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Jimmy Carter

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unterJimmy Carter (Begriffsklärung), weitere Träger des Geburtsnamens finden sich unterJames Carter.
Jimmy Carter (1977)
Unterschrift von Jimmy Carter
Unterschrift von Jimmy Carter

James Earl „Jimmy“ Carter Jr. (*1. Oktober1924 inPlains,Georgia; †29. Dezember2024 ebenda) war ein US-amerikanischer Politiker derDemokratischen Partei undFriedensnobelpreisträger. Von 1977 bis 1981 amtierte er als39Präsident der Vereinigten Staaten.

Carter wuchs im ländlich geprägten Südwesten Georgias in der Ära der „Rassentrennung“ auf einer Erdnussfarm auf und diente danach alsOffizier in derUnited States Navy. Nach dem Tod des Vaters schied er 1953 aus dem Militärdienst aus und übernahm den Familienbetrieb. Nach knapp zehn Jahren als Farmer stieg er in die Politik ein und wurde für die Demokraten in denSenat von Georgia gewählt. Nach einer in denPrimaries gescheiterten Kandidatur für dieGouverneurswahl 1966 hatte er ein religiösesErweckungserlebnis, das ihn in seinembaptistischen Glauben bestärkte. Vier Jahre später wurde er zumGouverneur Georgias gewählt und blieb bis 1975 in diesem Amt. Trotz eines rechtsgerichteten, am SegregationistenGeorge Wallace orientierten Wahlkampfes um dieses Amt verfolgte er als Gouverneur eine progressiveAgenda und verkündete in seiner Antrittsrede das Ende der „Rassentrennung“. Carter profilierte sich in dieser Zeit als einer der führenden Vertreter einer Modernisierung derSüdstaaten (New South). Bei derPräsidentschaftswahl 1976 bezwang er in einer Anti-Establishment-KampagneGerald Ford, der noch durch dieWatergate-Affäre belastet war.

Während seiner Präsidentschaft vermittelte Carter daserste Camp-David-Abkommen, das zum Friedensschluss zwischenÄgypten undIsrael führte, und schloss mitPanama dieTorrijos-Carter-Verträge zur Übergabe desPanamakanals. Zudem handelte er denSALT-II-Vertrag zur Rüstungsbegrenzung mit derSowjetunion aus und ließ erstmals diplomatische Beziehungen zurVolksrepublik China aufnehmen, wie sie unterRichard Nixon ausgehandelt worden waren. Das letzte Jahr seiner Präsidentschaft stand außenpolitisch unter dem Zeichen derGeiselnahme von Teheran und dersowjetischen Intervention in Afghanistan. Innenpolitisch engagierte er sich vor allem in derEnergie-,Bildungs- undUmweltpolitik, schaffte es jedoch nicht, die USA aus ihrerWirtschaftskrise zu führen. Dies und die Geiselnahme US-amerikanischer Diplomaten im Iran sowie dergescheiterte Befreiungsversuch hatten zur Folge, dass er nach einer Amtsperiode nicht wiedergewählt und vom RepublikanerRonald Reagan abgelöst wurde.

Nach seiner Amtszeit engagierte er sich mit seinemCarter Center vor allem fürMenschenrechte, die internationale Vermittlung undWahlbeobachtung. Dafür sprach ihm dasNobelkomitee 2002 denFriedensnobelpreis zu; daneben betätigte sich Carter als Autor von mehr als 30 Büchern.

Leben

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Herkunft und Familie (1924–1941)

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Das Haus der Carter-Familie im Jimmy Carter National Historical Park in Archery

Jimmy wurde 1924 in Georgia als ältestes von vier Kindern von James Earl Carter (1894–1953) und Bessie Lillian Gordy (1898–1983) geboren; er hatte zwei Schwestern und einen Bruder. Jimmy kam im Wise Hospital zur Welt und war damit der erste amerikanische Präsident, der in einem Krankenhaus geboren wurde. Seine Mutter stammte aus demStewart County und war examinierteKrankenpflegerin. Sein Vater kam aus demCalhoun County in Georgia und baute hauptsächlichErdnüsse an, für deren Vertrieb er eigens ein Unternehmen gründete. Seine Vorfahren lassen sich auf Thomas Carter Sr. zurückverfolgen, der 1637 aus England in dieColony of Virginia ausgewandert war.[1] Des Weiteren war erDiakon und Lehrer an derSonntagsschule derBaptistenkirche in Plains.[2] Gemeinsam mit Bessie betrieb er einen Lebensmittelladen.[3] ImErsten Weltkrieg hatte Earl als Leutnant imUnited States Army Quartermaster Corps („Quartiermeister-Korps der United States Army“) gedient. Nach und nach vergrößerte er seine Farm auf mehr als 1600Hektar, die von 200afroamerikanischen Pächtern bewirtschaftet wurde. Anders als bei seiner toleranter eingestellten Ehefrau zeichnete sich seine Perspektive aufSchwarze durchrassistische Vorbehalte aus.[4] In seinen späteren Erinnerungen verheimlichte Carter nicht den Rassismus des Vaters, aber zeichnete mitunter ein geschöntes Bild der damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse in den Südstaaten.[5] James Earl Carter und Bessie Lillian Gordy heirateten am 27. September 1923.[6]

Der Lebensmittelladen der Carters im Jimmy Carter National Historical Park in Archery

Die Eltern unterzogen Jimmy einer strengen Erziehung; mit drei Jahren begann er mit dem Auswendiglernen von Bibelversen.[7] Bei der Disziplinierung der Kinder wandte der Vater auch körperliche Gewalt an.[8] Als Jimmy vier Jahre alt war, zog die Familie aus Plains in das nahegelegene Archery, das von der Armut seiner hauptsächlich afroamerikanischen Bevölkerung geprägt war.[9] Mit fünf Jahren entwickelte er inspiriert durch seinen Onkel Tom W. Gordy, der in derUnited States Navy diente, den Wunsch, später einmalSeemann zu werden. Obwohl bis dahin noch kein Carter dieHigh School abgeschlossen hatte, setzte er sich die Aufnahme in dieMarineakademie inAnnapolis als Ziel. Die Familie lebte in eher einfachen Verhältnissen, war aber für die damalige Zeit im ländlichen Georgia bessergestellt als andere.[10] So erhielt Jimmy erst mit 13 Jahren sein erstes Paar Schuhe.[11]

Die Carter-Farm produzierte neben Erdnüssen undBaumwolle außerdemMais,Okra,Weizen und weitere Nutzpflanzen.[12] Als Nutztiere kamenSchweine undMaultiere hinzu. Von früher Kindheit an war Carter in die mühsame Feldarbeit eingebunden, wobei im Sommer in Georgia bei dieser Tätigkeit immer die Gefahr derHitzeerschöpfung bestand. Erst 1935 wurde die Carter-Farmelektrifiziert.[13] Während derGreat Depression mussten die Carters zwar ihren Lebensmittelladen aufgeben, aber Earl hatte sich in der Vergangenheit finanzielle Rücklagen schaffen können, so dass er begünstigt durch den Preisverfall seinen Grundbesitz vergrößern und eine lokale Versicherungs- und Hypothekenbank kaufen konnte.[14]

1934 kam Carter erstmals in direkten Kontakt mit der Politik, als er mit seinem Vater, einem Gegner desNew Deal, inAlbany eine Wahlkampfveranstaltung von GouverneurEugene Talmadge besuchte.[15] Im ländlichen Georgia lehnten die meisten Bürger die AgrarpolitikFranklin D. Roosevelts ab, die zur Steigerung der Preise eine Verknappung des Angebots durch massive Senkung der Produktion von Baumwolle und Schweinefleisch vorsah.[16] Dennoch blieb Earl wie die meisten imSolid South jener Zeit ein überzeugterDemokrat.[17] Im Sommer 1935 erhielt Jimmy dieTaufe in der Plains Baptist Church. Weil sein Vater in dieser Hinsicht religiös konservativer geprägt war als sein Umfeld, wurden Jimmy und seine Geschwister erst mit elf und nicht wie üblich mit acht Jahren getauft. Die Plains Baptist Church folgte der Tradition derErweckungsbewegungen aus dem 19. Jahrhundert.[18]

Jimmys Schulzeit in Plains stand ganz im Zeichen der damaligenRassentrennung in denSüdstaaten. Während für dieweißen Schüler ein Schulbus zur Verfügung stand, mussten die afroamerikanischen Kinder zu Fuß zur Schule und zurück.[19] Die Plains High School, auf die Jimmy von 1930 bis 1941 ging, erlaubte ohnehin nur weißen Kindern den Schulbesuch. Schwarze Kinder wurden größtenteils zuhause oder in der Kirche unterrichtet. Er selbst lehnte die Segregation imSchulsystem ab und hatte trotz dieser Trennung Afroamerikaner in seinem Freundeskreis.[20] Im Jahr 1940 erlebte Jimmy, wie die für seinen Vater arbeitenden afroamerikanischen Erdnussfarmer eine höhere Entlohnung forderten und in den Streik gingen. Earl drohte seinen Pächtern, wie gewohnt zur Arbeit zu erscheinen oder sein Land zu verlassen. In der Pflanzsaison 1940 arbeitete Jimmy im öffentlichen Dienst desBundes. Er überwachte die Einhaltung desAgricultural Adjustment Act („Gesetz zur Anpassung der Landwirtschaft“), indem er auf den Farmen die Anbauflächen für Erdnüsse und Baumwolle ausmaß. Außerdem engagierte er sich bei denFuture Farmers of America (FFA), die landwirtschaftliche Ausbildungsprogramme an Schulen anboten und förderten.[21]

Im Sommer 1941 schloss Jimmy die High School als Jahrgangsbester ab. Für die Aufnahme als Offizieranwärter in Annapolis benötigte er das Empfehlungsschreiben einesKongressabgeordneten. Sein Vater hatte im Hinblick auf diese Tatsache jahrelang die Karriere des RepräsentantenStephen Pace unterstützt, der jedoch nun eine Empfehlung verweigerte und Jimmy zur persönlichen Reifung den Besuch einesJunior College nahelegte. Daher schrieb sich Jimmy am Georgia Southwestern College im nahegelegenenAmericus ein. Um seiner damaligen Freundin Eloise Ratcliff ebenfalls ein Studium bei dieser Einrichtung zu ermöglichen, übertrug er ihr sein Stipendium.[22]

Dienst in der United States Navy (1942–1953)

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Rosalynn Eleanor Smith (1944)

Im Jahr 1942 verschaffte Pace Carter schließlich einen Platz an der Marineakademie für das kommende Jahr. Zur Überbrückung und dem Erwerb technischer Kenntnisse besuchte er im Rahmen des Ausbildungsprogramms desReserve Officer Training Corps („Reserveoffiziers-Ausbildungskorps“) dasGeorgia Institute of Technology.[23] Im Juni 1943 trat er schließlich in die United States Naval Academy in Annapolis ein. Aufgrund seiner schmächtigen Statur – bei einer Körpergröße von 1,75 m wog er 55 Kg – fiel ihm die physische Offiziersausbildung nicht leicht. Von Natur aus eher introvertiert, schloss er nur wenig Freundschaften im Kameradenkreis.[24] Im ersten Ausbildungsjahr in Annapolis sah er sich den üblichen Schikanen durch ältere Offizieranwärter ausgesetzt und wurde wegen seines Südstaaten-Akzents verspottet. Beim Unterricht profitierte Carter von seinen Semestern am Georgia Institute of Technology.[25]

Im Jahr 1944 durchlief Carter die seemännische Ausbildung auf der alsSchulschiff dienendenNew York, einemSchlachtschiff. Die Ausbildungsfahrt führte ihn durch dieKaribik. Zurück in Annapolis erfuhr er von derLandung in der Normandie. Wie seine Kameraden auch nahm er die Nachricht einerseits mit Begeisterung auf, andererseits mit Enttäuschung, weil derZweite Weltkrieg nun absehbar vor dem Abschluss ihrer Ausbildung in zwei Jahren zu Ende ging.[26]

Im Juli 1945 kam er mitRosalynn Eleanor Smith zusammen, die er seit Kindheitstagen kannte[27] und die die beste Freundin seiner Schwester Ruth war.[28] Smith arbeitete in einem Schönheitssalon und befand sich im zweiten Jahr einer Sekretärinnenausbildung am Southwestern College.[29] Sie kam aus bescheidenen Verhältnissen; ihr im Oktober 1940 gestorbener Vater hatte als Automechaniker und Schulbusfahrer gearbeitet.[30] Lilian Carter war an dessen Lebensende seine Krankenpflegerin gewesen.[31] Nach einem gemeinsamen Kinobesuch war Carter fest entschlossen, Smith zu heiraten. Seinen ersten Antrag kurz nach Weihnachten 1945 lehnte sie noch ab.[32] Am 7. Juli 1946 heirateten Carter und Smith schließlich in kleinem Kreis in derMethodistenkirche von Plains. Nach den Flitterwochen ließen sie sich inNorfolk,Virginia nieder, wo der MarinestützpunktNaval Station Norfolk beheimatet ist.[33] Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, nämlich die drei Söhne – Chip, Jeff und Jack – und die Tochter Amy.

Im Sommer 1946 beendete Carter die Offiziersausbildung auf Rang 90 von 820 Seekadetten. Seine erste, per Los ausgewählte Verwendung als Offizier führte ihn auf dieWyoming, wo er unter anderem als Ausbildungs- und Decksoffizier diente.[34] Alles andere als seine Wunschverwendung war dieWyoming ein in die Jahre gekommenes, kaum noch seetüchtiges Schlachtschiff, das zur seemännischen Ausbildung genutzt wurde.[35] Schon im folgenden Jahr wurde das Schlachtschiff wie um die 2.000 andere Seeeinheiten der amerikanischen Marine nach dem Ende des Zweiten Weltkriegsstillgelegt.[36] Danach diente Carter auf dem SchlachtschiffMississippi, um das es nicht viel besser stand als um dieWyoming. Von diesen beruflichen Umständen, zu denen Probleme mit einem Vorgesetzten hinzukamen, demotiviert und depressiv verstimmt, dachte Carter daran, die Marine zu verlassen, und bewarb sich für einRhodes-Stipendium, scheiterte aber bei der Auswahl sehr knapp.[37]

DiePomfret (1951)

Erfolgreich hingegen verlief Carters Antrag auf Versetzung in dieU-Boot-Flotte, deren Zulassungskriterien besonders streng waren. Dieser Umstand und die Tatsache, dass in dieserTruppengattung der Aufstieg auf der Karriereleiter schneller möglich war als in anderen Einheiten, glich seine Frustration nach der fruchtlosen Bewerbung für das Rhodes-Stipendium aus. An der U-Boot-Schule auf dem StützpunktNaval Submarine Base New London inGroton,Connecticut zeigte der mittlerweile zumOberleutnant (Lieutenant Junior Grade) beförderte Carter 1948 glänzende Leistungen und schloss nach sechs Monaten Unterricht als Drittbester von 52 Offizieren ab. Ende des Jahres wurde Carter als Elektronikoffizier auf diePomfret versetzt, die zu dieser Zeit inPearl Harbor lag.[38]

ImKoreakrieg spielten U-Boote zu seinem Bedauern keine Rolle, weshalb diePomfret auf Routinedienst und Manöverfahrten beschränkt blieb. Die einzige Auswirkung des Kriegs auf Carters Dienst blieb, dass diePomfret zurGeneralüberholung nicht, wie eigentlich vorgesehen, nach New London, sondern wegen der größeren Nähe zuKorea nachSan Diego an diePazifikküste beordert wurde.[39] Trotz der engen Bordgemeinschaft fand Carter weiterhin kaum Anschluss im Kameradenkreis und wurde als sehr reserviert wahrgenommen.[40] Im Jahr 1950 bewarb er sich für die Aufnahme in die im Aufbau befindlicheAtom-U-Boot-Flotte, erhielt jedoch vorerst nur eine Beorderung auf die in New London kurz vor der Fertigstellung stehende USSK-1, das neueste U-Boot der United States Navy.[41]

Als Carter in Groton eintraf, war er in den ersten Wochen der einzige Offizier auf der noch in Werft liegendenK-1. Das U-Boot hatte am 2. März 1951 seinenStapellauf und wurde am 10. November gleichen Jahres alsBarracuda in Dienst gestellt. Die von Carter geplanten Probefahrten beinhalteten eine dreiwöchigeTauchfahrt. In diesem Jahr hatte er in Washington ein Vorstellungsgespräch bei AdmiralHyman Rickover, der die Crew für die zukünftigen Atom-U-Boote zusammenstellte.[42] Obwohl er das Interview mit einem schlechten Gefühl verließ, erhielt Carter später eine Stellenzusage.[43] Außerdem arbeitete er an einer Diplomarbeit, die neue Technologien zur Entfernungsmessung als Thema hatte und ihn für eineKommandantenstelle qualifizierte.[44]

Am 1. Juni 1952 wurde Carter zumKapitänleutnant (Lieutenant) befördert. Im folgenden November begann Carter bei derAtomenergiekommission inWashington, D. C. einen viermonatigen Kurs in der AbteilungNaval Reactors. Danach wurde er der Crew für die noch im Bau befindliche USSSeawolf zugeteilt, deren Dienstort das von Marine undGeneral Electric geführte Knolls Atomic Power Laboratory inNiskayuna,New York war. Ende des Jahres wurde sein Vater in dasRepräsentantenhaus von Georgia gewählt.[45] Neben den obligatorischen Lehrgängen für Bordoffiziere einesAtom-U-Boots – dieSeawolf war erst das zweite Unterseeboot dieser Art – in Niskayuna besuchte Carter mit einem Kameradenpostgraduale Studiengänge inReaktortechnologie und theoretischerKernphysik amUnion College im nahegelegenenSchenectady.[46] Nach einer partiellenKernschmelze in der ForschungsreaktoranlageChalk River am 12. Dezember 1952 beteiligte Carter sich an Aufräumarbeiten, die ihn bis in den Reaktor selbst führten.[47]

Nach dem Bestehen eines letzten Lehrgangs zu Bordreaktoren in Washington wurde Carter als Chefingenieur für dieSeawolf eingeplant. Kurz darauf kehrte er nach Plains zurück, wo sein Vater im Sterben lag. Nach dem Tod Earls anBauchspeicheldrüsenkrebs am 22. Juli 1953 verließ er auch auf Drängen seiner Mutter die Marine, um den Betrieb der familieneigenen Erdnuss- und Baumwollplantagen, deren Anbaufläche mittlerweile über 2.000 Hektar betrug, und die dazugehörigen Lagerhäuser zu übernehmen. Rosalynn zeigte sich in Sorge um ihre Unabhängigkeit vom Umzug zur Schwiegermutter alles andere als begeistert, zumal Jimmy diese Entscheidung nicht mit ihr abgesprochen hatte.[48] Zuvor hatte Rickover Carters Leistungen auf derSeawolf in einer Stellungnahme besonders gelobt und ihn für eine Beförderung vorgeschlagen.[49] Am 9. Oktober erfolgte schließlich seine ehrenvolle Entlassung aus dem Militärdienst.[50]

Erdnussfarmer (1953–1961)

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Erdnussfeld mit Farm im Hintergrund in Georgia (2013)

Die Anfänge als Erdnussfarmer gestalteten sich für Carter schwierig. Im Jahr 1954 plagte den Südwesten Georgias eine Dürre, so dass er am Ende einen Jahresgewinn von weniger als 300 US-Dollar erwirtschaftete. Außerdem hatte er erhebliche Probleme, von den Banken einen Kredit zu bekommen. Letztendlich half ihm sein Düngemittellieferant damit aus. Neben der beruflichen Fortbildung mit Kursen am landwirtschaftlichen Forschungsinstitut derUniversity of Georgia beschäftigte sich Carter in der Trauerbewältigung um seinen Vater mitchristlicher Philosophie. Dazu las er Werke vonReinhold Niebuhr,Martin Buber,Karl Barth,Dietrich Bonhoeffer und weiteren Autoren.[51]

Das Ende der Dürre bescherte Carter 1955 eine zehnfache Steigerung des Profits. DerWhite Citizens Council (WCC; „Weißer Bürgerrat“), der gegen die Emanzipation der Afroamerikaner und ein Ende der Rassentrennung Front machte, übte vergeblich auf ihn Druck aus, Mitglied zu werden, wobei er Carters wichtigste Kunden zu diesem Zweck instrumentalisierte.[52] Der WCC forderte ihn bis in die frühen 1960er Jahre hinein zu einem Beitritt auf, ohne ihn überzeugen zu können.[53] Im Jahr 1956 wurde Carter in den Schulausschuss desSumter County gewählt; das Schulsystem in Amerika war in dieser Zeit von lauter werdenden Forderungen derBürgerrechtsbewegung nach einem Ende der Segregation geprägt. Anders als inArkansas,Alabama undMississippi kam es in Georgia jedoch nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in dieser Frage.[54]

Jedoch bedrohte derKu-Klux-Klan im Februar 1957 die mit Carter in geschäftlicher Verbindung stehende und vonClarence Jordan gegründete christliche Kommune Koinonia im Sumter County, in der entgegen den südstaatlichenJim-Crow-Gesetzen Weiße und Afroamerikaner gleichberechtigt zusammenlebten.[55] Die Kommune war nur wenige Meilen von seiner Farm entfernt, aber als Koinonia zunehmend unter Druck geriet, hielt Carter bewusst Distanz. Er beteiligte sich jedoch nicht am Boykott gegen die Gemeinde und verkaufte dieser weiterhin Saatgut, woraufhin seinem Lagerhaus für kurze Zeit die Kunden ausblieben.[56] Unter anderem durch die Züchtung von eigenem Saatgut für den Erdnuss-Anbau konnte Carter den Profit steigern,[57] weshalb er 1959 in der Lage war, in Plains ein weiteres Lagerhaus zu bauen.[58]

Im Jahr 1961 wurde Carter zum Vorsitzenden des Schulausschusses bestimmt. Die „Rassenfrage“ bestimmte zunehmend die Arbeit dieses Gremiums. Konkret ging es dabei um den Vorschlag des Bildungsministeriums Georgias, die drei „weißen“ High Schools des County aus Kostengründen zu einer Schule zusammenzulegen. Während Carter sich öffentlich für dieses Projekt einsetzte, sahen die Anhänger der Segregation darin einen ersten Schritt zu einer „gemischten“ High School.[59] Das Referendum im County erbrachte eine klare Mehrheit gegen diese Maßnahme.[60] Gleichfalls 1961 sprachen zwei lokale Größen Carter auf seine Bereitschaft an, bei dennächsten Wahlen gegen den Repräsentanten ihres KongresswahlbezirksElijah Lewis Forrester anzutreten, der ein leidenschaftlicher Gegner der Emanzipation der Afroamerikaner war. Mit Hinweis auf seine ausfüllende Tätigkeit als Farmer lehnte er das Ansinnen ab.[61]

Senator in Georgia (1962–1967)

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Senatssaal im Georgia State Capitol

Im folgenden Jahr entschied sich Carter um und ging alsEinzelvorschlagskandidat (Write-in candidate) in das Rennen für einen Sitz imSenat von Georgia.[62] Später gab er an, dass sein Hauptmotiv für diesen Schritt die Bildungspolitik gewesen sei, die er durch den Schulausschuss zumindest auf lokaler Ebene bereits kennengelernt hatte.[63] Für Rosalynne vollkommen überraschend, teilte er ihr diesen Entschluss am 1. Oktober 1962, seinem 38. Geburtstag, mit. Für den Wahlkampf bei den demokratischenPrimaries blieben ihm somit nur 15 Tage Zeit.[64] Bis zur Auszählung desQuitman County führte Carter knapp; dort sorgte der lokale Parteiboss jedoch durch Einschüchterung der Wähler und Stimmenmanipulation für eine Umkehr des Ergebnisses zugunsten von Carters Gegner Homer Moore. Als der Parteitag der Demokraten Georgias seine Niederlage bestätigte, leitete Carter die Beweise an eine Zeitung weiter, was die Justiz ins Spiel brachte. Die Gerichtsanhörung kam zu dem Schluss, dass der Wahlbetrug offensichtlich sei.[65] Noch während der juristischen Klärung hatte Carter erneut alsWrite-in candidate an den Wahlen zurState Legislature teilgenommen, die er für sich hatte entscheiden können. Am 14. Januar 1963 wurde er schließlich vomVizegouverneur als Senator in derGeorgia General Assembly vereidigt.[66]

Wegen seines verzögerten Einzugs in dasGeorgia State Capitol blieben für Carter keine Sitze mehr in renommierten Senatsausschüssen übrig, sondern nur zeitintensive Posten, die sonst kein demokratischer Senator hatte haben wollen.[67] Er wurde Mitglied im „Bewilligungssausschuss“ (Appropriations Committee) und in einem Komitee, das Finanzierungsmöglichkeiten für die Schulen des Bundesstaats untersuchte. Im Senat erwarb er sich schnell den Ruf eines Pedanten, weil er alle Gesetzmaßnahmen komplett durchlas. Dazu besuchte Carter einen Kurs imSchnelllesen.[68] Carter gehörte einer neuen Politikergeneration in Georgia an, die sich nicht mehr den Parteiapparaten (political machines) verpflichtet fühlte.[69] Als Senator setzte er sich vor allem für Verbesserungen im Bildungssystem ein wie zum Beispiel kostenlose Schulbücher und -Busse sowie Förderungen von prekären Schulbezirken.[70] Zuhause in Plains sprach er sich als eines von nur zwei Gemeindemitgliedern für die Zulassung von Afroamerikanern in ihre Baptistenkirche aus.[71] Im Sommer 1963 erreichte die Bürgerrechtsbewegung in Form von Protesten desStudent Nonviolent Coordinating Committee („Studentischer Ausschuss für gewaltfreie Koordination“) gegen die Segregation in Americus die Heimat Carters.[72]

Obwohl Carter sich wegen seiner kritischen Haltung zur Segregation und seiner früheren Unterstützung für den im Südwesten Georgias verhasstenJohn F. Kennedy[73] zunehmend von seiner lokalen Umgebung entfremdete, die bei derPräsidentschaftswahl in großen Teilen zum konservativen RepublikanerBarry Goldwater überlief, wurde er 1964 ohne ernsthafte Konkurrenz als Senator in Georgia bestätigt. Zu dieser Zeit entschied er sich, bei den nächstenKongresswahlen im November 1966 anzutreten. Neben einer wachsenden Leidenschaft für die Politik war hierfür seine persönliche Abneigung gegen den segregationistischen[74] RepräsentantenHoward H. Callaway ausschlaggebend. Dieser hatte imNovember 1964 als ersterRepublikaner seit demAmerikanischen Bürgerkrieg in CartersKongresswahlbezirk einen Sieg erringen können. Im Senat stimmte Carter 1964 gegen die Einführung eines Lese- und Rechtschreibtests zur Wählerregistrierung, mit dem Schwarze ihr Stimmrecht vorenthalten werden sollte. Ansonsten hielt er sich in Sachen der Bürgerrechte für Afroamerikaner zurück. Carter befürchtete wegen Georgias Renitenz gegen den von PräsidentLyndon B. Johnson durchgesetztenCivil Rights Act, der den Niedergang der Demokraten im Solid South eingeleitet hatte,[75] einen Rückgang der Investitionen aus den Nordstaaten.[76]

Im Sommer 1965 machte Carter mit seiner Familie Urlaub inMexiko. Gegner verbreiteten das Gerücht, er sei in einem Ausbildungslager derKommunistischen Partei inAlabama gewesen. DieJohn Birch Society, die imCounty Seat Americus eine ihrer Hochburgen hatte,[77] rief daraufhin zu einem Boykott von Carters Geschäften auf. Er konnte seine Kunden nur dadurch zurückgewinnen, indem er sie persönlich aufsuchte und ihnen die Belege der Hotelrechnungen aus Mexiko zeigte.[78] Im Januar 1966 kürte die Presse Georgias Carter zu einem der effektivsten Abgeordneten in der Georgia General Assembly. Viele Journalisten verbanden mit ihm die Hoffnung auf eine Modernisierung des Bundesstaats (New South).[79]

Am 3. März 1966 gab Carter seine Kandidatur für das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten bekannt und begann danach mit einerGraswurzelkampagne. Als sein persönlicher Gegner Callaway aus dem Rennen ausstieg, um sich derGouverneurswahl zu stellen, schwenkte auch Carter um, wovon er die Öffentlichkeit am 12. Juni in Kenntnis setzte. Bei den Primaries konkurrierte er mit fünf Männern um die demokratische Kandidatur, von denen der liberale Ex-GouverneurEllis Arnall und der SegregationistLester Maddox die besten Aussichten hatten. Neben seiner Familie und den Schwestern Gloria und Ruth unterstützte ihn sein späterer Stabschef im Weißen HausHamilton Jordan beim Wahlkampf. Am Wahltag am 16. September erreichte Carter mit 21 % zwar laut der Presse ein überraschend gutes Ergebnis, aber er zeigte sich schwer enttäuscht und stürzte in Depressionen. Bei einem Waldspaziergang mit Ruth, die eineNeu-Evangelikale war, hatte er ein religiöses Erweckungserlebnis und sah sich fortan alswiedergeborener Christ.[80] Carter saß noch bis zum 9. Januar 1967 im Senat von Georgia, wo er jeden wissen ließ, dass er für 1970 fest eine erneute Kandidatur für das Gouverneursamt im Visier hatte.[81]

Arbeit als Missionar und Gouverneurswahlkampf 1970 (1968–1970)

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Plains Baptist Church (2020)

Im Mai 1968 leistete Carter zwei Wochen lang Laien-Missionarsarbeit für die baptistische Kirche inLock Haven,Pennsylvania. Dazu suchte er alle Bewohner persönlich auf, die sich bei einem Telefoninterview zuvor als konfessionslos bezeichnet und mit einer Visitation einverstanden erklärt hatten.[82] Später gab Carter an, dass diese Erfahrung sein Leben verändert habe. Außerdem half er gemeinsam mit seinem Partner, in Lock Haven in einem verlassenen Gebäude eine neue Kirche einzurichten. In Georgia hielt er in Vorbereitung des Gouverneurswahlkampfes 1970 an unterschiedlichen Orten politische Reden. Im Dezember absolvierte Carter erneut Laien-Missionarsarbeit inSpringfield,Massachusetts.[83]

