Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Insertionsort

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Animation von Insertionsort

Insertionsort (auchSortieren durch Einfügen,englischinsertion‚das Einfügen‘ undenglischsort‚sortieren‘) ist ein einfachesstabilesSortierverfahren (d. h., die Reihenfolge von Elementen mit gleichem Schlüsselwert bleibt unverändert). Es ist leicht zu implementieren, effizient bei kleinen oder bereits teilweise sortierten Eingabemengen. Außerdem benötigt Insertionsort keinen zusätzlichen Speicherplatz, da der Algorithmusin-place arbeitet. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Insertionsort alsOnline-Algorithmus eingesetzt werden kann.

Der Insertionsort entnimmt der unsortierten Eingabefolge ein beliebiges Element und fügt es an richtiger Stelle in die (anfangs leere) Ausgabefolge ein. Geht man hierbei in der Reihenfolge der ursprünglichen Folge vor, so ist das Verfahren stabil. Wird auf einemArray gearbeitet, so müssen die Elemente hinter dem neu eingefügten Element verschoben werden. Dies ist die eigentlich aufwendige Operation des Insertionsorts. Das Auffinden der richtigen Einfügeposition kann über einebinäre Suche vergleichsweise effizient erfolgen. Grundsätzlich gilt aber, dass Insertionsort weit weniger effizient arbeitet als andere anspruchsvollere Sortierverfahren.

Problembeschreibung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das Vorgehen ist mit der Sortierung eines Spielkartenblatts vergleichbar. Am Anfang liegen die Karten des Blatts verdeckt auf dem Tisch. Die Karten werden nacheinander aufgedeckt und an der korrekten Position in das Blatt, das in der Hand gehalten wird, eingefügt. Um die Einfügestelle für eine neue Karte zu finden, wird entweder die Karte sukzessive (von links nach rechts) mit den bereits einsortierten Karten des Blattes verglichen, oder eine binäre Suche durchgeführt. Zu jedem Zeitpunkt sind die Karten in der Hand sortiert und bestehen aus den bereits vom Tisch entnommenen Karten.Zum Einfügen der neuen Karte müssen alle auf der Hand nachfolgenden eine Position weiter nach rechts wandern.

Eingabe

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Eine Folge vonn{\displaystyle n} zu sortierenden Zahlen(a1,a2,,an){\displaystyle \left(a_{1},a_{2},\ldots ,a_{n}\right)}.

Die Zahlen werden auch als Schlüssel (keys) bezeichnet; diese sind oft nur ein Bestandteil eines Datensatzes.

Implementierung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Pseudocode

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der folgendePseudocode sortiert die Eingabefolge aufsteigend. Um eine absteigende Sortierung zu erreichen, ist der zweite Vergleich in Zeile 4 entsprechend zu ändern. Der ParameterA ist einFeld mit der zu Beginn unsortierten Folge. Nach Beendigung des Algorithmus enthältA mit den ElementenA[0],A[1], …,A[n-1] die sortierte Folge.
Hierbei ist zu beachten, dass die Indizierung desFeldes mit einer 0 beginnt.
n{\displaystyle n}: Anzahl der Elemente vonA
n1{\displaystyle n-1}: Index des letzten Elementes vonA

INSERTIONSORT(A)
for i = 1to Länge(A)do einzusortierender_wert = A[i] j = iwhile (j > 0)and (A[j-1] > einzusortierender_wert)do A[j] = A[j - 1] j = j - 1end while A[j] = einzusortierender_wertend for

Anmerkungen:

  • Die Positionsvariablei kann bei 1 beginnen anstatt bei 0, da ein Sortieren erst beginnt, wenn wenigstens zwei Werte gegeben sind (i=0 undi=1), erst dann kommt es zum ersten Vergleich. Davor kann A[0] als „bereits sortiert“ betrachtet werden.
  • Die innerej-while-Schleife verschiebt im bereits sortierten Bereich 0..(i-1) alle „zu große“ Elemente eine Position nach hinten. Dadurch ergibt sich an richtiger Stelle dann der eine Freiraum, um den einzusortierenden Wert einzufügen.

Struktogramm

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im Folgenden einNassi-Shneiderman-Diagramm (Struktogramm) des Insertionsort-Algorithmus. Die Bezeichner sind an obigen Pseudocode angelehnt.

Zähle ivon 1bis n-1
einzusortierender_wert = A[ i ]
j = i
Solange j > 0 und A[ j-1 ] > einzusortierender_wert
A[ j ] = A[ j-1 ]
j = j - 1
A[ j ] = einzusortierender_wert

Beispiel

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Ausführung von Insertionsort auf EingabefeldA[0..5]{\displaystyle A[0..5]}. Die Komponente, auf die der Indexi{\displaystyle i} zeigt, ist rot eingefärbt. Blau eingefärbte Felder liegen im bereits sortierten TeilfeldA[1..i1]{\displaystyle A[1..i-1]}.

012345
524613

Da ein einzelnes Element keiner Ordnungsrelation unterliegt, beginnt der Index beii=1{\displaystyle i=1} und das zweite Element wird mit dem ersten verglichen.

