUlrich Eigler:Renaissance- und Humanistenhandschriften (=Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien. Bd. 13). Oldenbourg, München 1988,ISBN 3-486-54511-6 (online als PDF auf der Website des Historischen Kollegs).
Victoria Polzer, Paul Gerhard Schmidt:Bibliographie Johanne Autenrieth. In: Paul Gerhard Schmidt (Hrsg.):Gedenkschrift Johanne Autenrieth (15.5.1923 – 17.4.1996). Freiburg i. Br. 2005 (online als PDF), S. 33–39.
↑Wolfgang Irtenkauf:Johanne Autenrieths Vor-Freiburger-Zeit. Die Lehr- und Reifejahre in Stuttgart. In:Paul Gerhard Schmidt (Hrsg.):Gedenkschrift Johanne Autenrieth (15.5.1923 – 17.4.1996). Freiburg i. Br. 2005 (online als PDF), S. 11–18.
↑Ursula Jaitner-Hahner:Johanne Autenrieth – in memoriam. Erinnerungen einer Schülerin. In: Paul Gerhard Schmidt (Hrsg.):Gedenkschrift Johanne Autenrieth (15.5.1923 – 17.4.1996). Freiburg i. Br. 2005 (online als PDF), S. 19–26.
↑Herta Zutt:Freundschaftliche Erinnerung an Johanne Autenrieth. In: Paul Gerhard Schmidt (Hrsg.):Gedenkschrift Johanne Autenrieth (15.5.1923 – 17.4.1996). Freiburg i. Br. 2005 (online als PDF), S. 27–32; Michael Borgolte:Johanne Autenrieth als akademische Lehrerin. In: Paul Gerhard Schmidt (Hrsg.):Gedenkschrift Johanne Autenrieth (15.5.1923 – 17.4.1996). Freiburg i. Br. 2005 (online als PDF), S. 7–10; Albert Derolez:Das paläographische Oeuvre von Johanne Autenrieth. In:Mittellateinisches Jahrbuch 32 (1997), S. 203–206;Volker Schupp:Die Hilfe der Kodikologie zum Verständnis althochdeutscher Texte. In:Freiburger Universitätsblätter 136 (1997), S. 57–77.