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Iserlohn

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WappenDeutschlandkarte
Iserlohn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Iserlohn hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:51° 23′ N,7° 42′ O51.3811111111117.6955555555556247Koordinaten:51° 23′ N,7° 42′ O
Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk:Arnsberg
Kreis:Märkischer Kreis
Höhe:247 m ü. NHN
Fläche:125,49 km²
Einwohner:93.326 (31. Dez. 2024)[1][2]Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt
Postleitzahlen:58636–58644
Vorwahlen:02371,02374,02304,02352,02378Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen:MK
Gemeindeschlüssel:05 9 62 024
LOCODE:DE ISE
Stadtgliederung:5Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schillerplatz 7
58636 Iserlohn
Website:www.iserlohn.de
Bürgermeister:Michael Joithe (Die Iserlohner)
Lage der Stadt Iserlohn im Märkischen Kreis
Karte
Karte

Iserlohn (westfälischIserlaun, Iserliaun, ausmittelniederdeutschîse(r)n-lô(ch). „Eisenwald“ – Betonung liegt auf der letzten Silbe -lohn.) ist einegroße kreisangehörige Stadt sowieMittelstadt imMärkischen Kreis (Regierungsbezirk Arnsberg) inNordrhein-Westfalen und mit rund 93.000 Einwohnern[2] die größte Stadt des Märkischen Kreises und desSauerlandes.

Erste Siedlungsspuren im Stadtgebiet sind über 1000 Jahre alt, die Gründung der Stadt liegt etwa 770 Jahre zurück. Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte Iserlohn dank derMetallindustrie einen wirtschaftlichen Aufschwung und war jahrzehntelang zweitgrößte StadtWestfalens (nach Münster). Heute ist die Wirtschaft neben der Metallweiterverarbeitung vor allem durch chemische und medizinische Produktion und Dienstleistungen geprägt.

Iserlohn hat unter anderem durch denEishockeyvereinIserlohn Roosters, dieDechenhöhle und das Bier derPrivatbrauerei Iserlohn Bekanntheit erlangt. Die Stadt gehört zur europäischenMetropolregionRhein-Ruhr. Sie ist zweifacher Hochschulstandort und war Gastgeber des von Studenten organisiertenCampus Symposiums, einer internationalen Wirtschaftskonferenz. Wegen der großen Waldflächen im Stadtgebiet führt Iserlohn den Beinamen „Waldstadt“.

Geografie

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Blick über Iserlohn
Baarbach

Lage

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Iserlohn liegt inSüdwestfalen und grenzt unmittelbar an das Ruhrgebiet.[3] Das Stadtgebiet ist Teil desSauerlandes und weist große Waldflächen im Stadtwald, im Seilerwald undAuf der Humpfert inLetmathe auf.

Das Stadtgebiet wird im Westen auf einer Länge von 7,2 km von derLenne durchquert und von derRuhr im Norden zumKreis Unna hin begrenzt, die eine Länge von 7,5 km im Stadtgebiet aufweist. Wichtige Bäche sind derGrüner Bach, der in die Lenne fließt, und derBaarbach, der im Norden in die Ruhr mündet. Der Baarbach ist samt Quellbach 18 km lang und damit das längste Gewässer in Iserlohn. Das Kernstadtgebiet und die Gebiete nördlich davon gehören zumNiedersauerland, während die – außerhalb der Stadtgrenzen – bis546 m hoheIserlohner Höhe, die sich südlich an die Kernstadt anschließt, Teil desMärkischen Oberlandes ist.

Das Stadtgebiet erstreckt sich über das Tal der Ruhr mit dem niedrigsten Punkt Iserlohns (zirka106 m ü. NN) im Norden bis zu den Höhen desNaturparks Sauerland-Rothaargebirge im Süden mit einer Distanz von 18,5 km. Die maximale Ausdehnung von Westen nach Osten beträgt nur 10,7 km. Der höchste Punkt ist mit493,9 m ü. NN derRüssenberg auf der Iserlohner Höhe im Süden der GemarkungKesberns. Das Stadtzentrum liegt in einer Höhe von250 m ü. NN. Weitere nennenswerte Berge sind derStuckenberg (451,4 m) südöstlich der Kernstadt, dieHilkenhöhe (441,7 m) im Süden Lössels und derFröndenberg (390,5 m) süd(west)lich der Kernstadt, auf dem derDanzturm steht.

Die Gesamtfläche Iserlohns beträgt 12.551Hektar (ha).[4] Auf Gebäude und Freiflächen entfallen 2088 ha, auf Verkehrsflächen 849 ha und auf Betriebsgelände 57 ha. 74,1 % der Fläche Iserlohns sind Grünflächen. Davon sind 211 ha Sport- und Grünanlagen sowie Campingplätze, 4562 ha landwirtschaftliche Flächen und 4526 ha Wald. Hinzu kommen noch 117 ha Gewässer und 141 ha Übungsgelände und sonstige Flächen. Eine grobe Einteilung des Stadtgebiets zeigt eine eher landwirtschaftliche Prägung des nördlichen Drittels, während das südliche Drittel von Wäldern beherrscht wird. Der mittlere Bereich ist ein breiter Siedlungsstreifen, der von einer Stadtgrenze zur anderen verläuft.

Ehemalige Gemeinden im Stadtgebiet von Iserlohn

Stadtgliederung

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Iserlohn ist offiziell nicht in Stadtbezirke gegliedert. Bei der kommunalen Neugliederung zum 1. Januar 1975 wurden die Städte Iserlohn und Letmathe sowie mehrere kleine Gemeinden zusammengeschlossen. Die heutigen Ortsteile lassen sich den damaligen Gemeinden wie folgt zuordnen. Zu (Alt-)Iserlohn zählen die Innenstadt mit Randgebieten und die StadtteileWermingsen, Nußberg,Gerlingsen,Hombruch,Iserlohner Heide, Dröscheder Feld undObergrüne. Im Nordosten liegtSümmern mit den Ortsteilen Griesenbrauck und Rombrock. Im Norden befindet sichHennen mitRheinen,Drüpplingsen,Kalthof,Leckingsen, Refflingsen undRheinermark. Im Westen die ehemalige StadtLetmathe mit den zugehörigen OrtsteilenDröschede,Oestrich,Stübbeken,Grürmannsheide,Genna,Lössel,Untergrüne, Pillingsen,Lasbeck undRoden. Ganz im Süden der Stadt liegt schließlichKesbern mit den DörfernAttern, Wixberg,Dahlsen und Hegenscheid.

In den Stadtteilen Hennen und Letmathe hat die Stadt IserlohnBürgerbüros eingerichtet.

Nachbargemeinden

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Die Nachbargemeinden Iserlohns von Westen im Uhrzeigersinn: kreisfreie StadtHagen, imKreis UnnaSchwerte,Holzwickede undFröndenberg, imMärkischen KreisMenden,Hemer,Altena undNachrodt-Wiblingwerde.

Geologie

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Pater und Nonne

Geologisch ist der Iserlohner Raum Teil desRechtsrheinischen Schiefergebirges. Die Gesteine stammen vor allem aus den EpochenMitteldevon bisOberkarbon (vor etwa 390 bis 260 Millionen Jahren). Der Gebirgsbau des Gebietes wird durch denvariszisch angelegten Remscheid-Altenaer Sattel dominiert, dessen Scheitellinie in Richtung Westsüdwest–Ostnordost durch den Süden Iserlohns verläuft. Dieser Bereich gehört zur Hochfläche des Märkischen Oberlandes, das nach Norden hin steil abfällt. Hier treten die etwa 390 Millionen Jahre alten aus demGivetium/Mitteldevon stammendenUnteren Honseler Schichten zu Tage. Aufgeschlossen sind diese am Honsel, am Emberg und am Fröndenberg. Im Bereich der Innenstadt liegen die kalk- und erzhaltigenOberen Honseler Schichten, ebenfalls aus dem Mitteldevon. Die markanteste Felsformation ist der Bilstein, auf dem die mittelalterliche Stadt errichtet wurde.

Nördlich daran schließt sich ein Band mit mitteldevonischem Massenkalk an, das von Hagen bisBalve reicht. Infolge der intensivenVerkarstung des Karbonatgesteins bildeten sich einige weitläufige Höhlensysteme. Von den über 80 im Iserlohner Raum bekannten Höhlen ist dieDechenhöhle die bekanntesteTropfsteinhöhle. Weitere große Höhlen sind die 850 m lange „Emsthöhle“[5] am Südhang der Emst, die etwa 750 m langeKreuzhöhle (benannt nach dem „Eisernen Kreuz“, das direkt über der Höhle liegt) und die nahe der Dechenhöhle gelegene, bis auf 800 m erforschteKnitterhöhle. Da der hintere Teil unter Wasser steht, ist die tatsächliche Länge noch unbekannt. Zu nennen ist auch dieGrürmannshöhle in Letmathe, die 30 m in die Felsformation „Pater und Nonne“ hineinragt. Zumeist weisen diese HöhlenSintervorkommen auf.

Nördlich der Massenkalkvorkommen liegt ein Höhenzug aus Sandstein- und Kulm-Kieselschieferschichten (Humpfert, Seiler). Daran schließen sich die niedersauerländischen Heiden an, in denen Böden aus Tonstein dominieren. Der Bereich südlich der Ruhr ist geprägt von eiszeitlichenLößanwehungen und anderen eiszeitlichen Spätfolgen, wie etwa einer Endmoräne, die während der bis zumHaarstrang reichendenSaale-Eiszeit über die Ruhr kam.

Klima

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Die Stadt liegt in einergemäßigten Klimazone. Das Höhenklima istatlantisch geprägt. Der Juli ist mit durchschnittlich 16,7 °C der wärmste und der Januar mit 1,4 °C der kälteste Monat. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 8,9 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 973 Liter pro Quadratmeter. Sie ist im Juni mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 105 Litern pro Quadratmeter am größten.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Iserlohn
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Mittl. Tagesmax. (°C)3,24,67,812,216,919,821,621,417,212,86,93,412,4
Mittl. Tagesmin. (°C)−0,5−0,31,53,98,110,512,712,59,66,73,10,05,7
Niederschlag (mm)82,359,879,375,877,3105,494,880,174,467,982,893,0Σ972,9
Sonnenstunden (h/d)1,82,53,55,15,86,46,15,94,63,61,71,54
Regentage (d)18,717,819,314,215,515,217,014,515,816,820,919,4Σ205,1
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,2
−0,5
4,6
−0,3
7,8
1,5
12,2
3,9
16,9
8,1
19,8
10,5
21,6
12,7
21,4
12,5
17,2
9,6
12,8
6,7
6,9
3,1
3,4
0,0
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
82,3
59,8
79,3
75,8
77,3
105,4
94,8
80,1
74,4
67,9
82,8
93,0
 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Quelle: 1. Niederschlagsangaben: Deutscher Wetterdienst[6]
2. Temperatur, Sonnenstunden, Regentage:WetterOnline; Durchschnittswerte 1995–2008 der Wetterstation Lüdenscheid[7]

Geschichte

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Stadtansicht um 1750
(Kupferstich von J. H. Giese)
Hauptartikel:Geschichte der Stadt Iserlohn

Erste Siedlung und Stadtentstehung (bis 13. Jahrhundert)

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Menschliche Spuren im Stadtgebiet wurden bis auf die mittlereAltsteinzeit vor etwa 42.000 Jahren und folgende Jahrtausende datiert. Die Funde auf demOestricher Burgberg, in derMartinshöhle, auf der Grürmannsheide und in der Grürmannshöhle, darunter Werkzeuge und menschliche Knochen, deuten auf vorübergehende Aufenthalte nomadisierender Stämme hin. Die zahlreichenIserlohner Höhlen boten über Jahrtausende Schutz für Menschen und Tiere. Ab derJungsteinzeit (ab 4500 v. Chr.) war der Iserlohner Raum dauerhaft besiedelt. Neben den genannten Fundorten sind auch Funde in Dröschede, Sümmern, Hennen sowie auf dem Honsel, dem Schälk und dem Stübbeken dieser Epoche zuzuordnen. Geräte für den Ackerbau, Beile aus Grauwackenquarzit und Breitkeile gehören zu diesen Funden. Aus der Bronzezeit stammen einSilexdolch, bronzene Waffen sowie Becher. Aus der frühen nachchristlichen Zeit (5.–7. Jh.) gibt es einige Schmuckfunde.

