Heinrich Kosina studierte in Wien beiPaul Roller,Josef Hoffmann undCarl Witzmann, ehe er 1920 nach Berlin übersiedelte, wo er ab 1921 im Büro des ArchitektenErich Mendelsohn arbeitete. Von 1922 bis 1925 arbeitete er mitPaul Mahlberg zusammen, ehe er sich selbstständig machte. Nach demZweiten Weltkrieg war er vor allem inÖsterreich und Süddeutschland aktiv. Von 1946 bis 1950 arbeitete er als Gewerbeschullehrer inLofer, von 1951 an war er im Planungsbüro für denFlughafen Frankfurt beschäftigt, seine letzte Arbeitsstätte hatte er in München.[1]
Schon früh spezialisierte sich Kosina auf Verkehrsbauten; die ersten Flugzeughallen desFlughafens Tempelhof entwarf er zusammen mit Mahlberg in den 1920er-Jahren. Er gehörte trotz der geringen Zahl seiner Bauten zu den bekannten Architekten im Berlin derWeimarer Republik. Er war an der Planung der Flughäfen inNürnberg undStettin beteiligt, ebenso an der des Flughafens Frankfurt, des Flughafens Wien-Schwechat und des Flughafens At Palam beiNeu-Delhi. Beratende Funktion hatte er bei der Planung von Flughäfen inRumänien,Spanien undPolen.
Viele seiner Werke sind, z. T. infolge Kriegseinwirkung, nicht erhalten geblieben. Kosina publizierteFlughäfen der Zukunft. Er war Mitglied imBund Deutscher Architekten.[2]
Translag-Waschhalle und Tankstelle von 1927, Berlin-Kreuzberg
↑Leonhard Adler / Paul Westheim u. a.:Verkehrshaus der Stadt Berlin Entwurf: Architektenbüro "Bau und Einrichtung", (Dr. Paul Mahlberg, H. Kosina), Berlin: Wema 1927.