Im Jahr 1969 nahm Carters Kampagne für die Gouverneurswahl 1970, die sein Cousin Hugh Carter mit Unterstützung von Hamilton Jordan und dem späteren Pressesprecher des Weißen HausesJody Powell leitete, weiter an Fahrt auf. Er bereiste den Bundesstaat, besuchte Kleinstädte, Fabriken und Märkte. Bei einer Umfrage im September lag er über 30 % hinter seinem Hauptkonkurrenten Ex-GouverneurCarl Sanders. Ende 1959 lernte Carter die afroamerikanischen BürgerrechtlerAndrew Young, sein spätererStändiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, und Vernon Jordan kennen, die in der Folge einen großen Einfluss auf ihn hatten.[84] Zu Jordan baute er ein freundschaftliches Verhältnis und dieser lud ihn mehrfach als Sprecher bei Versammlungen der BürgerrechtsorganisationNational Urban League ein.[85]

In der Endphase der Primaries warb Carter vor allem um Wähler aus demrechten Spektrum sowie derMittel- undUnterschicht des ländlichen Raums. Er griff Sanders wegen dessen Reichtum und der Nähe zur liberalen Agenda von Ex-Präsident Johnson an. Damit orientierte sich Carter an der Programmatik des Segregationisten und Gouverneurs von AlabamaGeorge Wallace, der in Georgia sehr populär war. Bei der Primary siegte er am 23. September 1970 in einer Stichwahl gegen Sanders mit 60 % Vorsprung und bei der Gouverneurswahl im November mit etwas über 200.000 Stimmen Vorsprung gegen den Republikaner Hal Suit.[86]

Gouverneur von Georgia (1971–1974)

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Carter (1971)
Georgia Governor Mansion (2007)

In seiner neunminütigen Antrittsrede kündigte Carter an, dass die Zeit der „Rassendiskriminierung“ zu Ende sei, womit er es auf die Titelseiten vonNew York Times undTime-Magazine schaffte. Mit dieser dramatischen Aussage begegnete er außerdem dem Rassismus, den Teile der Öffentlichkeit ob der thematischen Nähe zu Wallace in seiner Wahlkampagne identifiziert hatten, und näherte sich dem progressiveren Image des Wahlkampfs von 1966 an. In der Antrittsrede betonte Carter außerdem, dass die wahre Herausforderung für einen politischen Führer nicht in einem erfolgreichen Wahlkampf liege, sondern in einer effektiven und verantwortungsvollen Amtsführung.[87]

In der Gouverneursresidenz war es Tradition, dass die Bediensteten verurteilte Straftäter waren, die ihre Zeit inStaatsgefängnissen Georgias verbüßten und als zuverlässig und vertrauenswürdig galten. Darunter war das afroamerikanischeKindermädchen Mary Prince Fitzpatrick, das wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Sie überzeugte die Carters von ihrer Unschuld und wurde seitdem als Teil der Familie betrachtet. Nachdem die Carters 1975 aus der Governor Mansion ausgezogen waren, kehrte Fitzpatrick ins Staatsgefängnis zurück. Als Präsident erwirkte Carter ihre Freilassung und übte offiziell die Rolle ihres Bewährungshelfers aus. Sie bezog einen Wohnbereich im Weißen Haus und zog nach Ende der Präsidentschaft mit den Carters zurück nach Plains.[88] Eine eingehende Prüfung ihres Falles durch denObersten Gerichtshof Georgias im Jahr 2005 ergab ihre Unschuld und sie wurde freigesprochen.[89]

Carters erster Schwerpunkt war die Reorganisation der Verwaltung des Bundesstaats, die seitRichard B. Russells Amtszeit in den 1930er Jahren keine Reform gesehen hatte. Die Bürokratie von Georgia zeichnete sich durch überlappende Zuständigkeiten der Verwaltungsorgane und lokalePatronagenetzwerke aus. Um dem zu begegnen, sah Carters Plan die Schaffung neuer Behörden vor, wobei ein Gremium von hundert Verwaltungsexperten entsprechende Vorschläge erarbeitete. Das Fortkommen gestaltete sich zäh, weil der Senat sich häufig als Hemmschuh entpuppte; aber auch die eigene Sturheit stand Carter häufig im Weg und verhinderte Gesetze, die er unbedingt verabschieden wollte. Oft ging er im legislativen Prozess mit derState Legislature erst im letzten Moment Kompromisse ein. CartersSecretary of State Ben Fortson verglich ihn in diesem Zusammenhang mit einer Schildkröte, die unbeirrt allen Geschehens immer in dieselbe Richtung läuft.[90]

Eine weitere Maßnahme gleich zu Beginn von Carters Amtszeit war die Aufnahme von Frauen und Afroamerikanern in hohe Regierungs- und Verwaltungspositionen.[91] So erhöhte er die Anzahl von Afroamerikanern in Gremien des Bundesstaats von drei auf 53; 40 % der von ihm vergebenen Dienstposten in Georgia gingen an Schwarze. Noch nie zuvor in der Geschichte der Vereinigten Staaten hatte ein Politiker so viele Afroamerikaner in offizielle Positionen berufen. Carter profilierte sich dadurch auf nationaler Ebene als einer der Führer desNew South.[92] Weitere Gesetzesinitiativen Carters waren die Einrichtung von Betreuungseinrichtungen für Drogenabhängige (narcotic-addiction centers), die Verbesserung derHaftbedingungen und strengereVerbraucherschutzgesetze. Mit Pressesprecher Powell und VerkehrsministerBert Lance folgten ihm später zwei zentrale Mitglieder seines Mitarbeiterstabs ausAtlanta in dasWeiße Haus.[93]

Nach der in weiten Teilen der Bevölkerung auf Ablehnung stoßenden Verurteilung des OffiziersWilliam Calley wegen desMassakers von Mỹ Lai während desVietnamkriegs im März 1971 erklärten einige Südstaaten-Gouverneure auf einer Veranstaltung derAmerikanischen Legion in Georgia ihre Solidarität mit dem Leutnant. Carter führte denAmerican Fighting Man’s Day ein und bat die Autofahrer Georgias, aus Solidarität mit Calley, der von vielen als ein Bauernopfer für politisches Versagen in Vietnam gesehen wurde, eine Woche mit eingeschalteten Lichtern zu fahren.[94]

Auf derDemocratic National Convention im Juli 1972 in Miami kursierte unter Delegierten aus Georgia die Idee, Carter als Kandidaten für diePräsidentschaftswahl 1976 aufzubauen. In der Folge nahm das Projekt Gestalt an. Auf demNominierungsparteitag in Miami stand Carter sichtlich nervös für einige Minuten im Rampenlicht der nationalen Öffentlichkeit, als er das Podium betrat und SenatorHenry M. Jackson, der zum traditionellen gewerkschaftsnahen Parteiflügel gehörte,[95] zum Präsidentschaftskandidaten vorschlug. Seine Nominierungsrede wurde vom Plenum mit wenig Enthusiasmus aufgenommen. Obwohl Carter gegen die Kandidatur des Reformers und VietnamkrieggegnersGeorge McGovern war, streckten seine Mitarbeiter ohne Erfolg die Fühler nach dessen Lager aus, um es für Carter alsRunning Mate zu interessieren. Im Dezember 1972 legte Hamilton Jordan Carter einen Fahrplan zur Nominierung für die Präsidentschaftswahl 1976 vor. Darin enthaltene Leitlinien rieten ihm, sein Wissen über die auswärtigen Beziehungen Amerikas zu verbessern und sich als Außenseiter gegen das politischeEstablishment in Washington zu positionieren.[96]

Carter sah in Attacken gegen den im November 1972 wiedergewählten PräsidentRichard Nixon ein geeignetes Mittel zur Profilierung auf nationaler Ebene. Am Tag vor dessen zweiterAmtseinführung bezeichnete er ihn als den schwächsten Präsident in derGeschichte der Vereinigten Staaten. In Reaktion auf dasSaturday Night Massacre („Samstagabend-Massaker“) im Rahmen derWatergate-Affäre vom 20. Oktober 1973 gab Carter eine Pressekonferenz; er ordnete das Verhalten Nixons in diesem Geschehnis als hinreichend für einAmtsenthebungsverfahren ein. In Georgia geriet Carter häufig in Konflikt mit Vizegouverneur Maddox und demSprecher des Repräsentantenhauses von Georgia George L. Smith. Unter anderem kritisierte er Maddox für dessen häufige Nutzung der Flugbereitschaft des Bundesstaats. Im Sommer 1973 bereiste Carter mit Rosalynn und ihrer jüngsten Tochter ausgiebig und pressewirksam den Bundesstaat. Die Öffentlichkeit fragte sich nach dem Zweck dieses Unterfangens, denn die Verfassung von Georgia sah bis 1983 keine direkte Wiederwahl von Gouverneuren vor. So wurde spekuliert, dass es Carter möglicherweise um denSenatssitz vonHerman Talmadge ginge.[97]

In seinem letzten Jahr als Gouverneur konzentrierte sich Carter darauf, die Grundlagen für die Präsidentschaftswahl 1976 zu schaffen. Sein Berater- und Mitarbeiterstab arbeitete ihm mit Einschätzungen zur Gefühlslage der Nation zu. Vieles sprach dafür, dass die Bevölkerung nach dem Rücktritt von Nixon und der Amtsübergabe anGerald Ford bereit für einen Newcomer als Präsident war. Einen Tag nach Nixons Abschied gewann Carter den Unternehmer und Mitbegründer desSouthern Poverty Law Center („Rechtszentrum zur Armut des Südens“) Morris Dees alsFundraiser für den Wahlkampf. In der Öffentlichkeit hielt sich Carter seine Ambitionen auf das Weiße Haus betreffend weiterhin bedeckt, auch als im Oktober eine Zeitung in Georgia darüber berichtete. Im Bewusstsein, dass jeder Gouverneur, der in das Rennen um die Präsidentschaft einstieg, im Felde der Außenpolitik als unerfahren gilt, betonte er bei einer Rede im November 1974 seine zehn Auslandsbesuche und stattgefundene Treffen mit Offiziellen anderer Nationen. Am 12. Dezember gab er bei einer Rede im National Press Club schließlich seine Präsidentschaftskandidatur für das kommende Jahr bekannt.[98]

Primaries und Präsidentschaftswahl 1976 (1975–1976)

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Carter (links) während der ersten Fernsehdebatte mit Präsident Ford am 23. September 1976
Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 1976 im Überblick

Im Januar 1975 endete Carters Amtszeit als Gouverneur und er kehrt fürs Erste nach Plains zurück. Er ging als größter Außenseiter von allen Kandidaten der großen Parteien in das Rennen um das Weiße Haus. Im April 1975 erreichte er bei einer Meinungsumfrage zu den demokratischen Bewerbern nur einen Zustimmungswert von einem Prozent und bei einer von Carters Stab in Philadelphia einberufenen Pressekonferenz erschien kein einziger Journalist. Zu Anfang seiner Wahlkampagne plagten Carter Geldprobleme; erst Mitte August qualifizierte er sich nach vier parteiinternen Konkurrenten für die Gewährung von Bundesmitteln. Ab September berichteten mitTime undU.S. News & World Report die ersten überregionalen Blätter über Carters Präsidentschaftskampagne. Bis zum Jahresende hatte der Wahlkampf ihn in 43 Bundesstaaten geführt; in 16 davon ließ er Zentren für die weitere Kampagnenführung einrichten. Die von Hamilton Jordan mitentwickelte Wahlkampfstrategie legte den Schwerpunkt auf die frühen Primaries inNew Hampshire,Iowa,Florida undIllinois, weil die Presse besonders auf die ersten Trends in denVorwahlen reagierte.[99]

Noch zu Jahresanfang 1976 war Carter in vielen Gegenden der Vereinigten Staaten nahezu unbekannt, was ihm in der Presse den SpottnamenJimmy who? („Jimmy wer?“) einbrachte. Seine Hauptkonkurrenten bei den Primaries stellten Henry Jackson,Birch Bayh undHubert H. Humphrey dar. Nach Siegen bei den internen Parteiversammlungen (Caucuses) in Iowa undOklahoma gewann er bei der ersten öffentlichen Primary in New Hampshire am 24. Februar, was seiner Kampagne einen entscheidenden Schub verlieh, so dass ein Bundesstaat nach dem anderen an ihn fiel. Zwar fielen einige der Siege sehr knapp aus, aber Carters Momentum war nicht mehr zu stoppen. Nachdem er auch in Pennsylvania triumphiert hatte, stieg Jackson aus dem Rennen aus.[100] Danach stellte sich die einflussreicheFaktion derCoalition for a Democratic Majority hinter Carter; zu dieser Gruppe gehörten gewerkschaftsnahe, eineinternationalistische Außenpolitik vertretende New-Deal-Demokraten undNeokonservative wieMidge Decter,Norman Podhoretz undJeane Kirkpatrick.[101]

Auch die Siege vonKaliforniens GouverneurJerry Brown bei den Primaries in dessen Heimatstaat,New York undMontana konnten nichts mehr an Carters Mehrheit ändern, die er für die Democratic National Convention Mitte Juli inNew York City gesichert hatte. Am 14. Juli wählte ihn die Delegierten im ersten Wahldurchgang zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten; einen Tag später bestimmte erWalter Mondale zu seinemVizepräsidentschaftskandidaten. Das Wahlprogramm der Demokraten versprach die Arbeitslosenzahl bis 1980 auf 3 % zu senken und das Verteidigungsbudget zu kürzen. Außerdem forderte es strengereWaffengesetze, eine Steuerreform, einenationale Krankenversicherung und einen Vertrag zumPanamakanal.[102]

Der Präsidentschaftswahlkampf zwischen Carter und dem republikanischen Kandidaten Präsident Ford verlief gesittet. Nach dem demokratischen Nominierungsparteitag führte er in den meisten Umfragen deutlich, aber als Ford nach derRepublican National Convention von Mitte August in die heiße Phase seiner Kampagne überging, verlor Carter seinen Vorsprung. Durch ein Interview in der Septemberausgabe desPlayboy schadete er seinem Ansehen etwas, als er einräumte, in Gedanken schon viele Male Ehebruch begangen zu haben.[103] Weitere Zustimmung verlor Carter durch mehrdeutige Aussagen zumAbtreibungsrecht und verworrene Betrachtungen zur Steuerreform.[104]

BeimFernsehduell – dem ersten seit derPräsidentschaftswahl 1960[105] mit dem amtierenden Präsidenten am 23. September sprachen die meisten Beobachter von einem Unentschieden. Einen entscheidenden Patzer beging Ford zwei Wochen später bei der zweiten Debatte, als er sich missverständlich ausdrückte. Auf die Frage der Moderation nach der Situation in Osteuropa antwortete der Präsident, dass es dort keinesowjetische Dominanz gäbe und unter seiner Regierung niemals geben werde. Zwar meinte er damit, dass die Bevölkerungsmehrheit imOstblock diekommunistische Fremdherrschaft ausMoskau ablehnte, aber für viele hörte es sich an, als ob Ford nicht wusste, dass Osteuropa hinter demEisernen Vorhang lag undsozialistisch regiert wurde.[106] Carter hingegen zeigte ein fundiertes Verständnis für die aktuellen politischen Herausforderungen auf nationaler Ebene und punktete durch Apelle an demokratische Wähler, der Parteilinie treu zu bleiben. Außerdem kam ihm zugute, dass die unterschiedlichen Faktionen innerhalb der Demokraten, zu denen Parteibosse wieRichard J. Daley aus Chicago undAbraham D. Beame aus New York sowie Gewerkschafter und Bürgerrechtsaktivisten gehörten, in seltener Eintracht hinter seiner Kandidatur standen.[107]