Siedlungsspuren im Lägertal lassen auf eine dauerhafte Besiedlung des Innenstadtbereichs ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. schließen. Das älteste Gebäude der Stadt, diePankratiuskirche, wurde im späten 10. Jahrhundert erbaut und wahrscheinlich 985 geweiht. 1059 wurde in einer Urkunde des KlostersLiesborn eine Siedlung erwähnt, womit möglicherweise das heutige Iserlohn gemeint war. 1124 wird eine Siedlung namensYslo in einem päpstlichen Besitzstandsbuch genannt. Die erste zweifelsfreie urkundliche Erwähnung Iserlohns datiert auf das Jahr 1150 alsLon. Der NameLon stammt vommittelniederdeutschen Begrifflô(ch) (vgl.althochdeutschlôh), der Wald bedeutet. Schon bald tauchte die Kombination mit dem Begriffîse(r)n = Eisen auf, was auf die frühe Kenntnis der reichenEisenerzvorkommen in der Gegend hindeutet. Der Stadtname lässt sich also mit „Eisenwald“ übersetzen. (Lô(ch) ist auch Bestandteil des Namens der nördlich gelegenenWüstungOrtlohn, der ausNortlon hervorgegangen ist.)

„Alt Iserlohn“ und „Iserlohn“ 1681 getrennt eingezeichnet auf der Karte Le Comte de la Marck des Kartografen S. Sanson (Kartenausschnitt)

Der Iserlohner Raum lag zur Jahrtausendwende im Einflussbereich desErzbistums Köln, das im Sauerland viele Lehen hatte, um das Volk zuchristianisieren. Weltliche Herrscher waren unter anderem dieGrafen von Werl, die aber im 11. Jahrhundert Gebiete an die Herzöge vonBerg verloren, die bald ein großes zusammenhängendes Gebiet im westlichen Sauerland bis an den Rhein beherrschten. 1160/1161 spalteten sich dieGrafen von Altena von den Herzögen von Berg ab und teilten sich Anfang des 13. Jahrhunderts in die GrafschaftenMark undLimburg. Die SiedlungLon lag seitdem im märkischen Gebiet. Ab 1180 waren auch dieKölner Erzbischöfe Landesherren in der Gegend und besaßen das nordöstlich gelegeneHerzogtum Westfalen, das bisMenden reichte.

Iserlohn lag somit nahe den Grenzen der Grafschaft Mark zur Grafschaft Limburg bei Letmathe und dem kurkölnischen Herzogtum Westfalen bei Menden. Da das Herzogtum WestfalenMenden zur Festung ausbaute, waren die märkischen Grafen bestrebt, ebenfalls eine starke Grenzbefestigung in diesem Bereich zu errichten, die sich auch gegen die GrafschaftenArnsberg und Limburg behaupten konnte. Obwohl die Herzöge von Westfalen sich dagegen wehrten, versuchten die märkischen Grafen, die kein Recht zur Befestigung einer Stadt besaßen, immer wieder auf dem Bilstein, einem kahlen Massenkalkfelsen oberhalb der alten Siedlung Iserlohn, eine Festung zu errichten und mit Mauer und Graben zu umgeben. Die erste Stadtmauer wurde im 13. Jahrhundert als Holz-/Erdwall errichtet.

Ab 1214 war Iserlohn Sitz des gleichnamigenDekanats. Die Stadtrechte wurden wahrscheinlich unterAdolf I. 1237 verliehen, der um 1240 auch erste Münzprägungen vornahm. Die Bestätigung der Stadtrechte durchEngelbert I. ist für 1278 belegt.

Wachstum zur Industriemetropole (13. bis 19. Jahrhundert)

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Der Holz-/Erdwall aus dem 13. Jahrhundert umgab nur einen kleinen Teil der heutigen Innenstadt. Um 1300 wurde der nördliche und östliche Teil des Walls inklusive Nordtor aufgegeben und eine teilweise doppelte Steinmauer nach Norden und Osten ausgebaut. Dadurch vervierfachte sich die befestigte Stadtfläche. Reste der Mauer sind noch heute im Bereich der Marienkirche zu sehen. Neben Mühlen- und Kirchtor bestanden nun das Westertor, das Unnaer und das Wermingser Tor. Nahe derMarienkirche („Oberste Stadtkirche“) wurden eine landesherrlicheZitadelle undBurgmannshäuser erbaut. Im Norden lag das Judenviertel.

Die Grafen bauten die Stadt ab dem 13. Jahrhundert verwaltungstechnisch weiter aus. In Urkunden von 1309 ist die Rede von einer befestigten Stadt mit eigenem Richter und Bürgermeister, 1326 wurde erstmals ein Stadtrat erwähnt. Iserlohn war eine der sechs wichtigen Städte derGrafschaft Mark neben der Haupt- und ResidenzstadtHamm sowieKamen,Lünen,Unna undSchwerte. Die Grafen von der Mark blieben Landesherren bis 1609, ab 1392 in Personalunion mit denGrafen von Kleve. 1447 wurde Kleve ein Herzogtum (Kleve-Mark), und ab 1521 gehörte die Stadt zu denVereinigten Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg, zu denen auch die Grafschaft Mark gehörte.

Nach demJülich-Klevischen Erbfolgestreit (1609–1614) wurde dieGrafschaft Mark vomKurfürstentum Brandenburg übernommen und gehörte seitdem zuBrandenburg-Preußen, dem späteren (ab 1701)Königreich Preußen.

„Mühlentor“
Alter Rathausplatz mit Blick auf die Engel-Apotheke

Mit ursprünglich etwa 10 Hektar Grundfläche gehörte Iserlohn zu den mittelalterlichen Kleinstädten. Sie war zunächst durch ihren Festungscharakter und ihre relativ schlechte Verkehrslage gekennzeichnet.[8] Die Trennung der Verwaltungseinheiten Alt-Iserlohn um die Pankratiuskirche sowie Festungsstadt und Zitadelle nahe der Marienkirche (heute Oberste Stadtkirche) bestand noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts.

Die Entwicklung Iserlohns hängt eng mit der industriellen Entwicklung zusammen. In der Anfangszeit der Metallverarbeitung im Spätmittelalter wurde Eisenerz ringsum an den Berghängen abgebaut und über Holzfeuern und später in Öfen geschmolzen. Brennholz lieferten die umliegenden Wälder. Ab dem 14. Jahrhundert entstanden die ersten von Wasserkraft betriebenen Eisenhämmer imGrüner Tal und am Baarbach.Osemundeisen von hoher Qualität wurde hergestellt. Im Innenstadtbereich wurde vom 15. bis zum 19. Jahrhundert zudem das ZinkmineralGalmei gefördert. Im Mittelalter war die Produktion von Rüstungen von großer Bedeutung, wie auch ein in Iserlohn hergestelltesPanzerhemd imLondoner Tower belegt. Die mittelalterliche Herstellung von Rüstungen verlor mit dem Aufkommen von Feuerwaffen an Bedeutung. Stattdessen wurden unter dem OberbegriffPanzerwaren eine Vielzahl von Produkten aus Draht hergestellt.

Wie in den meisten Städten im Mittelalter und der frühen Neuzeit wüteten auch in Iserlohn mehrere Stadtbrände, von denen sich die Stadt jeweils nur langsam wieder erholte. Mindestens neun große Brände sind überliefert: von 1448, 1510, 1530, 1616, 1635, 1665, 1677, 1685, 1712. Eine Ursache für die Brände waren neben der dichten Bebauung vonFachwerkhäusern auch die metallverarbeitenden Betriebe in der Stadt, die mit Feuer arbeiteten. Die Betriebe zogen nach und nach in das Umland, und in der Innenstadt siedelten vermehrt Kaufleute, Handwerker und Kleingewerbe.

Ab dem 18. Jahrhundert stieg Iserlohn zu einer der wichtigsten IndustriestädtePreußens auf. 1690 wurden erstmals Nadeln produziert, und im Lauf der folgenden Jahrzehnte entwickelten sich die Nadel- und die Drahtherstellung zu den wichtigsten Industriezweigen. Die Iserlohner Nadeln waren ein weltweiter Exportschlager. Auch Produkte der Bronze- und Messingindustrie zählten zu den bedeutenden Gütern der Stadt. Zu den Spezialitäten gehörten dieIserlohner Tabakdosen. Die großen Metallverarbeitungsbetriebe wurden vermehrt am Stadtrand angesiedelt, während in der Innenstadt viele Kaufmannshäuser entstanden. Die Iserlohner Kaufleute trieben Handel mit Städten in ganz Europa und teilweise darüber hinaus.

Nadelmuseum Barendorf

Um 1800 bildete der Raum Iserlohn mit seiner Draht-, Nadel-, Messing-, Bronze- und Seidenindustrie, zusammen mit der südlich angrenzenden Region um Altena und Lüdenscheid, eines der weltweit größten Industriegebiete. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war Iserlohn die größte Industriestadt Westfalens und eine der reichsten Handelsstädte Preußens.

Die Wirtschaft wurde durch die zahlreichen Kriege Preußens negativ beeinflusst, was zu vorübergehenden Exporteinbußen führte. Auch die französische Besetzung Anfang des 19. Jahrhunderts und die damit einhergehendeKontinentalsperre hemmten das wirtschaftliche und städtische Wachstum. Von 1808 bis 1813 gehörte Iserlohn zumRuhrdepartement imGroßherzogtum Berg. Danach fiel es wieder an Preußen und kam nun zurProvinz Westfalen in denRegierungsbezirk Arnsberg. Iserlohn wurde 1817Sitz des damaligenKreises Iserlohn. Es folgte noch einmal eine wirtschaftliche Blütezeit von etwa 20 Jahren.

Der wirtschaftliche Aufschwung brachte soziale Probleme mit sich. Iserlohn als früh industrialisierte Gemeinde war einer der Kernorte der frühen Arbeiterbewegung. In der Stadt ereignete sich 1840 einer der ersten Streiks in der Metallindustrie. Nach dem Scheitern derRevolution von 1848/49 kam es zu vermehrten Protesten der Bevölkerung, und so sollten im Mai 1849 die Aufständischen mit Hilfe der Landwehr in Zaum gehalten werden. Diese Pläne der preußischen Regierung brachten die Bevölkerung in Rage, und es kam mit der Besetzung desZeughauses zumIserlohner Aufstand.[9]

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts stagnierte die Metallindustrie aus mehreren Gründen. Die Iserlohner Metallbetriebe waren stark auf Wasserkraft angewiesen, die die Bäche im Stadtgebiet wegen der Vielzahl der Betriebe aber nicht mehr in ausreichendem Maße liefern konnten, so dass in der Folge einige Betriebe zur Lenne oder Ruhr abwanderten. ImRuhrgebiet konnten zudem mit modernen Methoden besserer Stahl und bessere Produkte hergestellt werden. Außerdem wurden die Eisenbahn-Hauptstrecken (zum Beispiel dieRuhr-Sieg-Strecke) nicht direkt durch Iserlohn geführt, sondern es wurden lediglich zwei Nebenstrecken gebaut. 1860 wurde der Bahnhof Letmathe an der Hauptstrecke Hagen–Siegen eröffnet, dieBahnstrecke Letmathe–Fröndenberg und dieArdey-Bahn (Iserlohn–Dortmund) kamen 1864 beziehungsweise 1910 hinzu.

