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Homer S. Cummings

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Homer S. Cummings (1920)

Homer Stille Cummings (*30. April1870 inStamford,Connecticut; †10. September1956 inGreenwich, Connecticut) war einUS-amerikanischer Jurist, Politiker undJustizminister.

Studium und Beruf

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Cummings absolvierte zunächst ein Studium derPhilosophie an derYale University, welches er 1891 mit einemBachelor of Philosophy (Ph.B.) abschloss. Daraufhin studierte er an der Yale Law SchoolRechtswissenschaften und erwarb 1893 denBachelor of Laws (LL.B.). Zunächst war er alsRechtsanwalt in Stamford tätig, wo er 1909 mit einem Partner die Kanzlei Cummings & Lockwood gründete, in der er bis 1933 Partner war.

Zwischen 1914 und 1924 war er Bezirksstaatsanwalt desFairfield County. Während seines letzten Amtsjahres kam es dabei zu einem spektakulären Mordprozess, in dem ein Landstreicher des Mordes an einem populären Gemeindepriester auf offener Straße inBridgeport beschuldigt wurde. Trotz einer erdrückenden Beweislage, die sogar ein Schuldeingeständnis des Landstreichers beinhaltete, führte Cummings eine gründliche Untersuchung des Falles durch, die letztlich feststellte, dass der Landstreicher tatsächlich unschuldig war. 1931 hob eine Kommission um den früheren JustizministerGeorge W. Wickersham diese Ermittlungsleistungen hervor, die letztlich 1947 dazu führten, dass derRegisseurElia Kazan die Begebenheit unter dem TitelBumerang (Boomerang!) mitDana Andrews als Darsteller von Cummings verfilmte.

Als er 1939 als Justizminister aus der Regierung ausschied, war er wiederum als Rechtsanwalt tätig.

Politisches Leben

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Demokratischer Politiker, Wahlkämpfer und erfolgloser Kongresskandidat

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Bereits drei Jahre nach seiner Zulassung zum Rechtsanwalt begann er seine politische Laufbahn mit der Wahlkampfunterstützung des erfolglosendemokratischen Bewerbers bei derPräsidentschaftswahl von 1896,William Jennings Bryan.

1900 kandidierte er erstmals erfolgreich alsBürgermeister von Stamford. Als solcher wurde er 1901 und 1904 wiedergewählt. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister begann er mit umfangreichen Baumaßnahmen von Straßen und der Kanalisation, der Reorganisation der Polizei und Feuerwehr sowie dem Anlegen eines Parks, der später nach ihm benannt wurde. 1900 wurde er auch erstmals zum Delegierten vonConnecticut imDemocratic National Committee gewählt, dem er bis 1925 angehörte.

Bereits 1902 kandidierte er als Abgeordneter desRepräsentantenhauses sowie 1910 und 1916 alsUS-Senator, unterlag jedoch in allen drei Wahlen.

Während des Wahlkampfes zurPräsidentschaftswahl 1912 war er Leiter des Büros des Sprechers der Demokratischen Partei inWashington. Anschließend war er von 1913 bis 1919 zunächst Stellvertretender Vorsitzender und dann bis 1921 Vorsitzender desDemocratic National Committee und damit praktisch Vorsitzender der Demokratischen Partei. Er war daneben 1900, 1904, 1924, 1932, 1936, 1940 und 1944 Delegierter zurDemocratic National Convention, die den jeweiligen demokratischen Präsidentschaftsbewerber nominierte.

Bei der Präsidentschaftsnominierung der Demokratischen Partei von 1924 versuchte er die Delegierten zu einem Kompromiss wegen der unterschiedlichen Ansichten zumKu-Klux-Klan zu bewegen. Anders als viele andere Delegierten aus dem Nordosten unterstützte er aber anstelle vonAlfred E. Smith den früheren FinanzministerWilliam Gibbs McAdoo. Letztlich fiel die Wahl jedoch nach dem 103. Wahlgang auf den AußenseiterJohn W. Davis, der sich für die Wahlrechte vonAfroamerikanern einsetzte.

Nach seinem Rücktritt als Justizminister 1939 gehörte er bis 1951 dem Vorstand desDemocratic Town Committee von Greenwich an.

Justizminister unter Präsident Roosevelt

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Cummings kehrte erst 1932 wieder ins politische Leben zurück, als er mehrere Senatoren und Kongressabgeordnete durch eine durchschlagende Rede auf der Democratic National Convention inChicago zur Unterstützung des demokratischen PräsidentschaftsbewerbersFranklin D. Roosevelt bewegte.

Nach der Wahl von Roosevelt zumPräsidenten war er eigentlich als Nachfolger vonTheodore Roosevelt junior als Generalgouverneur derPhilippinen vorgesehen. Zwei Tage vor seiner Vereidigung verstarb jedoch der designierte Justizminister,SenatorThomas J. Walsh ausMontana.

Aus diesem Grund berief ihn Präsident Roosevelt am 4. März 1933 alsAttorney General in seinKabinett.

Alcatraz

Als Justizminister leitete er eine umfangreiche interne Reform des Justizministeriums und insbesondere auch der Verfahren an den Bundesgerichten ein. Darüber hinaus brachte er mehrere Gesetze ein, die dasGesetz zur Bestrafung von Entführungen (Lindbergh Law) stärkten, Bankraub als Bundesstraftat ansahen und bundesweite Regelungen zu Feuerwaffen einführten. Ferner stärkte er dasFederal Bureau of Investigation (FBI) und führte eine Nationale Kriminalitätskonferenz ein. Cummings unterstützte außerdem den Ausbau der InselAlcatraz alsBundesgefängnis für Schwerverbrecher.

In seiner Funktion als Justizminister war er andererseits auch der Hauptunterstützer derNew-Deal-Programme Roosevelts. Während seiner Amtszeit kam es dabei des Öfteren zu Prozessen vor demUnited States Supreme Court über die Rechtsgültigkeit von New-Deal-Gesetzen. Frustriert über diekonservative Zusammensetzung des Obersten Gerichtshofes wurde er von Roosevelt gleich nach derPräsidentschaftswahl von 1936 mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Zusammensetzung des Obersten Gerichts beauftragt.

Am 5. Februar 1939 trat er als Justizminister zurück und wurde als solcher vonFrank Murphy abgelöst. Mit seiner fast sechsjährigen Amtszeit war er nachWilliam Wirt der Justizminister mit der zweitlängsten Amtszeit.

Später organisierte er auch ein nach ihm benanntes Golfturnier, an dem Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Rechtsprechung teilnahmen.

Veröffentlichungen und Reden

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  • We can prevent Crime. 1937
  • Federal Justice. 1937
  • The Selected Papers of Homer Cummings. 1939

Weblinks

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Commons: Homer Stille Cummings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Personendaten
NAMECummings, Homer S.
ALTERNATIVNAMENCummings, Homer Stille (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanischer Jurist und Justizminister
GEBURTSDATUM30. April 1870
GEBURTSORTStamford, Connecticut
STERBEDATUM10. September 1956
STERBEORTGreenwich, Connecticut
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