| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 49′ N,13° 11′ O53.81666666666713.18333333333342Koordinaten:53° 49′ N,13° 11′ O | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Mecklenburgische Seenplatte | |
| Amt: | Demmin-Land | |
| Höhe: | 42 m ü. NHN | |
| Fläche: | 27,02 km² | |
| Einwohner: | 449 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 17 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17111 | |
| Vorwahl: | 039993 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 71 065 | |
| Gemeindegliederung: | 6Ortsteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Goethestraße 43 17109 Demmin | |
| Website: | www.amt-demmin-land.de | |
| Bürgermeister: | Thomas Korrmann | |
| Lage der Gemeinde Hohenmocker im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte | ||
Hohenmocker ist eine Gemeinde im Nordosten desLandkreises Mecklenburgische Seenplatte. Historisch gesehen gehört sie aber zu Pommern. Die Gemeinde liegt südlich von Demmin. Sie gehört demAmt Demmin-Land an, das seinen Verwaltungssitz in der StadtDemmin hat.

Hohenmocker liegt 12,5 km südöstlich von Demmin und 15 km nordwestlich vonAltentreptow. Durch die Gemeinde fließt derStrehlower Bach, welcher später bei derLeistenower Mühle in denAugraben mündet. Die Gemeinde liegt auf einer zerschnittenen Hochfläche von 40 bis 50 m über HNH.
Ortsteile:
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Im Norden grenzt das Gemeindegebiet anUtzedel, im Osten anAlt Tellin, im Südosten anGolchen, im Süden anGnevkow, im Westen anSarow sowie im Nordwesten anBeggerow.
Westlich des Ortes befand sich eine große altslawische (600 bis 800) Siedlung, die auf eine frühe Besiedlung der Gegend hinweist.
Hohenmocker wurde erstmals 1239 urkundlich erwähnt. In der Urkunde vom 29. April 1239 verliehen HerzogWartislaw III. vonPommern und die Witwe seines ehemaligen Kämmerers Dobislaw demKloster Klatzow vor Altentreptow die Kirche von Hohenmocker (genanntMokere) nebst Zubehör sowie den Zehnten aus dem Dorf.[2]
Dieschwedischen Matrikelkarten von 1696 zeigen den Ort mit der Kirche und der kompakten Bauernsiedlung um denAnger mit Dorfteich.
Das Dorf wurde als ritterschaftliches Bauerndorf geführt. Es bestand im 18. Jahrhundert aus drei Teilen:
Im Jahre 1779 vereinigte Podewils alle drei Teile und war damit Gesamtbesitzer des Dorfes. Im Jahre 1799 verkaufte Podewils das Dorf an Christian Gottlieb Krause (1817 geadelt).
Ende des 18. Jahrhunderts war Hohenmocker ein Bauerndorf mit einer Mutterkirche, dazu zählten Filialkirchen in Hohenbüssow und Gnevkow. Die DörferPeeselin,Hohenbrünzow undStrehlow sowie die VorwerkeTentzerow und Buchholz waren nach Hohenmocker eingepfarrt.
Im preußischen Urmesstischblatt von 1835 ist die Bebauung nicht mehr so kompakt und zusammenhängend, wie in der Matrikelkarte von 1696. Nordöstlich kam eine Bockwindmühle hinzu.
Im Jahre 1862 waren registriert: acht Bauernhöfe, 18 Tagelöhnerfamilien, ein Pfarr-, Schul- und Ortsvorstandshaus, insgesamt 19 Feuerstellen mit 247 Einwohnern. Im Jahre 1871 hatte Hohenmocker 19 Wohnhäuser mit 34 Haushaltungen und 187 Einwohner, 1867 waren es noch 213. Alle waren Mitglied der evangelischen Konfession.[3] Im Messtischblatt (MTB) von 1880 sind zehn Bauerngehöfte zu erkennen und dazwischen verteilt die Landarbeiterkaten. Die Windmühle war als Holländer umgebaut. Im MTB von 1920 sind keine Änderungen enthalten.
Zu DDR-Zeiten blieb die Struktur des Dorfes erhalten. Einige alte Gebäude verschwanden, dafür gab es Neubauten. Die meisten Bauern waren in einer LPG. Seit 1997 besteht das evangelische Pfarramt Hohenmocker für die Kirchengemeinde Hohenmocker.
Peeselin wurde 1237 erstmals urkundlich als "Perselyn" erwähnt. Es war ein Domänenvorwerk mit dem Gut und kleinen Bauernwirtschaften.
Das Rittergut befand sich seit jeher im Besitz der Familie vonSchwerin. Herr auf den Gütern Hohenbrünzow und Strehlow (Pertinenz) war ab 1768 der HauptmannHans Bogislaw von Schwerin, ab 1798 der LieutenantCarl August Bogislaw von Schwerin, ab 1830Hennig von Schwerin und ab 1858 der LandschaftsratWilhelm von Schwerin. Das Gut hatte ca. 650 ha.[4]Das zweigeschossige,spätklassizistische Gutshaus stammt von 1865. Gleichzeitig wurde der zugehörige Park gestaltet.
Sternfeld wurde 1817 von Gottlieb Ferdinand von Krause alsVorwerk zu Tentzerow angelegt. Der Gutsherr ließ das Vorwerk auf dem Teil der Feldmark anlegen, den die Bauern von Hohenmocker bei derSeparation des bäuerlichen und gutsherrschaftlichen Landbesitzes auf der Grundlage derStein-Hardenbergschen Reformen an den Gutsherren abtreten mussten, um von ihren Lasten und Dienstpflichten gegenüber ihm befreit zu werden.[5] Das Gut ging später an die Familie von Seckendorf.
Der Ort war eine Pertinenz (Nebengut) zum Gut Hohenbrünzow mit ca. 400 ha. Der Ort bestand aus Gut und den Bauernhöfen im Dorfteil. Ab 1800 gingen alle Besitzanteile an die Familie von Schwerin.
Tenzerow war einLehen der Familievon Voß. Am 26. März 1720 schenkte KönigFriedrich Wilhelm I. das Gut demGeneralleutnant von Borke.
Das zweigeschossige Gutshaus ist ein Umbau vom Beginn des 19. Jahrhunderts. Es war ab 1934 Hauptsitz der Siedlungsgesellschaft derGesellschaft zur Förderung der inneren Kolonisation Berlin-Dahlem. Nach 1945 nutzte der Rat der Gemeinde das Gutshaus u. a. für Wohnungen. Tentzerow war der ursprüngliche Name der Gemeinde. Am 1. Januar 1951 wurde er in Hohenmocker geändert.
Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, wederWappen nochFlagge. AlsDienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit demWappenbild des Landesteils Vorpommern geführt. Es zeigt einen aufgerichtetenGreifen mit aufgeworfenem Schweif und der Umschrift „GEMEINDE HOHENMOCKER * LANDKREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE“.[6]

Die bei Demmin von derB 194 abzweigende Landesstraße L 271 verläuft durch die Orte Sternfeld und Hohenmocker, dort zweigen die Kreisstraßen über Hohenbrünzow nachSarow und über Tentzerow nachAlt Tellin ab. Der Ort ist von derA 20 von der AnschlussstelleAnklam (beiKlempenow) über die Landesstraßen L 35 und L 271 zu erreichen.
Der Bahnhof Sternfeld befindet sich an der Strecke Neustrelitz-Stralsund(Berliner Nordbahn) zwischen den Ortschaften Strehlow und Sternfeld.