Trotz der wirtschaftlichen Probleme blieben viele mittelständische Betriebe der Metallindustrie in Iserlohn erhalten. Noch heute erinnern einige Straßennamen in der Innenstadt an die große Zeit des Erzbergbaus und der Weiterverarbeitung (unter anderem Galmeistraße, Bergwerkstraße, Stahlschmiede).

Danzturm

In den 1830er Jahren wurde dieoptische Telegrafenlinie Berlin–Koblenz gebaut, die auch das Sauerland berührte, und 1833 wurde eine Station der Telegrafenlinie auf dem Iserlohner Fröndenberg errichtet. Nach Einführung der elektrischenTelegrafie wurde der Betrieb knapp 20 Jahre später wieder eingestellt. 1909 wurde an das Gebäude der Station derDanzturm gebaut, das heutige Wahrzeichen der Stadt. Dort befindet sich heute eine Nachbildung der optischen Telegrafenstation.

Beim Ausbau der Bahnstrecke von Iserlohn nach Letmathe wurde 1868 dieDechenhöhle entdeckt, die noch heute als Schauhöhle eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist.

Die Stadt im 20. und 21. Jahrhundert

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Der Bevölkerungszuwachs als Folge der Industrialisierung führte zu einer rasanten Vergrößerung des bebauten Stadtgebietes. Rund um die Stadt entstanden neue Wohngebiete, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden, beispielsweise in der Gegend von Bömberg und Läger. In den 1930er Jahren kamen Erweiterungen in Wermingsen und im Westen der Stadt hinzu. 1907 wurde Iserlohnkreisfreie Stadt, blieb aber bis 1974 Sitz desKreises Iserlohn.

In den 1930er Jahren erstarkte dieNSDAP auch in Iserlohn. Bei den Kommunalwahlen 1929 erreichte die NSDAP 2,4 %, bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 40,4 % und den Kommunalwahlen im März 1933 schon 42,5 %.[10][11] Am 27. April 1933 wurde der Oberbürgermeister Richard Gertenbach ohne Angabe von Gründen „beurlaubt“; die Geschäfte wurden kommissarisch von RegierungsobersekretärWalter Riedel fortgeführt. Einflussreicher Lokalpolitiker der NSDAP warWilly Kölker.

Nach einem Mordanschlag auf den führenden Nationalsozialisten Hans Bernsau vor dem Bahnhof am 16. Januar 1933 kam es zu Hetzkampagnen gegen Kommunisten. Ein tatverdächtiger Iserlohner wurde im September 1933 zum Tode verurteilt. Bei denNovemberpogromen 1938 wurden die Synagoge an der Mendener Straße und zahlreiche jüdische Geschäfte zerstört.

Ab 1934 wurde aufgrund derAufrüstung der Wehrmacht mit dem Bau dreierKasernen begonnen. Iserlohn wurdeGarnisonsstadt.

Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt weitgehend von Zerstörungen verschont. Im April 1945 zogen sich verbliebene Truppenteile der Wehrmacht aus demRuhrkessel nach Iserlohn zurück. Am Abend des 13. April begann die Bombardierung durch amerikanische Truppen, die fast drei Tage andauerte, aber nur geringe Schäden verursachte. Zu den Zeugnissen dieser Zeit zählt derLuftschutzstollen Altstadt, der 2000 Schutzsuchenden eine Zuflucht bot. Der WehrmachtkommandantAlbert Ernst erkannte die Aussichtslosigkeit der Lage und war nach einem amerikanischen Ultimatum bereit zur Kapitulation.[12] Am Mittag des 16. April 1945 wurde die Kapitulation vollzogen.[13]

Schon in den 1950er Jahren wuchs die Stadt wieder schnell. Die Iserlohner Heide wurde 1956 vonOestrich eingemeindet und dort Industriegebiete ausgewiesen. Neue Wohngebiete entstanden oder wurden ausgebaut in Gerlingsen, am Nußberg und am Brandkopf.

Der Haupteingang der Bernhard-Hülsmann-Kaserne – Truppendienstliche Fachschule der Luftwaffe im Jahr 1977

Nach der Übergabe von zwei Kasernen derBritischen Rheinarmee an die Bundesrepublik wurde Iserlohn 1969Garnisonsstadt derBundeswehr. In der Winkelmann-Kaserne waren dieFallschirmjägerbataillone 271, 273 und 274 stationiert, in der Bernhard-Hülsmann-Kaserne die„Truppendienstliche Fachschule der Luftwaffe“. In den Argonne Barracks (ehemalige Wehrmachtkaserne) befand sich weiterhin das Britische Militärhospital. Nach 1990 wurden die Truppen reduziert und alle Iserlohner Kasernen geschlossen. Heute werden die Gebäude und Anlagen des Militärhospitals von derBusiness and Information Technology School und demPrivatgymnasium Iserlohn genutzt[14]. In der Corunna-Kaserne wurde ein Gewerbezentrum, in der Bernhard-Hülsmann-Kaserne unter anderem das Zentrum fürGerontotechnik und dieSammlung aus Städtereinigung und Entsorgung sowie in der Winkelmann-Kaserne der „Wohnpark Buchenwäldchen“ eingerichtet.[15]

Im Zuge der kommunalenNeugliederung in Nordrhein-Westfalen (Sauerland/Paderborn-Gesetz) verlor Iserlohn 1975 seine Kreisfreiheit und wurdeGroße kreisangehörige Stadt imMärkischen Kreis mit Sitz inLüdenscheid. Die Stadt behielt lediglich einige Außenstellen von Einrichtungen des Kreises (unter anderem das Straßenverkehrsamt und Gesundheitsamt), außerdem wurde sie zum Sitz der Kreispolizeibehörde für den Märkischen Kreis bestimmt.

Ab 1967 wurde die komplette Innenstadt bis in die 1980er Jahre hinein saniert und umstrukturiert. Neben der Einrichtung der Fußgängerzone und einer Umgehungsstraße dicht am alten Stadtzentrum wurde 1974 als weiteres markantes Gebäude dasneue Rathaus am Schillerplatz eingeweiht. Verbleibende mittelalterliche Strukturen außerhalb der Kernstadt wurden entfernt und mussten zum großen Teil Verkehrsflächen weichen. Anfang der 2000er Jahre ist man dazu übergegangen, einige Fälle aus der langen Liste der „Bausünden“ zu überarbeiten. Unter anderem wurde die Fußgängerzone neu gestaltet. Nachdem man vor dem Krieg den weiteren Ausbau der Bahnverbindung verpasst hatte, wurde Iserlohn zum Sackbahnhof, indem die Verbindung nach Menden gekappt wurde. Die hölzerne Alexanderhöhe musste einem Betonbau weichen. Aus einem der wenigen erhaltenen Jugendstil-Hallenbäder Deutschlands wurde nach Teilabriss ein Altenheim.

Mit der Ausrichtung desDeutschen Wandertages 2001 und desCampus Symposiums, das von 2005 bis 2022 jährlich stattfand, erreichte Iserlohn überregionale Aufmerksamkeit.

Im Januar 2022schändeten Unbekannte rund dreißig Gräber auf dem muslimischen Teil des Hauptfriedhofes von Iserlohn.[16]

Eingemeindungen

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Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Iserlohner Stadtgebiet immer wieder erweitert. Am 17. Januar 1883 sowie am 1. Dezember 1890 kamen Teile vonLössel hinzu. Teile von Kalle (jetztCalle) und Oestrich wurden am 1. August 1929, der Kuhlo und das westliche Dröscheder Feld als weitere Oestricher Gebiete am 1. April 1941 eingegliedert. Auch zu Oestrich gehörten Iserlohner Heide, Gerlingsen und Hombruch, die seit dem 1. Oktober 1956 Teil der Stadt Iserlohn sind.[17] Am 1. April 1971 erfolgte eine Gebietsvergrößerung durch ein Waldgebiet nördlich von Hombruch/östlich des Refflingser Bachs und ein Flurstück im Bereich „Vorm Heu“ (beide von Letmathe).[18]

Durch dieGebietsreform wurde zum 1. Januar 1975 das Stadtgebiet mitHennen undLetmathe, Teilen von Hemer (Griesenbrauck und Bilveringsen),Kesbern undSümmern (außerOstsümmern, das zur StadtMenden kam) zur neuen Stadt Iserlohn zusammengeführt.[19]

Einwohnerentwicklung

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Einwohnerentwicklung von Iserlohn nach nebenstehender Tabelle. Oben von 1700 bis 2018. Unten ein Ausschnitt ab 1871

Mit Beginn derIndustrialisierung beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum in Iserlohn. Lebten 1820 erst 5000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 27.000. Durch den Zusammenschluss mit der Stadt Letmathe (28.718 Einwohner 1974) und weiterer Orte stieg die Einwohnerzahl von 56.000 im Jahre 1974 auf 97.000 am 1. Januar 1975.

1996 erreichte die Bevölkerungszahl zum Stichtag 31. Dezember mit 99.802 ihren Höchststand.[20] Am 31. Dezember 2008 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Iserlohn nach Fortschreibung des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen 95.598 (nurHauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Iserlohn ist die größte deutsche Stadt, die nie Großstadt war.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1820 handelt es sich meist um Schätzungen, danach umVolkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf dieWohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

JahrEinwohner
1700~1.900[21]
1743~4.300[21]
17654.001
17984.449
18205.308
1831¹8.095
1840¹10.311
1843¹10.700
1855¹13.429
1858¹13.535
1861¹14.600
1864¹14.900
1867¹15.341
1871¹15.763
1875¹16.800
1880¹18.600
1885¹20.102
1890¹22.117
1895¹24.722
1900¹27.265
JahrEinwohner
1905¹29.590
1910¹31.274
1916¹25.255
1917¹25.469
1919¹29.263
1925¹30.915
1933¹34.272
1939¹38.457
194541.414
1946¹42.216
1950¹46.221
1956¹50.912
1961¹55.257
196558.860
1970¹57.577
1974²56.863
1975²96.174
1980²93.823
1985²89.539
1987¹92.183
JahrEinwohner
1990²96.314
1995²99.341
2000²98.790
2005²97.285
2006²96.546
2007²96.112
2008²95.598
2009²95.232
2010²94.966
2011²94.536
2012²93.799
2013²93.119
2014²92.899
2015²93.537
2016²93.197
2017²92.928
2018²92.666
2019²92.174
202292.540

¹ Volkszählungsergebnis
² Fortschreibung desLandesbetriebs Information und Technik NRW (it.nrw)

Religionen

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Pankratiuskirche(Bauernkirche)

Iserlohn ist Sitz desKirchenkreises Iserlohn derEvangelischen Kirche von Westfalen. Der Bekenntnisstand der evangelischenKirchengemeinden Iserlohns ist seit 1931uniert. Die katholischen Pfarrgemeinden sind demDekanat Märkisches Sauerland angegliedert.[22]