Außerdem profitierte Carter noch von den Folgen der Watergate-Affäre und Nixons Begnadigung durch Ford im September 1974, die moralische Empörung ausgelöst und den Republikanern bei denmidterm elections 1974 starke Verluste im94. Kongress der Vereinigten Staaten beschert hatten. Auch 1976 war die Sache noch nicht ausgestanden und belastete Ford.[108] Hinzu kam, dassRonald Reagan bei den republikanischen Primaries einen harten Wahlkampf gegen den Präsidenten geführt hatte und ihn nach seiner knappen Niederlage auf dem Nominierungsparteitag im Rennen gegen Carter kaum unterstützte.[109] Ein bedeutender, Carter zum Vorteil gereichender Faktor war Lokalpatriotismus. Zwar hatten die Demokraten in den 1960er Jahren den Solid South verloren, aber mit ihm stand erstmals seit mehr als über hundert Jahren ein aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat aus den Südstaaten zur Wahl, der aus eigener Kraft und nicht wie Johnson über die Nachfolgeregelung ins Weiße Haus einziehen konnte.[110]

Mit seinem knappen Wahlsieg am 2. November wurde Carter zum ersten Kandidat aus demDeep South („Tiefer Süden“) seitZachary Taylors Triumph1848, der eine Präsidentschaftswahl gewann.[111] Er erhielt beimPopular Vote 50,1 % der Stimmen und 297 Wahlmännerstimmen imElectoral College; Präsident Ford kam auf 48,0 % und 240Wahlmänner. Zuletzt hatte es bei derPräsidentschaftswahl 1916 ein derart enges Rennen im Wahlmännerkollegium gegeben. Wegen des knappen Ergebnisses wurde Carter erst am frühen Morgen des 5. November zum Wahlsieger erklärt.[112] Bis aufVirginia fielen alle Süd- sowie mit New York und Pennsylvania die großenMittelatlantikstaaten an Carter, während Ford fast den gesamten Westen jenseits desMississippi für sich gewinnen konnte. Neben dem Sieg bei der Präsidentschaftswahl hatten die Demokraten auch bei den Wahlen zum95. Kongress triumphiert und sich in beidenKammern eine klare Mehrheit gesichert. Carter fand in Washington somit einunified government („vereinte Regierung“) vor. DenPräsidentschaftsübergang organisierte er wie schon den Wahlkampf von seinem Hauptquartier in Plains aus.[113]

Präsidentschaft (1977–1981)

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Carter legt den Amtseid ab (20. Januar 1977)

Nach dem Wahlsieg trat Carter mit derAmtseinführung am 20. Januar 1977 seine Präsidentschaft an. Den Amtseid nahm ihm derOberste Richter des BundesgerichtsWarren E. Burger vor dem Ost-Portikus desKapitols ab. Carters Antrittsrede stammte größtenteils aus seiner Feder und war mit 17 Minuten Dauer eher kurz. Gleich zu Anfang dankte er seinem Amtsvorgänger dafür, wie er die Krise der Exekutivgewalt nach der Watergate-Affäre und dem Rücktritt Nixons bewältigt habe. Zur Überraschung aller verließen Jimmy und Rosalynne die Amtseinführung nicht mit einer Staatslimousine, sondern gingen Händchen haltend zu Fuß entlang derPennsylvania Avenue zumWeißen Haus. Nach der Watergate-Affäre entfaltete diese Demonstration von Volksnähe eine große Symbolkraft auf das amerikanische Publikum. Noch vor der Zeremonie hatte Carter dem Sprecher des RepräsentantenhausesTip O’Neill signalisiert, dass er dieBefugnisse des Präsidenten ohne besondere Rücksichtnahme auf den Kongress ausüben wolle. Dieses wenig feinfühlige Vorgehen belastete von Anfang an das Verhältnis zwischen Weißem Haus und Kapitol.[114]

Bis Ende Januar stand dasKabinett Carter.[115] Die SchlüsselressortsAußenpolitik,Verteidigung undFinanzen besetzte er mitCyrus Vance,Harold Brown beziehungsweiseW. Michael Blumenthal; zumJustizminister bestimmte er den aus Americus stammendenGriffin B. Bell.Zbigniew Brzeziński wurde zu CartersNationalem Sicherheitsberater. Gleich zu Beginn der Präsidentschaft gestaltete Carter mit Reformen den Zuständigkeitsumfang verschiedener Ministerien um. DiesesPresident’s Reorganization Project (PRP) sah unter anderem mit demDepartment of Natural Resources eine neueUmweltbehörde vor. Ursprünglich als einBottom-up-Prozess geplant, wurde die Strukturreform im Weiteren zentral imOffice of Management and Budget gesteuert.[116] Er war ungeübt im Umgang mit dem Kongress und wählte für seinen Mitarbeiterstab im Weißen Haus zahlreiche junge Helfer aus Georgia. Bis zur Berufung von Hamilton Jordan im Juli 1979 hatte er keinenStabschef im Weißen Haus, was immer wieder zu Verzögerungen führte.[117]

Schnell wurde klar, dass Carters Amtsführung im Weißen Haus informell und hausbacken geprägt war. DasOval Office nutzte er nur für offizielle Anlässe; stattdessen arbeitete in einem kleinen Büro imWest Wing. Mit Rosalynne beriet er sich ständig und nahm sie mit in die Kabinettssitzungen, in denen sie aber keine aktive Rolle spielte. Dennoch stieß diese Neuerung bei einigen auf Kritik. Insgesamt verbannte Carter jeglichen Pomp und Glanz aus dem Weißen Haus, reduzierte den Fuhrpark und zeigte sich bei TV-Auftritten einfach gekleidet einen Pullover tragend.[118]

Bei denHalbzeitwahlen 1978 (midterm elections) engagierte sich Carter im Wahlkampf und füllte bei seinen Reden die Hallen. Zwar mussten die Demokraten im96. Kongress leichte Verluste hinnehmen, aber sie hatten nach wie vor in beiden Kammern eine Mehrheit.[119]

Innenpolitik

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Eine von Carters ersten Amtshandlungen war am 21. Januar 1977 dieBegnadigung von Männern, die denKriegsdienst inSüdvietnam verweigert hatten. Obwohl Carter von dieser AmnestieDeserteure ausgenommen hatte, erntete er damit einen Proteststurm von etlichen Veteranenverbänden. Gleichfalls eine frühe Maßnahme des Präsidenten war die Deregulierung desLuftfrachtverkehrs.[120] Bis dahin hatte die Bürokratie desCivil Aeronautics Board für alle Ladungen über einer gewissen Größe besondere Genehmigungen gefordert sowie die Flugrouten sowie Transportgebühren festgesetzt, was die Wirtschaftlichkeit der betreffenden Unternehmen eingeschränkt hatte. Nach der Deregulierung erlebte vor allem der internationale Luftfrachtverkehr einen enormen Aufschwung in Amerika.[121]

Des Weiteren arbeitete Carter in den ersten Monaten im Weißen Haus an einer Reform desSupplemental Nutrition Assistance Program („Ergänzendes Lebensmittelhilfeprogramm“); der Zugang zu kostenlosenLebensmittelmarken für Bedürftige sollte gelockert und vereinfacht werden. In dieser Phase setzte er außerdem ein Gesetz zur Kontrolle desTagebaus in Kraft, erließ ein Verbot zurAbwasserbeseitigung ins Meer und forderte den Kongress zu einer Reform der staatlichen Wohlfahrt und desSozialversicherungssystems auf.[122]

Am 1. November 1978 berief Carter eine Kommission für die Errichtung einer Gedenkstätte für denHolocaust unter dem Vorsitz des Holocaust-ÜberlebendenElie Wiesel ein, die je zur Hälfte aus Überlebenden und Historikern bestand. Die Kommission empfahl 1979 die Errichtung einer Gedenkstätte, und am 26. April 1993 eröffnete dasUnited States Holocaust Memorial Museum in Washington, D.C.[123] Die Debatte um das Holocaust-Museum wurde in der Öffentlichkeit hart geführt, denn zum einen stellten sich viele Bürger die Frage, warum ein Erinnerungsort zu einem Ereignis in Europa auf derNational Mall seinen Platz finden sollte, zum anderen forderten weitere Opfergruppen des Zweiten Weltkriegs und anderer Genozide wie zum Beispiel dieArmenischamerikaner Berücksichtigung in diesem Museum. Carter passte sich diesem Diskurs an, indem er bei der Einrichtung der Kommission noch von „sechs Millionen Opfern des Holocaust“ sprach, jedoch später von „elf Millionen unschuldig ausgerotteten Opfern, darunter sechs Millionen Juden“.[124]

Ölpreiskrise

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Warteschlange an einer Tankstelle in Maryland (15. Juni 1979)
Carter hält eine Rede anlässlich der Einweihung der Solaranlage auf dem Dach desCabinet Room. Die Solarpaneele sind im rechten Bildhintergrund zu erkennen (20. Juni 1979)

Innenpolitisch hatte Carter es mit Auswirkungen der erstenÖlpreiskrise zu tun, die in vielen Industrieländern eine hoheInflation und hoheArbeitslosigkeit ausgelöst hatte. Kurz nach Amtsantritt forderte Carter die Bürger zum Herunterdrehen ihrer Thermostate auf, um im Winter Heizöl zu sparen. Am 4. August 1977 schuf er dasEnergieministerium der Vereinigten Staaten mitJames R. Schlesinger als ersten Ressortleiter.[125] In diesem Ressort hatte Carter laut seinem Finanzminister Blumenthal „beträchtliche Schwierigkeiten und erlitt seine größten Niederlagen.“[126]

In einer Rede vor Zeitungsherausgebern Mitte April 1978 enthüllte Carter der Öffentlichkeit sein Anti-Inflationsprogramm. Er schloss staatlich festgelegte Höchstlöhne und -preise für die Privatwirtschaft aus, aber kündigte eine Kappung der Gehaltserhöhung für Bundesbedienstete an.[127] Nachdem er am Tag zuvor eine über hundertprozentige Steigerung desHaushaltsdefizits auf kann 30 Mrd. US-Dollar bekanntgegeben hatte, teilte Carter in seinerRede zur Lage der Nation (State of the Union Address) vor dem Kongress am 22. Januar 1979 mit, dass die Inflation endlich über Ausgabenbeschränkungen unter Kontrolle gebracht werden müsse. Gegen die angestrebten Kürzungen im Haushalt formierte sich innerparteilicher Widerstand durch den Sprecher des Repräsentantenhauses, aber auch durchJesse Jackson, dem Führer der Vereinigung der afroamerikanischen KongressabgeordnetenCongressional Black Caucus, und die BürgerrechtsbewegungAmericans for Democratic Action.[128] Der Anfang November 1978 von Carter signierte National Energy Act als Reaktion auf die Ölpreiskrise bestand aus mehreren Einzelgesetzgebungen. Unter anderem schrieb dieser Kraftwerken vor, andere Brennstoffe als Öl oder Erdgas zu nutzen. Dies führte zu einem Rückgang von „sauberem“ Erdgas und der verstärkten Verwendung von Kohle.[129]

Am 5. April 1979 ordnete Carter die Aufhebung der Kontrolle der Ölpreise an und sprach sich für eine Steuer auf dadurch verursachteMarktlagengewinne der Unternehmen aus. In der TV-Ansprache forderte er die Bürger erneut zumEnergiesparen auf und kritisierte die Ölkonzerne für ihre hohen Profite. DieWirtschaft rutschte derweil immer weiter in die durch die Islamische Revolution ausgelöste zweite Ölpreiskrise ab; derLeitzins stieg im Mai auf 15 % und die Inflation auf 14 % an.[130] Im Juni 1979 ließ CarterSolarpaneele auf dem Dach des Weißen Hauses installieren und schlug vor, 1 Milliarde US-Dollar an Bundesmitteln für die Solarforschung bereitzustellen und eine 100-Millionen-Dollar-„Solarbank“ einzurichten, die Hausbesitzern Kredite gewährte mit dem Ziel, bis zum Jahr 2000 etwa 20 Prozent der Energie des Landes aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen.[131]

Am 15. Juli wandte sich Carter wieder in einer TV-Ansprache an die Nation. Seine Rede trug den Titel „Energie und Vertrauenskrise“ (Energy and the Crisis of Confidence), wurde aber später als „Unwohlsein“ (Malaise)-Rede bekannt. In der Ansprache bezeichnete der Präsident die Ölpreiskrise als bloßes Symptom einer umfassenderen „moralischen und spirituellen Krise“. Zu viele Bürger ließen sich vonEgoismus undMaterialismus leiten und hätten den Geist verloren, auf dem die amerikanische Nation aufgebaut worden sei. Das Bemühen, die Wirtschaftskrise zu bewältigen, werde so lange fruchtlos bleiben, bis nicht die tieferliegenden Glaubens- und Moralprobleme gelöst seien.[132] Außerdem Carter appellierte Carter an das Durchhaltevermögen der Bürger während dieser Vertrauenskrise in die Energieversorgung und forderte diese auf, im Sommer die Klimaanlagen nicht kühler als 25Grad Celsius einzustellen, um Energie zu sparen.[133] Die traditionell eher demOptimismus zuneigende Bevölkerung der Vereinigten Staaten reagierte größtenteils fassungslos auf diese düsteren Ausführungen einer existenziellen Glaubenskrise. Diemalaise speech wurde zu Carters berühmtester Rede als Präsident.[134] Nach einem weiteren Preissprung beim Öl von 24 % standen derweil im Sommer landesweit lange Auto-Warteschlangen vor den Tankstellen.[135]

Am 17. Juli teilte der Präsident seinem Kabinett mit, dass er mit dessen Leistung nicht zufrieden sei und forderte es zum Rücktritt auf. Letztendlich ersetzte er fünf Minister, nämlich die Ressortleiter für Justiz, Finanzen, Energie,Verkehr sowieGesundheit-, Bildung- und Wohlfahrt. Im September löste er das Gesundheits-, Bildungs- und Wohlfahrtsministerium auf und schuf dafür dieMinisterien für Bildung beziehungsweisefür Gesundheitspflege und Soziale Dienste. Am 20. Juli schlug Carter ein Haushaltsprogramm vor, das 140 Mrd. US-Dollar für den Energiesektor bereitstellen sollte.[136]

Umweltpolitik

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Während seiner Amtszeit unterzeichnete Carter vierzehn wichtige Umweltgesetze.[137] Er wies 39 neue Gebiete alsNationalparks aus und im Rahmen der teuersten Landenteignung in der Geschichte der Vereinigten Staaten erreichte die Carter-Regierung die Erweiterung desRedwood-Nationalparks in Kalifornien. Am 2. Dezember 1980 unterzeichnete Carter gegen den erbitterten Protest der lokalen Bevölkerung denAlaska National Interest Lands Conservation Act, der eine Fläche von 104 Millionen Hektar, etwa 25 Prozent des BundesstaatesAlaska, unter Schutz stellte. Carter blieb in Alaska zutiefst unpopulär und erhielt dort bei denPräsidentschaftswahlen 1980 nur 26 Prozent der Stimmen. Bis zum Jahr 2000 war in Alaska jedoch eine milliardenschwere Tourismusindustrie aufgeblüht und Umfragen zeigten, dass die Einwohner Carters Gesetz befürworteten.[138]

