
Johann Karl Burckhardt (*30. April1773 inLeipzig,Kurfürstentum Sachsen; †22. Juni1825 inParis) war ein deutsch-französischerAstronom.
Burckhardt studierte an derUniversität LeipzigMathematik undAstronomie und kam später zuZach an dieSternwarte Gotha, wo er alsAdjunkt praktischen Unterricht in der Beobachtung des Himmels nahm. Zach empfahl ihn 1797 anLalande in Paris, wo sich Burckhardt insbesondere mit der Berechnung derBahnen vonKometen beschäftigte. Burckhardt wurde Adjunkt beim PariserLängenbüro und erhielt am 20. Dezember 1799 den französischenNaturalisationsbrief als französischer Bürger.
Nach dem Tode Lalandes im Jahr 1807 wurde Burckhardt Astronom an der Sternwarte der Militärschule von Paris. Seine 1812 herausgegebenenMondtafeln galten lange als die besten seiner Zeit. 1817 gab er Tafeln derPrimfaktoren aller natürlichen Zahlen kleiner als 3.000.000 heraus. Seit 1799 war er korrespondierendes Mitglied der GöttingerAkademie der Wissenschaften[1] und seit 1801 korrespondierendes Mitglied derRussischen Akademie der Wissenschaften inSt. Petersburg.[2] 1804 wurde er in dieAcadémie des sciences,[3] 1808 in dieBayerische Akademie der Wissenschaften[4] und 1822 in dieAmerican Academy of Arts and Sciences gewählt.
DerMondkraterBurckhardt ist nach ihm benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Burckhardt, Johann Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Astronom |
| GEBURTSDATUM | 30. April 1773 |
| GEBURTSORT | Leipzig |
| STERBEDATUM | 22. Juni 1825 |
| STERBEORT | Paris |