Konfessionsstatistik

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Zum 31. Dezember 2018 hatte Iserlohn 29.529 (31,2 %) evangelische und 28.031 (29,6 %) katholische Einwohner. 40,2 % gehörten einer sonstigen oder keiner Religionsgemeinschaft an.[23] Ende 2005 hatte Iserlohn 37.479 evangelische und 34.194 katholische Einwohner. 29.574 gehörten einer sonstigen oder keiner Religionsgemeinschaft an.[24]

Geschichte

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Iserlohns alte Pfarrkirche mit dem Patron Sankt Pankratius („Bauernkirche“) war ursprünglich eine Tochterkirche von Menden. Die Pfarrer von Iserlohn waren im 13. und 14. Jahrhundert oftmals Dechanten des Dekanats Attendorn, zu dem sie gehörten. Die Besetzung der Pfarrstelle stand dem Andreasstift in Köln zu. Das Kirchspiel Iserlohn hatte die beiden Filialen Oestrich und Altena. Innerhalb der Stadtmauer entstand um 1330 die Oberste Stadtkirche, die zunächst den Heiligen Cosmas und Damianus, später der Heiligen Jungfrau Maria geweiht war. Im 16. Jahrhundert erhielt sie volle Rechte als Pfarrei und wurde damit zur Hauptkirche der Stadt.[25]

DieReformation erreichte Iserlohn 1524, als Conrad Varnhagen die lutherische Lehre verbreitete und Iserlohn (in den damaligen Grenzen) mehrheitlich lutherisch wurde. 1745 wurde auf Anordnung despreußischen Staates die katholische Gemeinde Iserlohn (wieder-)gegründet.[26] Anfangs wurden Gottesdienste in einem Privathaus, ab 1755 in einer kleinen Kirche abgehalten. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zogen viele Katholiken hinzu, um insbesondere in den Nadelfabriken zu arbeiten. Die Kirche wurde zu klein und daher 1825 abgerissen. 1831–1873 gab es eine Kirche an der Lehmkuhle, die wegen Bergbauschäden geschlossen wurde. Die älteste bestehende katholische Kirche in der Iserlohner Innenstadt ist dieAloysius-Kirche von 1894.[26] Die evangelischen Christen waren zur Zeit ihres Baues noch in der Überzahl, doch durch die katholischenFlüchtlinge nach demZweiten Weltkrieg stellte sich im Gesamtstadtgebiet ein beinahe ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen Glaubensrichtungen ein. Die Gottesdienste der beiden großen Konfessionen finden in 14 evangelischen und 13 katholischen Kirchen statt.

Seit 1886 hat dieNeuapostolische Kirche (NAK) in Iserlohn eine starke Gemeinde. Ihr Begründer war der spätereApostel Bornemann. Von dieser Gemeinde aus, die heute Bezirksgemeinde für den Ältestenbezirk Iserlohn ist, wurden viele Gemeinden in der Nähe, aber auch bis nach Hessen gegründet. Heute gibt es im Stadtgebiet drei Gemeinden.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen zahlreicheGastarbeiter unterschiedlicher Nationalität und Glaubensrichtung nach Iserlohn. Heute gibt es neben einer italienischen, einer portugiesischen und einergriechisch-orthodoxen Gemeinde auch eine größeremuslimische Gemeinde, die in den 1990er Jahren eine ersteMoschee errichtete. Mittlerweile gibt es im Stadtgebiet sechs Moscheen und islamische Gebetsräume, darunter zwei derDitib und eine Moschee derAhmadiyya.

Auch dieSiebenten-Tags-Adventisten, dieZeugen Jehovas sowie dieChristadelphians sind in Iserlohn vertreten. In Iserlohn besteht eineGurdwara derSikh-Religion.

Politik

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Rat der Stadt Iserlohn

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Siehe auch:Ergebnisse der Kommunalwahlen in Iserlohn
[20] 19751979198419891994199920042009201420202025
Partei%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze%Sitze
CDU47,42549,72546,32536,82040,32354,32745,32537,01939,22035,62432,023
SPD43,42343,92339,32239,52142,32434,31733,71831,91632,41619,11314,811
Grüne    8,046,537,844,827,649,856,9311,185,64
FDP6,136,234,65,733,33,627,548,844,124,532,72
REP      8,943,0     
UWG          3,025,934,922,212,92
DIE LINKE              5,637,047,5510,17
NPD              1,91  
AfD                6,135,9418,914
Piraten                2,11
DieISERLOHNER13,2915,311
Sonstige3,10,21,82,63,4    0,10,10,7
Rathaus der Stadt Iserlohn

Die Grünen kandidierten 1984 und 1989 als „GABI“ – Grünes Alternatives Bündnis Iserlohn.[27]

Bei der Kommunalwahl 2025 ergaben sich durch Überhang- und Ausgleichsmandate 72 statt 50 Sitze – die CDU gewann 23 der 25 Wahlbezirke direkt.[28]

Siehe auch:Ergebnisse der Kommunalwahlen vor 1975

Bürgermeister

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Vom 21. Oktober 2009 bis zum 30. September 2019 warPeter Paul Ahrens (SPD) Bürgermeister der Stadt. Er wurde am 30. August 2009 mit 35,8 % der abgegebenen Stimmen gewählt.[29] Am 27. September 2015 wurde er im zweiten Wahlgang mit 51,24 % für eine weitere fünfjährige Amtszeit wieder gewählt.[30] Am 30. September 2019 erklärte er seinen Rücktritt.[31] Seit dem 1. November 2020 istMichael Joithe Bürgermeister.[32] Seine Vorgänger sind nachzulesen im ArtikelPersönlichkeiten der Stadt Iserlohn.

Ergebnisse der letzten Parlamentswahlen

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Die Iserlohner Bürger wählten die Abgeordneten des Europaparlaments, des Bundestags und des Landtags mit folgenden Verhältnissen:[33][34][35]

ParteiLandtag
(Zweitstimmen)
22. Mai 2022
Europäisches
Parlament
09. Juni 2024
Bundestag
(Zweitstimmen)
23. Februar 2025
CDU39,2 %33,4 %32,2 %
SPD26,4 %16,6 %18,6 %
AfD06,9 %16,4 %21,1 %
Grüne13,4 %08,6 %07,9 %
FDP05,1 %05,7 %04,1 %
Die Linke02,1 %01,8 %07,6 %
BSW05,3 %04,7 %
Tierschutzpartei02,5 %02,2 %01,7 %
Sonstige04,4 %09,5 %02,1 %
Wahlbeteiligung49,0 %58,6 %79,0 %

Wappen

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Wappen der Stadt Iserlohn
Wappen der Stadt Iserlohn

Blasonierung
Wappen, das eine im gelben Feld mit zwei roten, blaubedachten Türmen ausgestattete und mit drei rotsilbern geschachten Querbalken belegte Mauer darstellt, aus der zwischen den Türmen der HeiligePankratius im roten Mantel, in der Rechten ein Schwert haltend, emporwächst.[36]

Beschreibung
Ursprung des Iserlohner Stadtwappens ist eine Darstellung am Chorgestühl der Obersten Stadtkirche. Auf dem oberen Teil ist der heilige Pankratius abgebildet, die Türme symbolisieren die alte Stadtbefestigung. Der Schachbalken unterhalb der Türme ist Zeichen der ehemaligenGrafschaft Mark, ist gleichzeitig aber, in Verbindung mit den Türmen, ein weiteres Zeichen des Schutzes. Das Wappen wurde 1913 genehmigt und nach der Gebietsreform 1975 von der alten auf die neue Stadt Iserlohn übertragen. Die Stadtbezirke Hennen, Kesbern, Letmathe und Sümmern führen seit der Eingemeindung nach Iserlohn keine eigenen Wappen mehr.

Städtepartnerschaften

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Die erstenStädtepartnerschaften Iserlohns entstanden mit dem niederländischenAlmelo (1954), dem schweizerischenBiel/Bienne (1959) und dem österreichischenHall in Tirol (1967). 1975 kamen bei der kommunalen Neugliederung die alten Städtepartnerschaften der Stadt Letmathe mitAuchel in Frankreich (seit 1966) und der Gemeinde Sümmern mitLaventie, ebenfalls in Frankreich, (seit 1967) hinzu.

Mit der Öffnung der Grenzen nach Osteuropa wurden auch dort neue Städtepartnerschaften begründet. 1989 war dies die StadtNyíregyháza in Ungarn, es folgtenNowotscherkassk in Russland (1990, seit März 2022 ruhen die Aktivitäten) undChorzów in Polen (2004). Mit der ukrainischen StadtTernopil, die ihrerseits Partnerstadt von Chorzów ist, hat der Iserlohner Rat im Mai 2022 eine Städtefreundschaft beschlossen. Eine deutsch-deutsche Partnerschaft besteht mit dem sächsischenGlauchau seit 1991.

Partnerschaftskomitees kümmern sich um regen Austausch zwischen Iserlohn und seinen Partnerstädten. Beispielhaft erwähnt seien Schüleraustausche mit Auchel, Sportlertreffen in Nowotscherkassk und eine Städtepartnerschaftskonferenz Ende 2007 in Iserlohn. Mehrere Gastfamilien bieten Gästen aus den Partnerstädten bei Besuchen in der Waldstadt Unterkunft und Hilfe an. Im wirtschaftlichen Bereich haben dieStadtwerke Iserlohn in die Stadtwerke Glauchau investiert und sind dort Teilhaber.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

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Oberste Stadtkirche
Hauptartikel:Liste der Baudenkmäler in Iserlohn

Kirchen

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Siehe auch:Liste von Sakralbauten in Iserlohn

Die älteste Kirche und gleichzeitig das älteste erhaltene Gebäude der Stadt ist die evangelischeSt.-Pankratius-Kirche, bekannt als „Bauernkirche“. Sie war ursprünglich eine kreuzförmige, romanische Pfeilerbasilika aus Bruchstein aus der Zeit um 1000. Der Chor und die Fenster sind spätgotisch. Die Bauernkirche wurde früher als Taufkirche genutzt.

Unweit der Bauernkirche, aber oberhalb auf dem Felsen Bilstein, steht die evangelischeOberste Stadtkirche, auchMarienkirche genannt. Es handelt sich hierbei um eine zweischiffige, gotische Hallenkirche aus dem 13./14. Jahrhundert. Kunstschätze sind derflandrische Schnitzaltar aus der Zeit um 1400 mit 18 Apostel- und Heiligenfiguren und Tafelgemälde aus der Zeit um 1450 mit Szenen aus dem Marienleben. Die Oberste Stadtkirche ist die größte evangelische Kirche in Iserlohn und ein Wahrzeichen der Stadt.

Eine weitere evangelische Kirche im Stadtzentrum ist dieReformierte Kirche. Die Bezeichnungreformierte Kirche erinnert an die Zeit vor der Herstellung derUnion im Bereich der evangelischen Kirche in Iserlohn im Jahre 1931, seit der es keine Trennung mehr zwischenlutherischem undreformiertem Bekenntnisstand gibt. Baubeginn der reformierten Kirche Iserlohn war im Jahr 1710. Nach dem Stadtbrand 1712, bei dem auch der Rohbau dieser Kirche zerstört wurde, konnte sie erst 1718 fertiggestellt werden. Die Reformierte Kirche in der Fußgängerzone der Innenstadt dient heute als „Kirche in der Stadt“ – unter anderem mit Wiedereintrittsstelle und Kurzandachten.