Jimmy Carter war das erste Staatsoberhaupt der Welt, das das Problem des Klimawandels erkannte. Er gab 1977 denGlobal 2000 Report to the President in Auftrag, der die ökologischen Herausforderungen und die Aussichten auf eine nachhaltige Entwicklung in den nächsten zwanzig Jahren untersuchen sollte. Infolgedessen veröffentlichte dasCouncil on Environmental Quality drei Berichte über die globale Erwärmung, von denen der letzte eine Woche vor dem Ende von Carters Amtszeit erschien.[139]

Noch als abgewählter Präsidenten (Lame Duck) setzte Carter einen Fonds in Höhe von 1,6 Mrd. US-Dollar zur Beseitigung vonGiftmüll durch.[140]

Lance-Affäre

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Im September 1977 geriet die Carter-Administration wegen der Lance-Affäre unter erheblichen Druck. Lance war noch ein politischer Weggefährte Carters aus der Gouverneurszeit in Georgia und leitete dasOffice of Management and Budget. Im Juli waren dessen Handlungen als Präsident von zwei Lokalbanken in Georgia an die Öffentlichkeit geraten und er sah sich starker Kritik ausgesetzt.[141] Lance hatte seine Funktion unter anderem dazu ausgenutzt, sich vergünstigte Kredite zu verschaffen und die Bankmanager und ihre Familien zu bevorteilen.[142] Am 8. September wurde schließlich einKongressausschuss zur Untersuchung von Lances Verhalten eingesetzt.[143] In der Hauptstadt herrschte ohnehin schon länger Murren über die „Georgia Mafia“, also über Lance und die anderen Georgianer, die der Präsident in das Weiße Haus mitgebracht hatte.[144] Carter stärkte seinem Behördenleiter den Rücken und drückte seinen Glauben an dessen Rechtschaffenheit aus. Angesichts des steigenden öffentlichen Drucks verkündete Lance am 21. September seinen Rücktritt.[145] Zwar war die Affäre zu anderen in der Vergangenheit vergleichsweise harmlos, aber weil Carter im Wahlkampf aufrichtiges Regierungshandeln versprochen hatte, schadete sie seiner moralischen Glaubwürdigkeit erheblich.[146]

Reaktorunfall im Kernkraftwerk Three Mile Island

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Carter im Kontrollraum des Kernkraftwerks Three Mile Island (1. April 1979)
Hauptartikel:Reaktorunfall im Kernkraftwerk Three Mile Island

Am 28. März 1979 ereignete sich einReaktorunfall aufThree Mile Island beiHarrisburg, Pennsylvania. Dabei kam es zu einem Ausfall des Kühlsystems, so dass dieBrennstäbe in Kontakt mit Luft gerieten und eine partielleKernschmelze sowie die Freisetzungradioaktiver Gase in die Umwelt ausgelöst wurde.[147] Im September richtete Carter einen Untersuchungsausschuss zu diesem Vorfall ein, der vom MathematikerJohn G. Kemeny geleitet wurde. DerKemeny Report kam zum Schluss, dass dem Unfall menschliches Versagen bei den Operatoren des Kraftwerks beziehungsweise deren unzureichende Ausbildung, in der Verwaltung und der zuständigen Behörde, derNuclear Regulatory Commission, zugrunde gelegen habe.[148]

Außenpolitik

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In einer außenpolitischen Grundsatzrede an derNotre-Dame-Universität am 22. Mai 1977, wenige Monate nach dem Beginn seiner Amtszeit, skizzierte Carter seine Vorstellungen einerneuen Außenpolitik, die sich stärker an Menschenrechten orientieren sollte. Dabei ging es ihm auch darum, die Politik der Vereinigten Staaten nach dem Ende desVietnamkriegs neu zu legitimieren. Inwiefern es ihm gelang, diese Agenda umzusetzen, blieb auch in der Rückschau (Stand 2016) umstritten.[149][150]

Am 10. August 1977 handeltenPanama-Stadt und Washington die Schlussfassung derTorrijos-Carter-Verträge aus. Knapp einen Monat später am 7. September unterschrieben Carter undOmar Torrijos die Dokumente im Sitz derOrganisation Amerikanischer Staaten im District of Columbia. Die Verträge sahen eine vollständige Übergabe desPanamakanals von den Vereinigten Staaten anPanama bis 2000 vor.[151]

Ende Dezember 1977 begab sich Carter auf eine längere Auslandsreise, die ihn nachPolen,Iran,Indien,Saudi-Arabien,Ägypten und weitere Länder führte. Am 30. Dezember 1977 gab Carter eine im Fernsehen übertragene Pressekonferenz inWarschau und war damit der erste amerikanische Präsident, der einen solchen Auftritt inOsteuropa hatte.[152] In Warschau besuchte er dasWarschauer Ghetto-Ehrenmal und legte dort einen Kranz ab.[153] Ab dem 31. März 1978 folgte mitNigeria beginnend eine weitere Reise in mehrere afrikanische Staaten.[154]

Carter (links) und Leonid Iljitsch Breschnew beim Unterzeichnen des SALT-II-Vertrags in Wien (18. Juni 1979)

Am 18. Juni traf Carter inWien den sowjetischen StaatschefLeonid Iljitsch Breschnew, um dieSALT II-Verträge abzuschließen. SALT II sah eine Begrenzung desstrategischen Kernwaffenarsenals beider Länder vor. Im Senat stieß das Abkommen auf erheblichen Widerstand, auch innerhalb der Demokraten durch Jackson undSam Nunn. Wegen des sowjetischen Einmarschs in Afghanistan einige Monate später und der dadurch bedingten stark angespanntenBeziehungen zwischen Washington undMoskau kam SALT II im Senat nie zur Abstimmung.[155]

Camp-David-Abkommen

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Anwar as-Sadat (links), Carter (Mitte) und Menachem Begin (rechts) bei der feierlichen Zeremonie zur Unterschrift des Camp-David-Abkommens im East Room des Weißen Hauses (17. September 1978)
Hauptartikel:Camp-David-Abkommen

Carter setzte 1978 die Vermittlung imNahostkonflikt nach ganz oben auf die politische Agenda. Anfang des Jahres signalisierte er, dass er die Unnachgiebigkeit desisraelischen MinisterpräsidentenMenachem Begin für das größte Hemmnis auf dem Weg zu einer Friedenslösung hielt. Der ägyptische StaatspräsidentAnwar as-Sadat bestärkte ihn in dieser Einschätzung bei dessen Besuch in den Vereinigten Staaten Anfang Februar. Kurz darauf berief Carter eine Versammlung der Führungsfiguren derjüdischen Amerikaner ein und erklärte diesen, dass Begin einen Friedensschluss zwischen Israelis undPalästinensern verhindere. Der strittige Punkt waren dieisraelischen Siedlungen imWestjordanland.[156]

Auf denKüstenstraßen-Anschlag der palästinensischenFatah, der 37 Israelis das Leben kostete, reagierteTel Aviv ab dem 14. März 1978 mit derOperation Litani inSüdlibanon, die mehr als tausend Todesopfer forderte und mindestens 100.000 Menschen vertrieb. Mit dieser Hypothek belastet traf Begin am 20. März in Washington ein. Der nach den ergebnislosen Gesprächen stark verärgerte Carter teilte dem Kongress mit, dass Begin die Problemursache im Nahostkonflikt sei.[157]

Ab dem 6. September 1978 moderierte Carter Friedensverhandlungen zwischen Begin und Sadat; seit demSechstagekrieg von 1967 befanden sich Teile derSinai-Halbinsel in israelischer Hand. Die Gespräche fanden inCamp David statt, dem Landsitz des amerikanischen Präsidenten. Am 17. September wurde dasCamp-David-Abkommen unterzeichnet.[158] Darauf aufbauend folgte im März 1979 derisraelisch-ägyptische Friedensvertrag. Dieser wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 26. März von Begin und Sadat auf dem Rasen vor dem Weißen Haus unterzeichnet.[159] Wesentlich Inhalte des Vertrags waren die Beendigung des seit 1948 bestehenden Kriegszustands zwischen beiden Staaten und die Rückgabe des Sinai an Ägypten.

Ein-China-Politik

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Am 15. Dezember 1978 kündigte Carter in einer TV-Ansprache die Aufnahme vondiplomatischen Beziehungen mit derVolksrepublik China und den Amerika-Besuch des „Überragenden FührersDeng Xiaoping für das kommende Jahr an. Außerdem informierte er über den beabsichtigten Rückzug derStreitkräfte der Vereinigten Staaten ausTaiwan.[160] Damit führte Carter die Politik seines Vorvorgängers Nixon fort, der dieEin-China-Politik Pekings anerkannt hatte, sprich dieVolksrepublik als einzige legitime RegierungChinas ansah. Außerdem erklärte Carter in der Ansprache das 1954 mit Taiwan abgeschlossene Militärbündnis für obsolet. Gegen die zu diesem Zweck von Carter erlasseneExecutive Order legten Goldwater und 15 weitere Senatoren Einspruch beimObersten Gerichtshof ein, der ihrer Beschwerde aber nicht stattgab.[161]

Am 1. Januar 1979 nahmen die Vereinigten Staaten schließlich diplomatischeBeziehungen mit der Volksrepublik China auf. Am 29. Januar 1979 war Deng auf Staatsbesuch im Weißen Haus. Bei seiner dortigen Rede betonte er die Gefährdung des Weltfriedens durch die Sowjetunion.[162] Im April 1979 billigte der Kongress denTaiwan Relations Act, der die Beziehungen zuTaipeh neu regelte.

Geiselnahme von Teheran

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Hauptartikel:Geiselnahme von Teheran

Im November 1978 spitzte sich die Lage im Iran in der Folge des persischen hw. iranischenSchwarzen Freitags zu; es kam zu Massendemonstrationen und Ausschreitungen gegen den SchahMohammad Reza Pahlavi. Der Botschafter in TeheranWilliam H. Sullivan warnte das Weiße Haus, dass es mit einem nationalistischen Umsturz von rechts rechnen müsste. Carter tat die Warnung als unfundiert ab und unterstützte weiterhin dasSchah-Regime.[163] Am 16. Januar 1979 floh Pahlavi schließlich vor derIslamischen Revolution aus dem Iran. Zwei Wochen später kehrte der religiöse FührerRuhollah Chomeini aus seinem langjährigen Exil nach Persien zurück. DieBeziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten verschlechterten sich erheblich, als Carter am 22. Oktober 1979 den todkranken Pahlavi zu einerKrebstherapie nach New York einreisen ließ, obwohl das Chomeini-Regime dem gestürzten Schah den Prozess machen wollte. Vor allemHenry Kissinger undDavid Rockefeller hatten den Präsidenten zu dieser Entscheidung gedrängt.[164]

Zwei amerikanische Geiseln am Tage der Botschaftsbesetzung (4. November 1979)

Am 4. November 1979 nahm dieGeiselnahme von Teheran ihren Anfang, als überwiegend studentische Anhänger Chomeinis dieBotschaft der Vereinigten Staaten besetzten. Sie überwältigten das Personal und nahmen 90 Geiseln, darunter 66 Amerikaner. Die Studenten forderten von Washington die Überstellung des gestürzten Schah. Carter reagierte mit dem Einfrieren iranischen Anlagevermögens in den Vereinigten Staaten, einem Importstopp für iranisches Öl und der Ausweisung von 183 Diplomaten Irans. Bis zum 20. November hatte Chomeini die Freilassung von knapp 40 Geiseln veranlasst, hauptsächlich Afroamerikaner und Frauen, so dass sich noch 52 Geiseln in der Gewalt seiner Anhänger befanden. DerSicherheitsrat der Vereinten Nationen forderte am 4. Dezember ein Ende der Geiselnahme, ohne etwas erreichen zu können. Chomeini brandmarkte währenddessen die Vereinigten Staaten als den „großen Satan.“ Carter probierte einige diplomatische Manöver; unter anderem entsandte er den früheren JustizministerRamsey Clark in den Iran. Es gelang ihm aber nie, einen direkten Kommunikationskanal mit dem Revolutionsführer zu öffnen. Die Geiselnahme beschädigte das Ansehen Carters in Amerika erheblich.[165]

Am 24. April 1980 scheiterte die auf Befehl Carters durchgeführteOperation Eagle Claw zur Befreiung der Geiseln. Er hatte dieKommandoaktion mitten im Verlauf abbrechen lassen, als es bei einem der Helikopter, die bereits im Iran gelandet waren, zu einer Fehlfunktion gekommen war. Als dieCH-53s daraufhin in der Nacht gestartet waren, war einer mit einerLockheed C-130 kollidiert und beide Luftfahrzeuge abgestürzt. Vier Tage später trat Außenminister Vance wahrscheinlich aus Protest gegen den Befreiungsversuch des Präsidenten von seinem Amt zurück. Carter bestimmteEdmund Muskie zu dessen Nachfolger. Mit dem Beginn desIran-Irak-Kriegs am 22. September 1980 spitzte sich die Lage für die Geiseln weiter zu.[166]

Nach seiner Abwahl Anfang November 1980 setzte Carter sich weiterhin für die Freilassung der Geiseln ein. Am 18. Januar 1981 gewann er die Finanzindustrie für eine Zusage an Teheran, die die Rückgabe von requirierten Vermögenswerten Irans in Höhe von 9 Mrd. US-Dollar im Falle der Rückkehr der Geiseln zusagten. Carter unterrichtete seinen Amtsnachfolger über die Situation und hoffte darauf, die Botschaftsangehörigen noch während seiner Präsidentschaft zurück in die Vereinigten Staaten holen zu können. Teheran kündigte die Freilassung der Geiseln jedoch erst eine halbe Stunde nach der Amtseinführung von Reagan am 20. Januar an. Am nächsten Tag begrüßte Carter die Freigelassenen auf dem Militärflughafen Wiesbaden in Deutschland.[167]

Sowjetische Intervention in Afghanistan

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Invasionsrouten der Roten Armee in Afghanistan

Im Dezember 1979 zeichnete sich eine weitere Krise internationalen Ausmaßes ab, als die Sowjetunion nach der Ermordung des moskaufreundlichen MinisterpräsidentenNur Muhammad Taraki mit einer Truppenmassierung an der afghanischen Grenze begann. Am 25. Dezember setzte sich dieRote Armee in Marsch undrückte in Afghanistan ein. Bis zum Jahresende bewegten sich 85000 Rotarmisten aufKabul zu. Carter zeigte sich von dieser Entwicklung überrascht, die zu Aufständen und Gewalt inSaudi-Arabien undPakistan führte. Er sah nicht zuletzt aus diesen Gründen in der sowjetischen Invasion Afghanistans eine Bedrohung für dieErdölvorräte amPersischen Golf. Zum Widerwillen der amerikanischen Farmer und Teilen der eigenen Administration verhängte Carter ein Lebensmittelembargo gegen die Sowjetunion.[168]

