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Intercitybus

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Dieser Artikel erläutert den Intercitybus der ÖBB, zu anderen Bedeutungen sieheIntercitybus (Begriffsklärung).
ÖBB-Intercitybus vor dem Hauptbahnhof Graz

DerIntercitybus (in Fahrplänen alsICB abgekürzt) war eine Reisekategorie derÖBB-Personenverkehr AG. DerLinienverkehr wurde am 1. Oktober 2007 erstmals in der Relation zwischen Graz und Klagenfurt eingeführt, und mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 kam eine weitere Verbindung zwischen Klagenfurt und Venedig dazu. Obwohl es sich um Autobuslinien handelte, standen sie imÖsterreichischenEisenbahn-Kursbuch, und es galt für sie der Eisenbahntarif der ÖBB.

Linien

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Graz – Klagenfurt

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Die erste Intercitybuslinie der ÖBB verkehrt zwischenGraz Hauptbahnhof undKlagenfurt Hauptbahnhof siebenmal täglich im zweistündigen Taktverkehr und macht beim BahnhofWolfsberg einen Zwischenhalt.

Die Einführung erfolgte, weil zwischen den Landeshauptstädten derSteiermark undKärntens, bis zur Fertigstellung derKoralmbahn am 14. Dezember 2025, keine direkte Eisenbahnverbindung bestand. Eisenbahnfahrgäste mussten zuvor einen weiten Umweg machen und inBruck an der Mur umsteigen. Die kürzest mögliche Reisedauer für diese 228 km Strecke betrug 2:48 Stunden.

Der Intercitybus benötigte für die 141 km lange Strecke, die über dieSüd Autobahn (A2) führte, genau zwei Stunden. Die Fahrpläne der Busse waren mit den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge abgestimmt. Um die Umsteigwege so kurz wie möglich zu gestalten, hielten die Busse in unmittelbarer Nähe der Bahnhofshalle. Ein eigenes Leitsystem unterstützte dabei den Weg zur Abfahrtsstelle.

Der letzte ICB verkehrte am 13. Dezember 2025 um 20:15 Uhr von Klagenfurt nach Graz. Am nächsten Tag nahm die Koralmbahn den Betrieb für den Personenverkehr auf, wodurch die Busverbindung obsolet geworden ist.

Klagenfurt – Villach – Udine – Venedig

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Die italienischen Staatsbahnen zogen sich mit der Einstellung zweier Zugpaare im Jahr 2008 und 2009 vorerst vom internationalen Fernverkehr überTarvisio an derPontebbana-Eisenbahnstrecke zurück. Der Fernverkehr über diese Strecke hat für die österreichische Südbahn allerdings große Bedeutung. Im Gegensatz zur Nachtreisezugverbindung dieser und einer anderen Strecke nach Italien haben sich die ÖBB jedoch gegen den Betrieb der Zugverbindung mit eigenen Mitteln entschieden.[1] Stattdessen wurde die mit zwei täglichen Verbindungen bestehende Intercitybuslinie am 13. Dezember 2009 ganzjährig um zwei weitere Verbindungen verstärkt, während der Sommermonate kommt noch eine dazu, dann sind es insgesamt 5. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 wurde wieder ein Zugpaar von Wien-Meidling bis Venedig, seit 2014 wird der Zug vom neu eröffnetenWiener Hauptbahnhof bis Venedig geführt.[2] Der Nachtzug von Wien über Salzburg nach Venedig verkehrt weiterhin.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wurde ein weiteres Zugpaar von Wien bis Venedig geführt. Die Intercitybuslinie wurde auf eine Verbindung ab Klagenfurt und eine Verbindung ab Villach gekürzt. In den Monaten April gibt es eine zusätzliche Verbindung ab Villach.

Die Busse fahren ab Klagenfurt über Villach, wo ein möglichst direktes Umsteigen aus den Intercityzügen der Südbahn erreicht werden soll, von dort verläuft die Route überUdine zur Endhaltestelle desPeople Mover auf der InselTronchetto inVenedig und zurück.[3]

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wurde die Intercitybuslinie auf zwei Verbindungen ab Villach gekürzt, sodass seither kein Intercitybus nach Venedig mehr von Klagenfurt abfuhr. Im Dezember 2022 wurde die Verbindung aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.[4]

Busfuhrpark & Ausstattung

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Setra S 431 DT

Setra S 431 DT

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Für den Betrieb der IC-Buslinie wurden drei Komfort-Doppelstockbusse des Typs „SETRA S 431 DT“ beschafft, die jährlich rund 711.000 km zurücklegen. Die 13,89 m langen Busse sind mit schadstoffarmen V 8-Motoren nachEURO IV Norm ausgestattet und entsprachen bei der Einführung dem letzten Stand der Technik. Die Motorleistung beträgt 370 kW.