Im Stadtzentrum liegt außerdem die katholische PfarrkircheSt. Aloysius. Dieses dreischiffige Gebäude, das in neuromanischem Stil erbaut wurde, ist 1894 geweiht worden, nachdem 1891 der Grundstein gelegt worden war. Der neugotische Altar aus dem Jahr 1899 stand vor 1985 noch in der Pfarrkirche St. Peter und Paul zu Hemer. St. Aloysius ist die zweitgrößte Kirche im Märkischen Kreis.

Nennenswerte Kirchbauwerke aus den umliegenden Stadtteilen sind die evangelischeJohanneskirche Hennen, die um 1200 im romanischen Stil erbaut wurde, wobei Westturm und Kirchengebäude nicht gleichzeitig, sondern in zwei Bauphasen errichtet wurden; weiterhin die PfarrkircheSt. Kilian zu Letmathe, die 1917 geweiht wurde und von der Bevölkerung als „Dom“, auch „Lennedom“ bezeichnet wird, da sie bei einem Blick über Letmathe sofort ins Auge fällt. Sie wurde vomAachener DombaumeisterJoseph Buchkremer geplant und ist als größte Kirche im Märkischen Kreis sowie im Tal der Lenne längst ein Wahrzeichen des Stadtteils.

Profanbauten in der Innenstadt

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„Von Scheiblersches Haus“

Das Stadtbild ist seit der in den 1970er Jahren durchgeführten Innenstadtsanierung an einigen Stellen empfindlich gestört. Von der im 13. Jahrhundert errichtetenStadtmauer sind nur noch einige Reste vorhanden, vor allem an der Süd- und Westseite. Die denkmalgeschützten Fundamente des „Dicken Turms“ finden sich im Innenhof des Gebäudes „Am Dicken Turm 19“. Es sind noch reizvolle Straßenzüge erhalten, so zum Beispiel in der Gasse „Knallenbrink“ und am „Südengraben“.

Der älteste Profanbau ist das um 1230 errichtete Burgmannshaus nahe der Marienkirche (Oberste Stadtkirche). 1609 wurde in dem Gebäude eine Lateinschule gegründet, aus der dasMärkische Gymnasium Iserlohn hervorging. Im 19. Jahrhundert gab es in dem Gebäude ein Gefängnis, später einen Kindergarten. Ab 1971 zogen das evangelische Burgarchiv und dieVarnhagensche Bibliothek mit einem umfangreichen Bestand an Schriften aus dem 15.–18. Jahrhundert ein.[37]

Aus dem Jahr 1720 stammt das „Haus der Heimat“ am Fritz-Kühn-Platz, in dem dasStadtmuseum untergebracht ist. Hierbei handelt es sich um einen Massivbau mit Mansarddach und dreiachsigem Mittelrisalit, an der Frontseite ein hübsches Portal mit Freitreppe. Ein weiteres Haus dieser Zeit, ein Mauerhaus ca. aus dem Jahr 1730, findet sich am Südengraben 28. Das kleine Bürgerhaus bzw. „Haus der kleinen Leute“ wurde inzwischen durch den gemeinnützigen Verein „Iserlohn-DenkMal“ wieder vollständig saniert und kann besichtigt werden. Das Gebäude „An der Schlacht 2“ besitzt ein Barockportal von 1755 und gehörte ursprünglich zum Stadthaus I, das 1974 im Zuge der Sanierungsmaßnahmen abgebrochen wurde. Weitere gut erhaltene Gebäude aus dem 18. Jahrhundert sind das „Rampelmannsche Haus“, ein Putzbau mit Walmdach aus dem Jahr 1748, sowie das „Von Scheiblersche Haus“ (Theodor-Heuss-Ring 24), ein dreigeschossiger unverputzter Bruchsteinbau über hohem Sockelgeschoss, das 1783 als Wohnhaus von dem Iserlohner Tuchmacher und Textilfabrikanten Johannes Rupe (1730–1787) durch den Baumeister J. H. Rafleur erbaut wurde. An der Frontseite befindet sich ein dreiachsiger Mittelrisalit mit flachem Dreiecksgiebel.

Stadtbücherei Iserlohn

In der Stadt existierten schon mehrere Rathäuser. DasAlte Rathaus am heutigen Alten Rathausplatz, welches das vierte Rathaus Iserlohns ist, wurde 1875/1876 errichtet. Gemäß alter Rechtschreibung ist es als Rathhaus beschriftet. Sein Vorgänger war das erste steinerne Iserlohner Rathaus und nahm etwa 1738 seinen Betrieb auf. Der Standort ist nicht genau bekannt, lag aber wahrscheinlich nahe demAlten Rathaus. Auch über die ersten beiden Rathäuser gibt es kaum Informationen. DasAlte Rathaus beherbergt heute, nachdem Rat und Verwaltung 1974 in das neue Rathaus am Schillerplatz umgezogen sind, die Hauptstelle derStadtbücherei Iserlohn.

Das neue Rathaus (1974) am Schillerplatz ist bereits das fünfte der Iserlohner Geschichte. Mit neun oberirdischen Stockwerken zählt es zu den höchsten Gebäuden in der Innenstadt. Aufgrund des früherenGalmeibergbaus in dem Bereich hat sich ein Teil des Gebäudes bereits um ein paar Zentimeter abgesenkt.

Für die Baustile des 20. Jahrhunderts finden sich auch einige Beispiele in der Innenstadt. Am südwestlichen Rand nahe dem Stadtbahnhof liegt das Gebäude der ehemaligen Städtischen Badeanstalt. Es wurde 1908 inJugendstilformen errichtet. Am 5. Mai desselben Jahres wurde hier die erste Badeanstalt für Iserlohn eröffnet. Es gab ein großes Schwimmbecken, und auch Brause-, Wannen- und medizinische Bäder wurden angeboten. An dieser Stelle wurde unter Einbeziehung der unterDenkmalschutz stehenden Teile des Jugendstilgebäudes eine Senioren-Wohnanlage erbaut, die 1987 ihrer Bestimmung übergeben wurde. Erhalten blieben der Turm, das Jugendstiltreppenhaus und das ehemalige Hauptportal mit dem ursprünglichenMosaik.

Wichelhovenhaus

Das Verlagshaus desIserlohner Kreisanzeigers ist benannt nach dem Begründer der Zeitung –Wichelhovenhaus. Es handelt sich hierbei um einen viergeschossigen Backsteinbau, zur Mitte hin stufenartig gesteigert. Das Gebäude wurde 1927 in Formen der Neuen Sachlichkeit erbaut. Der Dekor ist deutlich vomExpressionismus beeinflusst. Im Inneren befinden sich bleiverglaste expressionistische Fenster. Ein ebenfalls expressionistischer Backsteinbau ist die „Villa Heutelbeck“, die 1924–1925 durch den aus Iserlohn stammenden Hamburger ArchitektenCarl Bensel errichtet wurde.

Sonstige bedeutende Bauwerke

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DerDanzturm ist Iserlohns Wahrzeichen und liegt auf den Höhen des Iserlohner Stadtwaldes. Nach der Errichtung 1908 erfolgte ein Jahr später am 22. Mai die Einweihung auf dem 392 Meter hohen Fröndenberg. Den Namen erhielt der Turm nach dem Iserlohner EhrenbürgerErnst Danz, der den Sauerländischen Gebirgs- und Wanderverein gründete und durch zahlreiche Aktivitäten für eine Aufforstung des Waldes sorgte.

Nahe der Stadtgrenze zu Hemer liegt derBismarckturm. Der Turm lag bis zur kommunalen Neuordnung 1975 noch im Hemeraner Teil des Seilerwaldes. Seitdem gehört er, wie auch große Teile des betreffenden Waldgebietes, zu Iserlohn.

In Iserlohn befinden sich einige alte Herrensitze. Der wohl berühmteste ist dasHaus Letmathe im gleichnamigen Ortsteil, das heute als Museum und Bücherei genutzt wird. Früher gehörte es lange Zeit der Familievon Brabeck. Daneben befanden sich allein in Hennen mit dem „Haus Gerkendahl“, dem „Haus Hennen“, dem „Haus Lenninghausen“ und dem „Haus Ohle“ vier Herrenhäuser. Die Häuser „Gerkendahl“ und „Hennen“ bestehen heute nicht mehr.

Sehenswert sind auch die denkmalgeschützten VillenVilla Ebbinghaus-Möllmann, dieVilla Heutelbeck, sowie dasHaus Dr. Klute.

Denkmäler und Gedenkstätten

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Eisernes Kreuz

DasEiserne Kreuz wurde 1816 als eines der ersten Denkmäler im Gedenken an die Gefallenen dernapoleonischen Kriege und derBefreiungskriege aufgestellt und am 18. Oktober 1816 eingeweiht. Es hat die Form des preußischen VerdienstordensEisernes Kreuz und ist aus billigem Eisen gefertigt, um an die schwere Zeit zu erinnern, die hinter der Bevölkerung lag. Die Aufschrift lautet: „Mit Gott für König und Vaterland – 1813“. Das Denkmal steht am Hang oberhalb des Grüner Tals und ist nach Westen, nach Frankreich ausgerichtet.

Kettenschmiede Teves

Im StadtteilOestrich befindet sich eine der ältesten Kettenschmieden Westfalens. Erbaut wurde sie vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ihre erste Erwähnung findet die Schmiede in Nachlassunterlagen des Drahtfabrikanten Caspar Diederich Theile im Jahr 1815. Nach der Restaurierung im Jahr 1981 wurde die noch voll funktionsfähige „Kettenschmiede Teves“ im Jahr 1983 als Denkmal unter Schutz gestellt.[38][39]

Auf dem Hauptfriedhof befindet sich eine Gedenkstätte für die Opfer desIserlohner Aufstands vom 17. Mai 1849, an der die 41 zivilen Opfer bestattet wurden. Es wurde ein schwarzerMarmorblock errichtet mit den Aufschriften„Den Vorkaempfern fuer Demokratie“,„1848–1849“ und„Den Opfern der Iserlohner Revolution“. Auf dem Marmorblock befindet sich eine Konstruktion aus Stahlrohren.

Am Poth in der Nähe desBahnhofsplatzes befindet sich ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine lebensgroße Bronzeskulptur ist umgeben von den vierHakenkreuzästen, die schräg stehen und die Figur „gefangen halten“. Das Mahnmal wurde vonSiegfried Neuenhausen errichtet und am 11. August 1989 eingeweiht.

Bemerkenswert ist auch derStädtische Friedhof Iserlohn, auf dem etliche denkmalgeschützte Grabmäler zu sehen sind.

Kultur und Freizeit

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Theater

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DasParktheater[40] entstand von 1961 bis 1964 durch Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen aus dem Gebäude der sogenannten „Neuen Halle“ auf der „Alexanderhöhe“ durch die ArchitektenErnst Dossmann und Hans Reime aus Iserlohn. Die direkt daneben befindliche „Alte Halle“ wurde in „Parkhalle“ umbenannt. Oberbürgermeister Alfred Potthoff eröffnete dasParktheater am 4. April 1964. Die Eröffnungsvorstellung gab das Deutsche Theater Göttingen mit der Komödie „Was ihr wollt“ vonWilliam Shakespeare unter der Regie vonHeinz Hilpert. Im Theater bestehen zwei Spielstätten: das „Große Haus“ mit 803 (bei Nutzung des Orchestergrabens 769) Plätzen sowie die „Studiobühne“ mit Platz für 100 Zuschauer. Der „Löbbecke-Saal“ ist ein mit Tonanlage und Konferenztechnik ausgestatteter Konzert- und Veranstaltungssaal mit 250 Plätzen. In der Galerie finden Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen statt. Sie kann mit dem Foyer kombiniert werden. So kann man 200 zusätzliche Plätze gewinnen.