Anfang 1980 kündigte Carter einen Stopp jeglichen Technologieverkaufs in die Sowjetunion und eine drastische Senkung der Getreideexporte an. Am 20. Januar erklärte er den Boykott derOlympischen Sommerspiele 1980 in Moskau; dieser Aktion schlossen sich nach und nach 63 weitere Staaten an. Fünf Tage später hielt Carter die Rede zur Lage der Nation und stellte heraus, dass er zu einem Krieg bereit sei, um die Ölvorkommen am Persischen Golf für Amerika zu sichern. In diesem Zusammenhang betonte er, dass die Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von Öl- und Gasimporten eine Gefahr für die nationale Sicherheit sei. Er warnte Moskau davor, die Situation im Iran und Afghanistan auszunutzen, um das seit langem verfolgte geostrategische Ziel eines ganzjährig eisfreien Hafens durch einen Standort in dieser Region zu erreichen. Jedes Bestreben einer auswärtigen Macht nach Kontrolle über die Region des Persischen Golfs werde als ein Angriff auf die vitalen Interessen der Vereinigten Staaten aufgefasst. Dieser robuste Grundsatz wurde alsCarter-Doktrin bekannt. Außerdem brachte der Präsident in derState of the Union Address die mögliche Wiederaufnahme derWehrpflicht ins Gespräch.[169]

Präsidentschaftswahl 1980

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Vollständiger Mitschnitt der TV-Debatte zwischen Reagan und Carter vom 28. Oktober
Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 1980 im Überblick
Hauptartikel:Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1980

Am 7. November 1979 – drei Tage nach der Besetzung der Botschaft in Teheran – gab SenatorEdward Kennedy seine Bewerbung um die demokratische Präsidentschaftskandidatur bekannt. Am 4. Dezember informierte Carter die Öffentlichkeit darüber, dass er1980 eine Wiederwahl anstrebte. Carter und Kennedy lieferten sich bei den Primaries ein temperamentvolles Duell; nach den frühen Siegen in Iowa und New Hampshire im Februar 1980 sicherte sich der Präsident auch die nächsten zwölf Vorwahlen in den Südstaaten und imMittleren Westen. Bis zum Beginn der Democratic National Convention am 11. August in New York hatte Carter eine Mehrheit der Delegierten hinter sich gebracht. Seine Ansprache an den Nominierungsparteitag nach der Wahl stand allerdings im Schatten von Kennedys charismatischer Persönlichkeitswirkung. Dieser hatte seine Rede direkt vor ihm gehalten und dafür mehr als eine halbe Stunde lang Jubel geerntet. Zwar zeigten sich beide danach gemeinsam auf dem Podium, aber es blieb ein unbeholfener Versuch, Einigkeit zu zeigen. Carters Gegner bei der Präsidentschaftswahl war Reagan, den die Republikaner Mitte August auf ihrer Convention in Detroit zum Spitzenkandidaten erkoren hatten.[170]

Unmittelbar nach seiner Nominierung hatte Reagan in den Umfragen einen Vorsprung von knapp 30 % auf den amtierenden Präsidenten. Das demokratische Wahlkampfteam entschloss sich daher, die Kampagne weniger programmatisch auszurichten, sondern den Herausforderer direkt anzugehen. Mit dieser Strategie kam Carter Mitte Oktober auf einen Vorsprung von 2 %. Wegen dieses knappen Rennens erhielt die einzige TV-Debatte zwischen Reagan und Carter am 28. Oktober 1980 eine zentrale Bedeutung. Der republikanische Herausforderer reagierte in der Diskussion wiederholt mit der Floskel „There you go again“ („Da bist du schon wieder“), sobald Carter einen Streitpunkt ansprach. Außerdem schaute Reagan mehrfach in die Kamera und fragte das Fernsehpublikum direkt, ob es ihm besser ginge als vier Jahre zuvor. Die meisten Medien erklärten Carter danach zum Verlierer der TV-Debatte.[171]

Das wichtigste Thema im Wahlkampf war die grassierende Inflation. Reagan versprach, die Mineralölkonzerne von jeglicher staatlichen Kontrolle zu befreien, um die Probleme bei der Energieversorgung in den Griff zu bekommen. Carter hingegen schlug die Produktion vonsynthetischen Kraftstoffen vor. Weitere Punkte auf seiner Agenda waren diegesetzliche Regulierung von Schwangerschaftsabbrüchen, derEqual Rights Amendment („Verfassungszusatz zur Gleichberechtigung“) und nationale Gesundheitsfragen.[172] Am Wahltag am 4. November 1980 erlitt Carter eine herbe Niederlage. Er erhielt 41 % der Wählerstimmen gegenüber 50,7 % für Reagan. Im Electoral College kam Carter somit nur auf 49 Wahlleute, während auf Reagan 489 entfielen. Insgesamt gewann Carter außer inGeorgia nur in fünf weiteren Bundesstaaten und im District of Columbia. Neben dem Weißen Haus verloren die Demokraten nach 28 Jahren zudem die Mehrheit im Senat.

Friedensmissionen im Nahen Osten und Gründung des Carter Centers (1981–1986)

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Zurück in Plains hatten die Carters nach vier Jahren im Weißen Haus mit der Umstellung auf das „lethargische“ Landleben zu kämpfen. Carter, der neben der deutlichen Niederlage bei der Präsidentschaftswahl die negativen, ersten Bewertungen seiner Amtszeit verdauen musste, erlebte eine depressive Phase. Schon bald äußerte er sich in der Öffentlichkeit kritisch über seinen Nachfolger und warf ihm im Dezember 1981 Kriegslüsternheit der Sowjetunion gegenüber vor. Die ersten Auslandsreisen als Ex-Präsident führten Carter im August 1981 nachJapan sowie in die Volksrepublik China und im Oktober nach Ägypten zur Beerdigung Sadats.[173]

Im April 1982 bekundete Carter öffentlich sein Interesse an einer Rückkehr in die Politik und bot Reagan seine Unterstützung bei weiteren Friedensbemühungen imNahen Osten an. Sowohl Ford als auch Nixon sprachen in diesem Sinne beim Weißen Haus vor. Im gleichen Jahr gründete Carter dasCarter Center in Atlanta, das sich der globalen Konfliktlösung und dem Einsatz für Menschenrechte verschrieben hat. Die Zielsetzung dieserNon-Profit-Organisation hatte er zuvor gemeinsam mit Brzeziński, Vance,Colin Powell,Warren Christopher,Sol Linowitz und weiteren Experten erarbeitet. Wesentliche Geldgeber waren neben der in Atlanta ansässigenCoca-Cola Company große Stiftungen wie dieFord Foundation, dieRockefeller- und dieCarnegie-Stiftung.[174] Bis 1998 führte das Carter Center Wahlbeobachtungen in 17 Ländern durch und versorgte elf Millionen Menschen in Lateinamerika und Afrika mit Lebensmittelhilfe.[175] Noch 1982 erschienen Carters Memoiren über seine Zeit im Weißen Haus, die in der Kritik als ein gelehrtes, aber selbstbezogenes und trockenes Werk beschrieben wurden.[176]

Vor dem Hintergrund der Zuspitzung desLibanesischen Bürgerkriegs mit derIntervention Israels 1982 besuchte Carter im März 1983 Kairo. Zur Vorbereitung hatte er sich mit demKoran und derTora beschäftigt und Brzeziński hatte Treffen mit Nahostexperten organisiert. Schon im Vorhinein hatte Carter eine Zusammenkunft mitJassir Arafat ausgeschlossen, wegen dessen Weigerung, dasExistenzrecht Israels anzuerkennen. Während seines achttägigen Aufenthalts in Ägypten traf er aber anderePLO-Funktionäre. In angespannter Atmosphäre begegnete er anschließend in Israel Begin, den er zu einem sofortigen Rückzug aus Libanon aufforderte. Über die ZwischenstationenJordanien undSaudi-Arabien gelangte Carter schließlich nachBeirut. Bei hoher Gefährdungslage inmitten des Bürgerkrieggebiets und mit einermilitärischen Schutzweste ausgerüstet traf erAmin Gemayel, den Brudes des einige Monate zuvor bei einem Bombenanschlag ermordeten StaatspräsidentenBachir Gemayel. Im November war Carter in Atlanta Gastgeber einer viertägigen von Israel boykottierten Konferenz von Nahostexperten aus zehn Ländern, darunter sowjetische Wissenschaftler. Die Versammlung kam zu dem Schluss, dass das Camp-David-Abkommen eine Basis für einen umfassenden Frieden in der Region sein könnte.[177]

Im Jahr 1984 engagierte sich Carter beim sozialen BauprojektHabitat for Humanity. Mit anderen Freiwilligen aus Georgia half er für eine Woche publikumswirksam bei der Renovierung eines verlassenen Gebäudes in derLower East Side Manhattans. ImPräsidentschaftswahlkampf 1984 zeigte er sich kaum. Zwar sprach er zur Eröffnung der Democratic National Convention, aber die Rede fand in den Medien kaum Beachtung. Zudem betrachteten viele der Delegierten seine Anwesenheit auf dem Nominierungsparteitag kritisch, weil sie angesichts seiner als gescheitert betrachteten Präsidentschaft eine negative Auswirkung auf die Siegeschancen ihres Spitzenkandidaten Mondale befürchteten.[178]

Im April 1985 richtete Carter in Atlanta eine Konferenz zur Rüstungskontrolle aus, an der auch der sowjetische BotschafterAnatoli Fjodorowitsch Dobrynin teilnahm. Das Hauptziel der Versammlung war einen Weg zur nuklearen Abrüstung aufzuzeigen. Daneben nutzte Carter die Veranstaltung für Kritik an ReagansStrategic Defense Initiative (SDI), die alsStar Wars bekannt wurde. Im gleichen Jahr erschien sein BuchThe Blood of Abraham, das er vorab auf60 Minutes aufCBS vorstellen durfte.[179]

Das 1986 eröffneteJimmy Carter Library and Museum teilt sich den Gebäudekomplex mit dem Carter Center (2024)

Im Sommer und November 1986 besuchte CarterÄquatorialafrika beziehungsweisePakistan undBangladesh im Rahmen einer Kampagne zur Bekämpfung desGuineawurms. Als Großspender konnte er unter anderem den pakistanischen BankierAgha Hasan Abedi und den japanischen UnternehmerRyōichi Sasakawa gewinnen. Durch diese Initiative wurde der Parasit bis 1993 in Pakistan komplett ausgerottet. Zum 62. Geburtstag Carters am 1. Oktober 1986 wurde das Carter Center in Atlanta eröffnet; an der Zeremonie nahm Präsident Reagan teil.[180]

Diplomatische Initiativen im Nahost- und Kuwaitkonflikt und Wahlbeobachter in Mittelamerika (1986–1991)

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Im Jahr 1987 stand Carters Tochter Amy mit dem ehemaligen Angeklagten der „Chicago Seven“,Abbie Hoffman, vor Gericht,[181] weil sie 1986 an derUniversity of Massachusetts Amherst gegen die Rekrutierung von Absolventen durch dieCIA und das südafrikanischeApartheidregime protestiert hatte.[182] Mit Unterstützung ihres Vaters wurde sie freigesprochen.[183] Ebenfalls 1987 reiste Carter erstmals in die Sowjetunion, wo er in Moskau auf GeneralsekretärMichail Sergejewitsch Gorbatschow und AußenministerAndrei Andrejewitsch Gromyko traf. Obwohl ihn die Reagan-Administration wegen der Gefährdungslage dringend davon abgeraten und jede Vermittlungsinitiative im Nahostkonflikt untersagt hatte, machte Carter einen Abstecher nachDamaskus und führte eine mehrstündige Unterredung mit dem syrischen StaatspräsidentenHafiz al-Assad. Gemeinsam mit Rosalynn veröffentlichte er 1987 das BuchEverything to Gain: Making the Most Out of the Rest of Your Life, das sich für zehn Wochen in derNew-York-Times-Bestsellerliste hielt.[184]

Bei derPräsidentschaftswahl 1988 unterstützte Carter den demokratischen KandidatenMichael Dukakis bestenfalls halbherzig. Er kritisierte dessen aus seiner Sicht mangelndes Verständnis für die Afroamerikaner und sympathisierte bei den Primaries mehr mit der Kandidatur vonJesse Jackson. Trotzdem erhielt Carter im Wahlkampf der Demokraten viel Aufmerksamkeit, denn die Democratic National Convention fand in Atlanta statt. Er führte Dukakis durch das Carter Center und engagierte sich in dessen Wahlkampf in Georgia. Wenig glücklich war er über die Wahlkampftaktik des RepublikanersGeorge H. W. Bush, Dukakis als einen „weiteren Jimmy Carter“ zu bezeichnen. Trotzdem sah er in Bushs letztendlichem Einzug in das Weiße Haus einen möglichen Neuanfang nach der Reagan-Ära. Noch vor dem Wahltag hatte Carter gemeinsam mit Ford die SchriftAmerican Agenda: Report on the 41st President of the U. S. veröffentlicht, die dem kommenden Präsidenten Handlungsoptionen für die drängenden politischen Aufgaben wie Reduzierung des Haushaltsdefizits an die Hand gab.[185]

Im Februar 1989 traf Carter zum Entsetzen des gleichfalls in Caracas sich aufhaltenden VizepräsidentenDan Quayle dennicaraguanischen Staatspräsidenten undSandinistenDaniel Ortega, der ihn als Wahlbeobachter für die Wahlen 1990 nach Nicaragua einlud. Bei dieser Gelegenheit kam es auch zu einem Geheimtreffen mitFidel Castro. Drei Monate später exponierte sich Carter, als er sich vor Ort in die von Gewalt begleiteten Wahlen Panamas einmischte, dieManuel Noriega am 7. Mai nur durch Betrug für sich entscheiden konnte. Auf einer Pressekonferenz gab Carter bekannt, dass Noriega eigentlich im Verhältnis 1:3 verloren habe. In Absprache mit Präsident Bush bot Carter dem panamaischen Diktator als Ausweg ein Exil in Spanien an.[186]

Carter, der noch Ende 1989 die Wählerregistrierung in Nicaragua begleitet hatte, prognostizierte im Februar drei Wochen vor der Präsidentschaftswahl einen Sieg Ortegas. Die UN unterstellte ihm daraufhin Voreingenommenheit für diesen Kandidaten. Am 25. Februar siegte jedoch zur allgemeinen ÜberraschungVioleta Barrios de Chamorro, die somit als erste Frau zu einer Regierungschefin eines zentralamerikanischen Landes wurde. Im April hatte Carter ein Geheimtreffen mitYasser Arafat in Paris, womit er später den Zorn des Kabinetts auf sich zog, das seine eigenmächtige diplomatische Initiative im Nahostkonflikt, insbesondere Gespräche mit der PLO,[187] als „möglichen Verrat“ verurteilte. Als sich die Lage nach der Eroberung Kuwaits durch den Irak immer weiter zuspitzte und eine internationale Koalition im Rahmen der UN und unter Führung Washingtons ihre Truppen zusammenzog, versuchte Carter unermüdlich einen Krieg abzuwenden, wozu er unter anderem am 19. November einen Brief an alle Staatschefs der Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und ein Dutzend weitere bedeutende Regierungen. Präsident Bush war über dieses, für ihn vollkommen unverständliche Vorgehen Carters außer sich.[188]

