Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Isan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterIsan (Begriffsklärung) aufgeführt.
Lage im Nordosten Thailands

Isan (Thai:อีสาน, Aussprache:[ʔiːsǎːn], auchIsaan geschrieben; ausPali ईशान्यīsānya oderSanskrit ईशान्यīśānya „Nordosten“; offiziell „Nordostregion“,thailändischภาคตะวันออกเฉียงเหนือ,RTGSPhak Tawan-ok chiang nuea) bildet den nordöstlichen TeilThailands. Es liegt auf derKhorat-Hochebene und wird im Norden und Osten vomMekong begrenzt, im Süden vonKambodscha. Im Westen trennen dasPhetchabun-Gebirge, die Berge desDong Phaya Yen und dieSankamphaeng-Kette den Isan von Nord- und Zentralthailand.

Im Isan ist dieLandwirtschaft der vorherrschende Wirtschaftssektor, aber wegen der ungünstigen Umstände bleibt der Ertrag hinter dem anderer Landesteile zurück. Der Isan ist die ärmste Region in Thailand, hat aber in den letzten Jahren stark aufgeholt.[1]

In der Region wird hauptsächlich (etwa 15 Millionen Sprecher)Isan gesprochen, das derlaotischen und derthailändischen Sprache sehr ähnelt. Die offizielle Landessprache Thai ist ebenfalls weit verbreitet. Die einheimische Sprache im Süden des Isan (Surin) ist Khmer Surin, ein nördlicher Dialekt derKhmer-Sprache. Die meisten Einwohner sindLao bzw. Isan, dennoch war die Integration des Isan in den modernen thailändischen Staat durch die gemeinsamen ethnischen Wurzeln der Lao, Thai und Isan weitgehend erfolgreich.

Bekannte Aspekte der regionalen Kultur umfassen „Mor Lam“-Musik,Muay-Thai-Boxen undKlebreisgerichte mitChili, die mit den Fingern gegessen werden.

Geographie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Übersichtskarte des Isan mit Lage der Städte, Bergketten und Flüsse.
Infolge der Abholzungen innerhalb des Isan können die Grenzen zuLaos undKambodscha ausgemacht werden.

Der Isan umfasst eine Fläche von etwa 160.000 Quadratkilometern und ist grob deckungsgleich mit derKhorat-Hochebene, die von denPhetchabun-Bergen im Westen in RichtungMekong abfällt. Die Hochebene besteht aus zwei Hauptebenen: der südlich gelegenen Ebene von Khorat (Nakhon Ratchasima), die von den FlüssenMae Nam Chi undMae Nam Mun durchzogen wird, und der nördlichen Sakon Nakhon-Ebene mit den FlüssenMae Nam Loei und Songkhram. Die beiden Ebenen werden getrennt durch denPhu-Phan-Höhenzug. Der Boden ist überwiegend sandig mit einigen Salzablagerungen.Der Mekong bildet im Norden und Osten des Isan die Grenze zwischen Thailand undLaos, während der Süden der Region anKambodscha grenzt.

Der bedeutendste thailändische Quellfluss des Mekong, derMae Nam Mun, entspringt imKhao-Yai-Nationalpark beiNakhon Ratchasima und fließt ostwärts, um in der ProvinzUbon Ratchathani in den Mekong zu münden. Der andere Hauptfluss der Region, derMae Nam Chi, durchfließt Zentral-Isan, bevor er sich nach Süden wendet und inSi Sa Ket den Mun trifft. Auch die kleineren FlüsseMae Nam Loei undMae Nam Songkhram fließen dem Mekong zu, ersterer in Nordrichtung durch die ProvinzLoei, letzterer östlich durch die ProvinzenUdon Thani,Sakon Nakhon,Nakhon Phanom undNong Khai.

Klima

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das Klima im Isan ist tropisch. Im trockenen Sommer von März bis Mai steigen die Temperaturen auf 40 Grad.Von Juni bis Oktober istRegenzeit mit viel Niederschlag und hoher Luftfeuchtigkeit. Im Winter von November bis Februar wird es nachts kühl und tagsüber noch 20 °C bis über 30 °C warm.[2]

Die mittlerenNiederschläge reichen von 2000 mm in manchen Gegenden bis zu 1270 mm in den südwestlichen ProvinzenNakhon Ratchasima,Buri Ram,Maha Sarakham,Khon Kaen undChaiyaphum.

Die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 30,2 °C und 19 °C. Die höchste jemals gemessene Temperatur war 43,8 °C in der Provinz Udon Thani, die niedrigste 0,1 °C in Loei.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Phanom Rung – ein Zeugnis aus der Khmer-Zeit

Isan besitzt eine Anzahl bedeutenderbronzezeitlicher Fundstellen von Höhlenmalereien, Artefakten und Hinweisen auf frühen Reisanbau. Bronzewerkzeuge wie die inBan Chiang gefundenen, sind möglicherweise älter als vergleichbare ausMesopotamien.

In der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausend n. Chr. gehörte die Region zum Einflussgebietindisierter Staaten wieChenla undCanasapura, parallel mit der verwandtenDvaravati-Kultur in Zentralthailand. Aus dieser Zeit stammen z. B. die FundstättenMueang Sema undMueang Fa Daet sowie die baugeschichtlich ältesten Teile desWat Phra That Phanom. Vom 9. bis 13. Jahrhundert standen weite Teile des heutigen Isan unter dem Einfluss des Khmer-Reichs vonAngkor. Dieses ließ unter anderem die bedeutenden Tempelanlagen inPhimai undPhanom Rung zurück.

