Jean-Louis Rolland (*15. Februar1891 inLanderneau; †9. Juli1970 inJard-sur-Mer) war einfranzösischerPolitiker undRésistance-Kämpfer.

Jean-Louis Rolland warKommis bei der französischen Marine. Er wurde 1929 zum Bürgermeister von Landerneau (das Amt hatte er bis 1942 inne) und bei denParlamentswahlen von 1936 zumsozialistischen Abgeordneten desDépartements Finistère gewählt.[1]
Im Juli 1940 war er einer der achtzig Abgeordneten („les quatre-vingts“), die gegen dieerweiterten Vollmachten für MarschallPétain stimmten. Im Widerstand gehörte er der BewegungLibération Nord an. Als Mitglied desComité départemental de libération du Finistère[A 1] (Komitee für die Befreiung des Departements Finistère) wurde er im Februar 1944 verhaftet. Er war Teil eines Konvois politischer Gefangener, die am 2. August 1944 inRennes in Richtung Deutschlanddeportiert wurden. Während des Transports entkam er am 4. August 1944 inSaint-Mars-du-Désert[A 2] durch einen Sprung aus dem fahrenden Zug.[1][2][3]
Nach derBefreiung Frankreichs wurde er erneut Bürgermeister von Landerneau (zunächst von 1944 bis 1947, dann von 1953 bis 1965), gehörte derAssemblée consultative provisoire (provisorische beratende Versammlung) an und wurde1945 erneut zum sozialistischen Abgeordneten gewählt. Ab 1955 saß er bis 1959 imRat der Republik und in dessen Nachfolgeorganisation, demSenat.[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rolland, Jean-Louis |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 15. Februar 1891 |
| GEBURTSORT | Landerneau |
| STERBEDATUM | 9. Juli 1970 |
| STERBEORT | Jard-sur-Mer |