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Es sollte ein Beleg eingefügt werden für die Hubble-Sequenz. Ausserdem im zweiten Teil wären auch die Probleme zu belegen.
Hubble-Sequenz
DieHubble-Sequenz ist einmorphologisches Ordnungsschema fürGalaxien, das 1936 vonEdwin Hubble entwickelt wurde und bis heute eingeschränkt verwendet wird.
S0 undSB0 sind die Übergangstypen derlinsenförmigen (oder lentikulären) Galaxien.
Die einzelnen Galaxientypen sind im ArtikelGalaxie näher beschrieben.
Hubble sah in dieser Darstellung eine mögliche Entwicklungssequenz für Galaxien. Die Forschungen der letzten Jahre haben aber gezeigt, dass die Galaxienentwicklung weitaus komplexer ist und sich nicht durch eine einfache Sequenz darstellen lässt. Dennoch bezeichnet man zuweilen immer noch, eigentlich inkorrekt, elliptische Galaxien als „frühe“ und Spiralgalaxien als „späte“ Galaxien.[1]
Hauptproblem der Hubble-Sequenz ist, dass Hubble aufgrund der damals schwach ausreichenden Beobachtungstechnik nur eine sehr kleine Menge von Galaxien zur Verfügung stand (etwa 400),[2] die alle sehr nahe sind (sehr niedrigeRotverschiebung).[3] Dadurch fußt dieses Schema auf einemDatensatz, der die Vielfalt der Galaxienmorphologien nicht ausschöpft und folglichnichtrepräsentativ für die tatsächliche Galaxienpopulation ist. Man sagt deshalb, dass der ursprüngliche Datensatz und damit das auf ihm begründeteKlassifikationsschema einenBias aufweisen, d. h. die von Hubble definierten Galaxientypen sind keine zuverlässige Beschreibung.
Hinzu kommt, dass die Hubble-Sequenz auf die Erscheinung von Galaxien im für das menschliche Auge sichtbaren Licht „maßgeschneidert“ ist. Galaxienmorphologien in anderenSpektralbereichen sind in der Regel davon deutlich verschieden. Beispielsweise sehen die meisten Galaxien imUV- oderRöntgenbereich extrem irregulär aus, da in diesem Spektralbereich fast ausschließlich unregelmäßig verteilteSternentstehungsgebiete sichtbar sind. Hubbles Klassifikationsschema ist also für andere Wellenlängenbereiche nicht geeignet. Auch dies ist wiederum einBias dieses Klassifikationsschemas.
Diese Probleme führten dazu, dass die Hubble-Sequenz heutzutage nur sehr eingeschränkt benutzt wird, trotz einiger Bemühungen, das Schema zu erweitern, z. B. vonGérard-Henri de Vaucouleurs. Ein wesentlicher Grund, warum die Hubble-Sequenz noch benutzt wird, ist das Fehlen eines moderneren und besseren Klassifikationsschemas für Galaxienmorphologien. Es ist schwierig, sie zuverlässig quantitativ zu beschreiben. Im Gegensatz dazu gibt es sehr wohl zuverlässige quantitative Beschreibungen von Galaxienspektren, weshalb die hierauf basierende Klassifikation von Galaxien größere Bedeutung gewonnen hat.
↑Hans-Ulrich Keller:Kompendium der Astronomie. 7. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2023,ISBN 978-3-440-17361-9,S.437–439.
↑Edwin Hubble:No. 324. Extra-galactic nebulae. In:Contributions from the Mount Wilson Observatory / Carnegie Institution of Washington.Band324, 1926,ISSN0898-1892,S.1 (harvard.edu [abgerufen am 14. Januar 2026]).
↑Edwin Hubble:A Relation between Distance and Radial Velocity among Extra-Galactic Nebulae. In:Proceedings of the National Academy of Science.Band15,Nr.3, März 1929,ISSN0027-8424,S.168–173,doi:10.1073/pnas.15.3.168 (harvard.edu [abgerufen am 14. Januar 2026]).
↑Nilson P.,The Uppsala General Catalogue of Galaxies (UGC), 1973, Uppsala Astron. Obs. Ann. 6.;Online