Besiedelung durch Lao

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zerfall des Reichs der Khmer ab dem 13. Jahrhundert war die Khorat-Hochebene ein Puffergebiet zwischen demsiamesischenKönigreich Ayutthaya im heutigen Zentralthailand undLan Xang, einem Netzwerk von Lao-Staaten im Flusstal desMekong. Es war in dieser Zeit abgesehen von der Umgebung vonNakhon Ratchasima (Khorat) selbst, das bereits ab 1657 zu Ayutthaya gehörte, und kleinen Außenposten der Lao kaum besiedelt.[3] Nach dem Tod KönigSulinyavongsas 1694 zerfiel Lan Xang. Infolge der ausbrechenden Thronfolgestreitigkeiten wanderten mehrfach Lao-Aristokraten aus den KönigreichenLuang Prabang undVientiane mitsamt ihren Untertanen aus und ließen sich auf dem Khorat-Plateau nieder, wo sie neue Gemeinwesen(Müang) gründeten. Im Jahr 1778 mussten die drei aus dem zerbrochenen Lan Xang hervorgegangenen Lao-Königreiche Luang Prabang, Vientiane undChampasak das siamesischeKönigreich Thonburi (Vorläufer des heutigen thailändischen Staats mit der Hauptstadt Bangkok) alsSuzerän anerkennen und dessen König Vasallentreue schwören.[4]

Siam nutzte die Uneinigkeit unter den laotischen Fürstentümern, um dieMüang auf der Khorat-Ebene unter seine direkte Kontrolle zu bringen. Das wurde dadurch erleichtert, dass die einzelnen Kleinstaaten und ihre jeweiligen Herrscherfamilien weitgehend voneinander unabhängig waren und keine gemeinsame Herrschaftsstruktur oder einen machtvollen gemeinsamen Anführer hatten.[5] Nach der erfolglosenRebellion des Lao-Königs Anuvong von Vientiane 1827/28 verlor Vientiane seine Autonomie und die Siamesen deportierten über 100.000Lao Wiang auf die westliche Seite des Mekong, also das heutige Zentral- und Nordostthailand, um größere Kontrolle zu haben und weitere Aufstände zu verhindern.[6] Die Kontrolle der Zentralregierung über das Gebiet des heutigen Isan blieb allerdings bis Ende des 19. Jahrhunderts lückenhaft.

Integration in den thailändischen Staat

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1893 musste Siam nach demPak-Nam-Zwischenfall und einem kurzen französisch-siamesischen Krieg die östlich des Mekong gelegenen Länder der Lao an Frankreich abtreten. Der Mekong, der bis dahin die wichtigste Verbindungsader des Laogebiets war, wurde nun zum Grenzfluss zwischen einem siamesisch und einem französisch kontrollierten Teil[7] (aus letzterem wurde nach dem Ende der Kolonialherrschaft der heutige Staat Laos). Ungefähr zur gleichen Zeit begann der siamesische KönigRama V. (Chulalongkorn), die Randgebiete seiner Herrschaft in den siamesischen Staat zu integrieren und im Rahmen desThesaphiban-Systems direkt der Zentralregierung zu unterstellen. Um die eigenständige ethnische Identität zu verdecken und nicht weitere Gebietsansprüche des französischen Kolonialreichs und seines Protektorats Laos zu rechtfertigen, vermied die siamesische Regierung zunehmend, ihre Untertanen als Lao zu bezeichnen und prägte stattdessen die BezeichnungIsan (Pali für „Nordosten“) für die von ethnischen Lao besiedelten Gebiete auf der Khorat-Hochebene. Zunächst wurde ab 1900 mit Isan eines derMonthon (große Verwaltungseinheiten aus je mehreren Provinzen) bezeichnet, das zuvor Lao Kao geheißen hatte. Vom Namen einer Verwaltungseinheit breitete sich die Bezeichnung ‚Isan‘ zu einer allgemeinen, geographischen Bedeutung aus. Ab etwa 1922 wurde sie dann im heutigen Sinne für die gesamte Nordostregion verwendet.[8]

Die Einführung der Zentralverwaltung brachte radikale Veränderungen in den gesellschaftlichen Hierarchien und politisch-wirtschaftlichen Beziehungen im Isan. Dies war möglicherweise der Auslöser für die Aufstände unter Führung von sogenanntenphu mi bun („heiligen Männern“) in den Jahren 1901/02. Eine ganz ähnliche Revolte gab es zur selben Zeit auch auf der anderen Seite des Mekong, im französischen Protektorat Laos. Verbreitet von reisendenMo-Lam-Sängern, kursierte einmillenarischer[9] bzw.messianischer[10] Glaube an bevorstehende apokalyptische Veränderungen und das Erscheinen eines gottgesandten „gerechten Königs“. Nun traten dutzende von Männern auf, die in Anspruch nahmen, der angekündigte Erlöser zu sein und Anhänger um sich scharten. Die Aufstände wurden von den Regierungstruppen niedergeschlagen.[11]

Im 20. Jahrhundert wurde im Rahmen der „Thaiisierung“ die Eingliederung des Isan als integraler Teil Thailands verfolgt, wobei die Lao-Wurzeln der Bevölkerung verleugnet wurden. Ab 1939 wurde die Verwendung derLaotischen Sprache und des entsprechenden Alphabets von offizieller Seite zurückgedrängt, in Schulen wurde nach Anweisung der Zentralregierung nur noch das thailändische Alphabet gelehrt. Die Verwendung lokaler Sprachen prangerte die ultranationalistische Regierung vonPlaek Phibunsongkhram als rückständig, wenn nicht gar verräterisch, an. Diekulturellen Reformen wurden im Isan nur widerwillig akzeptiert sowie bis heute unterscheiden sich Sprache, Musik, Kleidung und Essen vom Rest des Landes.

Zeitgeschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs war im Isan dieSeri-Thai-Bewegung („Freies Thailand“) stark vertreten, die Widerstand gegen die faktische japanische Besetzung und die kollaborative Regierung Phibunsongkhrams leistete. In der kurzen demokratischen Phase nach 1945 wurden viele Wahlkreise im Nordosten von progressiven, linkspopulistischen und sozialistischen Politikern vertreten, die derSahachip-Partei („Genossenschaftspartei“) nahestanden und den MinisterpräsidentenPridi Phanomyong unterstützten.[12][13] Nach demMilitärputsch von 1947 wurden wichtige Politiker aus dem Isan – meist ehemalige Seri-Thai-Kämpfer – eingesperrt oder sogar ermordet. Als Vorwand diente, dass sie angeblich die Nordostprovinzen von Thailand abspalten und mit den Staaten Indochinas zu einer kommunistisch geprägten „Südostasiatischen Union“ vereinigen wollten. Der Wahrheitsgehalt dieser Verschwörungstheorie ist aber höchst zweifelhaft.[14][15]

In der wirtschaftlichen Entwicklung und auch der politischen Teilhabe blieb der Isan lange Zeit weit hinter der Zentralregion und insbesondere der Metropole Bangkok zurück. Dieser Zustand wird von einigen Autoren als „interner Kolonialismus“ des Isan durch die Bangkoker Eliten beschrieben.[16][17] Thailand war ein Verbündeter der USA imVietnamkrieg, dieUS Air Force nutzte zwischen 1961 und 1975 Stützpunkte u. a. in Nakhon Ratchasima (Korat), Nakhon Phanom, Ubon Ratchathani und Udon Thani (Udorn). Der diktatorisch regierende Ministerpräsident und FeldmarschallSarit Thanarat, der selbst in derProvinz Mukdahan aufgewachsen war, schrieb sich während seiner Regierungszeit (1959–63) eine Lösung des „Nordost-Problems“ auf die Fahnen, um zu verhindern, dass die wirtschaftlichen Rückständigkeit der Region separatistische oder kommunistischen Bestrebungen befeuern würde.[18] Dennoch war die Nordostregion von den frühen 1960er- bis zum Beginn der 80er-Jahre einer der Hauptschauplätze des Aufstands derKommunistischen Partei Thailands und ihrer „Volksbefreiungsarmee“ gegen den thailändischen Staat. Sie verfügten über Lager und „befreite Dörfer“ vor allem imPhu-Phan-Höhenzug undPhetchabun-Gebirge. Ihr Kampf wurde durch die Machtergreifung derPathet Lao 1975 in Laos begünstigt. Auch das Programm „Grüner Isan“(Isan Khiao) zur regionalen Entwicklung unter der Ägide des thailändischen Heeres und ihres Oberkommandierenden GeneralChavalit Yongchaiyudh in den 1980er-Jahren zeigte keine durchschlagenden Erfolge.

Der MinisterpräsidentThaksin Shinawatra, der von 2001 bis 2006 regierte, gewann mit Programmen für allgemeinen Zugang zur Gesundheitsversorgung, einem Schuldenerlass für Bauern, Infrastrukturausbau und auf lokaler Ebene vergebenen Mikrokrediten für Unternehmensgründungen (Umlauffonds mit einer Million Baht proMuban), (OTOP) große Beliebtheit in dieser Region. Sie gilt seither als Hochburg seiner Anhänger sowie der ihm nahestehenden Bewegung der „Rothemden“ (oderNationale Demokratische Allianz gegen Diktatur)[19]. Seit Ende 2010 haben sich tausende Dörfer im Isan zu „roten Dörfern“ erklärt und es entstand eine große Kluft zwischen den Befürwortern Thaksin´s, vor allem im Isan undNordthailand sowie den Gegnern zumeist inZentral- undSüdthailand, die in ihm einen gefährlichenPopulisten sehen[20].

Siehe auch:Geschichte Thailands

Bevölkerung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Familie in einem Dorf im Isan
EinKhaenspieler in einem Sarong und Phakama aus Isan

Im Jahr 2000 betrug die Gesamtbevölkerung des Isan 20.825.000 Einwohner, von denen 40 % in den bevölkerungsreichen Provinzen Nakhon Ratchasima, Ubon Ratchathani, Udon Thani und Khon Kaen lebten. Diese Provinzen umgeben die vier bedeutendsten Städte des Isan, die die gleichen Namen tragen: Im Jahr 2000 zählte man in der StadtUdon Thani 220.493 Einwohner, inNakhon Ratchasima 204.391, inKhon Kaen 141.034, undUbon Ratchathani hatte 106.552 Einwohner. 1996 lebten nur 6,3 % der Bevölkerung der Region in Städten. Der Anteil war mit 12,4 % in Khon Kaen am höchsten und mit 2,8 % in Roi Et am niedrigsten. Daraus folgt, dass die Einwohner des Isan zwar größtenteils außerhalb der Städte leben, sich aber im Umland der Städte ballen.

Die Bewohner des Isan werden alsKhon Isan (thailändischคนอีสาน,laotisch:ຄົນອີສານ; „Menschen des Nordostens“) bezeichnet. Im weiteren Sinne kann damit jeder, der aus einer der 20 Provinzen Nordostthailands kommt, bezeichnet werden. Im engeren Sinne sind damit allerdings nur die ethnischenLao gemeint, die im Großteil des Isan die Bevölkerungsmehrheit stellen. Infolge der Trennung des Isan vom eigentlichen Laos, der Integration der Region in den thailändischen Staat und der „Thaiisierungspolitik“ der Zentralregierung hat sich bei ihnen eine eigene,ethno-regionale Identität herausgebildet, die sich sowohl von der der Lao in der Demokratischen Volksrepublik Laos als auch von der derThai inZentralthailand unterscheidet. Alternative Bezeichnungen für diese Bevölkerungsgruppe sindT(h)ai Isan,Thai-Lao,Lao-Isan oderIsan-Lao.