012345
524613
012345
254613

Die 5 rutscht in der blauen sortierten Teilliste nach hinten und die 2 wird am Anfang dieser eingefügt. Damit sind die ersten beiden Elemente der Folge sortiert und das nächste Element wird überprüft (i=2{\displaystyle i=2}).

012345
254613
012345
245613

Beii=3{\displaystyle i=3} ist nichts weiter zu tun, da 6 bereits die richtige Position am Ende der sortierten Teilliste hat.

012345
245613

Im vorletzten Schritt wird die 1 ausgewählt und in die sortierte Liste eingefügt. Dabei rutschen alle bisherigen sortierten Elemente in der sortierten Liste um eins nach hinten (i=4{\displaystyle i=4}).

012345
245613
012345
124563

Im letzten Schritt wird die 3 an passender Position in die sortierte Teilliste gebracht (i=5{\displaystyle i=5}).

012345
124563
012345
123456

Nach dem Algorithmus sind alle Felder der Folge sortiert.

012345
123456

Komplexität

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Anzahl der Vergleiche und Verschiebungen des Algorithmus ist von der Anordnung der Elemente in der unsortierten Eingangsfolge abhängig. Für denAverage Case ist eine genaue Abschätzung der Laufzeit daher schwierig, man kann aber zeigen, dass der Average Case inO(n2){\displaystyle {\mathcal {O}}(n^{2})} liegt. ImBest Case, wenn das Eingabearray bereits sortiert ist, ist die Komplexität linearO(n){\displaystyle {\mathcal {O}}(n)}, d. h. sogar besser als bei den komplizierteren Verfahren (Quicksort,Mergesort,Heapsort etc.). ImWorst Case ist sie quadratischO(n2){\displaystyle {\mathcal {O}}(n^{2})}.

Wenn zur Bestimmung der richtigen Position eines Elementes die binäre Suche benutzt wird, kann man die Anzahl der Vergleiche im Worst Case durch

log(n!)O(nlognnloge+logn)=O(nlogn0,4426n+logn){\displaystyle \log(n!)\in {\mathcal {O}}(n\log n-n\log e+\log n)={\mathcal {O}}(n\log n-0{,}4426n+\log n)}

abschätzen; dabei geht aber ggf. die Stabilität des Sortierverfahrens verloren.

Die Anzahl der Schiebeoperationen im Average Case beträgt

n(n1)/4O(n2){\displaystyle n(n-1)/4\in {\mathcal {O}}(n^{2})}.

Der Worst Case ist ein absteigend sortiertes ArrayA{\displaystyle A}, da jedes Element von seiner Ursprungspositionj{\displaystyle j} bis auf die erste Arrayposition verschoben wird und dabeij1{\displaystyle j-1} Verschiebeoperationen nötig sind. Deren Gesamtanzahl beträgt somit

n(n1)/2O(n2){\displaystyle n(n-1)/2\in {\mathcal {O}}(n^{2})}.

Weiterentwicklung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Donald L. Shell schlug eine substanzielle Verbesserung dieses Algorithmus vor, die heute unter dem NamenShellsort bekannt ist. Statt benachbarter Elemente werden Elemente, die durch eine bestimmte Distanz voneinander getrennt sind, verglichen. Diese Distanz wird bei jedem Durchgang verringert. Aufgrund der Sortierung über Distanz verliert die Sortiermethode ihre Eigenschaft „stabil“.

Robert Sedgewick veröffentlichte eine optimierte Implementierung von Insertionsort, welche einenSentinel verwendet und nur die Hälfte an Vertauschungen benötigt. Nachfolgend wird diese Optimierung durch eine „papyrus script function“ veranschaulicht. Float[] a ist beispielhaft ein Array mit Fließkommazahlen. Die beiden integer-Parameter stellen den flexiblen Sortierbereich für das Array dar (Startwert „L“, Endwert „R“). Angenommen das Array hat 100 Elemente und beginnt bei 1, dann muss L=1 und R=100 gesetzt werden, um es vollständig zu sortieren.

FUNCTION SortByInsert(Float[] a, Int L, Int R) 1bool bOK 2float X              ; Comparable v 3float f 4 5int k = -1           ; original: k = 0  // counter of exchanges 6int i = R            ; original: R - 1 7  X = a[i]             ; Sentinel 8WHILE (i > L)        ; TopDown loop 9    f = a[i - 1]10IF (X < f)11      a[i - 1] = X     ; exchange12      a[i]     = f13      k = i            ; original: k = k + 114ELSE15      X = f            ; no exchange/swap, update Sentinel only16ENDIF17    i = i - 118ENDWHILE1920IF (k < 0)21RETURN             ; - STOP -  short circuit, no exchanges made22ENDIF23  ; -------------------------- "insertion sort with half-exchanges"24  i = L + 225WHILE (i <= R)       ; original: (i < R)26    X = a[i]           ; Sentinel27    k = i              ; original: j = i  // counter for insertions28    bOK =TRUE29WHILE (bOK)30      f = a[k - 1]31IF (X < f)32        a[k] = f33        k = k - 134ELSE35        bOK = False36ENDIF37ENDWHILE38IF (k < i)39      a[k] = X         ; original: a[j] = v40ENDIF41    i = i + 142ENDWHILEENDFUNCTION

Siehe auch

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Insertionsort&oldid=257749140
Kategorie:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp