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Identifikator

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EinIdentifikator (auchKennzeichen) ist ein mit einer bestimmten Identität verknüpftes Merkmal zur eindeutigen Identifizierung des tragenden Objekts.

Beispielsweise bezeichnet eineHausnummer als Identifikator innerhalb einer Straße ein bestimmtes Haus. InDatenbanken werden Identifikatoren als Kennzeichen einesDatensatzes auch alsDatenbank-Identifikatoren oderStammnummern bezeichnet. Dabei werden Identifikatoren meist als Bestandteile vonNummern oderCodes ausalphanumerischen Zeichen verwendet, wobei unter anderem vonNummerncode (Zahlen oder Zifferncode und auch von alphanumerischen Codes) oderBuchstabencodes gesprochen wird. Auch sprachliche Identifikatoren (beispielsweiseBezeichner in einemComputerprogramm oderDeskriptoren in einemkontrollierten Vokabular) und andere Merkmale, beispielsweiseFarbcodierung (wie die Farben Rot und Grün fürBackbord undSteuerbord) sind möglich. Weiter könnenbiometrische Merkmale als Identifikatoren qualifiziert werden.

Anwendung

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Identifikatoren können prinzipiell zum Identifizieren beliebiger Objekte von Produkten (Seriennummer, Katalognummer) über Menschen (Personenkennzeichen) bis zu abstrakten Ideen (Notation eines Themengebietes) eingesetzt werden.

Ein umfangreiches Anwendungsgebiet stellt die Identifikation (kurz „ID“) vonProdukten und derenBauteilen im Rahmen derDokumentation von technischen Erzeugnissen dar.

Eine eindeutige Identifikation aller Produktions- und Beschaffungsobjekte ist für die unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Funktionen eines Unternehmens von zentraler Bedeutung.

Im kaufmännischen Bereich unterscheidet man vier Arten der Verschlüsselung von Identifikatoren:[1]

  • die rein identifizierende Verschlüsselung
  • die teilweise identifizierende, teilweise klassifizierende Verschlüsselung (Verbundschlüssel)
  • die merkmalsbezogene (klassifizierende) Verschlüsselung
  • die logische bzw. mengenalgebraische Verschlüsselung

Für den Schlüssel werden in der Regel Ziffern und Buchstaben verwendet. Bei klassifizierenden Schlüsseln haben die Buchstaben oder Nummern eine bestimmte inhaltliche Bedeutung; sie sagen etwas über das Objekt oder dessen Eigenschaften aus.

Siehe auch:Identitätsmanagement

Aufbau und Verwaltung von Identifikatoren

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Die Gesamtheit aller Identifikatoren eines Gebietes bildet einKontrolliertes Vokabular. Beispielsweise ist die gesamte Mathematik mittels derMathematics Subject Classification in Teilbereiche untergliedert, denen jeweils eineNotation zugeordnet ist.

Vielfach wird die Identifikationsnummer auch alsAbkürzung betrachtet. Dies ist sie jedochcodierungstheoretisch nicht in jedem Fall: Die ID-Nummer soll möglichst prägnant verschiedene Objekte voneinander trennen. Da sie meist in ein Identifikationssystem eingebettet ist, ist sie oft nur in Anlehnung an einen leicht merkbaren Begriff angelegt.

Beispiel: A fürAutobahn, B fürBundesstraße, L fürLandesstraße, die eigentlichen Begriffe beziehen sich aber auf eine Zuordnung der Verantwortlichkeit, die sich im Laufe von Reformen zu anderen Institutionen verlagert hat.

Im IT-Bereich wird natürlich häufig die Auswertung vonComputern vorgenommen und daher wäre hier keineRedundanz nötig, dennoch wird sie zur Fehlerkorrektur häufig eingebaut.

Identifikationssystem

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Ein System von Identifikatoren muss immer so gestaltet sein, dass eine eindeutige Zuordnung zwischen Bezeichner und Bezeichnetem möglich ist. Wünschenswert ist auch die Eindeutigkeit in Rückrichtung. Mathematisch ausgedrückt ist dann die Zuordnung derMenge der Identifikatoren zur Menge der zu Identifizierenden eineindeutig (bijektiv).

Ein Nummerncode wird also etwa so gehalten, dass er einem einzelnen Datum, Datensatz oder Objekt genau eine Nummer zuordnet, die es zweifelsfrei kennzeichnet:

  • Ein Beispiel für eine Identifikationsnummer ist dieTelefonnummer als Zuordnung zum entsprechenden Teilnehmer (Anschluss), mit dem man telefonieren möchte. In Bezug zu einer bestimmten Person ist sie aber nicht eindeutig, wenn etwa mehrere Personen in einem Haushalt leben. Daher muss man dann klären, mit wem man sprechen möchte. Die Entwicklung vonNebenstellen wie auch die derMobiltelefone ist zum Teil genau durch diesen Missstand motiviert (Personenbezug statt Ortsbezug des Identifikators durch verändertes Kommunikationsverhalten).
  • Ein anderes Beispiel bietet dieInternationale Standardbuchnummer (ISBN), mittels derer auf kurze Weise ein Buch eindeutig spezifiziert wird. Hierbei ist der Identifikationsnummer noch eine zusätzlichePrüfziffer zurFehlerkorrektur hinzugefügt.
  • In einemRechnernetz finden sichIP-Adressen als Identifikationsnummern vonServern. Für uns Menschen werden zusätzlichDomains als Identifikatoren angelegt.

Automatische Identifizierung

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Sollen Computersysteme Objekte bzw. Menschen erkennen, werden bestimmte Identifikatoren verwendet. Die entsprechenden Prozesse werden nach verschiedenen Methoden klassifiziert. Der Identifikator muss einen physischen Träger haben und am zu identifizierenden Objekt erkennbar sein. Die physische Form soll zuverlässig und schnell auslesbar sein. Bekannte Beispiele sindBarcode,RFID undMagnetstreifenkarten. Ausnahme als direkte Identifizierung ist etwa dieBiometrie.

Persistenz

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Identifikatoren, die speziell auf Dauerhaftigkeit (Persistenz) angelegt sind, werden auch alsPersistente Identifikatoren (persistent Identifier) bezeichnet (Siehe auchPermalink).

Verwendung in Datenbanken

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Identifikatoren in Datenbanken können sowohl durch ein Attribut bzw. eine Spalte einer Datenbanktabelle als auch durch eine Auswahl mehrerer Attribute gegeben sein.Bei der Identifikation durch mehrere Attribute bildet die Gesamtheit der ausgewählten Attribute die Identifikation. So ist z. B. in einer DatenbanktabelleMitarbeiter eine Person durch die drei Attributename,vorname,geburtstag identifizierbar.

Beispiele

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Siehe auch

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Wiktionary: Kennzeichen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: identifier – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen (englisch)

Literatur

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  • Bruno Grupp:Optimale Verschlüsselung bei Online-Datenverarbeitung. Aufbau moderner Nummernsysteme für Sachnummern jeder Art, Personennummer und Auftragsnummern. Verlag TÜV Rheinland, Köln 1987,ISBN 3-88585-344-2. 

Einzelnachweise

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  1. Wilmjakob Herlyn:PPS im Automobilbau. Produktionsprogrammplanung und -steuerung von Fahrzeugen und Aggregaten. Hanser, München 2012,ISBN 978-3-446-41370-2,S. 80 ff. 
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