Die Bevölkerung der Nordostregion Thailands besteht fast ausschließlich aus thailändischen Staatsbürgern. Die Mehrheit (ungefähr 80 %)[21] sind aber ethnische Lao und sprechen zu Hause einen Dialekt derlaotischen Sprache (die in Nordostthailand gesprochenen Dialekte des Laotischen werden alsphasa isan, „Isan-Sprache“ zusammengefasst). Von der thailändischen Regierung werden diese jedoch als Dialekte des Thailändischen betrachtet. Über die ethnische Zugehörigkeit seiner Bürger erhebt Thailand keine Daten. Zumindest gegenüber Außenstehenden vermeiden die ethnischen Lao im Isan die Selbstidentifikation als Lao, sondern bezeichnen sich selbst in der Regel alskhon isan. Wissenschaftlich wurde die eigenständige Identität derkhon isan zum ersten Mal 1967 von dem US-amerikanischen AnthropologenCharles F. Keyes untersucht und beschrieben.[22]

Thailändisch, Isan und Laotisch bilden einDialektkontinuum und weisen einen hohen Gradgegenseitiger Verständlichkeit auf. Die meisten Isan-Sprecher beherrschen auch die (zentral-)thailändische Standardsprache, was insbesondere für die jüngeren und besser gebildeten zutrifft. Viele betreiben in ihrem AlltagCode-Switching, das heißt, sie wechseln je nach Situation zwischen ihrem lokalen Dialekt, den sie in familiärer und informeller Umgebung verwenden, und der Standardsprache, die sie in offiziellen Kontexten gebrauchen.[23]

Die Bewohner des Isan sind fast ausschließlichTheravada-Buddhisten. 99,1 % der Bevölkerung bekennen sich zum Buddhismus, 0,9 % zum Christentum, andere Religionen kommen nur in verschwindend geringer Zahl vor. In keiner anderen der Großregionen gibt es so wenige Andersgläubige.[24] Neben der offiziellen Religion pflegen viele Bewohner des Isan aber auchanimistische Elemente der Verehrung vonPhi genannten Geistern. Darin sehen sie keinen Widerspruch zu ihrem eigentlich buddhistischen Bekenntnis.

Die Mehrheitsbevölkerung in der ProvinzNakhon Ratchasima (circa 10 % der Bewohner des gesamten Isan), steht kulturell und sprachlich den Zentral-Thai (oder „Siamesen“) näher als den Lao. Sie werden auchKhorat-Thai genannt. Weitere 10 % der Bevölkerung des Isan sind ethnischeKhmer. Sie sind in den drei südlichen ProvinzenSurin,Buri Ram undSi Sa Ket konzentriert.[21]

Interessanterweise gibt es eine auffälligeKorrelation zwischen den Gebieten, in denen ethnische Lao die Mehrheit der Bevölkerung stellen, und den Gebieten, in denen Klebreis das hauptsächlich angebaute Getreide ist. In den mehrheitlich von „Siamesen“ oder ethnischen Khmer besiedelten Gebieten werden dagegen mehrheitlich nicht klebende Reissorten angebaut.[21]

Neben diesen drei größeren Gruppen beheimatet die Isan-Region eine Vielzahl weiterer, kleinerer Ethnien, deren Sprachgruppen im Folgenden aufgeführt sind:

SpracheFamilieSprecherVerbreitung
NördlichesKhmerMon-Khmer1.400.000(2006)[25]Surin, Si Sa Ket, Buri Ram, Nakhon Ratchasima
Phu ThaiTai-Kadai470.000(2006)[26]Nakhon Phanom, Ubon Ratchathani, Kalasin, Sakon Nakhon
KuyMon-Khmer400.000(2006)[27]Buri Ram, Surin, Si Sa Ket, Ubon Ratchathani, Roi Et
Mon-Khmer70.000(2006)[28]Nakhon Phanom, Sakon Nakhon, Nong Khai, Kalasin
NyawTai-Kadai50.000(1990)[29]Sakon Nakhon, Nong Khai, Nakhon Phanom
WestlichesBruMon-Khmer20.000(1991)[30]Mukdahan, Amnat Charoen, Ubon Ratchathani
SaekTai-Kadai11.000(1993)[31]Nakhon Phanom
YoyTai-Kadai5.000(1990)[32]Sakon Nakhon
ÖstlichesBruMon-Khmer5.000Sakon Nakhon
NyahkurMon-Khmer1.500(2006)[33]Nakhon Ratchasima, Chaiyaphum
Tai DamTai-Kadai700(2004)[34]Nong Khai, Nakhon Ratchasima, Loei (undSaraburi)
AheuMon-Khmer450(Sprecher)
1.500(Volksangehörige; 2007)[35]
Sakon Nakhon
NyeuMon-Khmer200[36]Si Sa Ket
PhuanTai-KadaiUnbekannt
in ganz Thailand 200.000 (2006)[37]
Udon Thani, Loei

Kultur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Eine Musikerin in einem Damen-Sarong

Die Kultur des Isan ist stark durch das kulturelle Erbe derLao geprägt und hat viel mit der des NachbarstaatesLaos gemein. Diese Affinität zeigt sich in der regionalenKüche,Kleidung, sakralenArchitektur,Feiertagen und denKünsten.

Die traditionelle Kleidung ist derSarong. Die Damenversion verfügt meist überbestickte Säume, während die Herren-Sarongs mit Karomustern geschmückt sind. Sie werden im Gegensatz zur Sitte in Zentralthailand nicht zwischen den Beinen befestigt. Der Pakama schließlich ist eine Stoffbahn, die als Gürtel, Kopfbedeckung,Hängematte oder auch als Badetuch verwendet wird.