Die vollklimatisierten Busse wiesen einenNiederflureinstieg auf, warenbarrierefrei ausgerüstet und hatten eine eingebauteToilette. Das Sitzplatzangebot betrug in der 1. Klasse 16 Sitze und in der 2. Klasse 56 Sitze. Zusätzlich bestanden zwei Plätze fürmobilitätseingeschränkte Personen und einRollstuhlabstellplatz. Die hintere Tür wurde verbreitert und zweiflüglig ausgeführt, als weitere Abweichung von der Serienausführung gibt es eine LED-Zielanzeige an der Front. Ab Anfang 2015 gab es ein kostenlosesWLAN in den Bussen, welches jedoch nicht bei jeder Fahrt verfügbar war. Die Plätze der 1. Klasse waren mit Ledersitzen ausgestattet und wiesen eine Steckdose und eine Arbeitsfläche auf. Der Service für die Fahrgäste der 1. Klasse umfasste neben dem üblichen Zeitungsangebot überdies zwei Gratisgetränke (warm und kalt).

Zur Verdeutlichung seiner Sonderstellung wich der Intercitybus im äußeren und inneren Design vollständig von derCorporate Identity der sonstigen Busse derÖBB-Postbus AG ab. Die Farben entsprachen denen der Wagen der ÖBB-Fernverkehrszüge.

Setra S 531 DT

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Seit ca. 2020 wurden Busse des TypesSETRA S 531 DT eingesetzt, welche die Vorgängerbusse ersetzen sollten. Diese wiesen ein modernes Design auf und hatten beinahe die gleiche Innenausstattung wie die Vorgängerbusse. Sie waren – genauso wie der Vorgänger – niederflurig, barrierefrei und hatten eine Toilette. Je Doppelsitz war zusätzlich eine 230V-Steckdose verbaut. Im Innenraum gab es LCD-Monitore. Die Busse besaßen das gleiche Lackschema wie die Vorgängerversion.

IVECO Evadys – Intercitybus

IVECO Evadys

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Ab Februar 2022 wurde auch mindestens ein IVECO Evadys als Intercitybus eingesetzt.[5][6]

Tarif

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Im Intercitybus galten die Bahntarife der ÖBB-Personenverkehrs AG. Da die Sitzplätze begrenzt waren, kam es an starken Reisetagen zu einem Mangel an Sitzplätzen, weshalb eineReservierung (3,-- €) möglich war. In der 1. Klasse war diese im Fahrpreis bereits inbegriffen. Buchungen konnten an jedem ÖBB-Schalter in Österreich, in jedem Reisebüro am Bahnhof, online[7], über dieHotline oder an Fahrkartenautomaten (jedoch ohne Reservierung) vorgenommen werden.Die Linie Klagenfurt – Venedig war reservierungspflichtig; hier war die Platzreservierung bereits im Globalpreis inbegriffen.[8]

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Presseaussendung der ÖBB zur Entstehung:ÖBB: Neues Angebot mit Zug und ÖBB-Intercitybus nach Venedig
  2. Neue direkte Bahnverbindungen zwischen Venedig und Wien verfasst am 14. November 2013, abgerufen am 11. Jänner 2016
  3. Intercitybus-Folder (Memento vom 5. Februar 2018 imInternet Archive; pdf)
  4. Barbara Pertl: ÖBB kappten Busverbindungen nach Italien. Kleine Zeitung, 14. Dezember 2022, abgerufen am 18. Juni 2023. 
  5. Busfotos by Grazer: IVECO Evadys Intercitybus in Graz. In: Facebook. 4. Februar 2022, abgerufen am 4. Februar 2022. 
  6. IC-Bus-Verbindung zwischen Graz und Klagenfurt - Seite 4. Abgerufen am 4. Februar 2022. 
  7. ÖBB-Personenverkehrs AG:Online-Ticket
  8. ÖBB Intercitybus Klagenfurt - Venedig: Fahrplan und Preise (Memento vom 9. August 2016 imInternet Archive)
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Intercitybus&oldid=262841417
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