MehrereAmateur-Theatergruppen sind in Iserlohn aktiv. Zu nennen ist das 1989 gegründete „Schauspielensemble Iserlohn“, das alljährlich ein klassisches oder zeitgenössisches Stück im Parktheater aufführt. Daneben gibt es auch Märchenaufführungen mit und für Kinder. Aus einer Theatergruppe derVolkshochschule entwickelte sich 1993 der Theaterverein „[pu:r vu]“, der seit 1997 ein eigenständiger Verein ist. Aufführungen dieses Vereins finden in der Regel auf der Studiobühne des Parktheaters statt. Beide Theatervereine sind Mitglied im Amateurtheater-Verband Nordrhein-Westfalen und imBund Deutscher Amateurtheater.

Weitere Amateurgruppen sind unter anderem die im Jahr 1919 gegründete „Volksbühne Grürmannsheide“, der „Theaterverein Dröschede“ und die „Volksbühne Höchsten“. Das Iserlohner Frauenkabarett „Hauhechel“ tritt seit 2000 mit literarischen, politischen oder komödiantischen Programmen im heimischen Raum auf.

Museen

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Stadtmuseum Iserlohn

Iserlohn hat zwei städtische Heimatmuseen, die sich mit der allgemeinen Geschichte der Stadt befassen, diese sind dasStadtmuseum Iserlohn und das Städtische Museum imHaus Letmathe. Mit der Iserlohner Industriegeschichte im Besonderen befassen sich mehrere Museen, die teilweise in den alten Produktionsstätten untergebracht sind und Industriedenkmäler darstellen. Städtische Museen dieser Art sind dieHistorische Fabrikenanlage Maste-Barendorf und dasIserlohner Museum für Handwerk und Postgeschichte. Weiterhin sind das Schmiedemuseum Eduard Balbach und dieHistorische Kornbrennerei Bimberg auf Gut Lenninghausen zu nennen.

Museum für Handwerk und Postgeschichte

In Deutschland einmalig ist dasDeutsche Höhlenmuseum im Iserlohner Ortsteil Untergrüne in unmittelbarer Nähe derDechenhöhle.

Weitere Museen sind dasHemberg-Museum im Schulzentrum Hemberg der Stadt Iserlohn, das sich vor allem mitArchäologie undPaläontologie befasst, dieSammlung aus Städtereinigung und Entsorgung sowie dasOstdeutsche Museum.

Galerien

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Die Stadt Iserlohn betreibt die Städtische Galerie imvon Scheiblerschen Haus sowie in derVilla Wessel Kunstausstellungen. Weiterhin finden häufig Ausstellungen in der Galerie des Parktheaters statt. Auch in der Kundenhalle der Hauptstelle derSparkasse der Stadt Iserlohn wird regelmäßig Kunst ausgestellt.

Siehe auch:Kunst im öffentlichen Raum in Iserlohn

Musik

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In Iserlohn ist derJazzclub Henkelmann, einer der ältesten privaten deutschen Jazzclubs, der vom 1952 gegründeten „Hot Club Iserlohn“ betrieben wird, beheimatet.[41] Im Henkelmann treten regelmäßig bekannte Jazzgruppen und -sänger auf.

Seit 1992 gehört dasIserlohner Gitarrensymposium mit seinem jährlich stattfindenden klassischen Gitarrenfestival zum festen Bestandteil der Iserlohner Musikkultur. Aufführungsorte sind das Parktheater Iserlohn, die Oberste Stadtkirche und seit dem Jahr 2008Haus Villigst in Schwerte. International bekannte Gitarristen wie beispielsweiseEliot Fisk,Alvaro Pierri,Roland Dyens oder auch dasLos Angeles Guitar Quartet gehörten im Laufe der Jahre zu den Teilnehmern.[42]

Weitere musikalische Veranstaltungen sind die jährlich stattfindendenIserlohner Herbsttage für Musik (mit internationalen Meisterkursen), derIserlohner Orgelsommer, das internationale Liedermacher-FestivalWortklang,Jazz an den Kirchen sowieRock im Barendorf (mehrmals jährlich) und das seit 1996 jährlich am Mittwoch vor Fronleichnam stattfindende Konzert des Wermingser ChoresOutta Limits.

Regional und überregional bekannte Musiker aus Iserlohn sind der RapperCaput, der SchlagersängerSandy Wagner sowie die BandsPee Wee Bluesgang,Leichenwetter,Halz Maul und spiel,Zoff undLuxuslärm. Nationale Bekanntheit erlangte die Show- und Marchingband Iserlohner Stadtmusikanten neben dem „Star-Wars-Hype“ 2016[43] beispielsweise durch den Gewinn des Titels „Deutscher Meister – Show“ beimDeutschen Musikfest 2019 unter Schirmherrschaft des BundespräsidentenFrank-Walter Steinmeier.

Natur

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Siehe auch:Liste der Naturdenkmale in Iserlohn
Seilersee

Eines der beliebtesten Ausflugsziele für Iserlohner ist derSeilersee. Er wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts als Stausee eines kleinen Baches künstlich angelegt. In den 1970er Jahren wurde dieEissporthalle Iserlohn direkt ans Ufer gebaut, auch führt seitdem eine Autobahnbrücke derA 46 über den See zum bis heute vorläufigen Ende, dem nur ein Kilometer entfernten AnschlussHemer. Spaziergänger und Jogger können den See komplett umrunden, der angrenzende Seilerwald ist bei Wanderern beliebt. Am Ufer befinden sich außerdem ein Fußballplatz, das städtische HallenbadSeilerseebad (ein Sport- und Solebad mit Sauna) und das FreibadSchleddenhof. Ein Parkplatz nördlich des Fußballplatzes wird jährlich für die Oster-Kirmes genutzt. Dann findet mitSeilersee in Flammen auch immer das zweitgrößteFeuerwerk Nordrhein-Westfalens statt.

Ein weiterer, wenn auch weitaus kleinerer See ist der Rupenteich in der Nähe desDanzturms im Iserlohner Stadtwald. Der Stadtwald im Süden der Stadt weist Wanderwege von mehreren Kilometern Länge aus. DerDrahthandelsweg nach Altena erinnert mit Schautafeln an die Zeit der Drahtindustrie.

Seit November 2009 ist die ehemalige Bahntrasse zwischen Iserlohn und Hemer als Rad- und Fußweg wiedereröffnet. Die 3,1 Kilometer lange Strecke ist durchgängig asphaltiert und somit auch für Inline-Skater und Rollstuhlfahrer nutzbar. Der Weg führt vorbei an alten Industriedenkmälern, an Gärten sowie durch die grünen Wiesen auf dem Duloh und bietet im Bereich der Oberen Mühle einen außergewöhnlichen Blick auf die Iserlohner Altstadt.

Im Westen der Stadt befinden sich einige Höhlen im Kalkstein. Die bekannteste und einzig begehbareTropfsteinhöhle ist dieDechenhöhle. Sie wurde 1868 beim Bau der Eisenbahnlinie Letmathe–Iserlohn entdeckt[9] und mittlerweile von insgesamt gut zwölf Millionen Besuchern besichtigt.

Sport

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Alte, noch unrenovierte Hemberghalle

Zu den erfolgreichsten Sportarten in Iserlohn gehörenEishockey,Rollhockey,Inlineskaterhockey,Kegeln undRadball, in denen Iserlohner Mannschaften jeweils in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten sind. DieIserlohn Roosters spielen in derDeutschen Eishockey Liga. DieERG Iserlohn tritt sowohl in derRollhockey-Bundesliga der Herren als auch in der höchsten Spielklasse der Damen an. Deutsche Meisterschaften errang das Männerteam in den Jahren 1976, 1977, 1986, 2006, 2008, 2009, 2015, 2016 und 2017. 2009 gelang sogar erstmals der Gewinn desDoubles aus Meisterschaft und Pokal. Noch erfolgreicher sind die Sportlerinnen des Vereins. Die Mannschaft wurde 2011 ins Leben gerufen und in den Folgejahren ohne Unterbrechung Deutscher Meister und mit Ausnahme von 2013 auch jeweils deutscher Pokalsieger. Der Inlineskaterhockey-VereinI. H. Samurai Iserlohn wurde im Jahr 2013 deutscher Meister und in den Jahren 2015, 2017 und 2019 deutscher Pokalsieger. Der Verein spielt ebenso in der höchsten deutschen Spielklasse wie die Kegler derKeglervereinigung Blau Weiß Iserlohn-Letmathe e. V., deutscher Meister in der Sektion Schere in den Jahren 1997 und 2001, damals noch alsBlau-Weiß Iserlohn. Im Radball vertreten Heiko Cordes und Daniel Endrowait vom R.C. Pfeil 07 die Stadt Iserlohn in der Bundesliga.

Der größte Iserlohner Sportverein ist dieTuS Iserlohn 1846 e. V. mit zirka 3.300 Mitgliedern und damit einer der größten SportvereineSüdwestfalens. Seine BasketballabteilungIserlohn Kangaroos nimmt in der Saison 2018/19 am Spielbetrieb der 2. Basketball-Bundesliga Pro B teil. Die 1. Volleyball-Herrenmannschaft spielt in der Oberliga.
Ebenfalls in der Oberliga spielt der SC Hennen als höchstklassiges weibliches Volleyballteam der Stadt Iserlohn.

2012 fusionierten dieSportfreunde Oestrich-Iserlohn und die Fußballer derTuS Iserlohn zumFC Iserlohn 46/49. Die 1. Männermannschaft des neuen Vereins trat anfangs in derFußball-Landesliga an, seit 2016/17 in der höherklassigenFußball-Westfalenliga (Verbandsliga). Die B-Juniorinnen des FCI üben ihren Sport in der Bundesliga West/Südwest aus. DerF. C. Borussia Dröschede spielt in der Landesliga Westfalen.

DerBSC Iserlohn widmet sich demBogenschießen und wurde 2006 Deutscher Meister. In derHandball-Landesliga ist Iserlohn in der Saison 2018/2019 mit demLetmather TV vertreten.

In den Schwimmvereinen wird neben Schwimmen alsFreizeitsport auchSchwimmsport undWasserball angeboten. Die Wasserballer desSV Iserlohn 1895 nehmen mit einer C- und einer D-Jugend am Spielbetrieb teil. Die Senioren des Nachbarvereins ISSV kämpfen in der Oberliga um Punkte. Zusätzlich hat der ISSV eine B-, eine C- und eine D-Jugendmannschaft gemeldet.

Die Herrenmannschaft des VereinsTuS 46 Iserlohn spielte in der Saison 1950/51 in derTischtennis-Oberliga, der damals höchsten deutschen Spielklasse.[44]

Veranstaltungen und Freizeit

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DasSchützenwesen ist in Iserlohn stark ausgeprägt, und so gibt es diverseSchützenfeste in fast allen Stadtteilen. Das größte Schützenfest ist dasjenige desIserlohner Bürgerschützenvereins (IBSV) auf der Alexanderhöhe, das als größtes Volksfest Südwestfalens gilt und im Kern ein verlängertes Wochenende dauert. Während des IBSV-Schützenfestes finden auch mehrere Umzüge durch die Innenstadt statt. Beim Hauptumzug am Sonntag säumen regelmäßig bis zu 40.000 Menschen die Straßen.