Isan ist das Zentrum der thailändischenSeidenherstellung. In der Nachkriegszeit boomte der Handel, als der ModeschöpferJim Thompson die thailändische Seide im Westen populär machte. Eine der bekanntesten Arten von Seide aus der Region ist „Mut-Mee“, durchBatik werden geometrische Muster auf dem Stoff aufgebracht.

Speisen der Isan-Küche unterscheiden sich von den zentralthailändischen und laotischen, haben mit diesen aber auch vieles gemein. Die offensichtlichsten Charakteristiken sind der Gebrauch vonKlebreis statt Duftreis und die feurigeChili-Würzung. Beliebte Gerichte sindSom Tam (auch:tammakhung, in Zentralthailand bekannt alsSom Tam Poo Plara[38]), ein Salat aus grüner Papaya und getrockneten Krabben, und gegrilltes Huhn (gai yang). Diese Gerichte haben in ganz Thailand Verbreitung gefunden, wenn auch in an den jeweiligen Geschmack angepassten Varianten, denen die extremeSchärfe und der säuerliche Geschmack fehlt, die man in Isan vorzieht. Weitere populäre Gerichte aus dem Isan sind:Gaeng Hed (Pilzsuppe),Tom Saep (scharfe, säuerliche Suppe),Gaeng No Mai (Bambussuppe),Larb Moo (Salat aus gehacktem Schweinefleisch) oderPla Duk Yang (gegrillter Wels, auch bekannt als Catfish). Diese Isan Gerichte sind landesweit bekannt und so gibt es überall in Thailand Restaurants, die sich auf Isan Food spezialisieren[39].

In umgekehrtem Austausch ist auch die zentralthailändische Küche in Isan zu einer gewissen Popularität gelangt. Was die Einflüsse der Lao-Küche angeht, fehlen in Isan bis auf die Gegend umNong Khai die Elemente aus dervietnamesischen und französischen Küche, wie man sie inLaos findet, vollständig.Die Bewohner von Isan sind bekannt für die breite Palette von Tieren, die auf ihrem Speisezettel stehen. Dazu gehören auchEidechsen,Frösche,Schlangen und gebrateneInsekten wieHeuschrecken,Seidenraupen undMistkäfer. Was ursprünglich aus der Not heraus gegessen wurde, wird heute als Delikatesse angesehen.

Die Bücherei des Tempels Tung Sri Muang, Ubon Ratchathani, als Beispiel des typischen Baustils von Isan

Der buddhistische Tempel, oderWat, ist das wichtigste Bauwerk der meisten Dörfer. Diese Tempel dienen nicht nur der religiösen Verehrung, sondern werden auch als Fest- und Versammlungshallen genutzt. Architektonisch überwiegt der Lao-Stil, der schlichter ist als der ornamentale Thai-Stil. Das Gleiche gilt fürBilddarstellungen Buddhas.

Die Bevölkerung des Isan feiert eine Reihe traditioneller Feste, unter denen das „Bun Bungfai“-Fest mit seinen Feuerwerksraketen hervorzuheben ist. Es geht auf einenFruchtbarkeitsritus aus vorbuddhistischer Zeit zurück und wird an mehreren Orten in Isan und Laos gefeiert; am heftigsten und berühmtesten sind aber die Feierlichkeiten in der ProvinzYasothon. Andere bekannte Spektakel sind das Kerzenfest von Ubon Ratchathani, das die buddhistische Fastenzeit im Juli einläutet, das Seidenfest vonKhon Kaen, eine Art lokaler Handwerksmesse, die Elefantenschau vonSurin und die „Bangfai Phayanak“ oder „Naga-Feuerbälle“ vonNong Khai.

Die traditionelleVolksmusik von Isan ist derMor Lam. Neben einigen lokalen Varianten existieren davon auch moderne Spielarten, die seit den 1970ern durch aus Isan zugezogene Arbeitskräfte nach Bangkok gelangt sind. Viele Mor Lam-Sänger haben sich auch dieLuk-Thung-Musik Zentralthailands angeeignet und daraus die hybride „Luk Thung Isan“-Richtung entwickelt.Kantrum ist eine andere traditionelle Musikform, die unter der Khmer-Minderheit im Süden große Beliebtheit genießt.

Obwohl die Sprache von Isan selbst keine schriftlich-literarische Tradition hat, konnte die Region in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einige nennenswerteSchriftsteller hervorbringen, unter denenKhamsing Srinawk undPira Sudham besonders hervorzuheben sind. Die einheimische Sprache verwendet keiner der beiden: Der Erstgenannte schreibt auf Thai, letzterer auf Englisch.

Isan ist bekannt als Heimat vielerMuay-Thai-Boxer. Viele Kinder armer Familien träumen vom sozialen Aufstieg durch Erfolg imThaiboxen. Der bekannteste Sportler aus Isan ist dennoch kein Boxer, sondern derTennisspielerParadorn Srichaphan, dessen Familie aus der Provinz Khon Kaen stammt.

Die Kulturbarriere hat in Verbindung mit der bekannten Armut des Landesteils zu Vorbehalten vieler ethnischer Thais gegenüber den Isanern geführt.

Obwohl viele Menschen aus Isan heutzutage nicht mehr auf den Feldern, sondern in den Großstädten arbeiten, sind sie meist beschränkt auf Arbeiten von niedrigem sozialen Status, wie Hilfsarbeiter oderProstituierte, und Vorurteile gegen sie leben fort. Dennoch ist die Sicht auf Isan nicht ausschließlich negativ gefärbt: Die typische Musik und die Küche der Region sind in ganz Thailand begeistert angenommen worden.

Der Prozess der „Thaiisierung“ hat den besonderen Charakter der Kultur von Isan etwas verwässert. Das gilt gerade für Städte und Provinzen, die sich – wie zum Beispiel Nakhon Ratchasima – in der Nähe des thailändischen Kerngebietes befinden und relativ früh von den Siamesen unterworfen worden sind.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Im November findet in Surin ein großes Elefantenfest statt.

Aus der Zeit der Khmer-Herrschaft über das Gebiet des Isan stammen etliche Ruinen von Tempelanlagen im für diese Kultur typischen Baustil.

Die bekannteste und größte dieser Tempelanlagen ist wohlPhrasat Khao Phra Viharn, etwa 150 Kilometer südwestlich von Ubon Ratchathani. Die Ruinen liegen direkt an der Grenze, schon auf kambodschanischem Gebiet, können aber nur von thailändischem Boden aus betreten werden, da der Berg, auf dem der Tempel erbaut wurde, zur kambodschanischen Seite steil abfällt. Die Felsenburg galt während der Zeit derRoten Khmer deshalb auch als uneinnehmbare Festung. Das Gebiet war lange Zeit zwischen Thailand und Kambodscha umstritten, wurde aber 1965 durch einen Internationalen Gerichtshof Kambodscha zugesprochen. Ein kambodschanisches Visum ist für den Besuch dieser Tempel nicht erforderlich, wohl aber eine gute Kondition, um bei glühender Hitze mehrere hundert zum Teil verfallene Stufen zu erklettern, um zu den auf der Spitze des Berges liegenden Ruinen zu gelangen.

Etwa 60 Kilometer nordöstlich der ProvinzhauptstadtNakhon Ratchasima befindet sichPrasat Hin Phimai. Diese gut rekonstruierte Anlage, die etwa um 1100 n. Chr. erbaut wurde, ist eines der schönsten Beispiele der religiösen Khmer Architektur außerhalb von Kambodscha.

Eine andere bedeutende Tempelanlage an dieser Strecke istPhanom Rung, in der Nähe vonPrakhon Chai, Provinz Buri Ram. Dieser Khmer-Tempelkomplex wurde zu Ehren des HindugottesShiva auf einem 1300 m hoch liegenden erloschenen Vulkankegel errichtet und wird auch manchmal als das Angkor Wat Thailands bezeichnet. Der Tempelkomplex ist wohl das bedeutendste kulturhistorische Bauwerk in Nordost-Thailand.

5 km östlich von Phanom Rung liegt die TempelanlagePrasat Mueang Tham. Diese relativ kleine Anlage – manche Forscher meinen, es sei ein ehemaliger Königspalast – liegt zu ebener Erde, neben einem von den Khmer seinerzeit angelegten großen künstlichen See. Der Tempel ist inmitten einer gepflegten Parkanlage vollständig restauriert worden und gibt einen guten Eindruck der damaligen brahmanischen Klosteranlagen. Das etwa 100 Meter × 100 Meter große Rechteck des Komplexes wird von vier kompakten, fast vollständig rekonstruierten Mauern aus Lateritblöcken umgeben. Der erste Hof wird mit von vier symmetrisch angeordneten Wasserbecken eingerahmt, ihre Stufen und Balustraden enden inNagaköpfen. Von den im Zentrum der Anlage befindlichen Türmen ist der Hauptturm in der Mitte zerfallen, von den Türmen in den vier Ecken des Quadrats ein Turm ganz verschwunden, die restlichen drei wurden restauriert. Viele Giebelsteine und Türstürze sind Monumenträubern zum Opfer gefallen und verschwunden. Der berühmte Türsturz aus Phanom Rung mitVishnu-Darstellungen tauchte aber 1973 bei einer Kunstausstellung in den USA auf und wurde auf Anforderung des thailändischenFine Arts Department 1988 zurückgegeben.

Die AnlagePrasat Tameeang in der Nähe vonBan Kruat,Provinz Buri Ram gibt einen guten Eindruck von vom Regenwald überwucherten Ruinen.

Wirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in US-$ nach Provinzen (2011). Der landesweite Durchschnitt lag bei 5.362 US-$.
  • unter 1.500
  • 1.500 bis unter 3.000
  • 3.000 bis unter5.362
  • 5.362 bis unter 10.000
  • 10.000 bis unter 15.000
  • 15.000 bis unter 20.000
  • 20,000 und mehr
  • Isan: Wasserbüffel im September

    Die jährliche Wirtschaftsleistung des Isan betrug 2011 pro Kopf 48.549 Baht (ca. 1200 Euro), weniger als ein Drittel des thailändischen Durchschnitts. Die sechs wirtschaftlich schwächsten Provinzen Thailands liegen sämtlich in der Nordostregion. Dabei gibt es jedoch auch im Isan eine Varianz zwischen der ärmsten ProvinzAmnat Charoen mit 30.231 Baht pro Kopf undKhon Kaen, das mit 81.884 Baht näher am landesweiten Durchschnitt liegt.[40]

    Ein Anteil von 46 % der Bevölkerung des Isan ist formell in derLandwirtschaft beschäftigt, 76 % sind zumindest teilweise in der Landwirtschaft tätig (etwa als Nebenerwerb oder mithelfende Familienangehörige). Demgegenüber trägt der Agrarsektor aber nur 22 % zum regionalen Einkommen bei (zum Vergleich: 8,5 % Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt Gesamt-Thailands).Reis ist die Hauptkultur und wird auf etwa 60 % der Agrarflächen angebaut. Daneben wird in steigendem Umfang auchZuckerrohr undManiok kultiviert. DerWasserbüffel ist für viele Bauern noch ein wichtiges Arbeitstier oder dient als Geldanlage. Zur Fleischgewinnung werdenSchweine,Hühner,Enten undFische gezüchtet.