Noch eine Woche vor dem Beginn desZweiten Golfkriegs und wieder ohne Wissen geschweige denn Billigung des Weißen Hauses führte Carter Anfang Januar 1991 mit mehreren arabischen Staatsführern im Nahen Osten Gespräche, um eine diplomatische Lösung für den Konflikt um den Kuwait herbeizuführen. Später arbeitete er mit der Bush-Administration zusammen und begleitete AußenministerJames Baker auf mehrere Auslandsmissionen in Lateinamerika, die inGuyana,Suriname und weiteren vier Nationen zu einem nachhaltigen Bekenntnis zur Demokratie führten. Andere diplomatische Unternehmungen brachten Carter in diesem Jahr mehrfach nach Nicaragua sowieSambia undHaiti.[189]

Vorbereitung des Genfer Rahmenabkommens mit Nordkorea und Vermittlungsbemühungen im Bosnienkrieg (1992–1997)

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Bei den demokratischen Primaries für diePräsidentschaftswahl 1992 unterstützte Carter anfangs den Senator aus MassachusettsPaul Tsongas, den er für moralisch integrer als dem, Gerüchte um sexuelle Eskapaden anhaftenden, Bill Clinton hielt, schwenkte dann aber bis zum Nominierungsparteitag im Juli 1992 in New York in das Lager desGouverneurs von Arkansas um. Dort war er einer der Hauptredner und gewann im August Bill und Hillary Clinton sowie den Running MateAl Gore und Gattin als Arbeiter für einen Hausbau in Atlanta des sozialen Projekts Habitat for Humanity.[190]

MitJemen besuchte Carter im August 1993 das 100. Land seit seiner Abwahl. Auf seinem Programm stand in diesem Jahr eine Reise nachNordkorea. Angesichts des Austritts vonPjöngjang aus demAtomwaffensperrvertrag konnte AußenministerWarren Christopher den Ex-Präsidenten davon überzeugen, von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen. ImSudan bemühte sich Carter um eine Vermittlung imZweiten Bürgerkrieg. Angesichts der überall grassierenden Korruption brach er danach eine Wahlbeobachtungsmission in Togo ab.[191]

Im Juni 1994 nahm er entgegen dem Willen derRegierung Clinton eine Einladung von Nordkoreas DiktatorKim Il-sung an. Der Konflikt ging im Wesentlichen um eine Inspektion von möglichen Produktionsstätten für Nuklearwaffen durch die Vereinten Nationen, die Nordkorea als einen Entzug seiner staatlichen Souveränität betrachtete und am 5. Juni explizit mit Krieg im Falle von Sanktionen drohte. Nachdem Carter seinen Reiseplan öffentlich gemacht und mit Clinton telefoniert hatte, erhielt er schließlich eine Reiseerlaubnis und traf am 13. Juni in Pjöngjang ein. In seinen späteren Erinnerungen ordnete er diese Mission als seine herausforderndste ein. Auf einer Yachtfahrt auf demTaedong-gang konnte er Kim Il-sung von einem Einfrieren des Atomprogramms, internationalen Inspektionen und einem Gipfeltreffen mitSüdkoreas PräsidentenKim Young-sam überzeugen.[192] Im Gegenzug ersetzten die Vereinigten Staaten Nordkoreas gasgekühltegraphitmoderierten Kernreaktoren durchLeichtwasserreaktoren. Das von Washington und Pjöngjang später Oktober 1994 unterzeichneteGenfer Rahmenabkommen bestätigte im Wesentlichen den von Carter ausgehandelten Kompromiss.[193] Zuerst jedoch zeigte ihm die Clinton-Administration nach seiner Rückkehr aus Nordkorea im Juni 1994 die kalte Schulter und befürwortete weiterhin ein Sanktionsregime gegen Nordkorea. Einige Republikaner verglichen Carters Nordkoreadiplomatie mit derAppeasement-Politik vonNeville Chamberlain. Am 7. Juli starb Kim Il-sung während der Vorbereitungen zu dem Staatstreffen mit Kim Young-sam und sein NachfolgerKim Jong-il willigte in die Forderungen des Westens ein im Gegenzug für einen Verzicht auf Sanktionen.[194]

Am 17. September 1994 fand sich ohne Einwilligung von Außenminister Christopher eine Troika aus Carter,Colin Powell und dem Senator aus GeorgiaSam Nunn inPort-au-Prince ein, um den MilitärdiktatorRaoul Cédras von einem Machtverzicht zu überzeugen. Anfangs gegen den Willen Clintons setzte sich Carter für eine Re-InthronisierungJean-Bertrand Aristides als Staatspräsident ein, der 1990 durch rechtmäßige Wahlen in dieses Amt gekommen war, bevor das Militär 1991 putschte. Als Druckmittel hatte das Weiße Haus eineLuftlandedivision in Gefechtsbereitschaft versetzt und Cédras für den Rücktritt ein Ultimatum bis zum 19. September gesetzt. Bei einem Abendessen mit der Cédras-Familie kam es zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen Carter und dem Diktator, woraufhin die Troika Haiti verließ. Eigenmächtig und ohne eine entsprechende Pressekonferenz Clintons abzuwarten, verkündete Carter aufCNN, das eine Vereinbarung mit Cédras getroffen worden war und dieser nach Panama ins Exil gehen werde. Der Präsident war von Carters Vorgehen abgestoßen, während dieser niedergeschlagen nach Georgia zurückkehrte. Kurz darauf handelte das Weiße Haus mit Cédras einen Deal aus und Aristide kehrte am 15. Oktober 1994 in sein Amt zurück. Die Beziehung zwischen Clinton und Carter blieb distanziert bis frostig; im Weißen Haus galt der Ex-Präsident als zum Teamplay ungeeigneter Einzelgänger.[195]

Dieses Mal mit Billigung des Weißen Hauses kam Carter im Dezember 1994 einer Einladung vonRadovan Karadžić nach, dem Präsidenten derRepublika Srpska, um einen Waffenstillstand imBosnienkrieg zu vermitteln. Auf den ZwischenstationenZagreb undSarajevo führte er Gespräche mit den anderen Kriegsparteien, bevor er inPale mit Karadžić eine viermonatige Feuerpause vereinbarte. Zurück in Sarajevo erfuhr er jedoch, dass das State Department seine Initiative ablehnte und diebosnischen Muslime sich am Wortlaut des Übereinkommens störten. Die Feuerpause währte nur kurz und endete mit dem serbischen Beschuss der UN-SchutzzoneBihać, die vonbosnischen Regierungstruppen gehalten wurde. Im Juni 1995 lud ihn der der Senatsausschuss für militärische Angelegenheiten (United States Senate Committee on Armed Services) als Experten ein, um seine Einschätzung zum Bosnienkrieg anzuhören. Er war der erste Ex-Präsident seit Truman, der solch eine Einladung zu einemSenatsausschuss erhielt. Carter sagte aus, dass die Vereinten Nationen nicht in der Lage dazu seien, den Bosnienkrieg einzudämmen, und die Lage deswegen neu betrachtet werden müsse. Kurz darauf eskalierte mit demMassaker von Srebrenica im Juli 1995 der Krieg weiter.[196]

Im Januar 1996 begleitete Carter als Co-Vorsitzender eine Kommission zum Monitoring der ersten Wahlen zur Präsidentschaft derPalästinensischen Autonomiebehörde. Nach einem Treffen mit dem aussichtsreichsten Kandidaten Arafat inGaza beobachtete Carter den Wahlprozess inBethlehem. Zwar bemängelte Carter später Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen inHebron an, die er trotz einer Sicherheitswarnung des israelischen MinisterpräsidentenShimon Peres vor Ort überprüft hatte, aber der klare Wahlsieger Arafat hob hervor, wie wichtig Carter für die Wahldurchführung gewesen sei. Im März besuchte er wie versprochen Carter in Plains; bis dahin hatte sich der Optimismus über denOslo-Friedensprozess nach den ersten demokratischen Präsidentschaftswahlen für die Palästinensische Autonomiebehörde wegen drei Autobomben-Anschlägen durch dieQassam-Brigaden mit knapp 60 Opfern in Jerusalem undAshkelon keine zwei Monate später gelegt. Weil er erst in letzter Minute eine Einladung zum Nominierungsparteitag erhielt, lehnte er eine Teilnahme an der Democratic National Convention in August ab.[197]

Im Herbst 1997 kritisierte Carter Präsident Clinton aufCNN in scharfen Worten; er warf diesem mangelnde Ethik beim Einsammeln von Wahlkampfspenden vor und nutzte in diesem Zusammenhang das Wort Bestechlichkeit. Im Dezember 1997 überwachte er mit Powell und über 60 weiteren Beobachtern die Wahlen inJamaika.[198]

Weitere diplomatische Initiativen, Friedensnobelpreis und Übergabe des Carter Centers an den Enkel (1998–2015)

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Im Januar 1998 kam es zu einer versöhnlichen Begegnung zwischen Clinton und Carter im Oval Office wenige Tage nach Bekanntwerden derLewinsky-Affäre. die im Oktober 1998 zumAmtsenthebungsverfahren gegen Bill Clinton führte. Nach einem 90-minütigen Gespräch bat Clinton den Ex-Präsidenten für ihn zu beten. Im November 1998 besuchte Carter nachHurrikan Mitch die Katastrophengebiete in Honduras und Nicaragua.[199]

Im August 1999 verlieh ihm Präsident Clinton diePresidential Medal of Freedom („Freiheitsmedaille des Präsidenten“), eine der beiden höchsten zivilen Auszeichnungen in den Vereinigten Staaten. Zuvor hatte er im Februar und Juni dieses Jahres unter schwierigen Bedingungen stattfindende Wahlen in Nigeria beziehungsweise Indonesien beobachtet. Im Falle der Wahl vonOlusegun Obasanjo zumStaatspräsident Nigerias räumte Carter ein, dass er nicht sicher sei, ob diese rechtmäßig verlaufen sei. Das Monitoring derWahl zum Präsident Indonesiens gestaltete sich für Carter vor allem wegen der geographischen Bedingungen mit der Dislozierung Dutzender Inseln in seinem Beobachtungsgebiet als schwierig. Am 14. Dezember 1999 stand die Übergabezeremonie des Panamakanals an die Republik Panama gemäß der Torrijos-Carter-Verträge von 1977 an. Weil es im Vorfeld zu Spannungen zwischen Washington undPanama-Stadt gekommen war, standen nicht Präsident Clinton oder Außenministerin Allbrigt der Delegation der Vereinigten Staaten vor, sondern Carter.[200]

Nachdem dieSouthern Baptist Convention (SBC) 1998 beschlossen hatte, dass sich Frauen ihren Männern unterordnen müssten und nicht mehr als Pastorinnen arbeiten dürften, verließ Carter zwei Jahre später aus Protest die SBC.[201] Dazu schickte er an mehr als 70.000 Kirchenmitglieder einen kritischen Brief, in dem er die Doktrin der SBC als zu streng und ihreBibelexegese als zu wortwörtlich angriff. Dennoch blieb er seiner Baptistengemeinde in Plains treu und engagierte sich weiterhin in der Kirchenarbeit unter anderem als Lehrer in der Sonntagsschule.[202]

Im Mai 2002 traf er sich mitFidel Castro. Für seine Bemühungen um Frieden und Menschenrechte erhielt Carter 2002 denFriedensnobelpreis. Damit war er nachTheodore Roosevelt undWoodrow Wilson der dritte Präsident der Vereinigten Staaten, dem diese Auszeichnung zugesprochen wurde. Doch im Unterschied zu seinen Vorgängern und dem später ausgezeichnetenBarack Obama erhielt er sie nicht für sein Wirken als Präsident, sondern für sein Wirken nach seiner Amtszeit im Weißen Haus. Der Nobelpreis brachte ein wiedererwachtes Interesse an Carter zutage. Während seine Präsidentschaft von vielen nach wie vor als gescheitert betrachtet wurde, wuchs die Wahrnehmung, dass er von allen Präsidenten des 20. Jahrhunderts möglicherweise der erfolgreichsteelder Statesman gewesen sei.[203]

Carter kritisierte 2004George W. Bush undTony Blair, die denDritten Golfkrieg aufgrund von „Lügen und Fehlinterpretationen“ begonnen und damit westliche Werte geopfert hätten.

Im Dezember 2006 entbrannte in Medien eine heftige Debatte über Carters BuchPalestine: Peace, not Apartheid, in dem er Israel die Hauptschuld für den ungelösten Palästinakonflikt gab. Während er die Vorgehensweise Israels als unmenschlich und völkerrechtswidrig brandmarkte, beschuldigte er sein eigenes Land der unkritischen Parteinahme für Israel.

Carter im Februar 2011 in derJohnson-Präsidentenbibliothek

Im August 2010 erreichte Carter auf einer privaten Reise nachNordkorea im Gespräch mit dem dortigen stellvertretenden MachthaberKim Yong-nam die Freilassung des wegen illegaler Einreise zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilten AmerikanersAijalon Mahli Gomes.[204] Im Jahr 2012 half Carter beim Wiederaufbau von Häusern nach demHurrikan Sandy.[205]

Jimmy Carter war von der Gründung 2007 bis 2016 Mitglied der GruppeThe Elders („Die Ältesten“), einem vonNelson Mandela ins Leben gerufenen Zusammenschluss von herausragenden ehemaligenStaatsmännern und -frauen, Friedensaktivisten, Menschenrechtlern sowie prominenten Intellektuellen.[206]

Carters EnkelsohnJason Carter, der wie sein Vater ebenfalls eine politische Laufbahn bei der Demokratischen Partei eingeschlagen hatte, übernahm 2015 den Vorstandsvorsitz desCarter Centers.[207]

Spätere Lebensjahre und Erkrankung (2015–2024)

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Im August 2015 gab Carter bekannt, an einem metastasiertenMelanom erkrankt zu sein.[208] Die Diagnose war nach der Operation einer Leberläsion gestellt worden, weitere Untersuchungen hattenHirnmetastasen festgestellt. Carter unterzog sich einerStrahlentherapie und einerImmuntherapie mitPembrolizumab, die den Tumor in eine vorübergehendeRemission brachte.[209] Am 22. März 2019 wurde Carter zum Präsidenten, der das höchste Lebensalter erreichte.[210]

Bis zum Jahr 2020 veröffentlichte Carter 32 Bücher zu verschiedenen Themen vom Angelsport über den religiösen Glauben bis hin zum Nahen Osten. Sein BuchAn Hour Before Daylight: Memories of a Rural Boyhood über die Erinnerungen an eine Kindheit auf dem Land war einer der Finalisten für denPulitzer-Preis 2002.[211]

Im Februar 2023 gab das Carter Center bekannt, dass er sich entschieden habe, auf eine weitere medizinische Behandlung zu verzichten und sich künftig zu Hausepalliativ pflegen zu lassen.[212] Auch seine Frau Rosalynn begab sich wegen einer Demenzerkrankung in Palliativpflege im Kreis ihrer Familie und starb nach 77 Ehejahren am 19. November 2023 im Alter von 96 Jahren.[213] Am 1. Oktober 2024 feierte Carter seinen 100. Geburtstag. Einige Wochen zuvor hatte er sich gewünscht, zumindest so lange am Leben zu bleiben, bis er seine Wählerstimme bei deranstehenden US-Präsidentschaftswahl für die demokratische BewerberinKamala Harris abgeben konnte. Dies tat er kurz nach seinem 100. Geburtstag per Briefwahl.[214] Am 29. Dezember 2024 starb er im Alter von 100 Jahren in seinem Haus in Plains.[215]

Nach Carters Tod erklärte PräsidentJoe Biden den 9. Januar 2025, an dem später die staatliche Trauerfeier inWashington stattfand, zum nationalen Trauertag.[216] Darüber hinaus veranlasste er, dieUS-Flaggen amWeißen Haus, an allen staatlichen Einrichtungen und militärischen Anlagen sowie an den US-Botschaften im Ausland für einen Zeitraum von 30 Tagen aufhalbmast zu senken.[217]

Nachleben

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Historische Rezeption

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Der amerikanische PolitikwissenschaftlerFred Greenstein (2009) hebt hervor, dass Carter mit nur moderaten politischen Erfahrungen in das höchste Amt gekommen ist. Er vergleicht ihn in dieser Beziehung mit der Figur des Jefferson Smith aus der FilmkomödieMr. Smith geht nach Washington. Bis in die 1970er Jahre hinein sei dies ein unwahrscheinlicher Aufstieg gewesen, der erst durch den Machtverlust des traditionellen Parteiapparats innerhalb der Demokraten nach derNational Convention von 1968 ermöglicht worden sei. Ein weiteres Charakteristikum sei Carters Religiosität gewesen; unter den modernen Präsidenten habe keiner christlichen Werten eine derart zentrale Rolle im politischen Handeln zugewiesen.[218]

Laut dem PolitikwissenschaftlerGebhard Schweigler (2018) ist das Ansehen von Carters Leistungen als Präsident unverändert gering. So habe der demokratische PräsidentBill Clinton sich darum bemüht, politisch mit Carter keine Gemeinsamkeiten zu zeigen. Schweigler betrachtet diese ungünstige Bewertung als überzogen, Carter habe „unter schwierigen Umständen schwere Aufgaben“ wahrnehmen müssen und einige langfristige Erfolge erzielen können. Sein Energieprogramm sowie die Gesundheits- und Sozialreform seien ihrer Zeit weit voraus gewesen. Auch seine außenpolitischen Ansätze mit dem Fokus auf Demokratisierung und Menschenrechte haben sich nach seiner Amtszeit als fruchtbar erwiesen. Ähnliches gilt für die Normalisierung der Beziehungen mit Gegnern des Kalten Kriegs. Insgesamt betrachtet Schweigler Carter als einen gescheiterten Präsidenten, der sich aber als „Initiator vorausschauender politischer Maßnahmen“ ausgezeichnet habe.[219]

In der vonArthur M. Schlesinger, Sr. im Jahr 1948 erstmals durchgeführten und 1962 sowie 1996 durch seinen SohnArthur M. Schlesinger wiederholten systematischen Expertenbefragung zur Bewertung der Präsidentschaften landete Carter 1997 in der vierten („Durchschnitt“) von sechs Kategorien, womit er sich in Gesellschaft von Ford, Reagan,George H. W. Bush undBill Clinton befand.[220] Bei einer anderen, seit 2000 mehrfach wiederholten Expertenbefragung aufC-SPAN erreichte Carter jeweils Platzierungen zwischen 22 und 26.[221]

Ehrungen und Denkmäler

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Das Carter Campaign Office (2024) im Jimmy Carter National Historical Park

1987 wurde in Plains auf Beschluss des Kongresses die Jimmy Carter National Historical Site eingerichtet.[222] Im Dezember desselben Jahres wurde der Distrikt in dasNational Register of Historic Places („Nationales Verzeichnis historischer Orte“) eingetragen.[223] Im Januar 2021 setzte PräsidentDonald Trump ein vom Kongress verabschiedetes Gesetz in Kraft, wodurch dieNational Historic Site in Plains zu einemNational Historical Park aufgewertet wurde. Der Jimmy Carter National Historical Park enthält die Carter Boyhood Farm, auf der Carter seine Kindheit verbrachte, die Plains High School, wo er zur Schule ging, und mit dem Carter Campaign Office das ehemalige Bahnhofsgebäude, das ihm als Hauptquartier im Präsidentschaftswahlkampf 1976 diente.[224]

Im Jahr 1986 eröffnete dasJimmy Carter Library and Museum in Atlanta, das alsPräsidentenbibliothek Dokumente und persönliche Papiere aus seiner Amtszeit verwahrt. Nach Carter wurde die 2005 in Dienst gestellte USSJimmy Carter benannt, ein Atom-U-Boot derSeawolf-Klasse. Außerdem trägt mit dem nahe Americus gelegenen Jimmy Carter Regional Airport ein Flugplatz seinen Namen. Im Jahr 2012 wurde eine neu entdeckteSpringbarsch-Art nach Carter benannt, dieEtheostoma jimmycarter.[225]

Auszeichnungen

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Werke (Auswahl)

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Quellen

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Literatur

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Filmdokumentationen

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  • Jimmy Carter Man from Plains, 2007 vonJonathan Demme; deutsch:Jimmy Carter – Der Mann aus Georgia.
  • Jimmy Carter: The making of a Rock n Roll President, von Mary Wharton (Vereinigte Staaten, 2020).

Weblinks

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Commons: Jimmy Carter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Jimmy Carter – Zitate
Wikiquote: Jimmy Carter – Zitate (englisch)
Wikisource: Jimmy Carter – Quellen und Volltexte (englisch)

Anmerkungen

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  1. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Routledge, Oxon 2015,ISBN 978-1-315-70652-8, S. 494.
  2. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 518.
  3. Julian E. Zelizer:Jimmy Carter New York 2010, S. 19.(books.google.de)
  4. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 494.
  5. Jonathan Alter:His Very Best: Jimmy Carter, a Life. New York 2020, S. 15.
  6. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 494.
  7. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 502.
  8. Julian E. Zelizer:Jimmy Carter New York 2010, S. 20.(books.google.de)
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    Frank Bösch:Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann. C. H. Beck, München 2019,ISBN 978-3-406-73308-6, S. 393.
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  164. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 678.
  165. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 678f.
  166. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 680.
  167. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 683.
  168. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 679.
  169. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 680.
  170. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 679f.
  171. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 680f.
  172. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 681.
  173. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 684.
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  176. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 687.
  177. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 689f.
  178. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 692.
  179. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 694.
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  182. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 696f.
  183. Jonathan Alter:His Very Best. Jimmy Carter, a Life. New York 2020, S. 620.
  184. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 699.
  185. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 700.
  186. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 704.
  187. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 699.
  188. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 705f.
  189. Julie Nelson:American Presidents: Year by Year. Volumes 1–3: 1732–2000. Oxon 2015, S. 708.
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    Rick Perlstein:True Colors. Was Jimmy Carter an outlier?. In:The Nation. 4. Oktober 2021, abgerufen am 1. Januar 2025.
    Angus Reilly:Review of Jonathan Alter. His Very Best: Jimmy Carter, a Life; Kai Bird. The Outlier: The Unfinished Presidency of Jimmy Carter; Stuart E. Eizenstat. President Carter: The White House Years; Rick Perlstein. Reaganland: America’s Right Turn. In:New Global Studies.Band 17,Nr. 2, 2023,S. 243–255,doi:10.1515/ngs-2023-0023. 

George Washington (parteilos, 1789–1797) |John Adams (F, 1797–1801) |Thomas Jefferson (D-R, 1801–1809) |James Madison (D-R, 1809–1817) |James Monroe (D-R, 1817–1825) |John Quincy Adams (D-R, 1825–1829) |Andrew Jackson (D, 1829–1837) |Martin Van Buren (D, 1837–1841) |William Henry Harrison (W, 1841) |John Tyler (W/parteilos 1841–1845) |James K. Polk (D, 1845–1849) |Zachary Taylor (W, 1849–1850) |Millard Fillmore (W, 1850–1853) |Franklin Pierce (D, 1853–1857) |James Buchanan (D, 1857–1861) |Abraham Lincoln (R, 1861–1865) |Andrew Johnson (D, 1865–1869) |Ulysses S. Grant (R, 1869–1877) |Rutherford B. Hayes (R, 1877–1881) |James A. Garfield (R, 1881) |Chester A. Arthur (R, 1881–1885) |Grover Cleveland (D, 1885–1889) |Benjamin Harrison (R, 1889–1893) |Grover Cleveland (D, 1893–1897) |William McKinley (R, 1897–1901) |Theodore Roosevelt (R, 1901–1909) |William Howard Taft (R, 1909–1913) |Woodrow Wilson (D, 1913–1921) |Warren G. Harding (R, 1921–1923) |Calvin Coolidge (R, 1923–1929) |Herbert Hoover (R, 1929–1933) |Franklin D. Roosevelt (D, 1933–1945) |Harry S. Truman (D, 1945–1953) |Dwight D. Eisenhower (R, 1953–1961) |John F. Kennedy (D, 1961–1963) |Lyndon B. Johnson (D, 1963–1969) |Richard Nixon (R, 1969–1974) |Gerald Ford (R, 1974–1977) |Jimmy Carter (D, 1977–1981) |Ronald Reagan (R, 1981–1989) |George H. W. Bush (R, 1989–1993) |Bill Clinton (D, 1993–2001) |George W. Bush (R, 2001–2009) |Barack Obama (D, 2009–2017) |Donald Trump (R, 2017–2021) |Joe Biden (D, 2021–2025) |Donald Trump (R, seit 2025)

Bulloch |Gwinnett |Treutlen |Houstoun |Wereat |Walton |Howley |Heard |Davies |Brownson |Martin |Hall |Houstoun |Elbert |Telfair |Mathews |Handley |Walton |Telfair |Mathews |Irwin |Jackson |Emanuel |Tattnall |Milledge |Irwin |Mitchell |Early |Mitchell |Rabun |Talbot |Clark |Troup |Forsyth |Gilmer |Lumpkin |Schley |Gilmer |McDonald |Crawford |Towns |Cobb |H. Johnson |J.E. Brown |J. Johnson |Jenkins |Ruger |Bullock |Conley |J. Smith |Colquitt |Stephens |Boynton |McDaniel |Gordon |Northen |Atkinson |Candler |Terrell |H. Smith |J.M. Brown |H. Smith |Slaton |J.M. Brown |Slaton |N. Harris |Dorsey |Hardwick |Walker |Hardman |Russell |E. Talmadge |Rivers |E. Talmadge |Arnall |Thompson |H. Talmadge |Griffin |Vandiver |Sanders |Maddox |Carter |Busbee |J. Harris |Miller |Barnes |Perdue |Deal |Kemp

1901: Dunant,Passy |1902: Ducommun,Gobat |1903: Cremer |1904: IDI |1905: von Suttner |1906: Roosevelt |1907: Moneta,Renault |1908: Arnoldson,Bajer |1909: Beernaert,Estournelles de Constant |1910: IPB |1911: Asser,Fried |1912: Root |1913: La Fontaine |1914–1916: nicht verliehen |1917: IKRK |1918: nicht verliehen |1919: Wilson |1920: Bourgeois |1921: Branting,Lange |1922: Nansen |1923–1924: nicht verliehen |1925: Chamberlain,Dawes |1926: Briand,Stresemann |1927: Buisson,Quidde |1928: nicht verliehen |1929: Kellogg |1930: Söderblom |1931: Addams,Butler |1932: nicht verliehen |1933: Angell |1934: Henderson |1935: von Ossietzky |1936: Lamas |1937: Cecil |1938: Internationales Nansen-Büro für Flüchtlinge |1939–1943: nicht verliehen |1944: IKRK |1945: Hull |1946: Balch,Mott |1947: The Friends Service Council,AFSC |1948: nicht verliehen |1949: Boyd-Orr |1950: Bunche |1951: Jouhaux |1952: Schweitzer |1953: Marshall |1954: UNHCR |1955–1956: nicht verliehen |1957: Pearson |1958: Pire |1959: Noel-Baker |1960: Luthuli |1961: Hammarskjöld |1962: Pauling |1963: IKRK, Liga der Rotkreuz-Gesellschaften |1964: King |1965: UNICEF |1966–1967: nicht verliehen |1968: Cassin |1969: IAO |1970: Borlaug |1971: Brandt |1972: nicht verliehen |1973: Kissinger, |1974: MacBride,Satō |1975: Sacharow |1976: Williams,Corrigan |1977: Amnesty International |1978: Sadat,Begin |1979: Mutter Teresa |1980: Pérez Esquivel |1981: UNHCR |1982: Myrdal,García Robles |1983: Wałęsa |1984: Tutu |1985: IPPNW |1986: Wiesel |1987: Arias Sánchez |1988: UN-Friedenstruppen |1989: Dalai Lama |1990: Gorbatschow |1991: Suu Kyi |1992: Menchú |1993: Mandela,Klerk |1994: Arafat,Peres,Rabin |1995: Rotblat,Pugwash Conferences on Science and World Affairs |1996: Ximenes Belo,Ramos-Horta |1997: ICBL,Williams |1998: Hume,Trimble |1999: Ärzte ohne Grenzen |2000: Kim |2001: UN,Annan |2002: Carter |2003: Ebadi |2004: Maathai |2005: IAEO,el-Baradei |2006: Yunus,Grameen Bank |2007: IPCC,Gore |2008: Ahtisaari |2009: Obama |2010: Liu |2011: Sirleaf,Gbowee,Karman |2012: EU |2013: OPCW |2014: Satyarthi,Yousafzai |2015: Quartet du dialogue national |2016: Santos |2017: ICAN |2018: Mukwege,Murad |2019: Abiy |2020: WFP |2021: Muratow,Ressa |2022: Bjaljazki,Memorial,Center for Civil Liberties |2023: Mohammadi |2024: Nihon Hidankyō |2025: Machado

Vorsitz

Juan Manuel Santos

Stellvertretender Vorsitz

Ban Ki-moonGraça Machel

Mitglieder

Gro Harlem BrundtlandHelen ClarkElbegdorj TsakhiaZeid Ra’ad Al HusseinHina JilaniEllen Johnson SirleafDenis MukwegeMary RobinsonErnesto Zedillo

Ehemalige Mitglieder

Martti AhtisaariKofi Annan (ehemaliger Vorsitzender) •Ela BhattLakhdar BrahimiFernando Henrique CardosoJimmy CarterRicardo LagosNelson Mandela (Gründer) •Aung San Suu KyiDesmond Tutu (ehemaliger Vorsitzender) •Muhammad YunusLi Zhaoxing

Initiatoren

Peter GabrielRichard Branson

Chief Executive Officers

Mabel van Oranje •Lesley-Anne Knight •David Nussbaum •Alistair Fernie

Lieder

Live and Let Live

Personendaten
NAMECarter, Jimmy
ALTERNATIVNAMENCarter, James Earl junior; Carter, Jimmy junior (Spitzname)
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanischer Politiker, 39. Präsident der USA (1977–1981)
GEBURTSDATUM1. Oktober 1924
GEBURTSORTPlains,Georgia
STERBEDATUM29. Dezember 2024
STERBEORTPlains,Georgia
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