
Johann Friedrich (von) Willading (getauft am7. Februar1641 inBern; †5. Dezember1718 vermutlich in Bern) war einSchweizerStaatsmann.
Nachdem er seineBernerPatrizierfamilie verlassen hatte, wurde Willading 1694 Führer der in Bern ansässigen franzosenfeindlichen Partei. Seine Ambitionen bestanden zunächst darin, die vonLudwig XIV. beherrschte Vormachtstellung in Europa politisch zu behindern und dessen Einfluss in der Schweiz zu brechen. Ferner half er mehrere Jahre lang den fliehendenHugenotten, indem er ihnenAsyl gewährte.
1707 löste Willading zusammen mit dem international agierenden DiplomatenFrançois-Louis de Pesmes de Saint-Saphorin die Frage um dieNeuenburger Erbfolge. Damals standen rund fünfzehn Bewerber um die Herrschaft in Neuenburg zur Wahl, darunterFrançois Louis de Bourbon, einbourbonischer Günstling Ludwigs XIV., und der von Willading und Bern gleichwohl favorisierteFriedrich I. aus dem HauseHohenzollern. Willading war erfolgreich: die Wahl fiel auf Friedrich. Damit hatte er den Einfluss der Franzosen bis auf die Grenzen derEidgenossenschaft zurückgedrängt.
In den letzten zehn Jahren seines Lebens war erSchultheiss von Bern.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Emanuel von Graffenried | Schultheiss von Bern | Samuel Frisching |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Willading, Johann Friedrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Willading, Johann Friedrich von |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Staatsmann und Schultheiss |
| GEBURTSDATUM | vor 7. Februar 1641 |
| GEBURTSORT | Schweiz |
| STERBEDATUM | 5. Dezember 1718 |
| STERBEORT | Schweiz |