    Trotz seiner dominierenden Rolle ist die Landwirtschaft von Isan extrem problembehaftet. Das Klima weist oftDürreperioden auf, während andererseits die Flachlandsituation gerade während der RegenzeitÜberschwemmungen begünstigt. Die Flutgefahr macht große Teile des Landes für die landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar. Darüber hinaus ist der Boden sehrsauer,salzhaltig und durch Überbeanspruchung teilweise unfruchtbar. So ist denn auch seit den 1970er-Jahren die Bedeutung der Agrarwirtschaft zugunsten desHandels und desDienstleistungssektors gesunken.

    Viele Einheimische suchen Beschäftigung außerhalb der Region, besonders inBangkok alsWanderarbeiter, wo sie oft die Arbeiten verrichten, die schlecht bezahlt werden. Einige siedeln endgültig in die Metropole über.

    Zwischen 2007 und 2011 erlebte die Region einen wirtschaftlichenBoom mit einem Wirtschaftswachstum von insgesamt 40 %, deutlich mehr als der landesweite Durchschnitt von 23 % im selben Zeitraum und erst recht als der bislang wirtschaftlich dominanteGroßraum Bangkok mit nur 17 %. Aus dem Isan auf Suche nach Arbeit nach Bangkok,Pattaya und in andere Regionen migrierte Arbeiter sind seither zum Teil zurückgekehrt, da viele weiterhin den Wohnsitz bei der Familie im Isan haben[41].

    Infrastruktur

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Isan besitzt drei Eisenbahnlinien derthailändischen Staatseisenbahn, die die Region mitBangkok verbinden. Die eine verläuft ostwärts, von Nakhon Ratchasima durch Surin nach Ubon Ratchathani, während die andere nordwärts über Khon Kaen und Udon Thani nach Nong Khai führt, sowie eine Bahnstrecke die westwärts Nakhon Ratchasima umgeht und dann auf die Linie nach Khon Kaen trifft. Derzeit wird die erste Hochgeschwindigkeits-Eisenbahn in Thailand von Bangkok nach Nakhon Ratchasima errichtet.

    Das Straßennetz des Isan umfasst etwa 15.000 Kilometer, sein Herzstück sind die so genannteThanon Mittraphap („Straße der Freundschaft“), die in den 1960er- und 70er-Jahren von denUSA zur Versorgung ihrer Militärbasen angelegt worden ist. DieAutobahn 6 sowie einHochgeschwindigkeitszug nachNakhon Ratchasima sind derzeit in Bau. 1.700 Meter lange Straßenbrücke, dieSaphan Mittraphap Thai-Lao (สะพานมิตรภาพไทย-ลาว, [sapʰaːn míttra-pʰâp tʰai-lao], „Thailändisch-Laotische Freundschaftsbrücke“), ein Entwicklungshilfeprojekt Australiens, verbindetNong Khai mit der laotischen HauptstadtVientiane. Seit 2007 gibt es weitere Brücken.

    Obwohl derMekong schiffbar ist, wird er kaum benutzt, da viele Stromschnellen und Strömungen die Fahrt erschweren.

    Flughäfen existieren inUdon Thani,Ubon Ratchathani,Khon Kaen,Nakhon Phanom,Sakon Nakhon,Roi Et,Loei,Buri Ram undNakhon Ratchasima.

    Persönlichkeiten des Isan

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Tony Jaa

    Kultur

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    • Asanee Chotikul (* 1955) und Wasan Chotikul (* 1957), Rockmusiker aus der Provinz Loei
    • Phanna Rithikrai (1961–2014), Schauspieler aus der Provinz Khon Kaen
    • Petchtai Wongkamlao (* 1965), Comedian aus der Provinz Yasothon
    • Mike Phiromphon (* 1966), Volksmusiksänger aus der Provinz Udon Thani
    • Jintara Poonlarp (* 1969), Volksmusiksängerin aus der Provinz Roi Et
    • Apichatpong Weerasethakul (* 1970), Regisseur, aufgewachsen in der Provinz Khon Kaen
    • Sek Loso“ Seksan Sukpimai (* 1974), Rockmusiker aus der Provinz Nakhon Ratchasima
    • Tony Jaa“ Panom Yeerum (* 1976), Schauspieler aus der Provinz Surin
    • Tai Orathai (* 1980), Volksmusiksängerin aus der Provinz Ubon Ratchathani
    • Lalisa Manoban (* 1997), Popmusiksängerin aus der Provinz Buri Ram

    Politik

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    • Thao Suranari (1772–1852), Gouverneursgattin, Lokalheldin von Nakhon Ratchasima
    • Sarit Thanarat (1908–1963), Ministerpräsident, aufgewachsen in der Provinz Mukdahan
    • Newin Chidchob (* 1958), Politiker aus der Provinz Buriram

    Religion

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Sport

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Verwaltung

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Isan unterteilt sich in 19 Provinzen (Changwat), wobei die südwestliche ProvinzNakhon Ratchasima von manchen bereits Zentralthailand zugerechnet wird. Die Provinzen tragen die Namen der jeweiligen Hauptstädte.