Gleichzeitig mit dem IBSV-Schützenfest zieht seit 1991 jährlich das vom Friedensplenum organisierte dreitägige Musikfestival „Friedensfest“ an der Bauernkirche die Menschen an. Seit 2001 veranstaltet die Schwul-lesbische Initiative Märkischer Kreis e. V. an einem Samstag Anfang September den „Christopher-Street-Day Märkischer Kreis“, ein schwul-lesbisches Straßenfest in der Innenstadt.

In jedem Jahr finden mehrereKirmessen wie dieOster-Kirmes am Seilersee und dieKilian-Kirmes in Letmathe statt. WeitereVolksfeste sind das Brückenfest in Letmathe, das Waldstadtfest sowie „Iserlohn Kulinarisch“ in der Innenstadt. Die Konzertreihe „Rock in Barendorf“ bietet jährlich etwa sechs Konzerte mit verschiedenen Künstlern inBarendorf. In der Adventszeit haben sich mehrereWeihnachtsmärkte in Letmathe, in Barendorf und an der Bauernkirche etabliert.

Am Pfingstmontag ist es Tradition, um sechs Uhr in der Frühe zumBallotsbrunnen zu wandern, dort dem Elfentanz zuzuschauen und Quellwasser zu trinken, dem heilende Wirkung zugesprochen wird. Entsprechend einer alten Sage lebt derjenige ein Jahr länger, der an diesem Tag von diesem Wasser trinkt.

Iserlohn verfügt über einMultiplex-Kino mit 1274 Plätzen in sieben Sälen, Gastronomie und Freizeitflächen.

Kulinarische Spezialitäten

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Kulinarisch ist Iserlohnsauerländisch geprägt. Bekanntestes Produkt der Stadt war das Bier derPrivatbrauerei Iserlohn,Iserlohner Pilsener, dessen Produktion 2014 eingestellt wurde. Seit 2016 wird ein neues Bier ähnlichen Geschmacks unter dem NamenDanztürmchen vertrieben, das in derVormann Brauerei in Hagen gebraut wird.[45] Weitere Spezialitäten entstammen Manufakturen für Senf(Thomas-Senf) und Schnaps(Lenninghausen).

Wirtschaft und Infrastruktur

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Harmoniebrunnen
Schillerplatz mit WarenhausKarstadt

Wirtschaft

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Seit dem Mittelalter wird Iserlohn von der Metallverarbeitung geprägt. In der Stadt wurden Rüstungen und später Draht hergestellt. Die Nadelherstellung entwickelte sich zum wichtigsten Gewerbe mit weltweitem Export. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Iserlohn zusammen mit Altena und Lüdenscheid eines der wichtigsten metallverarbeitenden Gewerbezentren in Deutschland. Auch heute noch ist die Wirtschaft von der Eisen- und Metallerzeugung und Metallverarbeitung sowie einer überwiegend mittelständischen Betriebsstruktur gekennzeichnet.

Die wichtigsten Unternehmen in der Metallweiterverarbeitung sind die „Kettenwerke Thiele“ als größtes Kettenwerk Europas und die Kirchhoff Witte GmbH als ein bedeutender Automobilzulieferer. Im weitesten Sinn in diesem Bereich sind noch dieAloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG (Armaturen) und dieWILA Lichttechnik GmbH (Beleuchtungsanlagen) zu nennen. Traditionsreich ist auch die Herstellung vonBakelitprodukten bei Hexion (ehemals Momentive, ursprünglichBakelite AG).

Im Bereich der Herstellung vonBürobedarf sind die FirmenBrause (Hersteller von Schreibfedern und Büromaterial) undDurable Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG (Büroartikel) tätig. DieHänsel Textil GmbH produziert als einziges deutsches Unternehmen Einlagestoffe für die Bekleidungsindustrie. Aus dem Gesundheitswesen sind das UnternehmenMedice (gegründet als chemisch-pharmazeutische Fabrik GmbH) als Arzneimittelhersteller und die „GGT Deutsche Gesellschaft fürGerontotechnik GmbH“ (Gesundheitstechnik) erwähnenswert. Auch dieEntsorgungswirtschaft ist mit der Firma Lobbe Holding GmbH & Co. KG in der Stadt vertreten.

Eine lange Geschichte hat auch diePrivatbrauerei Iserlohn. Nachdem diese Tochter des Konzerns Brau und Brunnen vor der Schließung gestanden hatte, wurde sie 2003 von drei Kaufleuten aus der Stadt übernommen und als Privatbrauerei weitergeführt. Ende 2013 meldete die Brauerei Insolvenz an und stellte nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 31. März 2014 den Betrieb ein.

Obwohl die Zahlen der Beschäftigten im tertiären Sektor unterdurchschnittlich sind, ist Iserlohn ein wichtiger Dienstleistungsstandort im Märkischen Kreis. Im Jahr 2006 waren in Iserlohn 29.149 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Davon waren im verarbeitenden Gewerbe 11.210 Personen tätig. Im Bereich Energie, Wasser und Bau waren es 1.487, bei Dienstleistungen 12.288 und im Handel 3.982 Beschäftigte.[46]

Wirtschaftsverbände und -initiativen

Iserlohn ist Sitz verschiedener Interessenverbände und Initiativen der Wirtschaft. Die Stadt ist Sitz desArbeitgeberverbandes Ruhr-Lenne sowie derKreishandwerkerschaft Märkischer Kreis. In Iserlohn besteht eine Gesellschaft fürWirtschaftsförderung, die Wirtschaftsinitiative Iserlohn, das Iserlohn City-Management e. V., der Kreis Junger Unternehmer Iserlohn e. V. sowie die Wirtschaftsinitiative Nord e. V.Außerdem hat dieSüdwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen eine Geschäftsstelle in Iserlohn.

Verkehr

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Verkehrsnetz
Hauptartikel:Verkehr in Iserlohn
Übersicht über den neuen Stadtbahnhof (Luftbild 2008)
Bahnhofsvorplatz bis November 2006, Abriss erfolgte Ende 2006

Die verkehrliche Erschließung Iserlohns erfolgt über Schiene oder Straße. Das Straßennetz ist 527 km lang. Davon entfallen elf Kilometer aufAutobahnen (A 46 mit fünf Anschlussstellen), 16 km aufBundesstraßen (B 7,B 233 undB 236) und 56 km auf mehrere Landesstraßen, sieheListe der Landesstraßen im Regierungsbezirk Arnsberg.

Durch das Stadtgebiet verlaufen dieRuhr-Sieg-Strecke (HagenIserlohn-LetmatheSiegen), sowie die BahnstreckenIserlohn–Schwerte undIserlohn-Letmathe–Fröndenberg. Letztere Strecke ist zwischen Letmathe und Mendenstillgelegt und abgebaut.

Im Stadtgebiet gibt es heute sechs in Betrieb befindliche Bahnstationen.

In Iserlohn gibt es denFlugplatz Altena-Hegenscheid, dasSegelfluggelände Iserlohn-Rheinermark und denFlugplatz Iserlohn-Sümmern. Der nächste Flughafen ist inDortmund.

Lenne und Ruhr sind im Bereich der Stadt nicht schiffbar. Der nächsteBinnenhafen ist derHafen Dortmund.

Medien

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Es gibt zweiTageszeitungen in Iserlohn. Die älteste und größte Zeitung ist derIserlohner Kreisanzeiger und Zeitung. Weiterhin gibt es dieWestfälische Rundschau, deren Lokalteil vollständig vom Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung übernommen wird. Das AnzeigenblattStadtspiegel ergänzt das Angebot.

DasLokalradioRadio MK sendet im ganzen Märkischen Kreis und hat seinen Sitz in Iserlohn. Von derLandesanstalt für Medien ist Iserlohn der Sendestandort Nr. 69 (Frequenz 92,5) und dem Ortsteil Letmathe der Sendestandort Nr. 66 (Frequenz 90,8) zugewiesen.

Öffentliche Einrichtungen

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Gerichte und Behörden

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DasAmtsgericht Iserlohn ist für die Städte Iserlohn und Hemer, dasArbeitsgericht Iserlohn ist für den gesamten Märkischen Kreis zuständig.

Iserlohn ist Sitz der Kreispolizeibehörde für den Märkischen Kreis. Weitere Dienststellen des Märkischen Kreises in Iserlohn sind das Gesundheitsamt, das Ausländeramt, das Veterinäramt und das Straßenverkehrsamt mit Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle. DieAgentur für Arbeit Iserlohn ist für den gesamten Märkischen Kreis zuständig. Ferner ist die Stadt Sitz einesFinanzamtes.

DieJustizvollzugsanstalt Iserlohn ist eine derzeit außer Betrieb stehendeJugendstrafanstalt im Norden der Stadt, im StadtteilDrüpplingsen. Die Anlage soll ab Ende 2025 rückgebaut[veraltet] und 2026 abgerissen werden. An gleicher Stelle soll bis 2029 eine Hafteinrichtung für Frauen und weibliche Jugendliche entstehen.[47][48]

Gesundheitswesen

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Das Bethanien Krankenhaus Iserlohn und das St. Elisabeth Hospital Iserlohn werden von der Kath. Kliniken im Märkischen Kreis gem. GmbH betrieben. Das dritte Krankenhaus, das Marienhospital als Mitglied der Märkische Kliniken GmbH, stellte am 1. November 2019 seinen Betrieb ein.[49] In der Stadt ist eine Krankenpflegeschule am „Gesundheitscampus St. Elisabeth“ ansässig. Der Rettungsdienst in der Stadt wird durch dieBerufsfeuerwehr mit personeller Unterstützung durch dasDeutsche Rote Kreuz und denMalteser Hilfsdienst sichergestellt.

Bildung und Wissenschaft

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Fachhochschule Südwestfalen

Iserlohn ist Sitz derFachhochschule Südwestfalen, die bis zum 31. Dezember 2001 „Märkische Fachhochschule“ hieß. Die staatlich anerkannte private HochschuleUniversity of Applied Sciences Europe hat einen Standort in Iserlohn.

Im Sekundarbereich sind alleallgemeinbildenden Schulformen vertreten. Es gibt drei städtische Gymnasien (Märkisches Gymnasium,Gymnasium An der Stenner undGymnasium Letmathe), zweiintegrierte Gesamtschulen mitgymnasialer Oberstufe, zweiReal- und zweiHauptschulen. Das seit 1999 in Iserlohn ansässigePrivatgymnasium Iserlohn stellte 2022 seinen Betrieb ein.

Für den Primarbereich sind 14Grundschulen vor Ort. Außerdem gibt es dreiFörderschulen und eine Schule für Kranke.

Derberuflichen Bildung widmen sich dasTheodor-Reuter-Berufskolleg Iserlohn als staatliche Berufsfachschule für Fertigungstechnik und Elektrotechnik in Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, dasBerufskolleg des Märkischen Kreises, das Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis e. V., das Bildungszentrum des Handels e. V., das Berufsfortbildungswerk desDGB, dieDeutsche Angestellten-Akademie und die Friederike-Fliedner-Schule (evangelischeBerufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen).

Städtische Musikschule

Die Stadt Iserlohn ist Trägerin einerVolkshochschule, derStadtbücherei Iserlohn imAlten Rathaus, desStadtarchivs und einerMusikschule. DieVarnhagensche Bibliothek ist eine historische Büchersammlung. DieDeutsche Abfallwirtschaftsbibliothek ist eineFachbibliothek mit dem Thema Abfallbehandlung undEntsorgung. DasFloriansdorf der Stadt Iserlohn widmet sich als erstes deutsches Kinderbrandschutzzentrum demvorbeugenden Brandschutz.