    Die Provinzen des Isan
    Nr.NameThai Name
    1.Amnat Charoenอำนาจเจริญ
    2.Buri Ramบุรีรัมย์
    3.Chaiyaphumชัยภูมิ
    4.Kalasinกาฬสินธุ์
    5.Khon Kaenขอนแก่น
    6.Loeiเลย
    7.Maha Sarakhamมหาสารคาม
    8.Mukdahanมุกดาหาร
    9.Nakhon Phanomนครพนม
    10.Nakhon Ratchasimaนครราชสีมา
    Nr.NameThai Name
    11.Nong Bua Lamphuหนองบัวลำภู
    12.Nong Khaiหนองคาย
    13.Roi Etร้อยเอ็ด
    14.Sakon Nakhonสกลนคร
    15.Si Sa Ketสรีสะเกษ
    16.Surinสุรินทร์
    17.Ubon Ratchathaniอุบลราชธานี
    18.Udon Thaniอุดรธานี
    19.Yasothonยโสธร
    20.Bueng Kanบึงกาฬ

    Literatur

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

    Weblinks

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    Commons: Isan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    [Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
    1. Thailand's Official Poverty Lines vom NSCB (Memento desOriginals vom 17. Juni 2012 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nscb.gov.ph (englisch, aufgerufen am 4. Dezember 2011; PDF-Datei; 245 kB)
    2. Die Bedeutung des Isan
    3. Grabowsky:The Isan up to its Integration into the Siamese State. In:Regions and National Integration in Thailand. 1995, S. 111–112, 115.
    4. Grabowsky:The Isan up to its Integration into the Siamese State. In:Regions and National Integration in Thailand. 1995, S. 114–115.
    5. Breazeale, Kennon.Thai provincial minority elites. Aspects of their expansion on the eastern borders in the nineteenth century. In:Proceedings of the Seventh Conference of the International Association of Historians of Asia. Chulalongkorn University Press, Bangkok 1979, S. 1667–1691, auf S. 1669.
    6. Grabowsky:The Isan up to its Integration into the Siamese State. In:Regions and National Integration in Thailand. 1995, S. 122.
    7. Grabowsky:The Isan up to its Integration into the Siamese State. In:Regions and National Integration in Thailand. 1995, S. 124.
    8. Grabowsky:The Isan up to its Integration into the Siamese State. In:Regions and National Integration in Thailand. 1995, S. 107.
    9. Paitoon Mikusol:Administrative Reforms and National Integration. The Case of the Northeast. In:Regions and National Integration in Thailand. 1995, S. 150.
    10. Walter Skrobanek:Buddhistische Politik in Thailand. Steiner, Wiesbaden 1976, S. 82.
    11. Grabowsky:Kleine Geschichte Thailands. 2010, S. 136–138.
    12. Federico Ferrara:The Political Development of Modern Thailand. Cambridge University Press, Cambridge 2015, S. 128.
    13. Gunter Willing:Zur Geschichte der Kommunistischen Partei Thailands von ihren Anfängen bis 1947. In:Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung Nr. 1/2006, S. 22–36, auf S. 28.
    14. Alan Collins:The Security Dilemmas of Southeast Asia. Macmillan, Basingstoke (Hampshire) 2000, S. 65.
    15. Thak Chaloemtiarana:Thailand. The Politics of Despotic Paternalism. Cornell Southeast Asia Program, Ithaca (NY) 2007, S. 38–39.
    16. David Brown:The State and Ethnic Politics in South-East Asia. Routledge, London/New York 1994, Kapitel „Internal colonialism and ethnic rebellion in Thailand“, S. 109–142
    17. General Saiyut Koetphon, 1976, zitiert nach Luther:Regional Identity versus National Integration – Contemporary Patterns of Modernization in Northeastern Thailand. In:Regions and National Integration in Thailand. 1995, S. 183.
    18. Charles Keyes:Opening Reflections. Northeastern Thai Ethnoregionalism Updated. In:Tracks and Traces. Thailand and the Work of Andrew Turton. Amsterdam University Press, Amsterdam 2010, S. 22–23
    19. Titipol Phakdeewanich:Red-shirt influence and the constitutional question. (Memento desOriginals vom 27. Oktober 2014 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nationmultimedia.com In:The Nation, 2. Januar 2013.
    20. Ein Selfmade Millardaer spaltet Thailand
    21. abcGrabowsky:The Isan up to Its Integration in the Siamese State. In:Regions and National Integration in Thailand, 1892-1992. 1995, S. 108.
    22. Charles F. Keyes:Isan. Regionalism in Northeastern Thailand. Department of Asian Studies, Cornell University, Ithaca NY 1967. Zitiert nach: McCargo, Krisadawan:Contesting Isan-ness. 2004, S. 220.
    23. McCargo, Krisadawan:Contesting Isan-ness. 2004, S. 224–225.
    24. สรุปผลการสํารวจ การเข้าร่วมกิจกรรมทางวัฒนธรรม พ.ศ. 2548 [Zusammenfassung der Befragung zur Teilnahme an kulturellen Aktivitäten 2005], Nationales Statistikamt Thailands, August 2005.
    25. Khmer, Northern. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    26. Phu Thai. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    27. Kuy. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    28. Sô. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    29. Nyaw. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    30. Bru, Western. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    31. Saek. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    32. Yoy. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    33. Nyahkur. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    34. Tai Dam. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    35. Aheu. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    36. Nyeu. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    37. Phuan. In:Ethnologue. Languages of the World. 17. Auflage, 2014 (Online-Version).
    38. Tobias Meyer: Isaan Food – diese Gerichte solltest du probieren. In: Thai Food Blog: Try Thai. Abgerufen am 25. März 2020. 
    39. Tobias Meyer: Isaan Food – diese Gerichte solltest du probieren. In: Thai Food Blog: Try Thai. Abgerufen am 25. März 2020. 
    40. Gross Regional and Provincial Product, Chain Volume Measures 2011, National Economic and Social Development Board. (PDF; 1,5 MB) Archiviert vom Original am 5. Oktober 2013; abgerufen am 28. November 2015. 
    41. Peter Shadbolt:Thailand's 'up country' boom fuels political divide. CNN, 18. Februar 2014.
    Normdaten (Geografikum):GND:4406229-1 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
    Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Isan&oldid=261436963
    Kategorien:
    Versteckte Kategorien:

    [8]ページ先頭

    ©2009-2026 Movatter.jp