Weitere Bildungseinrichtungen sind die Jugendkunstschule Iserlohn[50] und eine staatlich anerkannte Schule fürPhysiotherapie[51].

Persönlichkeiten

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Ulrich Walter
Hauptartikel:Liste von Persönlichkeiten der Stadt Iserlohn

Wichtige Persönlichkeiten Iserlohns kommen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Zu nennen ist der Lehrer und spätere EhrenbürgerErnst Danz, der den Stadtwald aufforstete und nach dem das Iserlohner Wahrzeichen, derDanzturm, benannt wurde. Ein umstrittener Ehrenbürger ist der Lehrer und SchriftstellerFritz Kühn, der Mitglied der NSDAP war und nach dem ein Platz in Iserlohn benannt wurde.

Bekannte Unternehmer, die in Iserlohn geboren wurden, warenTheodor Müllensiefen,Friedrich Soennecken undHermann Diedrich Piepenstock. Ein bekannter Künstler warWilhelm Wessel. Zu Ehren dieser Personen wurden Straßen oder Gebäude nach ihnen benannt. Außerdem bekannt ist der KünstlerErnst Dossmann.

In jüngster Zeit sind der Iserlohner KabarettistJochen Busse und der AstronautUlrich Walter bekannt geworden.

Sonstiges

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Das Glockenspiel am Unnaer Platz spielt dasWestfalenlied, dasEmil Rittershaus 1869 im ehemaligen „Gasthof zur Post“ komponierte.

Aufgrund des historischen Hintergrunds alsFestungsstadt wurde der NameIserlohn für eine Festung in den japanischen RomanenGinga Eiyū Densetsu (銀河英雄伝説) vonYoshiki Tanaka und der gleichnamigenAnimeserie gewählt.

Literatur

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  • Götz Bettge:Iserlohn-Lexikon. Hans-Herbert Mönnig Verlag, Iserlohn 1987,ISBN 3-922885-37-3. 
  • Margret Kirchhoff:Pulsschläge einer Stadt. Die Oberste Stadtkirche Iserlohn – Zeitbilder und Momentaufnahmen. Eigenverlag Dr. Margret Kirchhoff, 2003. 
  • Fritz Kühn:Liebes altes Iserlohn. Verlag Buchhandlung Alfred Potthoff Iserlohn, Iserlohn 1967. 
  • Peter Müller, Günter Stalp:Unsere gute alte Straßenbahn. Eine Reise in die Vergangenheit. Iserlohn 1995,ISBN 3-922885-78-0. 
  • Paul Hermann Schieber, Reinhard Kirste:Die Bauernkirche in Iserlohn. 2. Auflage. Iserlohn 1984,ISBN 3-922885-00-4. 
  • Weidlich-Verlag Frankfurt am Main (ohne Nennung eines Herausgebers):Iserlohn. Texte von Willi Brasse, Arno Herzig und Ulrich Schenck. Weidlich-Verlag, Frankfurt am Main 1971,ISBN 3-8035-0444-9. 
  • Stadt Iserlohn (Hrsg.):Fritz Kühn zum Gedächtnis, Beiträge zur Geschichte Iserlohns, Schriftenreihe vom Haus der Heimat Nr. 12. Iserlohn 1968. 
  • Wilhelm Schulte:Iserlohn – Die Geschichte einer Stadt, Band 1. Hrsg.: Stadt Iserlohn unter Förderung durch die Historische Kommission der Provinz Westfalen und den Landkreis Iserlohn. Iserlohn 1937 (sammlungen.ulb.uni-muenster.de [abgerufen am 30. März 2020]). 
  • Wilhelm Schulte:Iserlohn – Die Geschichte einer Stadt, Band 2: Iserlohner Urkundenbuch. Hrsg.: Stadt Iserlohn unter Förderung durch die Historische Kommission der Provinz Westfalen und den Landkreis Iserlohn. Iserlohn 1938 (sammlungen.ulb.uni-muenster.de [abgerufen am 30. März 2020]). 
  • Walter Vollmer:Westfälische Städtebilder. Berichte und Betrachtungen. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1963, darin S. 268–274:Wo in den Bergen ruht das Eisen (über Iserlohn).
  • Landgericht Hagen, 29. März 1949. In:Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. IV, bearbeitet von Adelheid L Rüter-Ehlermann,C. F. Rüter. University Press, Amsterdam 1970, Nr. 131, S. 368–386.Endphaseverbrechen. Prozess gegen Otto Perl und August Fricker wegen Mordes und Verbrechens gegen die Menschlichkeit.

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen:Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. abEinwohnerzahlen 31.12.2024. (XLSX; 75 kB) Stadt Iserlohn — Statistikstelle, abgerufen am 27. Juni 2025. 
  3. Stadt Iserlohn (Stadtarchiv):Iserlohn und das Ruhrgebiet, abgerufen am 18. Februar 2025.
  4. Broschüre der Stadt Iserlohn „Zahlen – Daten – Fakten 2008“
  5. Emsthöhle vom 30. August 2008
  6. Deutscher Wetterdienst. Abgerufen am 30. Juli 2013. 
  7. Durchschnittswerte 1995–2008 der Wetterstation Lüdenscheid. Abgerufen am 30. Juli 2013. 
  8. Carl Haase:Die Entstehung der westfälischen Städte. 4. Auflage, Münster 1984, S. 87.
  9. abStadtgeschichte von Iserlohn
  10. Götz Bettge:Iserlohn-Lexikon, S. 237.
  11. Michael Rademacher: Iserlohn. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900 
  12. Ralf Blank:Heimatfront Westfalen – zwischen Bombenkrieg und Endkampf, abgerufen am 23. Oktober 2011.
  13. Wolf R. Seltmann:The Bubble Burst. Studie zum Kriegsende in Iserlohn am 16. April 1945.
  14. Geschichte - PGI. Abgerufen am 23. Dezember 2021. 
  15. Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen:Zehn Jahre Truppenabzug und Konversion in Nordrhein-Westfalen, Konversionsbericht Band IV, Düsseldorf, November 2010, S. 59, 91/92, 95/96. Abgerufen am 23. Januar 2014.
  16. NRW: Muslimische Gräber auf Friedhof geschändet - Staatsschutz ermittelt1&1, 3. Januar 2021;Iserlohn: Grabschändung auf Iserlohner HauptfriedhofRadio MK, 3. Januar 2021;Breite Empörung nach Beschädigung muslimischer Gräber (Memento desOriginals vom 3. Januar 2022 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.die-glocke.deDie Glocke, 3. Januar 2021.
  17. Stephanie Reekers:Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. (=Veröffentlichungen des Provinzialinstituts für Westfälische Landes- und Volksforschung des LWL, Reihe 1, Heft 18.). Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977,ISBN 3-402-05875-8,S. 251. 
  18. Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983,ISBN 3-17-003263-1,S. 330 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF;41,1 MB]). 
  19. § 2Sauerland/Paderborn-Gesetz
  20. abResult 12491-01i. In: Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen. 28. November 2025, abgerufen am 28. November 2025. 
  21. abHistorie der 2. Kompanie des Iserlohner Bürgerschützenvereins (IBSV)
  22. Dekanat Märkisches Sauerland (Memento desOriginals vom 3. Dezember 2016 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dekanat-maerkisches-sauerland.de
  23. Tim Gelewski:Den Menschen Raum geben, sie selbst zu sein. In:Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 13. Juni 2019, abgerufen am 25. Juli 2019.
  24. Bevölkerungsdaten Märkischer Kreis (Memento vom 13. Oktober 2007 imInternet Archive)
  25. Albert Hömberg:Kirchliche und weltliche Landesorganisation Westfalens, S. 43.
  26. abPaul Löer:Geschichte der kath. Kirchengemeinde Iserlohn 1745–1970. Zimmermann-Verlag, Balve 1969.
  27. Homepage des Iserlohner Stadtverbandes der Grünen (Memento vom 30. November 2016 imInternet Archive)
  28. Archivierte Kopie (Memento desOriginals vom 27. September 2020 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wahlen.citkomm.de
  29. Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters 2009. (PDF; 222 kB) Abgerufen am 30. Juli 2013. 
  30. [1]
  31. Iserlohner Kreisanzeiger vom 30. September 2019
  32. Bürgermeisterwahl Iserlohn, abgerufen am 3. November 2020
  33. Wahl zum Deutschen Bundestag 23.02.2025. In: wahlen.kdvz.nrw. Abgerufen am 23. September 2025. 
  34. 15.05.2022 Landtagswahl. In: https://wahlen.kommunale.it. 18. Mai 2022, abgerufen am 23. September 2025. 
  35. Europawahl 09.06.2024. In: https://wahlen.kommunale.it. Abgerufen am 23. September 2025. 
  36. § 3 Abs. 1 der Hauptsatzung der Stadt Iserlohn
  37. Vorstellung des Burgarchives und der Varnhagensches Bibliothek (Memento vom 6. Oktober 2014 imInternet Archive)
  38. Kulturdatenbank:Kettenschmiede Teves (Oestrich)
  39. Kulturatlas Westfalen:Kettenschmiede Teves
  40. Parktheater auf Iserlohn.de
  41. Lebensgefühl der Jazz-Musik in Schwarzweiß. In:Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 8. Juni 2007, abgerufen am 15. Juni 2024.
  42. Geschichte des Internationalen Gitarren-Symposions
  43. Björn Braun: Iserlohner Stadtmusikanten begeistern mit Star Wars Musik die Netzgemeinde. 6. Juli 2016, abgerufen am 28. Februar 2023 (deutsch). 
  44. ZeitschriftDTS, 1955/16, S. 6.
  45. Thomas Reunert:Die Erstbesteigung des „Danztürmchens“. In:Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 3. August 2016, abgerufen am 11. März 2017.
  46. Stand 30. Juni 2006.Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW
  47. Hendrick Klein: JVA-Iserlohn wird 2025 abgerissen. In: LokalDirekt. 18. August 2023, abgerufen am 23. Juli 2025. 
  48. Neubau der Justizvollzugsanstalt Iserlohn. In: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Abgerufen am 23. Juli 2025. 
  49. Schließung Marienhospital Letmathe | Märkische Kliniken. Abgerufen am 11. Mai 2020. 
  50. http://www.jugendkunstschule-iserlohn.de/
  51. https://www.maxq.net/iserlohn/
Städte und Gemeinden imMärkischen Kreis
Kreise und Stadtkreise in der Provinz Westfalen

Kreise:Ahaus |Altena |Arnsberg |Beckum |Bielefeld |Bilstein |Bochum |Borken |Brakel |Brilon |Bünde |Büren |Coesfeld |Dortmund |Ennepe-Ruhr-Kreis |Eslohe |Gelsenkirchen |Hagen |Halle (Westf.) |Hamm |Hattingen |Herford |Hörde |Höxter |Iserlohn |Lippstadt |Lübbecke |Lüdinghausen |Medebach |Meschede |Minden |Münster |Olpe |Paderborn |Rahden |Recklinghausen |Schwelm |Siegen |Soest |Steinfurt |Tecklenburg |Unna |Warburg |Warendorf |Wiedenbrück |Wittgenstein

Stadtkreise:Bielefeld |Bocholt |Bochum |Bottrop |Buer |Castrop-Rauxel |Dortmund |Gelsenkirchen |Gelsenkirchen-Buer |Gladbeck |Hagen |Hamm |Herford |Herne |Hörde |Iserlohn |Lüdenscheid |Lünen |Minden |Münster |Osterfeld |Recklinghausen |Siegen |Wanne-Eickel |Wattenscheid |Witten

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